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Feeder - Echo Park

User Beitrag

hubschrauberpilot

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23.01.2019 - 21:57 Uhr
Standing on the edge als Opener - funktioniert gut. Ziemlich roh und wild.

Danach Buck Rogers - einer der besten Feeder Songs ever. Hab die Serie leider nie gesehen.

jo

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23.01.2019 - 22:01 Uhr
"Standing on the Edge" finde ich schon ziemlich genial. So was hatten sie vorher nicht gemacht beziehungsweise höchstens als B-Seite. Starker Auftakt - guter Text auch:
9/10

"Buck Rogers" ist trotz seiner Catchiness einfach ziemlich klasse. Ebenso mindestens ne
9/10

jo

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23.01.2019 - 22:04 Uhr
"Piece by Piece" ebenfalls ein unterschätzter Hit. Die "But it's worth fighting for"-Passage ist groß. Dennoch habe ich mich teilweise etwas sattgehört.

8/10

hubschrauberpilot

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23.01.2019 - 22:06 Uhr
Piece by piece - ziemlich entspannt, mir gefällt der abgeschnittene Beat. Aber nicht perfekt. 7/10

Seven days in the sun - macht Lust auf Sonne, Strand und Meer. Absoluter Hit, auch einer meiner Favorites der Band. 9/10

jo

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23.01.2019 - 22:08 Uhr
"Seven Days in the Sun" - ein Refrain, der für mich nie vergeht. Wenn Sommer so toll wäre wie der Song, würde ich ihn mehr mögen ;).

9/10

Hier hatten sie schon sehr starke Singles drauf.

hubschrauberpilot

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23.01.2019 - 22:13 Uhr
We can't rewind - hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, gefällt mir nach Jahren doch deutlich besser als damals. 8/10

Turn - leicht melancholisch. Cause i dont want to be a hero. 7/10

jo

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23.01.2019 - 22:15 Uhr
Bei mir genau andersherum ;) - gebe "We Can't Rewind" (der vor allem live schon cool ist) eher ne 7,5/10, dafür "Turn" eine 9/10. Ist einer meiner liebsten der Band. Tolle Gitarren im Refrain.

hubschrauberpilot

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23.01.2019 - 22:20 Uhr
Choke - absolut starke Riffs, aber als Song packt es mich nicht so ganz, zu repititiv. 6/10

Oxygen - gefühlvoll, meditativ und einfach schön. Mein drittliebster Song des Albums. 8,5/10

jo

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23.01.2019 - 22:23 Uhr
"Choke" mag ich irgendwie - schöne Breaks, prima Refrain. Ist auch ne 7,5/10.

"Oxygen" finde ich auch sehr stark. War mit der erste Song, der für das Album fertig war, ist aber trotzdem anders als alles auf "Yesterday Went too Soon".

9/10

hubschrauberpilot

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23.01.2019 - 22:28 Uhr
Tell all your friends - für mich leider leicht zu cheesy. 6/10

Under the weather - find ich leider nicht spannend. Zu Ende des Albums lässt die Qualität etwas nach. Aber es kommen ja noch 2 Songs...

Bei Turn werd ich nochmal reinhören später.

jo

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23.01.2019 - 22:36 Uhr
"Tell All Your Friends" hat diesen superniedlichen Refrain, aber dennoch tatsächlich zusätzlich nen (Mini-)Nirvana-Drive. Ich find ihn ziemlich cool.

9/10

Bei "Under the Weather" stimme ich zu. Kleiner Nonsens-Song für zwischendurch, aber ansonsten eher

7,5/10.

hubschrauberpilot

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23.01.2019 - 22:36 Uhr
Ups, Under the weather - 5/10

Satellite news - zu früh geurteilt, der Song ist extrem stark. Sehr eingängig, schöne Melodie. Könnte auch noch zu einem Highlight für mich wachsen. 8/10

Bug - ziemlich rockig, gefällt. Solide 7/10

jo

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23.01.2019 - 22:42 Uhr
"Satellite News" ist für mich eigentlich der wahre Abschluss des Albums. Ärgerlich, dass das damals nur im UK veröffentlicht wurde. War auch als Tribute-Video von der Band, als Lee sich umgebracht hatte (angehalten von Lees Familie). Insofern irgendwie speziell.

