Der Umblätterer
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27.01.2011 - 18:37 Uhr
*umblätter* |
The Laub
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27.02.2011 - 00:24 Uhr
Ist eigentlich der Anfang von Shadowplay bei "Lola" von den Kinks geklaut? |
Norman Bates
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19.06.2011 - 21:30 Uhr
Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass der vorletzte Track auf der Substance sich (abgesehen von Curtis' Gesang) wie Fugazi anhört? |
Ian Thomas Garner MacKaye
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19.06.2011 - 22:08 Uhr
Ist schon mal jemand aufgefallen, dass Norman Bates einen an der Klatsche hat? |
PT Allstars
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19.06.2011 - 22:25 Uhr
Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass es in diesem Forum nur Schwuchteln gibt? |
Lattentest
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19.06.2011 - 22:28 Uhr
Ja,mir. Ist auch ärgerlich. |
Vroni_Plag
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20.06.2011 - 15:24 Uhr
Norman Bates
19.06.2011 - 21:30 Uhr
Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass der vorletzte Track auf der Substance sich (abgesehen von Curtis' Gesang) wie Fugazi anhört?
Wir werden der Sache nachgehen. Danke. |
plaque
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20.06.2011 - 15:28 Uhr
humor für feingeister. |
PS:
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21.06.2011 - 00:05 Uhr
Ich heißte übrigens Chris. Chris Plaque. |
phiBOA
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21.06.2011 - 18:21 Uhr
I lost my trust in you all
http://www.youtube.com/watch?v=FhxDutChtqE&feature=related |
Castorp
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02.11.2012 - 23:08 Uhr
Am Samstag läuft die Erstausstrahlung einer Doku über Joy Division von 2007, schaut doch mal rein, ihr Mehlwürmer:
arte, 22:55 Uhr. |
Castorp
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03.11.2012 - 19:08 Uhr
*push* |
Herschel Shmoikel Pinchas Yerucham Krustofski
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03.11.2012 - 21:20 Uhr
@Castorp: Danke für die News. |
Banana Co.
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03.11.2012 - 21:52 Uhr
Jo, danke für den Tipp. Werde ich mir auf jeden Fall anschauen. |
tony wilson
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04.11.2012 - 17:35 Uhr
danke nochmal für den hinweis! war eine wirklich gute dokumentation. wird das vielleicht nochmal wiederholt auf arte? |
noise
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04.11.2012 - 19:05 Uhr
Jau, wollte mich auch nur kurz bedanken. Hätte ich sonst mit Sicherheit verpasst.
Im übrigen auch eine gelungene Doku. |
ingwer
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06.11.2012 - 17:29 Uhr
man findet die doku noch bis samstag auf der arte-website |
saihttam
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27.01.2013 - 21:52 Uhr
lohnen eigentlich die collectors editions der Alben? ich überlege sie mir anzuschaffen. |
cappy klein
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28.01.2013 - 06:05 Uhr
Die lohnen eigentlich nur, wenn du Collector bist. Wenn nicht, dann nicht. |
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Desare Nezitic
Postings: 5379
Registriert seit 13.06.2013
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07.02.2014 - 03:58 Uhr
Wow, nach dem letzten Takt von "Decades" will man sich nur noch erhängen. Vorher aber noch die kurze Zusammenfassung:
Substance 9/10 - Mit der Compilation fange ich an, weil hier die frühesten JD-Songs vertreten sind. Die Punkphase um 1977/78 legt das Talent der Band bereits offen, jedoch bleibt einiges davon nur im "hörenswerten" Bereich. Die späteren Singles sind natürlich über alle Maße erhaben, während manche B-Sides dem gegenüber ein klein wenig abfallen. "Love Will Tear Us Apart" ist für mich eine der fünf größten Singles aller Zeiten. Ein absolut toller Querschnitt, obwohl die ein oder andere Rarität fehlt. Mensch mag sich fragen, wie die beiden regulären Alben noch ausfielen, wenn die Singles dort noch bestückt wären...
