Pearl Jam vs. Nirvana

User Beitrag
rico
24.08.2011 - 22:53 Uhr
Wer ist eurer Meinung nach besser? Wer hat mehr zur Jugendkultur beigetragen? Wer ist Musikhistorisch wichtiger? Wer hatte mehr einfluss? Was ist deren bestes Album? etc....

Viel Spaß beim Diskutieren! :)
simmi
24.08.2011 - 22:59 Uhr
Meiner meinung nach sind Pearl Jam besser, weil sie mehr Emotionen zeigen und viel tiefer gehen,als es Nirvana jemals konnten(oder wollten). Klar, Nirvana haben die bessere Bilanz(3 Alben,3 Meisterwerke) und in der PJ-Discographie sind einige Durchhänger(No Code,Yield,Binural), aber trotzdem sind Pearl Jam viel ehrlicher und sympatischer, weil sie sich nie auf dieses Typisch 90er "Teenage Angst"-Thema gestürtzt haben, sondern immer ihr eigenes Ding durchgezogen haben, sei es Textlich,Musikalisch oder Persönlich.

Und für mich ist Eddie Vedder einer der inteligentesten Leute im Musik-Biz, schon allein, weil er sich nicht gleich abknallt, nur weil er keinen Bock mehr auf Mainstream hat(ne,Mr.Cobain?). PJ FOREVER!!
Trenches
24.08.2011 - 22:59 Uhr
Jugendkultur: Nirvana

Musikalischer Einfluss: Nirvana

Musik an sich: Pearl Jam

3 zu 2 für Pearl Jam

Bestes Album? Hm...

Nirvana: In Utero

Pearl Jam: Vs. fast gleichauf mit Binaural und der Avocado

Beide toll und wichtig, am Ende.

@simmi
24.08.2011 - 23:03 Uhr
Pearl Jam vs. Nirvana

EINDEUTIG NIRVANA!! Ihre "Nevermind"-Platte hat mehr zur ganzen Jugend-und Musikultur beigetragen als alle PJ-Platten zusammen! Pearl Jam waren zu schnell wieder Underground, Weg vom Fenster, einfach nicht DA.Mit "Ten" kam der Durchbruch, mit "Vs." die bestätigung des Hypes, aber seit "Vitalogy" ging es mit der Band, musikalisch wie Kommerziel, nur noch Bergab.

Nirvana haben die Jugendkultur der 90er geprägt und min. 2 Meisterwerke abgeliefert("Bleach" und vorallem "Nevermind"). Mag sein, das PJ authentischer und ehrlicher sind/waren, aber Nirvana sind/waren wichtiger!
lucarelli
24.08.2011 - 23:04 Uhr
@simmi

nur weil er keinen Bock mehr auf Mainstream hat(ne,Mr.Cobain?)

Du denkst, das war der Beweggrund für Cobains Suizid.

Und Du denktst weiter, ein Zeichen für Intelligenz ist, dass man sich nicht selbst erschießt?

Vielleicht solltest Du diese kühnen Thesen noch mal kurz überdenken.
kein Thread ohne Radiohead
24.08.2011 - 23:11 Uhr
Bleach... Meisterwerk... auweia.
"Pablo honey" ist übrigens das Opus Magnum von Radiohead.
goam
24.08.2011 - 23:12 Uhr
@@simmi

Wenn du schon Kommerziel Bergab gehen erwähnst.......... Pearl Jam WOLLTEN genau DAS!! Sie hatten keinen Bock auf Mainstream und Öffentlichkeit und wollten nicht bei MTV-Unplugged enden.

Deswegen haben sie sich ab `95 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und haben nur noch Alben produziert(also keine Singles oder Videos) bis 2002, glaub ich. Sie sind wieder Underground geworden, weil sie es so wollten.

Respekt für diese Entscheidung, dazu wären sicher nicht viele fähig.(Nirvana wären dies sowieso nicht gewesen.).
jens
24.08.2011 - 23:16 Uhr
Mag sein, das PJ authentischer und ehrlicher waren/sind?

