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Buch: Jonathan Franzen - Freiheit

User Beitrag
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09.09.2010 - 11:07 Uhr
Gibt es schon erste Leseerfahrungen? Habe jetzt die ersten fünfzig Seiten durch und fühle mit bisher gut unterhalten. Aber es kommen ja noch mehr als 650. ;)
derdadrüben
09.09.2010 - 14:21 Uhr
hey, super, wusste gar nicht, dass der etwas neues hat, danke :-)

weiß nur nicht, wie ich mir das alles leisten soll: der neue pynchon, der neu bearbeitete nabokov und jetzt auch noch franzen ...
Mixtape
09.09.2010 - 16:42 Uhr
Ich habe es mir auch gleich gestern zugelegt und bin schon fleißig am lesen, fühle mich auch gut unterhalten bislang.
Christian
10.09.2010 - 01:19 Uhr
Aha - noch mehr Hype-Geleitete. ;)
Ich habe es mir gestern ebenfalls schon morgens gekauft. Die ersten 100 Seiten habe ich jetzt gelesen und bin ziemlich angetan. Erinnert mich stark an Roth. "Freiheit" ist bisher nicht so bissig wie es die "Korrekturen" sind. Und das ist ganz angenehm.
slowmo
10.09.2010 - 15:14 Uhr
der neue pynchon, der neu bearbeitete nabukov, der neue franzen... das sind ja alles schwerst zulesende megawälzer... man dagegen fühl ich mich ja richtig dumm.
slowmojojo
10.09.2010 - 17:53 Uhr
ach was, franzen ist nicht unbedingt schwer,und (dieser relativ schmale) pynchon auch nicht sonderlich,der einzige brocken ist ada...
Reverend Green
10.09.2010 - 18:40 Uhr
Ist Nabokov's "Ada" empfehlenswert? Hab von ihm bisher nur "Lolita" gelesen, was mir allerdings recht gut gefallen hat.
Den neuen Franzen werd ich sicher auch demnächst lesen, von Pynchon hab ich erstmal genug, nachdem ich mich durch "Mason & Dixon" gequält habe.
slowmojojo
10.09.2010 - 19:40 Uhr
jo,ist halt um einiges vielschichtiger, komplexer,aber auch verspielter als lolita. gerade der erste teil,der auf ardis spielt,gehört sicher mit zum besten,was nabokov je geschrieben hat.

falls du aber etwas zugänglicheres willst,würde ich zuvor noch pnin oder lushins verteidigung empfehlen,und es dann,wenn sie dir gefallen haben,erst mit ada versuchen.
lkl
10.09.2010 - 20:01 Uhr
ich fand "Die Korrekturen" sehr zäh und größtenteils auch uninteressant. Lohnt es sich da überhaupt, noch was anderes von dem zu lesen?
Nein
10.09.2010 - 23:25 Uhr
nein



