Politik-Neueinsteiger

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Kapitalistenführer
16.02.2019 - 10:59 Uhr
Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.

Zac Rice

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01.06.2020 - 16:31 Uhr
Hamburgs neue Justizsenatorin

Mit Anna Gallina rückt überraschend eine Nicht-Juristin an die Spitze der Justizbehörde.

https://www.mopo.de/hamburg/politik/anna-gallina-jura-greenhorn-wird-hamburgs-neue-justizsenatorin-36780216

ExplodingHead

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03.06.2020 - 03:04 Uhr
Na und? Unser Gesundheitsminister ist kein Arzt, AKK hat nicht gedient, unser Bauminister kann höchstens eine Modelleisenbahn aufbauen, der Verkehrsminister kann noch nicht mal geradeaus denken, und der Vorgänger von Finanzminister Scholz hat auch schonmal 100.000€ einfach so vergessen. Mal ehrlich, würdet Ihr so einem "Finanzminister" auch nur einen eigenen Monatslohn anvertrauen wollen, wenn Ihr darüber zu entscheiden hättet?

Nur zur Info

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03.06.2020 - 07:38 Uhr
Hauptsache die Farbe des Parteibuches stimmt.

Mutzel

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03.06.2020 - 09:29 Uhr
Da lob ich mir doch das Universaltalent, Merkels Ziehtochter Uschi v.D.Layen.

Zu allem fähig - zu nichts zu gebrauchen.
Also das perfekte Profil für einen Job bei der EU!

Peacetrail

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03.06.2020 - 09:43 Uhr
Guten Tag, ich habe sieben Kinder und mein Vater war mal Ministerpräsident. -
Cool, dann bist Du ab jetzt Familienministerin!

So läuft das in Hannover.

Given To The Rising

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03.06.2020 - 11:26 Uhr
Die EU ist für mich geschitert. Alssie noch das schwache Anhängsel der USA im Konflikt mit der Sowjetunion war, hatte sie funktioniert. Aber wenn Europa mächtig wird, kommen die alten Einzelstaaten wieder hervor, die sich bekriegen. Und die EU als solches ist auch kein funktionierendes Gebilde und verkörpert keine Werte. Weniger schlimm als die USA ist ihre positivste Eigeschaft.

ExplodingHead

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03.06.2020 - 15:31 Uhr
Das grösste Problem der EU - abgesehen von Uschi vdL und der Art und Weise, wie sie dahin gekommen ist, wo sie jetzt ist - ist die crux, dass man Mitglieder, die sich offen gegen die Grundwerte der EU entwickeln, nicht rauswerfen kann. Und zur Massregelung Einstimmigkeit braucht, die aber nicht funktioniert, sobald es mindestens zwei dieser Systeme gibt, die sich gegenseitig absichern (wie derzeit mit Ungarn und Polen).

Die Osterweiterung war viel zu schnell und ohne eine Art "Probezeit", was ich damals schon kritisiert hatte. Diese Staaten waren ja zumeisst noch in der Selbstfindung, wo die politische Reise hingehen soll. Die wollten alle so schnell wie möglich rein, weil sie an die Geldtöpfe wollten. Die hätten dafür auch ihre Großeltern verkauft und alles unterschrieben, nur um rein zu kommen. Man hätte bei allen bewerbern die gleichen bedenkentragenden Masstäbe anlegen sollen wie bei der Türkei, dann stünde die EU heute besser da!

Given To The Rising

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03.06.2020 - 15:42 Uhr
Wo keine gemeinsamen Werte oder gemeinsamer Feind, da auch keine Union möglich. Schon zwischen Frankreich und Deutschland bestehen erhebliche Unterschiede. Während die einen sozialer und integrativer sind, zeigen die anderen gern ihre Stärke und wollen immer führend sein. Von daher bildet Frankreich eigentlich den Wertemaßstab ab, während Deutschland die wirtschaftliche Führungsmacht ist. Macron sollte mal einen auf Napoleon machen, die Größe dazu hat er ja schonmal.

