Die Banalisierung des Plattentests-Forum und anderen sozialen Netzwerken

User Beitrag
JaRaDa
24.10.2009 - 13:14 Uhr
KLICK
Au wei!!
24.10.2009 - 13:15 Uhr
Groß und gescheit daherreden wollen aber nicht mal einen einfachen Link erstellen können. Au wei!!
JaRaDa
24.10.2009 - 13:16 Uhr
Hier!
JaRaDa
24.10.2009 - 13:21 Uhr
Haha, gutes Beispiel ;-)
Walter Ego
24.10.2009 - 13:21 Uhr
Ziemlich reisserisch der Artikel. Früher war jeder bei StudiVZ, jetzt bei Facebook. Irgendwann wird auch das langweilig und soziale Netzwerke werden wieder out sein. Die Leute werden ihre Computer an den lokalen Schrottverwerter verkaufen und ein digitalfreies Leben im Einklang mit der Natur führen.
Siggi
24.10.2009 - 13:24 Uhr
Anerkennung wird überschätzt.
Elin
24.10.2009 - 13:44 Uhr
Ja, das hat die Welt gebraucht. Noch eine achso kritisch-durchblickende Analyse desdas Web. 2.0.
Wie langweillig.
Jetzt werde ich das supi dupi Edelprofil, dass die Zeit-Redaktion für ganze 5000 Euro erworben hatte, um... ähh dem elitären Leser in dauerhafter, vermeindlich charismatischer Anwesendheit Eros und Gewitzheit reinzubeflügeln, ganz und gar nicht nein bestimmt nicht, in meine Studi VZ Freundesliste aufnehmen.




Elin
24.10.2009 - 13:45 Uhr
ohne das
Dollmatcher
24.10.2009 - 13:48 Uhr
Überschätzung wird überschätzt.
@Elin
24.10.2009 - 13:50 Uhr
Da du Ahnung vom Web 2.0 zu haben scheinst, magst du nicht rüberkommen in den "Hilfe bei Schulaufgaben, Referaten, Arbeiten, Bewerbungen etc."-Thread (http://plattentests.de/forum.php?topic=6796&seite=10). Muss immer noch dieses dumme Referat machen und brauche dringend Hilfe!
Gramatik
24.10.2009 - 13:50 Uhr
Dafür wird der Genitiv unterschätzt!

24.10.2009 - 15:56 Uhr
Aber was hat das denn mit pt.de zu tun? Die notorischen Selbstdarsteller (Stammuser), die sich die meiste Zeit gegenseitig einen runtergeholt haben, sind doch größtenteils weg. Hier regiert jetzt die Anonymität.
sagehorn
24.10.2009 - 17:45 Uhr
warte nur noch auf nen polylux-beitrag von irgendwelchen obercoolen berlinern, die sich jetzt stattdessen briefe schreiben
@sage
24.10.2009 - 17:52 Uhr
oder mit blechdosen und zwirn ein soziales netzwerk über ne strasse von kreuzkölln aufziehen:D

24.10.2009 - 17:52 Uhr
wie JaRaDa ja bereits bewiesen hat, werden die Forenteilnehmer tatsächlich immer dümmer.
@
24.10.2009 - 17:54 Uhr
Beweise?
Möter
25.03.2010 - 15:50 Uhr
Bitte anschauen:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-53066.html
bartel(d.E.)
25.03.2010 - 16:05 Uhr
@Gram(!)atik
Rechtschreibung offenbar auch ^^
knobi
25.03.2010 - 16:14 Uhr
aus dem artikel: "....möchte unbedingt auf die Pinnwand der attraktiven Kollegin aus der Personalabteilung blicken und stellt ihr eine Freundesanfrage, die natürlich unbeantwortet bleibt."

da hatter mich erwischt!^^ ich bin eigentlich nur auf sozialen portalen angemeldet um zu schauen ob man irgendwie kontakt zu frauen herstellen kann.
Gerd
25.03.2010 - 16:17 Uhr
Da bist du hier genau richtig, ich kenne zufällig eine Frau. Soll ich euch mal vorstellen?
Herr Specht
25.03.2010 - 16:31 Uhr
..eines dieser erbärmlichen, zwanghaften Individuen, die Befriedigung daraus schöpfen, in den bedeutungslosesten, tiefsten Tiefen des Web rhetorisch die Oberhand zu behalten.

