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Droht die Inflation?

User Beitrag

dreckskerl

Postings: 6758

Registriert seit 09.12.2014

23.12.2021 - 16:26 Uhr
Das ist volkswirtschaftlicher Quatsch, kombiniert mit wirklich krassem Politik- und Geselllschaftsverständnis, was Pivo da mit einer erstaunlichen Überzeugung schreibt, danke für die Gegenrede, Klaus.

Klaus

Postings: 4145

Registriert seit 22.08.2019

23.12.2021 - 16:39 Uhr
"Heute steht einer ähnlichen Inflation leider ein Nullzins auf Sparprodukte und Lebensversicherungen gegenüber, was für den typischen deutschen "Kleinsparer" eben katastrophal ist. "

Das ist "heute" so. Genau. Dieses Jahr. Und die vergangenen Jahre? Hatten die genannten Produkte (Lebensversicherungen) etwa 2-3,5 % Zinsen bei einer Inflationsrate von 0,5 % - 1,5%.

Ob ich jetzt 6% Inflation und 8% Zins oder 1 und 3 habe - ja gut.

Ich rede hier nicht von "Kleinsparern", weil man auch mit wenig Geld ansparen kann. Vielleicht wäre es sinnvoller von "freiwilligen Nichtsparern" zu reden. Grüße gehen raus an Sparbuch-Olaf, unseren neuen Kanzler.

Bundesschatzbriefe zu 10% sind nicht risikolos, sondern das ist die Abbildung eines Risikozinssatzes mit Ausfallrisiko. Gemäß dem deiner Logik wären ja auch 10%-Griechenland-Anleihen "sicher".

" Klar, jeder ist seines Glückes Schmied und wer die Expertise und Zeit und Lust hat konnte schon immer mit Aktien und ähnlichem arbeiten und noch bessere Renditen erzielen, aber dies ist in diesem Land tatsächlich schwer vermittelbar."

Ich hatte das Argument erwartet und weise an der Stelle einmal drauf hin, dass sich auch bislang niemand damit befasst hat, was in seinen Lebensversicherungen eigentlich drin ist und somit das "Faulheitsargument" in meinen Augen nicht zählt. Zumal es noch nie so einfach war, wie heute, relativ günstig Geld anzulegen - ohne entsprechendes Fachwissen.

" Wenn ich millionenfach Kurzarbeitergeld bezahle (sinngem. Geld reinpumpe ohne das dafür eine Arbeitsleistung erbracht wird) ist dies nichts anderes als "Geld drucken", da nur von der einen Seite eine Leistung erbracht wird."

Ich schreib es nochmal kurz aus:
Das Kurzarbeitergeld ist im Grundsatz eine Leistung, für die vorab über die Arbeitslosenversicherung Geld bezahlt wurde.

Also, wenn ich meiner Haftpflicht 70 € im Jahr gebe, will ich auch dass die den 2000 €- Schaden zahlt, wenn nötig. Das ist übrigens dieses Solidarprinzip, was du vermisst.

" P.S.: Und ja ich hätte Deutschland schnell durchseucht mit allem was dazugehört. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, möchte ich hier noch einen alten Spruch zitieren, der wo auch immer er seinen Ursprung hat, so doch immer, wie nahezu alle alten Weisheiten, einen großen Sinn in sich trägt. "

Nungut, das spricht ja für sich, da muss man in diesem Thread nicht drüber diskutieren. Hier werden wir nicht im Ansatz auf einen Nenner kommen.

"Ohne Lockdown (wir hatten keinen??) hätten wir alles am laufen halten können. Wo wäre denn dann ein wirtschaflicher Kollaps entstanden?"

Gegenfrage: Warum bereitet sich gerade das halbe Land auf Omikron vor, weil alle gleichzeitig krank sein könnten? Stichwort kritische Infrastruktur.

Klaus

Postings: 4145

Registriert seit 22.08.2019

23.12.2021 - 16:52 Uhr
" "Heute steht einer ähnlichen Inflation leider ein Nullzins auf Sparprodukte und Lebensversicherungen gegenüber, was für den typischen deutschen "Kleinsparer" eben katastrophal ist. ""

Achso, vielleicht ergänzend: Lebensversicherungen sind ebenfalls alles andere als risikofrei, selbst wenn es wie oben geschrieben einen Zinsbonus gegenüber der Inflation gibt. Daher wäre auch dieses Beispiel nicht zielführend.

