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Coldplay - die größte Band der Welt?

User Beitrag
Oliver Ding
07.04.2003 - 16:19 Uhr
*kicher*

Die Indie-Phase ist bei U2 und R.E.M. aber schon deutlich länger vorbei. Übrigens nehme ich an, daß gerade diese Bands massentaugliche Songs durchaus aus eigenem Antrieb schreiben. Beide sind derart fest etabliert, daß sie eigentlich keine Rücksicht auf ihre Labels mehr nehmen müssen (siehe "Up" oder "Zooropa").
ditsch
07.04.2003 - 16:30 Uhr
Coldplay, gestern in Zürich. War ganz nett. Auf jeden Fall um Längen besser als auf Platte. Live sind die neuen Stücke tatsächlich intensiver, als die alten. 'Trouble' müsste irgendwie nicht sein. Chris Martin war mir übrigens sehr sympathisch.
electrolite
07.04.2003 - 18:06 Uhr
der "eigene Antrieb" massentaugliche Songs zu schreiben ist möglicherweise das Ego der Musiker, das die Massenerfolg braucht. Und das ist nicht gut für die Musik. Wer Indie bleibt, hat dieses Problem nicht.
Oliver Ding
07.04.2003 - 21:36 Uhr
Qualität hat wenig bis nichts mit den erreichten Verkaufszahlen zu tun - weder im positiven, noch im negativen Sinn. Indie-Acts können genau so nach dem schnellen Mammon schielen, wie Major-Künstlern die Kunst wichtiger ist. Mit solchen platten Klischees kommst Du hier nicht weit.
Sebastian
07.04.2003 - 22:05 Uhr
Wer Indie bleibt, hat dieses Problem nicht.

Der hat dann aber das Problem, dass er sich aufgrund der kleinen Verkaufszahlen über kurz oder lang einen anderen Job suchen muss. Dann bleibt natürlich die Musik auf der Strecke. Ein Teufelskreis, was? :D
Ben
07.04.2003 - 23:13 Uhr
@electrolite

"der "eigene Antrieb" massentaugliche Songs zu schreiben ist möglicherweise das Ego der Musiker, das die Massenerfolg braucht. Und das ist nicht gut für die Musik. Wer Indie bleibt, hat dieses Problem nicht."

==> Die Art der Musik geht immer vom Ego des Musikers aus, egal ob Pop oder Indie. Wer Erfolg und Kohle will, unterschreibt bei nem Majorlabel und ist zu Kompromissen bezüglich der Massentauglichkeit bereit. Wer jeden Scheiss auf CD machen will der möglicherweise nur ihn und ein paar seiner Freunde interessiert - der bleibt beim Indielabel. Wer schöne Popsongs schreiben will der schreibt eben schöne Popsongs. Einfach hier ein Statement abzulassen das besagt "Chartstaugliche Popmusiker haben ein Ego-Problem und Indies sind viel cooler und lässiger" mag DEIN Standpunkt sein, ist aber nur bedingt die Wahrheit. btw ist das ein typisches Problem mancher Anhänger der Indie-Szene, die Alternativ-Sein als Regel Nr.1 ausgelobt haben und sich tierisch freuen, wenn ihre Lieblingsband möglichst wenig Leute kennen - denn man will ja alternativ sein (typisches Gespräch: "Was ich grad im CD-Player hab? Band XY, aber die kennste eh nicht, die machen so Indie-Mucke. Ham letztens in Berlin in so nem Club vor 20 Leuten gespielt, das war lässig... und was hörst du so? U2? OH GOTT, wie kannst du nur diese Popscheisse hören, keinen eigenen Geschmack oder was? Mitläufer!" --> überspitzt formuliert).
pappa_grappa
07.04.2003 - 23:30 Uhr
indy car racing rulez. prost bulthaupt.
einfach mal nicht krampfhaft versuchen cool zu sein und "die weltanschauung" zu haben. einfach auch mal tolerant sein und dennoch eine eigene meinung vertreten. das geht manchen hier ab.
prost!
electrolite
07.04.2003 - 23:42 Uhr
@Olli
ich habe vom Ego gesprochen nicht vom Geldbeutel.
Daß Verkaufszahlen nichts mit Qualität zu tun haben ist absolut richtig und wurde von mir nie angezweifelt.
Lies halt zuerst richtig bevor du dich aufregst.