Brilliant!

Raventhird
27.03.2010 - 15:32 Uhr
Es hat immer so etwas metaselbstironisches, wenn ein Print-Medium einen Netzbashartikel schreibt und dann auf die eigene Interentseite stellt, der dann wiederum von Foren und Netzwerken aus verlinkt wird. lol.
gnu
27.03.2010 - 16:24 Uhr
Ich habe zuerst "Balkanisierung" gelesen und war schon gespannt...
Was mir bei "jüngeren" auffällt, die schon von Teeniezeit an an die Netzwerke gebunden waren, ist, dass viele panische Angst davor haben, ihr Image nach aussen nicht vollständig kontrollieren zu können.
Was an 150 "Buddies" (also praktisch jede/r) elitär ist, erschließt sich mir nicht. Auch lebe ich ohne Web 2.0 ein lebenswertes Leben, wenn es auch manchmal komplizierter scheint. Ich vermute, es wäre für mich nachteiliger, angemeldet zu sein und nicht in vollem Umfang mitzuspielen, als wenn ich einfach aussen vor bin.

Bizarr sind dann die von Usern (gefühlt) erzeugten Massen von Erleuchteten, denen sie sich zugehörig fühlen. Man denke mal an den nicht uneingeschränkt sympathischen "Schlag den Raab" Kandidaten, der von einer sicherlich überschaubaren Gruppe pubertierender Twitterer mit "alle hassen ihn" niedergezwitschtert wurde.
"Meta"selbstironie
27.03.2010 - 18:02 Uhr
Meinst du unfreiwillige Selbstironie? Sehe ich da nicht. lol.
Julius
27.03.2010 - 18:40 Uhr
Mein Gott, was für ein unleserliches, pseudo-intellektuelles, affektiertes Geschreibsel. Da durfte sich wohl mal ein Germanistik- oder Soziologiestudent austoben bei Zeit Online?
Raventhird
27.03.2010 - 19:54 Uhr
Nein, ich meine Meta. Weil es auch noch genau in dem Medium geschrieben steht und diskutiert wird, das es schlecht reden will.

Abgesehen davon: Web2.0 ist eh ein Scheissbegriff. Das Internet ist halt jetzt interaktiver als früher und jeder kann selbst Content produzieren. Dass den alten Medien langsam dabei Angst und Bange wird, ist kein Wunder. Ich selbst lese zb. schon seit einiger Zeit keine Musikzeitschriften mehr, weil u.a. Plattentests schlicht besser ist. Und wenn die Felle davonschwimmen, dann muss man halt rumweinen, selbst in der Zeit.
Ravenbird
27.03.2010 - 20:07 Uhr
Das Internet gibt es nicht!
Kolja
27.03.2010 - 20:16 Uhr
Das Internet als Medium gibt es sehr wohl, auch wenn man die Grenze zu Printmedien nicht mehr so leicht ziehen kann, die Webpräsenz einer Zeitung entspricht inhaltlich ja mehr einem Print-Medium. In dem Artikel geht es aber ja nicht um das Internet im allgemeinen, sondern um Web 2.0 Plattformen, die man praktisch als eigenes Medium sehen kann.
koe
27.03.2010 - 20:37 Uhr
Das Wort 'meta' ist in dem Zusammenhang ziemlich deplaziert.
Metakritiker
27.03.2010 - 22:54 Uhr
Ist als Vorsilbe derzeit sehr in Mode, wird aber in seiner Bedeutung selten richtig verstanden. Bei Raventhird würde allgemein ein bißchen Selbstironie schon reichen.
Raventhird
28.03.2010 - 22:02 Uhr
In dem Artikel geht es aber ja nicht um das Internet im allgemeinen, sondern um Web 2.0 Plattformen, die man praktisch als eigenes Medium sehen kann.

Definiere doch bitte mal. Dann ist dieses Forum nämlich auch ziemlich Web2.0.

Das Wort 'meta' ist in dem Zusammenhang ziemlich deplaziert.

In einem Medium über das Medium sprechend. Wo ist bitte die Deplazierung?

