Genug gejammert...
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tobi |
25.06.2003 - 20:47 Uhr
...ist so gutes Wetter,und ausserdem will ich nicht immer fast einpennen beim Autofahren. Ewig diese tiefsinnigen Deprisongs sind auf die Dauer doch eher bedrückend...Also bin ich auf der Suche nach nem bischen was fröhlichem. Ich suche keine shiny happy people Musik, aber irgendwie so in Richtung: Hot Hot Heat, Ceasars, new Pornographers oder auch Taking Back Sunday, Dover etc... Hat jemand n paar gute Tips so in die Richtung? |
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frog |
25.06.2003 - 21:03 Uhr
Mclusky!!! |
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pleech |
25.06.2003 - 21:04 Uhr
versuch mal:ozma - rockn roll part 3 nada surf - let go |
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tobi |
25.06.2003 - 21:08 Uhr
Hehe McLusky kommt morgen früh erstma ins Auto zum wachwerden *g* Gute IdeeUnd Nada Surf und Ozma wird getestet. Bis jetzt kenn ich nur "popular" ,aber das kennt wohl auch jeder ;) |
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Oliver Ding |
25.06.2003 - 21:10 Uhr
The Blondes |
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Tobi |
25.06.2003 - 21:15 Uhr
Die Kritik liest sich ja, als bräucht ich garnicht weitersuchen :) |
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Oliver Ding |
25.06.2003 - 21:17 Uhr
Korrekt. Und wenn Du danach doch noch Lust hast, kannst Du gleich mit Bands wie Supergrass, Big Star, Cheap Trick, Urge Overkill, Superdrag, Jellyfish, The Ark und Miles weitermachen. |
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tobi2 |
25.06.2003 - 21:18 Uhr
NOFX, Lagwagon, No Use For A Name...die Bans die auf dem Fat Wreck Label sind halt. |
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Bill |
25.06.2003 - 21:02 Uhr
Enon - High Society: Spielerisch, kitsch, fröhlich; tolle Melodien; poppig und rockig.Burning Airlines - Mission:Control: Fugazi-goes-pop, sehr gute Gesang (kein Geschrei!). Post-Hardcore der absolut nicht hässlich ist. The Reverend Horton Heat - fast alles: Rock 'n' roll mit Surf-Gitarren und Unsinn-Texte über Bier, Autos, "schnelle" Frauen, Tequila, Bier, Rodeos, Autos, Spielen um Geld, Sex,...... Alte Mudhoney-Platten (wer sagt dass Grunge deprimierend sei hat Mudhoney offensichtlich nicht gehört). The Damned - Damned Damned Damned: Punk-Klassiker (1977); Keine Politik, kein Angst, nur Spass. Boss Hog - Boss Hog: Punk-Soul mit lustigen Mann (Jon Spencer)-und-Frau (Cristina Martinez)-Duette (oder Duetten? Sch..., Deutsch ist meine Muttersprache nicht!) Radio 4 - Gotham: Punk meets Disco! Bis zum nächsten Mal! |
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reis |
25.06.2003 - 23:06 Uhr
thrice, incubus, emil bulls, yann tiersen |
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Electric Medicine |
25.06.2003 - 23:24 Uhr
Die frühen Dinosaur Jr. Sind aber sehr melancholisch...allerdings mit sehr dreckigen Gitarrenparts... |
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Bill |
25.06.2003 - 23:35 Uhr
Bluetip - Polymer: Melodisch Post-Hardcore aus dem Jahre 2000. 4.5/5 bei allmusic.com. Die Platte ist eine meiner all-time faves.The Who! (warum nicht?) Teenage Fanclub |
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Podo |
26.06.2003 - 09:32 Uhr
"Wir sind Helden" - Album "Die Reklamation"erscheint nächste Woche! |
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Bill |
26.06.2003 - 22:24 Uhr
B52s - echte Sommermusik. Alt doch gut. |
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Franco Un-American |
27.06.2003 - 15:05 Uhr
