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Tom Waits - Small change

User Beitrag
Waitsonian
01.07.2009 - 04:15 Uhr
Eines seiner interessantesten Alben, zwischen klassischem Barjazz, starkem Storytelling und knurriger Marktschreierei, zwischen tragischer Straßenpoesie und großen Melodien.

Small Change got rained on with his own .38 ...
LLG
01.07.2009 - 06:23 Uhr
Recht hast'e
David Hapworth
01.07.2009 - 08:17 Uhr
1. Tom Trauberts Blues (Four Sheets To The Wind In Copenhagen) 10/10
2. Step Right Up 10/10
3. Jitterbug Boy 8/10
4. I Wish I Was In New Orleans 10/10
5. The Piano Has Been drinking 10/10
6. Invitation To The blues 10/10
7. Pasties And A G-String 8/10
8. Bad Liver And A Broken Heart 8/10
9. The One That Got Away 8/10
10. Small Change 10/10
11. I Can´t Wait To Get Off Work 6/10

Gesamt: 9/10

Nach dem Irrweg von NIGHTHAWKS AT THE DINER (4/10) war Waits wieder zurück mit ein paar guten Weisen.

Der NME lag nicht falsch, als es Tom Waits einen nichtssagenden Möchtegern nannte - wegen seiner Weigerung dem Rock´n´Roll oder dessen glänzender Zukunft zu huldigen...Wer erwartet, dass er sich auf SMALL CHANGE die Hinweise seiner Kritiker zu Herzen genommen hat, sich etwas zurücknimmt, etwas geradliniger spielt, noch ein Stück für die Eagles schreibt, der wird bereits im vierten Takt von TOM TRAUBERTS BLUES ausgezählt...Diese Stimme hat nicht mit Zitrone und Honig gegurgelt, eher tippe ich darauf, dass sie regelmäßig mit Lackentferner direkt aus einer zerbrochenen Flasche geölt wird und mit dem Dunst von in Sandpapier gerolltem, unverschnittenem türkischen Tabak liebkost.
o'reilly
01.07.2009 - 15:33 Uhr
Was haben denn bitte immer nur alle gegen Nighthawks At The Diner? Ich verstehe es einfach nicht.
logan
01.07.2009 - 18:14 Uhr
Ich hab's nicht oft genug gehört, um überhaupt was dagegen haben zu können. Wirklich etwas gegen Musik von ihm zu haben kann ich mir bei Waits allerdings auch kaum vorstellen. Aber im Gegensatz zu allen anderen Alben, die mir von ihm bislang unterkamen, hatte ich da erstmals nicht auf Anhieb viel dafür. Selbst der völlig zerschossene "Black Rider" hat mich gleich fasziniert, wenn ich mich auch eine Weile nicht so ganz herangetraut habe, mir das wirklich zu kaufen. Mir fehlte an Nighthawks wohl irgendwo das Zupackende. Aber das mag inzwischen schon wieder anders aussehen, falls ich's nochmal zu hören bekäme. Nur leider tut man das ja nicht, weil es kaum noch Plattenläden gibt, geschweige denn welche, die obskure alte Kamellen vom guten Tom auf Halde haben.
Marianne
01.07.2009 - 20:21 Uhr
Die Songs auf NIGHTHAWKS At The Diner lassen sich besser lesen, als hören...Große Songs?!Fehlanzeige.
Max Dax (Spex)
01.02.2010 - 21:53 Uhr
Das Titelstück ist wirklich okay, aber den wirklich heraus stechenden Song des Albums findet man direkt am Anfang. Der Schock beim ersten Hören von "Tom Trauberts Blues" ist diese Stimme. Wenn Tom Waits eine Note trifft, dann gibt es den Hauch einer Chance, dass sie es unversehrt übersteht - aber in "Tom Traubert´s Blues" klingt er tuberkulös und die Noten, die er anschlägt, pfeifen aus dem letzten Loch.
Barney Hoskyns
01.02.2010 - 21:58 Uhr
Es ist der Kontrast zwischen dem wunden Schmerz dieser Stimme und der schmerzhaften Schönheit der Musik, der "Tom Traubert´s Blues" mehr als anderes auszeichnet und so zur Vorlage sämtlicher großer Balladen machte - von "Kentucky Avenue" bis "Rubys Arms" -, die Waits Mitte der Siebziger verfasste.
Max Dax
01.02.2010 - 22:01 Uhr
Dennoch ist da was Majestätisches in dem Song: Vielleicht ist es die Unvereinbarkeit von Jerry Yesters üppigem Streicherarrangement mit dieser räudigen, einem kaputten Nebelhorn gleichenden Stimme.
Barney Hoskyns
01.02.2010 - 22:11 Uhr
Selbst die Frage, wo die Melodie ("Waltzing Mathilda") herkommt, ist mysteriös und wird kontrovers diskutiert. Eine mögliche Quelle ist die uralte schottische Ballade "The Bonnie Wood Of Craigiela". Der Militärmarsch "The Bold Fusilier" aus dem 18. Jahrhundert wurde aber ebenfalls als Quelle genannt.
Jedenfalls ist "Traubert" aufgrund der cleveren Verwendung der inoffiziellen australischen Nationalhymne ein weiteres Beispiel dafür, wie Waits Melodien populärer Volkslieder als eine Art Zitat in seine Musik einband. Siehe auch "Here Comes the Bride" ("Better off Without a Wife"), "As Times Go By" ("Bad liver And A Broken Heart"), "Auld Lang Syne" ("A Sight For Sore Eyes"), "Silent Night" ("Christmmas Card From a Hooker In Minneapolis") und andere.
Max Dax
01.02.2010 - 22:15 Uhr
Ich glaube ursprünglich war es ein Gedicht, und als die Musik dazukam, wurde es zur inoffiziellen Nationalshymne von Australien. Eine Mathilda ist ein Rucksack. "Waltzing Mathilda" bedeutet also bloß, abzuhauen, klar? Die Stadt verlassen, klar?`Und das ist die Bedeutung des Songs...vermutlich.
Barney Hoskyns
01.02.2010 - 22:16 Uhr
Nationalhymne, Max!
Max Dax
01.02.2010 - 22:17 Uhr
Ein Tippfehler, sorry!
Patrick Humphries
01.02.2010 - 22:45 Uhr
"Traubert" bleibt nichtsdestotrotz ein Tom-Waits-Song. Waits baute lediglich den Chorus von "Waltzing Mathilda" in seinen Song ein.

