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Wie viel Miete zahl ihr?

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ƒennegk

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13.11.2019 - 15:38 Uhr
Blöd nur, wenn der Job da nicht ist.
Würde Freizügigkeit nämlich so funktionieren... boah, das wäre echt toll.

HELVETE II

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13.11.2019 - 15:54 Uhr
@Eric A:

Das hier ist meine Heimat. Außerdem verdiene ich eigentlich gut. Das ist doch eine grundsätzliche Frage. Und deine Antwort darauf strotzt nicht gerade vor Intelligenz. Sollen nun alle Krankenpfleger, Erzieher und Frisöre nach Cottbus ziehen? Ist dir nicht klar, welche sozialen und gesellschaftlichen Konsequenzen es hat, wenn sich bestimmte Städte nur noch Banker und Juristen leisten können? Der Kindergarten meiner Tochter würde z.B. sehr gerne noch eine weitere Kraft einstellen. Aber woher nehmen? Erzieherinnen können sich das hier nicht mehr leisten.

ƒennegk

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13.11.2019 - 16:32 Uhr
Danke, HELVETE II!

Eric A2

Postings: 9

Registriert seit 13.11.2019

13.11.2019 - 17:49 Uhr
Das hier ist meine Heimat. Außerdem verdiene ich eigentlich gut. Das ist doch eine grundsätzliche Frage.

Das ist ja in München nicht anders. Ob du da geboren wurdest bzw. das als deine Heimat betrachtest, da kräht kein Hahn nach. Wenn du dir die Mieten nicht leisten kannst, musst du eben woanders hinziehen.

Sollen nun alle Krankenpfleger, Erzieher und Frisöre nach Cottbus ziehen?

Wie wäre es denn mit Frankfurt/Oder? ;-)

Bist du denn Krankenpfleger, Erzieher und/oder Frisör? Zu mal es ein großer Unterschied ist, ob ein Krankenpfleger oder Erzieherpaar eine Wohnung sucht oder ein alleinverdienender Krankenpfleger/Erzieher/Frisör für seine vier- bis sechsköpfige Familie. Tut mir leid, wer so viele Kinder in die Welt setzt und sich dann wundert, dass er keine bezahlbare Wohnung findet, dem ist echt nicht zu helfen bzw. da kann man dann wirklich von mangelnder Intelligenz sprechen.



Ist es ein Unterschied, ob eine Vier- oder gar sechsköpfige Familie

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13.11.2019 - 18:18 Uhr
Ich verstehe auch nicht, warum man den Kapitalismus abfeiert, weil man selber gutes Geld verdient und dann sich über die Mechanismen des Wohnungsmarktes aufregt. Es kann sich halt auch nicht alles in den Großstädten abspielen, wobei Berlin ja den Mietendeckel hat. Zur Not einfach auch mal den Job kündigen, wenn sich die Forderungen des Chefs mit der Lebensplanung überschneiden.

ƒennegk

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13.11.2019 - 18:35 Uhr
Wenn alles so einfach wäre.
Einfach kündigen, einfach wegziehen.
Na ja, als Single geht das vielleicht wirklich. Keine Ahnung.

ƒennegk

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Registriert seit 07.11.2019

13.11.2019 - 18:56 Uhr
Ah, muss ich doch noch was nachliefern:

Ich beschwere mich nicht über die Mieten (über das normale heraus), sondern habe lediglich auf die neckische Unterstellung, nicht die kapitalismusgerechte Günstigbude abgreifen zu können, mit dem Hinweis reagiert, dass das eben nicht mein Ansporn ist - gutes Wohnen darf ja auch kosten, was jedoch bei den stets mit gehobener Ausstattung beseelten Neubauprojekten in der Summe ad absurdum geführt wird.
Und hätte ich nur zwei Kinder, wäre es auch kein leichteres Spiel, weil dad nämlich keinen Unterschied macht - Kinder sind immer ein Minuspunkt in der Bewerbungsmappe, das Pärchen mit Trethupe zieht den Längeren.

