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Droht die Inflation?

User Beitrag
Karl Kraus
19.03.2009 - 17:57 Uhr
Ich weiss, es ist kein Wirtschaftsforum, aber langsam kann einem meiner Meinung nach Angst und Bange werden. Die heutige Entscheidung der FED, die Notenpresse in einerm gigantischen Umfang anzuwerfen, lässt für die nächsten Monate/Jahre in Bezug auf den Wert von Oma's sauer Ersparten nichts Gutes hoffen... ich glaube, wir schlittern in eine ganz finstere Inflation? Wohl dem, der kein (Bar)Geld hat... ;-)

Wie denkt Ihr darüber? Kostet der Apfel bald wieder 1 Million Euro? Und wie kann man sich absichern? Jetzt noch Gold horten?
DDing
19.03.2009 - 18:03 Uhr
Ich weiß, ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber FED != Europäische Zentralbank.
manassas
19.03.2009 - 18:08 Uhr
Wieso droht ? Wir unterliegen einer permanenten Inflation. Das hat nix mit der Höhe zu tun.
Gold, Diamanten, keine Papierwerte.
Hallo
19.03.2009 - 18:09 Uhr
Was macht man mit seinem Ersparten? Was soll ich davon kaufen??
TTT
19.03.2009 - 18:11 Uhr
us$ geschlachtet, rucksack packen und ab für 4 wochen in die USA :D
Patte
19.03.2009 - 18:20 Uhr
@Hallo:
Die neuen U2-Remasters aus den 80ern!
Tufkaa
19.03.2009 - 18:37 Uhr
DDing "Ich weiß, ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber FED != Europäische Zentralbank."

Ja, ganz offensichtlich bist du kein Wirtschaftsexperte!
FED = Federal Reserve Bank of New York

Kann aber auch sein, dass du dich in Geographie nicht so auskennst.


Fazit: in einem Musikforum sollte man besser keine Wirtschaftsthemen diskutieren.
Tufamsakatufka
19.03.2009 - 18:38 Uhr
Wie denkt Ihr darüber? Kostet der Apfel bald wieder 1 Million Euro?

Keine Angst, die Geldpolitik ist heute ein wenig umsichtiger und erfahrener als vor 80 Jahren. Aber selbst wenn - dann gehts dank dem magischen Viereck wenigstens wieder in Richtung Vollbeschäftigung. ;)
@Tufkaa
19.03.2009 - 18:39 Uhr
Stellst du dich extra so dumm?
Lahore
19.03.2009 - 18:40 Uhr
@DDing:

Unterstelltest Du in Deinem Posting etwa eine gewisse Abhängigkeit der Europäischen Zentralbank von der FED?
An alle, die != nicht verstehen
19.03.2009 - 18:42 Uhr
!= = =/= = ungleich

In Worten: Ausrufezeichen ist gleich ist gleich nicht gleich ist gleich ungleich.
@tufka
19.03.2009 - 18:43 Uhr
bitte nicht du auch noch mit deinen erstsemesterkenntnissen in vwl hausieren
Lahore
19.03.2009 - 18:44 Uhr
Ich versteh es immer noch nicht richtig... fass' das doch mal in einen ganzen Satz!
An alle, die != nicht verstehen
19.03.2009 - 18:45 Uhr
Ich weiß, ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber FED ungleich Europäische Zentralbank.
Tufamsakatufka
19.03.2009 - 18:45 Uhr
@@tufka:
Wieso, wer tut das denn noch?
Greylight
19.03.2009 - 18:46 Uhr
Wahrscheinlich droht die Inflation wirklich. Ich hoffe nur, dass deshalb nicht wieder ein Krieg angezettelt wird. Ist ja nicht so, dass wir es nicht auch mal verdient hätten, totale Armut zu erleben... Aber Nein, den Amis wird wohl schon irgendwas einfallen. :-/
leftwinger
19.03.2009 - 18:47 Uhr
Ich hoffe mal, die FED wird dann die ersten Anzeichen einer Inflation mit höheren Leitzinsen bekämpfen. Wenn nicht, könnten die USA kaum noch ihre Schulden bedienen.
@Greylight
19.03.2009 - 18:47 Uhr
Was macht eigentlich deine Ausbildung? Macht es noch Spass?
DDing
19.03.2009 - 18:49 Uhr
Danke an "An alle..." für die Erklärung. Nächstes mal lege ich eine Wachsmalzeichnung bei.
Patte
19.03.2009 - 18:51 Uhr
FED betrüüüscht die Weld:

http://www.mmnews.de/index.php/200903192548/MM-News/FED-betrugt-die-Welt.html

"Die Dollar-Mafia in Washington schreitet zum größten annehmbaren Betrug der Menscheitsgeschichte. Geldbesitzer werden per Knopfdruck enteignet – und keiner protestiert. Amerika, das Land der unbegrenzten Betrugsmöglichkeiten."
Tufkaa
19.03.2009 - 18:55 Uhr
@DDing: tut mir leid, aber das != - Zeichen kannte ich nicht.
Trotzdem möchte ich dann darauf hinweisen, dass selbstverständlich ein enger Zusammenhang zwischen der FED und der Europäischen Zentralbank besteht, da - soweit ich informiert bin - 80% (!!!) unserer Euro-Währung durch den US-Dollar gedeckt sind. Inflation bei den Amis bedeutet also natürlich auch Inflation bei uns in Europa.
Lahore
19.03.2009 - 19:01 Uhr
@Tufkaa:

