Nie wieder Loveparade

User Beitrag
Spock
25.07.2010 - 14:00 Uhr
Nach den Vorfällen in Duisburg bei den 19 Menschen bei Massenpaniken starben, wurde nun vom Veranstalter das "Aus" der Loveparade angekündigt.

Anmerkung:

In desem Thread geht es nicht um's Raver-Bashen. Bleibt Menschlich, bitte.
Butch
25.07.2010 - 14:04 Uhr
Ist ja auch insgesamt ziemlich flachwichserhaft und homofürstig, eine Veranstaltung, die fest mit der hedonistischen Zeit der 90er Jahre verbunden ist, zwanghaft zu versuchen, ins Jahr 2010 und in die Ruhrpott-Provinz zu bugsieren.

Ist so als ob man sagt: "Hier, Villingen-Schwenningen, hier habt ihr ein paar Batikshirts und ein paar Kilo Gras, feiert doch mal Woodstock!"
Homofürst, der
25.07.2010 - 14:10 Uhr
Sind die 00er Jahre nicht viel hedonistischer als die 90er?
Butch
25.07.2010 - 14:10 Uhr
Nein. Außerdem sind die auch vorbei.
Raven
25.07.2010 - 15:30 Uhr
Verstehe nicht, warum es nie wieder eine Loveparade geben soll. Weil jetzt einmal tragischerweise was passiert ist?! Es werden doch auch keine Konzerte oder Fußballspiele abgeschafft, wenn es dort zu Todesfällen kommt. Die Loveparade ist DIE Institution und das Jahreshighlight schlechthin für Raver und Technofans. Das ist als würde man Weihnachten oder Silvester absagen. :(
Dr. Notte
25.07.2010 - 19:56 Uhr
Dann wird es eben eine andere, ganz neue Parade geben. "The Pill Parade" o.ä.
Moonchild_27
25.07.2010 - 20:00 Uhr
Das Problem ist welche Stadt möchte jetzt noch so etwas austragen ist sicher eine große verantwortung. Denke das Konzept solch einer Millionen Veranstaltung sollte man die nächsten Jahre ruhen lassen.

Massenhasser
25.07.2010 - 20:04 Uhr
Denke das Konzept solch einer Millionen Veranstaltung sollte man die nächsten Jahre ruhen lassen.

Warum nicht für immer?
h0NKk0Nk
25.07.2010 - 20:18 Uhr
die massenpanik ist auch kein wunder, wenn speedfressendes mieses raverpack und lsd-schnupfer total zu durch die veranstaltung rennen und sich weder geistig noch körperlich unter kontrolle haben. dann dreht der dumme, hohle, zugefixte kopp ruckzuck kollektiv in der hitze durch.
so eine veranstaltung, die es ohne drogenmissbrauch niemals gegeben hätte, kann nur zum wohle der menschen verboten werden.

das hat nichts mehr mit feiern zu tun.
Hopfi
25.07.2010 - 20:27 Uhr
Der Veranstalter riecht, dass er sich ziemlich tief in die Tasche greifen lassen muss. Deswegen macht er gleich mal nicht weiter. Mir ist es egal - gefällt mir ohnehin nicht, aber schade ist es dennoch. Immerhin scheint es vielen zu gefallen (den angereisten Besuchern nach zu urteilen)
TicTacToe
25.07.2010 - 20:52 Uhr
@ h0NKk0Nk
Gratulation, 100 % Menschen verachtende Blödheit in einem Posting - schafft nicht jeder.
slowmo
25.07.2010 - 21:22 Uhr
kenne auch sehr viele nette menschen, die regelmäßig die loveparade besuchen. als ob da bloß nur diese oldschool raver wären.
finde aber auch das die loveparade eher ein relikt der 90er ist und daher ohnehin nicht mehr wirklich zeitgemäß. allerdings würde es keinen sinn ergeben, sie zu verbieten aber alle möglichen anderen veranstaltungen mit millionen von menschen weiterhin zu erlauben. die veranstalter und die stadt duisburg haben einfach das ganze projekt völlig undurchdacht geplant. 1. das gelände war nur für 400.000 menschen bestimmt, obwohl dort immer mit deutlich mehr andrang zu rechnen ist. 2. als einzigen zugang zum gelände, gab es nur einen einzigen pisstunnel. 3. 1300 polizisten waren für so eine großveranstalung einfach zu wenig. die ganzen hundertschaften sind wohl mehr auf repressionen fixiert und vermöbeln lieber autonome, die in deutlich kleineren demonstrationszügen und in der regel auch nüchtern durch die städte ziehen, anstatt solche großveranstaltungen fachgerecht abzusichern.