ganz groß - und natürlich nocht genannt :-( h2o (vor allem Self Reliable, Ripe or Rotting oder Memory Lane) ansonsten auf jeden Fall MAD CADDIES, MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, EDNA'S GOLDFISH oder LIBERTINES |
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Pirk |
27.06.2003 - 15:20 Uhr
die Sterne -posen! (fast schon ein Reagge-Abend) |
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Patte |
05.12.2005 - 15:14 Uhr
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,387736,00.html*looooool* Lustige Antworten. Deutsche jammern zuviel. Punkt. |
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Patte |
05.12.2005 - 15:21 Uhr
"Der KernigeHerzlichen Glückwunsch, Sie sind ein richtig harter Kerl. Sie haut so schnell nichts aus den Schuhen - jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit. Was soll's, Einfühlungsvermögen ist nicht jedermanns Sache, und Ihre schon gar nicht. Unsere Empfehlung: Öfter mal Blumen kaufen, Schlammmaske auflegen oder Katzen kraulen." ;-) |
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Johnny Park |
05.12.2005 - 16:31 Uhr
Ist auch mein Ergebnis. |
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Patte |
21.12.2005 - 11:35 Uhr
Gestern komme ich von der Post wieder und will die Straße überqueren. Warte kurz vor der Ampel und schaue auf den Boden...steht doch dort tatsächlich in kleinen, weißen Lettern "es wird wieder". Hat mir gefallen, mich aber gleichzeitig gewundert, passt es doch so gar nicht zu unserem 'Jammer-Land'. Warum gibt es sowas nicht öfter? :) |
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jim cunningham |
21.12.2005 - 11:38 Uhr
@patte:das ist ja mal geil=) |
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Patte |
21.12.2005 - 11:41 Uhr
Und dann auch noch in der Pleite-Hauptstadt...seltsam. :) War übrigens keine funky Schrift oder Graffiti. |
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no.l |
21.12.2005 - 11:45 Uhr
wenn du pornographers magst, kennst du wahrscheinlich auch a.c. newmans solo geschichten.falls nicht - the slow wonder ist wirklich ein schönes album. |
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simon |
21.12.2005 - 12:42 Uhr
Also ich mag das. Jammern. So richtig über alles herziehen. Positiv sein ist viel anstrengender, und überhaupt... Fühlt man sich doch viel sicherer, wenn man erstmal kritisiert und rummäkelt. Dann hat man wenigstens das Schlecht schonmal identifiziert. Das Gute kann einen dann ja immer noch überraschen. Besser so, als blauäugig ins Unheil. Oder so...Nein, jetz ma ernst: Ich würd das schon vermissen im Ausland, muss ich ehrlich sagen. |
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simon |
21.12.2005 - 12:43 Uhr
Ps: Und was is dieser Thread denn andres als ein Mecker Thread, he? |
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jim cunningham |
21.12.2005 - 13:22 Uhr
@simon:auch du wirst irgendwann erwachsen:P |
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simon |
21.12.2005 - 13:41 Uhr
@jim cunninghamAch komm, 'n bisschen läpsch war der Spruch jetzt aber schon. Und was heißt schon erwachsen. |
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jim cunningham |
21.12.2005 - 13:45 Uhr
n büschen provokation hat noch nie geschadet...ich denke nicht,dass du einer dieser 14jährigen emo-kids mit traurigem blick und lippenpiercing bist...aber selbst der klügste und intelligenteste mensch verstrickt sich manchmal in seinem mitleid und in siner negativen einstellung...es ist sehr komisch...man meint sich vieeel mehr mit dem bösen/negativen auseinanderzusetzen,sich hochintelligente gedanken darüberzumachen,als "die ganzen pseudo-depri-typen",aber unterm strich steht das gleiche^^=>man kommt mit seinen sorgen nicht klar...nur so ne kleine anregung...ich mache es oft auch nicht besser,aber darüber nachzudenken hat ja noch nie geschadet;) |
