Blumfeld - Testament der Angst

User Beitrag
Hans
24.07.2009 - 21:51 Uhr
Gymnasiasten-Mucke. Textlich und musikalisch wie immer etwas zu prätentös, vulgo: studentisch.


Graue Wolken 9/10
Weil es Liebe ist 6/10
Eintragung Ins Nichts 6/10
Anders Als Glücklich 7/10
Testament Der Angst 6/10
Diktatur Der Angepassten 6/10
Der Wind 10/10Wellen Der Liebe 6/10
Abendlied 9/10

knapp 7/10
Deaf
24.07.2009 - 22:02 Uhr
"Die Diktatur der Angepassten" ist für mich einer der besten deutschsprachigen Songs.

Für mich insgesamt eine aufgerundete 8/10.
Marianne
24.07.2009 - 22:20 Uhr
Niemals.

Ich hab Angst vor der Enge/Ich hab Angst vor der Weite/ich hab Angst vor den Launen/und vor der Gelichgültigkeit" - na und?... ich denke, Jochen Distelmeyer sollte ein bißchen mehr ans Eingemachte gehen, weil ich wissen will, was wirklich Sache ist. Mir ist lieber ein Typ erzählt mir in einem Song, dass die Bahnhofstoilette geschlossen war und er keine Pariser kriegen konnte, als dass er mit Sachen kommt wie "Ich hab Angst vor blaba/Ich hab Anst vor blublu. Das ist ein Haufen komischer schrott...Kann natürlich sein, dass man pleite geht, wenn man den Geschmack oder die Toleranzgrenze des pseudo-akademischen Publikums unterschätzt. Ich meine, in jeder Minute kommen irgendwelche Schwachköpfe auf die Welt, und manche von ihnen haben ´ne Menge Geld, das sie für Sachen wie "Testament Der Angst" ausgeben...
Korrektur
24.07.2009 - 22:22 Uhr
Schrott
wie:

etc.
Sole Mio
24.07.2009 - 22:31 Uhr
Liebe Marianne, du bist sicherlich keine Frau, dafür ist Dein Schreibbild zu offensichtlich männlich und besserwisserisch.
Wenn Du Lieder über Bahnhofstoiletten hören willst, dann mach das doch einfach. Das Du allerdings soviel Zeit verwendest, um in einem Forum Deinen Unmut zu äußern, beweist eindeutig, das Dich noch ein anderes Gefühl, als pure Ablehnung mit dieser Fabelhaften Musik von Blumfeld verbindet. Leider wirst Du es nicht zugegeben , denn dafür bist Du ja sicherlich zu cool und selbstüberzeugt von Dir, aber ich denke das Neid oder vielleicht auch die leise Ahnung das Du da was nicht verstehst, der Grund dafür sind, das Du Dich so erhaben über Musik stellst und urteilst.
Leider kann Dir keiner helfen. Dummkopf bleibt Dummkopf.
Korrekteur
24.07.2009 - 22:38 Uhr
3x dass statt das.
Marianne
24.07.2009 - 22:45 Uhr
Unsinn.
Senior Twilight Stock Replacer
24.07.2009 - 22:46 Uhr
Wer findet den Fehler:

Gymnasiasten-Mucke. Textlich und musikalisch wie immer etwas zu prätentös, vulgo: studentisch.

[...]

knapp 7/10



Wenn du schon so rangehst, dann bitte weniger als 7/10 geben ;)
Marianne
24.07.2009 - 22:53 Uhr
Jochen Distelmeyer ist einer, der einen mit seiner Volksschulmentaliträt auf den Geist gehen kann. "Ich hab Angst vor der Enge" - das ist echt gut! - "ich hab Angst vor der Weite" - wirklich phantastisch! Wenn ihm sowas in einer Bar eingefallen wäre und er keinen Stift mitgehabt hätte, hätte die Welt für immer darauf verzichten müssen. Also, ich bin wirklich froh, dass es überall so viel Tinte und Papier gibt, weil der Mann ja so begabt ist.
Korrektur
24.07.2009 - 22:54 Uhr
...der einem...
Confusius
24.07.2009 - 23:59 Uhr
@ Senior Twilight Stock Replacer:

prätentös ist der fehler, oder?