28.03.2010 - 22:17 Uhr
Internet != Web 2.0

Ich definiere: Social Networking, User Generated Content, Ajax, Web-APIs, Anbindung mobiler Services (Smartphones), et cetera pp. Dieses Forum ist ungefähr das genaue Gegenteil von Web 2.0. Es hat als Forum natürlich auch eine Art von "User Generated Content", sowas ist damit aber eigentlich nicht gemeint. Myspace ist ein besseres Beispiel dafür.

Der Begriff Meta passt also deswegen nicht, da "Zeit.de" eher mitnichten als Web 2.0-Plattform bezeichnet werden kann. Es wird also nicht in einem Medium über das Medium selbst geschrieben. Das ist so wie wenn in einer Zeitschrift eine Buchkritik steht. Ja, beides ist auf Papier gedruckt, das wars dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten.
Frage am Rande...
28.03.2010 - 22:19 Uhr
Warum verwendet ihr denn im Jahr 2010 immer noch die so nervige wie prähistorische Floskel "LOL"?
Gegenfrage am Rande...
28.03.2010 - 22:28 Uhr
Warum verwendest du denn im Jahr 2010 immernoch die so nervige wie prähistorische Sprache "Deutsch"?
Raventhird
29.03.2010 - 01:43 Uhr
@Namenlos: Fail. Das einzige Unterscheidungskriterium zwischen "Web2.0" und dem Rest des Internets ist die erhöhte Interaktivität. Damit sind Foren sowas von zweinullig, dass man merkt, wie sinnlos dieser Begriff eigentlich von Anfang an war. Und komm bloß nicht mit Smartphones und Web-APIs. Beide Trends begannen deutlich später als eben jener Begriff.

Und zu deiner naiven Vorstellung, dass Zeit.de eben so gar nicht "web.20ig" wäre, habe ich einen Link: http://twitter.com/zeitonline - Darüber wurde der Artikel (unter vielen anderen Portalen) natürlich auch geschickt.
Kolja
29.03.2010 - 02:10 Uhr
schnalls doch bitte: Der Artikel behandelt soziale Netzwerke. Zeit.de ist kein soziales Netzwerk. Die Zeit darf auch gerne einen Twitter-Account haben. Das macht sie dann zum Nutzer eines sozialen Netzwerkes, aber nicht selbst zu einem sozialen Netzwerk.
Jetzt kann man es ironisch finden, dass sie selbst Twitter nutzen. Das ist es aber eigentlich auch nicht. Im Gegenteil - um darüber zu schreiben, sollte man es ja eigentlich schon mal selbst benutzt haben. Und in dem Artikel geht es ja hauptsächlich um den Typ Mensch, der auf diesen Plattformen am häufigsten anzutreffen ist (laut Autor). Das darf man doch beschreiben, auch wenn man selbst ein Nutzer ist, oder gerade deswegen sogar. Mit Web-Bashing hat das doch nichts zu tun.
Erklärbär
29.03.2010 - 02:19 Uhr
Metaironie meint eigentlich, auf ironische Weise die Ironie zu brechen.
PENSI
29.03.2010 - 02:42 Uhr
die 4n4lisierung von pröntube und anderen sozialen prön-netzwerken
Raventhird
29.03.2010 - 18:12 Uhr
schnalls doch bitte: Der Artikel behandelt soziale Netzwerke. Zeit.de ist kein soziales Netzwerk. Die Zeit darf auch gerne einen Twitter-Account haben. Das macht sie dann zum Nutzer eines sozialen Netzwerkes, aber nicht selbst zu einem sozialen Netzwerk.

Oha. Jetzt drehen wir uns noch mal in eine andere Richtung: Soziale Netzwerke. Und wie ist das jetzt nochmal mit Blogs? Schnalls doch bitte: Diese Begriffe sind reine Marketingbegriffe. Foren sind genauso "soziale Netzwerke" wie Twitter und Co, Blogs gehören definitiv zum Web2.0. Der einzige Unterschied ist die andere Strukturierung. StudiVZ diskutiert in Gruppen, in denen wieder klassische Foren drinstecken. Sind das jetzt Foren? Oder ist das doch Web1.0 im Sozialen Netzwerk? Durch diese Kriterien ist leider nichts ausgesagt, weil sie leere Medienbegriffe sind, sorry.