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simon |
21.12.2005 - 13:51 Uhr
Nein nein, so mein ich das ja auch gar nicht. Hat ja nicht unbedingt was mit Selbstmitleid zu tun, sondern viel mehr nach außen hin, abstrakter. So von wegen Deutschland und so. Ich verbinde mit dem Meckercharakter eher den, der bei der nächsten Reform oder bei nem Gesetz oder was weiß ich was, immer bloß die Nachteile sieht, die moralische Verwerflichkeit etc. Der gleich anfängt zu moralisieren. So das Gegenteil vom typischen Ami, der was neues als erstes mal total great findet, und dann erst schaut was hinten bei rauskommt.Nein Selbstmitleid hat damit für mich nichts zu tun. Trotzdem hast du schon ganz recht mit dem was du sagst. Von wegen eigentlich nicht viel anders als die ach so belächelnswerten "pseudo-depri typen". Ich bin auch eigentlich nicht so, sondern auch gern mal Fremden gegenüber einfach so freundlich, lächelnd und so. Mich regts auch manchmal auf, wenn Leute alles immer gleich niedermachen. Aber andererseits fühl ich mich halt auch irgendwie wohl drin, und würds vermissen, aus irgendner Sache direkt eine moralische Grundsatzdebatte zu machen. ;) |
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Patte |
27.12.2005 - 18:43 Uhr
:-)"Laut einer Umfrage ist der überwiegende Teil der Jugendlichen in Deutschland glücklich und schaut optimistisch dem neuen Jahr entgegen. Nur ein geringer Teil ist eher pessimistisch gestimmt. Die Jugendlichen in Deutschland sind größtenteils glücklich und blicken überwiegend optimistisch in die Zukunft. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Jugendzeitschrift «Yam!». Die überwiegende Mehrheit der 14- bis 18- Jährigen gibt an, zurzeit sehr glücklich (16 Prozent) oder glücklich (70 Prozent) zu sein. 14 Prozent sagen, sie seien weniger glücklich. Eine Mehrheit von 90 Prozent der Jugendlichen schaut dem neuen Jahr optimistisch entgegen. Nur sieben Prozent sind für 2006 eher pessimistisch gestimmt, geht aus der am Dienstag vorab verbreiteten Umfrage hervor. Wenn die Jugendlichen Zukunftsangst plagt, dann denken sie am häufigsten an Arbeitslosigkeit (41 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Angst vor Krieg (10 Prozent), Krankheit, Armut (jeweils 8 Prozent), Abschlussprüfungen (7 Prozent), Schicksalsschlägen in der Familie und der Zunahme von Naturkatastrophen wegen der Klimaerwärmung (jeweils 6 Prozent). Bei der Frage, was einem persönlich im Leben am wichtigsten sei, geben 44 Prozent der Jugendlichen die Familie an. 17 Prozent nennen Freunde und 12 Prozent Gesundheit. Forsa hatte 502 Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren zu ihrem aktuellen Befinden, ihren Ängsten und Erwartungen für das neue Jahr befragt. (nz)" http://www.netzeitung.de/vermischtes/374736.html :-) |
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bittteanklopfen |
27.12.2005 - 19:16 Uhr
also die pixies gehören hier auch genannt |
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bitteanklopfen |
27.12.2005 - 19:20 Uhr
und hi-standard |
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Obrac |
27.12.2005 - 19:31 Uhr
Die Hi-Standard aus Japan? Gibts die noch? |
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Polly |
27.12.2005 - 19:54 Uhr
Für den Zweck immer noch Franz Ferdinand - beide Alben... =)Oh, und einiges von den White Stripes natürlich... |
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heinzi eve |
27.12.2005 - 19:54 Uhr
the shins, dungen, billy talent oder jet fallen mir spontan ein. (habe andere beiträge nicht gelesen) |
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bitteanklopfen |
27.12.2005 - 20:28 Uhr
