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Opeth - Heritage

User Beitrag
Norman Bates
25.09.2011 - 13:01 Uhr
Kann man sich schon anhören. Aber abgesehen von der unbestreitbar guten Soundqualität ist das nichts Weltbewegendes. Die 70er-Jahre-Referenz ist klar, aber progressiv im Sinne von kompositorischen Experimenten ist an der Musik gar nichts.
Phaon
25.09.2011 - 14:01 Uhr
Bestes Opeth-Album seit "Damnation" =).
me
26.09.2011 - 10:17 Uhr
So, nun hab ich mir ein Bild gemacht. Vorallem relativ an anderen Opeth-Alben gemessen, ist Heritage für mich eine 8/10. Man muss sich das Album erarbeiten, findet dann aber ein stimmiges Gesamtwerk aus prima Songs, gewohnt souveräner musikalischer Leistung, tollem Sound und vor allem fantastischer Atmosphäre.

Mit Ausnahme von 'Slither', m.E. der schwächste Song und bis 2:45 ein absoluter Füller, sind die Songs alle großartig und wachsen mit jedem Durchgang. Schon das tolle Intro 'Heritage' weist die Richtung. Scheinbar ruhig und simpel deutet es mit seinen 7er-Jazzakkorden bereits an, was auf dem Rest der Scheibe folgen wird. Devil's Orchard ist für mich ein Übersong und -trotz großer Konkurrenz- nach wie vor mein Lieblingstitel auf 'Heritage'. I Feel the Dark, Nepenthe und Haxprocess überwältigen mit tollen Melodien und fantastischen Rhytmus- und Stimmungswechseln. Famine,
The Lines in My Hand, Folklore und Marrow of the Earth bilden ein starkes letztes Drittel. Totalausfälle gibt es, wie gewohnt, keine.

Was die Progessivität angeht, so wird oft bemängelt, dass hier nichts Neues, nichts besonders Experimentelles zu hören sei. Nun, Heritage ist bereits vom Konzept her klar an den Progressive Rock der 70er angelehnt. Sicher, Opeth waren seit 'Still Live' dafür bekannt, so stimmig (und eingängig) wie keine andere Band Death Metal mit Jazz-, 70er Rock- und Folkelementen zu verbinden. Derbe Growls und Klargesang, Riffbrett und akustische Gitarrenpassagen, Doublebass und Orgelsounds wurden zu einem einzigartigen Gesamtsound zusammengefügt. Hierin sehen viele Fans die Progressivität der Band. Doch Heritage ist auf andere (eher im Sinne des Genrebegriffs) Art progressiv. Es sind die Tonart- und Tempiwechsel, die Akkordfolgen und Harmonien die komplex und experimentell sind. Deshalb, finde ich, muss man sich 'Heritage' auch mehr als alle anderen Alben (mit Ausnahme von Still Live vielleicht) erarbeiten. Und deshalb kann man Heritage auch nicht mit Damnation vergleichen, da beide Alben völlig unterschiedliche musikalische Konzepte haben.

Warum es für mich nicht zu 9/10 reicht?

