Tom Waits - The heart of Saturday Night

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12.08.2009 - 00:02 Uhr
Das Album THE HEART OF SATURDAY NIGHT markiert das eigentliche Debüt von Tom Waits, denn hier sind zum erstenmal alle Merkmale versammelt, die man später mit seinem unnachahmlichen Stil assoziieren sollte: Songs, aus denen Fusel, Lust und Frust triefen; Jazzarrangements, die im Einklang stehen mit Waits´ Vorliebe für den Jazz der fünfziger Jahre; Texte, die abwechselnd voller Pathos und trockenem Humor sind.

Die Songs sind wirklich gut, die wirklich herausstechenden Songs des Albums findet man aber direkt am Anfang. Lediglich "Semi Suite" bildet da eine Ausnahme.

New Coat Of Paint 10/10
San Diego Serenade 10/10
Semi Suite 6/10
Shiver Me Timbers 10/10
Diamonds On My windshield 9/10
(Looking for) The Heart Of Saturday Night 10/10
Fumblin´With The Blues 9/10
Please Call Me, Baby 8/10
Depot Depot 7/10
Drunk On The Moon 8/10
The Ghosts Of Saturday Night 10/10

9/10


Die Welt der Jazz-Standards wächst ständig. Stevie Wonder, Sting, Tom Waits oder Joni Mitchell drängen mit ihren Songs in den Olymp der Jazz-Heroen. Die neuen Klassiker heißen: z.B. "New Coat Of Paint", "San Diego Serenade", "Shiver Me Timbers", "(Looking for) The Heart Of Saturday Night". Ob Diana Krall, Madeleine Peyroux, Curtis Stigers oder Holly Cole: Der kauzige Amerikaner mit dem komischen Ziegenbärtchen erobert mit seinen Songs die Jazzprojekte. Und es gibt sogar schon Streichorchester-Arrangements seiner Songs. Ja, vielleicht hätte man letzteres verhindern müssen. Jetzt ist es zu spät.
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12.08.2009 - 00:18 Uhr
Coverversionen anderer Künstler

James Taylor - Shiver Me Timbers
Diana Krall - The Heart Of Saturday Night
Curtis Sigers - San Diego Serenade
Holly Cole - Siver Me Timbers
Holly Cole - The Heart Of Saturday Night
Madeleine Peyroux - The Heart Of Saturday Night
Bob Seger - New Coat Of Paint
Dion (DiMucci) - The Heart Of Saturday Night
Jonathan Richman - The Heart Of Saturday Night
Bette Midler - Shiver Me Timbers
Southside Johnny - New Coat Of Paint
Southside Johnny - Please Call Me, Baby
Southside Johnny - Shiver Me Timbers
Claudia Bettinaglio - Fumblin´With The Blues
Rickie Lee Jones - The Heart Of Saturday Night
Mary Karlzen - The Heart Of Saturday Night
Steve Gibbons - The Heart Of Saturday Night
Delta Spirit - San Diego Serenade
Lee Rocker - New Coat Of Paint
Ralph McTell - San Diego Serenade
Suede - New Coat Of Paint
Wolfgang Ambros - Shiver Me Timbers
Wolfgang Ambros - The Heart Of Saturday Night
Carol Grimes - New Coat Of Paint
Tommy O´Sullivan - Siver me Timbers
Kirk Dettweiler - San Diego Serenade
Lisa Fuller - New Coat Of Paint
Nancy Griffith - San Diego Serenade
Norma Winstone Trio - San Diego Serenade
Valerie Sneade - Shiver Me Timbers
Eric Andersen - San Diego Serenade
Christian Kjellvander - San Diego Serenade
Gwyneth Herbert - The Heart Of Saturday Night
Cilla Black - San Diego Serenade
Blues Package - New Coat Of Paint
Tom Hunter - New Coat Of Paint
Juice Newton - San Diego Serenade
Michael Nash - New Coat Of Paint
Claudia Bettinaglio - Fumblin´With The Blues
Shawn Colvin - The Heart Of Saturday Night


u.s.w.
u.s.w.
u.s.w.



nanana
12.08.2009 - 00:20 Uhr
Kauf lieber mal Placebo oder so
Hans
12.08.2009 - 00:24 Uhr
Nö. Die können keine vernünftigen Songs schreiben
marianne
12.08.2009 - 12:53 Uhr
ich sprach einmal Neil Young auf diese Platte an. Er wurde blass und sagte nichts mehr. Sehr bezeichnend wie ich meine.
hocktött
16.08.2009 - 04:48 Uhr
Fusel und Frust triefen hier ja mal so gar nicht. Ansonsten d'accord mit dem Eingangsposting, bis auf die Wertungen. 10/10
Hotze
25.02.2010 - 21:22 Uhr
In diesem Forum ist Tom Waits so dermaßen TOT. Warum denn nur? Und warum dieses Album? Ihr Kretang... Kreting.... ach!
Patrick Humphries
25.02.2010 - 22:14 Uhr
Vielleicht, weil er neben Bob Dylan der Zitierfähigste unter allen Künstlern und der Bezauberndste unter allen Songwritern ist?

