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Sonic Youth

User Beitrag

The MACHINA of God

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28.12.2017 - 13:27 Uhr
Neben The Cure habe ich derzeit noch massiver eine Sonic Youth-Phase. Muss wohl bald mal alle Alben hier bewerten.

Math

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28.12.2017 - 13:41 Uhr
Vielleicht ein Sonic Youth Poll wie es gerade mit The Cure läuft?

Fänd ich cool

The MACHINA of God

User und Moderator

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28.12.2017 - 14:17 Uhr
Ich wäre dabei.

MopedTobias (Marvin)

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28.12.2017 - 14:44 Uhr
Sofort. Unumstritten meine Lieblingsband.

Old Nobody

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28.12.2017 - 17:45 Uhr
Fänd ich auch klasse

Gomes21

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28.12.2017 - 18:02 Uhr
Ja!
Kein Fanboy
28.12.2017 - 19:16 Uhr
Ach ja, Sonic Youth. Die haben in laufe ihrer Karriere so einige Scheiben produziert und wussten dabei immer zu überraschen. Wenn man glaubte schlimmer kann es nicht werden, haben sie einen prompt von Gegenteil überzeugt.

Naja, 2-3 Songs der Marke "OK" hatten sie schon, mehr hat es aber definitiv nicht gebraucht.
@Kein Fanboy
29.12.2017 - 10:11 Uhr
Liste mal die okayen Songs auf? Danke.

The MACHINA of God

User und Moderator

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05.10.2019 - 21:37 Uhr
Wollte jetzt mal wieder die Biographie lesen. Deshalb läuft grad das tolle "Hold that tiger"-Livealbum von der "Sister"-Tour. Kann ich nur empfehlen.
Auf Spotify haben die Songs leider keinen direkten Übergänge, sondern aus irgendeinem Grund kurze Pausen zwischen den Übergängen. Sinnlos!

The MACHINA of God

User und Moderator

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29.03.2020 - 01:41 Uhr
Scheinen grad einige Liveaufnahmen aus verschiedenen Zeiten rauszuhauen. Live in Moskau '89 gibt es zumindest schon mal auf Spotify.

Mann 50 Wampe

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29.03.2020 - 08:26 Uhr
Ich habe grad bei mir im Archiv nachgeschaut, ich habe sie tatsächlich 1989 live gesehen, allerdings nicht in Moskau sondern in Düsseldorf auf dem Noise Now Festival. Damals mit Nick Cave, Gun Club, Anne Clark und Phillip Boa.

Talibunny

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29.03.2020 - 13:16 Uhr
tolles line - up.

The MACHINA of God

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12.04.2020 - 19:37 Uhr
So, die Hendrix-Bio ist beendet und ich gehe direkt zu weiteren Gitarren-Göttern über. Die tolle Bio "Goodbye 20th century" soeben begonnen.

fuzzmyass

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12.04.2020 - 22:21 Uhr
Hab ich auch schon gelesen, gute Bio... muss mal wieder die Diskographie durchhören, aber momentan sind Dinosaur Jr, Strokes und die Stones dran (ok, letztere höre ich nur einen kleineren Teil der Diskographie zugegebenermaßen)

The MACHINA of God

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21.04.2020 - 16:18 Uhr
Bin jetzt mit "Daydream nation" durch. Schon interessant, wie die Band mit jedem Album etwas besser wird (sieht rym auch so). Wobei ich irgendwie "Bad moon rising" etwas mehr mag als "EVOL". Aber egal, die Richtung stimmt. :)

The MACHINA of God

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22.04.2020 - 20:21 Uhr
Ach, hab irgendwie doch noch Bock auf paar Kurzrezis:

"Sister": Für mich wohl ihr erstes richtig tolles Album. Vorher mochte ich vor allen Sound und Atmosphäre, ab hier werden aber die Songs an sich greifbarer und auch einfach besser. Das Ganze natürlich mit den typischen SY-Gitarreneskapaden, wenn auch vergleichsweise unausschweifend. Mein liebster Track ist wohl "White Kross", für mich wohl sogar der beste "schnelle" SY-Song überhaupt und ein grandioser Closer (in der Original-Ausgabe). Und auch das später dazugestossene "Master-Dik" ist in seinem Noise/HipHop/Geplärr-Irgendwas einfach grandios.