lesen lohnt sich generell nicht mehr. Es lohnt sich nur lesen verlernen.
foto
15.09.2010 - 14:00 Uhr
toll: "freiheit" wird von seite zu seite besser. ich kann das buch gar nicht mehr aus der hand legen. das hat einen tollen zug.
franzen ist übrigens auch gerade auf lesetour. geht jemand hin?
Mekonian
30.09.2010 - 11:47 Uhr
"Die Mekons waren die Hintergrundmusik meines Lebens" ....Zitat Jonathan Franzen.
XY
03.10.2010 - 14:36 Uhr
Ich habe das Buch fast durch. (Okay, es ist mir etwas peinlich zuzugeben, dass ich manche Kapitel ausgelassen habe, um ans Ende zu gelangen. Die werde ich noch mal in Ruhe nachholen.)
Insgesamt sehr faszinierend. Beeindruckend, wie detailliert er die Charaktere zeichnet. Einerseits so individuell, andererseits sind sie in meinen Augen auch Prototypen für so viele Menschen. Ein paar "Längen" hat das Buch auch. Und wenn man es dann zu Ende gelesen hat, bleibt ein bisschen Leere, finde ich. So revolutionär ist der Inhalt des Buches eben nicht. Bin mir auch noch nicht klar darüber, wie man diese Dreiecksgeschichte nun über das "Good guy vs. Bad Boy" respektive unzufriedene, untreue Ehefrau hinaus bewerten kann. Und wie das nun mit "Freedom" (of choice?) zusammenhängt. Hm, na ja, bin noch etwas wirr.
XY
03.10.2010 - 14:38 Uhr
Ach ja, interessant auch die Ausführungen des Autors zu Bright Eyes "in concert". :-)
Pynchon vs. Franzen 1:0
03.10.2010 - 15:52 Uhr
Der neue Pynchon ist besser als der neue Franzen, da Letzterer einfach zu oberflächlich bleibt. Obwohl der Roman von Pynchon Anfang der Siebziger spielt, finde ich mich im dort konstruierten Wirrwar besser zurecht als bei Franzen. Und die Sprache von Pynchon hat sowieso mehr zu bieten in Sachen sprachlicher Witz, Coolness und Schachtelsatzherausforderungen.
kingsuede
26.12.2010 - 12:31 Uhr
Habe mir das Buch über Weihnachten in der englischen Paperback-Version besorgt und bin auf Seite 90 (von 560). Recht langsam aufbauende Erzählweise in der Autobiographie von Patty Berglund.
XY
26.12.2010 - 14:27 Uhr
Meiner Meinung nach ändert sich die Erzählweise nicht besonders. Ich bin - im Nachhinein betrachet - etwas gelangweilt gewesen. Das Lesen war ein bisschen so wie ich mir GZSZ- oder Lindenstraßen-Gucken vorstelle. (Kann's nicht richtig beurteilen, weil ich das seit Jahren nicht gemacht habe. ;-))
kingsuede
27.12.2010 - 21:30 Uhr
Habe jetzt ein Drittel (190 Seiten) gelesen und so recht begeistert bin ich nicht. Die Geschichte ist gut erzählt, doch ziehen sich die autobiographischen Schilderung ganz schön hin.
Die Wahrheit
07.03.2011 - 18:31 Uhr
Bei den Korrekturen ist mir alle 5 Seiten komplett einer abgegangen. Schweres Beben war super. Sogar die Essays haben mir gefallen. Mit Freiheit bin ich aber auch nach zwei Dritteln nicht warm geworden. Mir persönlich kommt das Buch viel depressiver vor als die Korrekturen. Das mag aber auch daran liegen, dass ich mich da mit den Charakteren identfizieren mochte, bei Freiheit finde ich alle scheiße, außer vielleicht Jessica, aber die hat ja kaum Chance, sich unbeliebt zu machen.

The MACHINA of God

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01.07.2019 - 20:40 Uhr
Immer noch 10/10. Absolutes Meisterwerk.

Ich hätte mal ne Frage: Hat jemand "Purity" auf Deutsch gelesen und kann mir sagen wie das Übersetzungsproblem des Titels gemeistert wurde? (SPOILER Sprich der Name eine der Protagonistinnen?)

Nummer Neun

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31.03.2021 - 14:58 Uhr
Freiheit war toll, aber die Korrekturen haben mir sogar noch etwas besser gefallen.

Welches weitere Werk von ihm sollte man unbedingt lesen?

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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31.03.2021 - 15:03 Uhr
@MACHINA:

Im Prinzip wurde das Problem gar nicht gelöst. Purity ("Pip") heißt Purity, die Übersetzung stellt da keine weitere Verbindung zwischen Namen und Titel her. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.

(So etwas ließe sich ja mit einer einfachen Anmerkung in Form einer Fußnote bewerkstelligen.)

AliBlaBla

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Registriert seit 28.06.2020

31.03.2021 - 15:33 Uhr
@alle
The corrections 9/10
Freedom 8/10
Purity 10/10

The MACHINA of God

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31.03.2021 - 17:20 Uhr
@Ali:
The corrections 9/10
Freedom 10/10
Purity 9,5/10

fakeboy

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31.03.2021 - 17:35 Uhr
Ich weiss, dass mir das Buch sehr gefallen hat. Ich weiss aber nicht mehr, um was es ging... es ist fürchterlich, wie wenig ich mich jeweils nach dem Lesen an den Inhalt eines Buches erinnern kann.

The MACHINA of God

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31.03.2021 - 19:56 Uhr
Geht mir aber ähnlich. Inzwischen sag ich mir aber: Der Weg ist das Ziel.

fakeboy

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31.03.2021 - 21:40 Uhr
Stimmt. Und oft bleibt ein Gefühl haften oder ich erinnere mich genau, wo ich das Buch las. Inhalt kann man ja auf Wikipedia rekapitulieren.