8,5/10

"Bug" ist zwar irgendwie cool, für mich aber auch nur solide

7/10.

Das Album hat aber schon einen Platz in meinem Herzen.
Daher gehen die aufgerundeten 8,5/10 schon in Ordnung.

Besser ist natürlich die Japan-Version mit "Just a Day" ;).

hubschrauberpilot

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23.01.2019 - 22:44 Uhr
Fazit: Macht für mich eine Durchschnittswertung von 7,3/10. Habe das Album seit Ewigkeiten nicht gehört, hab es auch nicht im CD-Regal. Habe von Feeder lediglich die Comfort in sound und Pushing the senses + die Singles-CD.

Da muss ich nochmal reinhören, besonders die ersten Alben hab ich nicht intensiv genug gehört.

Besonders Satellite news und We can't rewind habe ich wohl damals überhört, tolle Songs. Turn muss ich nochmal eine Chance geben.

hubschrauberpilot

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23.01.2019 - 22:50 Uhr
@jo Ich hab auf Youtube die UK-Version laufen lassen, kann sein dass da einige Songs falsch sind. Satellite news würde ich auch als letzten Song nehmen, Bug passt da irgendwie nicht.

Bedanke mich bei dir jo, du bist eindeutig mehr Fan der Band als ich. ;) Gerne mal wieder! Schönen Abend!

jo

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23.01.2019 - 22:50 Uhr
Ja, das lohnt sich schon. Wobei ich die “Yesterday Went too soon” noch mal besser finde. Vielleicht bei der nächsten Session? ;)

jo

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23.01.2019 - 22:50 Uhr
Klar, der bin ich schon lange (siehe hier im Forum ;) ). Gerne wieder - bis die Tage :).

jo

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23.01.2019 - 22:57 Uhr
Eben vergessen: Die UK-Version auf YouTube stimmt schon. Ist genau die Reihenfolge, die die CD hergibt - und auch immer meine Art, das Album zu hören.

Felix H

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24.01.2019 - 11:51 Uhr
Meine Bewertungen:

01. Standing On The Edge 9/10
02. Buck Rogers 9/10
03. Piece By Piece 10/10
04. Seven Days In The Sun 10/10
05. We Can't Rewind 7/10
06. Turn 8/10
07. Choke 7/10
08. Oxygen 9/10
09. Tell All Your Friends 7/10
10. Under The Weather 7/10
11. Satellite News 9/10
12. Bug 7/10

"Just A Day" passt da nirgendwo richtig rein (schon gar nicht ans Ende), aus den 16 B-Seiten hab ich aber ein hübsches Album gemacht:

Emily
Just A Day
21st Century Meltdown
Purple
Heads
Come Back Around
San Diego
We The Electronic
Slowburn
Home For Summer
Forever Glow
Bad Hair Day
Reminders
Bring It Home
Sex Type Drug
Can't Stand Losing You

jo

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Registriert seit 13.06.2013

24.01.2019 - 14:44 Uhr
Ach doch, "Just a Day" würde schon reinpassen. Beispielsweise zwischen "We Can't Rewind" und "Turn". Und auf der Japan-Version ist es ja auch nicht der letzte Song...

Das B-Seiten-Album passt gut - bis "Pushing the Senses" kann man das übrigens zu jedem Album machen und das wären dann an sich alles starke Einzelalben.

Hoffe, du kannst bei den nächsten Sessions vielleicht mal dabei sein :), Felix.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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24.01.2019 - 14:48 Uhr
bis "Pushing the Senses" kann man das übrigens zu jedem Album machen

Auch darüber hinaus. :-)
Habe so 9 Compilations, wobei für "Swim" und "Polythene" aufgrund der Masse jeweils eine da ist, "The Singles" mit "Silent Cry" zusammengefasst ist, ebenso "Renegades" und "Generation Freakshow" und "Arrow" mit dem Bonus von "All Bright Electric" kombiniert ist. Das Niveau ist im Schnitt wirklich hoch, damit stehen sie ja in bester britischer Tradition. "Echo Park" hat in der Hinsicht aber wirklich die beste Begleitung.
Aber_
24.01.2019 - 14:55 Uhr
Echt? Ich finde insgesamt die "Comfort in Sound"-B-Seiten klar am besten.

