R.E.M.

User Beitrag

seno

Postings: 3503

Registriert seit 10.06.2013

22.03.2020 - 12:11 Uhr
Übrigens harte Empfehlung für "Perfect Circle" von Tony Fletcher. Wunderbare, umfassende Biographie von Anfang bis Auflösung. Gibt es glaub ich auch auf Deutsch.

Habe gerade auf meinem E-Reader "Remarks Remade" von Tony Fletcher entdeckt. Hatte ich vor Jahren mal angefangen, bin dann aber wieder davon abgekommen. Ist von 2002. Kann es sein, dass das einfach nur eine ältere Version von deinem Buch ist?

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

22.03.2020 - 13:39 Uhr
Ja. Hieß um 90 herum "Remarks", dann "Remade" und die letzte Edition nach der Auflösung "Perfect Circle".

dreckskerl

Postings: 1885

Registriert seit 09.12.2014

22.03.2020 - 14:08 Uhr
Ich habe eine/n extrem sympathische Reminiszenz/Fansong zu R.E.M. gefunden.

Die Band Drivin n cryin ebenfalls aus Georgia, gegründet 1986 waren Vorband zur Green Tour.
2012 veröffentlichten sie den Song REM, der sich wirklich wundervoll verbeugt.

https://www.youtube.com/watch?v=Xf4yuQugqSs

lohnt übrigens sich mehr von dieser Band anzuhören!

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

22.03.2020 - 20:05 Uhr
"Out of time": Sehr offenes und irgendwie leichtes Album. Die Mitglieder haben keinen Bock mehr auf ihre Standard-Instrumente und wechseln diese deshalb oft (Berry zum Bass, Mills zu Keyboards, Buch zur Mandoline). Gleichzeitig sind die klassischen Stipe-Songs ganz schön rar. Zwei Songs werden hauptsächlich von Mills gesungen, "Endgame" hat nur ein paar LaLas und auch "Belong" hat keinen klassischen Gesang. Insgesamt mag ich die freie Stimmung des Albums sehr und mit "Half a world away" und "Country feedback" (gerade live) sind zwei ihrer Karriere-Highlights für mich dabei. Und so "leicht" das Album auch klingt, ist es für R.E.M. ein recht sperriges Album, weil es wenig Refrains und ähnliches zum Festhalten gibt. Schon schräg, dass ausgerechnet dieses Album ie zu Superstarts machte (was natürlich auch an "Losing my religion" lag).

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

22.03.2020 - 22:55 Uhr
Out of Time ist ein grandioses Album. Es wird für mich auch immer viel zu schnell abgebügelt. Es sind Übersongs darauf. Denke auch Country Feedback ist das Highlight von R.E.M.

Yersinia

Postings: 382

Registriert seit 27.06.2013

25.03.2020 - 11:52 Uhr
Bill Rieflin ist gestern im Alter von 59 verstorben (Krebs) :(

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

26.03.2020 - 21:52 Uhr
Grad "Perfect Square" mit einer Freundin gesehen. Da geht einem das Herz auf. In dem Sinne haben wie auch nochmal Rieflin gehuldigt, der da ja Drums spielt.

VelvetCell

Postings: 2027

Registriert seit 14.06.2013

26.03.2020 - 22:01 Uhr
Ich kannte Rieflin zunächst als Ministry- und Revolting Cocks-Mitglied. Dass er dann bei R.E.M. und King Crimson war, überrascht, zeugt aber von seinem Können. R.I.P.

jo

Postings: 1390

Registriert seit 13.06.2013

26.03.2020 - 22:18 Uhr
Ich fand es auch immer schade, dass die Rufe nach Berry immer so laut waren, obwohl Rieflin einfach ein sau starker Ersatz war (wenn auch nicht beim Songwriting eingesetzt).

Yersinia

Postings: 382

Registriert seit 27.06.2013

26.03.2020 - 22:29 Uhr
Naja was heisst 'Rufe' - Der Mann hatte ein Hirn-Aneurysma da war jedem soweit, dass er nicht mehr kann und nicht mehr sollte. Aber es war auch jedem klar, dass R.E.M. eine extrem loyale Band waren. So loyal, dass sie nach dieser Tragödie ans Aufhören gedacht haben. Wäre Berry nie krank geworden, wären R.E.M. für immer zusammen geblieben. Für immer. War also natürlich ein riesen Einschnitt und damit eben auch Nährboden für Vergleiche. Berry hatte viele Einflüsse im Songwriting und hat auch einige Songs komplett alleine geschrieben. Das gab es (laut meinem Kenntnisstand) danach nicht mehr. Danach waren die Drums eben die Drums. Nicht mehr und nicht weniger. Rieflin hat den Job eben grandios gemacht. Niemals übertrieben niemals im Vordergrund. Einfach toll und mit Respekt zu Berry. Ein herber Verlust.

