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Spotify

User Beitrag
Thom Yorke (Radiohead)
14.04.2015 - 16:19 Uhr
Spotify is evil. Don't go there.

Affengitarre

User und News-Scout

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14.04.2015 - 18:13 Uhr
Hast du vermutlich bereits gemacht, aber schon mal versucht, die App neuzuinstallieren? Das Problem kann ich bei mir leider nicht testen, da ich kein Premium habe.

The MACHINA of God

User und Moderator

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14.04.2015 - 18:24 Uhr
Ja, hab neu installiert. Wieder dasselbe. Hmm.

Affengitarre

User und News-Scout

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14.04.2015 - 18:34 Uhr
Ich weiß nicht, inwiefern das mit deinem Problem vergleichbar ist, aber ich hatte mal ein Windows Phone, bei dem gelöschte Apps auch nicht aus dem Speicher geräumt wurden. Eine Aktualisierung des Betriebssystems sorgte dann für Abhilfe. Ist wohl eher unwahrscheinlich, aber vielleicht ist dein Android nicht aktuell und es hängt damit zusammen.

Leatherface

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14.04.2015 - 18:40 Uhr
Spotify is evil. Don't go there.

Sorry, Thom. I don't really buy that. Das mit dem "Künstler werden so schlecht bezahlt". Ich fänd's schön, wenn mir das mal jemand vorrechnen würde oder mir eine Abrechnung vorlegt. Von mehreren Quellen hab ich inzwischen gelesen, dass Spotify für einen einzelnen Stream eines einzelnen Songs einen halben Cent zahlt (und sehr beliebten Künstlern ein bisschen mehr). Wenn man sich mal anschaut, wie viele Streams sich inzwischen ansammeln, kommt da doch schon ein hübsches Sümmchen zusammen.

Sind z.B. die über $450000, die Rihanna für 93 Mio Streams von "FourFiveSeconds" innerhalb von 2-3 Monaten angesammelt hat, schlechte Bezahlung, weswegen Rihanna am Hungertuch nagt? Ist das zu wenig für eine Datei, die keinem der Beteiligten Kosten verursacht? Wohl kaum. Und selbst kleine Künstler schaffen es inzwischen schon in relativ kurzer Zeit auf Streaming-Abrufe im 5-6-stelligen Bereich für einzelne Songs, was dann insgesamt doch für ein nettes Zubrot sorgen sollte. Durch YouTube-Klicks etc. verdient man sicherlich nicht so viel. Es sei denn natürlich: Alle Quellen irren sich oder das Geld wandert in die Taschen der Plattenfirmen und die Künstler sehen nichts davon.

The MACHINA of God

User und Moderator

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14.04.2015 - 18:47 Uhr
Hmm, zeig mal eine Quelle. Ich hab immer etwas von deutlich weniger als 0,5 Cent gehört. Und kann es mir auch nicht vorstellen, dass es soviel ist. Weil: Wenn ich als Premium-Mitglied 10 Euro im Monat bezahle, gibt Spotify nach 2000 Songs mehr für mein Gestreame aus als ich ihnen bringe. Nun erreicht sicher nicht jeder solche Frequenzen, aber man muss ja auch noch die ganzen Gratis-User sehen. Also ich fürchte, da wird weniger bei rumkommen.

Affengitarre

User und News-Scout

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14.04.2015 - 18:48 Uhr
@Mashina Hab das eben mal am Handy meines Bruders getestet, dort tritt ebenfalls das von dir beschriebene Phänomen auf. Vielleicht ist die Version verbuggt, vielleicht muss das aber auch so.

The MACHINA of God

User und Moderator

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14.04.2015 - 19:13 Uhr
Dass das so muss, glaube ich nicht, da es ja vollkommen bekloppt ist. Aber ich bin schon mal beruhigt, dass es auch anderen so geht. So liegts zumindest nicht an meinem Telefon. Schick deinen Bruder auch mal auf Lösungssuche. :)

Affengitarre

User und News-Scout

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14.04.2015 - 19:22 Uhr
Naja, es könnte ja sein dass Spotify einen gewissen Teil an Speicherplatz reserviert, in den vorerst gelöschte Alben gelagert werden. Falls man diese dann doch wieder haben will, müssen sie nicht erneut heruntergeladen werden. Und wenn dann dieser reservierte Platz voll wird, werden Alben wieder gelöscht. Das macht es zwar nicht weniger bekloppt, aber man weiß ja nie.

