Die besten Streifen von Quentin Tarantino

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Rainer

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04.07.2020 - 19:40 Uhr
Is schon n cooler Film irgendwie, aber hat nicht den Wiederschauwert wie die anderen Filme.

Btw ich hab gerade zum vierten Mal jetzt Once Upon A Time in Hollywood gesehen und mittlerweile seh ich den echt im oberen Drittel. Klasse Film!

fuzzmyass

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04.07.2020 - 19:50 Uhr
Drehbuch von Tarantino und er ist einer der Darsteller... somit hat der Film IMO hier schon was zu suchen @Apfel

Apfelhundel

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04.07.2020 - 20:40 Uhr
Ja, im Prinzip schon, aber das Label "Tarantino-Film" würde ich ihm dennoch nicht verpassen, da er ganz anders funktioniert als die Filme, bei denen er Regie geführt hat.


Hier wäre meine Reihenfolge seiner Filme, ganz ohne die Faktoren der Innovation oder dem Status einzelner Filme als Klassiker:

1. Once upon a time
2. Pulp Fiction
3. Inglourious Basterds
4. Django Unchained
5. Kill Bill 1 & 2
6. The Hateful 8
7. Jackie Brown
8. Reservoir Dogs

Bin gespannt auf seine letzten beiden Filme, und vielleicht Kill Bill 3 (Kill Bill zählt er ja angeblich als einen einzigen Film). Imo wird er tendenziell immer besser, da diese Coolnessattitüden seiner Protagonisten aus seinen früheren Filmen zugunsten immer feiner gezeichneten Charaktere zunehmend verschwinden.

Mister X

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04.07.2020 - 20:54 Uhr
Once upon ist eine leere Hülle

Enrico Palazzo

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04.07.2020 - 21:38 Uhr
Sehe ich auch so.

Top Performances vor allem von Brad Pitt, aber der Film ist 120 Minuten zu lang. Ich fand den sehr schwach.

MopedTobias

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04.07.2020 - 21:52 Uhr
Ich nicht, "Once upon" ist mein Platz fünf von ihm. Nur, weil ein Film keinen roten Story-Faden hat, ist er nicht gleich "leer". Ich sehe hier ein absolut liebevolles, freigeistiges, unterhaltsames Hollywood-Märchen mit einem großen Detailreichtum auf eigentlich jeder Ebene. Und stimme Tarantinos eigener Aussage zu, dass die Spahn-Ranch zu den besten Sequenzen gehört, die er je gedreht hat.

Enrico Palazzo

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04.07.2020 - 21:58 Uhr
Die Pitt-Ranch-Szene ist auch tatsächlich großartig. Gehört zu den 40 Minuten des Films, die nicht überflüssig sind.

Aber einen Film zu gucken, zu dem sich der Regisseur einen runterholt, weil er sich und das was er bisher gemacht hat, geil findet und dazu seinen Fußfetisch feiert, das reicht mir insgesamt einfach nicht.

Mister X

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04.07.2020 - 22:03 Uhr
Zudem schreit der Film einen förmlich an : Gebt Quentin endlich den Regie-Oscar. War wohl auch seine letzte Chance. Gewonnen hat ihn und zudem Bester Film lustigerweise Parasite, der für mich der Beste Film seit Pulp Fiction ist

fuzzmyass

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04.07.2020 - 22:04 Uhr
"Ja, im Prinzip schon, aber das Label "Tarantino-Film" würde ich ihm dennoch nicht verpassen, da er ganz anders funktioniert als die Filme, bei denen er Regie geführt hat."
Ja, das sehe ich auch so - ich persönlich hatte ihn unter "Beteiligung' kategorisiert, aber "sein" Film ist das natürlich nicht... aber man weiß ja wie gut sein Verhältnis zu Rodriguez ist und dass sie da auch am Set recht eng gearbeitet haben...

fuzzmyass

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04.07.2020 - 22:06 Uhr
Once Upon finde ich auch riesig stark. Er hat auch einen sehr guten Rewatchfaktor. Diese Atmosphäre ist einmalig, man wird in das LA von damals eingesogen und fühlt sich super wohl, die Figuren sind sehr stark und interessant... das ist alles andere als eine leere Hülle für mich....