Highlights:
Catholic Block, Stereo Sanctity, Pipeline, White Kross (!), Master-Dik

The MACHINA of God

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22.04.2020 - 20:28 Uhr
"Daydream Nation": Habe das Album zusammen mit "Dirty" irgendwann in den späten 90ern gekauft und konnte mit diesem hier anfangs deutlich weniger anfangen. "Dirty" war irgendwie knackiger. Und direkt der Opener "Teenage Riot" war mir irgendwie zu poppig. Was ich immer schon mochte waren die Lärmeskapaden, besonders in "Total Trash".
Mit der Zeit aber hat sich das Album extrem gesteigert bei mir und inzwischen geh ich mir, dass es wohl schon ihr Opus Magnum ist. Tolles Songwriting gepaart mit der typischen SY-Gitarren-Handschrift.

Highlights:
Der gesamte Mittelteil: Eric's Trip, Total Trash, Hey Joni, Providence (was für ein geiler Sound)

The MACHINA of God

User und Moderator

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22.04.2020 - 20:39 Uhr
"Goo": Fand interessant, wie in der Bio beschrieben wird, dass dieses Major-Debut während Aufnahmen und Abmischung echt etwas außer Kontrolle geriet, obwohl es besser vorbereitet war als alle Alben zuvor. Der Druck des ersten "großen" Albums und die vermeintliche Freiheit eines großen Budgets trugen hier wohl ihren Anteil dazu bei.
Ist bei manchen hier ja sogar beliebter als Vorgänger und Nachfolger, für mich fällt es aber als Gesamtwerk schon klar hinter beide zurück. Trotzdem ein sehr gutes Album, von dem ich aber eher einzelne Stücke höre, während ich Vorgänger und Nachfolger lieber am Stück höre. Liegt auch daran, dass das Album weniger aus einem Guss wirkt.
Besonders hervorheben möchte ich "Mildred Pierce", das einfach einen grandiosen Drive hat und in einem grandiosen WTF-Lärm endet. Da kann ich immer nur grinsen (interessant ist auch die 8-Minuten Demo "Blowjob (Mildred Pierce") auf der Deluxe-Ausgabe).

Highlights:
Mary-Christ, Mote (Ranaldo ist irgendwie immer in meinen Highlights, obwohl er immer nur 1-2 Songs pro Album hat), Mildred Pierce (!)

The MACHINA of God

User und Moderator

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22.04.2020 - 20:41 Uhr
Und ja, Korrekturlesen würde Sinn machen, aber fuck it. DIY!

Eliminator Jr.

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23.04.2020 - 14:33 Uhr
Die tolle Bio von Azerrad könnt auch mal wieder auf den Stapel. Zwar schon zwei mal komplett gelesen und dutzende Male durchgeblättert, aber die ist wahnsinnig toll geschrieben und macht immer wieder Spaß. Wirklich grandios schade, dass sie nun rückblickend betrachtet wenige Jahre vor dem tatsächlichen Bandende aufhört. Vielleicht kommt da mal eine zweite Auflage mit ausführlichem Addendum über die letzten Jahre. Toll wär's ja..

Bis dahin bewerte ich einfach mal wieder die Diskographie! Seit ich das zuletzt hier in irgendeinem Thread mal gemacht habe, ist A Thousand Leaves ins Unermessliche gewachsen.