Darüber hinaus: 8-9/10 für Testament der Angst
Senior Twilight Stock Replacer
25.07.2009 - 00:07 Uhr
Das auch.
Ich wollte aber eigentlich auf die Diskrepanz zwischen den (negativen) Eingangssätzen und der (recht positiven) Wertung hinweisen :)

Ich würde dem Album auch eine 7/10 geben.
Hans
25.07.2009 - 06:56 Uhr
Mit Trash hat Jochen leider überhaupt nichts am Hut, Ironie ist nicht seine Absicht. Distelmeyer ist ja auch Münchner-Freiheit-Fan, wie man weiß - diese Prätention und überhaupt das Schlagerhafte, was jetzt da reinkommt, sind vollkommen unironisch. Jochen arbeitet gerade an einer Roland-Kaiser-Nummer für die nächste Kompakt-Compilation, das meint er superernst. Er steht natürlich auch auf George Michael, und die neue Tocotronic ist Wahnsinn, was die Texte angeht.
Justus Köhncke hat mal mit Distelmeyer aufgelegt, da haben sie mit völliger Selbstverständlichkeit Chris Rea (Modern Talking) und so aufgelegt.

Max Dax (Fake)
25.07.2009 - 07:19 Uhr
Es fällt mir scher - und möglicherweise ist es auch verboten - ein schlechtes Wort über Blumfeld zu verlieren, ich beschränke mich daher auf einige milde Vorbehalte...mit den Alben "Testament Der Angst" und "Verbotene Früchte" sah es so aus, als würden sie vorsätzlich in die Kunstwichserei abdriften...Ein ganzes Album im Stil von "Lieb mich ein letztes Mal" (Roland Kaiser) wäre wohl das Radikalste, was Jochen Distelmeyer als nächstes tun könnte. Mit anderen Worten: ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.
Korrektur
25.07.2009 - 07:31 Uhr
Es fällt mir schwer...
Marianne
25.07.2009 - 07:57 Uhr
Und so erstickt die deutsche Popmusik unter einem Grauschleier der Langeweile. Dieses Valium zum Weghören. Dieser Schwarm von Tsetsetfliegen. Millionen gesunder, pop-hungriger Menschen haben sie kontaminiert.
Und schuld daran sind Blumfeld. Es ist ja nicht so, dass wir keine guten deutschsprachigen Bands hätten, aber die werden alle gedeckelt. Um die Doofen und Casanovas Schwule Seite hat die Kritik große Bögen der Ratlosigkeit geschlagen. Auch Rammsteins Vielseitigkeit verwirrt die Albert Kochs. Bläck Föös veröffentlichen alle paar Jahre eine Platte mit präzise beobachteten, stimmigen, unprätentiösen Liedern; wer nimmt sie zur Kenntnis? Element Of Crime, so wunderbar locker am Anfang, haben sie so zugesetzt, dass sie von Platte zu Platte verkrampfter (blumfeld-hafter) werden.

Kurpfuscher wider Willen
25.07.2009 - 08:04 Uhr
Ekelerregend. Es ist nicht einmal so, daß ich Blumfeld hassen würde, dafür waren sie zu belanglos. Die Band hatte einfach etwas sehr Abstoßendes an sich; speziell von den Texten her. "Prätentiös" trifft es wohl. Jochen Distelmeyer, dieser blasierte Wurm mit den Fotzenaugen, dessen Antlitz einem den Atem raubt (aber nicht auf gute Weise!).
reckoner
25.07.2009 - 10:00 Uhr
dann nennt mal ein paar deutschsprachige alben, die so viel besser sein sollen als die von blumfeld. danke im voraus.
Marianne
25.07.2009 - 10:12 Uhr
Rio Reiser - Rio I 8/10
Element Of Crime - Weißes Papier 9/10
Element Of Crime - Damals Hinterm Mond 8/10
Element Of Crime - Romantik 8/10
Tocotronic - K.O.O.K. 8/10
Einstürzende Neubauten - Ende Neu 9/10
Kraftwerk - Autobahn 8/10
Kraftwerk - Trans Europa Express 8/10
Herbert Grönemeyer - Mensch 8/10
Hans
25.07.2009 - 10:38 Uhr
Liebe ist der Versuch sich zu verstehen
Liebe ist eine Technik und ein System (Niklas Luhmann)
Du - ich such nach einem Bild für Dich
Du - zu zeigen was du für mich bist
Du - ich habe dich so lang vermißt
Du - weil es Liebe ist
Und weil es Liebe ist
bleibt es schwer zu beschreiben
weil es im Wandel ist
der Zauber zwischen uns beiden
und ob es Liebe ist
ein Lied darüber zu schreiben
weiß ich nicht
und daß Du es bist.


