The Libertines - Anthems for doomed youth

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Herr Lehmann

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10.09.2015 - 17:47 Uhr
meine Highlights nach drei bis vier Durchläufen: Barbarians, You're my Waterloo, Heart of the Matter und vor allem Glasgow Coma Scale Blues.

Insgesamt ein gutes, fundiertes Album, in welchem immer mal wieder die alte "Magie" durchscheint (wenn Pete in Glasgow Coma... "your cold cold heart...." nachträllert - das ist doch wirklich herrlich). Natürlich bei weitem kein Meisterwerk, aber das sollte ja auch niemand erwarten haben. Dieses kaputte Genie der ersten beiden (meiner Meinung nach besonders des zweiten!) Albums kriegt man aber wohl auch nur mir Mitte Zwanzig hin. Ist vielleicht auch gut so.

The MACHINA of God

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10.09.2015 - 20:25 Uhr
Telecaster macht mir Hoffnung. :)

The MACHINA of God

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11.09.2015 - 14:04 Uhr
Alle Nicht-Musikmedien haben irgendwie immer diese "Mythos-war-größer-als-Musik"-Einstellung. Furchtbar. Merkt man irgendwie, dass das halt mehr Society-Wissenschaftler als Musikliebhaber sind. :)

Ersteindruch:
Sogar noch zahmer und ruhiger als ich erwartet habe. Rohe Energie Fehlanzeige. Jetzt müssen die Sings entscheiden. Aber das braucht mehr als zwei Durchgänge. Positiv fallen mir bisher besonders der Titelsong und "Glasgow Coma Scale Blues" auf.

Affengitarre

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11.09.2015 - 14:30 Uhr
5/5 bei laut.de

Mr. Orange

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11.09.2015 - 14:47 Uhr
Alle Nicht-Musikmedien haben irgendwie immer diese "Mythos-war-größer-als-Musik"-Einstellung.

Sehe ich aber gerade bei den Libertines auch so.

The MACHINA of God

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11.09.2015 - 14:54 Uhr
Sehe ich aber gerade bei den Libertines auch so.

Größer war der Mythos auch. Vor allen Dingen quantitativ. Aber es klingt dort immer so, als hätten die 2-3 nette Liedchen gemacht und der Rest wäre vernachlässigenswert. Und das ist nicht so. "Up the bracket" ist für mich immer noch unter Umständen das beste THE-Album und auch die s/t ist sehr sehr gut. Und damit stehe ich nicht alleine da.
Bei Oasis wird das Drumherum auch immer beschrieben, aber wenigstens werden die beiden ersten Alben als Meisterwerke anerkannt. Ber den Libertines geht es im Endeffekt immer um das heroin von Doherty.

Rote Arme Fraktion

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11.09.2015 - 18:41 Uhr
Der Titeltrack ist schonmal riesig.
A boy in a band
11.09.2015 - 23:51 Uhr
Barbarians 9/10
Gunga din 8/10
Fame and fortune 7/10
Anthems for doomed youth 8/10
You're my Waterloo 8/10
Belly of the beast 6/10
Iceman 6/10
Heart of the matter 7/10
Fury of Chon Buri 6/10
The milkman's horse 6/10
Glasgow coma scale blues 5/10
Dead for love 6/10

Kein wirklicher Ausfall, aber auch kein Überhit und nach einem sehr gelungenen Start eine etwas schwächere zweite Albumhälfte... Es hätte deutlich schlimmer kommen können.

MAXIMAN

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13.09.2015 - 13:20 Uhr
vermiss ein bisschen die roughness aber schon ziemlich gut eigentlich.

Dorado

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14.09.2015 - 13:03 Uhr
Also nach meinem Eindruck ist das bisher mindestens eine 7/10, die 6/10 finde ich ziemlich tiefgestapelt. Schönes Album. Stimme aber meinen Vorredner zu, ein bischen mehr roughness dürte es ruhig sein.