Dass das darüber hinaus - über mehrere Jahre hinweg - auch geht, ist klar. Aber zu jedem Album direkt ("Swim" als Minialbum ausgenommen) geht es nur wirklich gut bis "Pushing the Senses". Danach nahmen die Singlesverkäufe aller Künstler im UK zu sehr ab, weshalb dementsprechend auch kaum noch B-Seiten von den Labels veröffentlicht wurden.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 26.02.2016

24.01.2019 - 15:01 Uhr
"Comfort In Sound" hat auch sehr gute B-Seiten, aber "Echo Park" gewinnt da für mich schon.
Klar, die Frequenz hat abgenommen, deshalb habe ich ja dann auch andere Sachen zusammengefasst. "Silent Cry" kommt aber mit den Singles von, äh, "The Singles", den 2 Bonustracks der Deluxe-Edition und den Tracks von "Seven Sleepers" auf stolze 17 Bonus-Songs beispielsweise.
Beizeiten kann ich ja vielleicht mal in den entsprechenden Thread die Zusammenstellungen posten.
Aber_
24.01.2019 - 15:05 Uhr
Ja, das wäre interessant. Ich habe das zwar auch gemacht, aber ich bin da ja ein Fan der langweiligen Chronologie. Habe die also brav Album für Album und dann Single nach Single sortiert (inklusive teilweise Video-only-Tracks). Passt aber interessanterweise auch erstaunlich gut.

didz

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Registriert seit 29.06.2017

05.11.2021 - 01:32 Uhr
heute mal wieder gehört...hach.
eines meiner lieblingsalben überhaupt, und
mein persönlicher feeder-einstieg, nachdem ich die band ende 2000 mit "buck rogers" kennen gelernt hatte. kann man sich ja heute kaum noch vorstellen, weil vor internet und so, aber damals wusste ich auch ne zeit lang danach nich, das es schon ihr drittes album is. wo hätte man so ne info auch nachgucken können? rückblickend im emp vllt, damals hab ich aber noch keine magazine oder sowas gelesen. verrückt...

ich weiss noch wie sehr ich mich aufs album gefreut hab, aber trotzdem unsicher war bzw. gehofft hatte das der rest des albums so toll wird wie die beiden singles. als ichs dann das erste mal gehört hab, war ich bei "we can't rewind" schon hin und weg und ich wusste, ne das ding wird nich mehr schlechter, das bleibt so gut.
die atmosphäre, die melodien, die lyrics, der sound, das artwork...alles wie aus einem guss und einfach nur toll. und natürlich war das auch noch die zeit wo grant seine beste frisur ever hatte :-D

ich weiss nich warum, aber ich hab "tell all our friends" und "under the weather" immer als einen song gesehen, die gehören für mich irgendwie zusammen. ich hör auch nie einen ohne den anderen.
und "we can't rewind" is bis heute einer meiner lieblings-songs von ihnen geblieben.

standing on the edge 9
buck rogers 9
piece by piece 10
seven days in the sun 8
we can't rewind 10
turn 10
choke 7
oxygen 8
tell all your friends + under the weather 8
satellite news 9
bug 6

hatte auch gar nich aufm schirm, das es dieses jahr 20-jähriges hatte...20 jahre her...unglaublich.

Huhn vom Hof

Postings: 3666

Registriert seit 14.06.2013

05.11.2021 - 20:29 Uhr
"Seven Days In The Sun" und "Oxygen" sind für mich 10/10-Songs. Das verträumte "Satellite News" ist auch nah an der Höchstwertung.