Leider ist es aber eben so, dass freigeistiges Umherziehen den wenigsten mal einfach so möglich ist; gleiches gilt für die Phantasie, zu kündigen und "ab dafür".
Das ist letztlich beides jobabhängig und eben dadurch auch gerne vertrackt: Sei es des Schneeflockenjobs wegen, der nicht allzu viele offene Stellen kennt, oder der Job, der das Leben - nicht in der Großstadt, okay, aber wenigstens - in der weiter gefassten Metropolregion unmöglich macht, ebenso das Bumsargument einfach in den Tiefstosten (gilt aber auch andersrum, wie ich finde) zu wandern, was neben familiärer oder sonstiger Entwurzelung einfach auch durch regionale Charakterlichkeiten ein Unding wäre.

Wie andernorts bereits gefrotzelt: Jeder hat seine Pfründe am Sackhaar und manchen kratzt u.a. dort das ganze Mietenbohei nicht, andere haben damit ihre leidigen Erfahrungen.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

13.11.2019 - 19:06 Uhr
"Kinder sind immer ein Minuspunkt in der Bewerbungsmappe"

Sehe ich anders. Kinder zu haben ist mittlerweile ein Statussymbol und ein Zeichen von Männlichkeit, was bei vielen Arbeitgebern, die ja meistens selbst auch verheiratet sind und Kinder haben, gut ankommt. Ein Single ohne Kind muss sich immer rechtfertigen und wird oft nicht ernst genommen. Bei mehr als 3 Kindern könnte ich mir aber schon vorstellen, dass der Arbeitgeber einen da komisch anguckt.

ƒennegk

Postings: 279

Registriert seit 07.11.2019

13.11.2019 - 19:13 Uhr
Mit Männlichkeit hat das nirgends was zu tun; einzig gültig ist in ausreichend vielen Fällen, dass Kinder - plus bestenfalls 'ne Eheurkunde - eine gewisse Reife oder so in etwa nach außen tragen. Man übernimmt Verantwortung und mit fiesem Partyleben läuft auch nichts. Daran können sich Arbeitgeber durchaus erfreuen.
Der Wohnungsmarkt jedoch... hatte auch schon vernommen, dass Kinder okay wären, aber nur eins, mindestens 15 Jahre alt. War schon ein Sonderfall, blieb aber hängen - auch wie die Vermittlerin sich für die Eigentümervorgaben entschuldigte.

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

13.11.2019 - 19:16 Uhr
"Sehe ich anders. Kinder zu haben ist mittlerweile ein Statussymbol und ein Zeichen von Männlichkeit, was bei vielen Arbeitgebern, die ja meistens selbst auch verheiratet sind und Kinder haben, gut ankommt. Ein Single ohne Kind muss sich immer rechtfertigen und wird oft nicht ernst genommen. Bei mehr als 3 Kindern könnte ich mir aber schon vorstellen, dass der Arbeitgeber einen da komisch anguckt. "

Siehst du vielleicht anders, aber ein Arbeitgeber sieht in egal wie vielen Kindern erst einmal Fehltage.

ƒennegk

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Registriert seit 07.11.2019

13.11.2019 - 19:19 Uhr
Besonders wenn du die Mutter der Kinder bist.
Aber ja, als Vater ist man unterdessen ja auch an der Erziehung beteiligt und ich hatte auch schon Unterhaltungen, wo die Fehltageunterstellung aufploppte.

Given To The Rising

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13.11.2019 - 19:24 Uhr
Wahrscheinlich kommt es auf den Arbeitgeber selbst an. Wenn er selbst Kinder hat, wird er bestimmt dafür Verständnis aufbringen. Dass er sich bei Schwangeren das zweimal überlegt, ist verständlich, er wiil ja schließlich auch eine gewisse Arbeitsleistung vollbracht wissen.

