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Mann 50 Wampe
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12.05.2020 - 23:17 Uhr
Still aber auch... |
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Deaf
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12.05.2020 - 23:26 Uhr
Alles andere ist zur Komplettierung, aber die Alben sind essentiell. |
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Samuel Herring
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13.05.2020 - 07:24 Uhr
Dann würde ich, wenn es nicht mittlerweile so unverschämt teuer wäre, gleich zur Heart and Soul Box raten. Da hat man alles.
4 Cds.
Beide Alben, Raritäten und auf der vierten CD Liveversionen.
Höre ich am liebsten. |
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Samuel Herring
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13.05.2020 - 07:26 Uhr
Und nebenbei, das gerade erschienene Buch von Jon Savage "Sengendes Licht, die Sonne und alles andere" liest sich ganz wunderbar.
https://www.randomhouse.de/Buch/Sengendes-Licht-die-Sonne-und-alles-andere/Jon-Savage/Heyne-Hardcore/e559973.rhd |
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Autotomate
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13.05.2020 - 07:58 Uhr
Ich hatte lange Zeit nur die "Substance" zu Hause und selbst darauf fast nur "She's Lost Control", "Atmosphere" und "Love Will Tear Us Apart" gehört. Über diese Songs hab ich langsam die anderen Stücke lieben gelernt und brauchte dann natürlich ziemlich bald die beiden regulären, tatsächlich essenziellen Alben.
Heute höre ich sie auch nur noch sehr selten, aber meinen Einstieg hat die "Substance" auf jeden Fall stark erleichtert. Wenn mich heute jemand nach Joy Division fragt, würde ich ihm eh raten, sich erst mal die oben genannten Songs auf Spotify oder YouTube zu geben^^ |
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carpi
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13.05.2020 - 08:32 Uhr
Muss mich ja heute noch über mein Eingangsposting wundern, in dem ich 2003 um 3.40 nach den "längst vergessenen" Joy Division fragte und habe mir überlegt, ob das damals stimmte? So weit ich mich erinnere, waren New Order, nachdem sie zwei Jahre zuvor "Get ready" veröffentlichten, in einer Schaffenspause (erst 2005 kam eine neue Platte und vor 2001 war es auch lange still), den Film "Control" gab es erst viel später, auf Plattentests waren sie anscheinend zu Beginn auch nicht präsent und das Cover von "Unknownn Pleasures" war auch nicht allseits bekannt wie heute (z.B. auch als Mundschutz oder H&M T-Shirt). Allerdings gab es mit Interpol und dann The Editors die ersten Bands, die sich auf Joy Division bezogen. Ist die Popularität gestiegen oder vielleicht immer noch gar nicht so riesig (außer in GB)?
Ein Indiz für eine Anwachsen des Nachruhms wäre New Orders Tour im letzten Jahr, auf der man große Hallen füllen konnte, Peter Hook tourt schon seit vielen Jahren mit dem Vermächtnis (meiner Meinung nach gelungene Shows, bald geplant auch die "Closer-Tour" zum 40sten Geb.), allerdings in eher mittelgroßen Hallen. Die Spotify-Clicks habe ich mir noch nicht angeschaut, aus der Postpunk Zeit werden sie aber wohl den höchsten Bekanntheitsgrad behalten, was auf Grund des musikalischen Outputs und der textlichen Qualitäten durchaus berechtigt ist. Nur The Cure kommen da noch ran.
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Talibunny
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13.05.2020 - 08:38 Uhr
Dass die Alben essentiell sind, steht ausser Frage. Aber danach wurde auch nicht gefragt.
Die Substance hat den Vorteil, die "Hits" zu bieten. Dazu gibt es einen guten Überblick über die Entwicklung der Band.
Wem das zusagt, greift dann automatisch zu den beiden Alben. Plus Still.
Das ist auch alles recht günstig zu bekommen und kostet insgesamt weniger als "Heart & Soul".