Heritage ist eine tolle Scheibe, auf der es viel zu entdecken gibt, und von der viele großartige Passagen im Kopf hängenbleiben. Die musikalische und kompositorische Qualität ist gewohnt erstklassig. Aber 'Heritage' ist Musik für den Kopf, weniger für's Herz. Und das ist wohl der Grund, warum ich nur 8/10 vergeben kann. Anders als bspw. 'Blackwater Park' oder 'Ghost Reveries', vermag 'Heritage' nicht, mich in absolutes Entzücken zu versetzen, weil vielleicht ein gewisses emotionales Element (außer vielleicht bei Devil's Orchard und Haxprocess) fehlt.
Auch sört mich, wie schon früher einmal erwähnt, der Mix des Gesangs und der Gesang im Allgemeinen etwas. Mir scheint, als ob auf den Gesang nicht so viel Wert gelegt wurde und eher die anderen Instrumente im Vordergrund stehen sollen. Mich als Sänger stört das halt schon etwas.
Finsen
26.10.2011 - 20:01 Uhr
@me: Danke für deine aufschlussreiche Rezi. Sie hat mich mit noch mehr Spannung auf das Album warten lassen. Höre es gerade zum ersten mal (CDWOW hat am 23.09. versendet, heute erst eingetroffen) und bin beeindruckt.
Knalinda
04.11.2011 - 20:27 Uhr
"Folklore" ist sicher einer der besten Opeth-Songs ever. Der Sound der ganzen Platte ist einfach überragend - der Anfang von "Nepenthe" und "I feel the dark", das Gitarrensolo am Ende von "Häxprocess" - infach nur Gänsehaut!
Ich finde die neue Opeth..
05.11.2011 - 13:28 Uhr
..sogar besser als Grace for drowning.
Watchful_Eye
05.11.2011 - 19:02 Uhr
Die neue Opeth bietet fantastisches Drumming und einen fantastischen Sound. Das Songwriting ist allerdings über weite Strecken eher durchschnittlich geraten - die Spannungsbögen wirken oft konstruiert.
beob
30.11.2011 - 07:07 Uhr
was ist denn mit akerfeldt los? seine und die beine des neuen keyboarders sahen auf der bühne bedenklich dünn aus ...
Georg
30.11.2011 - 11:45 Uhr
Finde Akerfeldts Beine so dünn erst richtig heiss. Noch wer ?
Damnation II
01.12.2011 - 18:18 Uhr
Starkes Werk! 8,5/10
Grünwein
01.12.2011 - 18:57 Uhr
Affenlangweilig das neue Album.
FU
04.12.2011 - 14:28 Uhr
Unsinn, großartiges Ding!

9/10!
Grünwein
04.12.2011 - 15:32 Uhr
Immernoch absolut langweilig. 4/10
Ackerheld
04.12.2011 - 15:57 Uhr
Toll! 8/10

Greylight
05.12.2011 - 02:30 Uhr
Gutes Album, aber es reißt mich auch nicht vom Hocker. Das Songwriting könnte etwas fokussierter sein.
Frühstückssurfer
05.12.2011 - 08:09 Uhr
Könnte alles etwas weniger scheisse sein.
me
05.12.2011 - 09:23 Uhr
Nur wer diesem Album die nötige Zeit und Aufmerksamkeit widmet, wird seine Qualität begreifen. Mir gefällt sie immer besser. Einzig 'Slither' ist, mit Ausnahme des fantastischen Endes, von mittelmäßiger Qualität. Ist eine Super-Platte zum Joggen im Wald. Wenn dann auch noch Schnee liegt, wird es perfekt sein.
Greylight
05.12.2011 - 16:56 Uhr
Was mich im Gegensatz zu diesem Album absolut vom Hocker reißt und sehr fokussiert ist: Der böse Schlangengott auf seiner Mayapyramide. 10/10
desis
05.12.2011 - 17:39 Uhr
wieder mal ein perfekt auf die jahreszeit abgestimmtes album!
So sei es
25.02.2012 - 17:18 Uhr
objektiv wie subjektiv die platte des jahres 2011.
folklore der songs des jahres 2011.
zudem die beste produktion des jahres 2011.



So sei es
25.02.2012 - 17:26 Uhr
PS: Ich werde dafür bezahlt, dieses mittelmäßige Album besser hinzustellen als es tatsächlich ist.
So sei es
25.02.2012 - 18:32 Uhr
wenn ich dafür bezahlt werden würde, mittelmäßige musik besser hinzustellen, als sie tatsächlich ist, dann wäre ich redakteur bei plattentest
So sei es
25.02.2012 - 20:39 Uhr
PS: ich bin Armin.
Opis
25.02.2012 - 20:44 Uhr
Das Album ist echt der perfekte Soundtrack zum stundenlangen Tapete-Anstarren.
Schon gehört?
02.03.2012 - 20:59 Uhr
Das Hauptriff von "Folklore" erinnert mich recht deutlich an die Doors "The End".

Geht es jemandem ähnlich?