Das Album hat sich echt gut gehalten :)

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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05.11.2021 - 21:02 Uhr
Unfassbar, dass die Platte hierzulande ursprünglich ohne "Satellite News" erschienen ist. Für sich allein schon ein toller Song und ist auch Flow total notwendig zwischen "Under The Weather" und "Bug".

jo

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Registriert seit 13.06.2013

05.11.2021 - 21:19 Uhr
Sehe ich auch so.

Ich hatte übrigens "Tell All..." und "Under the Weather" wirklich oft schon getrennt gehört. Gerade von ersterem bin ich sehr großer Fan. Letzterer macht aber auch Spaß :).

hubschrauberpilot

Postings: 6755

Registriert seit 13.06.2013

11.11.2021 - 15:56 Uhr
Unfassbar, dass die Platte hierzulande ursprünglich ohne "Satellite News" erschienen ist.

Kannte den Song vorher auch noch nicht, erst nachdem ich das Album auf Youtube gehört hatte.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 26.02.2016

19.11.2021 - 23:40 Uhr
Echo Park

Mein Einstieg in die Band, daher natürlich völlig rosarot eingefärbt, brace yourselves for Höchstwertungen. Ich denke aber auch, dass "Echo Park" so genug für sich sprechen lässt. Hier stecken viele Experimente drin, vor allem in Richtung Noise, ebenso wie die größten, zugänglichsten Hits.
So viele, dass der vielleicht größte gar nicht mehr aufs Album kam. Die 16 B-Seiten sind allesamt neue Songs, keine Sessions, keine Single-Mixe – in der Form selten. Und die wenigstens davon laufen unter Ausschuss, die Band hätte ganz locker ein tolles Geschwisteralbum basteln können.
Ach ja: Artworktechnisch wohl auch meine liebste Phase der Band.

Album (9,0)

01. Standing On The Edge 9
Auch nach dem gefühlt 1000. Hören pustet mich diese Attacke vorm Refrain jedes Mal aus den Socken. Eigentlich schade, dass sie diese Art von Noise gar nicht mehr und generell so selten verwenden. Und dann dieser liebliche Refrain... es ist so toll psychotisch.

02. Buck Rogers 9
Eigentlich unbewertbar. Dieser Song ist so Teil meines musikalischen Werdegangs, dass ich ihn gar nicht wirklich mit Abstand betrachten kann. Grant selbst meinte ja mal, dass ihm diese Pixies-Fingerübung etwas peinlich ist. Kein Grund dafür, das Ding ist in jeder Sekunde ein Wahnsinns-Hit.

03. Piece By Piece 10
Feeder experimentieren mit einer Drummachine und bekommen kurioserweise einen ihrer beseeltesten Songs dabei heraus. "Piece By Piece" hat einfach diese sonnig-melancholische Stimmung, zwischen "It's killing me now" und "It's still worth fighting for".

04. Seven Days In The Sun 10
Es gibt keinen Strandurlaub seit 2001, in dem ich diesen Song nicht mindestens mal gehört habe. Mit "Seven Days" kann man nicht verhandeln, es überrollt einfach wie die abschließende Welle im wohl besten Video der Band. (Jon Lee als Party-Dragqueen!) Ein Sound, perfektioniert.

05. We Can't Rewind 8
Vielleicht zu Unrecht im Albumkontext oft übersehen, leidet es etwas daran, unter den umgebenden Songs in der zweiten Hälfte unterzugehen. Dabei bringen sie eine tolle Melodie in der Strophe ein und Refrain klatscht jedes Mal mehr als ich ihn in Erinnerung habe.

06. Turn 9
Melodisch ganz weit vorne. Die verträumte Stimmung zieht sich durch, ob Grant nun schmachtet oder die Hook einen in den Bann zieht. "I just want a place inside your mind." Hach.

07. Choke 7
Wieder ein noisigerer Song, als ob die zweite Hälfte den Einstieg der ersten spiegelt. Sowas gab es bis dato nur als B-Seite – mit schlechterem Songwriting und ohne diese teils echt brutale Produktion. (Auf Kopfhörern haut das teils richtig rein.) Egal, ich hab hier immer Bock, durch die Bude zu hüpfen, auch wenn die Substanz nicht die größte ist.