Jetzt kann man es ironisch finden, dass sie selbst Twitter nutzen. Das ist es aber eigentlich auch nicht. Im Gegenteil - um darüber zu schreiben, sollte man es ja eigentlich schon mal selbst benutzt haben.

Genau! Und Plattenkritiker sollen mal richtig selbst Mucke machen, bevor sie sich erlauben, was zu schreiben!!11eins - Überhaupt: Zwischen "schon mal benutzt zu Recherchezwecken" und "dort seit langer Zeit sehr aktive Corporate Accounts führen" ist auch gar kein Unterschied, oder?

Mit Web-Bashing hat das doch nichts zu tun.

Auf keinen Fall. Dass Printmedien Angst vor diesem neuen interaktiven Netz haben, in dem jeder reinschreiben darf, was er will, und davor, dass ihnen die Auflagen und Werbeeinahmen wegbrechen, so dass immer mehr Zeitungen sterben, das ist ein komplettes Hirngespinst von mir und geht völlig an der Realität vorbei. Und dass dort dann sowas steht wie:

Exaltiertheit schlägt Scham, Schlagfertigkeit stille Größe, Präsenz Zurückgezogenheit, Theatralität Wahrhaftigkeit, Affektkontrolle Unverstelltheit.

Ist mit viel Verlaub der größte Quatsch, den ich je gelesen habe. Auf Facebook und Co. gelten exakt dieselben Regeln wie in jedem anderen Medium: Qualität wird als solche erkennt, Klassenclowns kriegen ein paar Lacher und Scharlatane finden Dummköpfe, die ihnen glauben, aber mehr nicht.

Metaironie meint eigentlich, auf ironische Weise die Ironie zu brechen.

Sehr gut, Du hast das Prinzip verstanden. Kritik in einem Medium an einem Medium führen, das man selbst nutzt: Defintiv unfreiwillig selbstironisch. Und auch meta. Metaselbstironisch, halt. Wenn Du es korinthenkackerisch lesen willst, dann kannst Du es natürlich auch als meta-selbstironisch lesen und dann zerpflücken, wenn es Dir Spaß macht.

/off.
koe
30.03.2010 - 00:55 Uhr
In einem Medium über das Medium sprechend.
Es ist 'Meta', wenn man innerhalb eines Diskurses ueber Aussenpolitik ueber diesen Aussenpolitikdiskurse spricht. Es ist auch 'Meta', wenn innerhalb einer Organisation ueber die Prozesse oder Funktionsweisen dieser Organisation gesprochen wird.

Ich finde den Artikel nicht besonders gut, trotzdem ist er nicht metaselbstironisch.
Ein gedruckter Kommentar ist nunmal nicht Web 2.0, auch wenn er auf der Homepage des Printmediums erscheint, viel kann man da nicht diskutieren meiner Ansicht, denn was ist dann bitte nicht Web 2.0? Und ob die Zeit nun einen Twitter-Account hat, ist vollkommen irrelevant.
Da also nicht 'in Medium ueber Medium sprechen' oder 'innerhalb eines Diskurses oder einer Struktur ueber sich selbst sprechen' gilt, ist es weder selbstironisch, noch unfreiwillig selbstironisch noch metaselbstironisch noch was weiss ich - sondern einfach nur ein Artikel mit ziemlich steilen gesellschaftstheoretischen Thesen ueber die Auswirkungen von sozialen Netzwerken und Web 2.0, dessen Argumente man bewerten kann.

Das 'Blogs' und 'soziale Netzwerke' reine(!) Marketingbegriffe sind, halte ich auch fuer Quatsch. Es sind sicherlich auch Marketingbegriffe, vorrangig doch aber Bezeichnungen fuer Kategorien.

Und das im Web 2.0 die gleichen Regeln gelten wie in anderen Medien halte ich auch fuer eine steile These, darueber laesst sich allerdings ewig diskutieren und schwer 'beweisen'. Wer kann schon die Regeln des Web 2.0 ausreichend beschreiben?

