Serie: Breaking Bad

User Beitrag
Unglaublich, aber wahr: Walter White = Heisenberg
09.01.2016 - 23:24 Uhr
ACHTUNG SPOILER +++ ACHTUNG SPOILER +++ ACHTUNG SPOILER





Staffel 5, Folge "Blood Money"

Alter, da fiebert man die ganze Serie hindurch mit, dass Hank nicht drauf kommt, was Walter so treibt. Und es ist unglaublich, wie oft er ihm durch die Finger gleitet. Obwohl der Dramaturg in einem flüstert, dass es auf jeden Fall zu dieser Aufdeckung kommen muss, weil kein Drehbuchautor der Welt diesen Spannungsmoment auslassen wird. Und wenn es dann irgendwann tatsächlich so weit ist, hat sich Walter bereits zu solch einem Arschloch entwickelt, dass man es ihm so richtig gönnt, dass Hank ordentlich auf sein eiskaltes Lügenmaul draufhaut. Mit diesem Umstand hätte ich nicht gerechnet. Krass.







SPOILER ENDE +++ SPOILER ENDE +++ SPOILER ENDE

Mister X

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28.03.2016 - 00:48 Uhr
ich gucke die serie wieder durch. es hat sich nichts in meinem empfinden geaendert. fuer mich die besten drehbuecher und die besten schauspielerischen performances aller zeiten. bezogen auf serie UND FILM. besser geht unterhaltung/tv einfach nicht. wirklich jede folge und auch wirklich jede szene zieht einen in einen bann, aus dem man nicht mehr heraus kommt. manchmal wuerde ich am libsten pausieren und das gesehene sacken lassen. was vince gilligan und JEDER einzelne darsteller hier geleistet und vollbracht haben, hat es vorher noch nicht gegeben. alles so perfekt inszeniert und klug miteinander verknuepft.

ich glaube kaum dass da fuer mich noch etwas herankommen kann. muss auch sagen dass es mehr als respektlos war dass die serie nicht jedes jahr in dessem bestehen alle emmys bekommen hat, fuer die sie nominiert war.

MopedTobias

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28.03.2016 - 11:02 Uhr
Irgendwie süß, dass du das so extrem feierst, aber ich selbst kann leider keinen deiner Superlative nachvollziehen^^
guidi
28.03.2016 - 12:12 Uhr
das ist vollkommen okay. da du "^^" benutzt greift die vermutung, dass du ein schwachkopf bist.

MopedTobias

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28.03.2016 - 15:10 Uhr
das ist vollkommen okay. da du mit sinnlosen pseudo-anschuldigungen ankommst greift die vermutung, dass du ein eingeschnappter fanboy bist.

^^

Blackest Bile

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04.04.2016 - 20:45 Uhr
Bei Amazon gibt es zu der DVD-Komplett-Box mit allen Staffeln leider reihenweise Berichte, dass DVDs häufig von minderer Qualität und teilweise nicht abspielbar sein sollen.

Hat damit hier vielleicht jemand Erfahrungen gemacht?
Zugezogener
05.04.2016 - 00:03 Uhr
Hab die DVDs einzeln gekauft und hatte zu keinem Zeitpunkt Probleme. Ein Freund von mir hat allerdings die Box und sich über mindere Bild- und Tonqualität beschwert, was ich bei meinen DVDs nicht nachvollziehen konnte.
guidi
05.04.2016 - 00:15 Uhr
MopedTobias
User

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28.03.2016 - 15:10 Uhr
das ist vollkommen okay. da du mit sinnlosen pseudo-anschuldigungen ankommst greift die vermutung, dass du ein eingeschnappter fanboy bist.

^^


da muss ich dich leider enttäuschen, ich bin irgendwann gegen ende ausgestiegen. habe aber vor - sollte mich die lust noch einmal erwischen - die serie zu ende zu gucken.

ich lese deine beiträge eigentlich ganz gerne und stimme auch oft mit deinem filmgeschmack überein, nur weiß ich nicht was diese trotzige antwort deinerseits hier soll. etwas mehr standfestigkeit würde dir gut tun - und gleichsam etwas weniger "^^" (um nochmal den bogen zu meinen "sinnlosen pseudo-anschuldigungen" zu spannen)

MopedTobias

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05.04.2016 - 11:49 Uhr
Bitte was? Du bezeichnest mich unbegründet als "Schwachkopf" und wunderst dich dann über eine "trotzige" Antwort?