08. Oxygen 9
Klassische Ballade, als ob "Tinsel Town" doch noch die Wall of Sound finden würde. Schönes Detail, wie der Song quasi "mitatmet". Der Refrain ist wie bei "Turn" schon einfach ein Herzöffner, umso mehr überrascht dann plötzlich der Schrei-Ausbruch im Zwischenteil. Die abrupten Songenden sind derweil charakteristisch für die Phase "Echo Park".

09. Tell All Your Friends 9
Ein herrliches Stück Powerpop und der Beweis, dass auch weiter hinten eine potenzielle Single gewartet hätte. Den stelle ich mir vor allem live total schmissig vor, der Refrain ist ja ein einziger Rausch. Witzig auch, dass die zweite Strophe aus einer einzigen Zeile besteht und dann geht's weiter. Passenderweise lautet die: "I don't wanna sit here catching flies."

10. Under The Weather 6
Für mich der "Schwachpunkt" des Albums, aber das steht nicht ohne Grund in Anführungszeichen. Im richtigen Moment holt der mich schon ab und er passt als Motzbacke auch gut an die Stelle auf der Platte. Aber mir ist der unterm Strich zu simpel, hat nicht die Liebe zum Detail wie die anderen Songs.

11. Satellite News 10
Eine Fassung des Albums ohne "Satellite News" ist möglich, aber sinnlos. Das ist im wahrsten Sinne das Herzstück der zweiten Hälfte, wie sich dieser Refrain mit "I wanna lift myself up to the sky" genau dazu aufschwingt. Dazu perlt die Gitarre durch den schwerelosen Raum. Er dauert schon über 5 Minuten, aber diesen Refrain könnten sie mir auch 10-mal in Dauerschleife vorspielen.

12. Bug 8
Das Eingangsriff haben U2 doch später für "Vertigo" geklaut? In seiner noisigen Nebulösitat und den bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Vocals ein totaler Außenseiter im Bandwerk, aber genau das fehlt mir oft bei späteren Werken: der Gang aus der Komfortzone. "Bug" ist weit außerhalb davon und mir gefällt dieses Ungetüm als Rausschmeißer echt gut, auch wenn ich weiß, dass es nicht vielen so geht.

B-Kram

01. Emily 10
(Just A Day)
Ja, ich weiß ja auch nicht. Gerade eben noch hat die Band festgestellt, dass sie einen ihrer besten Songs als B-Seite verschenkt hat und den zurecht als Single veröffentlicht und dann zieht sie den gleichen Scheiß noch mal ab? "Emily" gehört auf ein Podest, auf die Liste ihrer besten Opener ganz nach vorne. Und das ist einfach eine fantasische, epische Eröffnung. Ach ja, auf der Single ist das ja Track 2. Leute?!

02. Just A Day 10
(Seven Days In The Sun / Just A Day)
Das ist natürlich die zuvor angesprochene Single. Für mich das Äquivalent zu Oasis, die "Acquiesce" oder "The Masterplan" als B-Seite verbraten. Dafür muss man erst mal den Arsch in der Hose haben, das nicht aufs Album zu packen. Das ist ein 1A-Rocker, der zurecht ihr Signature Song gilt. Muss man auch erst mal mit einer B-Seite, dann Non-Album-Single schaffen. Aber mit so einer Hook: eine Selbstverständlichkeit.
[Auf der deutschen Single wurden zwar die B-Seiten der UK-Singles zusammengefasst, aber genau der Song augelassen. Make of that what you will.]

03. 21st Century Meltdown 9
(Buck Rogers)
Atmet schon sehr den Vibe von "Yesterday". Diese schweratmigen Beats sind neu, aber die Stimmung und Grants schwerfällige Vocals sind typisch für den Vorgänger. Der Refrain bringt dann aber eine ganz andere Note rein, die für mich den entscheidenden Kniff bringt. Und wieder: der Cut-off am Ende.