@Ben
ein Teil meiner Lieblingsbands sind übrigens genau das was du (überspitzt formuliert) als Popscheisse bezeichnest. Mir ist ehrlich gesagt egal ob eine Band "Indie" ist, wenn sie nur gute Musik macht.

meine aufgeworfene Frage ist: Werden Musiker möglicherweise süchtig nach Erfolg und Medienpräsenz, und opfern dafür dann einen Teil ihrer künstlerischen Freiheit?
Diese Frage hat sich mir bei letzten r.e.m.-Platte gestellt. 2 kommerzielle Mißerfolge (zweier grandioser Platten: New adventures in Hifi und UP) gingen vorraus. Aus Reveal wurde dann erste (zum Glück nur leichte) musikalische Rückschritt von r.e.m.. Besonders die Single Imitation of Life ist ein Aufguß früherer Songs. Dazu kommen Interviews in jeder Fernsehzeitschrift, und z.B. folgender Spruch von Peter Buck: "Manchmal wenn ich Abends im Bett liege denke ich: wir sind die größte Band der Welt"
Oh Mann, und diese Typen waren früher sooo cool. Der Alptraum jeder Plattenfirma und jedes Journalisten.
Und DAS hoffe ich bleicht Coldplay erspart!
chris
08.04.2003 - 09:40 Uhr
diese indie-oder-nicht-diskussion ist doch wirklich doof. ich freue mich darüber, dass coldplay -wenn auch nur kurz- nummer eins der charts sind, weil mir die lieber als britney oder andere künstler dieser gattung sind. das bedeutet doch nur, dass viele andere auch gute musik (ok - in meinem verständnis) hören, zumal coldplay sich auch in einem nicht ganz alltäglichen maße sozial engagieren und für die sache auch ihre medienpräsenz nutzen. den verlust künstlerischer freiheit kann ich bei coldplay indes nicht sehen. die zweite platte ist vielleicht etwas weniger melancholisch als die erste, aber woher der vorwurf der größeren massenkompatibilität kommt, bleibt mir verborgen...

im übrigen gibt es viele bands, die sich in diesem spannungsfeld seit jahren relativ unpeinlich verhalten. the cure z. b. sind da ein gutes beispiel. die letzte platte ließ konsequent sämtliche hit-zugeständnisse vermissen und going trotzdem von null auf vier in den charts. das zeigt doch, dass nicht nur der schnöde mammon, sondern auch das künstlerische zählt und deshalb kann man nicht unbedingt jeder dieser bands "verrat" am indietum unterstellen...
Stretchlimo
08.04.2003 - 12:34 Uhr
Na, electrolite? Immer noch nicht erwachsen? Beziehst Du jetzt auch noch wilde Spekulationen über die Motive der Künstler in Dein kaputtes Weltbild ein?

Es ist schon ein Kreuz mit dieser verlogenen "Indie-Ehre". Kaum hat ein Musiker mal Lust, ein paar eingängige Songs zu schreiben - was ja im Fall von U2 und R.E.M. nicht ansatzweise neu ist -, jammert irgendwer los, daß hätte ja nur mit dem Geld oder dem Ego zu tun. Wie schwachsinnig ist sowas eigentlich?
electrolight
08.04.2003 - 13:23 Uhr
@chris
das soziale Engagement von Coldplay find ich auch überragend: gestern hab ich einen Live-Mitschnitt gehört wo C.M. direkt vor der letzten Zugabe eindringlich auf diese Fair-Handels-Seite hinweist. Respekt!
ditsch
08.04.2003 - 19:07 Uhr
Fair-Handels-Seite

hier

Ist mir auch sympathischer als die scheinbar standardisierten Anti-Bush-Slogans.
grappa_pappa
08.04.2003 - 19:47 Uhr
stimmt den walker ist der größte.
humham
08.04.2003 - 23:02 Uhr
trotzdem stoßen einen eingängige songs ab... weil mans eben schon tausend mal gehört hat... wenn eingängig dann müssen sie schon wirklich gut und gut produziert sein, wie z.b. bei the verve.. urban hymns isn riesenalbum mit den einfachsten songs... aber mehr respekt hab ich trotzdem vor radiohead, die ja immer wieder beweisen dass man auch ohne eingängige songs auskommen kann
shaidie
10.04.2003 - 08:42 Uhr
einspruch (06.04.2003 - 21:51 Uhr):
@shaidie
wie alt bist du, shaidie?