"Heritage" ist gut, aber nicht so gut, wie eine Scheibe von Opeth in dieser musikalischen Richtung hätte sein können.
Es gibt grandiose Momente auf dieser Scheibe, aber auch belangloses Geklimper.


Ich finde es dennoch gut, dass sie sich von dem Gegrowle wegbewegen, mit Musik im eigentlichen Sinne, die einen berührt, hat Death Metal wenig zu tun, dazu sind Opeth einfach zu gute Musiker.
Nichts gegen Death Metal, diese Art von Musik funktioniert sehr gut in diversen Stimmungen und Situationen und es ist sehr, sehr interessant, wenn Musiker, die von der brachialen Richtung kommen und eigentlich rein vom Beherrschen der Instrumente ganz oben anzusiedeln sind, auf einmal ruhige Töne anschlagen und sich ihrer Einflüsse besinnen...dann passiert es recht häufig, dass da Grosses entsteht.

Ich gebe "Heritage" eine 7/10...es hätte sehr viel mehr sein können, wenn...ja, wenn...
God is dead...
02.03.2012 - 22:24 Uhr
Also "The Devil's Orchard" ist ohne Frage eine der besten Songs im nicht gerade kleinen Repertoir von Opeth. Bei dem Stück zeigt sich auch mal wieder, was Mikael Akerfeldt für ein begnadeter Sänger ist. Und das Solo gegen Ende verursacht jedesmal bei mir eine Gänsehaut.
Opis
03.03.2012 - 10:04 Uhr
mit Musik im eigentlichen Sinne, die einen berührt, hat Death Metal wenig zu tun,

Und trotzdem sind die Opeth-Alben, auf denen noch gegrowlt wird, zB Still Life oder auch Watershed hundertmal emotionaler und berührender als diese neue Gähnplatte für alt-Herren-Hipster.
michael
24.04.2013 - 19:43 Uhr
nach fast 2 jahren hat das album seine qualität bewahrt
Arno Nym
24.04.2013 - 21:32 Uhr
Kann ich bestätigen. Habs letzte Woche erst wieder reingeschmissen und würde das definitiv als Top 3 Opeth Album einordnen.

Meisterwerk!
Arzelà-Ascoli
25.04.2013 - 02:35 Uhr
Sehe ich auch so, habe es auch erst letztens wieder gehört und finde es immer noch genauso geil wie zum Release. Bei mir vermutlich auch in den Top 3, auch wenn die Reihenfolge da immer mal etwas wechselt.
michael
09.05.2013 - 17:48 Uhr
ein ranking der 10 opeth platten ist für mich nicht möglich, aber das akerfeldt seine death metal wurzeln zu recht verlässt und den spagat so hinkriegt ist klasse.
aber ich bin auch fanboy!
michael
09.05.2013 - 18:24 Uhr
und obendrein schwul und geschmacksverirrt.
michael
09.05.2013 - 19:02 Uhr
danke schön, frustie
Old1
28.09.2016 - 12:54 Uhr
Die Stimmung auf dem Album erinnert mich immer an das Game Diablo 1. KA warum :D
kiltoris
28.09.2016 - 16:56 Uhr
heritage 8/10, komplett gelungen
pale communion 5/10, nur 2 brauchbare songs
sorceress 6/10, nur 4 brauchbare songs

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 32301

Registriert seit 07.06.2013

15.11.2023 - 14:28 Uhr
Irgendwie ganz interessant dieser recht zahme Sound und das Prog-Gewand. Trotzdem mag ich die Prog-Gewitter-Opeth von "Watershed" und "Ghost" deutlich mehr.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 9686

Registriert seit 26.02.2016

15.11.2023 - 16:04 Uhr
Für mich ist das wie auch viele Sachen von Steven Wilson: kompositorisch ausgereift, exzellent produziert und oft genau so langweilig, wie das klingt.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 32301

Registriert seit 07.06.2013

15.11.2023 - 16:07 Uhr
Ja, das trifft es gut. Irgendwie bekommt mich diese Art Clean-Classic-Prog nicht wirklich.

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