statt loveparade könnte man vllt. einen anderen neuen großevent für die elektroleute entwerfen, der besser durchdacht und zeitgemäß ist. elektro, so habe ich das gefühl, ist ja im moment wieder ziemlich im fokus der modernen musiklandschaft. zumindest bemerke ich in meinem umfeld eine ansteigende nachfrage nach elektronischer musik, die mir auch sogar teilweise sehr zusagt und ich keineswegs für nur reinen, hirnlosen ravermist halte. um nur ein erfolgreichen act zu nennen: paul kalkbrenner. warum sollte man daher nicht der elektronischen musik einen event widmen, der meiner ansicht nach seit den 70er jahren dass einzige, ernstzunehmende musikkulturelle exportprodukt deutschlands ist.
lausender affe
25.07.2010 - 21:26 Uhr
mein gott, h0NKk0Nkist der allerletzte troll. jetzt hört doch auf seine beiträge einzugehen
@slowmo
25.07.2010 - 22:28 Uhr
Gibt doch zahlreiche Elektroevents. Darunter Sonne, Mond und Sterne, Nachtdigital etc. Es gibt genug und vor allem genug tolle Alternativen.
E. Sottsass
25.07.2010 - 23:23 Uhr
lsd-schnupfer

wtf?
@ E. Sottsass
26.07.2010 - 00:00 Uhr
Geht, ist aber selten.
KnorrKater
26.07.2010 - 09:22 Uhr
Ick wer zun Schwein
Karsim
26.07.2010 - 15:32 Uhr
Dass dort sehr viele Menschen kommen und von denen auch viele Drogen einschmeißen würden, war bekannt. Den einzigen Zugang dann ausgerechnet durch einen langen Tunnel ohne Fluchtmöglichkeiten zu planen, grenzt an vorsätzliches Erzeugen einer Massenpanik. Es gibt Leute, die kriegen da auch ohne Drogen schon Muffensausen.
Arntown
26.07.2010 - 15:43 Uhr
Nie wieder Love Parade ist der größte Kack, der deswegen kommen konnte. Der Organisator gehört angeklagt und eine Love Parade muss wie früher wie eine PARADE stattfinden, mit viel Platz und mit der gleichen Freiheit wie es sonst der Fall in Berlin war.
0-brac
26.07.2010 - 15:50 Uhr
Die Love Parade war der widerlichste Schei.ßhaufen, den die Raverwelt zu bieten hatte!
musie
26.07.2010 - 15:52 Uhr
wieso kann man nicht einen umzug irgendwo auf dem land machen, wo genügend raum vorhanden ist?
Ricola
26.07.2010 - 15:57 Uhr
Bin für ne Indie-Parade
zisch
26.07.2010 - 15:59 Uhr
aber nur mit indie-brause
Julian
26.07.2010 - 16:01 Uhr
Immer wieder schön, wenn man im Internet anonym seinen Müll ablassen kann, oder?
Im Gespräch mit Freunden seid ihr sicherlich alle sehr betroffen und seht euch Sondersendungen an.
Aber hier kann man ja einfach mal querschießen...
Arntown
26.07.2010 - 16:02 Uhr
Damit sich jeder über die Musik beschweren kann, und wenn sie gut ist, über den Sound?
Und damit sich jeder über diese bescheuerten feiernden Unterschichtler erchauffrieren kann? Wow, das wäre eine Hassparade, wenn die Übermenschen aka Plattentestler bei ner Parade wären.
Eva H.
26.07.2010 - 16:08 Uhr
Ich auch! Ich auch! Mir hermant es wieder gewaltig durchs Hirn! Vielleicht sind da höhere Mächte im Spiel?
Ladung Koth
26.07.2010 - 16:10 Uhr
Nachtrag: Der Veranstalter hat wahrscheinlich auch noch gedacht, dass es ja voll cool ist und cool aussieht, wenn alle durch diesen Tunnel wieder ins Freie strömen. Wie dumm muss man eigentlich sein? Ein 20m breiter und 200m langer(!!!) Tunnel durch den mehr als eine Million dicht gedrängte Menschen geschleust werden sollen... als einzigen Zugangsweg und Ausgang?!?!