WaaaahnSINN! Blumfeld sind dem wirklichen Leben und Lieben so wahnhaft entrückt, dass ihre Preisrichter ohne mit der Wimper zu zucken selbst für den unleserlichsten Quatsch mit einer 5,9 für den künstlerischen Gesamteindruck belohnen.(Es soll Bands geben, die mehr Kritikerlobe im Rolling Stone eingeheimst haben, als sie Platten verkauft haben.) Wären wir beim Hochsprung würde ich sagen, die Meßlatte liegt weder zu hoch noch zu tief, sondern sie wurde draußen vor dem Stadioneingang vergessen.
Korrektur
25.07.2009 - 10:40 Uhr
selbst den unleserlichsten Quatsch mit einer 5,9....
Marianne
25.07.2009 - 10:50 Uhr
Wenn es um Liebe geht, bevorzuge ich die Songs Roy Orbison. Seine Stimme ist hochfliegend und erhaben; zeitlose (unprätentiöse) Teenager-Balladen, die immer noch so klingen, als könnten sie Berge versetzen.

Korrektur
25.07.2009 - 10:51 Uhr
...von Roy Orbison...
Mark
25.07.2009 - 11:11 Uhr
Also, in diesem Thread fand ich bislang den Korrekteur eindeutig am witzigsten und geistreichsten. Weiter so!
MeMyself&I
25.07.2009 - 12:42 Uhr
Naja, es erscheint mir aber auch ein wenig prätentiös, Blumfeld als belanglos abzukanzeln. Zumindest die ersten beiden Platten sollte man - selbst wenn man kein Fan ist - textlich und musikalisch ernst nehmen können. Über alle Platten danach kann man ruhig diskutieren und insbesondere Testament der Angst mit seiner teilweise selbstgerecht anklagenden Art ist natürlich problematisch. Mich spricht es irgendwie an. Aber das Musik nun nur konkrete Inhalte transportieren soll, ist nicht haltbar. Denn der King der direkten Lyrik ist Hartmut Engler und da bekomme zumindest ich einen flauen Magen.
Letztlich sollte meiner Meinung nach auch die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Ich kann beispielsweise nur mit einem Bruchteil der Tocotronic-Sachen etwas anfangen, Element of Crime sind mir völlig egal, ich finde Kettkars Texte abscheulich und bin bei einem Großteil der Neubautentexte nicht in der Lage, diese vorschriftsmäßig zu interpretieren. Das ändert aber nichts daran, dass ich sowohl die Bands als auch deren Fans Ernst nehmen kann (Kettkar sind da natürlich grenzwertig :-) ). Näher betrachtet fällt mir eigentlich nur eine aktuelle deutsche Band ein, deren Texte über jeden Zweifel erhaben sind und das sind Britta, vielleicht noch die Goldenen Zitronen, wenn man deren plakative Art als gewollt akzeptiert. Aber wenn mich als hoffentlich nicht ganz verstrahlten und nicht mehr ganz jungen Menschen Texte wie "Anders als glücklich", "Testament der Angst" oder etwa auch einige der vermeintlich schlimmsten Texte von Jens Friebe zum Nachdenken anregen, dann finde ich das durchaus anerkennenswert.
Gleichung
25.07.2009 - 12:46 Uhr
Hans = Marianne
Kettkar
25.07.2009 - 12:51 Uhr
gibt es nicht. Die heissen Kettcar.
MeMyself&I
25.07.2009 - 12:57 Uhr
Ich hoffe, dass es trotzdem noch für eine 1- oder zumindest 2+ hinsichtlich der Rechtschreibung reicht. Auch wenn ich mit der Kommasetzung auf Kriegsfuß stehe.
koe
25.07.2009 - 13:52 Uhr
Mir ist lieber ein Typ erzählt mir in einem Song, dass die Bahnhofstoilette geschlossen war und er keine Pariser kriegen konnte, als dass er mit Sachen kommt wie "Ich hab Angst vor blaba/Ich hab Anst vor blublu.