Highlights: No Love Lost; Transmission; Atmosphere; Dead Souls; Love Will Tear Us Apart
Unknown Pleasures 10/10 - Das Debut, welches voll und ganz im Post-Punk verankert ist und dank den Hipstershirts eines der bekanntesten Cover, die es gibt, sein Eigen nennen kann. Die depressive Tiefe nimmt nach dem vergleichweise lockeren Einstieg "Disorder" zur Mitte hin immer weiter zu, weswegen das recht tanzbare "Insight" mittendrin wie ein schockierend manischer Ausreißer wirkt, welches jedoch, wie alle anderen Tracks vorher und folgend, von der suizidal-verzweifelten Wirkung des "New Dawn Fades" begraben wird: "Over each mistakes were made/I took the blame/Directionless so plain to see/A loaded gun won't set you free/So you say" - durch Vortrag, der der totalen Resignation nahe kommt, werden diese Verse zu den vielleicht bedrückensten, die mensch jemals gehört hat, nur damit kurz darauf noch mit letzter Verzweiflung der Abzug gesucht wird.
Die zweite Seite dagegen ist über weite Strecken recht catchy geraten. Wohl auch deswegen sind hier die schwächsten Momente der Platte zu finden. Der Closer "I Remember Nothing" greift hingegen wieder die ultradüstere Stimmung der ersten Hälfte auf und lehrt einem zudem, dass jegliche Möglichkeit auf Katharsis nicht existent ist, wenn die Seele bereits abgestorben ist.
Highlights: Day of the Lords; Canditate; New Dawn Fades; She's Lost Control; I Remember Nothing
Closer 10/10 - Zwei Monate vor Erscheinen des Albums setzt Ian Curtis sich ein Ende, wodurch der Interpretationspielraum in den Texten so unermesslich weitläufig geworden ist. Ob sichin den Versen tatsächlich Hinweise für den späteren Suizid finden lassen, ist ein Fall für die Fanforen. Hatte der Vorgänger in einigen Songs noch einen irgendwie gearteten poppigen Ansatz, so verschwinden diese auf "Closer" mit Ausnahme von dem merkwürdig lebhaften "Isolation" und dem oft unterschätzten "A Means to an End" gänzlich.
Stattdessen regiert die Elegie, die langsam aber sicher ins tiefste Dunkel namens "Decades" führt. Ein Track mit einer ungeheuren Intensität und Traurigkeit. Mit dem allerletzten Song haben JD praktischerweise Dark Wave vorgedacht, praktiziert und eigentlich bereits alles dazu gesagt.
Highlights: Atrocity Exhibition; Isolation; A Means to an End; The Eternal; Decades
Was bleibt ist Stille und eine latente Versuchung, wenn der Hörer Ians Seelenleid doch zu nahe an sich heranlgelassen hat. Eine sprachlich reich bebilderte Zusammenfassung habe ich mir deshalb mal erspart...
Songs
1) Love Will Tear Us Apart
2) Decades
3) New Dawn Fades
4) Transmission
5) I Remember Nothing
6) Atmosphere
7) She's Lost Control
8) Atrocity Exhibition
9) Day of the Lords
10) Isolation
11) Candidate
12) The Eternal
13) A Means to the End
14) No Love Lost
15) Dead Souls
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VelvetCell
Postings: 10382
Registriert seit 14.06.2013
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07.02.2014 - 09:13 Uhr
Vielen Dank Desare; über große Strecken stimme ich mit dir überein. Nur "Love will tear us apart" ist bei mir sehr stimmungsabhängig. Beizeiten ist mir der Song zu eingängig, zu catchy.
