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Helmet

User Beitrag
streetpunk
07.02.2003 - 19:14 Uhr
Ich möchte nur kurz darauf hinweisen... dass HELMET eine überragende Band waren.
Natürlich sind alle Alben qualitativ überragend und gleichwertig, dennoch unterscheiden si sich hinsichtlich ihrer eingeschlagenen musikalischen Wege (entsprechend ihrem Erscheinungszeitpunkt), so dass sich meine "Präferenzliste" in etwa so liest:
Betty (1994)
Meantime (1992)
Aftertaste (1997)
Strap It On (1991)
-Fühlt jemand ähnlich?
Oliver Ding
07.02.2003 - 21:50 Uhr
Ja. Ich entsinne mich, daß ich beim Superbang '94 in den Nähe von jemandem stand, der die ganze Zeit schrie, Kyuss seien Götter. Konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Ich hatte schließlich gerade Helmet gesehen. Inklusive einer knochenbrechenden Version von "Just another victim". Dagegen konnten selbst Rollins und die Peppers nicht anstinken.
willy
08.02.2003 - 12:27 Uhr
Ja, geile Band, aber ich fand sie ab "Betty" nicht mehr so toll. "Meantime" ist das Hammeralbum und daher sieht meine Liste so aus:

Meantime
Strap it on
Betty
Aftertaste

micha
08.02.2003 - 14:20 Uhr
Jaja, helmet wurden auch in der presse immer abgefeiert, aber so geht es einem halt mit manchen bands. Ich hatte sowohl meantime, betty und strap it on auf dem ramsch ersteigert und konnte mit allen alben wirklich nix anfangen, weiß auch nicht warum...
phaia
09.02.2003 - 02:08 Uhr
maaan und was ist mit der born annoying?
da ist der übersong shirley mclaine drauf! hören!!
Tristesse
09.02.2003 - 02:05 Uhr
Ich spiele Schlagzeug in einer HipHop-Band.
Einer ist am Mikro und rappt, zwei Mädels singen im Background, einer spielt Keyboard und der letztere spielt Bass. Falls zufällig ein Band-suchender Produzent den Weg meiner winkenden Nachricht kreutzen sollte, sollte klicken und zurückmailen oder er hat etwas großes verpasst *gg*

Liebe Grüße

Tristi
willy
09.02.2003 - 11:01 Uhr
@phaia
"Born Annoying" ist eine Singles B-Seiten Compilation und IMO nicht besonders spannend.
streetpunk
11.02.2003 - 19:50 Uhr
sehr cool ist auch das björk-cover "sinatra". vor allem in der live version.
stativision
11.02.2003 - 23:33 Uhr
sehr geil, ja! ich find übrigens die aftertaste am besten - im gegensatz zu fast allen anderen. konnte die schlechten reviews dazu nie nachvollziehen. mit dem noise gehalt von helmet konnte ich nie soviel anfangen, dazu hab ich andere bands. auf der aftertaste waren imo einfach die besten songs!
avon
08.01.2004 - 23:31 Uhr
Ist euch schonmal aufgefallen, dass es zu dieser Band gar keinen Thread gibt, obwohl sie bestimmt ne Menge andere Bands beeinflußt haben? Das ändert sich jetzt. Schreibt einfach wozu ihr Lust habt, z.B. welches das beste Album von denen ist...
Greylight
08.01.2004 - 23:36 Uhr
Ich besitze nur "Meantime". Das ist jedenfalls geiler Hardcore, Metal, oder was auch immer, ist ja auch egal. Von den Gitarrenriffs her grandios. Helmet bringen es schnörkellos auf den Punkt.
placebo-queen
08.01.2004 - 23:48 Uhr
"Helmet"schonmal was von gehört,aber so wirklich kenne ich die nicht.Welchen Musikstil haben die denn?
Norman Bates
08.01.2004 - 23:56 Uhr
Meantime fand ich am besten. Betty ist auch ganz nett.
Greylight
08.01.2004 - 23:53 Uhr
Schneller Hardcore/Metal mit Stakkato-Gitarrenriffs und häufig mit lärmigen Gitarrenflächen. Und Page Hamilton (Sänger) besitzt auch eine einigermaßen gute Stimme schafft es wunderbar, Aggressionen authentisch zu verpacken.
avon
09.01.2004 - 00:13 Uhr
"Schneller Hardcore/Metal mit Stakkato-Gitarrenriffs und häufig mit lärmigen Gitarrenflächen"

