Joy Division

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Der UmbIätterer
10.02.2014 - 12:51 Uhr
*umblätter*
Der UmbIätterer
10.02.2014 - 12:54 Uhr
Ich habe eine klinische Depression.

kingsuede

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16.02.2014 - 17:38 Uhr
So, da ich die "Closer" momentan etwas öfter höre, hier mal die Lieblingssongs, ohne das großartige "Ceremony", das sie als JD ja nur live veröffentlicht haben, dann aber als New Order ein Hit wurde.

1. Love will tear us apart
2. Atmosphere
3. She's lost control
4. Decades
5. A means to an end
6. New dawn fades
7. Transmission
8. Dead souls
9. Isolation
10. Shadowplay
11. Heart and soul
12. Ice age
13. Disorder
14. The eternal
15. These day

Desare Nezitic

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22.02.2014 - 19:18 Uhr
Habe mir JD gestern noch einmal ausführlich zu Gemüte geführt in Form von "Warsaw" und "Still":

Warsaw 8/10 - Sehr, sehr interessante Veröffentlichung, die das eigentliche, noch sehr am Punk orientierte, Debutalbum von Joy Division kompiliert. Sollte ursprünglich 1978 kurz nach der "An Ideal for Living" EP herauskommen, allerdings war die Band ziemlich unzufrieden mit der Postpodruktion, weswegen die Veröffentlichung gecancelt wurde. Die meisten Songs wurden später in einer neuaufgenommen Fassung auf denn beiden Compilations "Still" und "Substance" veröffentlicht.
Die Songs werden von Punktypischen Themen orientiert, allerdings offenbart sich bereits des Öfteren die typsiche introvertierte Haltung des Ian Curtis.
Ein Song wie "They Walked in Line" mit seiner Kritik am faschistisch aufgebautem Militär wirkt hier viel frischer und aussagekräftiger als die lahme "Still"-Version", während jedoch die Ur-Version des übergroßen "Transmission" wie ein lahmer Patient daherkrückt und sämtliche Energie einbüßt.
Auch das auf "Unknown Pleasures" leicht verloren wirkende "Interzone" hinterlässt auf dem sehr homogenen Album einen mehr als passablen Eindruck. Das abschließende "Shadowplay" hat hier wiederum ziemlichen Demo-Charakter.
Als Extra gibt es die "Warzaw Demo", die die ersten Aufnahmen der Band, als sie noch "Warsaw" hießen, enthält. Die rohen und reichlich unausgegorenen Stücke sind allerdings mehr von historischer Natur.
Highlights: The Drawback; The Walked in Line; No Love Lost; Interzone

Still 7,5/10 Die erste JD-Compilation. 1981 erschienen und mir lange Zeit mit einer ziemlichen Unbefriedigung im Gedächtnis hängen bleibend. Sicherlich ohne überragende Songs, wie es sie auf der "Substance" fast ausschließlich gibt. Dennoch finden sich dort eine handvoll interessante Stücke wie das drum-getriebene "Exercise One" oder "Something Must Break", das über einen der besten Texte Curtis' verfügt. Von den Studioaufnahmen sticht das bei den "Love Will Tear Us Apart"-Sessions entstandene "The Sound of Music" heraus. Mit den depressiven Strophen und dem zutiefst zynischen Schlussrefrain skizziert der Song bereits die finale und vielleicht auch fatale Stimmung der letzten Monate der Band.
Der dazugehörige Mittschnitt des Birmingham-Gigs im Mai 1980, 16 Tage vor Ians Suizid, ist aufnahmetechnisch eher Bootleg-Qualität, die Atmosphäre ist dennoch nachvollziehbar. Zudem findet sich hier eine von nur drei Aufnahmen von "Ceremony", dem mutmaßlich letzten Song der Band, der später als New Order-Single große Bekanntheit erlangte. Ob die furchtbar verängstigtenden Verzerrungen der Synthies in "Decades" an der crappigen Qualität der Aufnahmen liegen, kann ich so direkt nicht sagen. In jedem Fall höchst faszinierend.
Highlights: Exercise One; Something Must Break; The Sound of Music; Ceremony [Live]; Decades [Live]

Zum Schluss noch eine Frage an die Experten: Ich habe nun also die Gigs aus Birmingham '80 von "Still" und das Livealbum "Les Bains Douches 18 December 1979" welches zwar eine große Dichte an großen Songs, jedoch aufgrund der des Datums natürlich nur wenig Material aus "Closer" enthält.
Gibt es da noch weitere, bessere Aufnahmen, die mal veröffentlicht worden sind?