Kolja
30.03.2010 - 02:07 Uhr
Da hadder völlig recht, der koe. Gerade wenn man die, äh, metaselbstironische These vertritt, das Internet gebe es nicht, sollte man doch hier zu einer gewissen Differenzierung fähig sein. Unfreiwillig komisch ist an dem (dennoch mäßig gelungenen) Artikel rein gar nichts, auch wenn die von dir beschriebenen Beißreflexe andernorts schon oft zu beobachten sind.
In dem Fall könnte man aber auch von einem Beißreflex deinerseits im Bezug auf "web bashing" sprechen, stehst du doch exemplarisch für das Web 2.0 und alles, was der Artikel anspricht.

30.03.2010 - 02:23 Uhr

Auf Facebook und Co. gelten exakt dieselben Regeln wie in jedem anderen Medium: Qualität wird als solche erkennt, Klassenclowns kriegen ein paar Lacher und Scharlatane finden Dummköpfe, die ihnen glauben, aber mehr nicht.



Eben nicht! Wikipedia anyone?
Gerade weil man im Web 2.0 so einfach ein verzerrtes Abbild der Realität bzw seines Selbst erzeugen und präsentieren kann, ist es ja die ideale Spielwiese für Blender.
an RAAAVENTHIRD
30.03.2010 - 02:37 Uhr
Und wie ist das jetzt nochmal mit Blogs? Schnalls doch bitte: Diese Begriffe sind reine Marketingbegriffe. Foren sind genauso "soziale Netzwerke" wie Twitter und Co, Blogs gehören definitiv zum Web2.0.

Blogs gehören zum Web 2.0, ja. Blogs sind aber keine sozialen Netzwerke. Blogs sind auch keine Foren. Ich benutze die Begriffe in ihrer heutigen, web-bezogenen Bedeutung. Wenn du unter "Forum" einfach ganz klassisch "eine Ansammlung von Menschen die diskutiert" verstehst, dann ist alles ein Forum, ja. Das meine ich aber nicht. Der entscheidende Unterschied ist die andere Strukturierung. Innerhalb von sozialen Netzwerken gibt es wiederrum Foren, auch richtig. Innerhalb von sozialen Netzwerken gibt es auch Blogs. Aber nicht jeder Blog ist ein soziales Netzwerk. Das sind alles unterschiedliche Dinge mit spezifischen Eigenschaften. Ein Forum ist unterteilt in Threads, in denen jeder User gleichberechtigt Posten kann. Bei Blogs ist das nicht so. Da schreibt der Blogger die Beiträge, es gibt allenfalls eine Kommentarfunktion. Das ist aber noch lang kein Forum. Soziale Netzwerke haben wie du richtig sagst, die Aufteilung in Gruppen und die extrem wichtige Freundes-Funktion. Das unterscheidet sie von Foren, Blogs, Gästebüchern (ein Relikt), etc.
Twitter ist ein soziales Netzwerk.
Plattentests ist kein soziales Netzwerk.
Last.fm ist ein soziales Netzwerk.
Du hast ja eigentlich selbst einen ziemlich guten Überblick darüber, ich verstehe nicht so richtig wo dein Problem ist.

Genau! Und Plattenkritiker sollen mal richtig selbst Mucke machen, bevor sie sich erlauben, was zu schreiben!!11eins

Die treffendere Analogie ist: Plattenkritiker sollten schonmal Musik gehört haben, bevor sie etwas schreiben.

Auf keinen Fall. Dass Printmedien Angst vor diesem neuen interaktiven Netz haben, in dem jeder reinschreiben darf, was er will, und davor, dass ihnen die Auflagen und Werbeeinahmen wegbrechen, so dass immer mehr Zeitungen sterben, das ist ein komplettes Hirngespinst von mir und geht völlig an der Realität vorbei.

