Gesperrt: Sarrazin provoziert Hartz-IV-Empfänger und Problemfamilien

User Beitrag
The MACHINA of God
13.05.2009 - 14:50 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,624539,00.html

Hamburg - Geld hilft nicht immer - das jedenfalls meint der neue Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin, wenn es um soziale Probleme geht. Politiker müssten vielmehr darauf dringen, das Verhalten der Menschen zu ändern, sagte Sarrazin dem "Stern": "Die große Frage ist: Wie kann ich es schaffen, dass nur diejenigen Kinder bekommen, die damit fertig werden."
Gegenwärtig würden manche Frauen zwei, drei oder mehr Kinder in die Welt setzen, obwohl sie "nicht das Umfeld" oder "die persönlichen Eigenschaften" hätten, "um die Erziehung zu bewältigen", erklärte Sarrazin dem Magazin zufolge. Deswegen müsse das Sozialsystem so geändert werden, "dass man nicht durch Kinder seinen Lebensstandard verbessern kann, was heute der Fall ist".


Und er hat ja auch recht.
DDing
13.05.2009 - 15:06 Uhr
Genau. Warum nicht gleich Zwangssterilisation für alle Hartz-IV-Empfänger, oder Kohle weg?
Oder warum nicht gleich Euthanasie?

Aber ist ja nicht das erste Mal, dass sich Fünf-Euro-Thilo zum Arschclown macht.
Obrac
13.05.2009 - 15:10 Uhr
So Unrecht hat er damit tatsächlich nicht. Nur ist das natürlich grundrechtlich bedenklich. Ich kann mir aber vorstellen, dass das, was er beschreibt, schon eine häufige Ursache sozialer Missstände sein kann.
Hannah Honigkuchen
13.05.2009 - 15:12 Uhr
Ja, Zwangssterilisation, auf jeden. Dem Thilo gehts wegen Dummheit und Sozialdarwinistischem Geschwätz gleich als erstes an die Nudel. Zwick.

Und damit das auch klar ist: Kinder kosten, die verbessern höchstens den Lebenssatndard von Schweinen wie dem Herr Sarrazin, indem sie in den Sweat-Sjops dieser Welt 18 Stunden Schichten auf Koka schieben und billig Schuhe für seinen hässlichen Filius nähen.
Gleich kommt Lyxen
13.05.2009 - 15:14 Uhr
oha oha..das gibt Ärger!
Patte ist noch früher da
13.05.2009 - 15:16 Uhr
und lässt nichts übrig für Lyxen.
U.R.ban
13.05.2009 - 15:19 Uhr
Nunja, er spricht ja nicht von Zwangsmaßnahmen sondern von Aufklärungsbedarf, und da hat er durchaus Recht.
Heilbutt
13.05.2009 - 15:22 Uhr
Um eine unkontrollierbare Vermehrung von Asis zu verhindern ist jede Maßnahme dagegen angebracht.
Gegen nicht artgerechte Subjekte muss man künftig viel härter vorgehen, sie sind gefährlicher als jeder Virus und eine dauerhafte Gefahr für jede Gesellschaft.
Mixtape
13.05.2009 - 15:29 Uhr
Erinnert mich an die doofe Gloria und ihr "Der Schwarze schnackselt halt gern".
Hannah Honigkuchen
13.05.2009 - 15:29 Uhr
Also, erstens ist es einfach schonmal so das Familien innerhalb D-Lands durch Kinder nicht an Lebensstandard (ganz plump gemessen in: Kapital) gewinnen, sondern verlieren! Alles andere zu behaupten ist unverschämt, es nicht zu wissen und trotzdem von diesem "Standpunkt" aus so einen Scheiss zu verzapfen ist dumm.

Provokation, das ist ihm gelungen. Auf diesem Niveau allerdings alles andere als eine Kunst. Und welche Gesellschaft von IHM provoziert werden will, ist mir auch absolut schleierhaft.
Ganz einfach
13.05.2009 - 15:32 Uhr
Für jugendliche Asoziale brauchen wir nur Boot-Camps
Hannah Honigkuchen
13.05.2009 - 15:34 Uhr
Und schon alles voller Trolls :)
noch einfacher
13.05.2009 - 15:37 Uhr
Für jugendliche Asoziale brauchen wir nur Boot-Camps