Grundsätzlich gilt bei Joy Division : Alles lohnenswert. Niemals ein Fehlgriff. |
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slowmo
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13.05.2020 - 08:59 Uhr
War bei mir ähnlich wie bei Automate. Bin mit etwa 18/19 rum zufällig an die Substance geraten, ohne das mir bewusst war, was mich da erwartet. Eigentlich hauptsächlich wegen "Love will tear us apart" (welches ich damals durch einen Kinofilm kennen lernte und mir auf anhieb gut gefiel) und dann haben mich die Songs und die Faszination an diese Band nie mehr losgelassen. Es gibt keine Band, die ich öfters gehört habe. Auch das ganze Design, das Auftreten, diese düstere und unfassbar atmosphärisch fesselnde Grundstimmung, das geniale Songwriting und diese raue/tiefe Stimme von Ian Curtis, dieses einzigartige Basspiel, diese vielen kleinen versteckten Details wie z.B. diese Geräusche aus dem Fahrstuhlschacht bei "Insight" und diese leichten Synthieeinflüsse.
Es gibt eigentlich keine Band die mich bisher mehr faszinieren konnte. Wenn man bedenkt, die waren damals selbst fast noch Teenager und haben einfach auf anhieb alles richtig gemacht, ob bewusst oder auch unbewusst. Fast schon so, als ob es ihre höhere Bestimmung gewesen wäre.
Angefangen bei eben kleinsten Details wie das Cover der Unknown Pleasures (ein Pulsar bzw. sterbender Stern), was Bernard Sumner beim durchstöbern in der Bibliothek zufällig in einem Astronomiebuch entdeckte und sich dann später zu einem absoluten Kultsymbol der Popkultur etablierte oder die spätere Zusammenarbeit mit Peter Saville bei "Closer".
Aber das sind nur einige der vielen Gründe, die JD zu so genialen Pionieren machten.
Egal wie oft ich sie höre, man wird sie einfach nie wirklich satt und bekommt immer wieder aufs neue eine Gänsehaut.
Würde ich heute noch einmal einsteigen, dann würde ich mir gleich die "Unknown Pleasures" zulegen und wenn noch Budget da ist, dann aufjedenfall auch noch dazu gleich die "Closer". Die gehören als mindeste in jede gut sortierte Plattensammlung und sind daher eh beide Pflichtkäufe.
Ansonsten ist es ja nicht so, als ob sie zig Platten in ihrer Discographie hatten und wenn da mal ein Song fehlt, dann gibt es ja heutzutage eh Spotify. |
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Mann 50 Wampe
Postings: 5106
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13.05.2020 - 10:20 Uhr
Soweit ich weiss war es nicht Bernard Sumner sondern der Drummer Steven Morris der das Bild des Pulsars in dem Astronomiebuch zufällig endeckt hat. Ich habe über die letzten 35 Jahre über 60 JD Platten, Singles und Bücher gesammelt dennoch geht meine Empfehlung für Einsteiger ganz klar zur "Heart and Soul" Box, die ja auch schon weiter oben empfohlen wurde. |
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Deaf
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13.05.2020 - 10:34 Uhr
Es ist doch unsinnig, eine Box zu empfehlen, die nicht verfügbar ist oder zumindest nur schweineteuer. Ein Einsteiger kauft sich für fast nichts das Debut, wenn es gefällt noch das 2. Album. |
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VelvetCell
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13.05.2020 - 11:43 Uhr
Eigentlich reicht Unknown Pleasures für den Beginn. Wer das nicht mag, braucht mit dem noch düstereren Closer gar nicht weitermachen. |
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Mann 50 Wampe
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13.05.2020 - 12:07 Uhr
Mit etwas intensiverer Suche ist die Box bestimmt zu finden, z.B. bei Discogs. Das die nicht günstig zu bekommen ist mag richtig sein. Aber wenn ich mich wirklich für die Band interessiere bin ich damit vollständig versorgt, weil defenitiv jeder JD Song dort enthalten ist. Aber natürlich würden es auch erstmal die beiden Alben tun. |
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VelvetCell
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13.05.2020 - 15:45 Uhr
*Lechz*
Und vergleichsweise günstig!
https://store.neworder.com/de/joy-division/closer-40th-anniversary-vinyl-bundle.html
Das "Love will tear us apart"-Covermotiv hatte ich einst als A1-Poster in meinem Zimmer hängen. |
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slowmo
Postings: 1558
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13.05.2020 - 18:19 Uhr
Soweit ich weiss war es nicht Bernard Sumner sondern der Drummer Steven Morris der das Bild des Pulsars in dem Astronomiebuch zufällig endeckt hat.