Unnerum

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22.02.2014 - 19:42 Uhr
Die Live-Version von "Love Will Tear Us Apart" von "Les Bains Douches 18 December 1979" versaut mir jedesmal fast den gesamten Fluss des Albums. Das klingt so beschissen und dazu noch unfrewillig komisch. Gibt aber natürlich auch noch "The Complete BBC Recordings" und "The Peel Sessions". Da ist aber nur maximal "Twenty Four Hours" und "Colony" aus der "Closer"-Phase dabei.
Philipp Mainländer
22.02.2014 - 23:35 Uhr
"Sehr, sehr interessante Veröffentlichung, die das eigentliche, noch sehr am Punk orientierte, Debütalbum von Joy Division kompiliert."

Bitte nichts kommentieren, was 20 Jahre vor der eigenen Geburt stattgefunden hat. Schon der Lutscher Castorp hat nichts verstanden."Sehr, sehr interessante Veröffentlichung" als Intro für Warsaw. Spiegel Leser? Die "Analyse" kann die Sozialisation nicht ersetzen.They have made a new condition, rule your life with indecision, never bite the hand that feeds you
sit and wait while he deceives you.
Philipp Mainländer
22.02.2014 - 23:46 Uhr
Nun bin ich gerade wieder total niedergeschlagen, da in meinem Leben überhaupt nichts funktioniert. Deswegen kotze ich mich hier jetzt über diverse engagierte User aus, weil das meinen Lebensschmerz für ein paar Minuten etwas lindert. Danach muss ich jedoch wieder in den Medizinschrank greifen. You've gotta save my soul, it's an empty place close my eyes, and I see myself with no place to hide
I could try to run quickly, I could try to fade forever.

Castorp

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23.02.2014 - 01:09 Uhr
@Desare Nezitic:
"Ob die furchtbar verängstigtenden Verzerrungen der Synthies in "Decades" an der crappigen Qualität der Aufnahmen liegen, kann ich so direkt nicht sagen. In jedem Fall höchst faszinierend."

Du sagst es!
Für mich klingt das immer so, als wenn der Song da "absäuft", wie eine Art Ertrinken, ein letztes Gurgeln. Einfach genial. (Ich glaube nicht, dass es an der Aufnahmequalität liegt, sondern dass die Keyboards da einfach "anders" gespielt wurden...?)

Von JD kann ich dir noch die von Unnerum bereits erwähnte "The BBC Recordings" ans Herz legen: so transparent, präzise und druckvoll wie hier wirst du weder "Love will tear us apart" noch "The sound of music" hören! :-) Und auf der Scheibe ist am Ende noch ein informatives Interview mit Ian Curtis und Stephen Morris drauf.

noise

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23.02.2014 - 12:07 Uhr
Ist natürlich alles Geschmackssache, aber mir "eiern" die Keyboards auf Decades viel zu sehr rum. Mir gefällt diese Version überhaupt nicht.
Glaube aber auch, dass der Klang so gewollt war, da ja sonst die Keyboards ziemlich passen.

Desare Nezitic

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23.02.2014 - 17:48 Uhr
@Castorp
Ja so ein ähnliches Gefühl das "Absaufens" habe ich auch. Klingt wie ein ziemlich ausgeleiertes Tape, welches kurz davor ist, sich in Bandsalat zu ergehen.
Werde mich dann mal die empfohlenen Peel Sessions anhören.

Muss auch sagen, dass ich noch nie ein gesprochenes Wort von Ian gehört habe. Würde mir vielleicht ein Teil der Faszination nehmen, wenn dann doch ein relativ normaler Mensch mit relativ normalen Problemen dasitzt und redet^^

bazilicious

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23.02.2014 - 21:54 Uhr
oh Gott... jetzt müssen die göttlichen Joy Division auch noch herhalten...

Desare Nezitic

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23.02.2014 - 22:02 Uhr
Na, dann mach doch den Ian anstatt dauernd rumzuheulen =D

Was magst du noch so für Bands? Da werde ich dann auch Fan von =D

bazilicious

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23.02.2014 - 22:08 Uhr
Was magst du noch so für Bands? Da werde ich dann auch Fan von =D

der war sogar gut :D

Castorp

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23.02.2014 - 23:50 Uhr
Der Eröffnungspart von Gesang beim Score zu "The Shining". :)

Irgendwie auch creepy, dass beide Sachen zwischen 1979-1981 aufgenommen/erschienen sind...Zufall? ;)

Castorp

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23.02.2014 - 23:53 Uhr
Oh, ein Fehler, sorry.