Kai

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04.07.2020 - 22:09 Uhr
Parasite war der beste Film seit Pulp Fiction?

Da würden mir seit 1994 schon einige Filme einfallen.

fuzzmyass

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04.07.2020 - 22:12 Uhr
"Zudem schreit der Film einen förmlich an : Gebt Quentin endlich den Regie-Oscar. War wohl auch seine letzte Chance."

Etwas viel unterstellt bzw. reininterpretiert. Tarantino hat einfach Spaß an den ganzen Regiedetails und geht da immer mit Herz, Leidenschaft und Seele heran, das hat nichts mit schreien nach Preisen zu tun...
Wer sich ein Paar Tarantino Interviews anschaut und sieht mit welcher Begeisterung und funkelnden Augen er über Filme spricht (sowohl seine eigenen als auch seine Lieblingsfilme), kann nicht umhin zu erkennen, wie viel er da reinsteckt... wenn alle mit einer halb so großen Leidenschaft und Expertise an Filme herangehen würden, hätten wir eine noch viel bessere Kinolandschaft...

MopedTobias

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04.07.2020 - 22:20 Uhr
QT wird Once upon schon eher für sich selbst als fürs Publikum gemacht haben, aber mir hat es trotzdem großen Spaß gemacht, in sein L.A. abzutauchen. Empfand ich auch gar nicht als zu lang.
Finde auch nicht, dass er sich da groß selbst feiert oder einen runterholt, er zelebriert seine Leidenschaft fürs Kino. Was diese Zeit angeht, ist er halt ein riesiger Nerd in Sachen Film und vor allem TV(!) und dieses Nerdtum hat er einfach mal so richtig ausgelebt. Allein die "Lancer"-Serie, man spürt förmlich, was für eine Gaudi der Dreh für ihn gewesen sein muss :D

Dementsprechend finde ich den Film auch gar nicht so "showy". Wie Apfelhundel richtig gesagt hat, geht ihm diese Coolnessattitüde der früheren Filme doch fast völlig ab.

fuzzmyass

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04.07.2020 - 22:36 Uhr
Exakt was Moped sagt... ich hätte kein Problem damit, wenn Once Upon noch 2 Stunden länger wäre...

Apfelhundel

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04.07.2020 - 22:38 Uhr
Ich denke er hat den Film vor allem für Sharon Tate gemacht, bzw. fürs alte Hollywood, das er mit dem Film historisiert, wie es Western-Filme mit dem Wilden Westen getan haben. Und das ist nur eine der vielen Ebenen des Films. Ich fand ihn keine Sekunde lang langweilig und finde es ist sein bisheriges Glanzstück.

VelvetCell

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Registriert seit 14.06.2013

04.07.2020 - 23:21 Uhr
Jepp – bin auch ein großer Once upon a time-Fan.

Rainer

Postings: 635

Registriert seit 22.03.2020

04.07.2020 - 23:23 Uhr
Ich bin erstaunt vom Wiederschauwert dieses Films. Das hat zum Beispiel Django nicht zu bieten. Von daher schon irgendwie oben anzusiedeln.

ExplodingHead

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04.07.2020 - 23:35 Uhr
"Zombies aha.... Also FDTD ist nicht wirklich intellektuell herausfordernd, muss/will er auch nicht sein, aber den KLEINEN Aspekt, dass die "Zombies" in Wahrheit Vampire sind, sollte man schon mitbekommen haben... "

Meine Fresse, das ist etwa 25 jahre her, und so erinnerungswürdig fand ich den Film halt nicht, dass mir solche Feinheiten noch präsent wären. Erinnerst Du Dich an jedes Bier, von dem Dir schlecht wurde?

ExplodingHead

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04.07.2020 - 23:41 Uhr
"Ja, im Prinzip schon, aber das Label "Tarantino-Film" würde ich ihm dennoch nicht verpassen, da er ganz anders funktioniert als die Filme, bei denen er Regie geführt hat."

Und genau deshalb schrub ich ja:
"BTW, der mit Abnstand schlechteste Film, für den ich je eine Kinokarte gekauft habe, war zwar nicht von Tarrantino selbst verantwortet, aber er hatte wohl nicht ganz unmassgeblich seinen Anteil daran: "From Dusk Till Dawn""

Was ist an einem Drehbuch unmassgeblich? Er hat ja nicht nur die Kabel geschleppt und den Kaffee gekocht!

VelvetCell

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04.07.2020 - 23:50 Uhr
Ich LIEBE From Dusk Till Dawn. So.

Mann 50 Wampe

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Registriert seit 28.08.2019

05.07.2020 - 10:32 Uhr
Mein Ranking :

9. Death Proof
8. Inglourious Basterds
7. Kill Bill
6. Once open a time in Hollywood
5. The Hateful Eight
4. Django Unchained
3. Reservoir Dogs
2. Jackie Brown
1. Pulp Fiction

Ich habe nur Filme als Regisseur gewertet.

slowdive

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Registriert seit 15.09.2016

05.07.2020 - 12:46 Uhr
10. The Hateful Eight (6/10)
09. Death Proof (7/10)
08. Django Unchained (7/10)
07. Kill Bill Vol. 2 (7/10)
06. Reservoir Dogs (8/10)
05. Once Upon a Time in Hollywood (9/10)
04. Pulp Fiction (9/10)
03. Inglorious Bastards (9/10)
02. Kill Bill Vol. 1 (10/10
01. Jackie Brown (10/10)

Selbsternannte Cinephile, die in versnobtem Gestus Tarantino schelten, weil er Mainstream-Appeal hat, sind Idioten. Klar einer der politischsten, besten, kreativsten Filmemacher der letzten 30 Jahre.

Was Pauline Kael damals in ihrer Rezension zu "Die Außenseiterbande" über Godard schrieb, lässt sich 1-1 auch über Tarantino sagen:

"Loving the movies that formed his tastes, he uses this nostalgia for old movies as an active element in his own movies. He doesn’t, like many artists, deny the past he has outgrown; perhaps he is assured enough not to deny it, perhaps he hasn’t quite outgrown it. He reintroduces it, giving it a different quality, using it as shared experience, shared joke."

Gutes Video: Quentin Tarantino and the Poetry Between the Lines

slowmo

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Registriert seit 15.06.2013

05.07.2020 - 17:47 Uhr
bei mir:


09. The Hateful Eight 6/10
08. Death Proof 6/10
07. Django Unchained 7/10
06. Inglorious Bastards 7,5/10
05. Once Upon A Time in Hollywood 7,5/10
04. Jackie Brown 8/10
03. Kill Bill 1&2 9/10
02. Pulp Fiction 10/10
01. Reservoir Dogs 10/10

Muss ja zugeben, dass mir seine späteren Sachen allesamt nicht mehr so richtig zugesagt haben. Inglorious Bastards fand ich seinerzeit zunächst großartig, aber mit etwas Zeit die verstrichen ist, haben sich die besonderen Momente dort alle etwas relativiert. Django hatte ich damals auch kurzfristig etwas überbewertet. Mit The Hateful Eight und Death Proof bin ich nie so richtig warm geworden. Von Once Upon A time... war ich dann zunächst wieder deutlich positiver überrascht, aber der Film ist einfach zu sehr unnötig in die länge gezogen und wirkt auf mich einfach nicht rund erzählt.
Die großen Highlights bleiben für mich seine beiden Klassiker, die wohl auch am meisten die Filmgeschichte prägten. Diese Filme kann ich fast auswendig mitreden und die Kill Bill teile versprühen natürlich auch eine unglaubliche sexyness. Letztendlich hat Tarantino sich aber mit seinem Stil etwas abgenutzt. Diese besonderen, hochstilisieren Filmszenen mit diesen kultigen Dialogen wollen einfach bislang nicht so recht ins aktuelle Zeitgeschehen passen.

sweet nothing

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Registriert seit 04.11.2014

06.07.2020 - 08:01 Uhr
Endlich mal jemand der Jackie Brown auf der 1 hat :)

slowdive

Postings: 183

Registriert seit 15.09.2016

06.07.2020 - 08:57 Uhr
Endlich mal jemand der Jackie Brown auf der 1 hat :)
<3

Habe vor einiger Zeit ein paar Worte drüber geschrieben. Man mag es nicht "Kritik" nennen, eher eine kurze Huldigung:

Jackie Brown ist eine Geschichte über Annährung, vielleicht Liebe, getragen von einem klassischen Heist-Plot, belebt von skurrilen Figuren (DeNiro in seiner lustigsten Rolle?), durchzogen von der schlurfigen Eleganz einer brillanten Stoner-Komödie. Im Zentrum schwebt stets die wunderschöne Pam Grier, die Tarantino hier nahezu göttlich inszeniert und von Robert Forster anhimmeln lässt. Sie ist die feministische Ikone eines Kinos, von dem Tarantino nun seine Version kreiert: Dem Blaxploitation-Kino. Es sind die klassischen Genretropen, die schon die Modell stehenden Vorläufer wie Coffy oder, namensgebend, Foxy Brown prägten: Schwarze Perpektiven und Probleme in einer auf Rassismus gebauten Gesellschaft, denen jedoch nicht mit Identitätspolitik, sondern Universalismus begegnet wird. Wie gutes Hip-Hop-Sampling nutzt Tarantino die Vergangenheit, um etwas Neues zu schöpfen. Die 70er-Jahre sind hier längst vorbei, der Neoliberalismus reaganscher Prägung hat gesiegt. Die entscheidende Geldübergabe findet in der Mall of America, vielleicht der Heiligenstätte der Konsumgesellschaft überhaupt, statt. Dass Ziel ist nicht mehr als ein neuer Hosenanzug. Es ist die warenförmige Antwort auf eine mittlerweile warenförmige Welt. Politischer Kampf ist keine Option mehr. Enklave ist am Ende nur noch die Liebe. Jackie Brown ist ein Meisterwerk und Tarantinos schönster Film.

Letterboxd

Enrico Palazzo

Postings: 213

Registriert seit 22.08.2019

06.07.2020 - 18:52 Uhr
Mein Lieblingsfilm von QT ist auch mit Abstand Jackie Brown &#128525;

hubschrauberpilot

Postings: 5982

Registriert seit 13.06.2013

06.07.2020 - 20:08 Uhr
QT wird Once upon schon eher für sich selbst als fürs Publikum gemacht haben, aber mir hat es trotzdem großen Spaß gemacht, in sein L.A. abzutauchen. Empfand ich auch gar nicht als zu lang.
Finde auch nicht, dass er sich da groß selbst feiert oder einen runterholt, er zelebriert seine Leidenschaft fürs Kino.


Sehe ich auch so. Der Film war ein Herzensprojekt von Tarantino und das merkt man auch. Hat mich nicht so abgeholt, aber ich denke für jemand, der diese Zeit aktiv miterlebt hat und die Referenzen versteht, der kann damit viel Spaß haben.

Aber einen Film zu gucken, zu dem sich der Regisseur einen runterholt, weil er sich und das was er bisher gemacht hat, geil findet und dazu seinen Fußfetisch feiert, das reicht mir insgesamt einfach nicht.

So drastisch würde ich es nicht ausdrücken, aber mir haben viele der ursprünglichen Tarantino-Trademarks gefehlt. Ich glaub meinem Vater würde der Film gefallen. ;)

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