The MACHINA of God

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14.09.2015 - 15:28 Uhr
Die zwei Abschlusssongs gefallen mir bis jetzt tatsächllich am besten. Titeltrack auch. Sonst immer wieder schöne Melodien, aber so wirkliches Libertrines-Feeling kommt jetzt nicht immer auf. Mal sehen...
john
14.09.2015 - 20:38 Uhr
enttäuschung des jahres, kaum große melodien, ein album das ich nicht mehr hören werde.

schade um die vorfreude, echt schwach

da sind die babyshambles sachen viel viel cooler.

enttäuschender quark

Thanksalot

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14.09.2015 - 20:51 Uhr
Jup, 7/10 trifft es am besten.
Habe das Album bekommen, was ich von ihnen erwartet hatte. Der Anfang ist stark. Gunga Din hat mich nun vollends überzeugt, ebenso Fame And Fortune... was ein Ohrwurm. Belly Of The Beast und Iceman gefallen mir nicht so, dann geht es aber auch schon wieder aufwärts mitsamt einem starken Ende. Ich weiß auch nicht. Insgesamt leisten sie sich keine groben Schnitzer, aber zu einer 8 reicht es dennoch nicht.

Roughness kann man aber durchaus bei Barâts letztem Album finden, was ich überraschend gelungen finde.

Earl Grey

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14.09.2015 - 22:50 Uhr
Ich empfinde es als ein sehr starkes Album. Die 6von10 kann ich auch rein objektiv betrachtet nicht nachvollziehen. Allerdings ist es kein typisches Libertines Album. Was mir vor allen Dingen fehlt ist nicht Roughness, sondern sind diese großartig kindischen Gitarrenmelodien. Trotzdem ist es ein gutes Album geworden. Und wer weiß, möglicherweise mit Luft nach oben.
Lord Buschel
14.09.2015 - 23:19 Uhr
Leider kein starkes Album. Das totgehörte Gunga Din, Fame & Fortune und 1-2 ruhigere Stücke sind ganz ok. Der Rest hört sich weg und ist nicht präsent genug. Man merkt es musste eine Comebackplatte geschustert werden für die leider keine Ideen vorhanden waren.

Dem Album fehlt es an Punch und ist sehr seltsam uninspiriert. Man könnte daraus nicht mal eine mittelmäßige EP machen. Da hat Doherty schon wesentlich genialeres aus dem Ärmel geschüttelt... Schade, für mich nur 5/10
Lord Buschel
14.09.2015 - 23:23 Uhr
Hier mal ein Beispiel:

Allein dieser eine Song pisst das gesamte neue Libs-Album.
https://www.youtube.com/watch?v=Vu2tqT8svdM

Rumhorster

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15.09.2015 - 00:36 Uhr
Sogar You're My Waterloo wurde in den Sand gesetzt.

https://www.youtube.com/watch?v=OQN_dlUKtsg

So so so viel besser.

The MACHINA of God

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15.09.2015 - 10:09 Uhr
Was mir vor allen Dingen fehlt ist nicht Roughness, sondern sind diese großartig kindischen Gitarrenmelodien.

Ja, die fehlen auch. :/
A boy in a band
15.09.2015 - 11:56 Uhr
Sogar You're My Waterloo wurde in den Sand gesetzt.

https://www.youtube.com/watch?v=OQN_dlUKtsg

So so so viel besser.


Kein bisschen. Die alte Version ist aufgrund des aufgesetzten Gesanges nahezu unhörbar. Die neue Version dagegen klingt toll.

Demon Cleaner

User und Moderator

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15.09.2015 - 12:44 Uhr
Überspitzt, aber nicht unwahr.

eric

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15.09.2015 - 13:20 Uhr
Ja, zumindest dieses Gefühl, etwas Vorhersehbares zu hören, das hatte ich auch. Durchaus möglich, dass dabei die auch hier schon angeklungenen Faktoren Gesetztheit, Alter (sowohl der Bandmitglieder als auch vieler Hörer) oder gar songschreiberische Routine zum Tragen kommt.

Klar, es hätte weitaus schlimmer kommen können, "Anthems..." hat durchaus gute Songs und ist kein schwaches Album. Es fehlt aber eben auch ein Stück Genialität zu einer wirklich sehr guten, nachhaltig großartigen Platte.