Der Eröffnungspart von Gesang beim Score zu "The Shining". :)

Irgendwie auch creepy, dass beide Sachen zwischen 1979-1981 aufgenommen/erschienen sind...Zufall? ;)

Castorp

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23.02.2014 - 23:54 Uhr
Nee, geht nicht. :) Muss irgendwas mit den Links sein, ich hab die Hyperlinks eigentlich richtig gesetzt und nochmal nachgesehen.

Naja, egal. :) Nicht so wichtig.

Lichtgestalt

User und Moderator

Postings: 4751

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09.05.2014 - 20:52 Uhr
Ich habe mal die Schwarz-Anfeindungen gelöscht und deswegen auch die Reaktionen von Castorp und Desare.

MopedTobias

Postings: 11824

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18.05.2014 - 14:37 Uhr
Unknown Pleasures kriegt einen sogar bei 20 Grad und Sonnenschein. Wow.
Horst Tappert
18.05.2014 - 23:04 Uhr
Die Depressionen Ian Curtis' und seine Gedankenwelt kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen und ich finde, der Film von Corbijn macht das nochmal zusätzlich fassbarer. Aber wer kannte Curtis schon wirklich? Du etwa? Ich? Nein. Das wäre anmaßend und ist für die künstlerische Bewertung als Rezipient auch völlig unerheblich. Man kann da soviel hineingeheimnissen, wie man will. KUNSCHST also machen, was de willst...=)
Harry Klein
18.05.2014 - 23:57 Uhr
Stefan, vielleicht hätten Ian und Castorp einfach mal arbeiten gehen sollen, nur so, um auf andere Gedanken zu kommen, vielleicht wären sie dann noch am Leben? Könnte ja sein...

Desare Nezitic

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19.05.2014 - 22:32 Uhr
@MopedTobias

Ne, eines der stimmungssensibelsten Alben überhaupt. Wirkt erst bei Regen/grauem Himmel sowie totaler Dunkelheit außer zwei Kerzen so richtig.
Bei Sommerwetter ist dieses Album unglaublich nervtötend.

poser

Postings: 2260

Registriert seit 13.06.2013

19.05.2014 - 22:36 Uhr
@Desare Nezitic: Kommt drauf an. Gibt Leute wie mich zum Beispiel, die im Winter Tame Impala, Beach Boys etc hören und im Sommer Nick Cave, Radiohead und eben Joy Division.
@poser
19.05.2014 - 22:41 Uhr
Also bitte!!!! Kein vernunftbegabter Mensch kann Radiohead neben Joy Division und Nick Cave. Zu keiner Jahreszeit. Da hört der Spaß dann auf....

MopedTobias

Postings: 11824

Registriert seit 10.09.2013

19.05.2014 - 22:50 Uhr
Sehe das wie poser, wenn man sich auf ein Album einlassen kann, kann es einen bei jeder Jahreszeit und jedem Wetter einnehmen. Das Äußere blendet man dann doch irgendwann aus.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

19.05.2014 - 23:15 Uhr
@poser und MopedTobias

Ich finde das faszinierend unvorstellbar =D

"wenn man sich auf ein Album einlassen kann"

Naja, ist bei mir #8 im overall ranking.

"kann es einen bei jeder Jahreszeit und jedem Wetter einnehmen. Das Äußere blendet man dann doch irgendwann aus."

Ich bin eher einer, der, wenn er ein Album intensiv hört (meist auf Kopfhörern), gerne eine passende äußere Kulisse nutzt, damit das Album noch intensiver kommt. Ich finde dadurch bekommt die bloße Musik mancher Alben etwas theaterförmiges - die Bilder vor dem geistigen Auge werden für mich noch größer, eindrucksvoller und unglaublich fühlbar.

Beispiele:
"Origin of Symmetry" (Muse) passt ideal zum Gewitter.
"Lust for Life" (Iggy Pop) passt ideal zum Sommerwetter
"A Weekend in the City" (Bloc Party) passt zur nächtlichen, lichtblinkenden Großstadt.
"Do You Like Rock Music?" (BSP) passt zum Anblick der wunderschönen Natur.

Gilt natürlich nur für bestimmte Alben, wobei die Musik von JD ein absoluter Ausnahmefall ist.
"Disintegration" von The Cure geht für mich z.B. immer.