Die Hi-Standard aus Japan? Gibts die noch? hab mal nichts gegenteiliges gehört, growing up war aber ihr meisterwerk, die folgenden sind zwar gelungen, aber nichts besonders herausragendes (wollt ich jetzt nur mal anmerken;) ) |
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Obrac |
27.12.2005 - 20:42 Uhr
Ich kenne nur einige wenige Lieder.. hab sie auch mal Live gesehen, als Vorgruppe von NOFX. Waren aber nie so mein Fall.. |
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bitteanklopfen |
27.12.2005 - 21:16 Uhr
mir gefällt nicht, das der akzent vom sänger mit jeder platte abgenommen hat |
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Obrac |
28.12.2005 - 01:12 Uhr
Echt? Hat er? Der Akzent hat mich immer ein wenig gestört, muss ich sagen. Ich weiss auch nicht, warum.. irgendwie kamen sie mir damit so vor wie Klischee-Japaner. Dabei waren es wahrscheinlich verdorbene, unchristliche, abgefuckte Punks ;) |
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Patte |
02.04.2006 - 12:03 Uhr
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,408839,00.html"POLEMIK Generation Depri Kann hier mal bitte jemand den Nölstecker rausziehen? Kann mal jemand eine andere Platte als die mit dem ewig gleichen depressiven Klagelied auflegen? SPIEGEL-ONLINE-Autorin Renée Zucker, 52, erregt sich über eine Generation, die außer Jammern nichts gelernt hat. Ab sofort sollen Ohrwürmer wie demographischer Wandel, Nachhaltigkeitsfaktor, soziale Sicherungssysteme, Arbeitsplatzunsicherheit, sinkende Geburtenrate usw. aus dem öffentlichen Liedgut gestrichen werden. Dagegen war die Komposition der "Mehrstoffwertkomponententonne" ja geradezu verrucht. Das war damals, als Joschka Fischer noch hessischer Umweltminister war, und seine Parteigenossen lieber bis tief in die Nacht an komplizierten Müllentsorgungsplänen arbeiteten, anstatt Drillinge fürs Vaterland zu zeugen. Wenn sie das nämlich getan hätten, müssten die jungen Leute von heute nicht um Hab und Gut, ja ihre gesamte nationale Spezies fürchten. Die Deutschen werden also aussterben. Ja und? Was ist so schlimm daran? Vielleicht hat Deutschland fertig - historische Rolle erfüllt und das war's. Vielleicht ist Deutschland Trendsetter für Europa und die anderen folgen? Italien ist uns schon ganz nah auf den Fersen. Zukünftiges Motto also hier: Inder statt Kinder. Dann hört vielleicht auch endlich das Gejammer auf. Früher war alles besser. Da jammerten immer nur die Alten, dass früher alles besser war und heute schlecht ist. Nun jammern die Jungen, dass früher alles besser war, und ihnen niemand gesagt hat, dass es auch mal schlechter kommen könnte. Gibt es eine unangenehmere Weichei-Truppe als diese sogenannte "Sandwich-Generation" (so genannt, weil sie von älteren wie jüngeren "in die Zange genommen wird",- ganz normal also, wie man meinen möchte ) die sich als Opfer eines umlagefinanzierten Rentensystems empfindet und so schrecklich darunter leidet, "dass das Wort Planungssicherheit zur Utopie geworden ist", wie neulich in einem Artikel in der "FAZ" zu lesen war. Reformverlierer seien sie in Wirklichkeit, die zwischen 1960 und 1980 Geborenen, klagte die Autorin, die schon jetzt ihre düstere Zukunft in 30 Jahren vor Augen hat, in der sie und ihre Generationsgenossen nicht nur weniger Rente bekommen werden, sondern sich tatsächlich "um die eigenen Kinder, die eigenen Eltern und die eigene private Vorsorge kümmern" müssen. War das nicht eigentlich schon immer so? Das Leben eine einzige Herausforderung mit immer wieder neuen Aufgaben? Ich meine mich außerdem zu erinnern, dass unter diesen Reformverlierern, zumindest im sechziger und halben siebziger Jahrgang auch die duften Dotcom-Gewinner