Bei "Decades" und vor allem "New Dawn Fades" bin ich voll bei dir. Ergänzen möchte ich bei den Songs noch "Something must break". |
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The Hungry Ghost
Postings: 1010
Registriert seit 15.06.2013
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07.02.2014 - 09:22 Uhr
@OMG:
Also ich finde die Reviews von Desare ganz gut. Wer ernsthaft Probleme mit solchen Beiträgen hat, der hat von Popkultur nichts verstanden. Popkultur gehört nicht nur den professionellen Musikkritikern im SPEXschen Sinne, sondern ALLEN Rezipienten von Popkultur.
Abgesehen davon:
Desare schreibt über das, was hier auf plattentests eigentlich im Zentrum stehen sollte: über Musik!
Viele andere hingegen rotzen immer irgendeinen kurzen Kommentar zu Fußballthemen oder dergleichen hin. |
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The Hungry Ghost
Postings: 1010
Registriert seit 15.06.2013
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07.02.2014 - 09:28 Uhr
@Desare Nezitic:
Bei der "Unknown Pleasures" würde ich unbedingt noch "Shadowplay" hervorheben! Der Song hat mich neben "New Dawn Fades" damals als erstes gepackt, als ich die Platte erstmals hörte. |
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VelvetCell
Postings: 10382
Registriert seit 14.06.2013
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07.02.2014 - 10:26 Uhr
An "Shadowplay" habe ich mich tatsächlich satt gehört. Hätte auch nicht gedacht, dass das mit einem Joy Division-Song geht. |
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Castorp
Postings: 2740
Registriert seit 14.06.2013
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07.02.2014 - 13:52 Uhr
@Desare Nezitic:
Sehr schön geschrieben und zusammengefasst. Bis auf einen Absatz: "Mit dem allerletzten Song haben JD praktischerweise Dark Wave vorgedacht, praktiziert und eigentlich bereits alles dazu gesagt." Das mit dem "vorgedacht" ist so nicht ganz richtig. Denn wo fängt man da musikhistorisch an? Wenn man noch ein bisschen früher zurückschaut, auf Nico/John Cale von den Velvets (Album: The Marble Index, 1969; "Evening of light" dürfte mit "Decades" als suizidalstes Lied aller Zeiten locker mithalten) oder Bowie/Eno (Album: Low z.B., 1977) etwa, welche massiven Einfluss auf JD hatten, laufen die Basis-Fäden für "Dark Wave" bereits dort zusammen. (Kann man so sehen, muss man natürlich nicht, ist nur meine Sicht.) JD haben "nur" den ganzen Teppich "vollendet", wenn man so will. ;)
Interessanterweise findet sich ja bei Nico diese "Todessehnsucht", wie es sie auch bei den Nazis gegeben hatte. Insofern ist es dann wohl auch kein Zufall, dass sich JD nach SS-Bordellen benannt und auf einem früheren EP-Cover einen trommelnden Hitler-Jungen hatten (mal ganz abgesehen von dem Provokationspotential einer typischen (Post-)Punkband)...
Es sind also immer die geschundenen Seelen gewesen, die Dark Wave geboren haben. |
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carpi
Postings: 1987
Registriert seit 26.06.2013
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07.02.2014 - 18:36 Uhr
Mal sehen, wie es übernächste Woche in Strasbourg mit Peter Hook wird. Auf dem Programm stehen zwei Alben von New Order (Movement und Power, Corruption and Lies) und einige wenige Joy Division Songs.
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US ECWCS Gore
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07.02.2014 - 18:56 Uhr
Hook ist ein ganz schlimmer Leichenflederer. Eich echter Prolo. |
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noise
Postings: 1198
Registriert seit 15.06.2013
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07.02.2014 - 23:31 Uhr
Man kann Hook natürlich kritisch sehen, aber wenn er wie mal angekündigt die "Unknown Pleasures" live spielt wäre ich dabei.