Blackest Bile

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05.04.2016 - 12:38 Uhr
@Zugezogener: Danke für die Antwort, auf Amazon konnte ich auch keinen Hinweis darauf finden, dass bei den Einzel-DVDs irgendetwas nicht in Ordnung ist, nur bei der (oder eher: den) Boxen. Dann müssen wohl die einzelnen Staffel-Boxen her.

keenan

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06.12.2017 - 11:03 Uhr
Serie nun zum zweiten Mal durch, Meinung unverändert. 8/10

Insgesamt eine fast herausragende Serie, mit lediglich einer schwächeren/überflüssigen Folge (die mit der Fliege). Unstimmigkeiten, Ungereimtheiten, Haare in der Suppe gibts nur sehr wenige (VORSICHT SPOILER!) Leider kommen die meisten in den letzten Folgen vor, was für mich die Wertung etwas herabsetzt. Hinzu kommt, dass mir persönlich der Ablauf der letzten Episoden nicht so zugesagt hat:
- als Mike einmal alleine einen Kühltransport begleitet und dieser überfallen wird, kann er die beiden Männer des Überfalls ausschalten. Öffnet anschließend die Tür und geht völlig entspannt und unvorsichtig hinaus. Woher weiß er denn, dass es nicht noch weitere gibt, wie z.b. beim folgenden Überfall gezeigt?
- die Teppichmesserszene war wirklich abscheulich, warum musste es so deutlich gezeigt werden, ist mir schleierhaft und wirkte völlig deplatziert in der Serie. Allein dafür wäre ein FSK 18 schon gerechtfertigt gewesen.
- das Hector Salamanca sich dazu bereit erklärt, sich mit einem Selbstmordanschlag an Gus zu rächen wirkt ziemlich unglaubwürdig. Da hätte ich es besser gefunden, wenn es Walter mit der Autobombe geglückt wäre.
- als Hank, Gomez und Jesse in die Wüste fahren und Walter übers Handy geortet haben um den Standort seinen Geldes zu finden und ihn zu schnappen, warum nehmen sie nie Kontakt mit irgendjemand anderen auf, spätestens als sie Walter sichten, ganz zu schweigen als sie ihn festnehmen? Hank ruft zuerst in aller Ruhe seine Frau Marie an?! Im Ernst? Unglaubwürdig, so unvorsichtig würde kein Mensch, schon gar kein DEA Agent vor Allem in dieser Situation handeln.
- wieso kommt Onkel Jack´s Trupp trotz deutlich klarer Absage von Walter trotzdem zum Ort des Geschehens?
- warum lässt Onkel Jack nachdem er Hank hingerichtet hat, Walter am Leben und schenkt ihm auch noch ein Fass Geld? Ergibt null Sinn.
- warum versucht Onkel Jack´s Gang nicht auch Marie umzubringen oder ihr zu drohen so wie Skyler?
- welchen Sinn ergibt es, dass Todd vor den Augen von Jesse seine Freundin hinrichtet? So haben sie ja eigentlich gar kein Druckmittel mehr bzw. hätte Jesse bestimmt keinen Anreiz mehr weiter zu kochen. Nein den Sohn zähle ich nicht dazu! Zumal es ziemlich unglaubwürdig wirkt, dass Andrea einen fremden einfach ins Haus lässt bzw. einfach raus geht um zu schauen ob Jesse im Auto sitzt, während sie ihren kleinen Sohn bei offener Tür im Haus lässt.
- warum erschießt Jesse Walter nicht in den letzten Szenen der Serie, nach all den Ereignissen bzw. woran erkennt er dass die Schussverletzung bei Walter tödlich ist, was ja scheinbar der Grund ist seines Umdenkens?
Was ich ebenfalls ein wenig schade fand, ist das mir die Charaktere der gesamten Onkel Jack´s Bande zu stereotypenhaft waren, zu wenig Hintergrundwissen über diese vermittelt wurde, was deren Handlungen verständlich gemacht hätte. Und vor Allem, dass die Truppe quasi aus dem Nichts in so kurzer Zeit die völlige Oberhand übernimmt.
Kann es sein, dass die Darstellerin der Skyler White während der dritten Staffel tatsächlich schwanger war, also quasi nachdem sie innerhalb der Serie ihr Baby bekommen hat? Das fiel nämlich deutlich auf meiner Meinung nach, besonders, als sie von der einen auf die anderen Folge einen enormen Gewichtsverlust hatte.