Sonic Youth 7/10
Confusion Is Sex 6/10
Bad Moon Rising 7/10
EVOL 9/10
Sister 9/10
Daydream Nation 10/10
Goo 7/10
Dirty 4/10
Experimental Jet Set, Trash & No Star 6/10
Washing Machine 8/10
A Thousand Leaves 10/10
NYC Ghosts & Flowers 5/10
Murray Street 8/10
Sonic Nurse 9/10
Rather Ripped 8/10
The Eternal 7/10

Wenn ich mich also für das Sonic Youth Album entscheiden müsste, würden sich Daydream Nation und A Thousand Leaves im Matsch suhlend um meine Gunst prügeln (und an bedeckten Tagen würde ATL gewinnen). Waren mit 15 meine Lieblingsband und, auch wenn ich das Konzept Lieblingsirgendwas nicht mehr so recht mittrage, mit 30 sind sie es irgendwie auch noch.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

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23.04.2020 - 14:48 Uhr
Thumbs up! Nicht nur, weil wir die Lieblingsband teilen, sondern weil ich auch ATL über fast alles liebe. Wohl das am meisten unterbewertete SY-Album.

Ich bewerte (und ranke) auch mal. Hab ich hier im Thread noch nicht gemacht, nur mal vor einigen Jahren im Diskographie-Thread. Sieht bei mir aber ein bisschen Fanboy-iger aus:

1. Daydream Nation (10)
2. Goo (10)
3. A Thousand Leaves (9,5)
4. Sister (9)
5. Murray Street (9)
6. The Eternal (9)
7. Rather Ripped (8,5)
8. Evol (8,5)
9. Washing Machine (8)
10. NYC Ghosts & Flowers (8; seit der Session hier enorm gewachsen, war mal ganz unten)
11. Dirty (7,5)
12. Bad Moon Rising (7,5)
13. Sonic Nurse (7,5; hab ich von all ihren Alben aber am wenigsten auf dem Schirm, könnte mehr sein)
14. Confusion is Sex (7)
15. Experimental Jet Set, Trash & No Star (6,5)

ZoranTosic

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23.04.2020 - 15:02 Uhr
Da fühle ich mich dann auch mal berufen

Confusion Is Sex 6/10
Bad Moon Rising 7/10
EVOL 7/10
Sister 9/10
Daydream Nation 10/10
Goo 8,5/10
Dirty 7,5/10
Experimental Jet Set, Trash & No Star 7/10
Washing Machine 9/10
A Thousand Leaves 9/10
NYC Ghosts & Flowers 5,5/10
Murray Street 8,5/10
Sonic Nurse 9/10
Rather Ripped 9/10
The Eternal 8,5/10

Eliminator Jr.

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23.04.2020 - 15:06 Uhr
Ich nehme deine Wertungen zum Anlass die aus meiner Sicht positiven Ausreißer (Goo und Eternal) mal wieder auf den Plattenteller zu legen. Goo habe ich ganz zu Anfang wirklich geliebt, hat mit den Jahren aber an Anziehungs- und Strahlkraft eingebüßt, bis ich sie zuletzt völlig aus den Augen verloren habe. Aktuell als ein schon gutes, aber im Kontext irgendwie egales Album abgespeichert. Letzteres gilt auch für The Eternal. Da erinnere ich mich noch, wie ich am Releasetag morgens vorm Plattenladen stand, um mein Exemplar abzuholen. Darauf folgte keine richtige Ernüchterung oder gar Enttäuschung, aber richtig gekickt oder berührt hat die mich auch nie.

Als aus meiner Sicht negativen Ausreißer erkenne ich klar Sonic Nurse und möchte nochmal mit Nachdruck empfehlen, dem Album ab und zu etwas Spielzeit zukommen zu lassen. Zugegeben, Nurse war die erste SY-Veröffentlichung, die ich aktiv als Fanboy mitbekommen habe und hat allein dadurch einen Sonderstatus. Aber man, die ist so unfassbar schön. In Sachen Produktion und wahrhaftiger, unbeirrter Schönheit (I Love You, Golden Blue!!!! Ein klares Highlight der gesamten Diskographie für mich) haben sie genau hier ihren Zenit gefunden. Vorher war es experimenteller und forscher, später noch aufgeräumter und harmonischer und Nurse trifft für mich genau den Sweet Spot. Auch wenn meine Bewertungen oben es nicht deutlich machen, nach ATL und DN mit auf dem Treppchen.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

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23.04.2020 - 15:47 Uhr
Ja, ich wollte der SN eh nochmal ne Chance geben, mal schauen, wann ich dazu komme. Hab ich nur als ordentlichen SY-Standard abgespeichert und wahrscheinlich von all ihren Alben am wenigsten gehört.

"The eternal" ist ein bisschen die Alters-Version von "Daydream nation" für mich und dementsprechend ein nahezu perfektes Abschlusswerk. Auch sehr gut als Einstieg geeignet, finde ich.

fuzzmyass

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23.04.2020 - 18:39 Uhr
bei der Band fällt es mir unbeschreiblich schwer zu bewerten, aber Thousand Leaves empfinde ich auch als unterbewertet und Sonic Nurse als Meisterwerk.
Ansonsten klar Daydream und Goo die heftigen Meisterwerke, wobei ich die Kritik gg Dirty nicht nachvollziehen kann...

The MACHINA of God

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24.04.2020 - 20:24 Uhr
Die tolle Bio von Azerrad könnt auch mal wieder auf den Stapel.

Meinst du die in "Our band could be your life"? Oder hat der noch ne richtige? Kenne nur die von David Brownie "Goodbye 20th century".

The MACHINA of God

User und Moderator

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24.04.2020 - 20:26 Uhr
wobei ich die Kritik gg Dirty nicht nachvollziehen kann...

Ja, die 4/10 tut mir auch im Herzen weh. :)
Das Album ist heute Abend dran.

Eliminator Jr.

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24.04.2020 - 21:36 Uhr
Meinst du die in "Our band could be your life"? Oder hat der noch ne richtige?

Da habe ich in der Tat etwas durcheinandergebracht. Das Kapitel in OBCBYL ist zwar auch toll, aber ich meine natürlich Goodbye 20th Century.

Ja, die 4/10 tut mir auch im Herzen weh.

Das war natürlich nie meine Absicht. Tatsächlich halte ich Dirty für das einzig miese Album, das Sonic Youth je fabriziert haben. Confusion Is Sex und das sowieso kontrovers diskutierte NYC Ghosts & Flowers find ich jetzt auch nicht besonders stark, aber diese überzeugen durch eine klare künstlerische Vision und Integrität, die SY bis zum Ende ausgezeichnet hat. Ich halte nichts vom Sellout-Begriff und denke auch nicht, dass dieser auf Dirty angewendet werden kann, aber ich halte es für ihr einziges Album, das keine dieser beiden Qualitäten aufweist. Und dass mit Generic Lee's bester Song überhaupt im letzten Moment von der Platte geschmissen wurde, gibt nochmal einen Punkt Abzug :p Macht dann 3/10

The MACHINA of God

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24.04.2020 - 21:40 Uhr
In dem Punkt geb ich dir recht. In Sachen "künstlerische Vision und Integrität" ist "Dirty" sicherlich das schwächste Album der Band.
Aber ich liebe einfach den Sound des Albums und viele Songs. War halt auch etwas so mein Entdeckungsalbum bzgl. der Band.

Und sobald ich das "Dinosaur Jr."-Kapitel bei Azzerrad durch hab (auch geile Gitarren), dann leg ich die mal wieder ein und les die Bio weiter.

Eliminator Jr.

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24.04.2020 - 21:50 Uhr
Das geht jetzt zwar etwas Off-Topic, aber für den Fall, dass auch dir beim Black Flag-Kapitel jedes Mal die Kinnlade am Boden hängt, empfehle ich das absolut grandiose und endlos unterhaltsame Get In The Van von Henry Rollins. Gibt einen sehr detaillierten und schockierend brutalen Einblick in den Touralltag US-amerikanischer Punkbands der 80er.

