Ist MP3 (320kbps) gut genug oder doch FLAC oder WAV?

User Beitrag
Doku
24.11.2017 - 16:41 Uhr
Klingt so .

ZITAT:
Und selbst da gibt es Enkoder, die so gut komprimieren, dass man zu 160 kbps schon keinen Unterschied mehr hört.
Aber
24.11.2017 - 20:17 Uhr
Klingt so .

ZITAT:
Und selbst da gibt es Enkoder, die so gut komprimieren, dass man zu 160 kbps schon keinen Unterschied mehr hört.


Inwiefern sagt das aber aus, dass dadurch auch die Qualität (im Sinne von kbps) erhöht wird? 128 kbps sind immer 128 kbps und eben nicht mehr.

Doku

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Registriert seit 25.11.2017

25.11.2017 - 15:19 Uhr
ZITAT:
Inwiefern sagt das aber aus, dass dadurch auch die Qualität (im Sinne von kbps) erhöht wird? 128 kbps sind immer 128 kbps und eben nicht mehr.

In Sofern:
ZITAT:
...keinen Unterschied mehr hört.

Sprich die qualli wär gleich
Aber
25.11.2017 - 22:17 Uhr
Sprich die qualli wär gleich

So wie andere es vorher bei mehr kbps Unterschied behauptet haben?

Davon abgesehen: Das, was man hört, hat ja nichts mit der eigentlichen Qualität (in Zahlen) zu tun. Daher noch mal: Natürlich ist klar, dass 192 kbps beispielsweise mehr als 160 kbps sind. Ob das jeder raushört, ist aber noch mal eine andere Sache. Heißt aber dennoch nicht, dass die Quali "gleich" ist.

hexed all

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30.11.2017 - 21:52 Uhr
Kommt ja auch immer auf die Musik an. Überlaute Alben, die sowieso mit Clipping daherkommen, nimmt man automatisch qualitativ schlechter wahr. Da hilft auch keine 32-bit WAV.
Die unterbewusste/subjektive Wahrnehmung von digitaler Audioqualität wird durch Produktions-Trickserei auch ohnehin sehr stark beeinflusst, schätz ich mal.
Oma Glabunke
03.01.2018 - 19:32 Uhr
Dämliche Diskussion.
Oma Glabunke hat eine 64 TB Asustor NAS
im Keller stehen.
Da haben alle Stücke, die jemals gemacht
wurden im einzig wahren FLAC Kodec Platz drauf.
Ramón
31.03.2019 - 00:32 Uhr
Bei 128 kbps mp3 und M4A mit AAC Codec höre ich einen gewaltigen zu 320 kbps mp3. Aber bei 320 kbps mp3 zu flac oder wav kann ich persönlich fast keinen unterschied mehr feststellen.

Und ich benutze BOSE QuietComfort 35 II Kopfhörer. Und BOSE sowie Sennheiser gehören zu den Besten/Orgasmus Kopfhörer wo es momentan auf dem Markt gibt.

Ich denke, man sollte selbst entscheiden ob 320 kbps mp3, flac oder wav abgespeichert werden soll, weil der unterschied für ein normaler Musikhörer wie ich praktisch nicht heraushörbar ist.
Nun denn
31.03.2019 - 01:21 Uhr
Sennheiser: ja. Bose: nein.

Und je nach Codec ist das mit dem Heraushören zwischen 128 kbps mp3 zu 320 kbps mp3 (zumindest bei Rockmusik) gar nicht so einfach... Bei Klassik und/oder Hip-Hop hingegen etwas einfacher.

Davon abgesehen ist der Unterschied hier aber auch zwischen 320 kbps mp3 und lossless-Formaten hörbar.

hubschrauberpilot

Postings: 5081

Registriert seit 13.06.2013

31.03.2019 - 21:47 Uhr
128 kbps zu 320 kbps ist ein krasser Unterschied.

320 kbps zu losless-Formaten: 0 Unterschied.
Jetzt mal auf den Punkt
01.04.2019 - 10:39 Uhr
Es gibt keinen hörbaren Unterschied zwischen 320kbps und irgendeinem anderen, höher auflösendem Format. Das ist in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen bewiesen
worden.
Wer behauptet er könne einen Unterschied hören hat keinen Blindtest gemacht.
Schon der Vergleich 128kbps zu "Lossless" fällt den meisten Probanten sehr schwer, unabhängig vom Material.