The MACHINA of God

User und Moderator

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14.04.2015 - 19:28 Uhr
Nee, ich hatte ja das Problem, dass aller Speicherplatz voll war, ich aber nichtmal durch das Löschen von vielen Alben neuen Platz dazu bekam und es Alben einfach nicht merh speichern konnte.
Nun ja. Aber danke für deine Bemühungen und Gedanken dazu. :)

Leatherface

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Registriert seit 13.06.2013

14.04.2015 - 20:04 Uhr
zeig mal eine Quelle.

Hier sind die Angaben von Spotify selbst. Inwieweit das zutrifft, steht natürlich in den Sternen.

Geschichten wie diese, wo ein Musiker erzählt, dass er sehr gutes Geld mit Spotify macht, unterstützen das aber (ich hab nicht nachgerechnet, ob das mit den genauen Zahlen übereinstimmt, aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es hinhaut, wenn er schon so voll des Lobes ist). Da er sämtliche Rechte an seiner Musik selbst hält und auch alles selbst komponiert, stützt das die häufig gemachte Vermutung, dass vieles von dem Geld einfach bei den Labels stecken bleibt, wenn Musiker sich über die schlechte Bezahlung beklagen.

Das wiederum deckt sich aber nicht mit einem Pitchfork-Artikel von Galaxie 500s Damon Krukowski von vor 2 1/2 Jahren, wo die Zahlen deutlich niedriger ausfallen, obwohl er auch alle Rechte an seiner Musik hält.

Alles schwer zu sagen also. Es ist alles sehr intransparent, sowohl von Spotifys Seite als auch von der Seite der Labels. Und auch die Künstler, die behaupten zu wenig zu bekommen, täten gut daran, einfach mal so eine Abrechnung offen zu legen. So wie's jetzt ist, stehen überall nur irgendwelche Behauptungen im Raum und alle versuchen Spotify die Schuld in die Schuhe zu schieben, was ich nur für höchstens halbwahr halte.

Wenn ich als Premium-Mitglied 10 Euro im Monat bezahle, gibt Spotify nach 2000 Songs mehr für mein Gestreame aus als ich ihnen bringe.

Spotify schreibt auch tatsächlich immer noch dicke rote Zahlen, auch wenn 2000 Songs pro Premium-User im Monat ne ganze Menge Holz ist und die Free-User ja immerhin noch durch Werbeeinnahmen Geld einbringen.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

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Registriert seit 10.09.2013

14.04.2015 - 21:04 Uhr
Sind die Verkäufe von Cds bzw. legalen MP3-Downloads denn wirklich eklatant zurückgegangen, seitdem es Spotify gibt? Ich für meinen Teil kaufe nämlich, seit ich Spotify nutze, schätzungsweise mehr Alben als vorher.

Leatherface

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Registriert seit 13.06.2013

14.04.2015 - 21:22 Uhr
Es ist auf jeden Fallbewiesen, dass Streaming der Piraterie den Garaus macht.
Aber auch der Verkauf von MP3s und CDs sinkt.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

14.04.2015 - 23:06 Uhr
Ein weiterer Vorteil ist, dass man die ganze Zeit neue Bands entdecken kann, ohne extra zu bezahlen. Ich merk es bei mir, dass ich viel mehr "Neues" höre. So werden auhc viele kleinere Bands bekannter, was gut fürs Livegeschäft ist..