Was ich aus SMALL CHANGE heraushöre, ist vor allem eines: Authentizität. Waits klingt wie jemand, der weiß, wovon er singt - seine Songs besitzen Glaubwürdigkeit. Nicht, dass er Penner glorifiziert oder menschliche Wracks zu edlen Rebellen hochstilisiert; vielmehr schildert er aufrichtig und voller Anteilnahme ihre Realität und Träume. Und auch auf die Gefahr hin, mir von Waits einen mißbilligenden Blick einzuhandeln: er tat all dies mit den Mitteln eines Dichters.
Kirk Silbsee
01.02.2010 - 22:58 Uhr
Und Tom hat nicht den Van Morrison gemacht. Er ist nicht in der Studio-Regie rumgesessen, während die ganzen Jungs - Melovin, Hughart, Vicari, Manne - gespielt haben. Er hing mit ihnen rum, hat mit ihnen geredet und ihnen zugehört. Ich beziehe mich auf Van Morrisons Klassiker ASTRAL WEEKS, auf dem solche Jazz-Giganten wie Drummer Connie Kay und Bassist Richard Davis gespielt haben.
Cath Carroll
02.02.2010 - 08:33 Uhr
Auf diesem Album klingt alles plötzlich viel persönlicher. Seine Geschichten über die warme, betäubende amerikanische Nacht sind schlichtweg herzzerreißend.

"Wasted and wounded, it ain´t what the moon did". Um Gottes willen, was ist bloß mit dem Mann geschehen, der am Anfang der Platte so leise und gebrochen aufheult? Dieser ergreifende Monolog eines liebeskranken Zeitgenossen, der mittellos in Kopenhagen gestrandet ist, zählt wohl zu den berühmtesten und erschütterndsten Songs, die Waits je geschrieben hat. Waits hat diesen Song in seinen Konzerten jahrelang als Schlussnummer gespielt.
News
02.02.2010 - 15:56 Uhr
THE CONSTELLATIONS covern Tom Waits ("Step Right Up").

"The Constellations will release their debut album ´Southern Gothic´ on Virgin Records on June 8. Rising stars of the Atlanta scene the band - which is fronted by charismatic vocalist Elijah Jones - is set for a breakout year in 2010."

The Constellations: Step Right Up

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