[Serie] Sons of Anarchy

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bazilicious

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22.02.2015 - 13:22 Uhr
Es dauert zu beginn 5-6 folgen bis die serie ihren roten faden findet, dann wirds grandios... die ersten 5 staffeln sind klasse, wobei staffel 2 sehr überragt... staffeln 6 und 7 sind "nur" solide, haben aber auch klasse momente zu bieten, die an alte Glanztaten heranreichen...

Obrac

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22.02.2015 - 13:41 Uhr
Eine Serie, die zwischen nervig und gut pendelt. Viele saudumme Charaktere, aber spannend wars dann doch immer wieder. Letztlich sehenswert. Das Ende spiegelt die fragwürdige Grundaussage der Serie wider.

MopedTobias

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03.04.2016 - 12:55 Uhr
Bin mittlerweile auch durch. Hab am Anfang von "Sopranos light" gesprochen und bleibe bei dieser Einschätzung. Das hier kann zwar nicht mit den ganz großen HBO-Giganten mithalten, aber Charakterzeichnung, Dialoge und allgemeines Scriptwriting sind definitiv auf einem enorm hohen Niveau, das bis zum Ende durchgehalten wird. Manchmal machen sie es sich ein bisschen zu leicht und manchmal wird auch etwas zu dick aufgetragen, aber emotional stimmts eigentlich immer und man kann der Serie am Ende des Tages eigentlich kaum etwas vorwerfen.

Zu Beginn dominiert noch dieses "familiäre Gangster"-Feeling, das die Sopranos auch schon ausgezeichnet hat, mit der Zeit wird es zunehmend düsterer und kaputter und die sich immer weiter entfaltenden Gangbeziehungen nähern sich schon fast an The Wire an, ohne natürlich dessen Komplexität zu erreichen. Qualitativ schwanken die Staffeln nicht groß, die vierte war jedoch aus meiner Sicht die stärkste, während ich bei der dritten etwas enttäuscht war, dass sie aus der Irland-Thematik zu wenig gemacht haben.

8,5/10

The MACHINA of God

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10.04.2016 - 14:44 Uhr
Hmm. KLingt gut. Vielleicht geb ich ihm doch nochmal ne Chance.

Lichtgestalt

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10.04.2016 - 23:42 Uhr
Hmm. KLingt gut. Vielleicht geb ich ihm doch nochmal ne Chance.


Aber Vorsicht, dass du dich bei der flotten Inszenierung nicht wieder ständig wunderst, was da für Leute durchs Bild wandern. :D

SCNR

Lichtgestalt

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10.04.2016 - 23:46 Uhr
Dialoge und allgemeines Scriptwriting sind definitiv auf einem enorm hohen Niveau,

Naja, ob solche Superlative sein müssen.
Die Dialoge triefen oft nur vor Pathos, bedeutungsschwangerem Gepose und hohlen Phrasen.

Obrac

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11.04.2016 - 07:44 Uhr
Die Dialoge triefen oft nur vor Pathos, bedeutungsschwangerem Gepose und hohlen Phrasen.

Richtig. Habe die serie bis zum Ende gesehen und mich auch immer gut unterhalten gefühlt. Wirklich hohes Niveau fand ich da aber nicht. Die Charaktere waren größtenteils extrem verblödet. Und die Botschaft, die die Serie bis zum letzten Moment transportierte, fand ich sehr fragwürdig.

MopedTobias

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11.04.2016 - 11:20 Uhr
Wusste gar nicht, dass "enorm hoch" ein Superlativ ist :p

Natürlich ist da auch viel Pathos bei, aber ich fand die Dialoge durchgängig stark, weil sie eben glaubhaft waren. Ich hab jedem Charakter sein Gesagtes abgenommen, dass z.B. aus Jax' Mund viel "bedeutungsschwangeres Gepose" kommt, liegt schlicht daran, dass das Teil seiner Persönlichkeit ist.

@Obrac: Welche Botschaft meinst du?