Oder mal wieder einen ordentlich Krieg.
manassas
13.05.2009 - 15:43 Uhr
Ganz davon abgesehen, dass es eine ganze Menge Familien gibt, die mit ihren Kindern komplett überfordert sind und die Zahl der zu jungen (unter 20 J.) Mütter steigt, kann man durch Kinder kaum seinen Lebensstandard verbessern. Dafür ist unsere gesellschaft zu wenig kinderfreundlich. Geld allein machts nicht.
DDing
13.05.2009 - 15:46 Uhr
Schonmal dran gedacht, dass man die Eltern, die überfordert sind, auch einfach mal ordentlich betreuen, schulen oder sonstwas könnte (was z.B. im Einklang mit einem flächendeckenden Angebot an Krippenplätzen und einem kostenlosen, überall verfügbaren Kindergartenangebot gefördert werden könnte), anstatt so einen Bullshit zu verzapfen?
ßtefan
13.05.2009 - 15:50 Uhr
Also von Türken (natürlich nicht alle, wahrscheinlich auch nicht die Mehrheit) kenne ich das. Eine Großfamilie strategisch clever zu ernähren kostet pro Einheit 2-3 Euro/Tag, dafür agieren sie mit einem angeborenen Instinkt echt phantasievoll. Kassiert das Oberhaupt Hartz4, Kindergeld und arbeitet im Netzwerk seiner Landsleute schwarz, kommt da ein ganz erklägliches monatliches Sümmchen zusammen.
fuff
13.05.2009 - 15:59 Uhr
Ja, siehst du, die wissen eben, wie man sich um die Nachkommen kümmert, da umgeht man auch mal die Schikanen des Staates, deren Kinder findet man deswegen auch seltener im Müll und/oder Tiefkühltruhe.
Hupfi
13.05.2009 - 16:09 Uhr
Bei vielen unterschichtigen Eltern führt leider keine Art von Betreuung zu einem positiven Wandel. Die sind dazu viel zu kaputt. Was denen hilft ist Kohle für Zigs und Alohol. Man kann Armut nicht pauschalisieren und versuchen sie mit Betreuungsmethoden zu verbessern.
Ihr müßt euch mal mit so ganz fertigen Menschen näher beschäftigen, ihren Alltag studieren, ihre Werte und ihr geistiges Niveau analysieren. Glaubt mir, wirklich sogenannten Asozialen ist pädagogisch nichts wirksam entgegenzusetzen.
Vermutung
13.05.2009 - 16:13 Uhr
Mit den unterschichtigen, viel zu kaputten sind sicherlich RTL-Glotzer gemeint
ahahaha
13.05.2009 - 16:26 Uhr
Ihr müßt euch mal mit so ganz fertigen Menschen näher beschäftigen...

Wenn man deinen Müll so liest, scheinst du selbst einer von "diesen so ganz fertigen Menschen" zu sein. Sämtliche Sätze sind absolut Schrott oder zumindest verlogen bis zum geht nicht mehr. :-)

Aber schon beim Thread-Titel fängt das Elend an. Meine Güte...
Hannah Honigkuchen
13.05.2009 - 16:27 Uhr
Hupfi, wenn du dich mit entsprechenden Menschen (vernünftig) auseinandergesetzt hättest, wüsstest du, das man erstens nicht von Schicht sondern von Milieu spricht, und zweitens kein Mensch "asozial" sein kann (jede Form der Zwischenmenschlichkeit ist sozial), sondern allenfalls dissozial. Und um die Methoden zur möglichen Behandlung/Betreuung dissozialer Menschen kümmern sich ganze Wissenschaftszweige. diese sind aber zugegebenermaßen noch nicht so alt und dementsprechend ist da noch viel Luft nach oben. Und genau da sind wir wieder bei der kinderfeindlichen Struktur unserer Gesellschaft: ohne überhaupt auf die Wurzel des Übels eingehen zu wollen (wenn er da von eigenschaften spricht, da kringeln sich die Zehnägel!), kann man doch sagen, dass der Thilo keine Ahnung hat von dem Thema das er da beackert. Fakt ist auf jeden Fall Kinder kosten, und wenn man hier was am System drehen will, dann doch bitte in Richtung Bildung/Betreueng. Gerade für die Kinder.