Dem Polizeipräsidenten wurde schon letztes Jahr der Rücktritt nahegelegt, weil er erhebliche Bedenken hatte und die Veranstaltung, wenn es nach ihm gegangen wäre, nicht genehmigt hätte.

Die Veranstalter, auch die Typen von der Stadt Duisburg, gehören ins Gefängnis!
Nazometer
26.07.2010 - 16:12 Uhr
A.a.a.a.a...autobahn...
Frage
26.07.2010 - 16:22 Uhr
Kann mir mal jemand sagen, warum da tausende Leute stehen bleiben und Videos und Fotos von der Massenpanik schießen?
Antwort
26.07.2010 - 16:26 Uhr
Damit sie es auch endlich mal mit einem Bild auf Bild.de schaffen.
Lothar
26.07.2010 - 17:18 Uhr
Ein 20m breiter und 200m langer(!!!) Tunnel durch den mehr als eine Million dicht gedrängte Menschen geschleust werden sollen... als einzigen Zugangsweg und Ausgang?!?!

Wenn alle halbwegs vernünftig und hintereinander gingen und ein wenig Rücksicht an den Tag legten, wäre das doch für jeden Menschen kein Problem geradeaus durch einen Tunnel zu gehen, sodass es niemals zu einem Problem kommen würde.

Oder gibst du auch den Autobahn-Bauleitern die Schuld, wenn sich darauf ein Unfall ereignet?
Hmm... interessant...
26.07.2010 - 17:37 Uhr
... würde mich mal jetzt ehrlich interessieren, wieviele Autos am Tag an ner Baustelle auf der A8 durchkommen...
ummagumma
26.07.2010 - 19:37 Uhr
Schreckenberg sagt grade im ZDF fast 100% das gegenteil von dem was er Samstag abend gesagt hat.
Er hatte plötzlich nichts mit dem Sicherheitskonzept auf dem Gelände zu tun und ist plötzlich doch der Ansicht, dass die Besucher nichts falsch gemacht haben.

Auf dem gelände wären nur 200000 leute gewesen,daher würden die 1,4 Millionen nicht stimmen.
Ja schön,aber die leute die auf dem gelände waren sind ja noch zu addieren mit denen die noch draussen waren und reinwollten.
Wenn ich dann wieder höre,dass das gelände größer war als das in Dortmund.
Was die alle total vergessen oder verwechseln ist,dass auf dem gelände auch in berlin ja nur die Abschlusskundgebung stattfand und die Parade ja in der innenstadt auf der hauptstraße war.
Das ist ja ein wesentlicher Unterschied.Hier fand die parade auf dem gleichen gelände statt wie die Kundgebung und die Bühne mit den DJs war auch nicht so breit in berlin wie sie es in Duisburg war.
So blöd kann doch ein Professor nicht sein.
Der herr Professor muss ja wissen,dass immer über eine Million Leute kamen.Die waren sonst über den tag verteilt da weil der veranstaltungsraum ja auch sonst verteilt war.
Waren die der meinung,dass leute von sonstwo anreisen und dann nach einer Stunde auf dem gelände wieder gehen damit die nächsten draufkönnen?