Schon alleine deswegen, weil mir JD sehr viel gibt und ich nie in den Genuss kam sie live gesehen zu haben. |
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Desare Nezitic
Postings: 5379
Registriert seit 13.06.2013
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08.02.2014 - 00:12 Uhr
@Hater
Ich habe hier keinen journalistischen Anspruch, sondern schreibe nur etwas Kurzes und ohne großen Plan zu Bands und Platten ins Forum. Erkennst du auch daran, dass ich mir meine Postings vorher nie nochmal durchlese. Außerdem habe ich womöglich schon mehr journalistische Arbeiten abgeliefert als du =)
@Velvet Call
"Love Will Tear Us Apart" hat in meinen Augen etwas so tragisches an sich, die stark von den anderen Songs differiert. Dieses Lied sitcht durch seine Instrumentierung, die fast etwas von einem Aufbäumen hat, aus der ganzen lebensverneinenden Düsterheit hervor. Eben wie das letzte Aufbäumen, wobei dies bereits vergeblich sein wird, wie Ian
es vermerkt.
Immer wenn ich dieses Lied höre, denke ich mir, dass Ians Weg nicht unbedingt zwangsläufig war. Dieser Punkt macht dieses Lied so besonders.
@Hungry Ghost
"Viele andere hingegen rotzen immer irgendeinen kurzen Kommentar zu Fußballthemen oder dergleichen hin."
Du hast noch nicht in die Fußballthreads geschaut? =D
Ansonsten ist auch "Shadowplay" ein grandioses Stück Musik, gehört jedoch angesichts dieses beeindruckend starken Restmaterials in die untere Hälfte des Rankings.
@Castorp
Ja, diese these ist natürlich etwas optimistisch und ein stückweit unseriös, da ich alterbedingt noch nicht über die gesamte Popmusik (im weiteren Sinne) im Bilde bin. Über Nicos Werk habe ich daher bislang nur rudimentäre Kenntnisse, wenngleich ich darin sofort ein ästhetisches Vorbild für den Dark Wave bzw. Gothic erkannt habe. Jedoch weniger im musikalischen Sinne.
Bowie/Eno hatten natürlich einen großen Einfluss auf Joy Division, was sich am besten daran zeigt, dass sich der ursprüngliche Bandname vom legendären "Warszawa" ableitete. Was an "Decades" so wahnsinnig nach einem der Gründersongs der Dark Wave klingt, ist der Einsatz des Synthesizers, der in den Strophen überhaupt nicht flächenbasiert und somit weniger stimmungsfördernd ausgerichtet ist, als es z.B. auf den "Low"-Instrumentals der Fall ist.
"Decades" hat einfach diese ganz starke Gruftie-Attitüde in Verbindung mit aufrichtigster Todessehnsucht (weniger in den Lyrics), an die heftig beeinflusste Bands wie "The Cure" höchstens ansatzweise rankamen. Das meinte ich damit, dass JD zu dem zentralen Dark Wave-/Gothic-Thema mit dem Stück bereits alles gesagt hatten.
"Interessanterweise findet sich ja bei Nico diese "Todessehnsucht", wie es sie auch bei den Nazis gegeben hatte. Insofern ist es dann wohl auch kein Zufall, dass sich JD nach SS-Bordellen benannt und auf einem früheren EP-Cover einen trommelnden Hitler-Jungen hatten (mal ganz abgesehen von dem Provokationspotential einer typischen (Post-)Punkband)..."
Die Nazi-Attitüde als Provokation war gerade in UK zu dieser Zeit der heißeste Schrei. In einem gesellschaftlich erhitzen Klima, welches bereits eine Dekade vorher von Rechtsradikalen wie Enoch Powell nach oben geschraubt wurde, sicherlich kein Zufall. Die grundlegende fürchterliche Faszination, welche von Nationalsozialismus ausging und ausgeht, tat ihr Übriges dazu.
"Es sind also immer die geschundenen Seelen gewesen, die Dark Wave geboren haben."