--> Äöhm.. 19, wieso diese Frage?

Mir fällt jetzt gerade nichts weiter zum Thema ein. Die bisherigen Interpretationen dazu gefallen mir aber (Indiepop-Tum etc. *g*).
Mir ist auch aufgefallen, dass hier keiner wirklich beleidigt wird, wie in manch anderen Threads. Woran's wohl liegt? ;o)
bauer
09.04.2003 - 21:15 Uhr
Chris Martins Selbstinszinierung geht mir auf die Nerven. Um mich zu verstehen, müsst ihr euch nur mal das "Clocks-Video" ansehen, das übrigens sogar tagsüber öfters auf VIVA läuft, ein Indiz dafür, dass diese Band nicht besonders alternativ oder innovativ ist. Selbst die Cardigans laufen nur bei "Fast Forward". Wobei es musikalisch wirklich schlimmeres als Coldplay gibt. Trotzdem, lieber Radiohead. Freu mich schon auf's neue Album!
electrolite
10.04.2003 - 08:58 Uhr
C.M.s "Selbstinszenierung" hat mich vor allem live sehr beeindruckt. Er ist über die Bühne gefegt wie der glücklichste Mensch auf der Welt. Und sein "leidender Gesichtsausdruck" wie er weiter oben genannt wird ist als Kontrast dazu absolut stimmig. Denn die Kombination aus beidem macht das Besondere an Coldplay aus!

C.M. IST Coldplay und er tut auch so. Darin liegt das Problem der Selbstinszenierung. Die anderen Bandmitglieder werden nämlich (ähnlich wie bei Muse) durch seine "One-man-show" zu reinen Statisten degradiert. Und es ist eine Frage der Zeit wie lang die das mitmachen. Die Band könnte daran zerbrechen.
chris
10.04.2003 - 09:37 Uhr
@humham:

nur weil etwas tagsüber auf VIVA läuft, ist es doch nicht grundsätzlich scheiße bzw. mainstream. wenn radiohead mit ihrer platte und einer relativ eingängigen single (there there ist das meiner meinung nach schon) charten, werden sie da ebenso reinrutschen. und ich finde da nix schlimmes bei. im übrigen ist der coldplay - radiohead vergleich einfach nur an den haaren beigezogen oder fallen dir außer der frisur der beiden sänger irgendwelche gemeinsamkeiten ein?? hätte ich wirklich mal gern gehört...
Macros_x
10.04.2003 - 12:10 Uhr
@electrolite

Vielleicht liegts daran das Coldplayfans alles Weicheier sind wie die Band selbst und nicht so RICHTIGE MÄNNER wie z.b die Fans von Status Quo...;-))

Bye FLo
fish
10.04.2003 - 12:19 Uhr
@ macros_x
...dann scheinst du ja einer der grössten Coldplay fans überhaupt zu sein! Gratulation!!!
ditsch
10.04.2003 - 12:54 Uhr
nur weil etwas tagsüber auf VIVA läuft, ist es doch nicht grundsätzlich scheiße bzw. mainstream

Scheisse nicht. Mainstream schon.

Oder wie soll die Definition von Mainstream lauten?
Patrick
10.04.2003 - 13:15 Uhr
Auf Britpop Arsenal Berlin könnt ihr ein aktuelles Interview mit dem Coldplay Bassisten Guy Berryman nachlesen.

www.britpoparsenal.de
Macros_x
10.04.2003 - 13:31 Uhr
...no comment
fish
10.04.2003 - 13:37 Uhr
Das war übrigens ein comment... ;)
Macros_x
10.04.2003 - 17:48 Uhr
Najka wenn du das so siehst...*g* Ich hab auch kein Problem damit mit meinem Coldplay T-Shirt durch die gegend zu rennen, aber ich vermute irgendwie dir ist die Ironie meiner aussage entgangen...naja ist auch nicht ganz so einfach, der ;-)) war ja verrutscht...