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

15.04.2015 - 09:58 Uhr
Hab übrigens dank eines Bekannten die Lösung meines Problems gefunden. Sie heisst: Per Mobile-Version nochmal bei Spotify ab- und wieder anmelden. :D
Prime Evil
15.04.2015 - 09:59 Uhr
*sich den Kapitalismus schönred*
Hitschreiber am Existenzminimum
15.04.2015 - 10:19 Uhr
man muss das viel differenzierter sehen mit den Vergütungen um das Problem zu verstehen.

Beispiel: Ich schreibe einen Song für Marit Larson. Das ist die Künstlerin. Ich der Urheber.
Sie ist bei einem Label unter Vertrag.
Das Label hat also die Rechte an dieser Aufnahme.
Es wird auf Spotify gestreamt.
Das Label erhält 0,7 Cent (Cent, nicht Euro)für einen Stream in Deutschland, also bei 100 Streams sind das 70 Cent (0,70 Euro). Marit Larson hat einen Vertrag der besagt das sie 15 % aller Umsätze an diesem Song bekommt. Sie erhält vom Label also für 100 Streams 15% von 70 Cent (knapp 10 Cent).
Ich bin ja wie gesagt der Autor des Songs. Ich bekomme über die GEMA mein Geld. Die erhält von Spotify einen Betrag über 0,25 Cent (Cent, nicht Euro) pro Stream. Das sind bei 100 Streams 25 Cent (0,25 Euro). Davon behält die GEMA 25 % Aufwandsgebühr und bezahlt mir für die 100 Streams 0,18 Euro aus. Also 18 Cent.
Und das sind die guten deutschen Vergütungssätze. Das ist in jedem Land anders geregelt. In den USA werden pro Stream 0,1 US Cent (nicht Dollar) ausbezahlt. In Schweden liegt die Vergütung hingegen mit 0,85 Cent (nicht Euro) pro Stream etwas höher.
Wenn man als Urheber dann noch den Song mit 2 oder 3 anderen zusammen geschrieben hat ergeben sich somit geteilte bzw gedrittelte Summen.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

15.04.2015 - 10:20 Uhr
@Prime Evil:
Stimmt, die Plattenverkäufe vor Spotify waren ja kein Kapitalismus.
Hitschreiber am Existenzminimum
15.04.2015 - 10:26 Uhr
Also wenn ich einen richtig schönen No.1 Hit habe mit unfassbaren 1 Mio Plays in Deutschland, erhalte ich 1800,00 Euro. Vor Steuern. Und vor dem teilen mit evtl. Co-Writern.

Hier ist es also wie mit allem. Die Masse machts.
Hitschreiber am Existenzminimum
15.04.2015 - 10:32 Uhr
HA! Und was ich vergessen habe zu erwähnen: Sollte der Song dann über einen Musikverlag an die Künstlerin herangetragen worden sein wird der von den Tantiemen der GEMA ca. 40% behalten, somit sind oben genannte Beträge noch mal anders zu betrachten.

Das Musikgeschäft ist ein sehr parasitäres Geschäft. :-)
Kapitalismus wie er sein muss:
15.04.2015 - 11:14 Uhr
Spotify, Amazon, Airbnb, Uber
Kapitalismus wie er sein muss:
15.04.2015 - 11:20 Uhr
The Winner takes it all.

Leatherface

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Registriert seit 13.06.2013

15.04.2015 - 13:57 Uhr
@Hitschreiber am Existenzminimum

Das ergibt Sinn. Allerdings muss man sich dann die Frage stellen, ob die ganze Musikindustrie überhaupt auf einem funktionierenden Geschäftsmodell basiert, wenn Künstler und Urheber mit solchen mickrigen Anteilen abgewatscht werden, während der Rest in die Geldbörsen der Labels wandert. Und ob das jetzt Spotifys Schuld ist, dass die Künstler nicht davon leben können. Und ob so ein Label sich von einer Datei, die keinerlei Kosten verursacht, wirklich 85% des Umsatzes einsacken muss.