Habe das aus der Autobiographie von Bernard Sumner (die übrigens sehr zu empfehlen ist). Möglicherweise habe ich es vllt. auch falsch in Erinnerung. |
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hos
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18.05.2020 - 17:11 Uhr
@GivenToTheRising, ich zieh mal Deinen Kommentar aus dem RIP thread hierüber, weils hier besser platziert ist:
"Joy Division haben mir nie was gegeben, aber offensichtlich großen Einfluss auf die Musikwelt gehabt (Aaron Turner ist öfter mit Joy-Division-Shirt rumgelaufen). Post Punk, ein schreckliches Genre. :) "
Ich hoffe mal, du meinst das mit "schrecklich" nicht ernst sondern eher ironisch. Falls nicht, möchte ich Dich darauf aufmerksam machen, daß es ohne Post Punk Neurosis in dieser Form nicht geben würde und du hier mit nem anderen Nick rumlaufen müsstest ;) |
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MopedTobias (Marvin)
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18.05.2020 - 17:22 Uhr
Wer zur Hölle ist Aaron Turner? |
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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18.05.2020 - 17:26 Uhr
ehemaliger Sänger/Gitarrist von Isis (der mit den Growls, nicht mit dem Klargesang). Mittlerweile mit Sumac unterwegs. |
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Given To The Rising
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18.05.2020 - 17:30 Uhr
@hos: Ja, ich sehe die Relevanz des Genres für spätere Musik, aber diese Art von Melodik sehe ich bei Neurosis nicht. Und wenn ja, müsstest du erklären wo. Ich verstehe auch den Namen nicht. Post Punk hat mit Punk rein musikalisch nix zu tun. Ist mein Empfinden, mich stört dieses Genre eher.
Aaron Turner ist der Frontmann von Isis/Sumac. |
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Given To The Rising
Postings: 7679
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18.05.2020 - 17:34 Uhr
"ehemaliger Sänger/Gitarrist von Isis (der mit den Growls, nicht mit dem Klargesang)"
Ich dachte, er wär der einzige Sänger. |
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MopedTobias (Marvin)
Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion
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18.05.2020 - 18:22 Uhr
Dass Punk und Post-Punk musikalisch "nichts" miteinander zu tun haben, stimmt nun auch wieder nicht, aber das "Post"-Präfix suggeriert ja eine Abgrenzung bzw. eine Erweiterung von Eigenschaften des Punk, wie es auch bei der Postmoderne oder dem Poststrukturalismus der Fall ist. Das Genre hat sich in Abgrenzung zum Punk entwickelt, daher der Name, den Musikjournalisten und andere Beobachter des Geschehens entwickelt haben. "Post" bedeutet hier "nach" nicht unbedingt in einem zeitlichen Sinn. |
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hos
Postings: 1948
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18.05.2020 - 18:42 Uhr
"diese Art von Melodik sehe ich bei Neurosis nicht."
du findest vielleicht nicht die Melodik von Joy Division, oder die poppigere, tanzbare Ausrichtung des New Wave. Aber Post-Punk ist auch nicht zwingend ein spezifiziertes Genre sondern eher ein übergeordneter Begriff der die verschiedene musikalische Strömungen umschreibt. Ich bin da auch kein Fachmann um es wirklich gut zu definieren, aber wenn Du dich mit The Doors, Iggy Pop, Roxy Music, Can, Tangerine Dream, Siouxsie & The Banshees, Killing Joke (so als Grundlage, gibt natürlich noch viel mehr) beschäftigt hast, dann kannst Du die Zusammenhänge regelrecht greifen. |
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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18.05.2020 - 18:51 Uhr
"Ich dachte, er wär der einzige Sänger."
sorry, my bad! Man möge mir mein Unwissen verzeihen. Und ich dachte ich kenne die Band in und auswendig. Hätte ich wohl mal auf ein Livekonzert gehen sollen... |
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Der Wanderjunge Fridolin
Postings: 4924
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18.05.2020 - 18:58 Uhr
Post Punk war nie homogen. Aber das machte es auch aus. Sicherlich waren die Grenzen zur New Wave in musikalischer Hinsicht fließend, manchmal auch in der Ästhetik.