Bye FLo
fish
10.04.2003 - 18:02 Uhr
Mwhaauahuahauhauhuahuaha... LOL! Ironie? Aha? Steckt in meiner Aussage übrigens keine... ;-) Hehehe!
electrolite
10.04.2003 - 18:33 Uhr
ich bin für einen neuen Thread: Wer ist ironischer Flo oder Fish?
Macros_x
10.04.2003 - 18:35 Uhr
War mir klar...Fische haben kein Gespür für Ironie

Bye FLo
chris
11.04.2003 - 10:51 Uhr
@ditsch

[Oder wie soll die Definition von Mainstream lauten?]

hmm. gute frage, ich verbinde zumindest mit coldplay keinen mainstreambegriff. oder besser: ich weiß nicht, was 'clocks' mit dem begriff zu tun haben soll, denn wenn man ihn wörtlich auf diesen song mit blick auf momentane von der breiten masse akzeptierte trends anwendet, passt er nicht unbedingt so da hinein, finde ich. jedenfalls erkenne ich da kein nu oder new metal, hip-hop, 80-revival, electro oder was weiß ich. oder liege ich da falsch?

ich hätte wohl besser geschrieben, dass coldplay in gewissem masse zeitlose musik machen - viele ihrer songs hätten mit ihrer instrumentierung und den arrangements vielleicht auch vor 30 jahren funktioniert.
Stretchlimo
11.04.2003 - 11:24 Uhr
Es gibt gar kein Deuteln daran, daß Coldplay längst im Mainstream angekommen sind. Das war aber spätestens beim Erfolg von "Yellow" schon der Fall.
sarah
11.04.2003 - 14:15 Uhr
nun übertreib's aber nicht, stretchlimo.

als coldplay z.B. auf ihrem ersten deutschland-festival 'yellow' zum besten gaben (das war zu der zeit, als die single auf den markt kam) waren da ein- zwei menschchen in der menge, die parachutes besaßen und den song überhaupt kannten. klar war es ein erfolg, aber mainstream war es damals noch nicht und ich bin der meinung, dass es das noch nichteinmal heute ist. zwar rennen die teenybopper zu ihren konzerten und schmachten chris aufgrund seiner schönen blauen augen an, aber was die musik angeht bin ich der meinung, dass viele bis sehr viele einfach (noch) nicht dahintergestiegen sind, was diese musik (speziell die der neuen platte)eigentlich bedeutet, was sie ausmacht, was zwischen den zeilen steht und wie facettenreich, aussagekräftig und greifend die melodien sind. ich musste jedes lied dieser platte mindestens 40 mal hören bis ich zu einem entschluss kommen konnte. es reicht eben nicht aus mal eben clocks im radio zu hören oder den text von a rush of blood to the head kurz zu überfliegen. es bedarf einem hohen maß an aufmerksamkeit sich mit der musik von coldplay zu beschäftigen. und wenn jemand behauptet diese musik sei flach, dann fehlt ihm schlichtweg die nötige ausdauer und der nötige musikalische intellekt, sich mit dieser art von musik auseinanderzusetzen.

entweder man lässt sich darauf ein und oder man lässt es bleiben, aber dieses mainstream-gelaber geht mir gehörig auf den senkel.
Oliver Ding
11.04.2003 - 18:17 Uhr
mainstream war es damals noch nicht und ich bin der meinung, dass es das noch nichteinmal heute ist.

Ausverkaufte Konzerte und massives Airplay sind unverkennbare Zeichen dafür, daß eine Band sowas von im Mainstream steht. Ich verstehe außerdem nicht, was daran so schlecht sein soll. Ist doch keine Schade, Erfolg zu haben.
sarah
11.04.2003 - 18:48 Uhr
es geht darum wie mainstream heutzutage definiert wird. es sind nicht nur die ausverkauften konzerte und der erfolg sondern es greift auch die musik an sich an. man behauptet, es wäre nicht mehr viel dahinter, weil allewelt es mag. ich behaupte nun, dass 'allewelt' nicht die geringste ahnung hat, was sie sich da eigentlich anhört. sie halten es für plätscher-musik. aber coldplay ist genau DAS nicht.
electrolite
11.04.2003 - 18:54 Uhr
das ist genau der Grund warum Coldplay so erfolgreich sind (=Thema des Threads):
Einerseits ist die Musik, vor allem die Auskopplungen, relativ eingängig und daher massenzugänglich. Aber zusätzlich, und das ist das geniale, haben die Songs auch wirkliche Tiefe!!
Oliver Ding
11.04.2003 - 19:49 Uhr
es geht darum wie mainstream heutzutage definiert wird. es sind nicht nur die ausverkauften konzerte und der erfolg sondern es greift auch die musik an sich an.