Man darf sie sich aber jetzt nicht so typisch hardcore-mäßig vorstellen...ich find sie streckenweise auch sehr melodiös zumindest auf Betty...auf Aftertaste soll es dann schon ganz schön poppig zugehen, kann ich aber nichts zu sagen, weil ich die nicht hab.
Greylight
09.01.2004 - 00:19 Uhr
OK, ich kann mich mit meiner Beschreibung ausschließlich auf "Meantime" beziehen. Aber sie sind auch da mitunter melodiös, z.B. bei "Unsung", was auf jeden Fall auch gut so ist.
stativision
09.01.2004 - 09:33 Uhr
unsung war so in etwa der erste melodiösere helmet-song (in erster linie wegen den gesangslinien). davor gabs sehr viel noisigere sachen. betty fand ich ziemlich merkwürdig, selten gehört, aber dennoch ziemlich gut. aftertaste war wieder etwas härter und straighter (vom gesamtkonzept her). halte ich trotz der zahlreichen schlechten kritiken für das beste helmet-werk. hier wird zwar nichts neu erfunden (wie mitunter davor), aber die helmet-typischen ingredienzen sind hier imo in die besten songs verpackt.
apropos: es sind gerüchte über eine helmet-reunion im gange, an denen was dran scheint. hoffentlich wirds kein ähnlicher flop wie die prong- oder turbonegro-reunion oder eine peinlichkeit wie die von life of agony...

ich denke übrigens, dass es neben kaum eine andere band der neuzeit - neben nirvana evtl. - gibt, die soviele bands im härteren genre beeinflusst hat, wie helmet. leider kam irgendwann auch die new metal welle.
avon
09.01.2004 - 11:28 Uhr
@stativision
zum comeback...naja, ich glaub ja nicht das sie den Rock neu erfinden werden, aber man kann ja mal reinhören...auf laut.de findet man auch das neue line-up.
also ich fand das Turbonegro-Comeback gar nicht so ein Flop, nagut das Feuer von einst haben sie nicht mehr und das neue Album klingt auch etwas nach Aufguss von Apocalypse Dudes...aber ich fand, alles in allem konnte es sich noch sehen lassen...
strap it on
09.01.2004 - 11:40 Uhr
ich hoffe, dass page endlich mal sein soloalbum veröffentlich. einen song kann man ja schon auf dem underworld ost hören und der ist wirklich klasse.

von einer helmet reunion habe ich auch schon gehört, kann es mir aber nicht vorstellen. john stanier ist mit tomahawk glücklich und den anderen geht es wohl auch gut. page hat aber auch mal in einem interview gesagt, dass er mit anderen leuten eine band zusammenstellen will, mit der live dann auch ein paar helmet songs zum besten geben will. mal abwarten.
TurboMOHU
10.01.2004 - 01:08 Uhr
@avon

also, wenn du mit poppiger etwas zugänglicher oder nicht ganz so roh,urwüchsig meinst,trifft das vielleicht zu. also Meantime ist schon die mit abstand beste von helmet, aber ich würde dir auch die aftertaste ohne vorbehalte zum kauf empfehlen.
MH
12.12.2004 - 20:33 Uhr
Da's kein speziellen "Helmet Live"-Thread gibt und die anderen sich um einzelne Alben drehen:

War Freitag Abend im Grünspan, in Hamburg. Absolut geiles Konzert. Zwar "nur" anderthalb Stunden Spielzeit, allerdings waren die Rock pur. Und außerdem wußte ich gar nicht, dass Page so gut deutsch kann und mehr als die üblichen "Danke" und "Ich liebe euch"-Floskeln drauf hat. Daumen hoch.
helmet222
13.12.2004 - 18:38 Uhr
Haben hoffentlich auch viel neues Material gespielt
MH
15.12.2004 - 20:50 Uhr
Größtenteils sogar, ja.

Hatte Langeweile und hab einen Konzertbericht geschrieben...