Aeh, ja. Da bist du dann bei Blumfeld auch wirklich an der falschen Adresse, wenn dir Bahnhofstoilettengeschichten lieber sind.

Mit Ausnahme des Rio Reiser und eines EOC Albums kann keines der oben genannten deutschsprachigen Alben mit den ersten beiden Blumfeld-Alben mithalten, sowohl textlich als auch musikalisch nicht.

Eigentlich fast jedes Lied auf der L'etat et moi ist einfach grandios.

Aber hier gehts ja um was anderes.

Komisch eigentlich Hans, dass du "Graue Wolken" der wahrscheinlich praetentioeste Titel auf der CD mit 9/10 bewertest, ein Lied wie die "Diktatur der Angepassten" aber mit 6/10. Ich wuerds die Bewertung eher tauschen.

Ich find "Weil es Liebe ist" hat uebrigens einen sehr treffenden Text, eben natuerlich nur fuer bestimmte Situationen in Beziehungen.
Prof. Dr. Dahte
25.07.2009 - 15:21 Uhr
"Ihr habt immer nur weggesehen
es wird immer so weitergehen
gebt endlich auf - es ist vorbei!
Ihr habt alles falsch gemacht
habt Ihr darüber nachgedacht?
Gebt endlich auf - es ist vorbei!
Im Norden,Süden, Osten, Westen
die Diktatur der Angepaßten
das Geld vibriert und auf den Genchips
diktiert ein freier Markt das Leben
Leben Leben Leben."

Man spürt sofort: Das ist witzig, das ist originell, das ist intelligent. Dieser Mann ist mit allen Wassern gewaschen. Und wir, die wir auch einmal schlau sein und Distelmeyer auf die Schliche kommen wollen, können immer nur den Hut zieht.
Doch der Hörer, der seinen Star liebt und nicht nur bewundert, will nicht immer nur den Hut ziehen. Er möchte den Star auch in seinen schwachen Stunden erleben. Er möchte Freud und Leid mit ihm teilen; er möchte hinter den Stand des aktuellen Diskurses zurückfallen und im Sänger den Menschen entdecken.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich wünsche dem Jochen nur Gutes. Aber ich möchte dennoch fragen: Wo ist der abgerissene, vereinsamte, kranke Jochen Distelmeyer? Würde er uns nicht näherrücken, wenn wir von seiner plötzlichen Konversion erführen, dem Eintritt ins Kloster beispielsweise oder in eine Sekte? Man kann schließlich nicht sein Leben lang kritisch, man muss auch einmal Fundamentalist sein. Man hat seinen Verstand auch, um ihn gelegentlich zu verlieren.

Dass sich das Ich des Jochen Distelmeyer nicht rührt, ist möglicherweise ein Grund für die - bei allem Witz - floskelhafte Entleerung der (seiner) Texte.

"...die Medien helfen ihnen beim Dummsein
ein starker Staat hilft ihnen beim stumm sein
die Leute wollen unter sich sein
und gehen dafür über Leichen
Leichen Leichen Leichen"

Es fehlt ihnen die Dimension von problematischen Erfahrungen (Krankheit, Liebeskummer, Wahnsinn, Depressionen,etc.), sie sind ganz und gar affektlos (akademisch), sie demonstrieren bloß ein Verfahren, das wohl den Leerlauf riskiert, aber nicht die Freilegung des Ichs und seiner Erfahrungen.






ummagumma
25.07.2009 - 17:12 Uhr
"Man hat seinen Verstand auch, um ihn gelegentlich zu verlieren."