Aber das sind natürlich auch schon wieder die Fragen, die gestellt werden, seit es die Musikindustrie an sich gibt. Vielleicht ist es ja irgendwann so, dass Streaming-Plattformen und sonstige technische Entwicklungen, Plattenlabels mehr oder weniger obsolet machen. Vielleicht wäre das Problem damit gelöst.
So stimmts
15.04.2015 - 14:09 Uhr
Vielleicht ist es ja irgendwann so, dass Streaming-Plattformen und sonstige technische Entwicklungen, Plattentests mehr oder weniger obsolet machen. Vielleicht wäre das Problem damit gelöst.
Thom Yorke (Radiohead)
15.04.2015 - 14:21 Uhr
"Ich denke, die Art wie die Leute Musik hören, ändert sich gerade gewaltig", erklärt Thom Yorke in einem Interview mit der spanischen Website Sopitas.com. "Ich finde, wir als Musiker müssen diese Spotify-Sache bekämpfen. Ich denke, dass das, was im Mainstream gerade passiert, der letzte Atemzug einer alten Industrie ist." Thom Yorke beschreibt dann, dass der nächste Schritt in der technologischen Entwicklung wichtig sei und wie die Konsumenten sich über Musik austauschen. "Ich glaube nicht, dass Streaming unser letzter Ausweg ist. Ich stimme dem einfach nicht zu", so Yorke weiter.
So argumentiert Thom Yorke, dass Majors und auch Spotify nicht nötig seien, Künstler könnten einen direkten Draht zum Fan aufbauen und den Mittelmann eliminieren: "Als wir die Sache mit 'In Rainbows' durchzogen, war es eine der aufregendsten Ideen, eine direkte Verbindung zu den Fans aufzubauen. Man lässt alles andere einfach weg (...). Aber dann sind diese ganzen Pisser wie Spotify dazwischen gekommen und versuchen plötzlich den ganzen Prozess zu kontrollieren. Wir brauchen das nicht, kein Künstler braucht das. Wir können alles selbst aufbauen, also verpisst euch."
Laut dem Sopitas.com-Interview mit Thom Yorke sind es die Major die Dienste wie Spotify zur Wertnutzung alter Werke brauchen und Künstler dafür ausnutzen: "Die Majors sind begeistert davon, weil sie damit ihre alten Sachen wiederverkaufen können ohne selbst zu investieren, ein Vermögen damit einnehmen und nicht sterben. Deshalb ist die ganze Sache mit Spotify eine riesige Schlacht, denn es geht um die Zukunft von Musik. Es geht darum, ob wir an die Zukunft der Musikindustrie glauben, gleiches gilt für die Film- und Buchindustrie."
Thom Yorke und Nigel Godrich haben im Juli das Geschäftsmodell Streaming heftig kritisiert. Über Twitter beklagten sie die geringen Beträge, die beim Künstler ankämen. Alle Songs von Thom Yorkes Atoms For Peace und vom Yorke-Soloalbum "The Eraser" sowie Godrichs "Ultraista" wurden von Spotify abgezogen. Direkt auf die Kritik reagiert hat nicht nur Spotify-CEO Daniel Ek selbst und Juke-VP Marketing Tobias Brinkhorst sondern auch Ex-Eurythmics-Mitglied Dave Stewart, der sagte Yorke und Godrich lägen falsch und sollten Spotify verehren. Auch Radiohead-Manager Brian Message hat sich für Streaming-Dienste ausgesprochen, Spotify würde mit der Zeit angemessene Vergütung liefern.
Ein Befürworter der Streaming-Geschäftsmodells ist auch Martin Mills, Gründer der Indie-Labelgruppe Beggars Group. "Einige unserer Künstler – gerade die, die wir im Katalog führen – stellen bei der Honorarabrechnung fest, dass sie bei einigen Tracks via Streaming mehr verdienen als durch andere Quellen", so Mills schon im vergangenen Jahr. "Für Beggars zahlt sich das um ein vielfaches mehr aus als Radio-Airplay. Deshalb sind wir große Streaming-Unterstützer." Mills liefert demnach ein Argument gegen den von Yorke proklamierten Majorlabel-Streamingdienst-Komplex. Hingegen haben diverse Indie-Labels ihre Kataloge von Spotify und Co. abgezogen – manche, wie Century Media, sind später jedoch wieder zu den Streaming-Diensten zurückgekehrt.