Rumhorster

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15.09.2015 - 14:02 Uhr
>Kein bisschen. Die alte Version ist aufgrund des aufgesetzten Gesanges nahezu unhörbar. Die neue Version dagegen klingt toll.

topkek m8

Rumhorster

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15.09.2015 - 14:22 Uhr
Das die Platte überwiegend einigermaßen positiv empfangen wird zeigt lediglich, wie tief die Erwartungen an eine RocknRoll-Platte mittlerweile liegen. Mit der Scheibe wären sie 2002 definitiv nicht bedeutender geworden als beispielsweise die Paddingtons oder so. Ich muss der Zeit-Review leider viel zu sehr zustimmen.
B.il.l Hic.ks
15.09.2015 - 17:33 Uhr
"songschreiberische Routine"

...you know what, the musicians that made all that great music that's enhanced your lives throughout the years were rrreal f*cking high on dr*ugs. The Beatles were so f*cking high they let Ringo sing a few tunes.

The MACHINA of God

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15.09.2015 - 17:43 Uhr
Daniel Gerhardt...fand ich auch immer einen der besten hier. :)

Mainstream

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16.09.2015 - 19:46 Uhr
Gibt man einer Band, die sich selbst erwartbar reproduziert nun 6/10 oder 7/10?

Ich kann die Wertung verstehen. Ist einiges an Midtempo-Gezupfe drauf, die Sturm und Drang-Dringlichkeit der ersten Alben bleibt aus. Aber auch sehr würdige Tracks - Anthem, Waterloo, Glasgow Blues ...

Kommentare in die Richtung "hätte er auf Drogen bleiben sollen" sind unmoralisch, aber musikalisch nun Mal richtig.

captain kidd

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16.09.2015 - 21:45 Uhr
Mein Eindruck mittlerweile: Ein fantastisches Album. Ein durch und durch sentimentales Dokument des Überlebens. Egal, aus welchen Gründen die beiden wieder auf der Bühne stehen und die Platte gemacht haben - zusammen schaffen sie einfach große Kunst.

Ich bin ja etwas später auf "Up the bracket" aufgesprungen, aber dann wurde es schnell zu meiner (wie sagte es jemand über das Debüt von Nas) musikalischen DNA. Die Libertines waren damals die einzige Rockband für mich. Den anderen einfach in allem voraus: Bessere Songs, bessere Melodien, bessere Frisuren, wilder, spielerischer - you name it. Der Zweitling war dann der erwartbare Knaller und danach implodierte die Band. Die Soloprojekte interessierten mich überhaupt nicht (hielt sie auch für sehr sehr schwach) - und irgendwann nervte mich Pete Junkerty nur noch.

Der erste Durchgang des neuen Albums war dann auch mehr als gemischt. Es klang in allen Belangen zu glatt. Doch dann hat es Zoom gemacht. Natürlich klingt es nicht so wie die anderen Alben - weil es halt auch andere Typen sind. Das Album ist wie ein Spiegel. Man ist eben selbst auch nicht mehr der postadoleszente Nihilist, man trägt Verantwortung für "more than one life", die Endlichkeit der Dinge wird greifbarer, man hat Verluste erlitten. Und diese Platte spiegelt das aller - und hat verdammt nochmal geile. Und deshalb muss die Produktion auch so sein, wie sie ist. Etwas glatter, etwas bombastischer - aber hinter jedem Hallraum, hinter jedem Lalala wird ein Abgrund sichtbar. Und es ist eine zutiefst traurige Platte. Aber auch eine hoffnungsvolle. Weil man überlebt hat. Weil man nicht dead for love ist. Weil das Leben eben wirklich manchmal ganz handsome sein und hinter einer doomed youth ein Hallelujah Day warten kann.

captain kidd

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16.09.2015 - 21:53 Uhr
Und jeder weiß hier, ich liebe Dän, aber der Artikel ist absoluter Unsinn. Doherty ist kein Rock-Beamter. Doherty ist ein Überlebender, ein Flüchtling seiner Vergangenheit. Schon die Grundthese ist falsch und unfair: Da wird den Libertines quasi etwas vogeworfen, was allein auf dem Mist der Lügenpresse, Lügenpresse gewachsen ist: An der Rettung des Rock gescheitert zu sein (by the way, was gibt es rock'n'rolligeres als Scheitern?). Das wollten die nie und werden es nie wollen. Rock ist ihre küntslerische Ausdrucksform. Mehr nicht. Weniger nicht. Rock kann nicht dein Leben retten -oder zumindest dich vor der Spießigkeit. Das musst du selbst tun. Das haben die Libertines verstanden. Dän leider nicht.
rolf
16.09.2015 - 21:53 Uhr
"bessere Frisuren" *schmunzel*
Noel Gallagher
16.09.2015 - 22:52 Uhr
Rock kann nicht dein Leben retten -oder zumindest dich vor der Spießigkeit. Das musst du selbst tun.