Verständnisfrage, weil du formulierst da etwas zweideutig: Ist die Angst das Hirngespinnst? Also existiert die Angst gar nicht, oder ist die Angst nur unbegründet? Ich denke du meinst Letzteres, und da stimme ich dir auch zu. Aber das ist nicht das, was der Artikel macht. Es ist nunmal wahr, dass in den einschlägigen Netzwerken (Myspace, StudiVZ) sehr, sehr sehr viel Müll, Selbstdarstellung und Idiotie abgeladen wird. Ich finde das auch nicht so schlimm wie der Autor und das ist halt der Preis für ein freies Internet, aber es ist dennoch wahr.
an RAAAVENTHIRD
30.03.2010 - 03:52 Uhr
Ich hatte gerade noch eine Idee, worauf du mit "leere Marketingbegriffe" hinaus wollen könntest. Die eben genannten Unterschiede seien lediglich struktureller / formaler Natur und haben nichts mit der inhaltlichen Qualität zu tun. Da würde ich dann widersprechen, die Struktur formt den Inhalt. Nur wenige kämen auf die Idee, einen Blog zu eröffnen um zu posten dass sie sich gerade neue Schuhe gekauft haben. Bei Twitter hingegen ist mit seinem 140- (?) Zeichen-Prinzip und der Ausrichtung auf von überall Tweeten per Handy die Warscheinlichkeit dafür sicherlich größer.
Bei Myspace hat sich aufgrund des Bezugs zur Musik und der Top-Friends Funktion der Volkssport entwickelt, mit möglichst vielen Lieblingsartists befreundet zu sein. Sowas wie Lokalisten hat diesen komischen Click-Zähler und dadurch dann die Top-Clickies, die Steckbriefchen und Fotoalben mit User-Entdeck-Funktion und ist dadurch ein extremer Nährboden für Oberflächlichkeit und Selbstdarstellung.
Last-FM ist die rühmliche Ausnahme, weil sie eben wenig Möglichkeiten zur individuellen Darstellung des Users bieten, es gibt (neben der gescrobbelten Musik natürlich) eigentlich nur den Avatar und das Über-mich Feld, da findet dann ein bisschen was mit diesen Statistik-Spielereien statt, aber das wars auch schon.
Ein Netzwerk muss also nicht per se auf Quatsch ausgelegt sein, darauf können wir uns einigen. Es stellt die Rahmenbediungen und bestimmt dadurch, wie es benutzt wird. Und die verschiedenen User suchen sich dann danach ihre Plattformen aus. Lokalisten bietet nunmal viele einfache Möglichkeiten für selbstdarstellerischen Stumpfsinn und dementsprechend ist der Anteil dessen dort höher als bei z.B. Blogs. Ich nehme immer Lokalisten als Beispiel weil das meiner Meinung nach das extremste in der Hinsicht ist. Grundsätzlich gibt es überall Müll und Qualität, aber die Verteilung dessen hängt von der Plattform ab. Und da gibt es welche die weniger und welche die mehr Müll anziehen. Letztere kritisiert dieser Artikel.
Youtube hat beides, viel Müll aber auch viel Qualität. Es liegt alles in der Natur der Sache - genau das bedeutet "soziales Netzwerk".

30.03.2010 - 04:29 Uhr
gutes weed :D
Raventhird
30.03.2010 - 20:10 Uhr
Wahnsinn. Eine echte Diskussion ohne Gebashe :). Plattentests kann ja doch noch was. Dann wollnwer mal:

Ein gedruckter Kommentar ist nunmal nicht Web 2.0, auch wenn er auf der Homepage des Printmediums erscheint, viel kann man da nicht diskutieren meiner Ansicht, denn was ist dann bitte nicht Web 2.0?

Wer er vorwiegen im Web rezipiert wird, dort diskutiert, wenn er getwittert wird, man darunter wieder Kommentare setzen kann, wenn er über Facebook geschickt wird und andere Blogs ihn kommentieren? Doch, der war ziemlich Web2.0, der Artikel. Zumindest meiner Auffassung nach. Und: Ich sage ja: Den Begriff Web2.0 mag ich nicht, der steht einfach nur für höhere Interaktivität.

Das 'Blogs' und 'soziale Netzwerke' reine(!) Marketingbegriffe sind, halte ich auch fuer Quatsch. Es sind sicherlich auch Marketingbegriffe, vorrangig doch aber Bezeichnungen fuer Kategorien.

Bei Blogs gehe ich mit, bei "Soziale Netzwerke" nicht. Ich meine: Wo hört denn bitte ein Soziales Netzwerk auf und wo fängt ein Mailverteiler an? Mailinglisten, anyone?