http://www.musikmarkt.de/Aktuell/News/Thom-Yorke-ueber-Spotify-der-letzte-verzweifelte-Furz-einer-Leiche
feeling
15.04.2015 - 14:23 Uhr
yorkes kern-frage ist natürlich berechtigt: wozu braucht man einen mittelmann wie spotify, der die eigentlichen künstler auch noch ausbeutet/abzockt? das kann doch nicht die zukunft der musikindustrie sein.

Leatherface

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Registriert seit 13.06.2013

15.04.2015 - 14:29 Uhr
Die Künstler leben seit Jahrzehnten mit Mittelsmännern, die sie noch viel heftiger ausbeuten. Spotify schüttet 70% der Umsätze an die Musikindustrie aus, so ein Label gönnt den Künstlern laut obigen Angaben ca. 15% - was ist da jetzt die größere Ausbeutung?
Und noch einer schießt gegen das Portal
15.04.2015 - 14:47 Uhr
Portishead-Mitglied beschwert sich über die Ausbeutung von Spotify:

http://www.gigwise.com/news/99702/portishead-geoff-barrow-got-few-earnings-from-spotify-online-streams

Und der The-Who-Frontmann ist ebenfalls mächtig angepisst:

http://www.gigwise.com/news/99693/pete-townshend-calls-the-owner-of-spotify-a-crook

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

15.04.2015 - 15:43 Uhr
yorkes kern-frage ist natürlich berechtigt: wozu braucht man einen mittelmann wie spotify, der die eigentlichen künstler auch noch ausbeutet/abzockt? das kann doch nicht die zukunft der musikindustrie sein.

Einfach aufgrund der bereitgestellten Infrastruktur in Form des Streaming-Dienstes. Die Leute lieben an Spotiy ja das zentralisierte. Eine App und man kann alles bekommen. Es wird schwer etwas vergleichbares ohne Mittelsmänner zu erschaffen.

Cosmig Egg

Postings: 768

Registriert seit 13.06.2013

15.04.2015 - 18:01 Uhr
Dass sich ein Mann wie Thom Yorke darüber aufregt, kann ich sogar halbwegs verstehen. Bei seinem Stand benötigt man sicher keine Mittelsmänner. Aber junge Künstler, haben doch durch solche Dienste Chancen an Hörer zu gelangen, die sie früher nicht hatten. Ich kann nur für mich sprechen. Ich habe mir, seit ich Spotify nutze, CDs von Künstlern gekauft, die ich ohne Spotify niemals gekannt hätte. Man hört zwar vieles oberflächlicher, und beschäftigt sich mit Alben nicht mehr so ausgiebig, wie man das früher, mit gekauften LPs getan hat. Aber die wirklich interessante Musik wird von mir anschließend auch gekauft.

Leatherface

Postings: 1652

Registriert seit 13.06.2013

15.04.2015 - 18:32 Uhr
Thom Yorke stellt sich wahrscheinlich so eine Non-Profit-Schnittstelle vor, wo niemand außer den Musikern an der Musik verdient. So eine Plattform will aber auch vermarktet und verwaltet werden, braucht Serverplatz und Mitarbeiter. 70% der Umsätze für die Musikindustrie wie bei Spotify ist meiner Ansicht nach ein guter Deal. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Spotify-Leute von den restlichen 30% groß die Taschen vollstopfen können, wenn davon auch noch die oben genannten Kosten zu decken sind. Das meiste Geld haben offenbar die Labels.

Ich halte es allerdings für sinnvoll die Free User-Funktionen mehr einzuschränken. Wer unbegrenzt Musik haben will, sollte dafür schon nen 10er im Monat übrig haben (meinetwegen auch 15 oder 20). Das bisschen Werbung ist ein bisschen dürftig als Einschränkung.