Perfect Day

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01.04.2021 - 10:35 Uhr
Ich hab den Inhalt auch nicht mehr genau im Kopf. Weiß aber, dass die letzten Seiten für mich herausragend waren. Die Schlussszene war für mich das perfekte Ende, was ich nicht von vielen Büchern behaupten kann.

fakeboy

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01.04.2021 - 11:36 Uhr
Ja, viele Bücher fransen irgendwie einfach aus. An das Ende von Freiheit kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern. Hab aber jetzt grad grosse Lust, das Buch mal wieder zu lesen.

Ich las damals fast zeitgleich "Der grössere Teil der Welt" von Jennifer Egan. Hab die Bücher gedanklich irgendwie vermischt, gab aber auch inhaltliche Ähnlichkeiten. Sehr empfehlenswert.

Francois

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01.04.2021 - 12:49 Uhr
Corrections: 8/10
Freedom: 10/10
Purity 8/10


Schön, dass dieses Meisterwerk hier im Forum einen ganzen Thread hat :-D

Ich persönlich vergöttere Franzens Schreibstil... und Freedom ist einfach eines der besten Bücher.

Corrections war gut, aber nicht so dieses Wunderding... für mich leider mit einigen unnötig langen Passagen - dennoch mit eine der schönsten Textzeilen, die ich mir doch glatt tätowieren lassen musste...

Im Herbst kommt ja bereits sein neues Buch Crossroads - soll sogar Teil einer Trilogie sein. Ich bin geyped!

Nummer Neun

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01.04.2021 - 12:55 Uhr
Crossraods - Die wahre Geschichte über Bon Jovi. Ich bin gespannt!

@All: Purity habe ich mir vorgemerkt, danke!

Francois

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01.04.2021 - 13:00 Uhr
Purity war gut und auch richtig kurzweilig...
zumindest der "familiäre Part" und die Ostberlin-Szenerie war sehr gut beschrieben.

aber hat mich in Summe nicht so packen können, wie Freedom - diese Erwartung war aber auch unmöglich zu treffen...

Affengitarre

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01.04.2021 - 13:02 Uhr
"Purity" fand ich sehr gut, war aber auch mein einziger Franzen bisher. "Freedom" sollte ich mir wohl auch vornehmen.

The MACHINA of God

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01.04.2021 - 13:07 Uhr
@Affengitarre:
Ich bitte darum. Gerade da du auch "A little life" mochtest. Der Stil ist ja recht ähnlich, es ist nur nicht alles ganz so deprimierend. :D

dennoch mit eine der schönsten Textzeilen, die ich mir doch glatt tätowieren lassen musste...
Na und welche? Nur andeuten ist mies. ;)

Affengitarre

User und News-Scout

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Registriert seit 23.07.2014

01.04.2021 - 13:30 Uhr
Der Stil ist ja recht ähnlich, es ist nur nicht alles ganz so deprimierend. :D

Hehe, wäre auch schwierig. Wird definitiv noch gelesen. Wie fandest du "Corrections"?

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 25099

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01.04.2021 - 16:19 Uhr
"Corrections" war glaub ich sogar mein erstes, aber damals hatte es mich nicht so mitgenommen. Das kam erst mit "Freedom". Als ich danach aber "Corrections" nochmal gelesen hab, fand ich es fantastisch. Aber ich brauchte erst das Franzen-Fieber durch "Freedom".

Francois

Postings: 82

Registriert seit 26.11.2019

01.04.2021 - 20:44 Uhr
„his entire life was set up as a correction of his father‘s life“

AliBlaBla

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Registriert seit 28.06.2020

01.04.2021 - 22:37 Uhr
@Francois

Geiler Satz.

AliBlaBla

Postings: 239

Registriert seit 28.06.2020

01.04.2021 - 22:40 Uhr
Ach, ...und, wenn "Crossroads" raus kommt, machen wir abba SOWAS VON einen Thread und tauschen uns drüber aus, jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa?
(Enttäusch-mich-nicht-guck)

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 25099

Registriert seit 07.06.2013

02.04.2021 - 02:06 Uhr
„his entire life was set up as a correction of his father‘s life“

Oh ja...

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