Schönes Oasis-Zitat, danke. :)

Demon Cleaner

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16.09.2015 - 23:11 Uhr
Ich bin beim ersten kompletten Durchlauf doch positiv überrascht. Hätte ich nicht gedacht. Ein paar sehr hübsche Nummern, hat mich deutlich mehr bei der Stange gehalten als die letzte Babyshambles. Die Bonus Tracks kann man sich aber schenken.

The MACHINA of God

User und Moderator

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17.09.2015 - 00:58 Uhr
Unser captain... was für ein Plädoyer. :)

Mister X

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17.09.2015 - 01:10 Uhr
angehoert. fuer nett empfunden. vergessen.

The MACHINA of God

User und Moderator

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17.09.2015 - 10:51 Uhr
Jetzt biste ja wieder dran erinnert worden und kannst es nochmal hören. :)

Rote Arme Fraktion

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17.09.2015 - 13:03 Uhr
Der Captain lebt Musik :)

Finde das Album toll. So schwelgerisch (you are my Waterloo), so unkonstruiert, als wenn sie einfach noch viele Songs und Ideen hatten für ein Libertines-Album und es deswegen rausgebracht haben, und nicht aus niedereren Beweggründen.

The MACHINA of God

User und Moderator

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17.09.2015 - 13:18 Uhr
Hmm, aber unkostruiert klingt es für mich leider gar nicht.

Demon Cleaner

User und Moderator

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17.09.2015 - 13:30 Uhr
Ne, da stimme ich zu. Es klingt sehr routiniert, durchaus wie eine Fortsetzung der Babyshambles, eher als eine Fortsetzung des letzten tatsächlichen Libertines-Albums. Aber ich kann auch nach dem zweiten Durchlauf sagen, dass ich es ähnlich gut wie die Self-Titled finde, also so bei 7/10 zu verorten.

Mainstream

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17.09.2015 - 13:51 Uhr
Ungekünstelt? Nein. Da sind paar eindeutig als solche erkennbare Filler drauf.

Telecaster

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17.09.2015 - 14:40 Uhr
"The Milkman´s Horse" und "Heart of the Matter" werden gerade zu zwei meiner Favoriten.

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.06.2013

18.09.2015 - 14:20 Uhr
"Heart of the matter" ist saugut, hat auch so ein bisschen das Unrunde bzw. Unfertige, das manchen Songs abgeht.
retro
19.09.2015 - 23:23 Uhr
wie kann man sowas langweiliges auf den markt bringen? hätten es bei zwei alben belassen sollen.

The MACHINA of God

User und Moderator

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28.12.2017 - 15:33 Uhr
Ein sehr ordenliches Album. Ähnlich wie die Reunion-Alben von Refused, Faith no more und Blur. Ne starke 7. Meine Lieblinge sind immer noch die letzten beiden Songs, die auf der einen Seite die Pub-Energie und auf der anderen Seite die sentimentale Melancholie haben. 7,3/10

Mister X

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20.08.2018 - 14:30 Uhr
Besser spaet als nie. Alle drei Alben jetzt mal fuer mich endeckt. Dieses hier am besten. Darf man das ?

Rote Arme Fraktion

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Registriert seit 13.06.2013

20.08.2018 - 14:51 Uhr
Nein ;)

Debüt 9/10
Self-Titled 8,5/10
Anthems 8/10
Come on
20.08.2018 - 16:31 Uhr
Kommt hier dann doch ganz gut weg. Dafür das die Songs im Vergleich zu früher eher auf Sparflamme sind.

Soll da nicht demnächst ne Ankündigung zu LP4 kommn?

Mister X

Postings: 2171

Registriert seit 30.10.2013

20.08.2018 - 19:13 Uhr
ist bei wiki fuer 2020 gelistet

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