Klaus

Postings: 3155

Registriert seit 22.08.2019

13.11.2019 - 19:28 Uhr
Verständnis ist nicht das Thema. Ich arbeite in einem recht kleinen Unternehmen, Da hat auch die gesamte Geschäftsführung Kinder. Ist halt trotzdem ein Fakt das deren (egal ob Männer oder Frauen, Bei uns ist keiner so konservativ dass das "Frauensache" wäre) Fehlzeiten drei mal so hoch sind wie meine. Erst sind die Kinder krank und dann ist man selbst krank weil man sich dort ansteckt - plus das Urlaub arg unflexibel ist.

HELVETE II

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Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 19:34 Uhr
Das mit dem Heimatort habe ich nur erwähnt um klarzumachen, dass ich mich nicht wegen der Arbeit in einer der teuersten Städte Deutschlands aufhalte. Ich wüsste auch nicht, wo ich kapitalistische Strukturen und Mechanismen abgefeiert habe. Der Hinweis darauf, dass ich eigentlich nicht so schlecht verdiene, sollte aufzeigen, dass man sich hier so langsam selbst als Ganzgutverdiener (in diesem Falle sogar Haushalt mit zwei Einkommen) keine normale Durchschnittswohnung kaum mehr leisten kann. Warum muss man sich hier eigentlich als Verteidiger und Relativierer solcher Prozesse einbringen? Das leuchtet mir nicht ein. Das ist doch eine klar kritikwürdige Entwicklung. Das hat auch nichts mit "dann zieh halt weg" zu tun und es ist damit auch nicht zu relativieren. Mein Stadtteil war bis zu Beginn der 10er ein relativ günstiger, lebhafter Stadtteil mit hohem studentischen Anteil. Aber auch zahlreiche, normalverdienende Familien mit Kindern und auch Alte leben hier. Und die wollt ihr nun alle hinaus komplimentieren? Frei nach dem Motto "Pech gehabt"? Hier werden sukzessive Immobilien von privaten Investoren aufgekauft und luxussaniert. Parallel erfolgt Neubau nur noch im Hochpreissektor. Interessant, wer solche Vorgänge hier gerade relativiert.

Klaus

Postings: 3155

Registriert seit 22.08.2019

13.11.2019 - 19:45 Uhr
Danke, helvete. Eine ähnliche Situation hatte ich dieses Jahr Dank Eigenbedarfskündigung einen Tag nach Verkauf der Wohnung auch. Zum Glück dann was gefunden - sogar 20% unter dem hier üblichen (Neu-)Mietpreis.

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 19:54 Uhr
Und im Windschatten der Luxussanierungen werden mittlerweile auch alle anderen, "normalen" Wohnungen immer teurer bis unbezahlbar. Lieschen Meier denkt sich mittlerweile doch auch: wenn hier alle plötzlich 15-30EUR/qm verlangen können, dann kann ich das für meine 60er-Jahre-Durchschnittsbude ohne Garten und mit Minibalkon (ohne Keller) erst recht.

Ich hatte ja bereits ein konkretes Ergebnis dieser Prozesse genannt. Gewisse Berufsgruppen können sich das hier nicht mehr leisten. Das gilt im Grunde schon für die komplette Stadt. Schön, dann leben hier eben nur noch Banker und selbstständige Unternehmensberater sowie Juristen. Aber wer fährt dann die Straßenbahn? Wer schneidet den Bankern die Haare? Wer passt auf ihre Kinder auf? Sorry, die leben nun alle in Sömmerda.

Given To The Rising

Postings: 7679

Registriert seit 27.09.2019

13.11.2019 - 19:56 Uhr
"Warum muss man sich hier eigentlich als Verteidiger und Relativierer solcher Prozesse einbringen? Das leuchtet mir nicht ein. Das ist doch eine klar kritikwürdige Entwicklung. Das hat auch nichts mit "dann zieh halt weg" zu tun und es ist damit auch nicht zu relativieren. Mein Stadtteil war bis zu Beginn der 10er ein relativ günstiger, lebhafter Stadtteil mit hohem studentischen Anteil. Aber auch zahlreiche, normalverdienende Familien mit Kindern und auch Alte leben hier. Und die wollt ihr nun alle hinaus komplimentieren?"

Ich kritisiere diese Entwicklung genauso, sehe aber auch die Doppelmoral hinter manchen, die bereits Kinder und einen gut bezahlten Job haben, und dann sich immer noch aufregen, dass sich nicht die komplette Welt um sie dreht. Das erweckt halt den Eindruck, als ob man unersättlich wär. Und dich habe ich nicht mit "Kapitalismus abfeiern" gemeint. Wenn's nach mir ginge, würde man den kompletten Wohnungsmarkt verstaatlichen, weil Wohnungen ein Grundbedürfnis sind. Aber da gehst du dann wahrscheinlich nicht mit.

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 19:58 Uhr
Und für einen Erzieher lohnt es sich übrigens nicht, von seiner bezahlbaren Wohnung im Hintertaunus für 1600 Netto täglich nach Frankfurt hineinzupendeln. Da nimmt er doch lieber den Job in Usingen an, da sind Erzieherinnen auch gesucht wie ein Feuermelder bei Großbrand. Wer soll bei dem Einkommen das Monatsticket zahlen? Das Auto und das Benzin?

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 20:00 Uhr
@GttR: alright. Nimm's mir nicht übel, aber das klang zunächst etwas anders und aus deinem Mund hätte mich das überrascht.

Doch, den Schritt der Vollverstaatlichung gehe ich mit.

Eric A2

Postings: 9

Registriert seit 13.11.2019

13.11.2019 - 20:02 Uhr
Warum sollte einen interessieren, dass Ganzgutverdiener sich "keine normale Durchschnittswohnung kaum mehr leisten können", wenn diesen selber auch weitgehend gleichgültig ist, wenn sie Geringverdienern oder Wohnungslosen den günstigen Wohnraum auf dem Wohnungsmarkt wegschnappen?

Web2.0

Postings: 484

Registriert seit 09.10.2019

13.11.2019 - 20:03 Uhr
Mittelgroße Großstadt, Westdeutschland, 260 inkl Nebenkosten.

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 20:19 Uhr
@Eric A2:

Diese "ist doch eh alles scheißegal"-Argumentationen machen mich irgendwie traurig. Ein derart großes Problem wirst du nicht mit ein paar schlauen Sprüchen abtun können. Wer sagt, dass es mir gleichgültig ist, was mit Menschen geringen Einkommens geschieht? Bevor die Banker kamen hatte man sich hier füreinander eingesetzt. Aber immerhin regt sich trotz aller wideren Umstände immer noch was.

https://zukunft-bockenheim.de/startseite/

Btw: Wenn ich hier davon rede "ganz gut zu verdienen", dann meine ich damit ein Einkommen, dass sich knapp über dem deutschlandweiten Jahreseinkommen bewegt und sich damit gar nicht mal so irrational weit weg von einem unteren Einkommen bewegt. Was hier gerade einschlägt sind Menschen, die gut und gerne mal 190k im Jahr wegstecken bis hin zu noch viel, viel mehr Geld. Sündhaft viel. Hier kannst du zum Beispiel Zimmer ab (!) 13.000/qm erwerben. Wer kann das wohl?

https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-am-main-ort28687/frankfurt-eine-million-euro-one-forty-west-ganz-oben-wohnen-zr-13032177.html

Die Antwort steht im Text:

"Auch die Zielgruppen kennt der Immobilienspezialist genau. Da sind zum einen „junge Start-up-Unternehmer“, aber auch Dinks (Double income, no kids), also gutverdienende Paare ohne Kinder. Als dritte potenzielle Käufer-Basis macht der Manager die „Best-Ager“ aus, also wohlhabende Menschen im besten Alter, „die ihre Villa im Taunus aufgeben, weil sie in Frankfurt alles fußläufig erreichen können“.