Hupfi
13.05.2009 - 16:29 Uhr
Mein lieber ahahaha, leider scheinst du auch zu diesem von mir beschriebenem Kreis dieser Menschen zu gehören. Klar, dass sie sich selbst nicht erkennen und begreifen.
stativision
13.05.2009 - 16:38 Uhr
bildung und kinderbetreuung kann kindern helfen, aber leider keine überforderten eltern ersetzen. elternführerschein ist in der theorie schon eine prima sache... zum thema kinder als wohlstandsverbesserung: ein problem ist es tatsächlich, dass hartzIV-empfänger (auf dauer) pro kind im verhältnis mehr bekommen als berufstätige.
ahahaha
13.05.2009 - 16:41 Uhr
Null Substanz, lieber Hupfi, null. Dazu noch völlig realitätsfremd. Was Hannah schreibt, gefällt mir aber. Endlich mal jemand, der nicht einfach alle in den imaginären Sack wirft und munter drauf losprügelt.
The MACHINA of God
13.05.2009 - 16:43 Uhr
Genau. Warum nicht gleich Zwangssterilisation für alle Hartz-IV-Empfänger, oder Kohle weg?
Oder warum nicht gleich Euthanasie?


Ach komm. Das dazu:

Nunja, er spricht ja nicht von Zwangsmaßnahmen sondern von Aufklärungsbedarf, und da hat er durchaus Recht.

Schonmal dran gedacht, dass man die Eltern, die überfordert sind, auch einfach mal ordentlich betreuen, schulen oder sonstwas könnte (was z.B. im Einklang mit einem flächendeckenden Angebot an Krippenplätzen und einem kostenlosen, überall verfügbaren Kindergartenangebot gefördert werden könnte), anstatt so einen Bullshit zu verzapfen?


Sicherlich ist eine Betreuung danach erforderlich, um die Überforderung abzudämpfen. Nichtsdestotrotz ist das dann nur Kompensation. Und ab und zu wäre ein wenig Vorrausdenken bei Menschen auch angemessen, anstatt danach rumzuheulen, dass man nicht genügend unterstützt wird. Und ich rede hier ja auch nicht unbedingt von Müttern, deren Kindesvater einfach abgehauen ist und die parallel noch arbeiten gehen. Es geht mir in gewisser Weise um die Familien, die sowieso schon am Existenzminimum leben, offensichtlich von der gegenwärtigen Kinderzahl schon überfordert sind und trotzdem ohne Sinn und Verstand weitermachen. Und vom finanziellen Aspekt mal ganz abgesehen... man sieht einfach zu oft Menschen mit ihren Kindern derart umgehen, dass man sich schon wünscht, sie hätten mal darüber nachgedacht, bevor sie etwas ins Leben setzen, was ein Leben lang von ihrer Erziehung "leben" wird.
Hannah Honigkuchen
13.05.2009 - 16:46 Uhr
Wie meinst du bitte im Verhältnis? Na klar is das bisschen Kindergeld für einen Harz$ Empfänger relativ viel Geld, wenn es für einen "Normalverdiener" mit Bezug zum einkommen eben "weniger" ist. Aber an den absoluten Zahlen des Kindergeldes ändert sich durch den Beschäftigungsstautus meines wissens nichts.

Nur mal so ne Frage an hannah
13.05.2009 - 16:49 Uhr
Fakt ist auf jeden Fall Kinder kosten

Ja aber da die betroffenen ja eh kein eigenes Geld oder gar Kapital haben, kostet es eben der Gesellschaft Geld. Und wenn dieses Geld dann nur zu Teilen für das Wohl des Kindes und zum anderen Teil für die Eltern eingesetzt wird, dann hat der Herr Sarrazin ja vielleicht in Teilen recht ?
Hannah Honigkuchen
13.05.2009 - 17:03 Uhr
Moment, immer langsam. Das es Menschen gibt, die Kinder zeugen und gebähren, und diese dann verwarlosen lassen bzw. nicht fähig/willens sind eine verantwortungsvolle Elternrolle einzunehmen, und ihnen wie Machina da schon angemerkt hat ein "böses Päckchen" mit auf den Lebensweg zu geben, ist wohl richtig. Das ist sehr traurig. die Konsequenz darf aber kein fehlerhafter Repräsentationsschluss alla a-priori Verurteilung aller Menschen sein, die da in Thilos Raster fallen.
Aufgrund dieses fehlerhaften Representationsschlusses soziale Güter weg von Bedürftigen lenken zu wollen, ist idiotisch.
GRFZFZ
13.05.2009 - 17:06 Uhr
Herr Sarrazin provoziert gerne. Das darf er von mir aus auch. Ist mir lieber als diese Gutmenschen, die ihre wahre Meinung immer nur verstecken.

Allerdings: lest mal das Spiegel Online Forum zu besagtem Artikel durch. Da sind jetzt ganz ganz viele Sozialdarwinisten unterwegs. Zieht euch warm an... bald muss die Gesellschaft mal wieder "gereinigt" werden... oder es heißt vielleicht auch bald wieder "jeder gegen jeden".
knobo
13.05.2009 - 17:10 Uhr
krass ist allerdings schon das man ein öffentlich zertifiziertes zertifikat mit pingeliger prüfung für viel geld machen muss um ein kraftfahrzeug lenken zu dürfen aber wenn man sich kinder halten will interessiert es niemanden.
und das in dieser gesellschaft die falschen die kinder bekommen ist ja ein offenes geheimnis aber leider tabu.


Patte
13.05.2009 - 17:12 Uhr
DDing
13.05.2009 - 15:46 Uhr
Schonmal dran gedacht, dass man die Eltern, die überfordert sind, auch einfach mal ordentlich betreuen, schulen oder sonstwas könnte (was z.B. im Einklang mit einem flächendeckenden Angebot an Krippenplätzen und einem kostenlosen, überall verfügbaren Kindergartenangebot gefördert werden könnte), anstatt so einen Bullshit zu verzapfen?


Sehe ich auch so.

Hat jemand kürzlich die Zigeuner-Doku (Sinti und Roma in Osteuropa) auf arte angeschaut? Dort kam irgendwann auch der Punkt auf Familien, die sich Unmengen an Kindern anschaffen, obwohl sie es sich theoretisch nicht "leisten" könnten, in all dem Elend. Aber was ist die Konsequenz daraus? Verbieten? Dann sind wir ganz schnell wieder beim Selektieren (wer darf wieviel Kinder haben usw., Elitenbildung) oder schlimmstenfalls Sterilisieren. Das kann es auf keinen Fall sein. Ich jedenfalls möchte niemandem vorschreiben, wieviel und wann er Kinder machen möchte, selbst wenn ich bei Einzelfällen mit dem Kopf schüttle.

Was man aber tun kann:
Man muss die Rahmenbedingungen ändern, das gesellschaftliche Klima sollte wieder dahin gehen, dass Mütter/Väter besser geachtet und besser finanziell und zeitlich(! Jobeinstieg/-ausstieg usw.) unterstützt werden und Eltern den Wert ihres Kindes schätzen (ja, ich weiß, das ist schwierig zu händeln, man kann sowas ja nicht bei jedem aufpropfen, aber ihr wisst schon, was ich meine;-)), dazu gehört auch Fehler zu machen (machen zu dürfen) und genügend Zeit zu besitzen, sie zu überdenken und dann zu korrigieren.

Nicht an den Symptomen herumdoktern, sondern an den Ursachen, Herr "Sollen sie doch Kuchen essen, wenn sie hungern" Sarrazin.
knobo
13.05.2009 - 17:13 Uhr
allerdings ist die taktik der politik in zeiten wie diesen immer die ablenkung des volkes, die unteren und mittleren schichten sollen sich gegenseitig zerfleischen und mit sich untereinander beschäftigen als sich gegen die obrigkeit und den weitaus größeren mißständen dort aufzulehnen. und es gelingt den oberen immer wieder und keiner merkts.
Dr. Dümmlich
13.05.2009 - 17:14 Uhr
Richtig, ein staatliches Zuchtprogramm ist notwendig, um den Genmüll von der Fortpflanzung auszuschließen, sie beschmutzen mit ihrem minderwertigen Dasein nur den Volkskörpe... ach moment, das ist die falsche Kassette, ich habs gleich..
Piepi
13.05.2009 - 17:14 Uhr
Und wieder einmal wird das x-te Hartz-IV Empfänger Klischee durch das Dorf gejagt...
Sorry, aber wieviele Akademiker und Unternehmer sind totale Versager als Eltern, die ihren Bälgern alles vorsetzen, was diese wollen? Da schreit keiner nach Aufklärung.
Patte
13.05.2009 - 17:15 Uhr
@knobo:
"krass ist allerdings schon das man ein öffentlich zertifiziertes zertifikat mit pingeliger prüfung für viel geld machen muss um ein kraftfahrzeug lenken zu dürfen aber wenn man sich kinder halten will interessiert es niemanden."

Du bist Auto! Was für ein Vergleich...