Given To The Rising

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03.06.2020 - 16:04 Uhr
Die "europäischen" Werte sind nichts anderes als amerikanische Werte: Marktwirtschaft, Demokratie, "Freiheit", Christentum. Nur dass die Europäer sich weniger schmutzig machen und daher besser dastehen. Vor 1944 ging es darum stärker zu sein als der andere und das sieht man jetzt auch wieder hervorkommen. Von daher ganz gut, wenn Europa seine Macht verliert. Hail China!

XTRMNTR

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03.06.2020 - 16:11 Uhr
Genau, Hail China...
Gibt wohl kein Land, welches mehr auf Umwelt und Tiere pfeift als China.
Stichwort: Shark Finning.
Ein Müllbeutel ist da mehr wert, als ein Tier.
China? Nein Danke.

Given To The Rising

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03.06.2020 - 16:21 Uhr
Was solls? Andere Länder, andere Sitten. Dieses Vorschreiben, wie andere zu leben haben, auch wenn sie es nicht wollen, stört mich am meisten an der westlichen Vorstellung. Die essen halt ihre Tiere frisch, z.T. lebendig. Nicht meins, aber nicht groß verwerflich. Dafür schützen sie ihre Pandas und Tiger. Wir vergessen, dass die Natur noch vor kurzem eine Bedrohung war und das Töten von Tieren Schutz. Die Umweltsache kriegen sie noch in den Griff, weil sie mit ihren 10-Jahres- und 50-Jahresplänen langfristig agieren können und nicht wie hier nur auf die nächste Wahl geschaut wird und wie man sich dafür am besten beim Volk einschleimt. Den Chinesen geht es gut, trotz Überwachung. China ist so ziemlich die einzige Großmacht der Geschichte, die nie andere Gebiete abseits ihres Stammlandes erobern wollte, sondern seinen Einfluss über Handel und Kultur erweitert hat.

XTRMNTR

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03.06.2020 - 16:30 Uhr
Alles klar. Man schneidet Millionen von Haien jährlich die Flossen ab, und wirft sie lebendig ins Meer zurück. Das alles für eine Suppe, die lediglich als Statussymbol dient.
Aber was solls, andere Länder, andere Sitten.

Given To The Rising

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03.06.2020 - 16:44 Uhr
Ok. Bei Elefanten und Nashörnern finde ich sowas auch schlimm, bei Haien, die nun auch keine Kinder von Traurigkeit sind, nicht ganz so. Außerdem wird es von anderen ostasiatischen Staaten wie Japan oder Singapur ebenso betrieben und ist keine Staatsvorgabe.

Given To The Rising

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03.06.2020 - 16:45 Uhr
Wir kastrieren unsere Ferkel ohne Betäubung und schreddern unsere Küken. Viel humaner.

Given To The Rising

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03.06.2020 - 16:54 Uhr
Dazu muss ich sagen, dass ich von jeher eine leichte Selachophobie habe.

XTRMNTR

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03.06.2020 - 17:02 Uhr
Es werden mehr Menschen von herabfallenden Kokosnüssen getötet, als von Haien.
Man riskiert, dass ein komplettes Ökosystem in den Ozeanen kippt.
Ich finde, ab da sollte man einem anderen Land durchaus mal reinreden dürfen.

ExplodingHead

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03.06.2020 - 17:09 Uhr
"Die "europäischen" Werte sind nichts anderes als amerikanische Werte: Marktwirtschaft, Demokratie, "Freiheit", Christentum."

Artikel 1a des Vertrages über die EU:

„Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.“

Von Christentum steht da nix! Und von Amerika auch nicht!