Warum angreifen? Mainstream bedeutet "Hauptstrom". Ein anderer Begriff dafür wäre MOR, Middle of the Road. Es handelt sich um zweifelsfrei populäre Musik, die von einem umfangreichen Publikum geschätzt wird. Eins ist das Wort jedoch nicht: ein Qualitätsmerkmal.

man behauptet, es wäre nicht mehr viel dahinter, weil allewelt es mag.

Wer so etwas behauptet, ist schätzungsweise fünfzehn.
neunmalklkug
12.04.2003 - 07:01 Uhr
wenn man fünfzehn ist mag man eher das, was alle mögen, weil man sich selber noch nicht gefunden hat und sich anpasst.
sarah
12.04.2003 - 12:34 Uhr
@oliver: es kommt mir jedoch vor wie ein qualitätsmerkmal, wenn ich sehe wie sehr coldplay dadurch degradiert wird.

coldplay stehen mit einem neuen album auf der matte, das album ist erfolgreich und ganz urplötzlich sind die leute der meinung, dass das, was da geschieht nicht mehr innovativ ist. so ist es und nicht anders. parachutes wurde in den himmel gelobt und aufeinmal gibt es neues, erfolgreicheres material (was sich meiner meinung nach von der qualität her gut an parachutes anschließt) und es wird unberechtigte kritik angebracht.

man erkläre es mir bitte auf einem anderen weg, wenn der, den ich einschlug nicht der richtige ist.
Ben
12.04.2003 - 13:10 Uhr
@sarah

"klar war es ein erfolg, aber mainstream war es damals noch nicht"

==> Also ist Erfolg ungleich Mainstream? Ich hab da so meine Zweifel ;-)

"zwar rennen die teenybopper zu ihren konzerten und schmachten chris aufgrund seiner schönen blauen augen an, aber was die musik angeht bin ich der meinung, dass viele bis sehr viele einfach (noch) nicht dahintergestiegen sind, was diese musik (speziell die der neuen platte)eigentlich bedeutet, was sie ausmacht, was zwischen den zeilen steht und wie facettenreich, aussagekräftig und greifend die melodien sind."

==> Die Band wird dir aufgrund dieser PR sicherlich dankbar sein, aber liegt die Bedeutung einer Musik nicht irgendwie im Auge des Betrachters? Wenn für dich die Melodien "greifend" sind, müssen sie es noch lange nicht für jedermann sein. Für manche hat eben Goethe ne gewaltige Aussagekraft, für andere ist es dann z.B. Gottfried Benn. Nennt man Geschmackssache.

"ich musste jedes lied dieser platte mindestens 40 mal hören bis ich zu einem entschluss kommen konnte. es reicht eben nicht aus mal eben clocks im radio zu hören oder den text von a rush of blood to the head kurz zu überfliegen. es bedarf einem hohen maß an aufmerksamkeit sich mit der musik von coldplay zu beschäftigen. und wenn jemand behauptet diese musik sei flach, dann fehlt ihm schlichtweg die nötige ausdauer und der nötige musikalische intellekt"

==> Wieder dieses typische "Wenn du's nicht magst, dann hast du's eben nicht verstanden!". Musik ist doch kein Ausdauersport, wenn mir etwas nicht gefällt dann will ich es mir nicht noch 40mal anhören bis ich es "verstanden" hab.

"entweder man lässt sich darauf ein und oder man lässt es bleiben, aber dieses mainstream-gelaber geht mir gehörig auf den senkel."

==> Du siehst es aber an den Verkaufszahlen und an den Konzertbesuchen dass Coldplay im Mainstream schon lange angekommen sind (auch wenn die meisten neuen Fans die Musik nicht verstehen :-Þ Reicht ja wenn Chris Martin es versteht). btw: Darf man diese Band nur hören wenn man sie verstanden hat? Wunderbar, vor dem nächsten Konzert solltest du dann einen Coldplay-IQ-Test durchführen, damit wirklich nur diejenigen reingehen die die Musik genauso wie du verstanden haben...