In dem Fall könnte man aber auch von einem Beißreflex deinerseits im Bezug auf "web bashing" sprechen, stehst du doch exemplarisch für das Web 2.0 und alles, was der Artikel anspricht.

Könnte man, wenn man denken würde, dass mir das Zeug persönlich was bedeutet. Ich hab aber relativ wenig Markentreue zu technischen Dingen. Wenn was besseres kommt, mit dessen Hilfe man sich mit klugen Leuten vernetzen kann, um schöne Projekte hochzuziehen, dann bin ich der erste, der aus dem Netz wech ist.

Eben nicht! Wikipedia anyone?

Du willst Wikis ernsthaft als Beispiel dafür anbringen, dass sich im Netz nicht nach und nach Qualität rausbildet? Woah, irgendwie sind wir da völlig in anderen Realitäten, glaube ich.

Soziale Netzwerke haben wie du richtig sagst, die Aufteilung in Gruppen und die extrem wichtige Freundes-Funktion.

Weißt Du, wie viele etwas komplexere Foren das inzwischen auch haben? Plattentests ist nicht gerade exemplarisch ;). YouTube?

Du hast ja eigentlich selbst einen ziemlich guten Überblick darüber, ich verstehe nicht so richtig wo dein Problem ist.

Vielleicht einfach, dass ich diese Zweiteilung in Web1.0 und 2.0 nicht mehr hören kann. Früher sagte man, das Web2.0 wäre vorwiegen der User-generierte Content, jetzt ist es das, was irgendwie über komplexere Plattformen läuft usf. - Dabei sind alles nur Methoden, wie Menschen sich vernetzen.

Aber das ist nicht das, was der Artikel macht. Es ist nunmal wahr, dass in den einschlägigen Netzwerken (Myspace, StudiVZ) sehr, sehr sehr viel Müll, Selbstdarstellung und Idiotie abgeladen wird.

Klar. Keine Frage. Das ist aber genauso im Fernsehen und in Printzeitungen der Fall (Yellow-Press). Ich sehe nicht, wo man da die Schuld auf das Medium schieben kann. Für schlechten Content ist der verantwortlich, der schlechten Content produziert. Ich kenne persönlich zwei Twitterer, die über ihre Tweets inzwischen bei Buchverträgen gelandet sind (nein, keine Mini-Verlage, sondern richtig große Nummern). Verstehst Du, was ich meine? Zu sagen: Das Medium fördert Dummheit ist genau so, wie zu sagen: Hey, Romane lesen bringt die Leute zum Selbstmord (wurde bei Werther lange ausdiskutiert, ist auch ein paar hundert Jahre her und nix dazu gelernt).

Da würde ich dann widersprechen, die Struktur formt den Inhalt. Nur wenige kämen auf die Idee, einen Blog zu eröffnen um zu posten dass sie sich gerade neue Schuhe gekauft haben. Bei Twitter hingegen ist mit seinem 140- (?) Zeichen-Prinzip und der Ausrichtung auf von überall Tweeten per Handy die Warscheinlichkeit dafür sicherlich größer.

Genau dasselbe Argument. Dabei ist es völlig falsch: Twitter mal selbst und schreib über Dein Mittagessen. Du kriegst ca. Null richtige Follower und vielleicht einige handvoll Spammer in ein paar Monaten gibst Du entnervt auf. Die Leute, die dort Publikum ziehen, haben schon ihre Qualitäten, ich würde es als sehr schnellen News- und Inspirationsfeed ('literarische' Tweets) nicht mehr missen wollen.

ein extremer Nährboden für Oberflächlichkeit und Selbstdarstellung.

Zugegeben: Bei Myspace wurde das irgendwann so. Aber was ist dann passiert? Facebook hat sowas von vorbeigezogen. Und zwar aus genau dem Grunde: Weil es eine höhere Qualität förderte und eben Spamming und Glitzi-Gifs nicht erlaubt. Ich kenne keinen Politiker, der Myspace nutzt, weil es eben zu trashig wurde. Auf Facebook ist der halbe Bundestag in Person (übertrieben, zumindest für die Grünen stimmt es). Darauf will ich eigentlich hinaus: Im Netz sind die Mechanismen genau so wie im echten Leben (bzw. der realen "Kultur"): Müll filtert sich langfristig selbst raus.