[b]Helmet[/b], 10.12.04, Hamburg

Der Grünspan - ein offensichtlich ganz schicker Rock-Laden. Irgendwo an der Reeperbahn, erreichbar in dem man an unzähligen INTERESSANTEN Etablissements vorbeiläuft. Und dort sollten also Helmet spielen, die 'neuen' Helmet. Jene Band, die damals, im vergangenen Jahrtausend, zum Besten gehört, was das Genre zwischen Rock und Metal so zu bieten hatte. Muss wohl 'ne tolle Zeit gewesen sein.

Auf jeden Fall lärmt Page Hamilton anno 2004 mit drei halbwegs neuen Mitmusikanten (Mr. Traynor tourte ja schon nach Veröffentlichung der "Aftertaste" mit der Band) durch die Lande und dachte sich: Hamburg rockt, da will ich spielen. Gesagt, getan. Als Vorband traten die Jungs von Lockjaw auf. Eine an und für sich ganz passablen Band aus Deutschland, nur der Sound war irgendwie matschig. Kann man sich bei Gelegenheit aber mal näher mit beschäftigen.

Gegen halb neun betraten dann die vier Mannen von Helmet die Bühne. Kein Bühnenbild, nichtmal ein Namensschriftzug, kein großes Gerede, sondern einfach ein hartes Riff. Mitten ins Gesicht, dahin wo's wehtut. Vorhang auf für anderthalb Stunden Rock, wie Gott ihn sich vermutlich in seinen kühnsten Träumen vorstellt. Dummerweise träumt er recht selten. Und wenn dann, wahrscheinlich von Frieden auf Erden. Hah... aber nicht heute.

Vor allem Fans von "Size Matters", dem aktuellen Album, kamen während dieser Zeit voll auf ihre Kosten. An die genaue Setlist kann ich mich zu meiner Schande leider nicht mehr erinnern - Haareschütteln führt eben doch zu Gedächtnisverlust. Aber es ist natürlich Ehrensache, dass Klassiker wie "Wilma's Rainbow", "In the Meantime" oder "Unsung" auch ihren Platz im Programm hatten. Ansonsten hätte Page das lauthals mitgebrüllte "I'd like to see you into pieces" auch auf sich beziehen können.

Aber ernsthaft, Page Hamilton ist ein ganz netter Kerl. Zuerst bewies er, dass er mehr drauf hat, als immer nur brav nach jedem Stück "Danke" zu sagen. In gutem Deutsch sprach er desöfteren zum Publikum, das daraufhin Lieder aus längst vergessenen Tagen forderte oder sich ein Kind von ihm wünschte. Page selbst zog vor, sich als Sänger der Puhdys vorzustellen und daraufhin seine Gitarre lustig in die Luft zu werfen. Die Highlights seiner Weisheiten waren aber sicherlich die ständigen Aufforderungen zur Bewegung des Körpers - "Tanzt man in Deutschland denn nicht gerne, nein?" Doch klar, Pogo.

Aber dann war's auch irgendwann schon vorbei. Und das, obwohl nach "Unsung", das eigentlich traditionell beinahe jeden Helmet-Auftritt beendet, noch eine weitere Zugabe gespielt wurde. Nachdem sich die vier Hoheiten vorn auf der Bühne fünf Minuten lang vermutlich darüber gestritten haben, was man der hungrigen Meute nun noch zum Fraß vorwerfen könnte, passierte es dann ein weiteres Mal. Eins - Zwei - Drei - Riff. Laut. Dreckig. Helmet.

Beim Verlassen des Grünspans roch es dann auch allüberall nach Rock. Verschwitzte, mehr oder meist eher weniger durchtrainierte Körper, die nach insgesamt mehr als zwei Stunden feinster Rockmusik langsam in Richtung Licht stolperten. Dorthin, wo die Schrift rot aufblinkt. Jeden Abend, auch wenn Helmet nicht in der Stadt sind. Oh ja, Hamburg rockt.
rodion
15.12.2004 - 21:18 Uhr
also, ich war auf den konzis in bochum und bielefeld und fand's beide male sehr überzeugend, auch nach so vielen jahren. hier die setlist, soweit ich mich entsinne:
pure
smart
crashing foreign cars
see you dead
ironhead (für mich absoluter höhepunkt)
milque toast
birth defect
last breath
enemies (der einzige tiefschlag)
crisis king
surgery
wilma's rainbow
in the meantime
it's so easy to get bored
unsung