Nirvana sind/waren wichtiger, weil Pearl Jam schon lange in der musikalischen bedeutungslosigkeit versunken sind. OKje Alben, gute Konzerte, Nostalgie....that's all!

Und bb PJ je sooo authentisch waren oder alle nur eine Masche war?
Wir spielen nun keine Singles mehr auf Konzerten, wir verweigern Musikclips, wir wollen aus dem Album keine Single auskoppeln. Was ein Rumgezicke das war....
Rob
24.08.2011 - 23:20 Uhr
Pearl Jam waren nie Underground!

Man muss nicht angepasst sein, aber authentisch! Pearl Jam hatten Angst, verheizt zu werden und wollten plötzlich um jeden Preis anecken! Anecken zum Selbstzweck!
So wie 15jährige Kinder rebellieren, um sich abzugrenzen! Authentisch war da nichts mehr daran! Die Songs wirkten gewollt sperriger, nicht weil es eine musikalische Entwicklung war


Pearl Jam sind wahrscheinlich eine der wenigen pseudoalternativen Rockbands, mit der auch die letzten Dummbrote was anfangen können, bzw. von der sie zumindest schonmal was gehört haben.

Ich persönlich habe den Hype um Pearl Jam nie so ganz verstanden und denke mal, würde Eddie sich nicht so "unangepasst in Szene setzen", würde man sie heute nicht mal halb so sehr vergöttern.

Aber so richtig mit der Band beschäftig haben sich die Fans ja eh nie, die sehen nur das, was Sie sehen wollen!
greg
24.08.2011 - 23:23 Uhr
"Pearl Jam hatten Angst, verheizt zu werden."

Und woran bzw. an WEM liegt das? Genau, an der bösen Musik-Industrie, die jede gute Band direkt als Cash-Cow missbrauchen möchte . Und darauf hatten PJ keinen Bock.Nirvana wären(auch ohne Cobains Selbstmord)früher oder Später daran zu Grunde gegangen. Mag sein, dass PJ mit ihrer Verweigerungshaltung einen Schritt zu weit gegangen sind(zwischen `96 und 2000 GAR NICHT mehr Präsent), aber vom Prinzip her haben sie das einzig richtige getan.
ersip
24.08.2011 - 23:32 Uhr
Pearl Jam waren nie wichtig!
Musikalisch haben Sie nichts bewegs, Sie haben sich im Grunge Hype mit hochgemogelt, Ihr erstes Album war typischer Ami-Stadionrock, dann kam noch etwas Collage Rock/ Schrammel Rock dazu.

Die Band hatte (früher) gute Alben, auch heute noch gute Momente.