Yersinia

Postings: 382

Registriert seit 27.06.2013

26.03.2020 - 22:30 Uhr
*klar

Gordon Fraser

Postings: 1498

Registriert seit 14.06.2013

26.03.2020 - 23:43 Uhr
Wäre Berry nie krank geworden, wären R.E.M. für immer zusammen geblieben. Für immer.

Gewagte Aussage. Berry selbst hat zu seinem Ausstieg gesagt:

"I didn't wake up one day and decide, "I just can't stand these guys anymore" or anything. I feel like I'm ready for a life change. I'm still young enough that I can do something else. I've been pounding the tubs since I was nine years old ... I'm ready to do something else."

jo

Postings: 1390

Registriert seit 13.06.2013

26.03.2020 - 23:58 Uhr
@Yersinia:

Berry machte ja schon noch weiter nach seinem Aneurysma - also so klar war das dann nicht.

Und ich hatte es auch so in Erinnerung, dass Berry selbst nie zu sehr auf die Gesundheitssache eingegangen ist - kann also letztlich wohl jede*r so interpretieren, wie sie/er will (wenn man da überhaupt interpretieren will). Natürlich hat es auch keinen Sinn, mit der Idee "wäre abc nie passiert, wäre xyz nie passiert" zu diskutieren ;).

Davon abgesehen hatte ich das mit den Songwriting-Einflüssen ja erwähnt. Rieflin war eben nicht direkt Teil von R.E.M. - aber wie du sagtest: Er machte den Job grandios. Daher fand ich Fans unfair, die auch bei Songs von vor '98 immer nur "er ist eben nicht Berry" hervorbrachten und teilweise noch immer so argumentieren.

Yersinia

Postings: 382

Registriert seit 27.06.2013

27.03.2020 - 00:00 Uhr
Bei einem Streit vielleicht. Oder eben wenn Berry wirklich gesagt hätte: 'Ey Leude, kein Bock mehr'. Aber generell sind Mills, Stipe und Buck so loyal wie es es heute nicht mehr gibt.
Nicht umsonst haben R.E.M. vor mittlerweile 9 Jahren aufgehört ohne auch nur im Ansatz wieder anzufangen. R.E.M.-Fans wussten dass, wenn die sagen es ist vorbei, dann ist es vorbei. Loyal und strikt in jedweder Hinsicht. Das war R.E.M. und das wäre auch bei Berry so gewesen.

Yersinia

Postings: 382

Registriert seit 27.06.2013

27.03.2020 - 00:02 Uhr
Und zu deinem Zusatz: Ja. Gebe ich dir vollkommen recht. Rieflin hat das perfekt gemacht. Haben leider zu wenige zu der Zeit 'honoriert'.

jo

Postings: 1390

Registriert seit 13.06.2013

27.03.2020 - 00:04 Uhr
Oder eben wenn Berry wirklich gesagt hätte: 'Ey Leude, kein Bock mehr'.

Aber das hat er doch, sozusagen (siehe oben).

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

27.03.2020 - 00:16 Uhr
Denke auch, dass das Aneurysma eher Auslöser als alleiniger Grund war. Wie Stipe zu "Up"-Zeiten mal sagte, hatte Berry auch einfach Bock auf ein Leben auf einer Farm.

jo

Postings: 1390

Registriert seit 13.06.2013

27.03.2020 - 12:43 Uhr
Ja, so würde ich es auch einschätzen.

Bei dem Rest stimme ich dir, Yersinia, aber übrigens auch zu :).

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

27.03.2020 - 13:11 Uhr
Ja, in Sachen Loyalität geb ich Yersinie auch mehr als recht.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

27.03.2020 - 23:00 Uhr
"Automatic for the people": Mit "Out of time" begann die instrumentale Befreiung der Band. Während jenes Album aber relativ leicht ist, kommt mit dem Nachfolger danach die dunkle Seite richtig zu tragen. "Out of time" ist ein schönes, angenehmes Album... "Automatic for the people" ist ein düsteres Meisterwerk. Selbst "Ignoreland" mag ich inzwischen, welches ich anfangs aufgrund seiner Andersheit immer etwas störend empfand. Aber irgendwie ist zu dem Album auch schon alles gesagt. Und ich find es immer wieder schön, dass auch andere den Abschluss mit "Nightswimming" und "Find the River" als den mit schönsten der Musikgeschichte sehen. Diese beiden Songs werd ich nie nie nie überhören. Unfassbar grandios.