die neuen songs (bis eben auf 'enemies') sind live aber auch wirklich nicht zu verachten. insofern hat es sich schon gelohnt, auch für mich, der ich in bielefeld bis 6 uhr morgens bis zur ankunft des ersten zuges ausharren musste. ;)

ach ja, @MH: was war denn die zweite zugabe nach unsung?
MH
15.12.2004 - 21:32 Uhr
"Bad Mood" war auf jeden Fall dabei. Glaube auch beinahe 100%ig, dass das in der zweiten Zugabe war. Bringe aber wie gesagt ständig Setlists durcheinander und hab's demnach auch bisher bei keiner Band geschafft, eine eben solche korrekt niederzuschreiben. Deswegen laß ich das meist... Werde jedoch mal schauen, ob ich irgendwo im Netz die echte Setlist auftreiben kann.
Helmut
16.12.2004 - 04:51 Uhr
...Haben ihre beste Zeit hinter sich. Live würd ich die trotzdem gerne mal erleben.
helmet222
16.12.2004 - 14:36 Uhr
Finds geil das sie jetzt Crisis King live spielen, das ist einer meiner faves auf der aftertaste

Hoffentlich bringen helmet ne Live DVD oder CD raus.

PS. Helmet waren in der Sarah Kuttner Show. Hat das jemand gesehen? Wie war das ?
King Bronkowitz
29.12.2004 - 13:49 Uhr
Die beste Helmet-Platte ist meiner Meinung nach die "Strap It On", das war das Debüt auf Amphetamine Reptile und dementsprechend kompromissloser Noiserock. Danach wurden sie von Album zu Album glatter und Page Hamilton immer größenwahnsinniger. "Meantime" war noch brachial, "Betty" war schon stinklangweilig und "Aftertaste" war überhaupt nix. Und jetzt? Die völlige Selbstdemontage...tausendmal gehörter Alternative-Metal-Rock-Dreck. Page Hamilton, fuck off! Sofort auflösen.
stativision
29.12.2004 - 14:25 Uhr
so kompromisslos war strap it on ja nu auch nicht (war nur ziemlich "schlecht" produziert, was natürlich auch wie die faust aufs auge passte).
und die späteren platten wurden auch immer präziser - ob man das nun gut findet oder nich, ist natürlich geschmackssache.
egal: bad mood bleibt wohl bis heute mein liebster helmet track.
porge
31.03.2006 - 13:13 Uhr
Alte Threads wiederbeleben rockt und Helmet auch. Beim Durchschauen meiner alten Sammlung hab ich mir spontan vorgenommen die Helmet-Alben in umgekehrter Reihenfolge durchzuhören. Inklusive der coolen Born Annoying EP. Zur vollständigen Sammlung fehlt aber noch was. Es gab doch mal die Zusammenarbeit von Page Hamilton mit nem deutschen Jazz Gitarristen namens Caspar Brötzmann (oder so). Bei Amazon und eBay nicht zu finden. Wo krieg ich die denn her?
bee
31.03.2006 - 14:57 Uhr
meinst du diese Scheibe?
Zulutime von Caspar Brötzmann & Page Hamiliton. Amazon Marketplace für 43,41 ...
übrigens auf einem Brötzmann Konzert sah ich das einzige Mal eine Fliege rückwärts fliegen ,-)
Darny
31.03.2006 - 14:57 Uhr
Einfach mal bei Amazon.de nach "Zulutime" suchen und schwupps, schon findest du das Teil. Kostet bei den Drittanbietern aber auch mal locker über 40 Glocken.
Und Caspar Brötzmann ist übrigens kein Jazz-Gitarrist, sondern hat eher was mit Noise am Hut, sein Vater Peter dagegen ist deutscher Jazzer.
porge
31.03.2006 - 17:10 Uhr
Ah geil, die meine ich. Zulutime also. Aber 40 € sind ja wohl übertrieben. Das mit der Fliege rall ich irgendwie nicht. Wars laut?
BliecK
11.08.2007 - 10:30 Uhr
Wen`s noch interessiert. Bei myspace.com/helmetrocks gibts mit "Revenge Destroys Everything" ein neues Lied zu hören.
volker
01.10.2007 - 22:17 Uhr
helmet waren anfang der 90er DIE band, die alten alben (born annoying/strap it on/meantime...) waren so unendlich neu und anders. die neuen sachen sind leider nicht mehr mit diesem feuer versehen. musikalisch gut, aber mehr auch nicht.
und das sagt jemand, der seit 17 jahren helmet hört (und immernoch hört. jedenfalls die alten sachen...)
Wolffather
01.10.2007 - 22:24 Uhr
Meantime und Aftertaste sind solche Mörderalben...
Schade, dass die neuen Sachen da nicht im Entferntesten mithalten können
brny
03.06.2008 - 14:44 Uhr
Helmet auf Europa-Tour.