Lagerfield

Postings: 216

Registriert seit 29.04.2014

19.05.2014 - 23:34 Uhr
Unknown Pleasures 10/10
Closer 11/10
Substance 10/10

Ganzjahresmusik.

MopedTobias

Postings: 11824

Registriert seit 10.09.2013

19.05.2014 - 23:56 Uhr
Ja klar, jeder wie er mag. Ich persönlich höre Musik einfach relativ unabhängig von äußeren Einflüssen.

Castorp

Postings: 2793

Registriert seit 14.06.2013

20.05.2014 - 00:06 Uhr
@MopedTobias:
"Sehe das wie poser, wenn man sich auf ein Album einlassen kann, kann es einen bei jeder Jahreszeit und jedem Wetter einnehmen. Das Äußere blendet man dann doch irgendwann aus."

Geht mir genauso.

Ich hatte z.B. vor kurzem mal eine Phase, wo ich jeden Morgen bei schönsten Sonnenstrahlen mit "Atrocity exhibition" in den Tag startete (ausgerechnet ein Song von der JD-"Grab-Platte") - das kickt(e) jedenfalls ungemein. :)

poser

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20.05.2014 - 00:07 Uhr
Kann ich mir gut vorstellen. Oft wird unterschätzt wie tanzbar deren Stücke eigentlich waren. Kein Wunder, dass sie ohne den depressiven Frontsänger zu New Order wurden.

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

20.05.2014 - 00:17 Uhr
Ohja, tanzbar triffts super, unter gewissen Umständen ist Unknown Pleasures ein nahezu perfektes Party-Album. Wer zu She's Lost Control nicht auf allen Tischen dieser Welt tanzen will, ist naja, wahrscheinlich depressiv ;)

Castorp

Postings: 2793

Registriert seit 14.06.2013

20.05.2014 - 00:18 Uhr
Zu Joy Division kann man tanzen, wie zu D.A.F. ;)

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

20.05.2014 - 00:21 Uhr
@Castorp

"Ich hatte z.B. vor kurzem mal eine Phase, wo ich jeden Morgen bei schönsten Sonnenstrahlen mit "Atrocity exhibition" in den Tag startete (ausgerechnet ein Song von der JD-"Grab-Platte") - das kickt(e) jedenfalls ungemein. :)"

Morris' Drumplay ist halt ungemein treibend. Ja, kann mensch gut morgens im Bus hören. Auch um sich von den ganzen Bürofritzen im Bus emotional abzugrenzen. Damit beginnt mensch zumindest mit einer richtigeren Einstellung den Tag =)


@poser

"Oft wird unterschätzt wie tanzbar deren Stücke eigentlich waren. Kein Wunder, dass sie ohne den depressiven Frontsänger zu New Order wurden."

Tanzbar sind einige Stücke schon, gerade von der "UP", jedoch trifft es Ians typisches "Getanze" ganz gut. Einige wenige Songs sind da für mich gut für den (Düster-)Club.

"Oft wird unterschätzt wie tanzbar deren Stücke eigentlich waren. Kein Wunder, dass sie ohne den depressiven Frontsänger zu New Order wurden."

Nachdem ich in letzter Zeit viel New Order gehört habe, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass Ians durch und durch verfriedhofte Gedankenwelt und Kreativität der Band irgendwann dem Umbruch im Weg gestanden hätte.

poser

Postings: 2260

Registriert seit 13.06.2013

20.05.2014 - 00:28 Uhr
@Desare: Nachdem ich in letzter Zeit viel New Order gehört habe, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass Ians durch und durch verfriedhofte Gedankenwelt und Kreativität der Band irgendwann dem Umbruch im Weg gestanden hätte.

Kann gut sein. Kenne von New Order nur Power, Corruption And Lies und Technique. Dazu noch ein paar Singles. Das beste was die Band jemals rausgebracht ist aber ein Song von Ian. Ceremony. Ist in meinem Songranking auf Platz 3 gelandet.

Desare Nezitic

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20.05.2014 - 00:29 Uhr
Schön, dass der Thread in der letzten Zeit so belebt ist. Danke an den kranken Castorp-Stalker (inzwischen gelöscht)!

@MopedTobias

"Ohja, tanzbar triffts super, unter gewissen Umständen ist Unknown Pleasures ein nahezu perfektes Party-Album."