The MACHINA of God

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24.04.2020 - 22:01 Uhr
Das Problem mit mir und Black Flag ist halt die Musik. :D Die ist mir irgendwie etwas zu "simpel". Aber natürlich ein extrem tolles Kapitel.
Wovon ich aber mal echt eine Bio lesen würde, wären die Butthole Surfers. Da musste ich echt so oft loslachen.
Aber gut, auch wieder OffTopic. :)

The MACHINA of God

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24.04.2020 - 23:49 Uhr
"Dirty": Das Album, das ein großer Erfolg hätte werden können (und sollen), es aber nie wurde. Trotz Nirvana-Welle und der wohl kommerziell vermarktbarsten Platte der Band blieb der Band der große Durchbruch verwehrt. Oder besser: erspart. :)
Aber bei mir hat es geklappt. Hab ich wie schon erwähnt zusammen mit "Daydream Nation" Ende der 90er (also tief in meinen Teenager-Jahren) gekauft und es hatte am Anfang einen großen Vorsprung vor dem 88er-Meisterwerk. Als Kind der 90er und Oasis-Jünger konnt ich einfach mehr mit den lauteren Drums und den noch lauteren Gitarren anfangen. Da war mir "Daydream" noch zu LoFi, gerade in Sachen Schlagzeug. Meine musikalischer Horizont hat sich Gott sei Dank seitdem sehr erweitert.
Jetzt höre ich "Dirty" heute zum zweiten Mal und ich muss sagen: Es bleibt mein Liebling der Band (also das Gegenteil von Elimator Jr). :D Ich versteh, dass man es als das - ich sag mal - rückratloseste Album der Band sehen kann, aber ich habe einen unfassbaren Spaß an dem Album. Es knallt halt einfach. Hier sind meine liebsten Gordon-Songs drauf (die Aggression!), mit "Wish Fulfillment" vielleicht mein liebster Song von Ranaldo (hier leider unterrepräsentiert, was wohl fast zum Ausstieg während der Aufnahmen führte) und mit "Theresa's sound world" die für mich Perfektion der Mischung aus Melodie und Gitarreneruptionen.
An dem Album hängt auch viel Nostalgie. Gerade jetzt beim Wiederhören erinnere ich mich, dass "100%" (damals kam das Video doch immer mal auf VIVA ZWEI) wohl mein erster Kontakt mit (absichtlichem) Feedback in einem Song war, einer meiner bis jetzt liebsten Soundeffekte überhaupt. Ich mein, ich kannte schon laute Gitarren und Härte, aber das da einfach Mal eine Gitarre querfiept durch einen eigentlich Pop-Song, das hat mir schon echt die weitere Musikwelt geöffnet.
Jaja, man merkt schon, ich häng an dem Album. War einfach wichtig. Komischerweise mehr als das gleichzeitige "Daydream Nation" (wobei, eigentlich hat mir das später etwass die 80er eröffnet, denen ich ja immer sehr verschlossen gegenüber war, nur halt später). Aber das lag halt einfach an meiner Musik-Sozialisation bis zu dem Punkt. Egaaaaaaaaal. Der Text ist echt lang. Love it!

Highlights:
100%, Theresa's Sound World (!!!), Drunken Butterfly, Wish Fulfillment, Sugar Kane, On The Strip und noch mehr, die Liste wird aber zu lang

Autotomate

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25.04.2020 - 09:07 Uhr
Nö, der Text ist nicht lang.

Eliminator Jr.

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25.04.2020 - 17:39 Uhr
Bei der Lobpreisung krieg ich ja direkt Lust, die mal wieder aufzulegen. Ich glaub auch von einer x-beliebigen Indie Rock-Band würde mir genau dasselbe Album sehr viel besser gefallen. In direkter Nachbarschaft einiger der bedeutendsten Platten ihrer Zeit und Genres hat es ein okayes Album nochmals schwerer. Aber ich finde deine Sichtweise auch sehr nachvollziehbar, Machina. Vielleicht bedient Dirty eben genau die Qualitäten, die ich in SY nicht vordergründig suche.

The MACHINA of God

User und Moderator

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25.04.2020 - 18:57 Uhr
Vielleicht bedient Dirty eben genau die Qualitäten, die ich in SY nicht vordergründig suche.

Kann sein. Und ich denke es geht vielen so. Es ist halt das Album, was am ehesten noch von einer anderen Band sein könnte (wenn natürlich acuh nicht wirklich).