knobi
31.03.2010 - 08:33 Uhr
für mich ist eher der halbe bundestag "müll" als 14 jährige mädchen die in mühevoller kleinarbeit ihre myspace seite mit süssen .gifs verzieren.

verdammte elitetrottel.
hegelvertretung
31.03.2010 - 12:57 Uhr
hallo - natürlich ist das Verhältnis von Medium und Inhalt ein dialektisch vermitteltes!
an RAAAVENTHIRD
01.04.2010 - 03:12 Uhr
Und zwar aus genau dem Grunde: Weil es eine höhere Qualität förderte und eben Spamming und Glitzi-Gifs nicht erlaubt.

Damit stimmst du mir ja indirekt zu, dass die Portale durch ihre strukturellen Rahmen die inhaltliche Qualität beeinflussen können.

"Soziale Netzwerke haben wie du richtig sagst, die Aufteilung in Gruppen und die extrem wichtige Freundes-Funktion."

Weißt Du, wie viele etwas komplexere Foren das inzwischen auch haben? Plattentests ist nicht gerade exemplarisch ;). YouTube?


Youtube ist meiner Ansicht nach ja auch ein soziales Netzwerk. Und komplexe Foren haben viel, aber eines mit einer öffentlichen Friends-Liste habe ich noch nicht gesehen. Genau das ist imo der Inbegriff von soziales Netzwerk. Denn die Friends-Funktion ist ja genau das, was das vernetzen ermöglicht (und damit auch die ganze soziale Dynamik, die dadurch entsteht).

Dabei sind alles nur Methoden, wie Menschen sich vernetzen.

Ich stimme dir da zu - in gewisser Hinsicht ist alles, was Menschen zusammenbringt ein soziales Netzwerk. Überall entstehen, abhängig von den festen Grundpfeilern des Systems, (soziale) Wechselwirkungen zwischen den Menschen, die sich dort aufhalten. Plattentests, eine Bushaltestelle, ein Supermarkt. Insofern stimmt es natürlich auch, dass es bei TV und Print ebenso Qualitätsprobleme gibt - mit ähnlichen (aber eben nicht 100% gleichen - weil andere Grundpfeiler) Ursachen.
Es behauptet ja auch keiner, dass es beim TV nicht so wäre. Aber im Internet ist es halt auch so, dort kann man es jedoch immerhin selbst beeinflussen - online-Kritik über das Netz finde ich daher nicht per se schwachsinnig und schon gar nicht ironisch.

Nochmal zum Begriff soziales Netzwerk, ich denke du siehst das auch einfach zu wörtlich. Das ist wie mit dem Begriff Indie, früher hatte das mal die ganz konkrete Label-technische Bedeutung, heute versteht man darunter jedoch eher einen bestimmten Sound, eine Musikrichtung. Es gibt Indiepop-Bands auf Majors, diese Veränderung des Begriffs muss man nicht gutheißen - aber sie ist nunmal da.
Und genauso beschreibt "soziales Netzwerk" heute eben eine ganz bestimmte Art von Internet-Plattform, auch wenn von der streng wörtlichen Bedeutung her andere Dinge ebenso eine Art Netzwerk mit sozialer Komponente sind.

Ich sehe nicht, wo man da die Schuld auf das Medium schieben kann.

Das sehe ich auch nicht. Natürlich ist nicht das Medium selbst schuld - aber die Art, wie es um- und eingesetzt wird. Es gibt auch im Internet Qualität, bla bla das sagte ich ja alles bereits. Ich denke nicht dass der Artikel pauschal das Internet angreift, sondern eben die Orte, an denen (nach Ansicht des Autors) die meiste Idiotie stattfindet (noch dazu ziemlich erfolgreich).
Letztenendes ist die Ursache natürlich immer der eine Mensch, der den Schwachsinn produziert, und kein Medium. Wie aber schon angemerkt kann und muss ein Webmaster aber das Verhalten der Usermasse beeinflussen (das tut er bewusst oder unbewusst sowieso schon, mit jeder Entscheidung die er trifft).
absurd
15.09.2010 - 15:03 Uhr
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,717384,00.html

Seite: 1 2 »
Zurück zur Übersicht

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.
Benutzername:
Deine Nachricht: