Depression / versauter Lebenslauf

User Beitrag
Notlüge
03.07.2011 - 15:23 Uhr
Ich hatte jahrelang eine Depression und konnte daher nicht rechtzeitig meine Ausbildung beenden.
Nachdem ich die Ausbildung beendet habe, konnte ich nicht arbeiten.

Nun geht es mir erheblich besser, so daß ich arbeiten könnte.
Das Problem: Wie erkläre ich bei meiner Bewerbung die langen Pausen, in denen ich nichts gemacht habe?
Wenn ich sage "Ähmm ja, da hatte ich eine Depression" kann ich doch gleich einpacken.

Machen wir uns nichts vor. In dieser scheiss Leistungsgesellschaft darf man keine psychischen Probleme haben.

Ich habe überlegt, ob ich nicht einfach sagen soll, daß ich in der Zeit im Ausland war. Wenn ich gefragt werde, was ich dort gemacht habe, könnte ich sagen, daß ich gejobbt habe.

Müsste ich in so einem Fall diese Tätigkeiten nachweisen? Wenn ich zum Beispiel sage, dass ich in Spanien gekellnert habe?

Ich halte diese Notlüge für die bessere Alternative als zu sagen, daß ich depressiv war.
Ex-Depri
03.07.2011 - 15:37 Uhr
Ich hatte ebenfalls viele Jahre lang Depressionen und habe erst spät eine Ausbildung gefunden.
Vor Jahren hatte ich mich als Justizfachangestellter beworben. Zuerst kam ein Einstellungstest. Wochen später wurden die Besten zum Gespräch eingeladen. Dort hat man mir gesagt, dass ich beim Test am besten abgeschnitten hatte - da war ich ganz schön baff, denn ich würde mich nicht als der Hellste einstufen.
Jedenfalls habe ich beim Gespräch den Riesenfehler gemacht, auf die Frage, warum ich noch nie gearbeitet hätte, zu antworten: "Ich habe Depressionen und deswegen noch keinen Ausbildungsplatz gefunden." Darauf kam die Frage, ob ich Tabletten nehme, die ich mit "Ja" beantwortete. Es folgte die Frage, ob es für mich schwierig sei, ständig mit Leuten Kontakt zu haben / zu arbeiten, woraufhin ich sagte, dass dies für mich kein Problem darstellt.

Ich bekam keinen Ausbildungsplatz beim Amtsgericht. So läuft´s in Deutschland.
Notlüge
03.07.2011 - 15:43 Uhr
@Ex-Depri

Genau darum geht es mir! Ich glaube, dass man in dem Moment, in dem man seine vergangene Depression anspricht, bei vielen Arbeitgebern verschissen hat.
Die glauben dann fälschlicherweise wahrscheinlich auch, dass man nicht belastbar ist oder sogar komplett einen an der Klatsche hat.
Ex-Depri
03.07.2011 - 15:47 Uhr
@Notlüge
Genauso ist es leider. Obwohl ich glaube, dass es auch einige wenige Arbeitgeber geben könnte, die (evtl. aus eigener Erfahrung) Verständnis für manche Arten von psychischen Probleme aufbringen.
(Bei mir waren nie Drogen im Spiel. Viele erleiden ja genau deswegen eine seelische Erkrankung.)
lazybone
03.07.2011 - 15:52 Uhr
Die meisten Menschen denken, eine Depression sei selbstverschuldet aufgrund Alkohol- und Drogenmissbrauchs. Die verwechseln das mit einer Psychose.
Aus diesem Grund würde ich auch nicht unbedingt die Wahrheit sagen.
Eine Notlüge für die fehlende Zeit sollte aber dennoch glaubhaft und nachvollziehbar sein. In Deinem Fall @Notlüge also etwas konkreter als "jobben in Spanien".
Boston
03.07.2011 - 15:54 Uhr
Jetzt hast du ein echtes Problem. Anlügen kannst du einen potentiellen Arbeitgeber nicht. Wenn er dann herausfindet was wirklich war, bist du sofort draußen. Vor allem wenn du vorgibst, im Ausland gewesen zu sein, denn dafür musst du Arbeitszeugnisse vorlegen.

An deiner Stelle würde ich auf einen privaten Arbeitsvermittler setzen. Das kostet dich nichts, sofern du von der Agentur für Arbeit einen Vermittlungsgutschein bekommen hast. Dieser Vermittler setzt seinen guten Namen bei Unternehmen ein, die er kennt. Du musst nur wirklich glaubhaft versichern können, dass keine Rückfallgefahr besteht und du "ein neuer Mensch" bist. Sonst hast du wirklich keine Chance.
Notlüge
03.07.2011 - 15:58 Uhr
@Ex-Depri

Drogen waren bei mir auch nie im Spiel. Und Verständnis haben sicherlich, wenn überhaupt, nur selbst Betroffene, das stimmt.

Ich hasse mich selbst dafür, daß ich mich in der Anfangsphase der Depression sozial isoliert habe. Das hat alles noch viel schlimmer gemacht. Hinterher ist man immer schlauer!

Heutzutage kann ich mich selbst viel besser einschätzen und wenn es mir wieder nicht so gut geht, schnell entgegenwirken.

Daß ich jahrelang in ein schwarzes Loch gefallen bin, kommt mir heute surreal vor. Ich habe mir um jeden Scheiß Sorgen gemacht. Wenn man älter wird, merkt man, daß man eigentlich besser dran ist, als der Großteil der Weltbevölkerung.

Ich Idiot hätte damald den Verstand von heute haben sollen! Dann wäre es nie soweit gekommen!
Notlüge
03.07.2011 - 16:02 Uhr
@Polarbär

Ich habe Unmengen an Citalopram in mich reinstopfen müssen DU ARSCH!!!!
"Nicht gut drauf"?????
Ich rede hier von einer ernsten Krankheit. Daß das Wort "Depression" inflationär gebraucht wird....dafür kann ich nichts!
Psychologe
03.07.2011 - 16:05 Uhr
@lazybone:
Nicht ganz richtig. Substanzmissbrauch kann sowohl zu Psychosen führen als auch zu anderen psychischen Störungen. Auch affektive Störungen wie Depressionen können Ursache und Folge daraus sein. Aber auch an Abhängigkeitserkrankungen sollte man (auch wenn das leider sehr verbreitet ist) dem einzelnen Menschen nicht die Schuld geben, das sucht sich keiner freiwillig aus. Ist aber nur meine Meinung, mit Schuldfragen beschäftigen sich andere Fachgebiete.
lazybone
03.07.2011 - 16:06 Uhr
@Notlüge: don't feed the troll. ;-)

Nur wer einmal durch sein persönliches Jammertal gegangen ist, weiss von was Du sprichst. Bei Personalern kannst Du das leider nicht voraussetzen.
Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche.
lazybone
03.07.2011 - 16:11 Uhr
@Psychologe: Ja, das weiß ich wohl. Nur ist die landläufige Meinung eben so, das die Leute denken: Depression = Drogenabhängigkeit oder noch schlimmer = Geisteskrankheit.
Das z.B. auch Störungen im Hormonhaushalt für eine Depression verantwortlich sein können, wissen die wenigsten.
Und was mich persönlich am meisten stört, sind Menschen, die denken mit ein wenig mehr Disziplin würde man da schon wieder von alleine raus kommen.
Geld ist alles
03.07.2011 - 16:18 Uhr
Man darf sich allerdings nicht vormachen. Für Psycho.logen/Psy.chiater/Pharm.a.industrie sind Leute, die nicht im Sinne der Gesellschaft funktionieren, primär eine Einnahmequelle.
armom
03.07.2011 - 16:20 Uhr
Depressionen sind in unserer Leistungsgesellschaft nicht erwünscht!!
Charmin
03.07.2011 - 16:22 Uhr
Der Dünnpfiff des Users Polarbär da oben gehört aber mal sowas von gelöscht.
Sorry, aber....
03.07.2011 - 16:23 Uhr
lern mal, dass dass nicht daß geschrieben wird.
Eastern Glow
03.07.2011 - 16:24 Uhr
@Notlüge

Darf ich fragen, in welchem Gebiet Du arbeiten willst? Meiner Erfahrung nach bekommt man in sozialen Berufen mehr Verständnis für psychische Vorerkrankungen, als beispielsweise im Bankensektor. Außerdem ist glaub' ich die Größe des Unternehmens wichtig: Ist es ein lokales, kleines Unternehmen, dann stehen die Chancen höher, als bei global agierenden Firmen. Ist es eine ansäßige Firma mit wenig Mitarbeitern ist der persönliche Eindruck beim Erstgespräch oft wichtiger, als die eigene Vorgeschichte. Aber zum Gespräch muss es ja erstmal kommen...