The MACHINA of God
13.05.2009 - 17:18 Uhr
Man muss die Rahmenbedingungen ändern, das gesellschaftliche Klima sollte wieder dahin gehen, dass Mütter/Väter besser geachtet und besser finanziell und zeitlich(! Jobeinstieg/-ausstieg usw.) unterstützt werden

Nun ja... zum Thema geachtet. Ich glaube nicht, dass Mütter udn Väter zur Zeit nciht geachtet werden. Kritisch wird es erst ab mehr als 3 Kindern... und das kommt nun mal auch zum großen Teil daher, dass neben einem guten Anteil an funktionierenden Großfamilien eben auch ein ordentliche Anzahl sogenannter "Assi-Familien" existiert und das dadurch sozusagen ein wenig zum Klischee der Großfamilie geraten ist.

Ich persönlich bin einfach der Meinung, dass nicht jeder Mensch dazu geboren ist, Vater/Mutter zu sein. Das ist ganz unabhängig von Bildung, finanzieller Sicherung und Intelligenz. Allersings muss ich auch dazu sagen, dass "gebildetere" Menschen scheinbar eher das Reflexionsvermögen haben, dieses auch (vorher) zu erkennen. (Das gleiche gilt auch für die Vorraussicht in finanzieller Hinsicht)

DDing
13.05.2009 - 17:25 Uhr
Sicherlich ist eine Betreuung danach erforderlich, um die Überforderung abzudämpfen. Nichtsdestotrotz ist das dann nur Kompensation.

Ich meine damit auch, dass Eltern quasi "über ihre Kinder" Bildung in Bezug auf Erziehung erfahren. Ganz blöd gesagt: Wenn ich ein totaler Schwachmat bin und wirklich vorne und hinten nicht weiß, wie ich mit dem Kind fertig werden soll, aber immerhin weiß, dass ich es mit einem Jahr zu einer Kinderkrippe bringen kann, dann hab ich da auch Anlaufstellen, um mich selber zu informieren.
Also über die Kinder an die Eltern ran. Das funktioniert einfach am besten.
The MACHINA of God
13.05.2009 - 17:46 Uhr
Vollkommen richtig.
Und trotzdem ist Aufklärung im vorhinein auch wichtig. Dass manchen Menschen mal vorher klar gemacht wird, dass Kinder bekommen mehr bedeutet als dass was manche scheinbar meinen. Ganz blöd gesagt: Wenn ich ein totaler Schwachmat bin und wirklich vorne und hinten nicht weiß, wie ich mit dem Kind fertig werden soll, sollte mir das vielleicht auch mal bewusst gemacht werden.
Denn vielleicht ist bei vielen im Nachhinein noch "was zu retten", aber ist die Frage, ob man an alle Eltern über die Kinder rankommt.
manassas
13.05.2009 - 18:13 Uhr
Es gilt allerdings auch in Deu zunehmend die Regel, je geringer der Bildungsstand, desto mehr Kinder, siehe Entwicklungsländer.
Wenn Bildungs- UND Lebensstandard steigen, sinkt die Kinderzahl fast automatisch.
@manassas
13.05.2009 - 18:14 Uhr
für frankreich trifft deine these nicht zu. ebenso wenig für die skandinavischen länder und nu?
Florian
13.05.2009 - 18:15 Uhr
knobos posting von 17:13 bringts auf den punkt und hier wird munter weiterdiskutiert.
@Florian
13.05.2009 - 18:19 Uhr
erstens, sehe ich mich weder als untere noch mittlere schicht, da ich eher bourdieu nachhänge oder einer funktionalen differenzierung und zweitens, sieht zerfleischen ebenso anders aus. drittens neige ich nicht dazu, intendiertes zu übernehmen.
Florian
13.05.2009 - 18:24 Uhr
@@Florian: raventhird bist du´s?
manassas
13.05.2009 - 18:25 Uhr
Ich rede nicht von 2- oder 3-Kindfamilien, sondern echten Grossfamilien.
Fra mit starkem arabischen Bevölkerungsanteil hat das gleiche Problem.
Und in Skandinavien ist man, was Familien betrifft, weiter als hier.
Der Verbesserung der von mir angesprochenen Faktoren heisst ja nicht, dass man sich 6 oder 7 Kinder "anschafft", nur weil die sozialen Verhältnisse stimmen, sondern dass z.B. eine fünfköpfige Familie gut über die Runden kommt.