The MACHINA of God

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25.04.2020 - 19:05 Uhr
Es war aber eben dafür gut, Leute wie mich einzufangen, die die alten Sonic Youth und diese Art der Musik der 80er gar nicht kannten (einfach weil zu jung), sondern eher mit zarten 14 Jahren auf Oasis und gern auch mal Nirvana standen. Ich wüsste gar nicht, wie ich in den internetlosen 90ern in dem Alter überhaupt sowas hätte bemerken können wie 80er-Noise-Underground. :) "Dirty" hat mich an der Grenze zu den "guten" Mainstream-Bands abgeholt und in die grandiosen Indie-Abgründe des Vorjahrzents eingefügt.

fuzzmyass

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25.04.2020 - 19:11 Uhr
Black Flag zu simpel???? Ernst gemeint??? Die Alben My War und Slip It In z.B. sind alles andere als das...

Ja, Get In The Van von Rollins ist ein heftiges Buch...

Affengitarre

User und News-Scout

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25.04.2020 - 19:13 Uhr
Die "My War" solltest du dir definitiv noch mal anhören. Seite A schnell und hart, aber der geheime Star ist natürlich die B-Seite mit drei herzlich schmerzvollen, langsamen und sludgigen Tracks. Fantastisch!

fuzzmyass

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25.04.2020 - 19:14 Uhr
Zu Dirty - ich liebe ja Sugar Kane über alles... toller Song..

Eliminator Jr.

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25.04.2020 - 19:39 Uhr
"Dirty" hat mich an der Grenze zu den "guten" Mainstream-Bands abgeholt und in die grandiosen Indie-Abgründe des Vorjahrzents eingefügt.

Einen noch größeren Dienst kann ein Album kaum erweisen. Chapeau!

Die "My War" solltest du dir definitiv noch mal anhören. Seite A schnell und hart, aber der geheime Star ist natürlich die B-Seite mit drei herzlich schmerzvollen, langsamen und sludgigen Tracks. Fantastisch!

Das sekundiere ich. My War ist mein Go-To Album von Black Flag und auf einer Seite quasi nervös zuckend vor Wut (zB der Titeltrack oder das brilliante Swingin Man) und auf der anderen Seite (bitte wörtlich verstehen) beinahe stagnierend rigide vor bleierner Schwere. So oder so meilenweit entfernt vom straighten HC-Sound der Anfangsjahre. Die B-Seite hat quasi die Melvins (und Grunge) um einige Jahre vorweg genommen.

The MACHINA of God

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25.04.2020 - 19:45 Uhr
Ich meinte eher die Anfangs-Sachen von Black Flag. Hab halt die Disko nah bei der Bio gehört und da machen ja schon die ersten Jahre den Großteil aus.

The MACHINA of God

User und Moderator

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25.04.2020 - 19:50 Uhr
"Experimental Jet Set, Trash and No Star": Ein Album, was immer etwas untergeht. Das Ding hat einen unfertigen, skizzenhaften Charakter, der einige abgeschreckt hat. Die Band selbst sieht es wohl auch als "transistion"-Album.
Ich persönlich mag viele Songs gerade in ihrer Unfertigkeit, auch wenn es immer mal Stellen gibt, wo normalerweises 3 Minuten Lärm gekommen werden und hier ist der Song auf einmal vorbei. Was mir echt fehlt: der obligatorische Ranaldo-Song. Ein eigenartiges Ding, das bei mir auch je nach Tageslaune mal weiter oben oder unten im Ranking landet.