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03.06.2020 - 17:21 Uhr
Die Verfassung der DDR:
"(1) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.
(2) Jeder Bürger hat das Recht und die Pflicht zur Mitgestaltung in seiner Gemeinde, seinem Kreise, seinem Lande und in der Deutschen Demokratischen Republik.
(3) Das Mitbestimmungsrecht der Bürger wird wahrgenommen durch:
Teilnahme an Volksbegehren und Volksentscheiden;
Ausübung des aktiven und passiven Wahlrechts;
Übernehme öffentlicher Ämter in Verwaltung und Rechtsprechung.
(4) Jeder Bürger hat das Recht, Eingaben an die Volksvertretung zu richten.
(5) Die Staatsgewalt muß dem Wohl des Volkes, der Freiheit, dem Frieden und dem demokratischen Fortschritt dienen.
(6) Die im öffentlichen Dienst Tätigen sind Diener der Gesamtheit und nicht einer Partei. Ihre Tätigkeit wird von der Volksvertretung überwacht."
Von unfreien Wahlen und Diktatur steht da nichts drin. Letztenendes ist dieses Betonen der Menschenrechte nur Propaganda, weil dem de facto nicht so ist. Auch die USA pochen auf die Menschenrechte, in Europa wollte bis 1945 keiner was davon wissen. Von daher waren es keine europäischen Werte, auch wenn sie ihren Ursprung in der europäischen Aufklärung haben. Die Türkei hat man wegen angeblicher Verstöße gegen Menschenrechte rausgehalten, christliche Länder, die ebenfalls rückschrittlich waren, nicht. Das Resultat Europa sieht man an der Praxis, nicht an den Worten.

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03.06.2020 - 17:41 Uhr
Im Prinzip müsste es Volksrechte, nicht Menschenrechte, heißen, weil man diese nur Vertretern der eigenen Bevölkerung zugesteht, nicht aber allen auf der Welt. Im gleichen Maße macht die Demokratie Politik fürs eigene Volk, nicht für alle Menschen, also eher eine Diktatur eines Volks im globalen Maßstab.

Mutzel

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03.06.2020 - 19:15 Uhr
Wenn schon, dann 'Bevölkerungsrechte'. Das Ziel sollte sein, dass jeder Mensch als Angehöriger des "Volkes" des jeweiligen Landes, in dem er wohnt, die allgemeinen UN-Menschenrechte als Mindeststandard besitzt.

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03.06.2020 - 19:26 Uhr
Wenn ich aber als Regierung mein Volk zufriedenstellen will, muss ich dafür sorgen, dass mein Land besser da steht als die anderen, also den anderen Schaden zufügen. Eine Anthropokratie wäre ein gerechtfertigteres System, wobei da der Einfluss des Einzelnen bei globalen Wahlen z.B. noch geringer ist. Athen hatte die perfekte Größe für eine Demokratie. Kleiner Versammlungsplatz und es wurde direkt entschieden ohne Vertreter.

ExplodingHead

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03.06.2020 - 19:35 Uhr
"Im Prinzip müsste es Volksrechte, nicht Menschenrechte, heißen..."

Das mögen die völkischen und ewig gestrigen Idioten um Bernd Höcke so sehen, aber es sind tatsächlich die universalen Menschenrechte im Sinne der UN-Resolution vom 10.12.1948 gemeint.

Bäh, was gibt es widerliche Zeitgenossen hier!

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03.06.2020 - 19:55 Uhr
"Bäh, was gibt es widerliche Zeitgenossen hier!"
Wen meinst du? Abschiebung, Benachteiligung von Frauen, kein Adoptionsrecht für Homosexuelle, Hartz-IV-Sanktionen, die Duldung von faschistischen Parteien...Menschenrechte machen sich prima auf der Visitenkarte, aber sie existieren hier quasi nur rudimentär. Ich bin nicht gegen Menschenrechte, nur müsste ehrlicherweise in einer Demokratie von Volks- oder Bürgerrechten die Rede sein, weil man nicht allen Menschen, nicht mal denen im eigenen Land, die gleiche Behandlung gewähren kann. Als Illegaler habe ich keine Rechte hier außer dem Schutz des Lebens.