zu finden waren, die den Hals gar nicht voll genug kriegen konnten von all den blinkenden und blitzenden Möglichkeiten unserer globalisierten Wirklichkeiten. Dass sie genau so schillernd auf dem Bauch landeten wie sie vorher aufgestiegen waren, nannte man in den guten alten Zeiten Künstlerpech. Es ist eine Generation (wenn wir denn davon ausgehen sollen, dass tatsächlich alle solche Jammerlappen sind), deren Angehörige zu Gefangenen ihres Lebensstandards wurden, gefesselt von Sicherheits- und Organisationsdrang, gequält von hysterischen Angstanfällen und Bildern des sozialen Abstiegs, der offenbar vornehmlich darin besteht, dass man sich um andere (und noch um die eigene Alterssicherung!) kümmern muss. "Ausgerechnet jetzt, in der Mitte unserer Existenz ist das Leben so kompliziert geworden - mit neuen Verantwortlichkeiten und unerwarteten Verbindlichkeiten,- dass wir froh sind, uns einigermaßen erfolgreich von einem Tag zum nächsten zu hangeln", klagt es in der "FAZ" aus der Generation am Abgrund, als habe es zum Zeitpunkt ihrer Geburt eine Urkunde mit der planungssicheren Zusage gegeben, dass das Leben ein einziges Fest sei. Umgeben von Drohkulissen fühle sich die Generation, heißt es, bohrende Fragen belasten den Alltag: ob man den Arbeitsplatz behalte, zugleich die Kinder vernünftig erziehe; sich die Vogelgrippe einfange oder die Veränderung des Wetters nicht nur einen Strich durch den nächsten Urlaub, sondern durch das halbe Leben mache und ob man in Immobilien investieren soll, wo doch jetzt schon Häuser leer stehen. In einer aktuellen Umfrage war neulich zu lesen, dass Türken weniger Ängste haben und optimistischer in die Zukunft schauen als Deutsche. Man möchte also den 26- bis 46-Jährigen, wenn es ihnen denn so schlecht geht, empfehlen, umgehend den nächsten türkischen Nachbarn aufzusuchen. Ja, danke, mir geht es gut. Nein, ich habe keinen festen Arbeitsplatz - bei mir hat noch nicht mal der Schreibtisch Beine, sondern ruht als Buchenplatte zwischen Fensterbank und Nachtkonsölchen vom Sperrmüll. Die bange Frage, ob ich mein Geld in Immobilien oder Fonds investiere, hat sich mir nie in den Weg gestellt. Wie meine Rente aussehen wird? Ich hab' keine Ahnung, obwohl ich schon 52 Jahre alt bin, und es besser wissen sollte. Vor Rinderwahnsinn, Schweinepest und Vogelgrippe habe ich mich nie gefürchtet, nicht nur, weil ich schon lange kein Fleisch mehr mag, sondern weil die Wahrscheinlichkeit, unters Auto zu kommen oder einem Herzinfarkt zu erliegen, weitaus größer ist. Und mein Kind hab ich nach bestem Wissen erzogen, aber natürlich war es nie gut genug. Warum ich Ihnen das alles erzähle? Weil ich die Nase voll habe von diesem larmoyanten Gejammer der Thirty- und Forty-Somethings habe. Weil ich jüngst unter der Überschrift "Wir Verlierer" einen Artikel über "Eine Generation", die "in den Abgrund blickt" las, der mir Hitzewallungen verschaffte, die völlig außer der Reihe waren. Früher dachte ich, Gott hat die Deutschen mit Geld und Langeweile bestraft. Heute glaube ich, er hat ihnen dazu noch die unentwegte Angst geschenkt, beides auf einmal zu verlieren." |
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Obrac |
02.04.2006 - 12:07 Uhr
Früher war alles besser. Da jammerten immer nur die Alten, dass früher alles besser war und heute schlecht ist. Nun jammern die Jungen, dass früher alles besser war, und ihnen niemand gesagt hat, dass es auch mal schlechter kommen könnte.Ich frage mich, ob die gute Frau persönlich eine Umfrage durchgeführt hat, um zu dem Schluss zu kommen, dass alle meckern, oder ob sie nur die durch Medien verbreitete Mentalität des Meckerns berücksichtigt. Weil ich jüngst unter der Überschrift "Wir Verlierer" einen Artikel über "Eine Generation", die "in den Abgrund blickt" las, der mir Hitzewallungen verschaffte, die völlig außer der Reihe waren. Ach so, sie hat einen Artikel gelesen. Dann will ich nichts gesagt haben. |