Ich würde sogar behaupten, es sind fast immer geschundene Seelen gewesen, die der Musik seit Anbeginn ihrer Existenz (also seit der Vorgeschichte) etwas neues hinzugefügt haben. |
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Castorp
Postings: 2740
Registriert seit 14.06.2013
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08.02.2014 - 01:06 Uhr
@Desare Nezitic:
Die Briten haben eh eine bizarre Hassliebe zu dem ganzen Nazi-Thema...;)
Ich hatte noch ganz vergessen, dass Nicos "The End" (1974) von Enos' Synthies und dessen Elektronik veredelt wurde. So schließt sich dann wieder der (gothische) Kreis...=)
Noch mal was zu deiner Song-Liste:
Mir ist vorhin aufgefallen, dass ich das wild wütende "Ice age" und das industriell-maschinell getaktete "Sound of music" (beste Version: auf der BBC Sessions) ebenfalls mit in die Liste mit aufnehmen würde. :) In der JD-Doku von 2007 wurde die Musik von JD an einer Stelle als Ausdruck der kühl-tristen Industrie-Stadt Manchester beschrieben und ich finde insbesondere "Sound of music" passt da ebenfalls sehr gut rein.
Was hast du denn für Assoziationen zum Grufti-Hit "Decades"? Ich finde, den könnte man auch als Hörspiel-Titelmelodie für den "Kleinen Vampir" nehmen (oder so). =) ;)
"Dead souls" lernte ich vor fünfzehn Jahren über das Nine-Inch-Nails-Cover kennen und ich finde die NIN-Version sogar immer noch am besten, weil dieser typische Reznor-Aufbau (mit Finale) einfach hammer ist und am Ende so schön rotzig gesungen wird. :) Erst über die Jahre hinweg konnte ich das punkigere Original von JD schätzen lernen. |
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Desare Nezitic
Postings: 5379
Registriert seit 13.06.2013
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08.02.2014 - 01:45 Uhr
Genau, dieses Grau Manchesters und vor allem der Vorstadt Macclesfield, in der Ian lebte, ist in der Musik von JD immer präsent - mal vordergründiger, mal auch nur ganz vage im Hintegrund.
"Was hast du denn für Assoziationen zum Grufti-Hit "Decades"? Ich finde, den könnte man auch als Hörspiel-Titelmelodie für den "Kleinen Vampir" nehmen (oder so). =) ;)"
Vorher hast du noch das extakte Gegenteil geschrieben.
Der kleine Vampir, der nachts seine Eltern im Schlaf erdrosselt, bevor er sich in den Wald begibt und dort sanft, aber bewusst in die Bärenfalle tapst und elendig sowie ungehört schreiend krepiert =) |
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bazilicious
Postings: 2909
Registriert seit 27.06.2013
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08.02.2014 - 13:43 Uhr
große Band, schon länger nicht mehr aufgelegt... richtig Bock auf Closer gerade |
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Frank Shankly
Postings: 374
Registriert seit 26.10.2013
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08.02.2014 - 17:53 Uhr
"Ich würde sogar behaupten, es sind fast immer geschundene Seelen gewesen, die der Musik seit Anbeginn ihrer Existenz (also seit der Vorgeschichte) etwas neues hinzugefügt haben."
Ich mag den Albumtitel dieses Chart-Stürmers Milky Chance,"Sadnecessary",die Notwendigkeit einer gewissen Trauer oder Frustration beschreibend, die unabdingbar ist, um einen Song zu schreiben, der wirklich berührt.