"ich behaupte nun, dass 'allewelt' nicht die geringste ahnung hat, was sie sich da eigentlich anhört. sie halten es für plätscher-musik. aber coldplay ist genau DAS nicht."

==> Und was ist, wenn ich nun behaupten würde dass Coldplay plätscher-musik ist? Beweise mir dann erstmal das Gegenteil... *hüstel*

"coldplay stehen mit einem neuen album auf der matte, das album ist erfolgreich und ganz urplötzlich sind die leute der meinung, dass das, was da geschieht nicht mehr innovativ ist."

==> Me, myself and I haben Coldplay schon nie so recht für innovativ gehalten - das war lediglich ein guter Vermarktungstrick von MTViva und der Plattenfirma. Wohlgemerkt sagt das noch überhaupt nichts darüber aus wie gut sie nun sind, aber innovativ sind bzw. waren sie nicht. Ein Klavier gabs davor auch schon ;-) Und Avril Lavigne wurde mir auch schon als "innovativ" angepriesen.

"aufeinmal gibt es neues, erfolgreicheres material (was sich meiner meinung nach von der qualität her gut an parachutes anschließt) und es wird unberechtigte kritik angebracht."

==> Das neue Album hat doch durchwegs gute Kritiken bekommen. Ich weiss nicht worüber du dich aufregst.

Oliver Ding
12.04.2003 - 14:50 Uhr
es kommt mir jedoch vor wie ein qualitätsmerkmal, wenn ich sehe wie sehr coldplay dadurch degradiert wird.

Wenn man etwas als "Mainstream" bezeichnet, degradiert man es nicht. Das ist eine wertfreie Bezeichnung wie "erfolgreich" oder "bekannt".

coldplay stehen mit einem neuen album auf der matte, das album ist erfolgreich und ganz urplötzlich sind die leute der meinung, dass das, was da geschieht nicht mehr innovativ ist.

Daß Coldplay jemals innovativ waren, wäre mir neu. Ist aber auch nichts, was schlimm wäre. Sie verbinden halt altbekannte Elemente auf sehr angenehme Weise. Revolutionär ist das nicht, aber dennoch erfreulich zu hören. Offenbar wird diese Meinung von vielen Leuten geteilt. Und genau das macht diese Musik - nochmals: völlig wertfrei - zum Mainstream.
sarah
12.04.2003 - 17:06 Uhr
@ben:

der erfolg von parachutes , beispielsweise, fällt nicht unbedingt unter mainstream. (jedenfalls wäre das doch sehr übertrieben). erfolg=mainstream. ja. aber wann hört erfolg auf und wann fängt er an?

PR hin PR her. damit wollte ich einigen hier mal zeigen, was man bei dieser musik eigentlich empfinden kann, wenn man sich nur darauf einlässt. gut. zugegeben: die geschmäcker sind verschieden, aber es gibt wohl auch viele leute, die gar nicht erst versuchen sich mit dieser musik anzufreunden und gleich behaupten coldplay wäre flache schnulzmusik. man muss ja nun nicht zum größten coldplay fan werden, aber man sollte zumindest so objektiv sein können, um zu sehen, dass coldplay weitaus mehr als flacher schnulz ist.

das mit dem ausdauersport ist absoluter blödsinn und daraus schließe ich, dass du mich nicht verstanden hast (vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt). du sollst die musik verstehen, nicht mögen (also genau umgekehrt). das ist alles.

IQ-test? was redest du da eigentlich? man sollte sich immer auf musik einlassen und versuchen sie zu verstehen. gerade DAS ist es doch, was musik so interessant macht: man kann mit ihr arbeiten. wenn ich musik nicht verstehen will, dann brauche ich sie nicht zu hören. wo ist denn da der reiz? musik hören ohne sich mit ihr zu beschäftigen?

"Und was ist, wenn ich nun behaupten würde dass Coldplay plätscher-musik ist?"