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Patte |
05.12.2006 - 10:07 Uhr
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,450621,00.html04. Dezember 2006 MOHRS DEUTSCHLANDGEFÜHL Aufschwung, na und? Von Reinhard Mohr Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosenzahlen sinken, Weihnachten kann kommen. Mir doch egal, sagen Sie? Höchste Zeit für die alte Jammerplatte: Das Sommermärchen ist vorbei, der deutsche Herbst hat uns wieder, es regiert der ewige Miesepeter. Können wir oder wollen wir nicht anders? Man hätte es natürlich wissen können, die meisten Hobby-Propheten und Langfrist-Prognostiker haben es ja auch gewusst: Der Herbst ist trotz klimabedingter Frühlingstemperaturen immer noch jene düster seelentrübe Zeit, in der jeder Dritte ans Auswandern denkt. Oder jeder Vierte. Je nach Studie und Statistik. Der Rest schimpft auf die Regierung, während er die Reisekataloge für den Sommerurlaub 2007 durchstöbert. Grantiges Motto: "Ohne meinen Alltours sag' ich nichts." War es also doch nur ein Traum, ein kurzes spielerisches WM-Intermezzo, bei dem die Deutschen, im Ausnahmezustand, gezeigt haben, dass sie auch anders können, wenn sie nur wollen? So jedenfalls ist klar: Die Deutschen halten sich an ihrem lieb gewonnenen Double Bind ihrer Selbstwahrnehmung fest: Einerseits "müssen" wir selbstverständlich immer Weltspitze sein, ob beim Fußball, beim Wirtschaftsexport oder in Wissenschaft und Forschung, andererseits geht alles den Bach runter - der gefühlte Niedergang, der Abstieg eines Superstars. Angst, Aufgeregtheit und Abgestumpftheit Zahlen und Statistiken zum vermeintlichen Beweis des Siechtums finden sich immer, dazu kommen alarmistische Bestseller aller Art, bei denen die nationalen Schockwellen wenigstens in persönliche Verkaufserfolge umgemünzt werden. Bis tief in die bürgerliche Mittelschicht hinein reicht diese neue Mischung aus Angst, Aufgeregtheit und Abgestumpftheit. Aus ehemals produktiver Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen, aus Lust auf Veränderung und Fortschritt ist ein eher passives und unbestimmtes Gefühl geworden, eine Art prickelnde Taubheit. Man weiß nichts Genaues, ahnt aber Schlimmes. Schuld sind im Zweifel immer "die da oben", jedenfalls die anderen. Diese Haltung, eine unterschwellig aggressive Resignation, eint Hartz-IV-Empfänger und Besserverdienende der ehemals neuen Mitte. Das ist das deutsche Bauchgefühl, der innerste Ort anhaltender Unzufriedenheit, der Meckerspeck, der zur Jammerkultur gehört wie der Fettrand zum westfälischen Bauernschinken. Man hat sich so sehr daran gewöhnt, dass angeblich alles immer schlimmer, teurer, schlechter, gemeiner und verlogener wird, dass selbst ganze Wagenladungen guter Nachrichten allenfalls achselzuckend zur Kenntnis genommen werden: Die Wirtschaft wächst wie seit Jahren nicht mehr, die Steuereinnahmen sprudeln, die Arbeitslosigkeit sinkt und die Zahl der offenen Stellen, weit über 800.000, hat sich binnen Jahresfrist vervierfacht. Wo tut's denn weh? Könnte es also sein, dass die anhaltend schlechte Stimmung weniger mit der objektiven Lage als mit der subjektiven Wahrnehmung zu tun hat, die sich freilich wie ein kollektives Über-Ich flächendeckend ausbreitet wie die Nebel von Avalon? Manchmal hilft ja eine ganz einfache Frage weiter: Wo tut's denn weh? Warum sind wir denn, bitte schön, so schlecht drauf? Gemessen an wem, an was und welcher - vergangenen - Zeit geht es uns denn eigentlich so mies? War es früher wirklich