Cosmig Egg

Postings: 768

Registriert seit 13.06.2013

15.04.2015 - 20:12 Uhr
da bin ich deiner Meinung, Leatherface.
Gäbe es die Off-Line-Funktion bei Spotify nicht, würde ich mir auch überlegen mit der Werbung zu leben.
Selling Out
15.04.2015 - 20:30 Uhr
How Much Do Music Artists Earn Online

Demon Cleaner

User und Moderator

Postings: 5645

Registriert seit 15.05.2013

15.04.2015 - 21:01 Uhr
Man hört zwar vieles oberflächlicher, und beschäftigt sich mit Alben nicht mehr so ausgiebig, wie man das früher, mit gekauften LPs getan hat. Aber die wirklich interessante Musik wird von mir anschließend auch gekauft.

Geht mir auch so, dadurch sind aber Fehlkäufe gegen Null tendiert.
die katze nicht im sack kaufen
16.04.2015 - 01:59 Uhr
ich kann spotify nicht leiden, man muss sich da registrieren und kann musik nicht mal kostenlos antesten. das macht keinen sinn.
Hitschreiber am Existenzminimum
16.04.2015 - 08:30 Uhr
Klar, die Labels erhalten den größten Anteil an den Ausschüttungen. Meistens bezahlen sie aber auch die Promo, haben Personal, zahlen u.U. einen Vorschuss an den Künstler etc.
Kein Künstler ist verpflichtet bei einem Label zu unterschreiben. Allerdings kenne ich keinen Künstler der ohne Label Erfolg hat.

Demon Cleaner

User und Moderator

Postings: 5645

Registriert seit 15.05.2013

16.04.2015 - 22:37 Uhr
Es wird auch viel zu oft die dämlich Rechnung 1 Million Streams = 1 Million verkaufte/downgeloadete Alben gemacht. Ich bzweifle, dass auch nur 10% der Streamer das Album auf legale Weise irgendwie gekauft oder aber auch nur überhaupt gehört hätten.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

16.04.2015 - 23:07 Uhr
http://www.tonspion.de/neues/neueste/5593046

:)
Hitschreiber am Existenzminimum
17.04.2015 - 12:07 Uhr
Portishead haben vermutlich einen schlechten Verwertungsvertrag geschlossen mit ihrem Majorlabel (Universal).
Für 34 Mio. Streams kommt einiges rum.
Aber Portishead sind 4 Köpfe, also bekommt jeder von den Ausschüttungen nur 1/4, sie haben einen Musikverlag der von der Gesamtsumme ca. 40% erhält für ihre Songs.

Also zurückgerechnet:
2300 Euro x 4 = 9200 Euro

9200 Euro sind 60%, 6133 Euro sind 40% Verlagsanteil, insgesamt betrug die Ausschüttung über das Label 15.333 Euro.

Bei einer Berechnungsgrundlage von 0,7 Cent pro Stream sind 34 Mio Streams ca. 238.000 Euro die das Label Brutto von Spotify bekommt. Portishead haben also mit ihrem Label eine Beteiligung an den Verkäufen in Höhe von ca. 6,5% abgeschlossen.

Durchaus realistisch.


Spottifei
17.04.2015 - 12:15 Uhr
Ebenfalls realistisch, dass du mit deiner Milchmädchenrechnung daneben liegst.

afromme

Postings: 693

Registriert seit 17.06.2013

17.04.2015 - 12:53 Uhr
yorkes kern-frage ist natürlich berechtigt: wozu braucht man einen mittelmann wie spotify, der die eigentlichen künstler auch noch ausbeutet/abzockt?

Ganz einfach, weil ich nicht jede einzelne Künstlerseite individuell ansurfen will und kann, um mir das anzuhören, was er/sie so produziert/produzieren.
Deshalb gibt es ja auch generell Läden - weil man nicht zu jedem Gemüsebauern, Konservenhersteller, Milchbauern, hinfahren will und kann um sich dort individuell sein Essen zusammenzukaufen.