Da bekennt sich keiner mal richtig zu seinen Fehlern,keiner sagt mal das man sich übernommen hat
Magge
26.07.2010 - 19:47 Uhr
vielleicht sollte man wirklich keine loveparade mehr machen und dafür lieber ein mehrtägiges festival ähnlich wie rock am ring
veranstalten da wäre die menge an leuten auch besser verteilt.als relikt der 90er würde ich sie nicht sehen,scheint eher noch recht angesagt zu sein,wie man ja an den überschätzten puplikumszahlen gesehen hat.
Klabaster
26.07.2010 - 19:59 Uhr
Ein Festival mit einer Million Leute??? WOW...
Also bei Rock am Ring sind glaube ich so 80.000 Leute vor der Hauptbühne... fehlen ja nur noch 920.000. Reicht da eine Bühne? Hmm, joaaa, könnte passen!

Ich habe ja keine Ahnung von der Love Parade, da ich aus musikalischen Gründen noch nie dabei war... aber das Ding heißt ja wohl nicht umsonst Love PARADE. Wenn das wieder stattfinden soll, muss es an nem Ort sein, wo man eine Parade machen kann und wo genug Platz ist. Berlin z.B...

Glaube aber eher, dass das keine Stadt mehr veranstalten wird, selbst bei genug Platz und einem perfekten Sicherheitskonzept, weil die Angst zu groß wäre, dass wieder was passiert und am Namen Love Parade jetzt der Blut von 19 Toten klebt! Die schlechte Publicity will sich jetzt keine Stadt mehr zumuten...
Adolf
26.07.2010 - 20:02 Uhr
ÄÄÄÄÄVA hat heute Stellung bezogen zu ihrer verbalen/geistigen Diarrhoe vom gestrigen Tage.

http://info.kopp-verlag.de/index.html

gez.
A.
kuhl kinners
26.07.2010 - 20:38 Uhr
was hier wieder an hirnschiss fabriziert wird ist ja kaum auszuhalten
The MACHINA of God
26.07.2010 - 20:38 Uhr
Die Gegenfragen an die Journalisten sind schon ganz gut... da waren schon ganz schöne Penner dabei.
Was ich immer wieder komisch finde, ist, dass es so oft "vollgekifft" heisst... also die ganzen aufgedrehten Raver, auf die er da anspielt, also jene welche "PAAAAARRTTTYYYYYYY!" schreien, werden in den seltensten Fällen bekifft sein. Da hat man anderes zu tun. :)
brettvormkoppentferner
26.07.2010 - 21:41 Uhr
@lothar: die love parade ist aber keine kaffeefahrt. nicht wenige leute sind betrunken oder haben sonstwelche drogen genommen und wollen auf das gelände. und abgesehen davon benehmen sich nicht nur da die leute eben nunmal nicht so, wie's im knigge steht. wir leben nicht in wolkenkuckucksheim, wo alle ihren rasen mähen und die haare schön haben, sondern in der realität, mann. und weil sich da eben nicht alle so benehmen, wie es der kantsche imperativ gerne hätte, braucht man sowas wie sicherheitskonzepte. und da kann man nicht eingang und ausgang ohne jede trennung in so ein nadelöhr legen. es kann aus gott weiß was für nem grund plötzlich aufruhr und panik entstehen und da braucht man dann leider fluchtwege, über die eine so angestaute menge abfließen kann. und genau die waren hier nicht vorhanden.
Dr. Mücke
26.07.2010 - 21:45 Uhr
Ach, das dauert n paar Jahre, bis sich niemand mehr so richtig erinnert und dann heißt es: "Loveparade 2020 - The Love Is Back Again!"