besser? Nur mal so gefragt: Wie sähe denn der Goethesche Augenblick aus, in dem wir, jedenfalls eine Mehrheit unter uns, sagen würde: "Verweile doch, Du bist so schön!", nur für einen klitzekleinen Moment, kurz vor der nächsten Talkshow, die uns wieder in den deutschen Seelenabgrund reißt? Könnte es vielleicht sein, dass dieser schöne Augenblick des Glücks und der Zufriedenheit, und sei es nur für eine Sekunde, in Deutschland immer nur ein romantischer Theatertraum sein wird, der nie und nimmer Wirklichkeit wird? Könnte es sein, dass wir womöglich gar nicht wissen, was wir wollen und wohin wir wollen und dass wir es deshalb auch gar nicht tatkräftig anstreben? Kleines deutsches Elendsgefühl Dann allerdings könnte man das ganze Gezeter auch gleich einstellen, sich im deutschen Nirwana des Hier und Jetzt häuslich einrichten und bis ans Lebensende "Wer wird Millionär?" gucken. Dann wäre die deutsche Erregungskultur, das endlose Stakkato der negativen Sensationen, der Wettlauf um die übelste Tagesnachricht und das verheerendste Zukunftsszenario, völlig überflüssig. Die Kräfte könnte man sich sparen. Wenn es aber um die Fakten geht, ist die Lage klar: Jeder objektive, halbwegs vernünftige Querschnittsvergleich im Weltmaßstab zeigt, dass es uns blendend geht, im Verhältnis zu ganzen Kontinenten wie Afrika, Lateinamerika und großen Teilen Asiens geradezu obszön, beschämend gut. Ja, auch vielen Hartz-IV-Empfängern, ganz besonders jenen Jüngeren, die die staatliche Alimentierung im Zweifel einer angebotenen Tätigkeit als Forstarbeiter, Bäckereigehilfe oder Erdbeerpflücker vorziehen. Wer das bestreitet, verschließt die Augen vor der Realität. Aber klar und gewiss, die Welt als "Wille und Vorstellung" (Schopenhauer) ist ein Kosmos, in dem jeder zunächst sich selbst bemitleidet - als Opfer eines unfairen Schicksals, sozialer Ungerechtigkeit, böser fremder Mächte, der unfähigen Regierung oder internationaler Verschwörerkreise. Will sagen: Unser kleines deutsches Elendsgefühl im Herbst ist im Kern eben nicht ökonomisch begründet, auch nicht sozial, nicht mal ökologisch, sondern, Entschuldigung, mental. Geistig. Sozialpsychologisch. Wille und Vorstellung scheinen wie gelähmt. So greinen sie vor sich hin. Es gibt kein Ziel mehr, keine übergeordnete Orientierung, keinen Sinnzusammenhang, keine Perspektive. Das einzige, worum es in diesen Jahren zu gehen scheint, ist der Abwehrkampf gegen den islamistischen Terror und die Anpassung an die Bedingungen des Weltmarkts. Der freilich verändert sich rasend schnell. Also gilt es mitzuhalten bei der "Globalisierung". Aber das war es dann schon. Intellektuelle Windstille So ist es kein Wunder, dass auch intellektuell Windstille herrscht. In den Feuilletons ging es zuletzt tagelang darum, ob Jürgen Habermas vor Jahren einen Zettel verschluckt habe, der ihn hätte kompromittieren können. Es war aber nichts als ein uralter abgestandener Scherz. Dass Günter Grass, neben Habermas der deutsche Nachkriegsintellektuelle Nummer eins, sich jüngst selbst als spät bekennender Waffen-SSler kompromittiert hat, mag symptomatisch sein. Ebenso die akute Krise des Suhrkamp-Verlags, der über Jahrzehnte das Flaggschiff der linken Intelligenz in Deutschland war. Die alten Helden der politisch engagierten Kultur sind müde geworden und lecken ihre Wunden, und die in Ehren ergrauten 68er werden ab dem nächsten Jahr mit Nostalgie und Rührung ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern. Nach dem Sommer begehen wir dann alle gemeinsam ein weiteres Jubiläum: Dreißig Jahre "Deutscher Herbst". Selbst von den jungen radikalen Globalisierungskritikern, die noch vor ein paar Jahren die öffentliche Debatte bestimmt haben, hört man so gut wie