Rote Arme Fraktion

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03.06.2020 - 20:04 Uhr
Du bist illegal hier? Im Forum oder in Deutschland?

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03.06.2020 - 20:24 Uhr
Im Forum. Die Leute sind so gemein zu mir.;) Ich spreche natürlich hypothetisch.

Peacetrail

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03.06.2020 - 21:25 Uhr
Du hast eine Seelachsphobie?

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03.06.2020 - 21:35 Uhr
Ja, ganz schlimm. Wenn jemand den aufs Brot tut, wird mir schlecht.
Selachophobie = Angst vor Haien
Wenn ich einen im Lexikon gesehen habe, habe ich sofort Panik bekommen und musste umblättern. Hab aber zwischenzeitlich auch Dokumentationen angeguckt und zuletzt in Black Flag welche gejagt. Das Bild reicht mir schon aus um mir Angst einzujagen. Das geht mir bei keinem anderen Tier so.

Peacetrail

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03.06.2020 - 21:55 Uhr
Mein Sohn ist vier, und er beschäftigt sich den ganzen Tag mit Schleich-Tieren. Und meist dann - der Reihe nach - mit einem einzigen ganz besonders, sagen wir: Hai. Und dann sind wir mit Großeltern zusammen ins Sea-Life, also etwa 70 Euro Eintritt, und er hat sich nichts angeguckt außer den Hai in dem Unterwassertunnel. Über eine Stunde lang. Alles andere: egal.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

03.06.2020 - 22:31 Uhr
Ich hab auch in der Zwischenzeit Deep Blue Sea und ähnliches gesehen. Da war eine gewisse Abstraktion vorhanden, weil das keine echten Haie waren. Ich habe auch noch keinen im echten Leben gesehen, soweit ich mich erinnere. Ob es nun ein Kindheitstrauma (vielleicht Der Weiße Hai zu früh gesehen) ist oder die Form, schwer zu sagen. Es ist schon eine Faszination und wenn man länger draufguckt, verschwindet die Angst, aber das erste Erscheinen ist wie ein Schock. Da machen mir Zombie- und andere Horrorfilme weniger Angst. Auch Spinnen und Schlangen sind ok, auch wenn ich erstere ekelhaft finde. Aber Ekel und Angst sind unterschiedliche Dinge. Vielleicht würde ich ihn im echten Leben ja ganz ok finden oder sterben...weiß ich nicht. Jetzt gibt es ein Spiel namens Maneater, in dem man einen Hai spielt und Menschen jagen muss. Würde wahrscheinlich mehr Spaß machen, weil man da nicht gefressen werden kann. ;)

Peacetrail

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03.06.2020 - 22:44 Uhr
Der weiße Hai ist echt ein Schocker, wenn man den zu früh sieht, kann ich verstehen, dass man Ängste hat. Soll ich mal sagen, wovor ich lange Angst hatte, weil ich als Dreijähriger im Kino war. Auch ein Spielberg-Film: E.T.
Kann ich bis heute nicht gut angucken. Quasi Xenophobie oder auch Herpetophobie.
Manchmal habe ich auch Hoplophobie, Oneirogmophobie, Halitophobie oder Athlemophobie, aber das gehört hier nicht her, Fehler sind menschlich.

PS: Klinge ich irgendwie wie peppermint patty?

Felix Klaus

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Registriert seit 30.12.2019

03.06.2020 - 22:50 Uhr
Mann, lass sie doch in Frieden ruhen, die Gute! Um zur Frage zurückzukommen: Nein, eher nicht, sie hat weniger Fremdwörter als du in ihre Postings eingebaut :)

Peacetrail

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Registriert seit 21.07.2019

03.06.2020 - 22:52 Uhr
Halt Dich bitte zurück, ich hab auch noch Felixklaustrophobie.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

03.06.2020 - 22:55 Uhr
Die bist du doch, Rainer. Als Kind waren Der Wolf und die 7 Geißlein und Hänsel und Gretel auch Horrorvorstellungen. Oder Es, den ich nicht sehen konnte. Ich sehe das auch als Schutz an. Wenn ich Angst vor etwas habe, setze ich mich dem nicht aus und bin geschützt.