HELVETE II

Postings: 2467

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13.11.2019 - 20:20 Uhr
@Web2.0: Oberhausen?

Given To The Rising

Postings: 7679

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13.11.2019 - 20:26 Uhr
Ich glaube, das bezog Eric auf die Äußerungen von keenan und fennegk im Obdachlosen-Thread. So nach dem Motto "Jeder muss sich um in erster Linie um sich selbst kümmern. Aber warum kümmern sich die Vermieter nicht um mich?" Nicht bös gemeint. ;)

ƒennegk

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13.11.2019 - 20:35 Uhr
Glaube ich auch, und deshalb: Ich hab' lediglich geschildert wie's ist, erwarte aber nirgends, dass sich irgendwas um mich herum für mich bewegt.
Es gibt halt Entwicklungen, die sind, wie sie sind.

Zielt das jetzt aber ernsthaft auf so 'nen halbgaren Sozialneid/-darwinismus ab, dann: Geil, wo bin ich denn hier gelandet?
(Abgesehen von meinem ausführlicheren Post zur anderen Thematik im anderen Thread.)

Eric A2

Postings: 9

Registriert seit 13.11.2019

13.11.2019 - 20:41 Uhr
@HELVETE II: Du redest auch viel, wenn der Tag lang ist. Mal ernsthaft: Wenn du eine passende, günstige Wohnung in Aussicht hast, aber weißt, dass sich noch jemand bewirbt, der weniger verdient als du - und sich im Gegensatz zu dir keine teurere Wohnung leisten kann -, sagst du dann: Okay, ich überlasse dir die Wohnung? Wohl kaum!

Web2.0

Postings: 484

Registriert seit 09.10.2019

13.11.2019 - 20:47 Uhr
etwa 140.000 Einwohner größer, dafür mit uncoolerem Filmfestival, @helvete

Web2.0

Postings: 484

Registriert seit 09.10.2019

13.11.2019 - 20:49 Uhr
Tipp: einfach in sehr günstige Gammelwohnungen ziehen, die reiche Leute dankend ablehnen, egal wie niedrig die Miete ist.

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 20:49 Uhr
Ach, Eric. Ich geb's auf. Hast recht. Da laber ich schon wie ein Wasserfall und nix davon kommt an. Schönen Abend dir.

Given To The Rising

Postings: 7679

Registriert seit 27.09.2019

13.11.2019 - 20:49 Uhr
"Zielt das jetzt aber ernsthaft auf so 'nen halbgaren Sozialneid/-darwinismus ab, dann: Geil, wo bin ich denn hier gelandet?"

Na klar. Wobei Sozialdarwinismus ja davon ausgeht, dass innerhalb der menschlichen Gesellschaft das Prinzip "Nur die Stärksten überleben." gilt. Das wurde vorrangig auf vermeintlich minderwertige Rassen und Völker angewandt, aber auch Obdachlosen sagt man eine gewisse Minderwertigkeit nach. Und der ganze Karriereehrgeiz im Kapitalismus ist im Prinzip vollkommen darwinistisch. Nach unten treten, nach oben ducken. Erfolg verspricht geeignete Sexualpartner und gesunde Nachkommen. Ohne jetzt die DDR an sich loben zu wollen, aber da konnten auch die einfachen, nicht so anspruchsvollen Leute was werden und gesellschaftliche Akzeptanz erlangen.

HELVETE II

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13.11.2019 - 20:57 Uhr
Eines vielleicht noch: es ist Moor durchaus ein Anliegen, dass es hier bezahlbaren Wohnraum FÜR ALLE gibt. Ich hatte einen entsprechenden Link gesetzt. Unter anderem auch für meine Familie und mich. Bis vor ein paar Jahren war das hier auch noch so. Hohe soziale Durchmischung. Aber seither wird die Schlinge immer enger gezogen. Und zwar FÜR ALLE unterhalb eines Managereinkommens. Keine Ahnung, was es da zu relativieren gibt. Scheiß auf Survival of the fittest. Dieses gegeneinander ausspielen ist ekelhaft.