@Spottifei
Ich glaube erst einmal Barrows Zahlen nicht, muss ich zugeben. Seine Zahlen ergeben nur dann halbwegs Sinn, wenn er den beliebten Fehler macht, von ~0,005 Cent statt ~0,006 DOLLAR pro Stream auszugehen.
http://www.hearya.com/2012/11/28/david-macias-enlightening-letter-on-spotify/?hc_location=ufi

rollator

Postings: 665

Registriert seit 14.06.2013

17.04.2015 - 13:24 Uhr
Die 0,7 Cent oder ähnliches liest man immer mal wieder (Spotify selbst taxiert 0,6 bis 0,84 cent pro stream. Je nach Haltung des Schreibers werden dann halt 0,007 Dollar aufgerufen (damit es nach echt wenig klingt) und diese dann aus Versehen zu 0,007 cent gemacht. Die Frage ist: Vie viel ist das, oder ist das zuwenig?

Viel auf einen Schlag bringt eigentlich nur ordentliches Airplay im linearen Pop-Radio (kann durchaus 15 Euro pro Ausstrahlung bringen). Wobei natürlich rechnerisch dann pro Ausstrahlung auch ein paar hunderttausend Leute zuhören und geteilt durch diese Menge ist der Betrag pro Zuhörer wieder relativ klein (kleiner als 0,7 Cent).

Problem am Streaming ist der Komfort der freien Verfügbarkeit zu jederzeit und der Zusatznutzen wie Offline Archivierung/Nutzung, etc. Kein Mensch braucht mehr zu bezahlende physische Medien (MP3 mit eingerechnet), wenn ich über Spotify mobil offline riesige Playlists abrufen kann. Im Vergeich zum Ertrag von Trägermedien (DL, CD, Vinyl) ist Der Streaming-Ertrag natürlich lächerlich. Im Vergleich zum Airplay/Radio linear eigentlich nicht.
Amazon-Armin
17.04.2015 - 13:39 Uhr
PT zahl ja auch nix an seine Autoren, insofern kein Wunder, dass so was wie Spotify hier schöngeredet wird.
milchmädchen
17.04.2015 - 14:02 Uhr
spotify müsste für alle kostenlos sein, dann macht das ganze mehr sinn (gibt ja sonst auch kostenlos temporär verfügbare streams bei soundcloud). ich kauf doch keine musik, die mir hinterher nicht gefällt.

rollator

Postings: 665

Registriert seit 14.06.2013

17.04.2015 - 14:16 Uhr
Spotify ist kostenlos in der free variante. Da haste halt Werbung.

Leatherface

Postings: 1652

Registriert seit 13.06.2013

17.04.2015 - 14:17 Uhr
Spotify ist kostenlos, Herzchen (mit Werbung und Einschränkung für Mobilgeräte zumindest).

Leatherface

Postings: 1652

Registriert seit 13.06.2013

17.04.2015 - 15:07 Uhr
Hat mich jetzt mal brennend interessiert, wie viel man mit einem Album in einem Monat Streaming auf Spotify verdienen kann (wer auch immer. Künstler? Labels?), wenn diese ca. 0,7 Cent pro Play stimmen. Hier sind die Zahlen:

Kendrick Lamar – To Pimp A Butterfly: ca. 114.400.000 Plays = $800800,-

Madonna – Rebel Heart: ca. 34.000.000 Plays = $238000,-

Marina & The Diamonds – Froot: ca. 21.270.000 Plays = $148890,-

Sufjan Stevens – Carrie & Lowell: ca. 12.369.000 Plays = $86583,-

Courtney Barnett – Sometimes...: ca. 5.680.000 Plays = $39760,-

Lower Dens – Escape From Evil: ca. 1.769.000 Plays = $12383,-

Lightning Bolt – Fantasy Empire: ca. 117.000 Plays = $819,-

Pyramids – A Northern Meadow: ca. 30.000 Plays = $210,-


Die oberen Vier können sich wohl kaum beschweren. Selbst wenn sie davon nur 5% erhalten sind das immer noch recht fürstliche Monatslöhne. Tja, für den Rest wird's schwierig, wenn sie nur davon leben müssten, insbesondere wenn das auch noch zwischen Bandmitgliedern aufgeteilt werden muss, aber ein nettes Zubrot kann es trotzdem sein.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 37596

Registriert seit 07.06.2013

17.04.2015 - 15:11 Uhr
spotify müsste für alle kostenlos sein, dann macht das ganze mehr sinn (gibt ja sonst auch kostenlos temporär verfügbare streams bei soundcloud). ich kauf doch keine musik, die mir hinterher nicht gefällt.