Die Visions schreibt, "das ernüchternde letzte Album zeigte die Band (...) außer Form", musikalisch seien die Jungs damit "gerade noch Durchschnitt und eine Randnotiz wert" gewesen. Halte ich für frech und v.a. falsch. "Monochrome" ist sicher nicht ihr (bzw. eigentlich Page Hamiltons) bestes Album, zeigte aber - gerade zusammen mit dem Vorgänger "Size Matters" -, dass das Comeback mehr als gerechtfertigt ist. Man nehme nur einige Songs als Beispiel her: "Swallowing Everything", "Brand New", "On Your Way Down", "Goodbye" bzw. "Smart" oder "Everybody Loves You".

Ist natürlich diskussionswürdig - also los!


PS: Ich freu mich jedenfalls auf ein sicher starkes Wiener Konzert!
fitzcarraldo
03.06.2008 - 15:16 Uhr
Nö, scheiße ist schon was anderes als "Size Matters" und "Monochrome" und trotz Visions-Meinungshochheit sind die Alben sicherlich überdurchschnittlich. Trotzdem ist die Reunion in meinen Augen eine ziemlich halbgare Angelegenheit, nicht zuletzt weil man das ja nicht wirklich Reunion nennen kann. Eine Weiterentwicklung seit "Aftertaste" hätte ich mir außerdem schon erwartet, schließlich ist man seiner Zeit nicht mehr voraus und auch an Page Hamilton sollten die letzten 10 Jahre nicht spurlos vorbeigegangen sein (zumindest seinen Gianna Nannini-Raunzattacken hört man das ja auch an). So hat das Comeback leider ein Geschmäckle von Ausschlachtung des Namens und Rufes.
brny
03.06.2008 - 15:32 Uhr
Na ja, diese Ansicht hat vielleicht auch mit der leider inflationär gebrauchten Verwendung des Wortes "Comeback" zu tun. Als Pearl Jam ihr letztes Album brachten, hieß es in den Medien so quasi: Juhu, das erste Album seit vier Jahren (es waren dreieinhalb), bei R.E.M. war es zuletzt dasselbe (ebenfalls ziemlich genau dreieinhalb Jahre seit "Around the Sun"). Es hieß jeweils "sie kehren zurück" bzw. eben "ihr Comeback". Dabei waren beide Bands gar nie weg, was sich an exzessivem Touren und an etlichen Veröffentlichungen - die halt nur keine Studioalben waren - festmachen ließ.

Im Falle Helmet ist es weniger ein Comeback der Band, weil es ja eigentlich eine Hamilton-Solonummer ist. Allein seit "Size Matters" aus 2004 wurde die Band schon wieder drei oder vier Mal umgebaut. Reunion ist das dann schon mal überhaupt keine - davon kann man bei Led Zeppelin (abgesehen von Bonham) oder The Who sprechen.

Dennoch: Es ist legitim, eine "alte" erfolgreiche "Marke" wiederzubeleben. Billy Corgan hat im Grunde dasselbe getan (außer dem alten Drummer ist kein Originalmitglied der Pumpkins aktuell mit in der Band) und meines Erachtens ein Album abgeliefert, das qualitativ einen weitaus größeren Graben zu früheren Geniestreichen riss (ich war immer ein Fan v.a. der B-Seiten: "Pisces Iscariot" und "Judas O."), als dies Page Hamilton im Vergleich der 90er zu den "Comeback"-Platten tat.