Vedder versuchte sich immer zum Sprachrohr einer Generation aufzuschwingen und bei manchen kam dieses gewollt divenhafte Verhalten auch an. Das war mir alles zu gewollt, auch das mit der "Ukulele im Wald hocken und etwas rumklimpern" war nur zum fremdschämen
Eddie Vedder
24.08.2011 - 23:33 Uhr
Meine Musik ist um Längen besser als die vom ollen Kurt!
Wolffather
24.08.2011 - 23:36 Uhr
Das Ding mit der Wichtigkeit und dem Einfluss ist nicht so leicht wie es hier einige sehen. Pearl Jams Ten und Nirvanas Nevermind waren im Doppelpack die einflussreichsten Alben der 90er Alternativ-Musik... besonders in den Staaten war die Hysterie um Pearl Jam zeitweise sogar noch größer als die um Nirvana und Nevermind... weltweit war Nevermind wohl die populärere Platte, aber einflussreich waren sie beide...
der feine Unterschied ist, dass Pearl Jam schon zum Nachfolgewerk Vs. keine Videos drehten und sich mit Vitalogy komplett aus der Öffentlichkeit rausgehalten haben (keine Interviews, keine Videos, keine TV Auftritte, keine Promo-Auftritte, keine vom Monopolisten Ticketmaster organisierten Touren etc.), weil ihnen der Rummel zu viel wurde - das war eine bewusste Entscheidung der Band, die wohl ziemlich einmalig ist, zumal Vs. auch ohne Videos die Verkaufsrekorde in den Stasaten gebrochen hatte und die PJ Hysterie ungebrochen war... mit Vitalogy (rau und wütend auf den Mainstream) und No Code (leiser und introspektiver) legten sie sich noch einen nicht mehr ganz so eingängigen Sound zu und zeigten sehr interessante Facetten ihres Könnens.
Musikalisch ist Pearl Jam für mich die viel bessere und vielseitigere Band (obwohl Nirvana natürlich auch klasse ist), aber beide sind zu gleichen Teilen einflussreich... dem gemeinen Chart-/Radio-Alleshörer, der sich nicht allzu eindringlich mit Musik beschäftigt, sind natürlich Nirvana und Cobain aufgrund ihrer Außendarstellung und des Selbstmord-Rummels viel mehr ein Begriff als Pearl Jam, aber in der richtigen Musikwelt haben beide große Spuren hinterlassen...
Wolffather
24.08.2011 - 23:55 Uhr
"Sie haben sich im Grunge Hype mit hochgemogelt"


diese Behauptung könnte nicht weiter entfernt von der Wahrheit liegen... Gründingsmitglieder von Pearl Jam waren mit der Band Green River schon in der Seatller Grunge-Szene aktiv, wo es Nirvana und den Begriff "Grunge" noch gar nicht gab... danach hatten sie mit Mother Love Bone und anschließend Temple Of The Dog erfolgreiche Alben am Start, noch bevor mit Nevermind alles explodiert ist...
Der große Irrtum ist ja, dass Nirvana den Grunge gestartet haben, dabei waren sie eher die Spitze des Eisbergs, der die nötige perfekte Mischung hatte um in der breiten Öffentlichkeit durchzustarten... die Proto-Grunge Bands und teilweise auch Vorbilder von Cobain sind ja eher solche Bands wie Green River, Mudhoney, Screaming Trees, Melvins, Pixies, Soundgarden etc....
The MACHINA of God
24.08.2011 - 23:58 Uhr
in der PJ-Discographie sind einige Durchhänger(No Code,Yield,Binural)

Meine drei Lieblingsalben!!!!!!!
Buddha bei die Fische
25.08.2011 - 00:23 Uhr
No Code: 10/10 (ohne wenn und aber)
Binaural: 9/10
Yield: 7,5/10

keine Anzeichen von Durchhängern in der Discographie, höchstens ein paar einzelne Songs wie auf "Riot Act" oder "Vitalogy"

Nirvana und Pearl Jam haben beide nie ein schlechtes Album aufgenommen.
Wolffather
25.08.2011 - 02:07 Uhr
"Nirvana und Pearl Jam haben beide nie ein schlechtes Album aufgenommen."


Sehe ich genau so. Wie man das grandiose No Code als Durchhänger bezeichnen kann, erschließt sich mir nicht
zulukafer
25.08.2011 - 09:37 Uhr
Pearl Jam waren in der Tat zu schnell wieder weg.Im Prinzip hatten sie nur 2 Alben, die die breite Öffentlichkeit kannte, aber alles was danach kam, war nur noch Insider-Material.Deswegen verstehe ich den Legendenstatus dieser Band nicht so ganz.
Chrisch
25.08.2011 - 09:44 Uhr
Pearl Jam haben folgende Chartbreaker-Alben:

1.Ten
2.Vs.
3.Vitalogy
4.No Code
5.Backspacer

Diese Platten hatten hohe Charteinstiege und waren/sind auch der breiten öffentlichkeit bekannt. Der Rest ist aber wirklich nur Insider-Material!
froda
25.08.2011 - 09:54 Uhr
Nirvana hatten im prinzip auch nur EIN Chartbreaker-Album ("Nevermind") der Rest war gewissermaßen auch nur Insider-Material(vorallem "Bleach"). Und trotzdem haben sie Legenden-Status.
Counter
25.08.2011 - 10:01 Uhr
Hörbilanz (Albenrotationen gesamt):

Nirvana: 91
Pearl Jam: 3
Pathologe
25.08.2011 - 10:03 Uhr
Nirvana haben nur Legendenstatus wegen Kurt " Weil Ich keinen bock mehr auf Mainstream habe Knall ich mich ab" Cobain.

Hätte der sich nicht umgebracht, wären heutzutage total egal und belanglos.
Dermatologe
25.08.2011 - 10:10 Uhr
.........und Pearl Jam haben nur Legendenstatus, weil sich Eddie Vedder immer auf biegen und brechen zum Sprecher einer ganzen Generation aufschwingen will,obwohl seine Band schon nach 2 Alben weg vom Fenster war und sich dann durch Anti-Mainstream-Gezicke selbst demontiert hat.
pusher
25.08.2011 - 10:50 Uhr
*push*
nüchtern
25.08.2011 - 11:09 Uhr
Nirvana = "Kultband", die musikalisch aber GAR NICHTS drauf hatte.

Pearl Jam = Geniale Musiker, die leider nichts zur Musikhistorie beigetragen haben.
Der die Augen verdreht
25.08.2011 - 11:13 Uhr
Ihr seid echt Primitivlinge.
FoeMan
25.08.2011 - 11:20 Uhr
"das war eine bewusste Entscheidung der Band, die wohl ziemlich einmalig ist, zumal Vs. auch ohne Videos die Verkaufsrekorde in den Stasaten gebrochen hatte und die PJ Hysterie ungebrochen war... "

Wolffather, soweit ich weiß, haben ihnen das NOFX vorgemacht.
ericy
25.08.2011 - 11:49 Uhr
In der Tat: Pearl Jam waren und sind geniale Musiker, vorallem der oft vakante Dreierpack "No Code", "Yield" und "Binural" zeigt das auf.

Aber Pearl Jam haben ein Problem: Sie waren zu schnell wieder Underground! Kaum war der Durchbruch mit "Ten" da, hatten sie schon keinen Bock mehr auf Mainstream und wollten sich ganz schnell aus diesem Korsett befreien. Deswegen gab es schon bei "Vs." keine Musikvideos mehr.

Die Band wollte sich abgrenzen, nicht zur Cash-Cow der Musikindustrie werden (wie Nirvana). Seit "Vitalogy" gab es dann auch keine Singles mehr und keine Interviews. Die Songs wirkten ab da auch GEWOLLT sperriger, so nach dem Motto: "Ihr wollt ein zweites Alive? Aber nicht mit uns!". Das kann man kindisch nennen, man kann es auch als gute entscheidung betrachten, aber eines ist sicher: Sie sind nen schritt zu weit gegangen.

Denn ab "No Code" waren sie komplett weg von der Bildfläche. Sie haben nur noch Musik für sich selbst und für die hartgesottenen Fans gemacht, aber nicht mehr für die "Leute". Aber man hätte doch wenigsten ein paar Interviews geben können, oder wenigstens ne Single auskoppeln können. Ein Video braucht es ja nicht unbedingt. Aber NEIN! Verstecken war angesagt.

Und das ist sehr schade, denn die meisten Leute wissen gar nicht, wer diese Band ist und wie genial die eigentlich sind. Aber das haben sich PJ sich selbst ausgesucht.
Und seit "Riot Act" ging es ja wieder aufwährts. Verweigerung ade, nach vorne schauen und rocken war angesagt, wie es dann die "Avovado" zeigte. "Backspacer" war zwar etwas zu poppig, aber was solls.....

Pearl Jam; Geniale Musiker,die sich zu lange versteckt haben!
@ericy
25.08.2011 - 12:05 Uhr
Mag sein, das Pearl Jam einen Schritt zu weit gegangen sind,
aber vom Prinzip her haben sie das einzig richtige getan.

Wie du ja schon gesagt hast, sie hatten Angst verheizt zu werden und wollten sich nicht zur Cash-Cow machen lassen wie Nirvana.

Und da ist Verweigerung leider das einzige Mittel, um sich davor zu schützen!
Wolffather
25.08.2011 - 12:16 Uhr
naja, was heißt denn bitte schon Underground und "Weg vom Fenster"? Vitalogy und No Code hatten gute Chartplatzierungen und ihre feste Fanbase war jetzt auch nicht so klein, dass sie in kleinen ranzigen 200-Mann-Hallen gespielt hätten. Sie haben trotzdem auch in ihrer undergroundigsten Phase größere Tausenderhallen gefüllt und garnicht mal so wenig Alben verkauft. Für die wirklich musikinteressierten Hörer waren sie nie weg vom Fenster, eher für die Gelegenheitshörer, auf die man als Band aber auch gerne verzichten kann...
Ausserdem verstehe ich die Argumentation nicht, dass sie GEWOLLT sperrig waren... Vitalogy, No Code und Yield und auch Binaural sind absolute Meisterwerke, die sich für mich sehr natürlich und eben nicht gewollt anhören... No Code ist vielleicht sogar ihr bestes Werk, obwohl das bei Pearl Jam wirkich recht schwer ist... die Band hat sich halt weiterentwickelt...

Und die Tatsache, dass sie trotz ca. 10 Jährigem Rückzug heute noch locker Locations von mindestens 15-20.000er Kapazitäten ausverkaufen, spricht ja auch für sich.

Underground waren Pearl Jam nie.
Lichtesser
25.08.2011 - 12:27 Uhr
Wir sollten einfach alle viel mehr Licht essen!
Sammler
25.08.2011 - 14:07 Uhr
Seit "Vitalogy" gab es dann auch keine Singles mehr

Hääh? Wie kommen dann bitte diese Singles in meine Sammlung?

Spin the black circle
Not for you
Immortality
Merkin ball EP
Who you are
Hail, hail
Given to fly
Wishlist
Last kiss
Nothing as it seems
Light years
I am mine
Save you
Love boat captain
Man of the hour
World wide suicide - Promo-CD
Life wasted
The fixer
Got some / Just breathe
Wolffather
25.08.2011 - 14:12 Uhr
wahrscheinlich meinte er Videos zu Singles... im Übrigen haben Pearl Jam mehr als 60 Mio Alben verkauft - soviel zu "sie waren komplett weg vom Fenster im Underground"
@Wolffather
25.08.2011 - 21:02 Uhr
Aber kein normaler Musikhörer kennt Pearl Jam! Geh mal auf die Strasse und frag mal die Leute, ob sie Pearl Jam kennen. 70-80% werden sagen: "Pearl Jam? Kenn ich nicht!" Aber fragst du die Leute nach Nirvana, die werden dir min. 70-80% sagen: "Nirvana, ist das nicht dieses Rockgruppe?"

Deswegen; was Relevanz angeht, haben Nirvana sowas von die Nase vorn,denn die kennt einfach jeder. Pearl Jam kennen heute nur noch die Leute, die sich intensiver mit Musik beschäftigen. Die Zeit ab "No Code" ist verantwortlich für diesen Status der Band. Wenn man sich versteckt, passiert sowas nunmal........
Wolffather
25.08.2011 - 21:11 Uhr
ja, aber das ist doch nicht schlimm... unter den Leuten auf der Straße kennen mit 100%-iger Sicherheit auch mehr Leute Lady Gaga als z.B. The Clash oder die Ramones - um es mal sehr überspitzt zu formulieren... und trotzdem sind The Clash und die Ramones was Einfluß und Relevanz für die komplette Musikwelt angeht meilenweit voraus...