manchmal denk ich,ich sollte mir ne Knarre kaufen-einfach so
und damit durch die Innenstädte Amok laufen-einfach so

reicht das ?
ummagumma
25.07.2009 - 17:17 Uhr
zu hören auf dem neuen Soloalbum

floskelhaft,also wirklich...
wie soll man denn bitte die Gesellschaft treffender beschreiben?
ummagumma
25.07.2009 - 17:22 Uhr
An L'etat et moi kommt natürlich gar nichts ran aber dass Testament der Angst hier so zerrissen wird, überrascht mich schon gewaltig

Graue Wolken 9,5/10
Weil es Liebe ist 8,5/10
Eintragung Ins Nichts 7/10
Anders Als Glücklich 7,5/10
Testament Der Angst 7/10
Diktatur Der Angepassten 10/10
Der Wind 10/10
Wellen Der Liebe 7/10
Abendlied 10/10


insgesamt ne 8,5
Stefan Krulle (Die Welt)
25.07.2009 - 20:26 Uhr
Jochen Distelmeyer ist Poet, Distelmeyer rettet fast allein die deutsche Lyrik, das Genie - ist Jochen Distelmeyer schon ein Gott?

"Wir sind politisch", ruft dieser Distelmeyer, der so aussieht wie beim Abi-Fest die Typen hinterm Pfeiler ohne Mädchen, aber mit genügend Zigaretten, "wir sind politisch", und ruft damit, was so ein Primaner eben ruft. Dabei lässt der Jochen sich schon lange Herr Distelmeyer nennen und hat den ach so schwierigen Vierzigsten längst hinter sich. Seine Texte allerdings, die sprechen eine andere Sprache. Sehr ungelenk und oftmals peinlich stolpert der Herr Distelmeyer dort durch karge, triste, fantasiefreie Pennäler-Lyrik, durch fürchterliche Phrasen und grauenhafte Niederungen sprachlichen Unvermögens.

Die Band Blumfeld liefert den bitteren Alltags-Soundtrack für Leute, die ob jeder Einfachheit jubilieren, weil komplizierte Sachverhalte ihre Lethargie stören könnten. Für Männer, die sich beim Pinkeln im Stehen als Kerle fühlen und sonst nie, die Sex für die schlechte Seite des Internets halten und sich wünschen, dass ihr Leben einfach weitergeht und dabei vielleicht zuweilen auch einfach mal ganz schön wird. Für dünne lange oder kleine dicke Sesselfurzer eben, denen schon beim Titel von Blumfelds CD "Testament Der Angst" wärmer ums Herz wird als beim letzten Flirt.

Seine Klientel, da kann man ihm wirklich keinen Vorwurf machen, die bedient der Herr Distelmeyer nach Strich und Faden. Er reimt naiv, ohne auch nur für Momente liebenswert zu werden; er rührt nicht einen Tropfen Humor in die fade, trübe Suppe und hält sogar seine Frisur in ihrer Form - bis ganz zum Ende.

Wer ergo in Deutschland ausgerechnet Jochen Distelmeyer zur Hoffnung für Poesie & Lyrik, zum Licht am Ende des Tunnels erklärt, der hat wohl nie auch nur einen Pfifferling auf Poesie & Lyrik gegeben. Der verbindet diese Worte vielleicht gar nicht erst mit Inhalten, weil Inhalt eh nervt. Wir stellen fest: Blumfeld ist die schlechteste, vor Betroffenheit triefende Schülerband des Landes. Bloß dumm, dass es sich bei Blumfeld gar nicht um eine Schülerband handelt. Wäre sie eine, könnte man ihr wenigstens vergeben.





MeMyself&I
25.07.2009 - 21:07 Uhr
Ohne hier zu polemisch werden zu wollen, aber wenn so ein Springerscherge wie der unerträgliche Krulle sowas schreibt, dann muss man dem keine Bedeutung beimessen.
ummagumma
25.07.2009 - 21:22 Uhr
zu dumm,dass ich mir den Müll trotzdem durchgelesen hab,ich hätte es doch eigentlich besser wissen müssen...

Der Jochen nicht liebenswert und die Reime naiv,also ehrlich,da furz ich ja vor Schreck in meinen Sessel
tss tss tss
sensitiv jochen
25.07.2009 - 21:27 Uhr
Hach, dass ist mir jetzt echt grad zu heavy hier.
Patte
25.07.2009 - 22:24 Uhr
er rührt nicht einen Tropfen Humor in die fade, trübe Suppe

Echt?