Obrac

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11.04.2016 - 12:05 Uhr
Vor allem die Glorifizierung einer Lebenseinstellung (Freiheit, Männlichkeit, Freundschaft), indem man die Geschichte einer mordenden, folternden, waffenhandelnden, terroristischen Motorradgang erzählt. Hier wurden als Vergleich die Sopranos genannt. Den Sopranos gelingt eben genau das, was SoA nicht schaffen: Distanz zum Zuschauer aufzubauen und den soziapathischen Charakter des organisierten Verbrechens näherzubringen. Dagegen ist der geile Jax halt einer der Guten und trickst die dummen anderen Verbrecher am laufenden Band aus.

MopedTobias

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11.04.2016 - 15:17 Uhr
Achtung Spoiler:

Ich weiß genau, was du meinst, und stellenweise stimmt das auch. Allerdings finde ich nicht unbedingt, dass der dargestellte Lebensstil groß glorifiziert wird. Man muss sich ja nur Jax' Schicksal anschauen, er hat den Großteil seiner Familie und Freunde verloren, sein Sohn ist psychisch stark angeschlagen und ihm bleibt am Ende nur noch der Freitod als einziger Ausweg. Besonders erstrebenswert finde ich seinen Lebensstil also nicht dargestellt. Man könnte höchstens anbringen, dass die Sons als Club das Ende überstehen und als "Gewinner" herausgehen, aber das Gefühl, dass die Serie eine mehr als fragwürdige Lebenseinstellung verharmlost, hatte ich trotzdem nicht. Die "Grauzeichnung" der Charaktere gelingt ebenfalls sehr gut; dass Jax zweifelsfrei einer der "Guten" sein soll, empfand ich auch nicht so. Dass den Sopranos das alles noch besser und differenzierter gelingt, steht natürlich außer Frage, eine Serie dieser Güteklasse ist SoA sicherlich nicht.

hubschrauberpilot

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16.05.2016 - 20:58 Uhr
Vor allem die Glorifizierung einer Lebenseinstellung (Freiheit, Männlichkeit, Freundschaft), indem man die Geschichte einer mordenden, folternden, waffenhandelnden, terroristischen Motorradgang erzählt. Hier wurden als Vergleich die Sopranos genannt. Den Sopranos gelingt eben genau das, was SoA nicht schaffen: Distanz zum Zuschauer aufzubauen und den soziapathischen Charakter des organisierten Verbrechens näherzubringen. Dagegen ist der geile Jax halt einer der Guten und trickst die dummen anderen Verbrecher am laufenden Band aus.

Völliger Quatsch. Wenn du wirklich eine moralische Instanz brauchst, die dir sagt was richtig und falsch ist, dann guck halt andere Serien. Aber selbst bei SoA gibt es mehr als genug Szenen die Distanz zum Zuschauer aufbauen. Jax selbst findet es alles andere als geil was er abzieht, er überlegt oft genug auszusteigen, ist aber nunmal so groß geworden.

Obrac

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16.05.2016 - 21:55 Uhr
Wenn du wirklich eine moralische Instanz brauchst, die dir sagt was richtig und falsch ist, dann guck halt andere Serien

Nö, brauche ich nicht, brauchte man auch bei den Sopranos nicht. Die Sopranos mussten aber auch nicht auf den Coolness-Faktor setzen, damit sie vom Zuschauer besonders geil gefunden werden konnten. Wenn man eine Serie macht, in der am laufenden Band gemordet und betrogen wird, dann sollte man den Hauptcharakter am Ende nicht auf seiner Prollharley in den Sonnenuntergang fahren lassen, sondern ihn als das enden lassen, was er ist: ein zerissener und kaputter Verbrecher, der so ziemlich alles falsch gemacht hat im Leben. Die Serie setzt aber andere Reizpunkte und so ist Jax ganz klar der Held, mit dem man mitfiebern soll und der natürlich immer schlauer ist als alle anderen.

Obrac

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16.05.2016 - 22:00 Uhr
Wie viele Szenen gabs alleine in der Serie, wo Samcro sich zu geiler Heavy-Metal-Mucke ne krasse Verfolgungsjagd mit natürlich unterlegenen Schwachköpfen geleistet hat? Welcher halbwegs intelligente Mensch verdreht da nicht die Augen im Kopf?

MopedTobias

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16.05.2016 - 23:37 Uhr
Bitte was? Jax ist tot am Ende, er hat fast alles an Familie und Freunden verloren, seine Söhne sind Waisen und mindestens einer davon ist psychisch stark angeschlagen. Man muss schon den IQ eines Bananenbrotes haben, um nach dem Schauen dieser Serie den dargestellten Lebensstil als erstrebenswert zu empfinden.
iguana
17.05.2016 - 02:35 Uhr
SPOILER ANFANG:




Ähem, Jax bringt sich am Ende einfach mal selbst um, weil er sich und seinen eingeschlagenen Weg nicht ertragen kann und sein Leben und seine Familie komplett vor die Hunde gegangen ist...



SPOILER ENDE


ja, toootaal glorifizierend, das hat Obrac echt messerscharf analysiert {ironie off}

Bei Sopranos gab es eben auch den Coolness Faktor, der einen zeitweise eben doch dazu verführt hat, auf Tony's Seite zu sein. Wird aber hier natürlich ignoriert, denn Sopranos ist ja die beste Serie ever und so und Biker sind ja Prolls, die darf man als Intellektueller nicht toll finden.

Obrac

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17.05.2016 - 07:49 Uhr
Ähem, Jax bringt sich am Ende einfach mal selbst um, weil er sich und seinen eingeschlagenen Weg nicht ertragen kann und sein Leben und seine Familie komplett vor die Hunde gegangen ist...

Nee, er bringt sich um, weil er nicht mehr aus der Situation rauskommt, in die er sich jahrelang reinmanövriert hat. Und natürlich ist das glorifizierend. Er stirbt als stoler Biker auf seiner Harley. Die allerletzte Szene, in der er die Augen zumacht und die Arme ausbreitet, sagt ja wohl alles.

Wie doof die Serie ist, sieht man z.B. auch an dem Charakter Tiggy. Auch ein kaltblütiger Mörder, der mal eben die Frau eines seiner "Brüder" erschießt. Im Rest der Serie gehts aber nur noch darum, wie lustig Tiggys sexuelle Neigungen sind. Das ist dann einfach nur noch ein Charakter, den der Zuschauer mögen soll, und kein soziopathischer Killer, der er eigentlich ist.

SOA war in erster Linie ne simple Actionserie, die mit moralischen Zwiespälten spielen wollte, damit aber nicht wirklich umgehen konnte, weil sie es sich nicht leisten wollte, die nötige Distanz zum Zuschauer aufzubhauen.
Ibrac
17.05.2016 - 08:35 Uhr
*blubb*

MopedTobias

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17.05.2016 - 11:12 Uhr
Tiggy hat Opes Frau ausversehen umgebracht, "soziopathischer Killer, den die Zuschauer mögen sollen" trifft so auch ziemlich genau auf einen Pauli Walnuts zum Beispiel zu und ich sehe keinen nennenswerten Unterschied in der Darstellung der Charaktere. Keine Ahnung, ob wir dieselbe Serie gesehen haben, aber SoA baut ganz sicher auch Distanz auf und arbeitet gut mit moralischen Zwiespälten, natürlich alles nicht so differenziert und tiefgehend wir bei den Sopranos, aber ne simple Actionserie ist das wirklich nicht, sorry.

Obrac

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17.05.2016 - 11:28 Uhr
Stimmt, Tiggy wollte ja seinen Kumpel Opie erschießen. Na, Schwamm drüber ;)

Und Paulie war ja wohl von vorne bis hinten ein Komplettarschloch. Wer hat denn den wirklich gemocht?

Die Differenzierung hat Sutter in "The Shield" weitaus besser hinbekommen.

MopedTobias

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17.05.2016 - 16:10 Uhr
Dann nimm von mir aus Silvio oder so, ändert nichts. Beide Serien zeigen Kriminelle mit menschlichen Eigenschaften, keine der beiden Serien glorifiziert irgendwas.

Obrac

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17.05.2016 - 17:54 Uhr
Frauenschläger Silvio? ;) Also, sorry, ich fand bei den Sopranos keinen sonderlich sympathisch. Vielleicht am allerehesten noch Tony.

Bei SOA gehts in erster Linie darum, dass der Zuschauer mit den Sons mitfiebern soll. Das ganze Gemorde und die Skrupellosigkeit sollte doch am ehesten noch cool rüberkommen. Echte Männer eben.
Aber ist halt nur meine Meinung. Muss man ja nicht so verstehen.

MopedTobias

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17.05.2016 - 18:16 Uhr
Ja klar, wir sehen die Serie offenbar einfach anders. Versteh nur nicht ganz, was an "Mitfiebern" ein Kritikpunkt sein soll, es ist im Gegenteil doch ein Zeichen dafür, dass es die Serie schafft, eine emotionale Bindung zu ihren Charakteren zu ermöglichen. Die auf "cool" getrimmten Inszenierungen sind aus meiner Sicht genau das - Inszenierungen, die aus cineastischer Sicht einfach unterhalten sollen, aber das Gezeigte sicher nicht auf irgendeine höhere moralische Ebene hieven.

hubschrauberpilot

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17.05.2016 - 23:16 Uhr
Bitte was? Jax ist tot am Ende, er hat fast alles an Familie und Freunden verloren, seine Söhne sind Waisen und mindestens einer davon ist psychisch stark angeschlagen. Man muss schon den IQ eines Bananenbrotes haben, um nach dem Schauen dieser Serie den dargestellten Lebensstil als erstrebenswert zu empfinden.

Danke.
Editor
06.03.2018 - 14:20 Uhr
Habe gestern damit begonnen. Die ersten 2 Folgen gefielen mir richtig gut.
Mich schrecken nur 7 Staffeln und ca 90 Folgen ab. :D

Verliert die Serie nach hinten raus wohl an Drive, oder?
Ab welcher Staffel kann man es sich schenken?
@Editor
06.03.2018 - 15:07 Uhr
Was ist das denn für ne Einstellung! ? Nein sie verliert nicht groß an "Drive" finde ich. Und man sollte sie definitiv zu Ende sehen.
@Editor
06.03.2018 - 15:36 Uhr
wenn du mit so ner einstellung an serien gehst, dann lass es am besten. es gibt auch miniserien, vllt eher was für dich
@Editor
06.03.2018 - 15:47 Uhr
Oder schau lieber sowas wie Two and a half men. Das dürfte was für dich sein!

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

06.03.2018 - 16:37 Uhr
6 und 7 sind etwas schwächer, aber wenn du sie bis dahin geschaut hast, würd ich auch nicht mehr aufhören. Gemessen am Zeitaufwand gibt es sicher bessere Serien, aber viel falsch machst du hier nicht.
Editor
07.03.2018 - 07:57 Uhr
Tatsächlich schau ich gerne Mini-Serien. (Zuletzt The Fall oder Happy Valley)


Liegt einfach daran, dass ich nicht die Zeit habe an einem Tag eine Staffel zu schauen.
Darum schrecken mich soviele Folgen tatsächlich ab, eben weil ich immer alles fertig schauen muss...
Ich bin bei vielen Serien einfach zu spät dran.

Gestern hab ich aber Folge 2 und teilweise 3 geschafft.

Gefällt mir. Ich bleib dran.

(Ansonsten hätte ich mit The Wire angefangen)
Ratgeber
07.03.2018 - 08:00 Uhr
the wire musst du unbedingt in angriff nehmen.
Editor
07.03.2018 - 08:06 Uhr
Ich bin geistig behindert.

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

07.03.2018 - 11:23 Uhr
Also wenn du dir die Wahl zwischen The Wire und SoA stellst, würde ich doch ganz klar zu ersterem raten :)
Editor
13.03.2018 - 07:56 Uhr
Die erste Staffel habe ich nun durch, sowie die ersten 2 Folgen von Staffel 2.

Das Ende von Staffel 1 mit Opie's Familie hatte es für mich in sich.

Das mit der Neonazi Partei wird sicher explosiv.
Editor
03.04.2018 - 15:48 Uhr
Staffel 1 8/10
Staffel 2 9/10
Staffel 3 8/10
Staffel 4 9/10

Ich kann nicht aufhören!

hubschrauberpilot

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03.04.2018 - 23:33 Uhr
Jaaaa, gib dir die volle Dröhnung. ;)
Editor
19.04.2018 - 08:26 Uhr
Heute schaff ich die letzte Folge von Staffel 6.
Die Serie hält für mich ihr unglaubliches gutes Niveau.
Natürlich mit ups and downs.
Gemma ging mir immer mehr auf den Sack. Clay tat mir zum Schluss schon fast wieder Leid, trotz seiner Taten.

Chips und Tig sind bis jetzt die Besten. :)
Ope...sehr traurig. ;(

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