Ich gehe jede Wette ein, dass ohne Cobains Selbstmord und der darauffolgenden Glorifizierung in den Medien inklusive Todestag samt TV-Special jedes Jahr Nirvana auch nicht jeder auf der Straße kennen würde....
Wolffather
25.08.2011 - 21:14 Uhr
ich wette auch, dass ca. 80% der Menschen auf der Straße dir nicht die wichtigsten menschlichen Organe samt ihren Funktionen nennen könnten... oder alle Nachbarländer Deutschlands oder die aktuelle Bundesregierung...

Ausseredm muss man schon zwischen Deutschland und USA unterscheiden - in den USA sind Pearl Jam auch unter Normalos doch sehr bekannt...
Sie haben schließlich 60 Mio Alben verkauft - wenn das Underground sein soll, dann weiß ich aber nicht über welche Dimensionen wir hier reden.
Wolffather
25.08.2011 - 21:17 Uhr
und ist es nicht wichtiger, eben die Leute zu erreichen, die sich wirklich intensiv mit Musik beschäftigen, als irgendwelche Leute, die sich eh jeden Radioschund anhören und für die Musik sowieso nur Hintergrundgedudel oder ist?
weirdo
25.08.2011 - 21:17 Uhr
Ja, da gehe ich mit dir komform! Ohne Cobains
Selbstmord hätte die Band niemals diesen Kultstatus erreicht, den sie jetzt hat. Denn letztlich hatten sie ja nur 3 Alben, wobei eins halt ziemlich erfolgreich war ("Nevermind"). Aber hätte Cobains kein keinen Selbstmord betrieben, wäre die Band auf kurz oder lang dem Kommerz verfallen und hätte nur noch Pop-Musik gespielt.
Wolffather
25.08.2011 - 21:20 Uhr
"wäre die Band auf kurz oder lang dem Kommerz verfallen und hätte nur noch Pop-Musik gespielt."


das halte ich dann doch für etwas hochgegriffen... ich denke eher, dass Nirvana sowieso ganz kurz vor der Auflösung standen, weil Cobain keinen Bock hatte... ich denke sie hätten sich aufgelöst und Cobain hätte andere Projekte verfolgt - er wollte z.B. unbedingt ein Projekt mit Mark Lanegan gründen, die beiden haben sogar zusammen mit Mark Pickerel musiziert, nur halt nie etwas aufgenommen oder veröffentlicht... ein Paar Solo-Alben von Cobain hätte es sicherlich auch gegeben
weirdo
25.08.2011 - 21:22 Uhr
@Wolffather

Was ist denn deiner meinung nach das beste Pearl Jam-Album?
Wolffather
25.08.2011 - 21:26 Uhr
hmmm, ist sehr schwer zu sagen, denn ich halte alle Alben von PJ für qualitativ unheimlich hochwertig...
Ihr schwächstes ist meiner Meinung nach eindeutig Backspacer, auch wenn es natürlich trotzdem ein super Album ist...

Für das beste Pearl Jam Album kommen für mich wohl die folgenden in Frage:

Vs.
No Code
Yield

Ten gehört eigentlich auch dazu, allerdings finde ich da die Remix-Version von Brendan O'Brian deutlich stärker als die etwas zu stark verhallte Originalversion...
weirdo
25.08.2011 - 21:33 Uhr
@Wolffather

Komisch, ich sehe das bei "Ten" genau umgekehrt.Gerade der Hall macht hier den Reiz aus, gerade bei Songs wie "Oceans" oder "Release" macht dieser Effekt unheimlich viel aus. Nur bei "Black" ist die Produktion nachteilig; klingt zu sehr nach 80er.

Mein Lieblingsalbum ist eigentlich "Vs." weil es schon Rau und Kantig ist aber trotzdem nicht (wie bei den Nachfolgern) auf die Melodien und Hymnen verzichtet( "Eldery Women In Small Town", Jahrhundertsong!).

Hier mal ne Liste aller PJ-Alben:

1.Ten.10/10
2.Vs.10/10
3.Vitalogy.10/10
4.No Code.7/10
5.Yield.8/10
6.Binural.7/10
7.Riot Act.8/10
8.Pearl Jam (Avocado).10/10
9.Backspacer.7/10
Wolffather
25.08.2011 - 21:41 Uhr
also besonders bei den rockigen Songs wie Once, Even Flow, Porch und Konsorten finde ich den Vs.-artigen Sound der Remixversion viel druckvoller und packender. Evtl. magst du bei Oceans Recht haben, aber alle anderen Songs gewinnen bei mir nochmal deutlich... seit die Remix-Version draussen ist, habe ich die Originalversion nie wieder gehört... damit meine ich natülich in keiner Weise, dass die Originalversion schwach wäre - der hallbefreite und agressivere Sound verleiht ihr einfach noch ein Paar Prozent mehr Klasse, wie ich finde...

Bei mir bekommt die Backspaver eine 8/10, alle anderen PJ Alben liegen bei mir im 9-10 Bereich
weirdo
25.08.2011 - 21:47 Uhr
@Wolffather

Findest du auch, das Pearl Jam "einen Schritt zu weit gegangen" sind, wie einige hier erwähnen, also, dass sie sich zu sehr zurückgezogen haben?
das muss euch ein Pearl Jam-Fan sagen, nene
25.08.2011 - 21:57 Uhr
Nur zur lnfo:
Nirvana waren vor Cobains Suizid bereits aufgelöst!
Wolffather
25.08.2011 - 22:01 Uhr
nein, ich finde ihr vorgehen absolut richtig, glaubwürdig und natürlich... sie haben sich halt nach dem Riesenhype eine große eingeschworene feste Fanbase erspielt und auf die Radio- und Trendgesteuerten Gelegenheitshörer verzichtet. Wären sie den anderen Weg gegangen, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass sie es nicht durchgehalten und sich aufgelöst hätten... ausserdem bin ich froh, dass es die Perlen No Code und Yield in dieser Form gibt... hätten sie weitere Variationen von Ten aufgenommen, wären sie evtl. irgendwann langweilig und unglaubwürdig geworden...

Bezüglich der generellen Einfluss-Diskussion (unabhängig von Nirvana vs. PJ) bin ich halt einfach der Meinung, dass man viel mehr Einfluss hat, wenn man nur 200 musikinteressierte Leute erreicht und inspiriert, welche dann selber viele gute Bands gründen... wenn man dagegen Millionen Menschen erreicht, die sich deine Musik faul als Hintergrundbeschallung reinziehen und danach zum nächsten großen Ding ziehen, hast du nicht den geringsten Einfluss sondern bestenfalls einfach "nur" viel Geld und mediale Anerkennung - womit ich nicht behaupten will, dass dies bei Nirvana der Fall wäre
ich halt mir den Bauch fest vor Lachen
25.08.2011 - 22:02 Uhr
4.No Code.7/10
6.Binural.7/10
8.Pearl Jam (Avocado).10/10

roflcopter
ich weiß gar nicht, was ich schlimmer finde, die 7/10-Entwertungen oder den falsch abgetippten Albumtitel
Wolffather
25.08.2011 - 22:03 Uhr
naja, eindeutig überliefert ist das mit Nirvanas Auflösung nicht... es ist wohl eher so, dass Cobain dies zumindest ernsthaft in Erwägung gezogen hat und sich bereits andere Projekte ausgemalt hat...
Günni
25.08.2011 - 22:10 Uhr
Hallo, ich bin Günni und habe Mischhaut.
Ich versuche, auf diesem Wege eine Frau zu finden.
Neider
25.08.2011 - 23:11 Uhr
Matt Cameron und seine Frau haben 3 Söhne und 3 Töchter.

So viel Sex hätte ich auch gerne mal (nur mit Frauen natürlich).

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