@Vorposter
06.12.2017 - 11:13 Uhr
Ist halt so. Deal with it!
Aza Lee
06.12.2017 - 11:14 Uhr
Habe die Serie bis heuer vor mir hergeschoben, und kürzlich nach der 2. Staffel abgebrochen.
Scheint alles eine endlose Wiederholung des immergleichen Schemas zu sein. Einer hat ne Idee, stümpert bei der Ausführung, Problemlösung ist Gewalt. Nach jedem Loop eine kleine Steigerung der Intensität. Alle nerven sich hier ständig nur gegenseitig an. Ist wie bei Shameless.
Irgendwann habe ich mich gefragt, warum ich mir das weiterhin antun soll. Ist je eh alles an den Haaren herbeigezogen.
Vielleicht schau ich irgendwannn mal weiter, aber nicht so bald. Kann mit dem ganzen Serienscheiss nix mehr anfangen.
Aza Lee
06.12.2017 - 12:03 Uhr
PS: Bin Ösi aka geistig behindert.
Aza Lee, echt
06.12.2017 - 12:24 Uhr
Da ist was dran.
Meine Theorie ist, die tun was ins Trinkwasser. Anders kann ich mir diese zunehmende allgemeine Dummheit nicht erklären.

The MACHINA of God

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07.12.2017 - 23:21 Uhr
Schau es gerade ein zweites Mal, aber irgendwie packt es mich nicht. Ist entgegen Serien wie "The Wire" und "Sopranos" leider eine, die nicht mehrmals zielt. Man weiß halt wie alles läuft, es gibt zu wenig Ambivalenzen, Graustufen und ähnliches. Dazu langweilen die ganzen Familienszenen massiv. Und Skyler war schon beim ersten Mal kaum erträglich. Mal schauen, ob ich bei der 3. Staffel noch weiterschaue. Immerhin kommt jetzt der interessanteste Bösewicht.

The MACHINA of God

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07.12.2017 - 23:21 Uhr
*zieht statt zielt

derdiedas

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07.12.2017 - 23:54 Uhr
Hab die Serie in den letzten zwei Jahren nach und nach zum ersten Mal durchgeschaut und kam am Ende mit einem eher zwiespältigen Fazit raus. Ohne Frage absolut großartige Charakterdarstellungen, aber die Handlung dreht sich gerade im Mittelteil sehr lange nur im Kreis. Es gibt immer einen neuen Feind, die ganze Drogenoperation wird immer größer, aber am Prinzip verändert sich eigentlich kaum was. Wendungen, die das ganze aufmischen könnten haben kaum Auswirkungen (Skylars Entdeckung) oder geschehen viel zu spät und werden dann im Schnelldurchlauf abgehandelt (Hanks Entdeckung).

Das Grundproblem ist der große Fokus auf Walt. Am Anfang haben sich die Schreiber bemüht, seine Familie möglichst unsympathisch zu gestalten (mit Ausnahme von Walt Jr), um Walts Wunsch, da auszubrechen halbwegs nachvollziehbar zu machen. Das funktioniert, aber leider kommen sie aus der Nummer nicht mehr raus. Hank und Skylar werden zwar komplexer, aber nicht wirklich sympathischer und irgendwann fragt man sich, warum man sich das alles eigentlich antut wenn man alle Figuren hasst. Und mit Eddie wird leider die beste Figur der Serie gerade in den letzten Staffeln sträflich vernachlässigt. Trotzdem bleibt die Dynamik zwischen ihm und Walt großartig und macht die Serie trotz Mankos immer noch sehr sehenswert.
Badger
08.12.2017 - 01:52 Uhr
@derdiedas

Wen meinst du mit Eddie? Er hier?

http://breakingbad.wikia.com/wiki/Ed

Ansonsten würde ich dem meisten zustimmen, was du schreibst.