Das hat ein Ian Curtis halt geschafft,er "malte" düstere Bilder durch seine Musik, man sieht die graue Vorstadt wirklich bei jedem Ton vor dem inneren Auge.. |
Philipp Mainländer
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08.02.2014 - 18:13 Uhr
"Was hast du denn für Assoziationen zum Grufti-Hit "Decades"? Ich finde, den könnte man auch als Hörspiel-Titelmelodie für den "Kleinen Vampir" nehmen (oder so). =) ;)"
Das zeigt einmal mehr überdeutlich, dass Castorp weder die Musik von Joy Division noch die Texte und schon gar nicht die Person Ian Curtis ansatzweise würdigen kann. Er kommt aus seiner analytischen Banalität einfach nicht heraus. Hauptsache zu jedem Thema auf PT sein Sekret absondern, völlig egal, ob es substanziell ist.
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Frank Shankly
Postings: 374
Registriert seit 26.10.2013
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08.02.2014 - 18:28 Uhr
"Grufti-Hit" is sowieso ne komische Bezeichnung für Joy-Division, die doch schon ne Ecke vom Gothic entfernt waren..
Passt wohl eher richtung SIsters of Mercy oder so |
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Desare Nezitic
Postings: 5379
Registriert seit 13.06.2013
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08.02.2014 - 18:33 Uhr
Naja, Gothic ist natürlich oft ein recht negativ besetzter Begriff. Für mich ist in "Decades" jedoch die spätere gothictypische Stimmung omnipräsent.
Sisters of Mercy dagegen sind ja wohl mal richtig scheiße :D |
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Frank Shankly
Postings: 374
Registriert seit 26.10.2013
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08.02.2014 - 18:37 Uhr
also wer zu "Temple of Love" nicht aufs Bett hüpft, ekstatisch abdanced und in seine leere Bierflasche singt, den kann ich echt nicht verstehen |
Philipp Mainländer
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08.02.2014 - 20:10 Uhr
@Frank Shankly: Absolut! Die Sisters haben in ihrer Frühphase von 1980 bis 1984 in Leeds mit ihren ersten EPs/12"/7" bis zum Debüt "First And Last Always" (1985) das Genre bestimmt (danach waren sie eher Crap) - und das hat mit dem inflationierten "Gothic"-Mist der Gegenwart auch nichts gemein. Aber Pseudoexperten wie Castorp reiben sich in ihrer pflaumig-bemühten "Analyse", ohne nur für drei Sekunden die Person Ian Curtis und seine Idee von Musik & Lyrics zu verstehen, an Joy Division. Er wäre besser damit beraten, weiter mit Halbwissen den Sahra Wagenknecht Thread zu fluten.
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Andrew Eldritch
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08.02.2014 - 20:19 Uhr
Sag noch einmal Gruftie in meine Richtung und ich hau dir auf die Schnauze. |
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noise
Postings: 1198
Registriert seit 15.06.2013
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08.02.2014 - 21:17 Uhr
Bitte nicht die Begriffe "Gothic" und "Gruftie" in Verbindung mit JD nennen. Damit würde man dem Schaffen der Gruppe absolut nicht gerecht werden.
Dann doch eher Punk & Dark/Cold-Wave. |
Aspie erklärt's
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08.02.2014 - 21:23 Uhr
Es waren immer die Aspies, die die Menschheit vorangebracht haben. Ohne Asperger würden die NTs in Höhlen leben und dort angeregt smalltalken. |
@Noise
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08.02.2014 - 21:37 Uhr
Das hast du exzellent erkannt.Sehr sympathisch. Schön auch, dass du auf Pen Expers angesprungen bist.