"...und vor die Hu-huun-de geh-hen..." *wau wau*
Obrac
25.07.2009 - 22:26 Uhr
Abendlied ist ja bestimmt auch total humorlos. Wenn in einer Rezi schon ein Satz mit "Musik für ..." anfängt, dann sollte man seine Zeit nicht weiter vergeuden.
ettaP
08.09.2009 - 18:03 Uhr
Habe vorhin im Kopf festgestellt, dass man den Titelsong mit dem Apfelmann mixen kann. Dann käme wohl sowas ähnliches raus:

"Ich hab Angst vor Deutschland
den USA und der NATO
Ich hab Angst vor dem Apfelmann
Er kommt mit seinen Früchten...!!!"

Tanztheater
30.04.2011 - 14:37 Uhr
Dieses Album ist so toll pubertär. Ich liebe diese bewusste Naivität in dem Album. "Ihr habt alles falsch gemacht, habt ihr nie drüber nachgedacht? Geeebt endlich auuuf, es ist vorbei." :-)
HWREiorh
30.04.2011 - 14:44 Uhr
Von mir aus sind die Texte nicht schlecht, aber musikalisch seh bei Songs wie "Wir sind frei" ich da wirklich nicht den geringsten Unterschied zu Schlagerbands wie Pur oder Rosenstolz.
Tanztheater
30.04.2011 - 14:57 Uhr
Komisch, dabei ist "Wir sind frei" eigentlich noch im alten Blumfeld-Schema komponiert. Ist halt anders arrangiert und abgeschmischt ;)

Und wie grad in dem Song die Bläser einsetzten, zeig mir das mal in einem Song von Pur.
Dave from Sheffield
12.10.2011 - 20:38 Uhr
Nach Ewigkeiten wieder aufgelegt und überrascht, wie gut mir die Platte immer noch gefällt. Der perfekte Soundtrack zum einsetzenden Herbstanfang. Hier halten Blumfeld meiner Meinung nach am besten die Waage zwischen Indierock und dem viel zitierten Schlagerappeal.
Testament des Schwanzes
12.10.2011 - 20:44 Uhr
Distelmyer ist so unfasslich anstrengend kapriziös...
Castorp
12.10.2011 - 21:19 Uhr
Das' richtich, Mädels!
Tobias
13.10.2011 - 14:38 Uhr
Meine Großeltern stehen total auf die. Ist halt Geschmackssache.
Castorp
13.10.2011 - 15:10 Uhr
"Wellen der Liebe" ist eines der besten deutschsprachigen Liebes-Popsongs - ohne Kitsch, prätentiös-schwurbelige Metaphern oder Verlogenheit. Diesen Spagat muss man auch erstmal hinbekommen, Herr Distelmeyer: beschwingt die Liebe abfeiern und dabei immer noch einen Blick für die Probleme frei haben, ohne gleich depressiv zu werden...:)

"...will ich dich lieben, und mit dir leben Tag für Tag / Manchmal kann ich dich nicht ausstehen, manchmal isses mir zuviel..."

Die B-Seite "Ein privates Problem" (ebenfalls entstanden in den "Testament"-Sessions) ist auch großartig und zeitlos schön.

"...es liegt am System, an den Bildern, mit denen wir uns ansehen, an den Taten, die fehlen und den Ängsten, die uns quälen..."
meetzz
13.10.2011 - 16:39 Uhr
soll das von dem stefan schwutte ne rezi zu dem album sein? hauptsache der erwähnt nicht ein müdes wort über den musikalischen aspekt blumfelds aber dafür gleich mehrere sätze über jochens frisur. wenn jochen der typ hinterm pfeiler ohne mädchen war, dann war der krullenspasti der typ in der letzten reihe der immer bei den jochens abgeschrieben hat und mit 15 auf ner teenyparty wegen pubertätsdepressionen beinahe anner alkoholvergiftung gestorben ist.
Sea
13.10.2011 - 18:48 Uhr
"...will ich dich lieben, und mit dir leben Tag für Tag / Manchmal kann ich dich nicht ausstehen, manchmal isses mir zuviel..."

wäre cool wenn es von marcus alexander kommen würde.

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