04. Purple 8
(Buck Rogers)
Krasser Gitarrensound, den die Smashing Pumpkins in ihrer Hochphase auch gern genommen hätten. Genau der macht diesen Song so ominös, auch weil die Hook zwar melodischer, aber auch versteckt hinter zahlreichen Schichten liegt.

05. Heads 7
(Buck Rogers)
Wunderbar spacig, den Sound haben sie ja immer ein paar Mal über ihre Karriere verteilt dabei. Auch hier vermisse ist nicht wirklich eine klare Hook zum Festhalten, im Gegenteil, das Stück lebt davon, der Aufforderung "Get inside my head" zu folgen und dadrin rumschzuschweben.

06. Come Back Around 6
(Turn)
Hä? "Come Back Around"? Nicht nur "Tomorrow shine(s)" ist eine beliebte Wendung bei Grant, dieser Titel hat es vor der deutlich bekannteren Single auch als Name einer völlig unverwandten B-Seite geschafft. Auch die spielt im Wechselbad zwischen Zuckerbrot und Peitsche, aber ist da bei weitem nicht so griffig unterwegs.

07. San Diego 7
(Turn MC)
Feeder goes sunny Punkrock. Den hab ich früher mal mehr abgefeiert, heute mag ich ihn auch noch. Habe aber das gefühl, dass er unter diesem Raritäten-Status (nur auf MC erhältlich) etwas zu sehr hervorgehoben wurde. Dennoch macht dieses klischeebeladene California-Hyping Spaß.

08. We The Electronic 8
(Buck Rogers)
Da wird es doch schon wieder experimentieller. Grant hustet durch zig Filter ins Mikro, irgendwo surrt eine hohe Gitarre durchs Bild. Und in der Luft liegt Spannung. Soundtechnisch einer der interessantesten Tracks der Band, der ist so unglaublich dicht. Da schert es auch wenig, dass das Songwriting etwas dürftiger ist.

09. Slowburn 8
(Just A Day)
Auch hier drückt der Sound (wie eigentlich bei allen B-Seiten, noch mehr als beim Hauptalbum). Zwischen all den Gitarrenspuren sind die Vocals fast schon Nebensache. Und wenn die nicht schön wären, wär's doof. Aber sie sind schön, wunderschön sogar. Hart, aber trotzdem traumhaft.

10. Home For Summer 7
(Seven Days In The Sun)
Es gibt hier halt keine Akustik-Versionen der Albumsongs, aber dafür neue akustische Songs. Die Melodie ist auch äußerst hübsch, auch wenn ich so einen ganz kleinen Tick dieses Standardschema Typ und Gitarre vor Augen habe. Will sagen: Hat man schon mal gehört. Aber passt schon, ist ein schöner Song unterm Strich.

11. Forever Glow 5
(Seven Days In The Sun)
Ich möchte kurz betonen, wie SCHEISSE LAUT DIESES STÜCK PRODUZIERT IST. Ich weiß noch, dass ich mir die Single von "Seven Days" gekauft hatte und mit dieses Stück (obwohl der Titeltrack ja nun auch nicht gerade sanft produziert ist) die Ohren weggepustet hat. Als Halb-Akustiksong! Blendet man das aus... nun ja, bleibt auch nicht so arg viel. Der wabernde Sound ist interessant, aber hält auch nicht die ganze Zeit. Und ja, die Produktion ist halt auch unangenehm.

12. Bad Hair Day 4
(Turn)
Okay, gut ist der wirklich nicht. Aber ganz ehrlich: Schlechtere Feeder-Songs gibt es schon. Der ist halt ein nicht geglücktes Experiment, einfach mal rumzulärmen. Aber eins macht er richtig: Er ist nach 2 Minuten vorbei, bevor er mich wirklich nervt. Und da gibt es andere Songs, die genau das nicht schaffen.

13. Reminders 5
(Seven Days In The Sun)
Puh, der huscht immer so vorbei. Ganz netter Wechsel zwischen Rock und poppigen Momenten, aber ich weiß selbst nicht so recht, was ich zu dem schreiben soll. Er... existiert halt?