@Florian:
Tja, die RAF gibt's nicht mehr und wir Deutschen taugen wohl nicht als Revolutionäre.
abgefrühstückt
13.05.2009 - 18:28 Uhr
Hannah Honigkuchen (13.05.2009 - 15:12 Uhr) hat alles sagenswerte gesagt.
stativision
13.05.2009 - 18:46 Uhr
@hannah honigkuchen:

HartzIV-Empfänger mit Kindern bekommen das gleiche Kindergeld wie alle anderen, richtig. Dazu bekommt aber jedes Kind auch nochmal einen Teil (glaube momentan 60%, das war aber mal vor Gericht) des HartzIV-Satzes - über das die Kinder natürlich nicht verfügen können. Im Prinzip ja korrekt, nur meine ich das mit "Im Verhältnis" mehr Geld als Berufstätige. Und nicht nur ich glaube, dass von zusätzlichen Geld nicht in jedem Falle nur die Kinder profitieren.
@statvision
13.05.2009 - 19:53 Uhr
wenn es wirklich zusätzliches Geld gäbe, würde mich die Quelle interessieren, für mich nämlich absolut neu.
Wenn du "im Verhältnis" nur das Kindergeld relativ am sonstigen "Einkommen" meinst, war das menschenverachtender Schwachsinn.
Hannah Honigkuchen
13.05.2009 - 20:20 Uhr
@@stativision: die Aussage von stativision macht auf mich keinen menschenverachtenden Eindruck. Ich glaube eher, das er (stativision) sich die ökonomischen Zustande von Harz4 abhängigen Familien etwas falsch vorstellt. Mit so wenig Kröten is nämlich in Deutschland kein Zuckerschlecken und auch kein besonders erstrebenswerter ökonomischer Zustand (Meine Einschätzung).

@stativision:
Du hast absolut recht wenn du sagst, überforderte Eltern können nur sehr schwer, wenn überhaupt, durch soziale Hilfsgüter (sei es finanziell, sei es immateriell...) "ersetzt" werden.

Aber: der finanzielle Faktor ist essentiell. Erst kommt das fressen, dann die Moral. Kinder und jugendliche in Armut geraten durch Armut leicht in eine schlimme Spirale. Armut sorgt nicht nur dafür, das man mal den Pulli vom großen Bruder anziehen muss oder nicht die neueste Konsole zum Purzeltag bekommt, sie hat viel weitreichendere negative soziale Folgen. Man sehe sich nur mal Statistiken zum Thema "Bildungsaufsteiger" an.

Zurück zur Kohle :P
Bedürftige Eltern (von nun notwendigerweise ebenfalls) bedürftigen Kindern können jeden Cent gebrauchen. Primär natürlich um es zugunsten ihrer Kinder zu verwalten. Hier ist es wieder wichtig keinen fehlerhaften Representationsschluss zu ziehen: Schwarze Schaafe, die ihre Kinder um ihre zuschüsse, ihre Kindheit und oft ihre Zukunft prellen sind wohl (hoffentlich) nicht die Regel.

Gebt denen etwas zum leben die es brauchen. Und die brauchens.
Junkbondtrader
13.05.2009 - 20:32 Uhr
@@stativision

natürlich kriegt ne Großfamilie mehr Hartz IV Geld als ein Single im Falle von Arbeitslosigkeit. Für jedes Kind gibt es einen bestimmten Prozentanteil des Regelsatzes zusätzlich ausgezahlt und auch das Wohngeld wird erhöht. Als Quelle schau mal das Sozialgesetzbuch II oder III, da müsste dies stehen. Diese zusätlichen Leistungen sind logischerweise nötig, da arbeitslose Großfamilien einen höheren Lebensbedarf als Singles haben. Problematisch ist aber, dass dadurch das Lohnabstandsgebot häufig verletzt wird. Das bedeutet bei mehreren Kindern wird es für Leute mit geringem Bildungsabschluss schwer, den Nettoverdienst, den die staatlichen Transfers liefern, mit einem regulären Job erzielen zu können. Dementsprechend sind die Arbeitsanreize für solche Personen recht gering, da die Transferentzugsraten bei Annahme von Arbeit sehr hoch sind.
knobo
13.05.2009 - 21:38 Uhr
kindergeld wird übrigens vom hartz4 satz der kinder abgezogen (rechnung für ein unter 14 jahre altes kind: 218 Euro Sozialgeld minus 164 Euro Kindergeld = Auszahlbetrag Hartz4 für das Kind). kenn nen yuppie in meinem studiengang der das an nem samstagabend im club zwischen elf und halb zwölf ausgibt.

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