Highlights:
Starfield Road, Self-Obsessed and Sexxee, Androgynous Mind, Waist

The MACHINA of God

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26.04.2020 - 18:05 Uhr
"Washing Machine": Empfinde ich irgendwie als Übergangsalbum. Wo "Experimental" den Riff-Rock der Vorgänger verkürzte, verknarrzte und zerschredderte, ist hier erstmals die klarere, luftigere Herangehensweise der Spätphase der Band zu hören. Die Songs entfalten sich mehr, sind nicht mehr so dichtgepappt mit Gitarrenbrettern und Noise (was ich ja sehr mochte). Die Band hat kein Bock mehr auf den versprochenen "Durchbruch" und den ganzen (Post)-Grunge-Zirkus und findet musikalisch so zu einem Minimalismus (zurück), der sicherlich keine Millionen von Platten verkauft, dafür aber einen Trademark-Sound erwachsen lässt, welcher die Band wohl endgültig zu "Legenden" für Musikaficionados macht.
Im Prinzip beginnt ab hier ihr "Reifewerk" oder "Alterswerk". Dazu passt auch, dass Moore und Gordon kurz vorher Eltern geworden sind. Und dann ist hier natürlich auch noch "The Diamond Sea" drauf, der wohl klassisch "schönste" Song der Band (der natürlich dafür dann 20 Minuten geht). Ansonsten sind hier jetzt für mich nicht wirkliche Karrierehighlights der Band drauf, aber ich mag den Ansatz der Platte sehr.

Highlights:
Junkie's Promise, Washing Machine (der 7-Minuten-Instrumentalteil!), No Queen Blues, The Diamond Sea

The MACHINA of God

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26.04.2020 - 18:06 Uhr
Ich wünsch mir ja echt mal einen Zusammenschnitt aller geilen SY-Instrumentalteile. Sowas wie die Gitarrenwellen/Noise-Eruptionen wie in "Waching machine", "Theresa's sound world", "Total trash" und so alle am Stück. :D

The MACHINA of God

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26.04.2020 - 18:12 Uhr
Nachtrag zur Waschmaschine:

Irgendwie konnte ich das Album früher schwer einordnen, weshalb es gar nciht so oft bei mir lief. War dann immer eher der härteren Phase vorher (speziell "Dirty") oder der abstrakteren Phase nachher (NYC-Trilogie) zugetan. Das Album hat von beiden Ansätze, aber ist eben etwas zwischen den Stühlen. Aber seit der Bio und der Einordnung des Albums in die Diskographie hör ich es deutlich mehr.

The MACHINA of God

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26.04.2020 - 20:04 Uhr
"A Thousand Leaves": Man hört diesem Album die neugewonnene Freiheit förmlich an. Eigenes Label, neue Bude, neues Studio (über das man freie Verfügung hat)... dazu keinerlei Drang, noch irgendwie was im Mainstream zu reißen. Und so ist das Album auch viel luftiger, die Songs viel länger, die großen Rock-Riffs Geschichte. Stattdessen ist bspw. Moores neue Leidenschaft für Freejazz und minimalistischer Musik hier klar hörbar. Bis auf Gordons Aufbegehren in 2-3 Songs ist das alles so entspannt und relaxed.
Meine liebsten Stücke sind hier meist die längsten, besonders "Wildflower Soul" (mal wieder ein Paradebeispiel für eine gelungene Verbindung von Melodie und Lärm" sowie das tiefenentschleunigte "Hits of Sunshine (Song for Allen Ginsberg)". Interessanterweise gibt es aber einen recht "konventionellen" Song und der ist fantastisch: "Sunday" ist einfach Moore at his finest und besitzt (mal wieder) einen absolut grandiosen Gitarren-Mittelteil (der von mir aus hätte 15 MInuten gehen könnte statt 4 Sekunden).
Sonic Youth sind zur Ruhe gekommen und haben sich in ihrer einzigartigen Ecke gemütlich gemacht.