...dann hast du dich bisher noch nicht mit dieser musik beschäftigt ;-) logischerweise kann ich dich nicht zwingen es zu mögen, aber ich kann versuchen dich davon zu überzeugen, dass die musik es wert ist sich mit ihr zu beschäftigen. es steckt viel interessantes in ihr.

innovativ bedeutet nicht nur, dass man neue instrumente mit ins spiel bringt. es bedeutet auch, dass die instrumente auf ihre eigene art und weise neu kombiniert oder anders kombiniert werden und so zusammen mit einigen anderen faktoren einen noch nicht dagewesenen stil formen.

du hast es bisher villeicht noch nicht gemerkt, aber die leute fangen an die platte abzuwerten wo es nur geht. es interessiert im moment nicht wie viele awards coldplay für ihre neue platte bekommen haben oder in welchen poll-listen sie mit ihr ganz oben stehen. das ändert nichts an der tatsache, dass gemeckert wird. (langweilig, flach, undsoweiterundsofort...) ich rege mich auch nicht auf, sondern diskutiere ganz sachlich darüber.

@oliver ding:

das wort mainstream ist fast durchweg negativ belegt, es interessiert ja nicht wie es wörtlich definiert wird.

so wie du es dir definierst ist es richtig und unter diesem gesichtspunkt ist es akzeptabel coldplay als mainstream zu bezeichnen. allerdings würde ich schon sagen das KOMBINATION/VERBINDUNG im allgemeinen unter 'innovativ' fällt.
Oliver Ding
12.04.2003 - 18:14 Uhr
@sarah: Das Wort "Mainstream" wird genau wie das Wort "Pop" nur von solchen Leuten negativ belegt, die noch keinerlei musikalische Reife entwickelt haben und meinen, sich diese nur durch Abgrenzung von der Masse verschaffen zu können.

Das ist aber schlichtweg Blödsinn und soll nur überdecken, daß sich diese Leute nicht trauen, ihrem eigenen Urteil zu vertrauen. Anstatt "Ich mag's halt nicht" zu sagen, kommt ein argumentfreier Unsinn wie "Das hört doch jeder" daher. Ja und? Dann hört's halt jeder.

Man kann sich zwar an Lieder, die man deutlich zu oft vorgesetzt bekommt, überhören, aber ein Song wird keinesfalls nur dadurch schlecht, weil ihn viele Leute mögen - zumal ja für jeden der Qualitätsbegriff, was Musik angeht, ein anderer ist.
humham
13.04.2003 - 16:03 Uhr
neunmalklug: "wenn man fünfzehn ist mag man eher das, was alle mögen, weil man sich selber noch nicht gefunden hat und sich anpasst."
glaube ich nicht, mit 15 ärgert man sich wenn man nicht was total individuelles hört und ganz alleine ist, eben weil man sich selber noch nicht gefunden hat, und deshalb probleme hat sich anzupassen, um die eigene individualität deutlich zu machen.
ditsch
13.04.2003 - 16:52 Uhr
Mit 15 ist man seit über 15 aber unter 16 Jahren auf der Erde. Genug Schubladen.
klostein
14.04.2003 - 08:59 Uhr
Ich bin 15 und mag Coldplay nicht mehr hören. Und jetzt?
shaidie
16.04.2003 - 20:00 Uhr
klarer Fall von Rückentwicklung.. ;)
ann
16.04.2003 - 20:16 Uhr
ich bin sechzehn und äh mag coldplay. hab ich mich jetzt selbst gefunden oder schon wieder verloren? hihihi.
shaidie
16.04.2003 - 22:21 Uhr
wie lustig.
haha.
Zur Unterstützung musste ich mich unter den Armen kitzeln lassen.

Ob du dich selbst gefunden oder verloren weiß ich nicht.
Ich denke es wäre noch wichtig zu wissen inwiefern du Coldplay magst - Plätschermusik oder empfindest du etwas dabei? Was?
usw. usf.
günth
30.04.2003 - 08:52 Uhr
es ist ja wirklich schade, dass coldplay so gehypt wird - als "alternative" könnten sie nur die insider verwöhnen, auch das würde mir reichen
don
15.06.2005 - 14:59 Uhr
die aussage coldplay größte rockband vielleicht noch grösser als u2.erklär mir mal bitte was an den beiden gruppen groß ist,die musik auf jeden fall nicht.
B-Ghost
15.06.2005 - 15:05 Uhr
Das ego!!!!!!!!!!!!

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