Peacetrail

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Registriert seit 21.07.2019

03.06.2020 - 23:00 Uhr
Seit Es fasse ich nicht mehr mit dem Arm in verregnete Kanaldeckel.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

03.06.2020 - 23:01 Uhr
"Athlemophobie"
Die habe ich auch. Meine Couch und meine Kartoffelchips beschützen mich hoffentlich davor.

nörtz

User und News-Scout

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03.06.2020 - 23:03 Uhr
Was sollen die antieuropäischen AfD-Positionen in diesem Thread?

Given To The Rising

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03.06.2020 - 23:09 Uhr
Falls du meine meinst, das sind keine AfD-Positionen, auch wenn sie antieuropäisch sind, aber bei mir eben auch antinational. Sowohl Deutschland als auch Europa sind für mich keine Lösungen. Als Kosmopolit sollte Europa nicht das Ende der Fahnenstange sein, erst recht nicht, wenn es gegen die Interessen Afrikas und Asiens arbeitet.

Peacetrail

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03.06.2020 - 23:12 Uhr
Das bezieht sich wohl auf den Begriff Volksrechte, und ich denke nicht, dass Given hier jemals AfD-Positionen vertreten hat.
Wenn ich Martin Sonneborns Buch richtig in Erinnerung habe, beschreibt er sehr gut, was oben schon diskutiert wurde, Die EU ist eine rein wirtschaftliche Gemeinschaft, auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, einschließlich der Parlamentarier. Das muss nicht mal schlecht sein, aber in dem jetzigen Mix ist das beileibe keine Wertegemeinschaft, da kann nicht mal Uschi was für. Sprich: es ist schwer, gemeinsame europäische Positionen zu finden.

Given To The Rising

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03.06.2020 - 23:18 Uhr
Ja, die Militarisierung wurde auch beschleunigt und Corona hat gezeigt, dass es mit der Solidarität nicht weit her ist. Volksrechte ist ja nicht etwas, was ich will, sondern der Zustand. Wär mir auch lieber, wenn das Recht für alle Menschen gelten würde. Zur Erinnerung: Frankreich wurde 1789 eine Demokratie, die USA 1776 und haben die Menschenrechte hochgehalten. Frauen und Arme durften aber nicht wählen und die Sklaven in den Kolonien waren kein Problem.

Xavier

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03.06.2020 - 23:30 Uhr
Richtig. Legt man einen strengen Maßstab an für Demokratie, dann findet sich im Europa des 19. Jahrhunderts kein einziger demokratischer Staat.

Given To The Rising

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03.06.2020 - 23:38 Uhr
Frankreich hatte bis 1945 kein Frauenwahlrecht, das muss man sich mal vorstellen.

Peacetrail

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03.06.2020 - 23:47 Uhr
Eine mögliche Erklärung gab es vor zwei Jahren im EU-Parlament: der polnische Abgeordnete Korwin-Mikke hat in einer Debatte um den Gender Pay Gap in einer Rede erklärt, dass es absolut korrekt sei, dass Frauen weniger verdienen, weil sie kleiner, langsamer und dümmer sind als Männer.

Xavier

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03.06.2020 - 23:52 Uhr
Es ist eh sehr schwierig anzugeben, wie "demokratisch" ein bestimmtes Land ist. In Russland beispielsweise fällt es einem Außenstehenden oft schwer zwischen demokratischer Fassade und weniger demokratischer Realität zu unterscheiden.

Given To The Rising

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04.06.2020 - 00:06 Uhr
Im Prinzip müsste es formell eine Demokratie sein, wenn die Mehrheit mit der Regierung einverstanden ist. Wenn ich 20 Parteien im Parlament habe und keine kriegt Mehrheiten zustande, ist das für das Wohl auch nicht gut. In Russland zieht man Putin dem "demokratischeren" Jelzin vor, in der Türkei Erdogan den demokratischeren Oppositionspolitikern. Nicht gut, aber alles andere wäre eine Politik gegen die Mehrheit des Volks. Das geht auch, wenn man den Fokus auf den Rechtsstaat legt, hat aber nicht lange Bestand.

Xavier

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04.06.2020 - 00:26 Uhr
Nun ja, wahrscheinlich rechnet es ihm die Mehrheit der Russen hoch an, den Staat wieder gefestigt, Sicherheit und Ordnung erneuert, korrupte Oligarchen in die Schranken gewiesen und die wirtschaftliche Lage deutlich verbessert zu haben. Dennoch: Seine Wahlkämpfe waren gewiss nicht fair und alles andere als demokratisch.

Given To The Rising

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04.06.2020 - 00:35 Uhr
Stimme ich zu,wobei das in einem Land mit so wenig demokratischer Tradition und so viel Gefahrenpotenzial schwierig ist. Immerhin hat er Faschisten wie Nawalny oder Schirinowsky in die Schranken gewiesen. Nach Putin sieht das schwieriger aus. Durchaus möglich, dass es dann einer wagen wird, Europa anzugreifen. Putin ist dafür viel zu rational, vielleicht sogar noch mehr als Merkel und Macron. Es tritt ja alle 100 Jahre jemand auf, der Europa erobern will. Und der würde dann wahrscheinlich nicht vor Moskau scheitern. ;)

Xavier

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04.06.2020 - 00:51 Uhr
Ein wenig Angst macht mir der schrille Nationalismus in Russland, der sich nahtlos mit einer neuen, aggressiven Aussenpolitik verbindet. Offenbar nutzt Putin die Demonstration außenpolitischer Stärke, um Loyalität nach innen zu erzeugen. Das Rezept ist uralt. Als äußerer Feind hat sich Europa schon immer gut angeboten, aber auch die USA und die NATO.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

04.06.2020 - 03:14 Uhr
"Als äußerer Feind hat sich Europa schon immer gut angeboten"
Russland hat sich aber auch Europa öfter mal als Feind angeboten. Der Westen hat beim Mauerfall die Schwäche der Sowjetunion ausgenutzt und ist nach Osten expandiert, die Ukraine hat sich unabhängig erklärt. Dass Putin 2014 die Schwäche der Ukraine und des Westens ausgenutzt hat, sehe ich da nicht als verwerflich, zumal die Krimbewohner mehrheitlich auch für einen Beitritt gestimmt haben. Aber den aufkommenden Nationalismus sehe ich auch mit Sorge. Das gilt aber auch für Osteuropa und Westeuropa.

Xavier

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Registriert seit 25.04.2020

04.06.2020 - 04:57 Uhr
Ganz ehrlich, davon habe ich keine Ahnung. In Russland wird nicht viel hergestellt. Die Russen sind Patrioten, sie mögen ihren Präsidenten sehr. Das ist merkwürdig. Im Allgemeinen hört man auf, Patriot zu sein, wenn das eigene Land übertrieben hat. In Russland war es 2014 so weit. Man mag die großrussische Expansionspolitik mit einem überzogenen Kompensationsbedürfnis für den Verlust einstiger Größe erklären und darin die Fortdauer eines Minderwertigkeitskomplexes erkennen; entschuldbar ist der "völkerrechtswidrige Verstoß gegen die Unverletzlichkeit der Grenzen" ebenso wie gegen die Budapester Verträge 1994), die Russland selbst unterschrieben hat, deshalb noch lange nicht.

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