Highlights:
Sunday, Wildflower Soul, Hoarfrost, Hits of Sunshine

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

29.04.2020 - 00:07 Uhr
"NYC Ghosts & Flowers": Das wohl schwierigste Album der Band. Die Band (besonders Moore) ist mehr an freier Improvisation interessiert als je zuvor, was man schon am 1999er Avantgarde-Album "Goodbye 20th Century" (als SYR erschienen) erkennen konnte. Und dann wird auch noch ein Großteil des Bandequipements geklaut.
Während NuMetal die Welt erobert, bewegt sich die Band noch ein Stück weiter weg von jeglichen Riffs und bringt zerfaserte Soundscapes mit ungewohnter Rhythmik und oft eher sprechenden Vocals aufs Band. Dann stösst mit Jim O'Rourke auch noch ein absoluter "Free-Irgendwas"-Musiker und Produzent hinzu. Das Ergebnis empfinden selbst einige hartgesottene SY-Fans als teils unhörbar.
Für mich besaß das Album von Anfang an eine spezielle Faszination, was besonders an den drei Highlights "Free City Rhymes", "Small Flowers Crack Concrete" und dem grandiosen Titeltrack liegt. Für mich die perfekte urbane Nachtmusik, die gern hätte das gesamte Album dauern können. Da kann der Rest leider nich mithalten. Insgesamt wirkt das Album etwas zerschossen, was aber wohl auch Sinn der Sache war.
Sonic Youth tragen das alte Jahrhundert zu Grabe, in dem sie sich in ihre ganz eigene Art der Gitarrenmusik eingesponnen haben. Endgültig endet das 19. Jahrhundert dann ein Jahr später, am 11.9.2001, als die Band gerade im Begriff war, ihr nächstes Album in dem zwei Blöcke vom WTC entfernten Studio aufzunehmen. O'Rourke ist an diesem Tag im Studio und erwacht vom ersten Einschlag (sehr heftig beschrieben in der Bio). Goodbye 20th Century.

Highlights:
Free City Rhymes, Small Flowers Crack Concrete, NYC Ghosts & Flowers (!!!)

The MACHINA of God

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30.04.2020 - 19:06 Uhr
"Murray St.": Nach zwei recht unzugänglichen Alben war das für einige wohl wieder eine Rückkehr zu gewohnter "Qualität". In der Bio beschreibt die Band die Musik der zwei Vorgänger passend mit verschiedenen Linien, die eher nebenher spielen und sich ab und zu verweben. "Murray St." ist wieder mehr Songalbum (fast ausschliesslich von Moore, selbst "Plastic sun" ist wohl von ihm) als geschnittene Jam-Session.
Ich persönlich hab das Album defintiv mehr am Stück gehört als beide Vorgänger, finde diese aber als Alben faszinierender und auch mit größeren Highlights ausgestattet. Trotzdem ein sehr gutes Album, bis auf "Plastic Sun", das wohl einer meiner unliebsten SY-Songs ist und auch einfach nicht reinpasst für mcih. Highlights sind für mich der große Mittelteil von "Rain on Tin" bis "Radical Adults..." und da besonders die Instrumental-, Noise- und Bläser-Parts.

Highlights:
Rain On Tin, Karen Revisited, Radical Adults Lick Godhead Style

The MACHINA of God

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30.04.2020 - 20:21 Uhr
"Sonic Nurse": "Murray St." war der Übergang von der Jam/Collage-Phase zu den - ich sag mal "Pop"-SY auf "Sonic Nurse". Das hier sind eindeutig 10 Songs im klassischen Sinne, verfeinert mir der einen oder anderen Gitarren-Exkursion. Die Band ist wohl mehr als jemals zuvor an Melodien und Strukturen interessiert.
Schon eine sehr runde Sache, das Album. Hatte es vom Sound poppiger in Erinnerung, aber grad jetzt sind die Gitarren ordentlich präsent. Eine absolute Lieblingsplatte der Band wird es für mich wohl nie werden, dafür ist sie mir zu gezähmt in vielerlei Hinsicht, aber trotzdem sind offensichtlich selbst so aufgeräumte Sonic Youth im Stande, sehr gute Alben zu machen.
Hab übrigens immer gedacht, "Arthur Doyle" bezog sich auf "Sherlock Holmes"-Erfinder Arthur Conan Doyle, aber offensichtlich geht es um einen Freejazz-Typen mit dem Namen.

Highlights:
Pattern Recognition, Unmade Bed, Stones (!), I Love You Golden Blue

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14.08.2020 - 18:34 Uhr
Ganz guter Albumguide von BrooklynVegan:
https://www.brooklynvegan.com/sonic-youth-album-guide-a-look-back-on-all-16-studio-albums/?from=popular2

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