Nehmen wir mal exemplarisch Deutschland. Da lässt sich anhand von zum Beispiel DAF sehr gut nachvollziehen, wie die Elektronik plötzlich relevant wurde und wie sich das direkt aus dem Punk herausschälte. Man lese hierzu die Geschichte zum Ratinger Hof in Düsseldorf.
Man stelle sich das in etwa so vor. Punk wollte dem überkünstelten Prog etwas entgegenstellen. DIY, 3 Akkorde, Einfachheit. Das war auch abseits der Musik ein wahnsinnig wichtiger Paradigmenwechsel. Vielen war das aber nicht radikal genug, sie wollten eine deutlichere Abkehr von Alteingebrachtem. Weg mit den Gitarren, das war alles noch zu nahe am verhassten Rock. Her mit ultrakalten Beats, abweisend und brutal. DAF sind geboren. Aus diesem Dunstkreis heraus entstand in England der Postpunk und in Deutschland führte es leider ungewollt in alberne Beliebigkeit (NDW).
@Given: Warum stören? Das klingt ja fast so, als wäre es dir lieber, dieses Genre würde nicht existieren. Dabei haben die damaligen Leute sehr, sehr viele Grundlagen gelegt. |
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Der Wanderjunge Fridolin
Postings: 4924
Registriert seit 15.06.2013
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18.05.2020 - 19:02 Uhr
Nochmals zum Punk und dem angesprochenen Paradigmenwechsel: Das war nicht nur das konsequente "Jede/r kann auf der Bühne stehen" sondern auch Konzerte selbst organisieren, Fanzines, Flyer, selbstverwaltete Jugendzentren. Vieles davon wurde dann irgendwann genreübergreifend selbstverständlich. War es damals aber nicht. |
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VelvetCell
Postings: 10382
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18.05.2020 - 22:51 Uhr
Insbesondere bei Joy Division hört man den Punk noch gut heraus. Und Warsaw und frühe Liveaufnahmen sind eigentlich reiner Punk. |
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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18.05.2020 - 23:14 Uhr
es gab löbliche Ausnahmen wie Ideal, Grauzone, Nichts und noch ein paar andere. Aber ja, vor allem der erfolgreiche, überpräsente und nach wie vor auf NDW-Parties beliebte Kram (Markus, Nena, Hubert Kah, Andreas Dorau, Extrabreit etc) war schon ziemlich albern bis grenzdebil. |
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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18.05.2020 - 23:15 Uhr
( @ und in Deutschland führte es leider ungewollt in alberne Beliebigkeit (NDW) )
edit wo bleibst du? :D |
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Autotomate
Postings: 6174
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18.05.2020 - 23:53 Uhr
Bei der Gelegenheit könntest du auch gleich Nichts und Extrabreit austauschen – das ist ein viel schwererer Fehler. |
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Rainer
Postings: 748
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19.05.2020 - 00:07 Uhr
Ohne Entwicklungen im Post-Punk wäre auch der Meddl nur halb so interessant. Und das trifft auch auch viele andere Genres zu. Wenn das jemand als "schreckliches Genre" abtut, ist nur ignorant und verpasst ziemlich viel. |
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Given To The Rising
Postings: 7679
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19.05.2020 - 00:17 Uhr
"Wenn das jemand als "schreckliches Genre" abtut, ist nur ignorant und verpasst ziemlich viel."
Der Metal von heute wär auch nicht denkbar, wenn nicht in der Steinzeit Leute Steine gegeneinander gekloppt hätten, um Musik zu machen. Das muss nicht heißen, dass ich das gut finde. Post Punk ist für mich mehr an Synthwave als an Rock. Gerade die heutigen Vertreter sind ziemlich nervtötend, bei Joy Division ging das noch. Und was ist schlimm daran, diese Genre scheiße zu finden. Wenn es mit dem Punk bricht, verabschiedet es sich ja auch von gesellschaftskritischen Ansätzen, die dem Punk innewohnen. |
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Rainer
Postings: 748
Registriert seit 22.03.2020
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19.05.2020 - 00:18 Uhr
Was sind denn die heutigen Vertreter? Und warum machst du das Genre daran fest? Du hast echt was verpasst. |
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MopedTobias (Marvin)
Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion
Postings: 20440
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19.05.2020 - 00:23 Uhr
"Wenn es mit dem Punk bricht, verabschiedet es sich ja auch von gesellschaftskritischen Ansätzen, die dem Punk innewohnen."