nichts mehr. Die gesamte politische Klasse ist ohne Überzeugungskraft, und wie immer man über die gegenwärtige Bundeskanzlerin denken mag - geistige Impulse gehen von ihr nicht aus. Auch bei SPD-Chef Kurt Beck wird man das Gefühl nicht los, hier habe sich einer in der Tür geirrt. Kurz: Könnte es also sein, dass wir - nach Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Weltrevolution '68 und Wiedervereinigung - eine neue, selbst gesetzte Herausforderung brauchen? Die begeisterte Reaktion auf den Fußball-Motivator Jürgen Klinsmann im Märchensommer 2006 hat jedenfalls eines gezeigt: Bedarf ist vorhanden. |
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JimCunningham |
05.12.2006 - 10:33 Uhr
Es gibt kein Ziel mehr, keine übergeordnete Orientierung, keinen Sinnzusammenhang, keine Perspektive. Das einzige, worum es in diesen Jahren zu gehen scheint, ist der Abwehrkampf gegen den islamistischen Terror und die Anpassung an die Bedingungen des Weltmarkts. Der freilich verändert sich rasend schnell. Also gilt es mitzuhalten bei der "Globalisierung". Aber das war es dann schon.Intellektuelle Windstille So ist es kein Wunder, dass auch intellektuell Windstille herrscht. In den Feuilletons ging es zuletzt tagelang darum, ob Jürgen Habermas vor Jahren einen Zettel verschluckt habe, der ihn hätte kompromittieren können. Es war aber nichts als ein uralter abgestandener Scherz. Dass Günter Grass, neben Habermas der deutsche Nachkriegsintellektuelle Nummer eins, sich jüngst selbst als spät bekennender Waffen-SSler kompromittiert hat, mag symptomatisch sein. Ebenso die akute Krise des Suhrkamp-Verlags, der über Jahrzehnte das Flaggschiff der linken Intelligenz in Deutschland war. Die alten Helden der politisch engagierten Kultur sind müde geworden und lecken ihre Wunden, und die in Ehren ergrauten 68er werden ab dem nächsten Jahr mit Nostalgie und Rührung ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern. Nach dem Sommer begehen wir dann alle gemeinsam ein weiteres Jubiläum: Dreißig Jahre "Deutscher Herbst". Selbst von den jungen radikalen Globalisierungskritikern, die noch vor ein paar Jahren die öffentliche Debatte bestimmt haben, hört man so gut wie nichts mehr. Die gesamte politische Klasse ist ohne Überzeugungskraft, und wie immer man über die gegenwärtige Bundeskanzlerin denken mag - geistige Impulse gehen von ihr nicht aus. Auch bei SPD-Chef Kurt Beck wird man das Gefühl nicht los, hier habe sich einer in der Tür geirrt. Kurz: Könnte es also sein, dass wir - nach Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Weltrevolution '68 und Wiedervereinigung - eine neue, selbst gesetzte Herausforderung brauchen? Die begeisterte Reaktion auf den Fußball-Motivator Jürgen Klinsmann im Märchensommer 2006 hat jedenfalls eines gezeigt: Bedarf ist vorhanden hier stimme ich zu. wie immer würde ich aber Ziel und Richtung nicht im gesellschaftlichen Konsens suchen, sondern in der individuellen Selbstverwirklichung. Hört sich einfach an, ist aber wohl eine Lebensaufgabe. Könnte es sein, dass wir womöglich gar nicht wissen, was wir wollen und wohin wir wollen und dass wir es deshalb auch gar nicht tatkräftig anstreben? und DAS ist ja schon seit Jahruhnderten bekannt. Die Antworten weiß wie immer nur der Wind. |
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passenger |
05.12.2006 - 15:28 Uhr
cameran - a caesareanpost-hc der irgendwie gute laune macht kasabian - kasabian das album kann man durchgehend tanzen die alten primal scream sachen |
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ernie |
05.12.2006 - 15:38 Uhr
interessant, hier wird also immer der halbe Spiegel reinkopiert? |
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