Das ergibt doch keinen Sinn. Selbst in der Nicht-Gratis-Version kaufst du ja den gesamten Streaming-Dienst. Wenn die dann NICHTs hinterher gefällt, gefällt dir wohl Musik generell nicht.

afromme

Postings: 693

Registriert seit 17.06.2013

17.04.2015 - 16:15 Uhr
Die oberen Vier können sich wohl kaum beschweren. Selbst wenn sie davon nur 5% erhalten sind das immer noch recht fürstliche Monatslöhne.
Jopp.

Tja, für den Rest wird's schwierig, wenn sie nur davon leben müssten,
Stimmt - aber genauso für klassiche Tonträger und Downloads.
Im klassischen Labelmodell hast du, wenn du 5000 Alben verkaufst, auch noch nichts verdient und aller Wahrscheinlichkeit nach noch Schulden beim Label.

Ich finde die Aufrechnerei Streams vs. Albenverkäufe auch immer putzig. Natürlich verdient man an 1 Mio Streams weniger als an 1 Mio Albenverkäufen. Wenn ein Albumkäufer das Album auch nur 5x hört und wir von im Schnitt 10 Stücken pro Album ausgehen, entspricht 1 Albumverkauf 50 Streams.
Aber genau da hakt's ein bisschen, wie auch damals bei den Hochrechnungen dessen, wie viel die Piraterie die Konzerne und Künstler gekostet hat. Wilde Zahlen werden über Pressemitteilungen in die Welt geworfen, aber seriöse Studien gibt's nicht.
Das gleiche jetzt wieder beim Streaming. Angeblich kostet Spotify Albenverkäufe, bloß gehen die vielerorts auch dort zurück (in ähnlichen Raten), wo es gar kein Spotify gibt. D.h. ob es da überhaupt einen Zusammenhang gibt, und wenn ja, wie er genau aussieht, wäre erst noch genauer zu untersuchen.

Ein gern angeführter Vorschlag ist, dass Spotify-artige "Freemium"-Modelle abgeschafft werden sollten, mit denen man auch dauerhaft umsonst (aber halt mit Werbung) Musik hören kann.
Wobei ich das für Unfug halte, weil es wieder einmal - m.E. fälschlicherweise - davon ausgeht, dass die Leute alle anfangen zu zahlen, wenn man bloß versucht, sie zum Zahlen zu zwingen.

Demon Cleaner

User und Moderator

Postings: 5645

Registriert seit 15.05.2013

17.04.2015 - 16:50 Uhr
Stimmt - aber genauso für klassiche Tonträger und Downloads.
Im klassischen Labelmodell hast du, wenn du 5000 Alben verkaufst, auch noch nichts verdient und aller Wahrscheinlichkeit nach noch Schulden beim Label.


Vollkommen korrekt.
Und wie gesagt, bei 30.000 Plays würde es mich z.B. eigentlich wundern, wenn dem gegenüber noch physische Verkäufe im vierstelligen Bereich gegenüberstehen.

Dazu kommt noch, dass ich teilweise Sachen unterwegs streame, die ich physisch trotzdem besitze, aber nicht digital auf dem Handy habe, um Platz zu sparen.

und wir von im Schnitt 10 Stücken pro Album ausgehen, entspricht 1 Albumverkauf 50 Streams.

Dumme Frage: Verdienen dann Künstler mehr, wenn sie mehr Tracks auf dem Album haben?
Ich würde meine Songs sofort in mehrteilige Tracks zerstückeln...

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