Das ist nicht korrekt. |
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Rainer
Postings: 748
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19.05.2020 - 00:27 Uhr
Seh ich auch. Es ging doch darum, den reduzierten Punk-Sound weiterzutreiben, jedoch mit der gleichen Attitüde im Hinterkopf. Punk ist doch dann auch nur eher ein Begriff. Ich assoziiere daher auch den Post-Punk mit Experimentierfreude, was doch für die Musik kaum spannender sein kann. |
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Rainer
Postings: 748
Registriert seit 22.03.2020
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19.05.2020 - 00:30 Uhr
Achso äh Meddl übrigens.
Meddl |
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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19.05.2020 - 01:42 Uhr
"Bei der Gelegenheit könntest du auch gleich Nichts und Extrabreit austauschen – das ist ein viel schwererer Fehler."
nö. ich komm aus Ddorf, Nichts haben bei mir extrabreiten Kredit ;). Leider hatten sie damals einen beschissenen Produzenten, der konnte den Alben nicht das einfangen, was die Band ausmacht - und das war sicher nicht ihre Hitsingle "Radio", die tatsächlich eher zum typischen Gaga-NDW zu zählen ist.
hier mal was von ihrem guten Stoff ;)
https://www.youtube.com/watch?v=SoUAew7BoPw
Extrabreit mochte ich in den 80ern wirklich sehr (während der eigenen Pubertärzeit Songs wie "Hurra Hurra die Schule brennt" oder "Annemarie" in den Charts, da kann man ja auch kaum anders), aber mal abgesehen vom Album "Welch ein Land..." ist da wirklich nicht mehr viel übrig, was ich noch guten Gewissens empfehlen könnte. |
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fuzzmyass
Postings: 22781
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19.05.2020 - 03:10 Uhr
Wasn das für ne kackdiskussion hier? Punk, New Wave, Post Punk, Metal... who cares? Joy Division sind eine der ganz großen Kostbarkeiten, die Musik zu bieten hat... warum Genres überhaupt definieren oder gar komplett disliken? Einfluss hin oder her - entscheidend ist der doch nur um Interesse an einem Musiker/Genre zu wecken, am Ende muss man einfach die Musik genießen können, egal ob einflussreich oder nicht, egal ob Punk oder Post Punk... |
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Given To The Rising
Postings: 7679
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19.05.2020 - 04:56 Uhr
"Es ging doch darum, den reduzierten Punk-Sound weiterzutreiben, jedoch mit der gleichen Attitüde im Hinterkopf."
Nichts zerstört etwas mehr als wenn du versuchst, daraus eine Kunst zu machen. Einige Bands sind sicher ganz gut, aber die Bewegung an sich, die nicht unweit vom 80er-Jahre-Vergnügungssound von Depeche Mode war, ist Ausdruck einer zunehmenden Entpolitisierung. |
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slowmo
Postings: 1558
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19.05.2020 - 07:27 Uhr
@fuzz
Im Endeffekt bringst du es auf dem Punkt. ;)
Selten so ein schnöseligen Quatsch gelesen. |
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Der Wanderjunge Fridolin
Postings: 4924
Registriert seit 15.06.2013
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19.05.2020 - 07:59 Uhr
Den Postpunk mit einer zunehmenden Entpolitisierung in Zusammenhang zu bringen, halte ich nicht für richtig. Dafür gibt's auch keine Belege. Gibt übrigens ganz interessante Literatur zum Thema. |
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MopedTobias (Marvin)
Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion
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Registriert seit 10.09.2013
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19.05.2020 - 09:47 Uhr
Hat Rising Quellen für seine These? |
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Given To The Rising
Postings: 7679
Registriert seit 27.09.2019
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19.05.2020 - 12:23 Uhr
Die Lyrics handeln fast ausschließlich von persönlichen Themen und es gibt keine Aggressivität mehr. Aber egal, hört ruhig weiter JD. :) |
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Affengitarre
User und News-Scout
Postings: 12154
Registriert seit 23.07.2014
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19.05.2020 - 12:30 Uhr
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Der Wanderjunge Fridolin
Postings: 4924
Registriert seit 15.06.2013
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19.05.2020 - 13:00 Uhr
Da du dich ja nicht nur auf JD bezogen hast sondern auf das komplette Genre: Sowas wie Wire auf den ersten beiden Alben war sehr aggressiv und kompromisslos. Und inwiefern die Auseinandersetzung mit persönlichen Themen ein Problem darstellen soll, erschließt sich mir auch nicht unmittelbar. Darüber hinaus waren die Taten und Handlungen innerhalb der Szene sehr politisch. Wie gesagt, die ganze damit einhergehende DIY-Kultur war hochpolitisch und in seiner Nachhaltigkeit für nachfolgende Generationen relevanter und unmittelbarer als die reine Auseinandersetzung mit politischen Themen auf der Metaebene (Lyrics).