Graveyard party as in the past =)

"Wer zu She's Lost Control nicht auf allen Tischen dieser Welt tanzen will, ist naja, wahrscheinlich depressiv ;)"

Kann mich halt ziemlich stark mit Ian identifizieren. Nur dass ich kein aktiver Musiker bin und mit 20 eine Familie gründe^^

Desare Nezitic

Postings: 5406

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20.05.2014 - 00:34 Uhr
PS: Jetzt wo den Spielbericht des von mir verpassten Spiels der 2.Liga-Relegation gelesen habe, bin ich ziemlich depressiv^^
capri
20.05.2014 - 08:35 Uhr
Habe gerade das Buch von Deborah Curtis gelesen. Ist wirklich sehr informativ und beschäftigt sich mit dem Menschen Ian Curtis (bis zu seinem Tod), mit der Beziehung bzw. Ehe, die sie mit ihm geführt hat und natürlich mit der Entstehungsgeschichte der Band. Die endsiebziger Manchesterstimmung kann man beim Lesen förmlich spüren. Was aus den Protagonisten (ihr selbst), der Geliebten (Annik..?) und der Tochter Natataie geworden ist, erfährt man nicht, was wohl durchaus beabsichtigt ist. Empfehlenswerte Lektüre.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

04.07.2014 - 15:39 Uhr
Eine nicht unwichtige Person im Joy Division-Kosmos und des Post-Punks generell ist gestorben:

Journalistin, Label-Gründerin, Konzertveranstalterin: Die Belgierin Annik Honoré hatte auf ganz unterschiedliche Weise Einfluss auf die Musik der späten Siebziger- und frühen Achtzigerjahre. Am bekanntesten aber wurde sie durch ihre Beziehung zu Ian Curtis von Joy Division. Nachdem sie 1979 ein Konzert für die Band organisiert hatte, begann sie eine Affäre mit dem verheirateten Sänger. Curtis, der schon lange an Depressionen gelitten hatte, nahm sich 1980 das Leben.

Der Rockfotograf und Filmemacher Anton Corbijn drehte über Joy Division und die Beziehung zwischen Curtis und Honoré den Film "Control" . Gespielt wurde Honoré darin von der deutschen Schauspielerin Alexander Maria Lara im flotten Postpunk-Chic.

Nach dem Tod des Sängers etablierte sich Honoré als eine wichtige Antriebskraft für dunkle und experimentelle Popmusik. So war sie Mitbegründerin des stilprägenden Labels Les Disques du Crépuscule, wo wichtige Vertreter elektronischer Musik und des Industrial Rock Platten rausbrachten. Etwa Tuxedomoon, Cabaret Voltaire oder Josef K. Für das Electronic-Body-Music-Ensemble Front 242 stellte sie die Weichen zum weltweiten Erfolg.

Wie unterschiedliche französische und belgische Seiten im Netz berichten, erlag Annik Honoré am Donnerstag den Folgen einer schweren Krankheit. Sie wurde 56 Jahre alt.


http://www.spiegel.de/kultur/musik/joy-division-ian-curtis-freundin-annik-honore-ist-tot-a-979219.html

Wie groß ihr indirekter Einfluss in die Musik JD's und vor allem Ians Texte war, ist für mich auch nach vielen Quellenstudien nicht ganz einzuschätzen. Sicher ist für mich, dass so manche Zeile ohne sie nie entstanden wäre.

MM13

Postings: 1676

Registriert seit 13.06.2013

30.06.2019 - 10:27 Uhr
kann mir einer sagen was sich mit den collectors editionen von "closer" und "unknown pleasures" auf sich hat? bzw. die remasterd versionen? hab die orginale nur auf vinyl,und würde sie mehr gerne digital zu legen,lohnt es sich soundtechnisch,bzw. die live versionen,da hab ich ja die "still".

The Hungry Ghost

Postings: 764

Registriert seit 15.06.2013

30.06.2019 - 19:03 Uhr
@MM13:
Selbige Frage stelle ich mir auch schon seit Jahren. :-)
Habe die Alben allerdings nicht auf Vinyl,sondern die alten und unremasterten CDs.

MM13

Postings: 1676

Registriert seit 13.06.2013

30.06.2019 - 19:35 Uhr
ja, zumal es ja auch noch die remasterd versionen gibt.

Autotomate

Postings: 1025

Registriert seit 25.10.2014

30.06.2019 - 22:31 Uhr
Die CD-Remaster von "Unknown Pleasure" und "Closer" kosten zusammen 20 Euro, sind gut aufgemacht und klingen gut. Da gibt's nicht viel zu grübeln.

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