Entweder
01.04.2019 - 11:00 Uhr
Sennheiser: ja. Bose: nein.


Entweder hast du was mit den Ohren oder ein generelles Problem mit Bose. Ich selbst nutze u.a. auch Bose QC für Film und Musik und im Vergleich zu gängigen Standardprodukten ist das ein Riesenunterschied. Günstigere Standardkopfhörer klingen nicht unbedingt schlecht, aber sie peppen den Klang künstlich auf, insbesondere bei den Tieftönen. Bose QC setzt auf einen viel natürlicheren Klang, wodurch mehr Deatails hörbar sind, Tieftöne (Bass) ist dann nur noch da, wo er auch hingehört. Das hörbare Klangspektrum wirkt insgesamt "heller" und sicher gewöhnungsbedürftig, aber zu behaupten Bose hebe sich qualitativ nicht ab, ist gelinde gesagt Schachfug.
Röhren-TV
01.04.2019 - 11:01 Uhr
HD und UHD braucht auch kein Mensch.
Ist ja gut, aber
01.04.2019 - 11:13 Uhr
"aber zu behaupten Bose hebe sich qualitativ nicht ab, ist gelinde gesagt Schachfug. "

Bose hebt sich tatsächlich gegen die Flut guter Hersteller nicht ab.
Im Gegenteil: Das meiste was Bose herstellt ist überteuert & mittelmäßig.
Mitleser
01.04.2019 - 11:15 Uhr
Das hat Bose mit den mit den "Beats by Dre"-Produkten gemeinsam: Lifestyle für Arme, technisch minderwertig, klanglich meist grauenvoll.
Nun denn
01.04.2019 - 14:19 Uhr
128 kbps zu 320 kbps ist ein krasser Unterschied.

320 kbps zu losless-Formaten: 0 Unterschied.


Wie gesagt: Kommt auf den Codec an. Aber 320kbps zu lossless (z. B. 192kHz, 24 Bit) kann durchaus auch gehört werden.

Entweder hast du was mit den Ohren oder ein generelles Problem mit Bose.

Weder noch.
Mitleser
01.04.2019 - 14:36 Uhr
"Aber 320kbps zu lossless (z. B. 192kHz, 24 Bit) kann durchaus auch gehört werden.
"

Kann "gehört" werden, aber nicht in einem Blindtest. Unterschiede werden eingebildet, sind aber nicht verifizierbar. Da ist viel Phantasie drin.
24Bit/192khz ist zudem ein absolut sinnloses Format für den Endkonsumenten.
Nun denn
01.04.2019 - 20:03 Uhr
Inwiefern sinnlos? Da es objektiv eine höhere Qualität als zum Beispiel 16 Bit/44.1 kHz bietet? Oder da es subjektiv nur eingebildet werden kann? Trotzdem seltsam, dass so viele Leute behaupten, einen Unterschied hören zu können...
Mitleser
01.04.2019 - 20:43 Uhr
"Objektiv" besser heißt hier nur messtechnisch besser.
Das menschliche Gehör ist nicht in der Lage, eine "bessere Qualität" fernab eines bestimmten Limits zu hören. Und dieses Limit ist mit 16/44 sehr weise gewählt worden, sowieso was die Abtastrate (44,1khz=~20khz Bandbreite) angeht als auch den Dynamikumfang 16Bit=96db) für den Endkonsumenten.
Ich kenne niemanden, der einen Blindtest gemacht hat und trotzdem behauptet, er könne einen "Unterschied" hören. Vielmehr bevorzugen manche subjektiv oft sogar Mp3 - was natürlich ebenfalls nonsense ist.
Kein Sinn lässt sich so derart leicht betrügen wie der Gehörsinn und ebenso leicht lassen sich Geschäfte damit machen.
Nun denn
01.04.2019 - 21:11 Uhr
Ich halte von Blindtests so lange nichts/wenig, solange nicht alle Parameter klar sind (zum Beispiel Lautstärke der Dateien usw. - theoretisch müssten alle normalisiert sein, um keine Verzerrungen zu erzeugen; wobei die Frage ist, ob damit nicht schon welche erzeugt wurden). Das sind sie leider bei den wenigsten, die ich bisher gelesen habe. Ist damit leider nicht wirklich wissenschaftlich.

Im Steve-Hoffman-Forum sind einige, die behaupten, sie haben die Blindtests bestanden ;).
MP666
02.04.2019 - 07:59 Uhr
Wenn die Unterschiede derart gering sind, dass sie von nahezu allen anderen Parametern überlagert werden, heißt das für mich, dass sie irrelevant sind.
Modifier
02.04.2019 - 11:47 Uhr
Für den Konsumenten ist es irrelevant, ob das Ausgangsmaterial ein 24Bit/192khz Audiofile oder eine CD ist. Ausschlaggebend ist vielmehr das Mastering, sprich, wie homogen der Dynamikumfang einer Aufnahme nach dem Mastering ist (Stichwort: Clipping/Loudness War). Dies betrifft hauptsächlich digitale Tonträger und Medien, weil es das Material im Vergleich zu Vinyl quasi "hergibt", es aber dennoch missbraucht wird. Leider sind auch die neuen Hi-Res Formate nicht immer als audiophil anzusehen. Das oft als Paradebeispiel für Loudness War dienende Album Californication von den Red Hot Chili Peppers ist z.B. bei HDTracks im 24Bit/96khz Format erhältlich und klingt keinen Deut besser als auf CD.
Mitleser
02.04.2019 - 11:48 Uhr
"Ich halte von Blindtests so lange nichts/wenig, solange nicht alle Parameter klar sind"

Ein Problem, dass es nicht gibt.
Einfach einen wav-File in ein MP3-Konvertieren und dann mit einem ABX-Comparator hören.
Es gibt keine Parameter, die nicht offen liegen.

"Im Steve-Hoffman-Forum sind einige, die behaupten, sie haben die Blindtests bestanden ;). "

Das zu behaupten ist relativ einfach.
Unter kontrollierten Bedingungen hat noch niemals jemand solche Unterschiede gehört.
Mitleser
02.04.2019 - 11:51 Uhr
"Ausschlaggebend ist vielmehr das Mastering"

Ganz genau - zusammen mit dem Rest der Produktion.
Gerade beim Mastering aber geht es seit 25 Jahren beständig den Bach runter.
Nun denn
02.04.2019 - 14:45 Uhr
Klar ist das Mastering ausschlaggebend. Das wurde hier ja nicht infrage gestellt. Das ist nur, was Major immer wieder zu verneinen versucht hat.

Ein Problem, dass es nicht gibt.
Einfach einen wav-File in ein MP3-Konvertieren und dann mit einem ABX-Comparator hören.
Es gibt keine Parameter, die nicht offen liegen.


Inwiefern liegt denn nach einer Konvertierung in das gleiche Format ein unterschiedliches Ausgangsformat vor? Dann wären ja lediglich die Quellen unterschiedlich.
Mitleser
02.04.2019 - 15:35 Uhr
"Klar ist das Mastering ausschlaggebend. Das wurde hier ja nicht infrage gestellt. Das ist nur, was Major immer wieder zu verneinen versucht hat."

Verstehe ich nicht. Wo hat "Major" in Frage gestellt, dass das Mastering nicht ausschlaggebend sei?

"Inwiefern liegt denn nach einer Konvertierung in das gleiche Format ein unterschiedliches Ausgangsformat vor? Dann wären ja lediglich die Quellen unterschiedlich. "

Verstehe ich auch nicht.
Konvertierung in das gleiche Format - was soll das?

Nun denn
02.04.2019 - 15:43 Uhr
Major hatte das in diversen Threads, in denen es um diese ewigen CD- und Vinylvergleiche geht, infrage gestellt. Kann sein, dass es mal in nem Beatles-Thread war. Müsste es raussuchen - natürlich nicht auszuschließen, dass er es letztendlich anders gemeint hat (er ist ja durchaus kompetent auf diesem Gebiet), aber es klang nicht so.
Mitleser
02.04.2019 - 16:03 Uhr
Dies hat Major mal dazu geschrieben:

https://www.plattentests.de/forum.php?topic=28975&seite=6

Zitat:

"Weder 96khz noch 24Bit verbessern die Qualität des Masterings, weil weder die Signalbandbreite nach die Dynamik auf den analogen Masterbändern vorliegen...

Diese entsprechen max. einer Auflösung von 14 Bit und einer Bandbreite von 32 Khz - weniger
als das Zielformat CD (das die Fähigkeiten des menschlichen Gehörs ohnehin perfekt bedient), aber - und jetzt kommt es: MEHR als das Zielformat "Vinyl" hergibt, auch nicht mit dem müden Trick des "Half speed mastering".

Kurz und einfach: Vinyl ist physikalisch nicht in der Lage, den Inhalt einer guten Analogaufnahme zu reproduzieren - einer Digitalaufnahme am Rande erwähnt theoretisch schon mal überhaupt nicht.
Dass schon nach ein paar Mal abspielen die Hochtonwiedergabe einer Platte in Mitleidenschaft gezogen wird sei da nur am Rande erwähnt - das fällt bei den meisten Programmen sowieso nicht auf.

"Dazu kommt jeweils noch das Anwenden weiterer Kompression - einfach mal unter "DR Value Beatles" googlen und selbst vergleichen... "

Hier geht es nicht etwas um Datenreduktion (wie bei MP3), sondern um eine Erhöhung der Lautheit durch Limiting, auch allgemein bekannt unter dem Begriff "Loudness War".
Die 2009er Stereo-Remaster waren alle ein bißchen lauter als die '87-Cds oder die Mono-Remaster. Trotzdem wurden die neuen Remaster damals gebetsmühlenartig als "besser klingend" eingestuft - eher zu Unrecht.
Der signifikanteste Unterschied war die erhöhte Lautheit.

Also: CDs werden nicht "kleingerechnet".
Wer das behauptet hat überhaupt keine Ahnung von Audio-Technik.

--------------------------------------------

Also: Nirgendwo behauptet er dass "Mastering" an sich nicht wichtig sei.
Hier geht es aber offensichtlich nicht um Unterschiede von Mp3 zu lossless, aber ich erinnere mich daran dass er auch der Meinung war dass diese im besten Fall unhörbar sind.
Nun denn
02.04.2019 - 16:28 Uhr
Ich erinnere mich daran, dass genau das aber auch mal Thema war. Wie gesagt: Vielleicht sind meine Erinnerungen auch nicht mehr passend. Wenn er das anders geschrieben haben sollte oder jetzt anders sieht: umso besser.

Major

Postings: 2298

Registriert seit 14.06.2013

03.04.2019 - 09:40 Uhr
Dazu kurz von mir selbst:

Natürlich ist Mastering ein wichtiger Schritt in der Produktion.
Ich habe mich allerdings oft gegen "Remaster" ausgesprochen, denn die allermeisten sind katastrophal, Stichwort "Loudness War".
Nichts anderes als eine Geldmacherrei der Musikindustrie.

Dagegen ist die Frage, ob man HQ-Mp3s (>200kbps) oder Lossless in egal welcher Form hört nebensächlich bzw. tatsächlich komplett irrelevant. Ich höre den Unterschied auch nicht.

Modifier
03.04.2019 - 11:44 Uhr
Um das eigentliche Thema vielleicht noch zu resümieren: Ein sauber komprimiertes MP3 File in 320kbps kann sich hörbar nicht vom Original unterscheiden. Von irgendwelchen anderen Behauptungen und Selbsttests halte ich nicht besonders viel. Mir ist nur ein offizieller Test bekannt, bei dem ein Proband eine relativ hohe Trefferquote erzielen konnte - allerdings erst bei der niedrigen 128kBit-Kodierungen. Es stellte sich heraus, dass diese Person aufgrund eines seltenen Hörfehlers die typischen Flanging-Effekte der MP3-Filterbänke heraushören konnte.

Ich will jetzt nicht groß in Audioesoterik abschweifen, aber ich glaube an gewisse Faktoren wie Räumlichkeit und Lebendigkeit in Musikstücken, die vermutlich erst ab 24-Bit-Tiefen vorhanden sind, und die, wenn überhaupt, nur indirekt wahrgenommen werden können. Deshalb, und weil Speicherplatz zum Archivieren kein Kostenfaktor mehr ist, setze ich auf verlustfreie Formate.

Major

Postings: 2298

Registriert seit 14.06.2013

03.04.2019 - 11:56 Uhr
"ich glaube an gewisse Faktoren wie Räumlichkeit und Lebendigkeit in Musikstücken, die vermutlich erst ab 24-Bit-Tiefen vorhanden sind"

Das ist leicht widerlegbar - und richtig, Audioesoterik. Es gibt schlichtweg keine 24Bit Tiefe in der Audiowelt und praktisch auch nicht beim menschlichen Hören. Es gibt nur ein Digital-Format dass 24Bit heißt und diese reproduzieren könnte - wenn es denn möglich wäre.
Ich erinnere auch noch an das , was oben von mir zum Thema "Analogformate" zitiert wurde. Demnach gäbe es auf keinem Band und keiner Schallplatte der Welt genug räumliche Informationen...
Nun denn
03.04.2019 - 16:09 Uhr
Natürlich ist Mastering ein wichtiger Schritt in der Produktion.

Okay, das klang für mich vorher bei manchen Beispielen so, als ob die Vinyl-Ausgabe bei einer vorhandenen CD-Ausgabe eines Albums immer schlechter sein müsste (trotz unterschiedlichen Masterings).

Ich habe mich allerdings oft gegen "Remaster" ausgesprochen, denn die allermeisten sind katastrophal, Stichwort "Loudness War".
Nichts anderes als eine Geldmacherrei der Musikindustrie.


Da stimme ich auch zu. Gibt nur wenige Gegenbeispiele - wobei da wiederum die Fans schnell "brickwalled" schreien, obwohl die Remaster-Version davon durchaus noch entfernt ist.

Major

Postings: 2298

Registriert seit 14.06.2013

03.04.2019 - 16:12 Uhr
"das klang für mich vorher bei manchen Beispielen so, als ob die Vinyl-Ausgabe bei einer vorhandenen CD-Ausgabe eines Albums immer schlechter sein müsste"

Das ist Vinyl rein technisch immer gegen eine CD. Hat aber nichts mit dem Mastering zu tun.

"Gibt nur wenige Gegenbeispiele..."
Natürlich, einige. Die 2009er Beatles-Remaster, die 2012 Bob Ludwig Zappa-Remaster, um nur zwei Wichtige zu nennen.
Nun denn
03.04.2019 - 19:33 Uhr
Das ist Vinyl rein technisch immer gegen eine CD. Hat aber nichts mit dem Mastering zu tun.</i

"Rein technisch" bedeutet aber eben nicht unbedingt auch klanglich (wenn das Mastering der Vinyl-Ausgabe dem der CD "besser" ausfällt) - das war hier mit "besser" gemeint.

Natürlich, einige. Die 2009er Beatles-Remaster, die 2012 Bob Ludwig Zappa-Remaster, um nur zwei Wichtige zu nennen.

Genau die meinte ich auch. Und gerade bei den Beatles-Remasters wurde und wird viel über die Lautstärke gemeckert. Dabei wurde sie zwar angehoben, aber nicht übertrieben. Das Mastering generell ist zwar nicht perfekt, aber durchaus okay.
Der Möbeldodi Mödeldi
03.04.2019 - 19:34 Uhr
Nun denn
03.04.2019 - 19:35 Uhr
Hier noch mal korrekt:

Das ist Vinyl rein technisch immer gegen eine CD. Hat aber nichts mit dem Mastering zu tun.

"Rein technisch" bedeutet aber eben nicht unbedingt auch klanglich (wenn das Mastering der Vinyl-Ausgabe gegenüber dem der CD "besser" ausfällt) - der Klang war hier mit "besser" gemeint.

Natürlich, einige. Die 2009er Beatles-Remaster, die 2012 Bob Ludwig Zappa-Remaster, um nur zwei Wichtige zu nennen.

Genau die meinte ich auch. Und gerade bei den Beatles-Remasters wurde und wird viel über die Lautstärke gemeckert. Dabei wurde sie zwar angehoben, aber nicht übertrieben. Das Mastering generell ist zwar nicht perfekt, aber durchaus okay.
Modifier
04.04.2019 - 10:07 Uhr
Es gibt schlichtweg keine 24Bit Tiefe in der Audiowelt und praktisch auch nicht beim menschlichen Hören. Es gibt nur ein Digital-Format dass 24Bit heißt und diese reproduzieren könnte - wenn es denn möglich wäre.

Die Frage ist wohl eher ob echte 24-Bit realisierbar sind, denn natürlich gibt es Wortbreiten, sprich Bittiefen von 24-Bit und mehr in der Audiowelt - zumindest per Definition. In der Realität dürften selbst bei optimalsten Bedingungen und hochwertigstem Equipment höchstens echte 20-Bit reproduzierbar sein. Alles darüber hinaus ist freilich irrelevant für den Endverbraucher, wobei die immensen Frequenzen bei den Bandbreiten mE noch unsinniger sind als hohe Wortbreiten.

Fast noch interessanter und auch relevanter als die Hi-Res Thematik ist für mich die Entstehungsgeschichte der XRCD in Japan. Dabei ging es nämlich weniger um das Vorhaben einen audiophilen Datenträger zu kreieren, sondern um die Klangunterschiede zwischen Digitalmaster und CD. Denn obwohl diese Bitident waren, stellte man fest, dass u.a. durch die natürlichen Spannungsschwankungen im Stromnetz jedesmal ein anderes Ergebnis erzielt wurde...

https://www.highendstudios-frankfurt.de/sortiment/audiophile-tonträger/

Major

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Registriert seit 14.06.2013

04.04.2019 - 10:10 Uhr
""Rein technisch" bedeutet aber eben nicht unbedingt auch klanglich (wenn das Mastering der Vinyl-Ausgabe gegenüber dem der CD "besser" ausfällt) - der Klang war hier mit "besser" gemeint."

Natürlich, das kommt vor, und Vinyl hat ja auch großes Potential - perfekte Bedingungen voraus gesetzt. Aber gerade bei sehr dynamischem Material leidet der Hörgenuss an der vergleichsweise dürftige Dynamik des Mediums (ungefähr 50-60% der einer CD).
Da ist es natürlich umso absurder, dass CD (bzw. digitale Medien) seit langen tot-komprimiert werden und oft nur noch 10% ihrer Dynamik genutzt wird.
Und das ist am Ende ein wichtiger Grund, warum Vinyl klanglich als "besser" empfunden wird - wobei es nicht richtig ist, das dieses Medium nicht auch tot-komprimiert werden kann.

Major

Postings: 2298

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2019 - 10:22 Uhr
"In der Realität dürften selbst bei optimalsten Bedingungen und hochwertigstem Equipment höchstens echte 20-Bit reproduzierbar sein. Alles darüber hinaus ist freilich irrelevant für den Endverbraucher, wobei die immensen Frequenzen bei den Bandbreiten mE noch unsinniger sind als hohe Wortbreiten."

Absolut richtig!


"Denn obwohl diese Bitident waren, stellte man fest, dass u.a. durch die natürlichen Spannungsschwankungen im Stromnetz jedesmal ein anderes Ergebnis erzielt wurde..."

https://www.highendstudios-frankfurt.de/sortiment/audiophile-tontr%C3%A4ger/
schreibt:
"Konsequenterweise enthält fast die gesamte Fertigungskette eine komplette Abkopplung vom Netzstrom und wird erst nach einer Filterung und Neutaktung mit reinem Strom versorgt."

Sorry, aber furchtbarer Schwachsinn, wie nicht anders aus "HighEnd"-Kreisen zu erwarten...
Wenn etwas Bit-Identisch ist klingt es gleich. End of story.
"Sromschwankungen" sollten übrigens jedem einigermaßen gut designten Gerät (bzw. dessen PSU) nichts anhaben. Allerdings sind so manche "High-End"-Gerät absolut stümperhaft aufgebaut.
"HR-X" CD sind natürlich ein netter Versuch, Geld zu verdienen. Sie klingen keinen Deut besser als 16/44-CDs, identisches Mastering voraus gesetzt. Snakeoil.
Modifier
04.04.2019 - 12:17 Uhr
OK, das ist etwas ernüchternd, da ich die Info von verschiedenen Seiten kenne, aber natürlich nicht verifizieren kann ob sie aus ein und derselben Quelle stammt. Demzufolge müsste ja eine Heerschar an Toningeneuren völlig falsch gelegen sein und diesen gigangtischen technischen Aufwand umsonst betrieben haben. Wirklich alles nur aus Marketinggründen? Damn!

derp

Postings: 200

Registriert seit 18.04.2014

04.04.2019 - 12:37 Uhr
Die Toningenieure liegen nicht falsch, im Studiokontext, also bei der Musikproduktion sind 24 bit und höhere Samplerates als 44.1 kHz nützlich und sinnvoll. Bei Aufnahmen und rumspielen mit Lautstärken landet man bei 24 bit eben wesentlich später im Noisefloor.

Für den Endverbraucher bringen diese Formate aber genau gar nichts.

Major

Postings: 2298

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2019 - 13:07 Uhr
"Demzufolge müsste ja eine Heerschar an Toningeneuren völlig falsch gelegen sein und diesen gigangtischen technischen Aufwand umsonst betrieben haben."

Nein, erstens waren das keine Toningenieure. Zweites war das keine Herrschar, und drittens war da kein gigantischer technischer Aufwand.
Alles was ich da lese ist dummes PR-Gewäsch.
Es gibt NULL Korrelation zwischen diesen High-End-Märchen und nachrichtentechnischer Grundlagen - oder spezieller, den Grundlagen von PCM-Recording.

"Die Toningenieure liegen nicht falsch, im Studiokontext, also bei der Musikproduktion sind 24 bit und höhere Samplerates als 44.1 kHz nützlich und sinnvoll."

Höhere Bitraten als 16 Bit sind in der Praxis auf das, was die aktuelle Wandlertechnik und das Analoge "Frontend" seit Jahren bietet begrenzt - also irgendwas um 20-21 Bit.
Am Ende ist es reichlich egal ob der "Container" in dem das gespeichert ist 16 oder 24 Bit enthalten kann.
Arbeits-Samplerates über 44,1/48khz sind in jedem Fall Unsinn - außer man beschäftigt sich mit Messtechnik.
Zwar gibt es theoretisch in wenigen Bereichen Vorteile durch weniger stringente Filter, diese werden aber de-facto durch den Einsatz von Oversampling in Wandlern (seit 30 Jahren) und PlugIns (bzw. digitalen Prozessoren) komplett zunichte gemacht.

Das Problem ist eher das Unverständnis wie digitales Sampling wirklich funktioniert (Stichwort Nyquist-Shannon-Abtasttheorem) auch in professionellen Kreisen sehr häufig anzutreffen ist.
Höhere Zahlen und dubiose Problemlösungen (für Probleme die es nicht gibt!) lassen sich dagegen leicht als "Qualitätsgewinn" anpreisen, wenn es dann noch schön teuer ist wird es garantiert jemand kaufen - selbst gestandene "Profis".

Nun denn
04.04.2019 - 14:51 Uhr
Natürlich, das kommt vor, und Vinyl hat ja auch großes Potential - perfekte Bedingungen voraus gesetzt. Aber gerade bei sehr dynamischem Material leidet der Hörgenuss an der vergleichsweise dürftige Dynamik des Mediums (ungefähr 50-60% der einer CD).
Da ist es natürlich umso absurder, dass CD (bzw. digitale Medien) seit langen tot-komprimiert werden und oft nur noch 10% ihrer Dynamik genutzt wird.
Und das ist am Ende ein wichtiger Grund, warum Vinyl klanglich als "besser" empfunden wird - wobei es nicht richtig ist, das dieses Medium nicht auch tot-komprimiert werden kann.


Genau so sehe ich es auch. Es ist so schrecklich schade. Vergleicht man zum Beispiel einige CDs aus den Achtzigern (!), als sicher noch nicht mal das beste Mastering an der Tagesordnung war, mit neu gemasterten Ausgaben der gleichen CDs, dann ist das teilweise ein Armutszeugnis, wie sehr da komprimiert und generell dem Loudness War gefrönt wird.

Vielleicht ist das teilweise sogar ein Grund (aber der alleinige kann es nicht sein; dafür hören viele leider doch zu wenig genau hin), warum Vinyl gerade seine Renaissance erfährt. Denn gerade diverse totkomprimierte Sachen weisen bei der Vinylausgabe durchaus mehr Dynamik auf.

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