Eine Bekannte von mir hat auch wegen psychischer Probleme erst jetzt mit einer Ausbildung anfangen können (sie ist 26) und hat die Löcher im Lebenslauf durch "Kuraufenthalte" gestopft, obwohl sie eigentlich in einer ReHa war. Körperliche Beschwerden lassen sich wohl besser verkaufen, als psychische.

Wenn Du den Kampf gegen die Depression aber offensiv als großen Sieg angibst und den potentiellen Arbeitgeber beeindruckst, wie Du den Kampf aufgenommen und gewonnen hast, könnte das den ein oder anderen vielleicht auch beeindrucken...
Eastern Glow
03.07.2011 - 16:26 Uhr
Sorry, das mit dem Amtsgericht hatte ich überlesen...Justizia ist glaub ich nicht so leicht zu überzeugen...
Sorry, aber....
03.07.2011 - 16:27 Uhr
vor als steht kein Komma, wenn nicht noch ein Verb folgt.
Psychologe
03.07.2011 - 16:27 Uhr
An der Entstehung einer Depression wie jeder anderen psychischen Störung sind unglaublich viele in Frage kommende Faktoren beteiligt. Das geht von genetischen Prädispositionen über physiologische Vorgänge bis hin zur individuellen Lebensgeschichte und sozialen Faktoren (Welche Rolle spielt der Patient in seinem System?). Allein schon deshalb wäre es reduktionistisch und völlig falsch, der Person allein die Schuld zu geben. Aber bekomm so etwas erst mal aus den Köpfen der Menschen raus, das ist leider sehr verankert.

Für Psycho.logen/Psy.chiater/Pharm.a.industrie sind Leute, die nicht im Sinne der Gesellschaft funktionieren, primär eine Einnahmequelle.

Eigentlich sollte man auf so einen Quatsch nicht eingehen, aber trotzdem: Ja, wie in jedem anderen Beruf ist monetäre Entlohnung eines der Motive, diesen auszuüben. Schon schlimm, die freie Marktwirtschaft, nicht wahr?
Eastern Glow
03.07.2011 - 16:27 Uhr
Wobei das ja gar nicht von Dir war...Entschuldigt die Verwirrung
Notlüge
03.07.2011 - 16:36 Uhr
Daß ich als Notlüge sagen will, ich hätte in Spanien gejobbt, kommt nicht von ungefähr. Ich habe dort tatsächlich früher eine Zeit lang gelebt. Daher spreche ich gut spanisch.
Meine Englischkenntnisse sind auch gut (ich hatte es früher als Leistungskurs).

Daher spiele ich mit dem Gedanken, eventuell spanisch und englisch zu studieren (ich habe Abitur).
Die Kacke ist, daß ich nicht weiss, was ich dann damit beruflich machen soll. Auf Lehramt will ich AUF KEINEN FALL studieren. Das ist nichts für mich.

Was könnte ich damit anfangen, wenn ich spanisch und englisch studiere? (Ich bin inzwischen 28 Jahre alt)
Sorry, aber....
03.07.2011 - 16:38 Uhr
mit der Rechtschreibung wird dein Studium ohnehin nichts. Vergiss es.
Johnny
03.07.2011 - 16:39 Uhr
Ja, die Medikamenten-Industrie ist der Nutznießer der Depressions-Welle in Deutschland. Sie verdienen daran, dass der Druck in der Heutigen Leistungsgesellschaft immer größer wird.Die Menschen werden immer Ich-Bezogener.

Es geht nur noch um Geld und Profit. und wer das nicht mitmacht oder nicht ausshällt wird ganz Schnell Wo snd die alten Werte wie Hilfsbereitschaft,Zivilcourage und Freundschaft? Früher waren die Menschen doch auch glücklich! Klar, Depressionen gab es immer, aber es hatte andere Gründe als heute. Dank des Wegfalls der alten Werte werden sich nur noch die Profitgierigen Karriereleute durchsetzen können.
polarbär
03.07.2011 - 16:40 Uhr
@Notlüge

Tut mir leid, aber Mitleid kannst Du in diesem Forum nicht erwarten. Gib doch Dein Geld weiter für Psychlogen aus. Für mich bist Du einfach nur ein schwacher Mensch der zuviel rumjammert. Du solltest mal in Krisengebiete fahren und Leuten helfen, die es wirklich nötig haben. Keine Ahnung was bei Dir Falsch gelaufen ist, aber Deine Eltern haben Dir wohl nicht gezeigt, dass man in dieser Welt stark sein muss. Am Boden liegen und heulen kann schliesslich echt jeder.
johnny
03.07.2011 - 16:40 Uhr
......wird ganz Schnell aussortiert.
Hirngestein rast brandwärts
03.07.2011 - 16:42 Uhr
@polarbär
Halt einfach deine dumme Fresse, du kapierst nicht ansatzweise, um welche Krankheit es hier überhaupt geht.
Eastern Glow
03.07.2011 - 16:44 Uhr
Die Leute, die ich kenne, und die Sprachen studiert haben, sind meistens im Lehramt gelandet, mit einer Ausnahme: die ist jetzt Übersetzerin bei der EU.

Ansonsten: Vielleicht solltest Du Dir überlegen, statt der Sprachen, einfach irgendetwas im Ausland zu studieren, z.B. in Spanien. Sowas macht sich im Lebenslauf immer gut. Dazu dann noch ein Erasmusjahr in England, und Dein Lebenslauf klingt deutlich besser.
@johnny
03.07.2011 - 16:45 Uhr
"Es geht nur noch um Geld und Profit. Und wer das nicht mitmacht oder nicht ausshällt wird ganz schnell aussortiert."

Wie war!! Genauso ist es doch. Vorallem die Jugend muss sich heutzutage mit mehr Problemen ausseinandersetzen als Früher: Gruppendruck,Mobbing,Leistungsdruck,Klimawandel,Krieg,Demographische Entwicklung usw.
Polarbär
03.07.2011 - 16:45 Uhr
Doch, ich kenn diese angebliche Krankheit sehr gut:

ZUVIEL FREIZEIT UND ZUVIELE MÖGLICHKEITEN UND KEINE ERZIEHUNG, DIE EINEN AUF DAS LEBEN VORBEREITET. IMMER SCHÖN PARTY MACHEN UND IRGENDWANN RUMHEULEN, DASS EINEN KEINER VERSTEHT.

Was gibt es daran nicht zu kapieren. Das einer auch noch ernsthaft in einem Musikforum darüber diskutieren will, zeigt doch nur wie degeneriert dieser Schwachkopf ist.
nanu
03.07.2011 - 16:47 Uhr
@Notlüge: Dolmetscher z.B. . Berufe gibts mehr, als man sich vorstellen kann, und du hst ja wenn dus studierst Jahre Zeit zu gucken was andere damit denn so werden. Es wird sich schon was ergeben.
Notlüge
03.07.2011 - 16:47 Uhr
@Eastern Glow

Haben deine Bekannten während ihres Studiums auf Lehramt gewechselt oder mit ihrem Sprachen-Studium Jobs an Schulen gefunden?

@johnny
03.07.2011 - 16:49 Uhr
"Es geht nur noch um Geld und Profit. und wer das nicht mitmacht oder nicht ausshällt wird schnell aussortiert."

Wie war!!

Vorallem die Jugend muss sich mit viel mehr Problemen ausseinadersetzen als Früher: Gruppendruck,Mobbing,Leistungsdruck,Egoismus,Klimawandel,Krieg, Demographische Entwicklung usw.
Karl
03.07.2011 - 16:54 Uhr
@@johnny

Diese Probleme hat es doch früher auch schon gegeben. Dass ist doch nichts neues!!
Eastern Glow
03.07.2011 - 16:55 Uhr
@Notlüge

Eine arbeitet als Englischlehrerin, weil an ihrer Schule händeringend jemand gesucht wurde, der die Sprache unfallfrei sprechen kann und der andere ist während des Studiums auf die Lehramtsidee gekommen.
Notlüge
03.07.2011 - 16:56 Uhr
@Karl

Heute ist das alles aber wesentlich ausgeprägter. In Zukunft wird es noch sehr viel mehr Menschen (vor allem junge Leute) mit psychischen Problemen geben.

Ich hab's ja halbwegs hinter mir.
Charmin
03.07.2011 - 17:12 Uhr
Ha, das erste widerliche Posting von Polarbär wurde gelöscht.
Notlüge
03.07.2011 - 17:27 Uhr
@Eastern Glow

Ja, daß mancherorts so händeringend Lehrer gesucht werden, daß man auch ohne Lehramtsstudium eingestellt wird, habe ich auch schon mitbekommen.

Was anderes will ich deshalb nicht studieren, weil ich in Mathematik, Physik und Chemie unbegabt bin und diverse Fächer deshalb nicht in Frage kommen.
Für den journalistischen Bereich bin ich zu alt.
Jura dauert zu lange.

.......usw.

Nach meinem persönlichen Ausschluß-Verfahren bleibt nicht mehr viel übrig.
Sprachen sind auch das, was ich am Besten kann.

Wenn ich es nicht auf Lehramt studiere, könnte ich damit aber doch trotzdem unterrichten. Erwachsene z.B.
Aber was bekommt man dafür? Einen Hungerlohn?

Was ich mir auch vorstellen kann,ist, deutsch + englisch + spanisch zu studiren und dann (wenn ich hier nichts finde) nach Spanien zu gehen und dort deutsch oder/und englisch zu unterrichten. In dem Land kenne ich mich ja aus.

Hmmm....ich bin unschlüssig. Eigentlich nur deshalb, weil ich nicht mehr der Jüngste bin und ich überall lese, daß man mit Sprachen nichts anfangen kann.
Notlüge
03.07.2011 - 17:31 Uhr
Weiss jemand, was ich mit einem Studium in deutsch, englisch, spanisch noch so anfangen könnte?
Ausser unterrichten?
brathahn
03.07.2011 - 17:32 Uhr
ich widerspreche boston da. den arbeitnehmer hat die individuelle krankheitsgeschichte eigentlich nichts anzugehen (verbeamtete arbeitsverhältnisse sind da anders).
notlügen von reisen für längere löcher im lebenslauf sind durchaus gängig. ewige reisen sind aber natürlich auch seltsam - daher würde ich allgemein nur krankheit angeben und auf nachfrage entweder charmant signalisieren, dass es zu privat ist, oder etwas langwieriges erfinden.
@Notlüge
03.07.2011 - 17:34 Uhr
Halt jetzt deine dumme Fresse und geh sterben. Solche eierlosen Pisser haben hier nichts zu suchen. ARSCHLOCH!
too late
03.07.2011 - 17:35 Uhr
den arbeitnehmer hat die individuelle krankheitsgeschichte eigentlich nichts anzugehen

du meinst "Arbeitgeber" oder?
too late
03.07.2011 - 17:36 Uhr
Das darf nicht wahr sein, der Troll ist schon wieder da :(
@brathahn
03.07.2011 - 17:36 Uhr
FAIL!
Notlüge
03.07.2011 - 17:42 Uhr
@brathahn

Meine Mutter ist Halb-Spanierin. Daher habe ich als Kind eine Zeit lang in Spanien gelebt und war auch später noch oft dort.
Wenn ich einem potentiellen Arbeitgeber also meine "Lebenslauf-Lücken" verschweige und sage, dass ich ein paar Jahre in Spanien war und hier und da gejobbt habe....ginge das nicht?

Spanischkenntnisse und Kenntnisse über das Land habe ich ja tatsächlich in hohem Masse. Wenn das jemand nachprüft, würde ich nicht dumm dastehen.
Peinlich wäre es allerdings, wenn jemand genaueres wissen wollen würde.
Boston
03.07.2011 - 17:45 Uhr
Hmmm....ich bin unschlüssig. Eigentlich nur deshalb, weil ich nicht mehr der Jüngste bin und ich überall lese, daß man mit Sprachen nichts anfangen kann.

Damit kann man etwas anfangen, man muss nur wissen wie. Die meisten wissen das nicht und landen dann doch im Journalismus oder im Lehramt.
Stiftungsarbeit ist ein großes Feld, das noch an Bedeutung gewinnen wird. Allerdings brauchst du dafür schon mehr als einen Bachelor und musst dich frühzeitig um Praktika kümmern und überhaupt darum, eine klare Linie in deinen Lebenslauf zu bekommen.

Öffentlichkeitsarbeit ist der unternehmerische Gegenpart zum Journalismus, wobei da mittlweile auch viel ausgelagert wird in externe Agenturen, die zahlen als Einstiegsgehalt im Schnitt 1500€ und du hast teilweise 60 Stunden Arbeit pro Woche. Mit deinem Depressionshintergrund ist das vielleicht nicht optimal. Musst du entscheiden.

Erwachsenenbildung hat drei Nachteile. Erstens werden dir oft nur die Stunden bezahlt, die du unterrichtest, nicht aber die Vorbereitungszeit etc. Da kommt wenig bei raus und als Hauptberuflicher musst du dann sehr viele Kurse geben. Zweitens hast du es meist mit Leuten zu tun, die selber Geld bezahlen. Das heißt, sie haben hohe Ansprüche. Drittens sind das auch noch Leute, die etwas lernen wollen, was nochmal höhere Ansprüche bedeutet.

Als Sprach-/Geisteswissenschaftler hast du es von allen Akademikern am schwersten und musst dich am meisten durchbeißen, Rückschläge wegstecken und dich exzellent verkaufen. Fällt dir das leicht?
Boston
03.07.2011 - 17:46 Uhr
Wenn ich einem potentiellen Arbeitgeber also meine "Lebenslauf-Lücken" verschweige und sage, dass ich ein paar Jahre in Spanien war und hier und da gejobbt habe....ginge das nicht?

Nochmal: Wo sind dann deine Arbeitszeugnisse?
Notlüge
03.07.2011 - 17:52 Uhr
Hmm, also wenn ich grad so überlege komme ich wohl eher zu dem Entschluss, dass mir meine vergangenen Erfahrungen als Stricher in Spanien mir auch keine bessere Chance bei einem deutschen Arbeitgeber ermöglichen werden.
Aber wozu gibt's Hartz 4!? ;)
Boston
03.07.2011 - 17:54 Uhr
@Notlüge

Du bist so dumm. Dann brauchst du auch keine weiteren Antworten mehr von anderen Usern zu erwarten.
@Notlüge
03.07.2011 - 17:55 Uhr
*facepalm*
Notlüge
03.07.2011 - 17:56 Uhr
@Boston

Inzwischen fühle ich mich fit genug, um auch Schwierigkeiten meistern zu können.

Ich war ja nicht immer depressiv. Davor war ich z.B. während meiner Schulzeit Klassensprecher etc.
Ich weiss nicht, was in mich gefahren ist, aber irgendwann habe ich den roten Faden in meinem Leben verloren. Ich war auch in einer derben Identitätskrise.

Mein Vater neigt auch zu Depressionen. Wahrscheinlich habe ich es auch ein wenig von ihm geerbt.
Äussere Faktoren + Gene dürften die Gründe für meine Depression sein.

Allerdings war es nie so, dass ich grundlos traurig war. Ich konnte immer genau benennen, was mich stört.
So nach und nach habe ich alle Störfaktoren in meinem Leben beseitigt.

Daher bin ich jetzt nicht mehr labil, sondern kann beruflich Belastungen standhalten.

Das Problem ist, wie gesagt, dass allgemein von einem Sprachen-Studium abgeraten wird. Dass man in der Erwachsenenbildung wenig verdient, habe ich auch gehört.

Ich würde gerne was mit Sprachen machen, aber WAS?

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