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dreckskerl
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12.01.2023 - 23:51 Uhr
@nörtz
Wow, nur 5 Zeilen und so viel drin, klar die besten 5 Zeilen, die ich je von dir gelesen habe. Chapeau!
Sozialismus existiert auf der Welt ja nur noch in vereinzelten kommunnalen Zusammenhängen. Chinas angeblicher Sozialismus ist kein Sozialismus. |
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fuzzmyass
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13.01.2023 - 03:19 Uhr
"Du bist die erste Person hier, die den Begriff "Sozialismus" genannt hat. Das nennt man Strohmann!..."
Unfug ... das Hsuptproblem ist nicht, dass der Kapitalismus schlecht, zerstörerisch und ausbeuterisch ist, sondern der Mensch als Wesen in egal welchem System... das ist nicht schön, aber leider die Realität, die kein System der Welt verschleiern kann, egal ob man es Sozislismus oder wie auch immer nennt... ich habe bewusst "Sozialismus" genannt, weil diese simple, angestaubte und stumpfe Kapitalismuskritik ohne Nennung richtiger realistischer Alternativen lächerlich ist.... spielt aber eh keine Rolle, da das Wesen "Mensch" in jedem System mehrheitlich schlecht, zerstörerisch, profilierungssüchtig und ausbeuterisch handelt....
"Sozialismus existiert auf der Welt ja nur noch in vereinzelten kommunnalen Zusammenhängen. Chinas angeblicher Sozialismus ist kein Sozialismus."
Spielt überhaupt keine Rolle... es gibt keine echte real bewährte und etablierte Alternative zum Kapitalismus... das heißt nicht, dass der Kapitalismus schön ist... aber manchen Realitäten muss man halt ins Auge schauen.... |
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fuzzmyass
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13.01.2023 - 03:25 Uhr
"Er stellt sie als sinnlos dar und verwendet auch noch den Begriff "Klimasünder", aber eher polemisch, um damit Klimaaktivisten zu verunglimpfen."
Er hat lediglich ein Stöckchen hingehalten und diverse User sind drübergesprungen.... verunglimpft hat er eig niemanden.... |
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nörtz
User und News-Scout
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13.01.2023 - 04:12 Uhr
ich habe bewusst "Sozialismus" genannt, weil diese simple, angestaubte und stumpfe Kapitalismuskritik ohne Nennung richtiger realistischer Alternativen lächerlich ist....
Also wenn ich ein System kritisiere und feststelle, dass es scheisse ist, dann muss ich Alternativen nennen, sonst ist die Kritik lächerlich? Nein, die Kritik wird dadurch nicht lächerlich. Die steht erst einmal für sich.
Die Kritik mag angestaubt sein, aber sie war vor 40 Jahren zutreffend und ist es auch heutzutage.
Er hat lediglich ein Stöckchen hingehalten und diverse User sind drübergesprungen.... verunglimpft hat er eig niemanden....
Von einem, der hier schon während Corona quengelte und stolz darauf war, sich nicht an Coronaregeln zu halten, erwarte ich beim Thema Klimawandel auch nicht wirklich viel. Vielleicht kommt er ja noch damit, dass die Freiheit des Marktes das schon bald regeln wird - Lindner lässt grüßen. :D
Na ja, er kann sich ja noch einmal erklären. :-)
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Nur zur Info
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13.01.2023 - 06:42 Uhr
Der Ansicht, dass Kritiker von Missständen gleich die Lösung mitliefern müssen, ist in seinem Kern autoritär. |
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Grizzly Adams
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13.01.2023 - 07:12 Uhr
Guten Morgen allerseits! Du meine Güte, welch ein Aufruhr! :-D
Die Konsequenz nannte ich doch. Es braucht eine globale Strategie, auch im Protest. Für das eine sind die Regierungen dieser Welt zuständig, für das andere die Protestbewegungen. Und selbstverständlich geht es nicht nur um Verzicht, sondern auch um den effizienten Einsatz von Energien, also um Innovationen.
Und noch einmal, es bringt doch nichts, wenn wir hier symbolisch die letzte Braunkohleschaufel verbrennen, Kohle aber in vielen anderen Ländern der Welt der wichtigste Energieträger ist und der Einsatz noch ausgebaut wird. Kann sich jemand vorstellen, dass die Klimabewegung in Deutschland zusammenfällt, sobald die fossilen Energieträger Geschichte sind? Doch eher nicht. Das kann ja nur der Anfang der Mission sein und nicht ihr Ende. Ich denke nur, dass es wichtig ist, die Protestbewegungen auch global zu organisieren.
Gelingt das nicht so, wie man es gerne hätte und bleiben die Anstrengungen von großen und wichtigen Nationen in puncto Klimaschutz gering oder werden gar nicht erst angegangen, dann muss man auch das akzeptieren. Nicht in jedem Land definiert sich eine „Letzte Generation“, deren größte Sorge die unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe ist. Dort sind andere Sorgen und Probleme dann drängender.
Das mag dann hier ein Gefühl der Ohnmacht auslösen — klingt ja auch in dem einen oder anderen Post durch — und dieses Gefühl könnt ihr auch gerne an mich adressieren. Das kann ich schon aushalten. Es ist aber trotzdem so, dass euer Furor daran nichts ändert.
Letztlich muss sich auch jeder selbst überlegen, wie viel er selbst an der Einsparung an CO2-Emissionen beitragen kann und möchte. Auch da muss man sich ehrlich machen und jeden Posten auf der eigenen Rechnung überprüfen: Wohnung, individuelle Mobilität, Urlaub, Konsum usw. Ist das alles bereits optimiert oder ist man einfach zu bequem, da effektiv ranzugehen, weil sie in der Konsequenz bedeuten, dass sich die Lebenssituation grundlegend ändert und man diesen Kompromiss halt nicht eingehen möchte. Das ist ok, dann muss es aber auch für alle anderen ok sein. |
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fuzzmyass
Postings: 20526
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13.01.2023 - 09:24 Uhr
"Der Ansicht, dass Kritiker von Missständen gleich die Lösung mitliefern müssen, ist in seinem Kern autoritär."
Okay, hier habt ihr Recht - Punkt für euch. Aber es ist dennoch nicht der Kapitalismus, der ausbeutet und zerstört, sondern in erster Linie der Mensch bzw. Menschen. |
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Nummer Neun
Postings: 1020
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13.01.2023 - 09:27 Uhr
"Dies alles wird durch die Propaganda einer Geldelite, zu der 99 % der Weltbevölkerung nie gehören werden, verschleiert"
Verschwörungstheoretiker sind stolz auf dich, Nörtz! |
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Klaus
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13.01.2023 - 09:39 Uhr
"Gelingt das nicht so, wie man es gerne hätte und bleiben die Anstrengungen von großen und wichtigen Nationen in puncto Klimaschutz gering oder werden gar nicht erst angegangen,"
So wie Deutschland. In dem 7 der 10 größten Kohlekraftwerke Europas stehen. Unter den Top-30 waren übrigens auch 7 in GB. Die sind alle mittlerweile dicht.
Wo hier immer mit China argumentiert wird, passiert dies nur im schlechten - aber was ist, wenn man sich mal den rasanten Ausbau von Solar zum Vorbild nehmen würde? |
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Pivo
Postings: 1459
Registriert seit 29.05.2017
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13.01.2023 - 10:05 Uhr
Wenn uns spätestens Corona eines gelehrt hat, dann dass es zwar weltweit einheitliches Handeln erfordern würde um globale Probleme zu lösen, es aber niemals funktionieren wird. Einige Länder machen Lockdown, einige nicht, einige sind transparent oder verstecken die Zahlen im Keller, usw.
Was ich damit sagen will ist, dass die Menschheit den durch den Klimawandel erforderlichen globalen Plan leider niemals umsetzen wird. Solange es mindestens einen monetären oder machtpolitischen Profiteur eines Weltuntergangs gibt wird es die Menschheit selbst versemmeln und sich als erste Spezies selbst auslöschen. Durch Krieg oder Ignoranz wird die Zukunft, die wir nicht mehr erleben werden, zeigen. Jede neue Generation wird ein stückweit mehr damit konfrontiert sein, was die "Alten" falsch gemacht haben. Wann wir es endlich "überstanden" haben mit "dem Menschen" kann man nicht sagen, aber wir sind auf dem Weg in den Abgrund und das sollte inzwischen jeder merken. Aber trotzdem gibt es Kriege, Staaten denen das Klima am Hintern vorbei geht und Umweltschutz höchstens propagiert wird um die Klimabewegung nicht völlig zu radikalisieren, usw.
Was kann man also machen? Ich weiß es auch nicht und genau diese Ohnmacht ist frustrierend.
Was hat die Erde davon, dass ich meinen verf****** Müll trenne, wenn gleichzeitig die Kohle verbrannt wird? Was bringt der Welt mein Elektroauto, wenn meine alte Schrottkiste in Afrika munter weiter das CO2 rausblasen darf?
Es ist doch einfach nur alles verlogen und traurig.... |
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Klaus
Postings: 12301
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13.01.2023 - 10:06 Uhr
Spülte mir gerade meine Timeline rein, selbst noch nicht gesehen, aber passt ja zum Thema:
https://www.ardmediathek.de/video/panorama/das-klima-und-die-reichen-oder-doku/das-erste
""Dies alles wird durch die Propaganda einer Geldelite, zu der 99 % der Weltbevölkerung nie gehören werden, verschleiert"
Verschwörungstheoretiker sind stolz auf dich, Nörtz!"
Stimme zu, der Satz ist mehr als unglücklich formuliert. |
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AliBlaBla
Postings: 10422
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13.01.2023 - 10:55 Uhr
nörtz+1
Prima Zusmmenfassung (siehe oben), alles andere ist Blabla und Wischiwaschi.
Philosophinnen und Wirtschaftsexperten haben es auch schon gefordert, unsere Handelsmaxime und also auch Gesetze müssten so geschaltet werden, das die Frage, ob etwas dem Klimawandel nützt, an allererster Stelle kommt, und nicht BESITZ (nur darum geht es in NRW) oder alte Abkommen.
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Grizzly Adams
Postings: 6431
Registriert seit 22.08.2019
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13.01.2023 - 10:59 Uhr
@Klaus:"Wo hier immer mit China argumentiert wird, passiert dies nur im schlechten - aber was ist, wenn man sich mal den rasanten Ausbau von Solar zum Vorbild nehmen würde?"
Gar kein schlechtes Beispiel, weil es doch auch die Komplexität des Themas zeigt. Wir hatten in Deutschland auch einige Hersteller von Solarmodulen. Irgendwann fiel die Förderung weg, China kam auf den Markt und die Herstellung in Deutschland wurde unwirtschaftlich. Heute ist China mW der weltweit größte Produzent und man kauft größtenteils dort. Nun ist ja nicht auszuschließen, dass der Energieeinsatz zur Produktion dieser Paneele mithilfe von massivem fossilen Energieeinsatz erst möglich ist. Das ist sogar mehr als wahrscheinlich. Der Solar-Ausbau in China und anderswo auf der Welt die Emissionen von CO2 also erst befeuert, statt ihn zu minimieren.
Wird hierzulande vom Großteil der Bevölkerung wahrscheinlich (noch) ignoriert. Für Klimaschützer ist das ein No-Go. Sollte es zumindest sein.
Ich denke, günstige Energie wird es nicht mehr für die Allgemeinheit geben. Man muss also einen Weg finden, die Grundversorgung an Energie für alle sicherzustellen, ohne sie komplett zu subventionieren. Dann würde der Anreiz fehlen, sie effektiv einzusetzen und zu sparen. Folge: Jeder muss sehen, was er sich noch leisten kann, auch wirtschaftlich. Da muss man dann an der einen oder anderen Stelle Abstriche machen.
Für einige User hier könnte das zum Beispiel bedeuten, dass man pro Jahr nicht mehr 50 Konzerte besucht, sondern nur noch 10, weil die Ticketpreise an den Energieeinsatz und von den Veranstaltern an die Betriebskosten angepasst werden. Dann sind die günstigsten Tickets eben nicht mehr für knapp 20 Euro zu haben, sondern für das Doppelte oder Dreifache. Die wenigsten von uns werden das zur Verfügung haben, um weiterhin die gleiche Anzahl von Konzerten besuchen zu können wie noch in den letzten Jahren.
Kann auch alles ganz anders kommen, ist nur meine bescheidene Meinung, wenn man es mit der Energiewende ernst meint. |
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Klaus
Postings: 12301
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13.01.2023 - 11:11 Uhr
Hast du für all diese Vermutungen oder sagen wir mal "ist nicht auszuschließen", die einige Sätze später für dich schon Gewissheiten sind, eigentlich irgendwelche Quellen, oder ist das so ins blaue hinein geplaudert?
Ansonsten weiß ich, dass es hier User gibt, die beruflich mit diesem Thema zu tun haben, vielleicht mögen die hier mal was zu sagen. |
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dreckskerl
Postings: 11650
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13.01.2023 - 11:45 Uhr
Die Solartechnologiestory ist einer der traurigsten der letzten 20 Jahre.
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Hier stand Ihre Werbung
Postings: 2282
Registriert seit 25.09.2014
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13.01.2023 - 12:02 Uhr
'Nun ist ja nicht auszuschließen, dass der Energieeinsatz zur Produktion dieser Paneele mithilfe von massivem fossilen Energieeinsatz erst möglich ist. Das ist sogar mehr als wahrscheinlich. Der Solar-Ausbau in China und anderswo auf der Welt die Emissionen von CO2 also erst befeuert, statt ihn zu minimieren.'
Ohne Solar bleibt auch in 30 Jahren nur die fossile Energie. Mehr Solar ermöglicht auch die regenerative Herstellung neuer Solaranlagen. Gilt für alle regenerativen Quellen.
Weniger Konsum ist definitiv ein Ansatz und wichtiger (Teil-)Aspekt des Klimaschutzes, aber alleine für die Bewältigung der aktuell schon sichtbaren Folgen braucht man Energie, z.B. für Klimaanlagen, und lokal wird man natürlich IMMER Energie verbrauchen. Wenn die weiterhin aus Öl und Gas kommt, können wir das auch bei drastischer Reduktion des Konsums nicht durch ein bisschen aufforsten und Moore vernässen ausgleicehn. Dann sind auch keine 10 Konzerte (für Geld) mehr im Jahr drin, weil kein Künstler mehr davon leben kann. Oder, mit etwas Pech, ist die Stadt an der Küste (oder an der Donau, Elbe, Ahr, ..) schon dreimal abgesoffen. |
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ichreitepferd
Postings: 1135
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13.01.2023 - 12:44 Uhr
Grizzly hör langsam auf! Die Energie, die aufgebracht wird zur Herstellung von PV-Anlagen, ist nach 2 Jahren Nutzung wieder reingeholt.
Fraunhofer ISE: Energetische Amortisationszeit für Photovoltaik-Dachanlagen liegt weltweit zwischen 0,44 und 1,42 Jahren. |
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Grizzly Adams
Postings: 6431
Registriert seit 22.08.2019
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13.01.2023 - 12:49 Uhr
Nein, ich kann definitiv nicht sagen, mit welchen Energien China seine Solar-Paneele herstellt. Ob man das transparent für die Weltöffentlichkeit erfahren kann? Möglich, liegt aber nicht unbedingt in der chinesischen Staatsräson, das offenzulegen. ;-)
Nur, dass die Industrie natürlich massiv subventioniert wurde. Das kann ja jeder über eine einfache Google-Abfrage überall nachlesen. Und vor welche Probleme China dort eben auch steht, wenn es um die Nutzung geht. Die staatliche Lenkung ist da natürlich Standard, sie scheint nicht so effektiv wie sie sein könnte bei der Menge an Energie (Strom), der dort produziert wird. |
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Grizzly Adams
Postings: 6431
Registriert seit 22.08.2019
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13.01.2023 - 12:59 Uhr
"Grizzly hör langsam auf! Die Energie, die aufgebracht wird zur Herstellung von PV-Anlagen, ist nach 2 Jahren Nutzung wieder reingeholt."
na das ist doch super. Problem gelöst für alle, die diese Investition wagen wollen (und können) und die den selbst produzierten Strom auch nutzen dürfen. Dummerweise fehlt, zumindest hier im Norden, ein halbes Jahr lang die Sonne, um den Bedarf vollständig zu decken. Das ist ja alles nicht so neu. Es fehlt eben am Speicher, den jedes Gebäude haben müsste, um die produzierte Energie an sonnenreichen Tagen zu speichern und dann im Winter abrufen zu können. Wird sicher eines Tages da sein. Muss ja da sein, sonst wird die Energiewende hin zu regenerativen Quellen ja nicht gelingen. Das muss halt alles irgendwie bezahlt werden können. Für mich schwierig zu sagen, ob das letztlich jeder kann.
Im Moment höre ich da von allen Seiten lediglich ideologisch und moralisch motivierte Aussagen und Gutachter, die sich widersprechen je nachdem, welche Gruppe/Partei sie beauftragt hat. Ist für mich nicht greifbar. Außer, dass es teurer wird als bisher. ;-) |
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Immermusik
Postings: 1817
Registriert seit 04.11.2021
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14.01.2023 - 10:23 Uhr
Das reichste Prozent der Welt verursacht mehr Treibhausgase als die ärmeren 50 Prozent der Menschheit.
https://www.ardmediathek.de/video/panorama/das-klima-und-die-reichen-oder-doku/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS9iMjNlMTMzYS02YzZlLTRmMzEtYTI0ZS1hMmUyOTZkMjI2ZmM?xtor=CS1-231 |
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fuzzmyass
Postings: 20526
Registriert seit 21.08.2019
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14.01.2023 - 12:13 Uhr
Passend zur hiesigen Debatte:
"Der Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif ist der Meinung, dass die öffentliche Debatte rund um die Räumung des Braunkohledorfs Lützerath »derzeit ohne großen wissenschaftlichen Hintergrund« abläuft. Für das Weltklima sei die Verbrennung der Kohle unter Lützerath »völlig irrelevant«, sagte Latif der »Rheinischen Post« , die ihn in einem Interview auf den Begriff »Klimaverbrechen« ansprach, den Aktivisten im Zusammenhang mit Lützerath verwenden.
Ein Verzicht auf den geplanten Kohleabbau würde »uns« auf dem Weg zum 1,5-Grad-Ziel beim Thema Erderwärmung »keinen Schritt näherbringen«, sagte Latif der Zeitung. »Das können nur alle Länder zusammen. Die Plakate der Demonstranten sind da irreführend.«"
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/luetzerath-klimaforscher-latif-kritisiert-debatte-ueber-braunkohle-a-d328f9c2-3a83-400f-b32b-af80aa3ce43e |
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Saschek
Postings: 836
Registriert seit 23.07.2018
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14.01.2023 - 13:52 Uhr
Hier in Berlin sind die Grünen durch Frau Jarasch leider nur mit großen Schmerzen wählbar. Eigentlich überhaupt nicht. Bei der anstehenden Wahl für den Senat geht es ja nicht nur um ökologische Konzepte (die wir alle dringend brauchen - die aber nicht unbedingt von den Grünen kommen müssen) sondern auch darum, eine Stadt, in der quasi nichts so funktioniert wie es soll, wieder einigermaßen auf Vordermann zu bringen. Diese Aufgabe kann man guten Gewissens weder Frau Giffey noch Frau Jarasch anvertrauen.. Beide sind in meinen Augen einfach nur albern und nicht vertretbar. Polit-Clowns par excellence. Leider kann man aber auch nicht die CDU und erst recht nicht die FDP wählen. Von der AFD und den Linken ganz zu schweigen. Am Ende wird man an der Wahlurne im Februar rein taktisch entscheiden müssen. Begeisterung lässt bei mir aktuell niemand aufkommen. Im Gegenteil. Hier in Berlin ist man, was Regierung und Verwaltung angeht, nur noch 24/7 genervt. Wenn ich als Selbstständiger so arbeiten würde, wie die Politiker:innen und Beamt:innen hier, hätte ich schon längst jeden einzelnen Kunden verloren. Siehe vergeigte Wahl 2021, Baustellensituation, Erreichbarkeit der Ämter, Nahverkehr, Familienpolitik, Wohnpolitik usw. usf. ... |
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fuzzmyass
Postings: 20526
Registriert seit 21.08.2019
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14.01.2023 - 14:21 Uhr
"Wenn ich als Selbstständiger so arbeiten würde, wie die Politiker:innen und Beamt:innen hier, hätte ich schon längst jeden einzelnen Kunden verloren. "
Das gilt leider für einen Großteil, nicht nur in Berlin |
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nörtz
User und News-Scout
Postings: 17097
Registriert seit 13.06.2013
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14.01.2023 - 14:30 Uhr
Auch noch aus dem Artikel da:
Der Widerstand von Klimaaktivisten in dem zu Erkelenz gehörenden Ort am Rande des rheinischen Braunkohlereviers sei aber nicht unsinnig, so Latif. Deutschland habe eine historische Verantwortung, da das Land bei der für die laufende Erwärmung ursächlichen Emission von Kohlendioxid in der Vergangenheit weltweit auf Platz fünf liege. »Zudem führen wir einen verschwenderischen Lebensstil. Deutschland hat also die Pflicht, beim Klimaschutz voranzugehen.« |
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Primordial
Postings: 91
Registriert seit 26.04.2018
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25.09.2024 - 10:56 Uhr
Die fetten Jahre sind vorbei. |
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AliBlaBla
Postings: 10422
Registriert seit 28.06.2020
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25.09.2024 - 10:59 Uhr
Man kann die Grünen wählen, aber man kriegt so schwarz/grün dann, also ich finde, das steht ihnen nicht..
So richtig GRÜN wie früher grünt es halt nimmer... |
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dreckskerl
Postings: 11650
Registriert seit 09.12.2014
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25.09.2024 - 17:33 Uhr
Vor 4 Jahrem. war schwarz-grün wesentlich wahrscheinlicher. |
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dreckskerl
Postings: 11650
Registriert seit 09.12.2014
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25.09.2024 - 18:59 Uhr
Vorstand zurückgetreten! |
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Kontermutter
Plattentests.de-Mitarbeiter (Gerrit Phil Abel)
Postings: 640
Registriert seit 04.03.2023
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25.09.2024 - 19:07 Uhr
Meine Güte. Parteien, in denen Vorstände freiwillig zurücktreten, wenn es schlecht läuft.
Das hat ja Spuren von Anstand. |
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Huhnmeister
Postings: 4208
Registriert seit 22.08.2022
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25.09.2024 - 20:30 Uhr
Bei den Grünen halt das Hauptproblem, dass sie so ziemlich null Humor haben. Und ohne Humor kann Politik dauerhaft nicht funktionieren. |
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andygoestohollywood
Postings: 609
Registriert seit 27.11.2023
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25.09.2024 - 20:41 Uhr
Macht das Sinn, dass sie nach den Landtagswahlen im Osten zurücktreten? Dass Grün oder sonstwer...da keine Chancen gegen Blau hat, ist klar. |
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fuzzmyass
Postings: 20526
Registriert seit 21.08.2019
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25.09.2024 - 21:41 Uhr
Macht überhaupt keinen Sinn... erstens war dort Grün eh schon zuvor nicht ultimativ populär, zweitens haben Thüringen und Sachsen zusammen 6,1 Mio Einwohner, Brandenburg 2 komma irgendwas... diesen Landeswahlen wird insgesamt viel zu viel Bedeutung in Hinblick auf die Bundesebene beigemessen und das ist nun mal Quatsch... alleine Bayern oder BaWü haben fast doppelt so viele Einwohner |
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dreckskerl
Postings: 11650
Registriert seit 09.12.2014
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25.09.2024 - 22:59 Uhr
Was die beiden tatsächlich jetzt zu diesem Rücktritt veranlasst, weiß man nicht.
Nachvollziehen kann ich das schon.
Es sind ja nicht "nur" die drei Wahlen im Osten, zuvor Europawahl und gefühlt von 2/3 der Bevölkerung als regierungsunfähig gesehen zu werden, man kan dvon ausgehen dass Hasskommentare Beleidigungen und schlimmeres, sich bei beiden sicher täglich anhäufen.
Bezüglich einer Überbewertung der Wahlen, angesichts des eher geringen Anteils an der gesamten Bevölkerung, sehe ich eher in dem geradezu manischen Verhalten der Ampel und der Union bezüglich der Asylfrage.
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ijb
Postings: 7701
Registriert seit 30.12.2018
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25.09.2024 - 23:07 Uhr
Da stimme ich Herrn Dreckskerl vollumfänglich zu. |
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Bonzo
Postings: 3736
Registriert seit 13.06.2013
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26.09.2024 - 08:37 Uhr
Grüne-Jugend-Vorstand ist auch eine geheime CDU-Operation. |
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slowmo
Postings: 1534
Registriert seit 15.06.2013
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26.09.2024 - 11:59 Uhr
Da stimme ich auch Dreckskerl zu.
Wobei ich eine ehrliche und zielgerichtete Reform zu Themen wie Zuwanderung oder Asyl schon begrüßenswert fände.
Leider wird das ja immer von beiden Seiten so moralisch aufgeblasen à la Identität und Orbanstyle gegen Menschenwürde und Super-Woke-Bubble.
Knaus fand ich immer da noch am nähsten an der Realität.
Und am Ende werden irgendwelche Grenzkontrollen, die eh eher nichts bringen, eingeführt, um irgendwie die Massen zu besänftigen, was ebenso nichts bringt.
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dreckskerl
Postings: 11650
Registriert seit 09.12.2014
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26.09.2024 - 12:30 Uhr
@Bonzo---CDU, wahrscheinlich wieder ein Witz.
@slowmo
ebenso Zustimmung.
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Bonzo
Postings: 3736
Registriert seit 13.06.2013
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26.09.2024 - 13:02 Uhr
@dreckskerl
In der ursprünglichen Meldung stand, dass der nun ehemalige Grüne-Jugend-Vorstand eine neue Partei gründen möchte.
Was die Parteienlandschaft auf jeden Fall benötigt, ist eine weitere "linke" Partei, die bei Wahlen ungefähr 3 - 4,5 Prozent holt.
Jetzt soll es eine "neue Bewegung" werden. Als ob es da nicht schon genügend Auswahl mit Überschneidung von 95%.
Sieht für mich nach nem Ego-Move aus der vor allem Team Merz hilft. |
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dreckskerl
Postings: 11650
Registriert seit 09.12.2014
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26.09.2024 - 13:15 Uhr
@Bonzo
Ah, das sähe ich sogar ähnlich.
Um mir dazu eine Meinung zu bilden, brauch ich erst noch mehr Input. |
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Hierkannmanparken
Postings: 2687
Registriert seit 22.10.2021
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26.09.2024 - 13:21 Uhr
Hat diesen "128 kBit/s"-Sound, den ich so mag |
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Hierkannmanparken
Postings: 2687
Registriert seit 22.10.2021
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26.09.2024 - 13:22 Uhr
Sorry, falscher Thread.
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Klaus
Postings: 12301
Registriert seit 22.08.2019
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26.09.2024 - 13:32 Uhr
https://zeitfuerwasneues2024.de/
Bin ja eigentlich wenig Fan von so unspezifischer Klassenkampfrhetorik. Wenn man sich aber anschaut, wie ausgrechnet die unsägliche Künast reagiert, dann haben die einige offene Punkte getroffen.
Die von der SPD in den letzten Wochen befeuerte und den rechten jeder Art in die spielende Politik der letzten Wochen haben in der Tat zu wenig Gegenstimmen bekommen, da hätte mal jemand bei der Ampel bremsen können. |
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Rhyton
Postings: 1283
Registriert seit 26.09.2024
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26.09.2024 - 17:56 Uhr
"Svenja, Katharina, Jonathan, Jannika, Magdalena, Nicolas, Julia, Pia, Heinrich, Charlotte, Sarah Lee und Klara"
Hahahahaha, so entlarvend. Der Text liest sich teilweise wie AfD. Und die Grünen noch weiter zu spalten hilft jetzt wie genau?
Solange da keine Mohammmeds, Ezels und Azras dabei sind können die ihre Jugendbewegung gleich beerdigen. |
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fuzzmyass
Postings: 20526
Registriert seit 21.08.2019
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26.09.2024 - 18:26 Uhr
Puh, das Zeug auf https://zeitfuerwasneues2024.de/ ist schon sehr schräg... ich denke die Welt hat genau auf diese Gruppe gewartet, damit alles geändert werden kann...
Lasst uns einfach alle Parteien aufspalten, dann haben wir irgendwann 30% AfD, 15% BSW und je 3-7% für alle anderen |
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Klaus
Postings: 12301
Registriert seit 22.08.2019
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26.09.2024 - 18:36 Uhr
Ja gut, aber du ignorierst, dass es das bei den rechtspopulisten auch schon gibt. So 3-5 andere rechte kleinstparteien. |
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fuzzmyass
Postings: 20526
Registriert seit 21.08.2019
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26.09.2024 - 18:42 Uhr
Stimmt auch wieder... sagen wir mal so: "The past made no sense, the future looks tense" (Mudhoney, I'm Now) |
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Mann 50 Wampe
Postings: 4645
Registriert seit 28.08.2019
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26.09.2024 - 18:57 Uhr
So eine "neue" junge grüne Partei abseits "der Grünen" gibt es doch mit VOLT schon länger und auch gar nicht so unerfolgreich. Also warum nicht einfach da mitmachen, statt es mit einer Neugründung einer Kleinstpartei zu versuchen, auf die keiner gewartet hat. |
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fuzzmyass
Postings: 20526
Registriert seit 21.08.2019
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26.09.2024 - 18:59 Uhr
Vor allem die Argumente und das "Programm"... sowas gab's ja bisher echt noch nie... *irony |
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Watchful_Eye
User
Postings: 3098
Registriert seit 13.06.2013
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26.09.2024 - 19:18 Uhr
Also - die Leute, die dort ausgetreten sind, sind sicherlich nicht das "Volt"-Klientel.
Volt ist zwar "woke", aber nicht im klassischen Sinne links oder gar "systemkritisch". Im Prinzip sind sie das, was man in den USA als "liberals" bezeichnet. Aber "leftists" sind sie eben nicht.
Die Leute, die dort die Grüne Jugend verlassen haben, hätten vielleicht bei der Linkspartei oder gar bei der Kleinpartei "Die Urbane" ihren Platz finden könnten.
So kann das jedenfalls nichts werden, und ich bin auch ganz froh darüber. |
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Vennart
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26.09.2024 - 19:59 Uhr
Ich finde, dieses zeitfuerwasneues2024 liest sich von der Idee her vielversprechend. Klar, sich immer weiter aufzusplittern ist wahrscheinlich nicht so toll.
Und wirklich „Neu“ ist das nicht, muss es aber auch nicht sein und ob die sich etablieren können, wage ich zu bezweifeln aber endlich mal wieder eine Ökopartei in der Öffentlichkeit mit klarem Profil mit etwas Mut zum Populismus und Schwurbel, die auch Leute mit weniger Geld berücksichtigt, das fände ich gar nicht verkehrt.
Ähnlichkeiten zu VOLT sehe ich Stand jetzt hier auch nur bedingt.
Die Grünen sind doch inzwischen überspitzt ausgedrückt auch die FDP für Leute, die jetzt ein bisschen moralischen Kompass demonstrieren wollen und den SUV dann auch mal im Keller der Tiefgarage stehen lassen und mit dem Fahrrad zum Bio-Metzger fahren, weil das “Tierwohl bei der Bio-Schlachtung ja sehr im Vordergrund steht!“ aber den Status haben sie am liebsten auch schön quo.
Wobei das mal wieder nur meine eigene Wahrnehmung und Empfindung ist :) |