Und würde ich die Serie noch ein zweites Mal schauen wollen, würde es mir wohl wie MACHINA gehen. War beim ersten Mal begeistert. Die Familienszenen fand ich schon beim ersten Mal etwas langatmig, aber man konnte es kammerspielmäßig gelten lassen, da es schon interessant war, wie sich die Dynamik in der Familie so entwickelt.

Stimmt, eigentlich kaum sympathische Figuren in der Serie. Ironischerweise ist Mike Ehrmantraut fast noch am sympathischsten. Skyler ist leider wirklich irgendwie ein misslungener Charakter. Ihr Charakter ist irgendwo zwischen armer Ehefrau und Gangsterbraut angelegt, eigentlich soll sie sogar an Carmela Soprano angelehnt sein, doch irgendwie funktioniert das nicht so recht.
Badger
08.12.2017 - 02:32 Uhr
Die Frau von Hank ist allerdings noch schlimmer. :) Aber stimmt schon, so dermaßen ätzende weibliche Charaktere hat man selten gesehen. Man fragt sich schon, inwieweit das Konzept ist und inwieweit das eine Eigendynamik genommen hat.

derdiedas

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08.12.2017 - 06:51 Uhr
Argh, Jesse meine ich natürlich. Bin wohl gerade noch gedanklich in King's Dunklem Turm. Die Figuren sind sich aber auch ähnlich (am Anfang), und nicht nur wegen ihrer Suchtgeschichten

dreckskerl

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08.12.2017 - 09:13 Uhr
Da hat sich doch tatsächlich off topic, gehörte ja eher in den BB Thread, ein Fast Bashing der nicht nur meiner nach besten Serie ever formiert.

Angefangen bei keenan, der Fragen über Fragen hat, die sich mir nicht stellen, da sie sich durch Dramarturgie, bzw. Charakterzeichnung von selbst erklären.

Mir persönlich unverständlich sind die Darstellungen "massiv langweiliger Familienszenen", ausschliesslich unsympathische Figuren, dreht sich zu sehr um Walt, Skyler ist ja so ätzend...
etc.

Dann ist es halt nicht eure Serie oder habt es nicht verstanden oder nicht die Geduld, sich auf das langsame Erzähltempo einzulassen, dass ja eben das Besondere der Serie ausmacht.

dreckskerl

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08.12.2017 - 09:22 Uhr
Sorry ist natürlich nicht off topic...total ausfall, dachte ich sei im serien allgemein thread

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 8797

Registriert seit 07.06.2013

08.12.2017 - 09:37 Uhr
Dann sind wir natürlich alle zu dumm für die Serie. :D
Und warum sind keenans Fragen bitte nicht relevant? Solche Dinge find ich bei Serien/Filmen wahnsinig wichtig. Und wo erklärt sich das durch Charaktere?

eigentlich soll sie sogar an Carmela Soprano angelehnt sein, doch irgendwie funktioniert das nicht so recht.
Wenn das wirklich so sein sollte, haben sie gnadenlos versagt. Carmela ist ein so fantastisch gezeichneter Charakter.

keenan

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Registriert seit 14.06.2013

08.12.2017 - 10:32 Uhr
Ich fand Sopranos ziemlich langweilig, habe nur Staffel 1 gesehen.
Kann die Begeisterung für die Serie nicht nachvollziehen.

Mike Ehrmentraut am sympathischten??? Ein eiskalter Killer ist das, mehr nicht!
Toppt nur noch Todd und Gus.

Logik hin oder her, die Szene als Andrea durch Todd das zeitliche segnet, ist für mich wohl die heftigste im TV/Film überhaupt gewesen.

Ja und das Skyler so unerträglich ist, zeigt doch nur wie stark die schauspielerische Leistung der Darstellerin ist :-)

dreckskerl

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08.12.2017 - 10:35 Uhr
Das war natürlich Provokation.