14. Bring It Home 6
(Turn)
Schon spannender. Das Instrumental hat etwas Mysteriöses, der Song zeigt sich nicht so recht. Und dann kippt der doch total schlüssig in diesen freundliche(re)n Refrain, der nahtlos daran anschließt. Am Ende ist das Stück zwar schon ein Rätsel, aber wenigstens eines, das hängen bleibt.

15. Sex Type Drug 9
(Buck Rogers LP)
Wie "San Diego" auch im digitalen Zeitalter eher "rar" gewesen. (Ich kannte jahrelang nur ein Fadeout-Ende, weil ich nur einen schlechten Rip hatte.) Der hat sich für mich aber deutlich besser gehalten, weil ich diesen überdrehten Refrain total mag. "Ungehemmt" ist das Wort, das mir einfällt, auch wenn Sexyness nie das war, was mir als erstes zur Band einfällt. (Vielleicht zu Grant schon, aber egal jetzt.) Die Lyrics sind auch eher zu ignorieren, aber so hirnlosen Spaß muss man ab und zu mal haben.

16. Can't Stand Losing You 9
(Just A Day)
Eines der wenigen Cover, die diese Diskografie schmücken, und für mich das beste. Wie sie hier einen Reggae-Rhythmus mit Poppunk verbinden, finde ich total super. Man erkennt das Original noch, aber Feeder drücken schon ihren eigenen Stempel auf.

didz

Postings: 793

Registriert seit 29.06.2017

20.11.2021 - 18:27 Uhr
ja, wie oben gesagt auch mein einstieg in die band, und geh hier natürlich komplett mit. ich liebe dieses album, es is für mich einfach comfort food in musik-form.
das was du zu "buck rogers" geschrieben hast, gilt eigentlich fürs ganze album. da sind so viele erinnerungen und emotionen die da hochkommen, da geht jegliche objektivität flöten.
das mit der pixies-fingerübung hat er damals glaub ich in der visions erzählt(?) natürlich muss ihm der nich peinlich sein. klar sind die lyrics in den strophen jetzt nich sooo deep, aber der refrain machts mehr als wett. und was noch wichtiger is, der vortrag is grandios. keine sekunde zweifeln, kein moment der selbstironie bzw augenzwinkern, es is mit straightem face von vorn bis hinten durchgezogen und es is verdammt nochmal grandios.

"seven days in the sun" hab ich damals zuerst bei bbc radio one bei chris moyals gehört, was hab ich mich gefreut als der angesagt wurde^^

ja, einfach ne tolle zeit...

und die b-seiten...wooo fängt man da an.
genau die 16 songs hab ich auch in meiner liste, und die meisten sind mindestens ne 8.
hier gibts 3 standout-songs, die für mich auf einer stufe stehen und die höchstwerung absahnen: "emily", "just a day" und "slowburn". letzterer fällt im direkten vergleich für mich kein stück ab, der is druckvoll, hat nen tollen emotionalen refrain mit tollen lyrics, ich liebe es wie im refrain im hintergrund "sloooowbuurn" parallel läuft...einfach gänsehaut.
und "emily"...ja...geil halt^^ hier muss man das drumming herausheben, schön punktuiert ohne überdrehen. ich hab natürlich keine ahnung davon, aber es hört sich so an als könnte man viel falsch machen, wenn man zu viel will. das der fühlt sich einfach toll an, weiss nich wie ichs anders sagen soll. von solchen songs haben sie gefühlt viel zu wenig.
und "just a day" is halt "just a day", punkt :-D
wie schon gesagt, ihr "the masterplan", der song der am offensichtlichsten eine a-seite hätte sein müssen.

eine stufe drunter dann "21st century meltdown", "sex type drug", "purple" und "san diego", alle ne 9 bei mir.
man kann gar nich genug betonen, wie toll eigentlich "purple" is. auch wieder toller drum-einstieg, und alles is einfach wie aus einem guss. für mich einer ihrer unterbewertesten songs überhaupt. bei "san diego" is der part toll wo kur vor der bridge das "fuuun" kurz abfällt, bevor dann die gitarre kommt. toll.
und bei "21st century meltdown" is dieses "shuffle"-artige toll, was bei 12 sekunden einsetzt.