Übrigens wird in der Bio zu dem Album geschrieben, dass Bill Berry schon zu dieser Zeit mit einem Leben abseits des Star-Ruhms liegäugelt.

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

27.03.2020 - 23:08 Uhr
Automatic for the people ist ein Meisterwerk.

Peacetrail

Postings: 572

Registriert seit 21.07.2019

27.03.2020 - 23:12 Uhr
Out of Time war ein Meisterwerk
Automatic for the people war ein Meisterwerk
Monster war kein Meisterwerk

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

27.03.2020 - 23:14 Uhr
Hehe. Naja, ich mag ja "Monster" mehr als "Out of time". Aber dazu später.

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

27.03.2020 - 23:16 Uhr
Ich mag Monster auch mehr als Out of time

MopedTobias

Postings: 14334

Registriert seit 10.09.2013

27.03.2020 - 23:22 Uhr
Gar keine Frage für mich. "Monster" ist je nach Laune sogar in meiner Band-Top-5. Doch, kann man schon Meisterwerk nennen.

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

27.03.2020 - 23:24 Uhr
Nach Automatic dachte ich damals, was soll das sein. Aber die SOngs auf Monster sind so so so toll. Und der treibende Gitarrensound ist geil.

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

27.03.2020 - 23:25 Uhr
Und dieses hässliche Cover,herrlich.

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

27.03.2020 - 23:26 Uhr
Ach und Strange curr... Was ein Song. Er überstrahlt alles.

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

27.03.2020 - 23:30 Uhr
Und let me in, WOW WOW WOW

jo

Postings: 1390

Registriert seit 13.06.2013

27.03.2020 - 23:45 Uhr
Hatte bisher auch selten gehört, dass "Out of Time" als Meisterwerk angesehen wird. Wobei ich bei einigen Songs durchaus zustimmen würde.

Yersinia

Postings: 382

Registriert seit 27.06.2013

28.03.2020 - 12:59 Uhr
Strange Currencies ist ein absolutes Meisterstück. Wenig beachtet, aber absolut genial.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

01.04.2020 - 23:03 Uhr
"Monster": Schon heftig zu lesen, wie schwer es war, dieses Album fertigzustellen. Zuerst der Tod von River Phoenix im Oktober '93, der Stipe erstmal 4 Monate in Schreibblockade versetzte. Dann waren alle außer Buck während der Aufnahmen mal gesundheitlich außer Kraft gesetzt. Dann noch der Tod Cobains, der vor seinem Tod wohl noch "Automatic for the people" gehört hatte. Und alles zog sich, dass dich irgendwann die Band untereinander kaum mehr ertragen konnte.
Hatte früher meine Probleme mit dem Album, aber irgendwann hab ich mal ne 30-Seiten-Hausarbeit (leider verschollen) zu ihrer Karriere bis dahin und der Verweigerung in Form von "Monster" geschrieben und mit der Beschäftigung mit diesem eigenartigen Album kam die Liebe zu selbigen. Nach zwei muskalisch offenen, eher ruhigen Millionen-Platten ohne Tour war das die Rückkehr zu Proberaum und Tourenergie.
Das Album hat eigentlich keine Hits (maximal das grandioser "Strange currencies" hätte dazu Potenzial) wie die sehr "klaren" Platten zuvor. Stattdessen ist es musikalisch eher roh und obskur. Letzteres trifft auch auf Stipes Lyrics und Vocals zu. Nachdem er ins Rampenlicht gezerrt wurde, reagierte er mit vagen, androgynen Texten, die deutlich satirischer sind als je zuvor. Die Stimme geht oft im Gitarren-Matsch unter und wird zum weiteren Instrument anstatt Hits für Millionen zu singen.
"Monster" ist back-to-the-roots, Verweigerung und Übergang in einem.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

02.04.2020 - 00:32 Uhr
Und jetzt läuft "New Adventures In Hi-Fi" und ich komm aus dem Freuen gar nicht mehr raus. Bin gerade mal bei "Leave" und will nur noch die Welt trotz Corona umarmen und abschlecken. Love!

Yersinia

Postings: 382

Registriert seit 27.06.2013

02.04.2020 - 00:45 Uhr
Stimme ich dir vollkommen zu! Starkes Teil.