Meinst du Skyler?
Carmela Soprano ist wunderbar gezeichnet, Skyler allerdings auch.
Die Sopranos haben einen grundsätzlich komplett anderen Ton.
So unterschiedlich, dass man beide Serien nur schwerlich vergleichen kann.

Ich sagte, die Fragen stellen sich mir nicht.
Aber gerne...

- Mike zeichnet sich dadurch aus, dass er ein enormes Gefühl dafür hat, wie die Gegenseite handeln wird. Natürlich "weiß" er, dass er entspannt rausgehen kann.
Beim foldenden Überfall reagierte die "Gegenseite" bereits darauf.-
- Es ist m.E. völlig nachvollziehbar, dass sich Hector in seinem grenzenlosem Hass auf Frings, dazu überreden lässt. Dadurch hat seine Existenz noch ein letztes Mal Macht über seinen Erzfeind
- Hank und co hatten null Anlass sich nicht sicher mitten in der Wüste zu fühlen, von Walt und seinen Beziehungen zu der Nazigang wussten sie nicht. Und zudem passt es zu Hanks Charakter sich sofort telefonisch als Held feiern lassen zu wollen und seine hysterische Ehefrau zeitnah zu beruhigen.
- Warum sollten sie nicht? Onkel Jack hatte einen Riecher, dass da was am Laufen ist, was sie nicht verpassen sollten.
- Todd hat den Wunsch Walt das Leben und eine der diversen Geldtonnen zu überlassen. Er hat mit Walt zusammengearbeitet und ihn geschätzt, passt zu Todds Charakter.
Onkel Jack kann ihm das nicht abschlagen, schließlich hätten sie ohne Todd und Walt nichts von der ganzen Kohle.
- Sie hatten kein Interesse Hank unter Druck zu setzen, der spielte in ihren Planungen doch gar keine Rolle.
- Der "Sinn" ist Jessie final zu brechen und Todds sadistischer Spaß daran Jessie zu quälen und selbstverständlich ist mit der Drohung den Kleinen auch zu töten ausreichend Druck auf Jessie...diesen Einwand verstehe ich wirklich gar nicht.
- Jessie erschießt Walt nicht, weil Walt es von ihm verlangt. Sich von Walt immer und immer wieder überzeugen zu lassen, hat ihn in seine üble Situation gebracht.
Er hat die Macht zu entscheiden es nicht zu tun. Diesmal nicht Walts Plan zu entsprechen.

Ich finde zum Beispiel den Charakter von Marie ausgezeichnet dargestellt, ihr zwanghaftes Handeln, ihr Neid auf Skyler, ihre Naivität, ihr nerviges Verhalten allgemein.
Wer das nicht spannend, witzig und überzeugend findet, sondern nur ätzend, hat halt einen anderen Film/Seriengeschmack.

Ich kann auch den Vorwurf von ausschließlich unsympatischen Figuren nicht verstehen.
Das Besondere an der Serie ist ja eben, dass es kein klares Gut und Böse gibt und das über allem stehende Thema ist eben "Breaking bad", wie ein frustrierter Chemielehrer zu einem entgrenzten Verbrecher werden kann.
Und daher liegt der Fokus natürlich auf Walt.
Aber doch auch gleichzeitig auf die Menschen die ihn umgeben.
Die Beziehungsentwicklung zwischen ihm und Jesse ist so sensationell gut geschrieben, zudem sind alle Nebenfiguren recht außergewöhnlich und höchst interessant.

Nun denn...es wird wohl deutlich, dass ich großer Fan der Serie bin.

Für mich klare Nummer eins der besten Serien, vor Sopranos und Six feet under.



dreckskerl

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08.12.2017 - 10:45 Uhr
Was ich noch nicht bemerkt habe, ist die Einzigartigkeit der Bildgestaltung und Kamerafahrten/Einstellungen.
Diese besondere Ästhetik hat es zuvor noch in keiner Serie gegeben.