Fakt ist:Es gibt keinen, der an unseren herankommt. Es gab nie einen. Es wird nie einen geben. Also, auch wenn du natürlich weißt, dass er das Zeug nie wieder anfassen würde, hebt euer Glas und sprecht einen Toast aus. Auf den Kronprinzen der Melancholie. Auf den shadow spokesman des Song Noir. Auf Tom!
Edit:
25.02.2010 - 22:15 Uhr
Es gibt keinen, der an unseren Tom herankommt.
Musikkritiker
25.02.2010 - 22:24 Uhr
Aber Euer Tom ist doch nur ein die Lippen bewegender Hochstapler!Man munkelt sogar, dass Tom aus Ponoma der Sohn eines Studienrates wäre und der betrunkene Boho-Gammler nur ein Charakter, den er per FedEx bei einer Nebendarsteller-Agentur bestellt hätte; dass "Tom waits" nur ein Kostümchen sei, dass er sich lediglich überwirft, wenn er raus ins Rampenlicht muss.
Patrick Humphries
25.02.2010 - 22:33 Uhr
Es war immer schon so...bis heute wird John Lennon, der eindeutig dem Mittelstand zugehörte und die Ausbildung an einer Oberschule genossen hatte, als Held der Arbeiterklasse charakterisiert; Julie Burchill war nicht die einzige, die die Ironie bemerkte, dass da einer imagine no possessions sang und gleichzeitig ein ganzes Apartment im Dakota-Building nur für Pelzmäntel besaß. Und Bob Dylan? Das frühe Image eines rolling railroad bum aus Texas, der sich mit Schaustellern aus dem Staub machte und dann ein paar Melodien von Cisco und Blind Boy aufschnappte. In wirklichkeit müsste der Rap so lauten: "Guten Abend, mein Name ist Robert Zimmermann. Ich bin der Sohn von mittelständischen, jüdischen Ladenbesitzern aus Minnesota, einer Stadt oben an der Grenze von Kanada."
Frank Zappa
25.02.2010 - 22:40 Uhr
Rock-journalismus ist, wenn Leute, die nicht schreiben können, mit Leuten reden, die nicht sprechen können, für Leute, die nicht lesen können.

Kritiker, und ganz besonders Rock-Kritiker, sind berüchtigt dafür, ihren Kuchen zu wollen - und den auch zu essen. Und so regen sie sich halt darüber auf, dass Waits nur ein die Lippen bewegender Hochstapler sei. Na und? Wen interessiert´s schon?
Tom Waits
26.02.2010 - 08:40 Uhr
Den Leuten ist es doch egal, ob du die Wahrheit erzählst oder nicht, sie wollen bloß, dass man ihnen etwas erzählt, was sie noch nicht gehört haben. Bring mich zum Lachen oder bring mich zum Weinen, ganz egal. Wenn du dir einen schlechten Film ansiehst und jemand sagt dir: "Weißt du was, das basiert auf einer wahren Begebenheit, wird der Film dadurch irgendwie besser? Nicht wirklich. Es bleibt ein schlechter Film.
Barney Hoskyns
26.02.2010 - 08:49 Uhr
Ich denke, dass Waits a) zwar Recht hat, aber b) unaufrichtig ist. Denn er ist sich voll und ganz bewusst, dass sowohl Fans als auch Kritiker Rockmusik so erleben, als würden sie sich quasi ständig im engen Austausch mit der Seele des Künstlers befinden. Robert Christgau, "der Dekan der Rockkritik", sprach von der "Vorstellung, die Rolle eines Künstlers, sei seine elementarste Schöpfung". Anders formuliert: Anhänger von Autorenkünstlern wie Bob Dylan und Neil Young streben beständig danach, eine Korrespondenz zwischen deren Leben und Arbeit herzustellen. Führende Rockmagazine leben maßgeblich davon, die Geschichten hinter Platten wie BLOOD ON THE TRACKS oder TONIGHT`S THE NIGHT aufzustöbern. Es wird unverhältnismäßig viel Aufwand auf die Idee vom Künstler als leidendem Seher oder gequältem Poeten zu verwenden.
Edit:
26.02.2010 - 08:51 Uhr
verwendet.
PJ Harvey
26.02.2010 - 08:56 Uhr
Ich habe meine ganze Karriere lang versucht, den Leuten klarzumachen, dass ich fiktionale Texte schreibe. Aber die Menschen neigen nun einmal dazu, ihre Schlüsse zu ziehen. Ich kann das sogar verstehen, denn wenn ich mich sehr für einen Künstler interessiere, ganz gleich ob Neil young oder Tom waits oder sonst wen, möchte ich mir auch vorstellen, dass seine Geschichten der Wahrheit entsprechen. Aber ich glaube auch, dass ich meine eigenen Geschichten in ihre Songs projiziere, wenn ich diesen Songwritern zuhöre. Und ich würde mir wünschen, dass die Leute das auch mit meinen machen.
Tom Waits
26.02.2010 - 09:04 Uhr
Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Wahrheit selbst überbewrtet ist. Nimm Dylans CHRONICLES, VOLUME ONE... Um Gottes willen, das ist doch nur eine Geschichte, die von jemanden erzählt wurde, der Geschichten erzählt. Niemand weiß, wie viel davon wahr ist. Und keiner sollte das wissen. Es spielt ohnehin keine Rolle.
Holle
26.04.2010 - 23:45 Uhr
Nur, damit das hier mal wieder gesagt wird:

Wunderbare Platte!

Funktioniert sowohl mit besoffenem Kopp in verrauchten Bars als auch stocknüchtern im Freien an einem herrlichen Sonnentag. Nicht schlecht.

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