Hier noch ne aktuelle Liste von NME:

https://www.nme.com/features/rem-best-albums-michael-stipe-monster-automatic-for-the-people-2638853

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

02.04.2020 - 01:02 Uhr
Hab bei "Up" auf der 14 aufgehört zu lesen. :D

Ich kann solche Rankings aber eh inzwischen nur von den Künstlern selbst ertragen dank der interessanten KOmmentare zu den Entstehungsgeschichten.

Vive

Postings: 198

Registriert seit 26.11.2019

02.04.2020 - 08:20 Uhr
meiner Meinung nach hat Peter Buck einiges getan für die Mandoline in Pop-Musik.
Als die Konzerte dann arena-sized wurden, hat es sicher wenig spaß gemacht, so leise und feine Instrumentarien zu emulieren, und dann war der griff zur rock-gitarre naheliegend.
persönlich mag ich aber die folkigen REM lieber als die rockigen.

jo

Postings: 1390

Registriert seit 13.06.2013

02.04.2020 - 11:02 Uhr
@Yersinia und MACHINA:

Ja, bei "Up" auf der 14 war ich auch gleich geschockt. Ist aber ja der NME - insofern nicht allzu verwundernd.

Interessant ist aber dennoch, dass "Murmur" immer ganz weit oben landet, oft auf Platz eins. Ich bin ja auch großer Fan des Albums, aber auf Platz eins würde ich es nicht schicken. Das sähe dann so aus, als ob sie nie mehr so gut wie auf ihrem Debüt gewesen wären. Und das passt bei R.E.M. irgendwie so gar nicht.

Yersinia

Postings: 382

Registriert seit 27.06.2013

02.04.2020 - 12:06 Uhr
Naja. Leute die solche Listen lesen, können was mit R.E.M. anfangen oder haben zumindest eine leise Ahnung davon, dass der Output dieser Band nahezu unvergleichlich ist. Kein Album ist unter 'ner 07/10 - daher sehe ich solche Listen immer gelassen und mir gefallen immer die Gründe, da diese immer neue Facetten aufzeigen, warum manche dies oder das zu der oder jener Zeit mögen.

jo

Postings: 1390

Registriert seit 13.06.2013

02.04.2020 - 14:59 Uhr
Ja, an sich stimme ich zu (hatte ich ja auch nichts dagegen gesagt ;) ), aber an der Liste des NME stört mich, dass es eigentlich immer die gleichen Gründe sind, warum sie dieses oder jenes Album mögen. Alle Mitglieder werden, wenn sie genannt werden, immer aus den gleichen Gründen genannt. Das macht es etwas langweilig und dennoch wirkt es so, als ob da öfter unterschiedliche Autoren dran gewerkelt hätten. Seltsam...

Ist aber eben der NME. Der ist da ja sowieso etwas speziell.

Gordon Fraser

Postings: 1498

Registriert seit 14.06.2013

02.04.2020 - 16:03 Uhr
Die NME-Liste ist doch vollkommen OK. "Reckoning" auf 1 ist natürlich Unsinn, aber der Rest passt genau, auch in den Beschreibungen.

jo

Postings: 1390

Registriert seit 13.06.2013

02.04.2020 - 18:48 Uhr
Ich habe kein großes Problem mit den Platzierungen - die kann jede*r machen, wie sie*er will. Die Erklärungen dazu natürlich auch. Aber dass es an vielen Stellen ziemlich die gleichen sind, ist etwas lahm.

Wobei ich gerade Nummer eins gar nicht so schlimm finde, da sie ja bei der Beschreibung schön darlegen, dass eigentlich die komplette Top 5 okay als eins wäre (würde "Document" allerdings eher nicht dazu zählen).

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

02.04.2020 - 20:08 Uhr
"New Adventures in Hi-Fi": Wäre mal interessant, was passiert wäre, wenn dieses Album der Nachfolger des Übererfolgs von "Automatic For The People" geworden wäre anstatt des verschwaschenen und viele verstörenden "Monster". Im Prinzip ist das Album etwas die Mischung beider VOrgänger: die Riffs und Rockigkeit von "Monster" verbunden mit der Klarheit und Melancholie von "Automatic" (wenn auch hier etwas zurückgenommen).
Was das Album für mich aber zu ihrem zweiten Meisterwerk nach eben "Automatic" macht ist die schiere Qualität der Songs, die trotz der enormen Länge kaum nachlässt. Allein wie mich die ersten 7 Songs mitnehmen ist schon fantastisch. Generell glänzen für mich hier die für die Band bis dahin untypischen Songs a la Opener, "E-Bow The Letter" oder das tolle "Be Mine". "Low Desert" hab ich früher immer nicht so beachtet, ist für mcih aber inzwischen ein klares Highlight. Und "Electrolite" ist an manchen Tagen mein Lieblingssong der Band überhaupt (etwas die Tag-Version von "Nightswimming").
Das Album klingt spontan, ohne undurchdacht zu wirken. Man merkt der Band die Spielfreude (wohl auch dank des Tourbetriebes) an und gleichzeitig bekommt man trotzdem mehr klare, schöne Songs als beim für viele zu verschlossenen "Monster".