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

08.12.2017 - 10:55 Uhr
ps zum Dritten, wer beim ersten Mal die Serie in deutscher Synchro gesehn hat, sollte unbedingt beim zweiten Mal das Original schauen, ggf mit Untertiteln.
Die wahre Größe der schauspielerischen Leistung insbesondere von Walt/Brian Cranston ist nur mit seiner Originalstimme nachvollziehbar.
Ganz gruselig sind auch die deutschen Stimmen von Jesse und Mike.

MopedTobias

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08.12.2017 - 11:13 Uhr
Ästhetisch find ich die Serie auch auf absolutem Topniveau, wobei Better Call Saul das nochmal übertrifft. Inhaltlich auch sehr gut, kann mich MACHINA aber weitestgehend anschließen und finde sie doch etwas überbewertet. Die Familienszenen haben die Sopranos oder Six Feet Under mit deutlich mehr Intensität und Spannung hinbekommen trotz Langsamkeit.
dadadadada
08.12.2017 - 16:49 Uhr
@machina

ja, beim zweiten mal bereits jegliche magie verloren.

letztendlich halte ich große teile der staffeln 2-4 für überflüssig, zudem enthält die serie zuviele plotholes und logikfehler, um vollends überzeugen zu können. staffeln 4-5 können teils enorm stark sein, was dann wiederum durch flache charaktere wie todds gang geschmälert wird.

Badger
09.12.2017 - 03:14 Uhr
Die berühmte Folge mit der Fliege ist allerdings nicht überflüssig, sondern hohe Kunst. :)

keenan

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Registriert seit 14.06.2013

11.12.2017 - 12:13 Uhr
@ dreckskerl

- woher weiß mike dass es nur 2 gegner sind??? das weiß er keinswegs! da könnten auch 5 oder mehr sein. das er ein gefühl dafür hat ist kein argument.

- das hector sich in die luft sprengt ist zwar dramaturgisch gut gemacht, alles andere als logisch. das hat für mich einfach nicht in die serie gepasst, die ja ansonsten sehr viel wert auf glaubhafte charaktere und handlungen legt.
ist für mich kein argument, nur weil ich jemanden hasse, dass ich mich dann selbst mit in die luft sprenge

-Äh ja genau mitten in der wüste fühlt man sich besonders sicher… auch hier leider eine handlung, welche der dramaturgie dient, aber in keinster weise nachvollziehbar ist.
Jacks bande hat ja die infos von walt bekommen, warum sollten sie etwas gegenteiliges tun? Du schließt immer nur auf die intuition und in sblaue himmel raten der charaktere. Für mich unglaubhaft!

„Sie hatten kein Interesse Hank unter Druck zu setzen, der spielte in ihren Planungen doch gar keine Rolle.“

Aso, deswegen erschießen sie ihn auch einfach so…^^
Hank ist doch „der“ meth cop überhaupt, gerade ihn unter druck zu setzen wäre sinnvoll gewesen!

-mit der tötung andrea´s ist jessie soweit gebrochen, dass er eigentlich gar nichts mehr machen würde. Außerdem wird nach dem mord an andrea der sohn ja bestimmt nicht einfach dort weiterwohnen, sondern der fall auch untersucht und der kleine in sicherheit gebracht werden. Oder glaubst du ernsthaft die jack band würden ihn überall auf der ganzen welt finden?

dreckskerl

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11.12.2017 - 15:51 Uhr
Es ist müßig über die einzelnen Punkte weiter zu diskutieren.

Ich bestehe bei Serien auch sehr auf eine logische Handlung, die ("innerhalb des jeweiligen Genres natürlich") nachvollziehbar sein muss.

In diesem Sinne hab ich die Fragen beantwortet, mich überzeugt die jeweilige Handlung, dich eher nicht.

Auf ein Beispiel, gehe ich doch noch ein.