26.07.2010 - 21:48 Uhr
gesponsert von BILD.de, RTL, McDonalds und der A. Hitler-Stiftung
nachdenklicher junger Mann
27.07.2010 - 04:15 Uhr
Das Ereignis ist für mich immer noch so unfassbar grausam. Von einer Masse an Menschen erdrückt, zerquetscht, zertreten zu werden ist der ekelhafteste Tod den ich mir vorstellen kann. Dass die Medien jetzt wieder einen großen Sündenbock suchen und glauben den auch mit dem Veranstalter gefunden zu haben, ist eine einzige Farce. Die ganze Veranstaltung war völlig bescheuert geplant keine Frage und man sollte die Verantworlichen auch strafrechtlich dafür belangen, aber nun jetzt allein in denen 4-5 Mann die Schuldigen zu sehen ist zu einfach. Jeder Mensch ist doch auch noch in gewisser Weise für sich selbst verantwortlich. Und wenn ich sehe was für eine Masse sich da in den Tunnel rein- und rausquetscht kann ich mir doch meinen Teil denken und muss dem Event-geilen Partyvolk nicht blind hinterher dackeln. Aber nein, Papa Organisator hat mit ja versprochen, dass das hier ne sichere Sache ist und ist jetzt schuld! lächerlich!
Elektrobier
27.07.2010 - 04:18 Uhr
nachdenklicher junger Mann = toolshed
nachdenklicher junger Mann
27.07.2010 - 04:18 Uhr
nein.
Gregor Bechnat
27.07.2010 - 08:00 Uhr

Frau Hermann tritt bestimmmt wieder eine unfassbare Diskussionswelle los, mit ihren Sprüchen.
Man muß sich fragen, ob es nicht leider Gottes/oder zum Glück - je nach Auffassung- in Deutschland jede Menge Leute gibt, die so denken.

Das vom Ursprungsgedanken der Parade nicht mehr viel übrig war, dürften nach weiland schon Meister Motte jetzt auch noch die letzten Enthusiasten bemerkt haben.

Allein die Interviews zum Vorfall - sogar noch am Tag danach - da waren so viele komplett Drogenverpeilte am Start, dass es einem echt Angst wurde, wenn man es statistisch hochrechnet.

Ich brenn mir daheim auch gern mal einen an, okay, aber trotzdem gut, dass der Loveparade-Dreck ein Ende hatte, ob mit Gott oder ohne...
m.a.n.a.s.s.a.s
27.07.2010 - 08:33 Uhr
Frau H. steht ja nun auch unter Drogen.....mir ist allerdings nicht bekannt, unter welchen...
luc
27.07.2010 - 10:27 Uhr
pfffff
Dirk
27.07.2010 - 10:28 Uhr
Bundespräsident Wulff, ein passionierter Aufklärer, ein aus Drang der Aufklärung verschriebener Charakter.
So wie er zum aktuellen Anlass in Duisburg einforderte, es müsse nun eine “rückhaltlose Aufklärung” geschehen, so hat er eine ebensolche, wortwörtlich ebensolche sogar, bereits vor einem Monat in Sachen Katholische Kirche gefordert. Eine liebe Gewohnheit, die er schon vor mehr als einer Dekade pflegte, als er zur Parteispendenaffäre der CDU die Ansicht vertrat, dass nur eine “rückhaltlose Aufklärung” seine Partei retten könne – wer nun meint, Wulff ist ein terminologischer Langweiler, der irrt sich, denn er variiert in seiner Wortwahl durchaus: so wie vor sechs Jahren, als er eine “umfassende Aufklärung” über VW-Gehälter für Abgeordnete gesichert wissen wollte. Oder ein Jahr später, als er eine “lückenlose Aufklärung” zur VW-Affäre für unausweichlich hielt. Wieder ein Jahr danach hatte sich sein Wortschatz erneut aufgefrischt: er sprach von “restloser Aufklärung”, die man dem Engagement Gerhard Schröders bei Gasprom angedeihen lassen sollte. Wahrlich, ein Aufklärer ohne Unterlass, ein Mann, der stets um Aufhellung und Ermittlung bemüht ist, unaufhörlich die Aufklärung im Munde führt.
Er klärt uns darüber auf, dass Aufklärung rückhaltlos, lückenlos, restlos zu erfolgen habe: eine aktuelle, zeitgemäße Ausprägung von Aufklärung! Eine ohne nachhaltige Denkarbeit, eine, die man keck in die Öffentlichkeit hinausposaunt. Rousseau, Montesquieu oder Kant haben nicht laut nach Aufklärung gerufen – sie haben es selbst getan, selbst aufgeklärt. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft läßt man schließlich aufklären, zieht Aufklärungsexperten heran – oder man ruft wenigstens zu jeden gegebenen Anlass unverbindlich nach solchen. Der moderne Aufklärer klärt darüber auf, dass Aufklärung nötig sei – und er tut es nicht für die Wahrheit, er tut es für sein blutleeres Antlitz, damit er was gilt, was darstellt, wer ist.
Quelle: ad sinistram
ummagumma
27.07.2010 - 12:39 Uhr
und wieder wird von einigen hier und auch woanders von den vielen drogenverpeilten Techno-Jüngern geredet.Die sind dann jetzt natürlich selber schuld.
Weil ja bei den vielen anderen Loveparades keiner was genommen hat;weil ja da gar nicht so viele menschen waren,weil es da ja vor allem am Stern in Berlin gar nicht eng war;
trotz der Ausweichmöglichkeiten

Zum Glück wird ja bei Rock am Ring kein Gras geraucht;zum Glück ist Rock am Ring ja keine massenveranstaltung;zum Glück wird ja bei Rock am Ring kein Alkohol konsumiert.
oder beim Kölner/Düsseldorfer Rosenmontagszug,
oder bei den vielen Fanmeilen.

Mann,wieviele meinen,sie wären was besseres,ist teilweise unerträglich.


Wer da Richtung Tunnel gegangen ist,konnte nicht absehen,dass es dahinter nicht mehr weiter geht.Der normale besucher(kann neben den vielen, aber keinesfalls überwiegend zugedröhnten Jugendlichen auch ein Student dabei gewesen sein,von der Uni Münster zum beispiel,wie man ja weiss)beschäftigt sich doch vorher nicht mit der Größe des Geländes.Diese veranstaltung gab es schließlich nicht zum ersten Mal.
Also weiss man wenn man Richtung Tunnel geht,doch erst recht nicht,dass es dahinter nicht mehr weitergehen wird.
Wenn man bemerkt,dass es nicht mehr weitergeht,ist es zu spät weil von hinten soviele nachgerückt sind,dass man nicht mehr rauskommt.
Das dann das Geschubse losgeht,ist jetzt nicht grad loveparade-exklusives Geschehen.

Bei vielen ausverkauften Konzerten (beispielsweise im Palladium) wird es mir irgendwann vorne zu eng,weil ja alle unbedingt nach vorne wollen und drängeln und schieben und schubsen.
Dann kann ich mich nach hinten zurückfallen lassen,oder zur Seite rausgehen.
Ähnlich, nur in größer, ist es auch bei Rock am Ring oder beim Hurricane.
Beim Karnevalszug wollen auch alle nach vorne und beim Public Viewing wollen alle die beste Sicht haben und schubsen und drängeln.
Und überall wird getrunken und Leute,die was einwerfen oder was rauchen gibt es auch überall.
Da kann der Veranstalter nicht bei der LP einen braven Kirchenchor erwarten, der artig hintereinader hermarschiert.

Im übrigen fahren viele zur LP oder auch zum Karneval nicht weil sie so sehr auf die Musik stehen sondern des events wegen.
Der Punkt Eventgeilheit ist von daher völlig zutreffend.
Das ist jetzt aber nicht die Ursache für dieses Unglück.
Wenn das Gelände Platz für 1 Million Leute gehabt hätte,wäre es nicht zu diesem Rückstau und nicht zu dieser fürchterlichen Enge gekommen.Das ist mal Fakt.

Wenn man dann diverse Berichte liest und sieht,drängt sich der Eindruck der Mauschelei unweigerlich auf.
Und wenn man die pressekonferenz am Sonntag gesehen hat,wird man automatisch noch wütender weil nicht mal die naheliegendsten Fragen beantwortet wurden und die 4 sich da nur angeschaut haben bei der Frage,was die sich eigentlich gedacht haben,was aus der Million Leute wird,die nicht aufs gelände können weil nur max.500000 drauf dürfen.


fundamentallyloathsome
27.07.2010 - 12:43 Uhr
Endlich einmal eine vernünftige Meinung hier. Es muss politische und strafrechtliche Konsequenzen geben. Vorwürfe an die Besucher sind hier absolut fehl am Platz. Das muss jedem, der die Bilder vor dem Tunnel gesehen hat, klar sein.

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