leute, all das und dann haben wir noch nich mal über "heads" oder "we the electronic" geredet...beide auch locker ne 8.

so, und dann muss ich noch meinen heimlichen hit dieser b-seiten erwähnen, nämlich "reminders".
ich weiss nich was es is, aber das is son song der offensichtliche schwächen hat, aber soviel charakter und charme hat, das ich nich anders kann als ihn gern haben^^
er fühlt sich für mich an wie ein "crash" 2.0, und allein schon vom thema her hat der mich total. schön.

aber auch "come back around" kann ich durchaus was abgewinnen, der refrain is schon toll.

lowlight is natürlich "bad hair day", und auch "home for summer" und "forever glow" geben mir nich viel.

und auch wie oben schon gesagt, das artwork hat hier auch durchweg perfekt gepasst.
ich liebe das foto der band auf der rückseite vom booklet. fast das gleiche bild is im booklet zur best of, da guckt grant aber nach unten.
das is noch besser.
das hat für mich was von, gar nich auf musik bezogen jetzt sondern generell...das is.son kurzes in-sich-gehen, innehalten, sich an seine stärken erinnern und innerlich lächeln, weil man weiss das einem andere nix anhaben können, im sinne von mit wörtern verletzten oder beurteilen.

hach, dieses album :-)

jo

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Registriert seit 13.06.2013

21.11.2021 - 19:26 Uhr
und auch "home for summer" und "forever glow" geben mir nich viel.

Die haben für mich nen sehr hohen Stellenwert, da es die ersten B-Seiten waren, die ich wirklich von der Band wahrgenommen habe. Aber "Reminders" (gehört auch zu diesen) mag ich noch mal lieber :).

Auch das krachige "Come Back Around" ist natürlich super. Dafür sind bei mir "Sex Type Drug", "Heads" und "We The Electronic" eher so auf einem okayen Niveau. Ich mag also insgesamt die B-Seiten von "Seven Days in the Sun" lieber als die von "Buck Rogers".

didz

Postings: 793

Registriert seit 29.06.2017

23.11.2021 - 22:46 Uhr
also hast du "seven days in the sun" vor "buck rogers" gehört? oder halt nur die b-seiten später?

jo

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Registriert seit 13.06.2013

24.11.2021 - 08:11 Uhr
Nein, die Chronologie war schon gegeben :). Nur eben nicht, was die B-Seiten angeht, da es zu der Zeit dann für mich erst mit Importen und Co losging. Und da waren Feeder- und A-Singles immer weit oben.

Felix H

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Registriert seit 26.02.2016

24.11.2021 - 09:06 Uhr
Die Single "Buck Rogers" gab es damals hier nicht oder zumindest nicht so verbreitet. Von "Seven Days" gab es aber eine 4-Track-Single hierzulande mit allen B-Seiten bis auf "Just A Day".
Der war wiederum zusammen mit "Satellite News" B-Seite zu "Piece By Piece", die Single gab es nicht im UK. Damit wurden quasi die Tracks "nachgeholt".

didz

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Registriert seit 29.06.2017

24.11.2021 - 09:30 Uhr
ich weiss, es hörte sich nur so an als wär sein einstieg "seven" gewesen, deshalb die frage. hätte ich interessant gefunden :-)

jo

Postings: 3345

Registriert seit 13.06.2013

24.11.2021 - 10:38 Uhr
"Piece by Piece" gab es im UK sogar gar nicht als Single.

"Seven" war wirklich nur mein Einstieg in die Singles - ich glaube, es war sogar die europäische Version.
Von "Buck Rogers" gab es allerdings auch eine "Euro"-Version im Gegensatz zu der im UK. Die bekam ich dann gleich danach; irgendwie so neben den dann folgenden Import-Singles.

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