HELVETE II

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13.11.2019 - 20:58 Uhr
Moor = mir.

Given To The Rising

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13.11.2019 - 21:02 Uhr
Hier relativiert doch keiner. Das war Sozialdarwinismus-Kritik.

HELVETE II

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Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 21:02 Uhr
Merke: Solange du nicht dein komplettes Monatseinkommen an Bedürftige verteilst, hast du kein Recht darauf, soziale Missstände anzuprangern.

ƒennegk

Postings: 279

Registriert seit 07.11.2019

13.11.2019 - 21:03 Uhr
Ich häng' mich einfach an HELVETE II ran... mir wird's a bisserl müßig hier.

HELVETE II

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13.11.2019 - 21:06 Uhr
Das soll Sozialdarwinismus-Kritik sein? Solange du es wagst, selbst eine Wohnung anzumieten, die sich ein Anderer womöglich nicht leisten kann, steht dir keine Kritik an diesem System zu? Mich erinnert das eher an die hier früher übliche Schwarznicktrollerei, die jedes rationale Argument durch Whataboutism untergräbt.

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13.11.2019 - 21:20 Uhr
Ich weiß nicht, was da jetzt gerade in dir vorgeht, aber offentlich keine Auseiandersetzung mit meinen Inhalten.

"Und der ganze Karriereehrgeiz im Kapitalismus ist im Prinzip vollkommen darwinistisch. Nach unten treten, nach oben ducken. Erfolg verspricht geeignete Sexualpartner und gesunde Nachkommen. Ohne jetzt die DDR an sich loben zu wollen, aber da konnten auch die einfachen, nicht so anspruchsvollen Leute was werden und gesellschaftliche Akzeptanz erlangen."

Da steht es doch. Mich kotzt dieses ganze Denken à la "Nur der, der Leistung bringt, hat es verdient, anerkannt zu werden."-Denken an. Der Faschismus ist sogar noch ne Nummer radikaler. Da werden dann Obdachlose und Schwache in Lager gesteckt oder noch Schlimmeres. Bin auch daher Anhänger egalitärer Gesellschaftsmodelle, in denen jeder nach seinen Fähigkeiten das leistet, was er kann, und trotzdem alle gleich entlohnt werden.

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13.11.2019 - 21:22 Uhr
*offensichtlich

HELVETE II

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Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 21:27 Uhr
Da haben wir aber gehörig aneinander vorbei geredet. Ich hatte mich doch primär an den Kommentaren von Eric gestört. Deiner Aussage kann ich vollumfänglich zustimmen. Ohne Einschränkung.

Eric A2

Postings: 9

Registriert seit 13.11.2019

13.11.2019 - 21:28 Uhr
Ich fühle mich auch nicht angesprochen. Vielleicht am besten noch mal nachlesen, was gesagt wurde und nicht irgendeinen Unsinn unterstellen.

HELVETE II

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13.11.2019 - 21:32 Uhr
Eric, kann ich vollumfänglich zurückgeben. Und mir vor allem nicht anlasslos unterstellen, dass es mir "gleichgültig sei, wenn ich Geringverdienern oder Wohnungslosen den günstigen Wohnraum auf dem Wohnungsmarkt wegschnappe".

Eric A2

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13.11.2019 - 21:47 Uhr
Wenn ich auf deine ganze Quatsch-Unterstellungen eingehen würde, wäre ich hier wirklich vollbeschäftigt. Kleine Auswahl deiner Verständnisprobleme:

Ich schrieb:

Warum sollte einen interessieren, dass Ganzgutverdiener sich "keine normale Durchschnittswohnung kaum mehr leisten können", wenn diesen selber auch weitgehend gleichgültig ist, wenn sie Geringverdienern oder Wohnungslosen den günstigen Wohnraum auf dem Wohnungsmarkt wegschnappen?