So. Und nun ist Bill Berry raus und die Richtung der Band ändert sich nochmal ein ganzes Stück.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

02.04.2020 - 21:29 Uhr
"Up": Ist wohl das bei mir, was man Geheimfavorit nennt. Hab die Band schon vorher mögen gelernt, aber das war die erste bewusste R.E.M.-VÖ meines Lebens. Und ich war als Jungspund erstmal etwas verwirrt von der introvertierten Richtung. Das Album brauchte somit seine Zeit, hat sich aber immer mehr in mein Herz gespielt.
Für mich ist es zum Beispiel das Album, bei dem am meisten musikalische Details zu entdecken sind. Die Drumcomputer und Synthesizer, die Streicher... da passiert echt viel. Über die Zeit sind für mich dann die anfangs unauffälligeren Songs zu den Perlen geworden, z.B. das grandiose "You're in the air" (wenn die Gitarre einsetzt!), das tröstende "Why not smile" oder "Sad Professor" (Stipe im Refrain). Von den "konventionellen" Songs will ich hier noch "Walk Unafraid" nennen. Einfach fantastisch, wie man auch an der Live-Version von "Perfect Square" (siehe unten) sehen kann.
Liegt mir einfach sehr am Herzen, das Album. Und wer das auf Platz 14 setzt, hat natürlich die Kontrolle über seinen Musikgeschmack verloren. :) Könnte noch ewig schreiben, aber ich lass es mal.

jo

Postings: 1390

Registriert seit 13.06.2013

02.04.2020 - 21:38 Uhr
Das war auch das erste Mal, dass ich das Album in so ner Übersicht so weit unten gesehen habe.

Aber, wie gesagt: Das wundert mich nicht, wenn man auch bei den ganzen Album-VÖ-Daten öfter danebenliegt ;) ("vor 25 Jahren", "1997" fallen mir da direkt wieder ein).

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

03.04.2020 - 00:02 Uhr
Ich finde Reckoning auch das mit Abstand beste Album von REM. Es ist von vorne bis hinten so voller Energie und Melodien zum träumen. Toll das das auch endlich mal jemand findet. :-) Der NME. Witzig. Mein absolutes Lieblingsalbum. Und ich begleite die Band seit 1988.

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

03.04.2020 - 00:04 Uhr
Gordon Fraser: Warum ist Reckoning auf Platz 1 Unsinn? Ich sehe es ganz genauso. Und ich habe mit REM und dem Kopfhörer wahrscheinlich Jahre verbracht.

Gordon Fraser

Postings: 1498

Registriert seit 14.06.2013

03.04.2020 - 00:19 Uhr
Reine Geschmackssache und völlig subjektiv. ;) Ich sehe "Reckoning" als schwächstes 80er-Album der Band - ein etwas unausgegorener Zweitling mit ein paar Füllseln in der zweiten Hälfte, natürlich trotzdem mit tollen Songs.

Mic

Postings: 137

Registriert seit 24.08.2019

03.04.2020 - 00:21 Uhr
Hallo Gordon! Dünnes Eis. HAHAHA

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 20822

Registriert seit 07.06.2013

03.04.2020 - 00:23 Uhr
Geht mir ähnlich. Sehe "Reckoning" wohl sogar als schwächstes R.E.M.-Album generell. Aber das bedeutet nicht viel und zeigt ja auch die vielen Seiten der Band.

Gordon Fraser

Postings: 1498

Registriert seit 14.06.2013

03.04.2020 - 00:28 Uhr
Also in Sachen "schwächstes Album" liegen zwischen "Reckoning" und, ähem, "Around The Sun" glücklicherweise noch einige Lichtjahre. :D

Seite: « 1 ... 7 8 9 10 »
Zurück zur Übersicht

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.
Benutzername:
Deine Nachricht: