(Zahlenmäßige) Diskrepanz zwischen Männern und Frauen bei Partnerschaften

User Beitrag
Michael Ente
05.01.2011 - 13:19 Uhr
Hallo!
Im Dezember war ich wieder mal beim Klassentreffen. Was mir Jahr für Jahr auffällt: Mindestens 80% aller Frauen sind in einer festen Partnerschaft und waren darüberhinaus noch nie längere Zeit ohne Partnerschaft. Und das war schon spätestens seit ca. der 11. Klasse so. Hingegegen sind vielleicht gerade Mal so 35 bis 40% der Männer in einer Beziehung.
An der Uni war ich anfangs übrigens auch erstaunt, dass drei viertel der Frauen von vorneherein fest vergeben waren. Die Männer eines Jahrgangs waren dagegen so ziemlich alle auf der Suche.

Ich frage mich nun, wie diese extreme Diskrepanz zustande kommt! Eigentlich sind diese Zahlen auf die Bevölkerung hochgerechnet doch eigentlich garnicht möglich. Außer es gab in den letzten, sagen wir mal 5 bis 10 Jahren, einen Bruch. (Mir ist dabei schon bewusst, dass Frauen ihre Partner meist aus älteren Jahrgängen rekrutieren. - Die Rekrutierung von Partnerinnen aus jüngeren Jahrgängen seitens der Männer zwischen 21 und 29 scheint aber seit einiger Zeit im größeren Stil auszubleiben?)

Also - wie kommt diese Diskrepanz zustande?
Pole
05.01.2011 - 13:22 Uhr
Ist mir auch so aufgefallen! Kann ich mir aber auch nicht erklären.
Zustimmer
05.01.2011 - 13:22 Uhr
Habe ich mich auch schon mal gefragt und keine vernünftige Antwort darauf gefunden.
Zustimmer
05.01.2011 - 13:23 Uhr
@Pole: Sagenhaftes Timing. :D
Bevölkerungsstatistiker
05.01.2011 - 13:28 Uhr
Ein Grund, wenn nicht der Hauptgrund, könnte sein, dass große Altersunterschiede in Beziehungen keine Seltenheit sind, allerdings nur in eine Richtung. Das heißt, es gibt viele Männer in den 40ern, die mit einer 25-jährigen Frau zusammen sind, während der umgekehrte Fall doch sehr selten ist. Die logische Konsequenz ist, dass unter den jüngeren Leuten mehr Männer solo sind, während sich das in den höheren Jahrgängen vielleicht ein wenig umkippt.

Ich vermute mal, dass du und deine ehemaligen Klassenkameraden noch relativ jung (U40) seid, oder? Warte mal ein Klassentreffen ein 20 Jahren ab, da könnte sich das Zahlenverhältnis schon umgekehrt haben.
hmmmm
05.01.2011 - 13:29 Uhr
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechterverteilung
@Bevölkerungsstatistiker
05.01.2011 - 13:30 Uhr
Ok, danke mal... ja, wir sind auch alle noch U30. Glaube ich jedenfalls...
Frage
05.01.2011 - 13:35 Uhr
@Bevölkerungsstatistiker: Hat es deiner Meinung nach dabei eine Bedeutung, das die Geburtenrate abgenommen hat, selbst wenn dabei die Geschlechterverteilung prozentual gleich bleibt? Hat das irgendeinen Effekt? Größere "Streuung/Verteilung", weniger "Auswahl", etc.?
Lösung
05.01.2011 - 13:37 Uhr
Die Leute müssen einfach mehr pimpern, dann klappts auch mit den Geburten!
Sex Ratios
05.01.2011 - 13:44 Uhr
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_sex_ratio

Germany
(Data taken from The World Factbook (2009). It shows the male to female sex ratio.)

at birth: 1.06
under 15: 1.05
15–64: 1.04
over 65: 0.72
total: 0.97
Problem erkannt
05.01.2011 - 13:46 Uhr
Frauen suchen die Männer aus, nicht umgekehrt.
@Lösung
05.01.2011 - 13:46 Uhr
Ne, als Mann muss man nur alt werden. ;-)
Männer. Frauen. Schinkenbrot.
05.01.2011 - 13:47 Uhr
Vielleicht behaupten die Männer nur sie wären alleinstehend. Naja. Männer halt.
Michael Ente
05.01.2011 - 13:50 Uhr
Das heißt also, es gibt grob gesagt bis zu den 65jährigen einen Männerüberschuss? Sind Zahlen wie 1.06/1.05/1.04 signifikant? (Heißt das z.B. eigentlich, dass auf 100 geborene Mädchen 106 geborene Jungs kommen?) Kenne mich mit Statistiken nicht so aus...
Auch Zustimmer
05.01.2011 - 13:51 Uhr

@Ente
Außerdem sind auf dem Gymnasium und an der Uni ohnehin mehr Männer allein, weil die Frauen die jeweiligen Handwerker, Automechaniker etc. bevorzugen.

Bei mir war das am Gym und teilweise sogar der Uni auch. Die hübschen Mitschülerinnen wurden von HondaCRX und Gas-Wasser-Scheiße-Lieferwagen mit Schönlingen drin abgeholt.

Der Akademiker zieht, wenn überhaupt, erst später.

Ist so.
Echter Fuzzi
05.01.2011 - 13:51 Uhr
Also auf Daten von Facebook zurückzugreifen halte ich zumindest für gewagt.
???
05.01.2011 - 13:52 Uhr
Facebook???
@Auch Zustimmer
05.01.2011 - 13:53 Uhr
Dann dürften aber die dummen Weiber frei sein!
Auch Zustimmer
05.01.2011 - 13:58 Uhr
Denkfehler.

An denen wird sich nur schadlos gehalten, richtig "zusammen" ist man mit denen ja nicht.
Bevölkerungsstatistiker
05.01.2011 - 14:02 Uhr
@Frage:
Die Geschlechterverteilung bleibt aus biologischen Gründen immer grob bei 50:50, da es bei der Meiose der Keimzellen gleich wahrscheinlich ist, ob sich ein X- oder ein Y-Chromosom "reinmogelt".

Nur in Zeiten von Kriegen, Revolutionen etc. kann die Männerquote leicht zurückgehen.

Die rückläufige Geburtenrate in den westlichen Gesellschaften hat hingegen eher kulturelle und ökonomische Gründe. Während früher Kinder eine Altersvorsorge waren, haben diese Aufgabe mittlerweile andere ökonomische Systeme übernommen. Hinzu kommt, dass viele Menschen das Erziehen eigener Kinder nicht mehr mit ihrer Karriereplanung und Selbstverwirklichung vereinbaren können. Ein dritter Grund ist die Individualisierung der Gesellschaft, also eine Tendenz vom früheren Leben in Großfamilien in Richtung alleine Leben. In den Großstädten des Westens sind heute über 2/3 der Haushalte Ein-Personen-Haushalte.
Frage
05.01.2011 - 14:09 Uhr
@statistiker
Ja, also das wusste ich schon. Ich wollte nur mal wissen, ob es in der Sache einen Effekt ergibt, wenn das Verhältnis gleich bleibt, die absoluten Zahlen sich aber verändern... Stichwort "kritische Masse"... oder so...
Sozialstrukturanalyst
05.01.2011 - 14:16 Uhr
In den Großstädten des Westens sind heute über 2/3 der Haushalte Ein-Personen-Haushalte.

Na das ist aber stark übertrieben. Es gibt manche Stadtteile, in denen so eine hohe Quote an Einpersonenhaushalten vorliegt. Im gesamtstädtischen Schnitt liegt der Anteil kaum irgendwo über 50%.
Abgesehen davon können die statistischen Erhebungen - wie immer - trügerisch sein, denn die Anzahl der Haushalte übersteigt oftmals die Anzahl der tatsächlichen Wohneinheiten. Das liegt daran, dass es diverse (v.a. wirtschaftliche) Gründe dafür gibt, dass in einer gemeinsamen Wohnung mehrere Privathaushalten wohnen.
Schlaubi
05.01.2011 - 14:20 Uhr
Es scheint außerdem trotzdem bei weitem mehr Frauen zu geben, die in einer festen Beziehung sind als Männer (gemeinsame Wohnung oder nicht mal hin oder her). Man muss ja kein Single sein, nur weil man alleine wohnt. Wie das gesamtgesellschaftlich möglich ist, frage ich mich auch.
musie
05.01.2011 - 14:23 Uhr
auch noch interessant:

Eine Formel fürs Eheglück

Westschweizer Forscher untersuchten das Phänomen Liebe mithilfe der Mathematik. Sie berechneten systematisch, welche Beziehungen am ehesten halten: Besonders gute Aussichten haben demnach Paare, bei denen der Mann mindestens fünf Jahre älter ist als die Frau, und sie gebildeter ist als er.
Was weiter hilft, ist, wenn beide aus dem gleichen Kulturkreis stammen und noch keine Scheidung hinter sich haben. Die Forscher um Nguyen Vi Cao von der Fachhochschule für Wirtschaft in Genf beobachteten über einen Zeitraum von fünf Jahren 1074 Paare aus der Schweiz, die verheiratet waren oder zusammenlebten.
@Schlaubi
05.01.2011 - 14:23 Uhr
Na, das wurde doch jetzt zur Genüge erklärt. Unter jungen Leuten mehr Single-Männer, unter älteren mehr Single-Frauen. Alles kein Mysterium.
Wahrheiten
05.01.2011 - 14:31 Uhr
Die heutigen Männer sind einfach Weicheier! Frauen mögen es, wenn sie etwas rumkommandiert werden und wenn das "Männchen" dominant ist. Da hat auch eine Alice Schwarzer nix dran geändert! Frauen sind ja dadurch gekennzeichnet, dass sie ambivalent sind! Also nicht fragen:"Pizzeria oder Thailänder? Was ist dir lieber?" Sondern ne klare Ansage machen:"ICH habe Hunger! Wir gehen Pizza essen! Ne - Thailänder? - kein Bock!!!" Dann wird die Dame erstmal rumzicken (hättet ihr es umgekehrt mit dem Thailänder gemacht, hätte sie übrigens genauso rumgezickt, nur aus Prinzip!). Aber im Endeffekt wird sie dafür (also für eure Dominanz) mit euch ins Bett gehen und sich an euch binden!

Ihr könnt sagen was ihr wollt... es IST so... vielleicht nicht wirklich bei allen, aber bei mind. 90% ist es einfach so... Eigentlich traurig, aber was soll man machen, Frauen sind das wählende Geschlecht. Dadurch haben sie erstmal einen großen Vorteil und bekommen weit ältere, erfahrene und auch finanziell potente Männer ins Bett (sie machen es sich möglichst einfach - das ist nur natürlich (ökonomisch)). Weicheier haben keine Chance, weil sie kein Potential für die Zukunft haben!
@@Schlaubi
05.01.2011 - 14:35 Uhr
Du übersiehst, dass das für die Zukunft nicht mehr gelten kann, denn wenn z.B. ein Mann mit 40+ wenige Erfahrungen hat, werden ihn die jüngeren Frauen erst recht abblitzen lassen. see?
@Bevölkerungsstatisti ker
05.01.2011 - 15:05 Uhr
Da hatte wohl einer 2 Jahre lang Erkunde-LK im Gymnasium. Gratuliere.
Bevölkerungsstatistiker
05.01.2011 - 15:22 Uhr
Nö, hatte ich nicht und braucht man dafür auch nicht.
Kenner
05.01.2011 - 15:30 Uhr

Die Geschlechterverteilung bleibt aus biologischen Gründen immer grob bei 50:50, da es bei der Meiose der Keimzellen gleich wahrscheinlich ist, ob sich ein X- oder ein Y-Chromosom "reinmogelt".


Eben nicht. Lies dir den Link zur Geschlechterverteilung, siehe primäre und sekundäres Geschlechterverhältnis.

Unter jungen Leuten mehr Single-Männer, unter älteren mehr Single-Frauen.

Stimmt nicht. Der durchschnittliche Altersunterschied bei Paaren beträgt nur 2,7 Jahre, ergo muss das Single-Verhältnis in jeder Altersstufe in etwa ausgeglichen sein, wenn man Polygamie und Homose.xualität unberücksichtigt lässt. Das oben beschriebene Phänomen kann es nicht geben, Punkt.
Die einzige Erklärung kann sein, dass Single-Frauen sich gegenüber dem durchschnittlichen Plattentest-Nerd als vergeben ausgeben, um in Ruhe gelassen werden.
@Kenner
05.01.2011 - 15:31 Uhr
es gibt noch eine zweite möglichkeit: du erzählst lügen.
Berlin
05.01.2011 - 15:35 Uhr
Kommt in die Hauptstadt der Singles. Ein amouröses Hafischbecken.
humbert humbert
05.01.2011 - 15:56 Uhr
Die einzige Erklärung kann sein, dass Single-Frauen sich gegenüber dem durchschnittlichen Plattentest-Nerd als vergeben ausgeben, um in Ruhe gelassen werden.

Posting der Woche!
diagNOstiker
05.01.2011 - 15:58 Uhr
Oder gegenüber jedem anderen Nerd. Bspw. dem Anti-Bayern-Nerd, dem Anti-Arcade-Fire-Nerd, dem Planet-Hornstein-Nerd oder auch dem Ich-sach-ma-Nerd.
Fox M.
05.01.2011 - 16:03 Uhr
Fr.auen werd.en vo.n f.ür di.e jew.eils ande.ren unsic.htbaren A.stralwesen au.s ein.er ande.ren Gala.xis hei.mgesucht. M.it die.sen ha.ben si.e e.ine fes.te Par.tnerschaft. Desw.egen si.nd si.e f.ür d.ie Erd.enmänner sch.on al.le verg.eben. Ga.nz my.steriöse Sa.che i.st da.s...
the beast & the beast
05.01.2011 - 16:12 Uhr
dy shynbar unsychtbar zu syn shynt ?

alle 5 frauen frygelassen dys und/oder yensyts dyser stelle unbegryflych dessen van wat abgeht yberhaupt

als Eva Wey bekannte alte


Hail Santanas
Kuckuckskind
05.01.2011 - 17:32 Uhr
Warum stehen Frauen auf Typen mit viel Testosteron im Blut? - Nun ja, das tun sie garnicht unbedingt. Sie stehen nämlich auf Männer, die viel Testosteron im Blut haben UND gesund sind. Testosteron ist immunsuppressiv. Wer einen hohen Testosteronwert hat UND gesund/fit/sportlich/erfolgreich ist, kann sich sicher sein, dass die Frauen auf ihn fliegen. Nur sind das die wenigsten Männer. Und auf PT gibt es solche Männer schon gleich garnicht!
Man hat auch in der Genforschung festgestellt, dass sich nur relativ wenige Männer fortpflanzen! Es gibt wenige Männer die viele Frauen begatten (dürfen). That's life! Ein Erfolgreiches Menschenmännchen hat schon in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter Beziehungen zu Frauen UND hat dann auch später (nach diversen Trennungen, wenn es nicht sowieso nur ONS waren), wenn es älter ist wieder Beziehungen zu bedeutend jüngeren Frauen.

Und auf diese Weise kommt diese Diskrepanz zusammen.
Frans Wolkenheimer
05.01.2011 - 17:38 Uhr
Das ist doch völliger Blödsinn.
Kuckuckskind
05.01.2011 - 17:47 Uhr
Ach ja? Warum denn? Bitte Gegenargumente!
erklärbär
05.01.2011 - 17:52 Uhr
Männer verleugnen halt gern ihre Partnerschaft um sich weiter aufm Markt umzugucken. Frauen krallen sich eher gleich an Partnern fest.
Frans Wolkenheimer
05.01.2011 - 17:57 Uhr

Man hat auch in der Genforschung festgestellt, dass sich nur relativ wenige Männer fortpflanzen!

Da hätte ich gerne mal eine Quelle für.

Ein Erfolgreiches Menschenmännchen hat schon in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter Beziehungen zu Frauen UND hat dann auch später (nach diversen Trennungen, wenn es nicht sowieso nur ONS waren), wenn es älter ist wieder Beziehungen zu bedeutend jüngeren Frauen.

Dafür hätte ich auch gerne Zahlen. Wie viele ältere (was ist älter) Männer haben denn Beziehungen mit jüngeren (was ist jünger) Frauen.
@erklärbär
05.01.2011 - 17:58 Uhr
Wieder mal ein Mythos.
erklärbär
05.01.2011 - 17:59 Uhr
kein Name - kein Argument
Kurze Frage
05.01.2011 - 18:06 Uhr
Habt ihr eigentlich gleichgeschlechtliche Partnerschaften in eure Überlegungen einbezogen?

05.01.2011 - 18:10 Uhr
sein name ist @erklärbär, sein argument ist dass du mythen verbreitest.
oh man
05.01.2011 - 18:14 Uhr
Aber ja klar doch... 75% der Männer sind also schwul! Danke für diese Erkenntnis...
Nur zur Inpho
05.01.2011 - 18:17 Uhr
erklärbär = Elin
Kurze Frage
05.01.2011 - 18:24 Uhr
Aber ja klar doch... 75% der Männer sind also schwul! Danke für diese Erkenntnis...

Nicht gleich patzig werden, du Pferd. Ist das Einbezogen worden, sowohl bei Männern als uch Frauen oder nicht? Wenn nicht, ist das Ganze aus der Heteroperspektive des Singlemannes relativ aussagelos.
Erklärpferd
05.01.2011 - 18:53 Uhr
Homosexualität ist vorsichtigen Schätzungen zufolge bei Männern etwa doppelt so häufig wie bei Frauen. Demzufolge müssten sogar etwas mehr Weibchen auf dem Single-Markt zu finden sein.
Dauersingles gibt es übrigens unter den Männchen häufiger, das wird durch die Vielvögler unter ihnen ausgeglichen.
Eine feste Partnerschaft haben aber immer jeweils gleichviele Männchen wie Weibchen. Wenn man von heterosexueller Zweisamkeit ausgeht ist es auch anders gar nicht möglich.
Wer etwas anderes behauptet, hat Schwierigkeiten mit einfachster Logik und gehört schon deshalb tendenziell zu den Dauersingles.
Pelle
05.01.2011 - 19:03 Uhr
Steck ihn ihr rein und gut!

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