Philipp Mainländer |
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Castorp
Postings: 2740
Registriert seit 14.06.2013
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09.02.2014 - 00:01 Uhr
@Mainländer:
Ui, da hast du dir jetzt aber ein dickes Ei ins Nest gelegt. -> Es war nämlich Desare Nezitic, der zuerst schrieb: ""Decades" hat einfach diese ganz starke Gruftie-Attitüde" (08.02.2014 - 00:12 Uhr) Ich hab das dann teils spaßeshalber aufgenommen und "weitergesponnen", mehr nicht. :) Wenn dich der Begriff "Gruftie" so stört, solltest du deinen Ärger also in erster Linie in seine Richtung lenken. ;)
Mal abgesehen davon, ist eine GRUFT nichts anderes als ein Grab und das befindet sich schließlich auf dem COVER der "Closer" und insofern ist Desares "Gruftie"-Assoziation alles andere als abwegig (ganz gleich, ob man "Gruftis" heute zuallererst eher mit Gothic Rock o.ä. in Verbindung bringt, das spielt hierbei keine Rolle):
"The album cover was designed by Martyn Atkins and Peter Saville, with photography by Bernard Pierre Wolff. The photograph on the cover is of the Appiani family tomb in the Cimitero Monumentale di Staglieno in Genoa, Italy. In a 2007 documentary on the band, designer Peter Saville commented that he, upon learning of singer Ian Curtis's suicide, expressed immediate concern over the album's design as it depicted a funeral theme, remarking "we've got a tomb on the cover of the album!"" (Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Closer_(Joy_Division_album))
Soviel also zu deinem arroganten Auftreten, es besser als wir wissen zu wollen...;D
Aber schön, dass man schon mit solchen Banalitäten, die Schwarznick-Trolle unter ihren Steinen hervorlocken kann...:D
Die Depressionen Ian Curtis' und seine Gedankenwelt kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen und ich finde, der Film von Corbijn macht das nochmal zusätzlich fassbarer. Aber wer kannte Curtis schon wirklich? Du etwa? Ich? Nein. Das wäre anmaßend und ist für die künstlerische Bewertung als Rezipient auch völlig unerheblich. Man kann da soviel hineingeheimnissen, wie man will. KUNSCHST also machen, was de willst...=) |
Karl Ranseier
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09.02.2014 - 10:48 Uhr
Casorp ist aber leicht zu erregen;)) aber recht hat er immer... |
@philipp mainländer
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09.02.2014 - 11:24 Uhr
schaum vorm mund wegen joy division?
du bist der beste beweis für die intoleranz und den konservativismus innerhalb bestimmter rock-genres (punk, metal usw)..... |
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Frank Shankly
Postings: 374
Registriert seit 26.10.2013
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09.02.2014 - 11:25 Uhr
ein ganz großer |
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Desare Nezitic
Postings: 5379
Registriert seit 13.06.2013
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09.02.2014 - 21:38 Uhr
Philipp Mainländer muss ja richtig Sand in der Vagina haben =D |
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saihttam
Postings: 3020
Registriert seit 15.06.2013
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10.02.2014 - 02:29 Uhr
Kann dem ersten Posting von Desare Nezitic eigentlich fast volkommen zustimmen. Fühle sehr ähnlich beim Hören der Alben. Auch die Highlights würde ich fast genauso setzen. Die beschriebene Zeile in "New Dawn Fades" ist so unglaublich intensiv, gerade auch verbunden mit dem Gesang von Ian Curtis. Ist jedesmal für ne Gänsehaut gut. Und gerade die beiden Abschlusssongs von "Closer" sind so tottraurig, wie man sich einen Abschluss nur vorstellen kann. Wobei ich finde, dass gerade "Decades" nach dem langsamen, depressiven "The Eternal" noch einmal auf eine ganz andere Art berührt, die ich nur sehr schwer beschreiben kann. Gerade dieser Kontrast macht für mich das Ende so interessant. |
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Castorp
Postings: 2740
Registriert seit 14.06.2013
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10.02.2014 - 12:13 Uhr
"Decades" erscheint mir in der Live-Version auf der "Still" noch verstrahlter. Diese leiernden, "kaputten" Synthies hauchen dem Lied da noch mal eine Extraportion Hölle ein.
Oder um es in der PT-Troll-Wegwerfnick-Sprache zu formulieren: "Völlig am Ende der Song." |
Der UmbIätterer
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10.02.2014 - 12:51 Uhr
*umblätter* |