Ganz interessante Literatur in dem Zusammenhang:
Jürgen Teipel - Verschwende deine Jugend (beschäftigt sich ausschließlich mit der deutschen Szene)
Judith Ammann - Who's been sleeping in my brain? (Interviews mit Bands wie X, Au Pairs, The Fall u.v.a.)
Simon Reynolds - Rip it up and start again/Postpunk 1978 - 1984 |
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slowmo
Postings: 1558
Registriert seit 15.06.2013
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19.05.2020 - 13:05 Uhr
Davon ab... Persönliche Themen und keine Aggressivität ist für mich persönlich kein Kriterium für schlechte Qualität, aber gut.
Der klassische 70er Punk und darauf folgende HC-Punk hat sich auch relativ schnell abgenutzt. Das haben ja auch viele Bands erkannt und sind dann etwas davon ab.
Für mich ist Punk eh kein klassisches Genre. Abgesehen davon halte ich eh von Kategorisierungen auch nicht viel. Viel zu steif und beengend. |
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Der Wanderjunge Fridolin
Postings: 4924
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19.05.2020 - 13:33 Uhr
@hos: Mein Seitenhieb in Richtung NDW war gar nicht mal so böse gemeint. Die Ursprünge des Begriffs liegen ja eh woanders. DAF, Mittagspause und so. Ich meinte eher die spätere, komplette finanzielle Ausschlachterei. Wobei ich doch auch die Auftritte von Hubert Kah in der ZDF-Hitparade feiere :D
Die eine LP von Nichts war klasse. Mein Favorit ist Eingeschlossen:
https://youtu.be/zssBwtwpbhw |
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Given To The Rising
Postings: 7679
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19.05.2020 - 13:35 Uhr
"Persönliche Themen und keine Aggressivität ist für mich persönlich kein Kriterium für schlechte Qualität, aber gut."
Nein, aber das kam zu einer Zeit, als politische Musik noch eine Relevanz hatte. Heute hört jeder Börsenmakler Rage Against The Machine. |
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MopedTobias (Marvin)
Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion
Postings: 20440
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19.05.2020 - 13:43 Uhr
Fridolins Beitrag von 13:00 kann ich nur unterstreichen. Den politischen Gehalt von Musik nur daraus abzuleiten, wie explizit gesellschaftskritisch die Lyrics sind, greift viel zu kurz. |
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fuzzmyass
Postings: 22781
Registriert seit 21.08.2019
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19.05.2020 - 13:45 Uhr
persönliche Themen können doch auch politisch sein, das schließt es doch gar nicht aus... oft sind die sogar viel politischer und aussagekräftiger als Fuck you, I won't do what you tell me |
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Given To The Rising
Postings: 7679
Registriert seit 27.09.2019
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19.05.2020 - 13:49 Uhr
Wieso? Wenn es nur um persönliche Erfahrungen geht, ist es halt keine politische Musik, egal wieviel DIY und so ein Kram dahintersteckt. Das ist ein Label, hinter dem sich auch viele unpolitische Künstler versammeln. |
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fuzzmyass
Postings: 22781
Registriert seit 21.08.2019
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19.05.2020 - 13:58 Uhr
Wenn es darum geht wie man in der Gesellschaft/Welt steht und wie man sich dort ausdrückt und bewegt bzw. wie man mit Menschen umgeht, wie nan eigene Sichtweisen/Meinungen kommuniziert, etc. und das in eigene persönliche Erfahrungen und Ideen schlüssig lyrisch verdeutlicht, ist das für mich viel politischer als Politik/System direkt zu adressieren... |