Speedy

Postings: 77

Registriert seit 10.02.2021

31.12.2021 - 09:18 Uhr
Ich bin ein ganz klein wenig vom Fach. Was die EZB vor allen Dingen mit den Anleihekäufen macht, ist tatsächlich nichts anderes als im übertragenen Sinne Geld drucken. Es wurden und werden Anleihen von mehr oder weniger liquiden Staaten aufgekauft, die sonst niemand kaufen würde. Damit fließt im Endeffekt nichts anderes als reiner cash in Staatskassen der sonst dort nicht gewesen wäre. Früher hat man wortwörtlich die Druckerpressen angeschmissen heute wählt man diesen Weg. Mittlerweile hat auch die EZB eingesehen dass ihre Aussage, dass die Inflation nur ein kurzfristiger Effekt sein wird, mehr oder weniger zurückgenommen. Ich selber gehe, Gott sei Dank, sehr stark davon aus dass dieser Kauf der Anleihen im nächsten Jahr deutlich runtergefahren wenn
nicht gar eingestellt wird. Gleichzeitig ist zu spekulieren ob Anfang 2023 auch noch eine Zinserhöhung kommt. Ich gehe davon aus dass das Einstellen der Anleihekäufe die Inflation wieder beruhigen kann. Die Zeche zahlen muss tatsächlich der Kleinsparer der selbst bei einer kleinen Zinserhöhung natürlich keinen Effekt auf seinem Sparbuch sehen wird. Deswegen kann ich den leuten nur raten nicht unbedingt relevante größen ihres vermögens in wertpapiere zu investieren da ansonsten langfristig geld kaputt gemacht wird. Jeder muss definieren wie viel er bereit ist hier zu investieren, und sich gleichzeitig der Risiken auf beiden Seiten der Anlagemöglichkeiten bewusst sein. Ich verstehe die Menschen die vor einer großen Inflation Angst haben sich dann aber passiv zu verhalten ist der falsche Weg.

Marküs

Postings: 907

Registriert seit 08.02.2018

31.12.2021 - 10:27 Uhr
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Randwer

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Registriert seit 14.05.2014

31.12.2021 - 10:47 Uhr
Ja und Nein

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Registriert seit 22.07.2020

07.01.2022 - 17:22 Uhr
NAch meinem eher laienhaften Verständnis sind die Energiekosten der Haupttreiber der gegenwärtigen Inflation. Eine Stellschraube, so meine ich, die sich von staatlicher Seite ziemlich leicht regulieren lässt, z.B. durch kompletten Verzicht auf die Mwst.

An die Experten hier: Würde das etwas bringen? Oder eher nicht, weil der Staat ob der entgangenen Einnahmen wiederum mehr Geld drucken muss?

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Registriert seit 22.07.2020

14.01.2022 - 17:41 Uhr
https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-hausbrauerei-nimmt-jetzt-30-euro-fuer-ein-wiener-schnitzel_aid-64920057

Rote Arme Fraktion

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Registriert seit 13.06.2013

14.01.2022 - 19:39 Uhr
Na und? Wer es sich nicht leisten kann, sollte auch nicht in Düsseldorf shoppen/essen gehen. Wir bleiben gerne unter uns.

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Registriert seit 22.07.2020

14.01.2022 - 20:43 Uhr
Jein. Geht ja nicht um irgendwelche
Gutverdiener aus Oberkassel oder da oben bei der Pferderennbahn, sondern um eine Lokalität, die auch von der sog. Arbeiterklasse frequentiert wird.

dreckskerl

Postings: 6758

Registriert seit 09.12.2014

14.01.2022 - 21:02 Uhr
Nun Arbeiterklasse, in dieses Brauhaus?
Die gesamte Karte ist etwas hochpreisiger, ich sehe da auch überhaupt keinen Skandal, wird in dem Artikel doch beschrieben, bei den Restaurants kommen nun Mal die größten Preissteigerungen zusammen.
Manche lesen wohl auch nur schnell Schnitzel, dabei ist es ein Original Wiener, das kostet schon immer doppelt so viel wie das vom Schwein.
Die Preise werden auch noch steigen
Alleine schon wegen höheren Lohnkosten.

Unter anderem auch darum wäre eine umverteilende Steuerreform unbedingt notwendig gewesen, aber die FDP hat das ja ersatzlos blockiert in den Koalitionsverhandlungen.


Armin Gips

Postings: 28

Registriert seit 16.01.2022

16.01.2022 - 15:05 Uhr
Ja. Thread zu.

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