Hector, hat seinen Hass seit Jahrzehnten geschürt, er sitzt im Rollstuhl voll mit Hass, kann nichts mehr befehlen geschweige denn aktiv tun um Rache zu üben und dann kommt der sehr überzeugende Heisenberg und unterbreitet ihm diesen Plan, in dem er die Polizei/DEA/Hank und Frings verarschen darf.
Das zum Fun und dann
ein Abtritt wo er Frings dann buchstäblich nur mit einem Finger, mit ins Jenseits zu nehmen kann. ist für Hectors ein letztes Gottesgeschenk und einer der absolut genialsten dramaturgischen Einfälle dieser Außnahmeserie.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

11.12.2017 - 16:41 Uhr
Ich versteh halt nicht, warum sie immer so als Ausnahmeserie gesehen wird. Für mich halt ne ordentlich spannende Serie. Aber wie das immer in einem Atemzug mit "The Wire", "Sopranos", "Mad men" und "Game of thrones" genannt wird, versteh ich nicht so ganz.
Für mich eher so bisschen "Dexter" in besser.

Ich bestehe bei Serien auch sehr auf eine logische Handlung, die ("innerhalb des jeweiligen Genres natürlich") nachvollziehbar sein muss.
Für mich muss es eher innerhalb der Geschichte logisch sein. Und dan kann ich einige von keenans Punkten schon verstehen.

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

11.12.2017 - 18:00 Uhr
So meinte ich das auch, dass die Logik innerhalb der Geschichte und Genre nachvollziehbar sein muss.

Gutes Beispiel, wo mir die Logiklöcher in den letzten beiden Staffeln etwas zu groß wurden, ist Game of thrones.

Es ist eine Ausnahmeserie, da sie für mich (und für viele andere) in Bezug auf Bildgestaltung, Schnitt, Drehbuch, Charakterzeichnung ausserordentlich hohes Niveau hat.
Sie hat einen ganz eigenen Stil und Humor, der zur Zeit ebenso großartig mit Better call Saul weitergeführt wird.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

11.12.2017 - 18:59 Uhr
Bildgestaltung, Schnitt, Drehbuch, Charakterzeichnung ausserordentlich hohes Niveau hat.

Hohes Niveau ok, aber außergewöhnlich? Die Bilder? Hmm. Einzelne Szenen ok. Aber meist ist das doch recht konventionell. Oder verpeil ich da was?

MopedTobias

Postings: 8488

Registriert seit 10.09.2013

12.12.2017 - 00:19 Uhr
Ach doch, visuell find ich die auch sehr speziell, könnte jetzt keine andere Serie nennen, die denselben Style wie BB/BCS hat.
bad mother
12.12.2017 - 08:37 Uhr
du verpeilst da was machina
Badger
13.12.2017 - 01:38 Uhr
Ja, das ist mir beim ersten Durchschauen auch aufgefallen. Die Kamera verweilt öfter mal für eine gewisse Zeit auf scheinbar nebensächlichen Details oder macht sonderbare Kamerafahrten. Aber alles eben sehr gelungen und stimmig. Da muss ein guter Kameramann am Start gewesen sein. Oder die eine Folge, die mit den mexikanischen Musikern beginnt, die den "Heisenberg"-Song spielen, als Beispiel, sind locker mal mehrere Minuten, bevor überhaupt in die eigentliche Handlung eingestiegen wird.

keenan

Postings: 1016

Registriert seit 14.06.2013

13.12.2017 - 08:40 Uhr
insgesamt hätte die story mit dem ende von gus enden sollen. finale der 4. staffel war schon runder und besser als nach der 5.
die 5. staffel wirkt teilweise wie drangeklatscht und passt nicht ins gesamtbild. man hätte gus einfach länger leben lassen sollen und nicht noch in den paar letzten folgen soviele neue figuren integrieren (onkel jack´s bande)

keenan

Postings: 1016

Registriert seit 14.06.2013

13.12.2017 - 08:42 Uhr
aso, woraus schließen eigentlich immer alle, dass der trupp von onkel jack nazis sind? lese ich überall.
nur weil die ein paar hakenkreuze tätowiert haben?
erschließt sich mir sonst nirgends...

MopedTobias

Postings: 8488

Registriert seit 10.09.2013

13.12.2017 - 11:40 Uhr
Wtf? Was gibt es denn bitte für einen Interpretationsspielraum, wenn man sich Hakenkreuze tätowiert hat?

Felix H

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 2192

Registriert seit 26.02.2016

13.12.2017 - 11:47 Uhr
Exakt die Frage stelle ich mir auch gerade.

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