Apropos Weiterentwicklung bei Helmet, die fitzcarraldo vermisst: Immerhin klingt "See You Dead" von der "Size Matters" vom Riff und in der Strophe verdammt nach den Neo-Rockkönig(innen) QOTSA!
stativision
03.06.2008 - 15:51 Uhr
mit aftertaste war alles gesagt, alles danach hätte man sich schenken können. da gibt's imo auch nix zu diskutieren.
brny
03.06.2008 - 15:59 Uhr
@stativision: na ja, da wüsst ich jetzt einige kandidaten, die hier im forum regelmäßig gelobt werden, auf die das passen würde...

und natürlich kann man diskutieren, ob's eine band noch bringt oder nicht. stagnation auf hohem niveau mag durchaus unterhalten!

[ ein tatsächlich echtes comeback wäre im übrigen die "chinese democracy ;-)) ]
stativision
03.06.2008 - 16:19 Uhr
ja, richtig, das passt auf ziemlich viele kandidaten :) nur hat bei helmet die quasi-reunion einen negativen beigeschmack.

bevor ich persönlich 13 euro für ein neues album ausgebe, was mir nichts anderes und nicht mehr als das vorherige zeug bietet, steig ich lieber auf andere bands um. ich sag ja auch gar nicht, dass die songs schlecht sind.
chairkicker
03.06.2008 - 18:01 Uhr
mit aftertaste war alles gesagt, alles danach hätte man sich schenken können.
Absolut! Lieblinge bleiben nach wie vor "Meantime" und "Betty". Punkt!
messiah
03.06.2008 - 18:08 Uhr
die musik der letzten alben war ja teilweise gar nicht so schlecht, aber der gesang von hamilton.... *grusel*
BliecK
03.06.2008 - 18:27 Uhr
Also die letzten beiden waren aufjedenfall nicht schlecht, aber´gegen die alten Alben stinken sie nur ab. Es war schon ne gute Entscheidung sich nahc dem genialen Aftertaste-Album zu trennen. Es war definitiv alles gesagt und die Luft ist auch 2008, 10 Jahre nach dem Split, einfach raus. Auch das Niveau der Lyrics ist stark gesunken.
Das Geniale an dieser Band ist vorallem Page Hamiltons, der einerseits ganz böse brüllte, andererseits schön klar sang. Ich liebe alte Bootleg-Aufnahmen in denen sich PAge die scheiße aus dem Kopf brüllt, ohne sich dabei um große Posen zu bemühen.
2008 hat der Mann nur noch wenig Kraft in der Stimme, was bei einem Mann, der auf die 50 zugeht kaum verwunderlich ist. Ich weiß leider nichteinmal, ob ich Lust habe meine absolute Lieblingsband Live zu sehen.
Schade
brny
03.06.2008 - 19:15 Uhr
nun, es wundert mich, dass hier die "Aftertaste" so hochgehalten wird - bin nämlich derselben meinung und damit bislang nie wirklich angekommen. "Betty" hat ihre stärken, ganz klar (v.a. "Buscuits for Smut"), und über "Meantime" braucht man nicht diskutieren, aber die 97er-platte war echt ganz hohes niveau!

dennoch: hamiltons gesang fand ich auch auf den letzten beiden alben so schlecht nicht; natürlich krächzt er teils etwas schrullig, aber wer sagt, dass das nicht so sein sollte? andernfalls wäre es im studio nichts leichter, als beim gesang zu tricksen!

und wenn man sich auf youtube das eine oder andere livevideo der letzten jahre anschaut, würde ich meinen, dass Helmet auch 2008 im konzert eine bank sind!!!
stativision
03.06.2008 - 19:23 Uhr
warum erwähnt eigentlich keiner "strap it on"? noch nich so geleckt wie später, aber gerade das ist doch der reiz daran. finde die genauso stark wie meantime.
messiah
03.06.2008 - 19:26 Uhr
neben der "strap it on" sollte auch die tolle "born annoying" nicht unerwähnt bleiben.
drogba
03.06.2008 - 20:01 Uhr
warum erwähnt eigentlich keiner "strap it on"? noch nich so geleckt wie später, aber gerade das ist doch der reiz daran. finde die genauso stark wie meantime.

ui, wenn meantime dagegen "geleckt" wirkt, dann muss das ein seltsames brett sein ;) muss ich wohl mal besorgen...
messiah
03.06.2008 - 20:05 Uhr
"strap it on" ist ungefilterte brett aus wut und noise - produktionstechnisch nicht so ausgefeilt, aber es bläst trotzdem alles weg.

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