Dein Kommentar:

Diese "ist doch eh alles scheißegal"-Argumentationen machen mich irgendwie traurig.

Wenn es mir "scheißegal" wäre, dass Besserverdiener Geringverdiener den Wohnraum wegnehmenn, würde ich es wohl kaum kritisieren. Nur warum sollte es denen, die anderen den Wohnraum wegschnappen, selbst besser gehen?

Merke: Solange du nicht dein komplettes Monatseinkommen an Bedürftige verteilst, hast du kein Recht darauf, soziale Missstände anzuprangern.

Auf dem Niveau kann ich auch argumentieren:

Merke: Solange HELVETE II und seinesgleichen noch eine bezahlbare Wohnung findet, ist alles in bester Ordnung.

Eric A2

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13.11.2019 - 21:56 Uhr
Solange du es wagst, selbst eine Wohnung anzumieten, die sich ein Anderer womöglich nicht leisten kann, steht dir keine Kritik an diesem System zu?

Im Gegenteil: Es ging um die günstigen Wohnungen, die sich auch Geringverdiener leisten können. Dazu zählen u.a. auch geförderte Wohnungen, die mit Besserverdienern fehlbelegt sind.

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 22:02 Uhr
Vielleicht wäre es der Sache nicht abträglich, wenn du zukünftig weniger unterstellst. Mir ist es nicht scheißegal, wenn Menschen Wohnraum weggenommen wird. Ich glaube, du hast die Entwicklung, die ich beschreibe, nicht im Ansatz verstanden. Hier hatten vor Kurzem noch Alle Wohnraum (Stichwort wäre hier u.a. Sozialwohnungen) - Obdachlose sind dabei übrigens ein komplett anderes Thema. Diese soziale Durchmischung verschwindet gerade vollständig. Insofern greifen deine Kommentare völlig ins Leere.

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 22:07 Uhr
Warum wurde aus Eric A unterwegs eigentlich aus Eric A2? Dein Initialer Kommentar empfahl ja auch, einfach wegzuziehen, wenn man sich die horrenden Wuchermieten, die ich kritisiert habe, nicht mehr leisten kann. Klang deutlich weniger konstruktiv als deine letzten Einlassungen.

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 22:10 Uhr
Ich bitte die Tippfehler dank Handygemurkse zu entschuldigen.

Eric A2

Postings: 9

Registriert seit 13.11.2019

13.11.2019 - 22:12 Uhr
Ich glaube, du hast die Entwicklung, die ich beschreibe, nicht im Ansatz verstanden.

Gentrifizierung ist nun wahrlich kein neues Phänomen.

Vielleicht wäre es der Sache nicht abträglich, wenn du zukünftig weniger unterstellst.

Dito!





HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

13.11.2019 - 22:20 Uhr
Und wie kam es nun, dass aus Eric A während der Diskussion Eric A2 wurde?

Given To The Rising

Postings: 7679

Registriert seit 27.09.2019

13.11.2019 - 22:36 Uhr
So unterschiedlich sind eure Auffassungen in dem Punkt ja nicht. Nur dass Eric überspitzt formuliert, dass die Teile der Mittelschicht, die meint, die Unterschicht ist egal oder die sind doch selbst schuld an ihrer Armut, sich nicht beklagen dürfen, wenn sie die Oberschicht (hier reiche Vermieter) genauso behandelt, zumal sie ja selbst oft ärmeren den Mietplatz oder Job weggenommen haben.

Herr

Postings: 1487

Registriert seit 17.08.2013

13.11.2019 - 22:40 Uhr
Einfach wegziehen klappt nur mit dem Bürostuhl. Als das die Kollegin mal machte, hatte ich 2 Wochen Rückenschmerzen. Und zwar ganz mietkostenfrei.

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