Kannst Du den Zusammenhang (womöglich mit Quellen) zwischen Dollar und Euro mal erklären? Hatte davon auch schon mal gehört, aber konnte dazu nichts finden... oder ist das Verschwörungstheorie? Bin leider Laie, der mit äusserst wenig Sachverstand in Finanzfragen gesegnet ist... (wie wohl soviele leider!)
humbert humbert
19.03.2009 - 19:03 Uhr
Das != kannte ich auch nicht, woher auch, gehört ja auch nicht zu den Rechenzeichen die man in der Schule lernt. Selbst jetzt während meines Studiums als Realschullehrer für Mathematik kam kein einziges mal das !=-Symbol vor.
Drück dich einfach besser aus, dann versteht man dich auch jeder und du musst dann auch keine Wachsmalstiftezeichnungen anfertigen und einscannen für uns dumme User.
1, 2 Dinge.
19.03.2009 - 19:04 Uhr
1. http://de.wikipedia.org/wiki/!=

2. Was macht man denn jetzt mit seinen Ersparnissen?
TTT
19.03.2009 - 19:10 Uhr
zwei totsichere tipps direk ne

1. weltreise

oder ein

2. ganzkörpertatoo

in angriff nehmen!
1, 2 Dinge.
19.03.2009 - 19:11 Uhr
Nun, verbraten wollte ich die nicht. Eher durch eine drohende Inflation retten.
TTT
19.03.2009 - 19:15 Uhr
dann investieren, am besten in ein projekt was geld auewirft, zb ne rocknroll kapelle, da brauchst cash für klampfe und verstärker, und tatoos und weltreise für den spirit :D
1, 2 Dinge.
19.03.2009 - 19:16 Uhr
Du erweckst nicht den Eindruck eines seriösen Anlageberaters :(
Greylight
19.03.2009 - 19:20 Uhr
Wieso nur ein "@Greylight"? Aber ja, die Ausbildung macht tatsächlich meist Spaß. Die meiste Zeit mit Bildbeartungs- und Designprogrammen rumzuwurschteln ist doch ziemlich nett und ein bißchen verrückt zu sein, ist durchaus von Vorteil. Von den abenteuerlichsten Prolls bis zu den Abiturienten scheint das jeder irgendwo recht gern zu machen. Nur eigentlich verdammt schwer, da nen Job zu finden, wenn man nicht auch ein bißchen Glück hat. Wenn man diese Arbeit jahrelang stur in irgend nem Betrieb gemacht hat, denkt man aber vielleicht auch anders drüber.
TTT
19.03.2009 - 19:21 Uhr
im prinzip ist das aus laiensicht so, jegliche anlageform in der du geld pumpst unterliegt doch den einfluss der weltmärkte und läuft damit gefahr durch den abwärtsstrudel entwertet zu werden,

wenn du aber in irgendein buissness investierst, was am ende gewinn ausschüttet ist die inflation doch latte,
weil du machst gewinn!

ist dann doch egal ob das 1/2 pfund butter nun 50 cent oder 500€ kostet...

..oder?
Greylight
19.03.2009 - 20:31 Uhr
ist dann doch egal ob das 1/2 pfund butter nun 50 cent oder 500€ kostet...

Ähm, irgendwie grade nicht. ^^ Was bringts einem Banker, wenn er Millionen auf dem Konto hat, aber um ihn herum das ganze System abstürzt. Aber so weit denken die eben nicht...
TTT
19.03.2009 - 20:34 Uhr
aber wenn ich die butter verkaufe ist das doch egal dann streich ich den gewinn ein wenn sie dann verkauft wird....

...aber butter geht immer :D

Tufkaa
20.03.2009 - 00:39 Uhr
@Lahore:
Sorry, war heute Abend unterwegs, deshalb erst jetzt die späte Antwort. Ich musste auch noch etwas suchen, bin aber dann bei wikipedia unter dem Beitrag
Tufkaa
20.03.2009 - 00:44 Uhr
Sorry: Link zur Europäische Zentralbank
nicht ganz okay. Sollte jetzt passe. (bin müde und gehe jetzt ins Bett)
Deflation
20.03.2009 - 06:56 Uhr
Ich werde erscheinen.
Muhli
20.03.2009 - 13:35 Uhr
Inflation ist von den Staaten gewünscht. Nur durch eine höhere Inflation können Haushaltsdefizite künftig überhaupt noch abgebaut werden. Inflation lässt sich geldinstrumentarisch steuern. Der Wirtschaft und den Haushaltslöchern täten mal so 2-3 Jahre 5-6% Inflation ganz gut und dazu wird es innerhalb der nächsten 3-4 Jahre auch kommen. Dann erhöhen die Zentralbanken wieder die Zinsen und verringrn die Geldmenge und schon gehen die Inflationsraten wieder zurück. Ganz einfach.
Inflationsgerüchte sind für die Wirtschaft auch deshalb gut, weil eine nicht geringe Menschenmenge aus Angst in Sachwerte flieht, also zusätzliche Käufe tätigt oder Investitionen vorzieht.
Natürlich wird es in dieser nächsten Inflationsphase nicht mehr die Lohn-oder Rentenerhöhungen der 70er Jahre geben, real wird der Normalbürger dadurch ärmer werden.
Sagehorn
24.05.2010 - 15:59 Uhr
Bereitet euch schonmal darauf vor, eure Schulden zurückzuzahlen ;)
Orphi
13.08.2013 - 10:53 Uhr
Wir müssen unbedingt mehr Licht essen!

hidden

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Registriert seit 22.07.2020

22.12.2021 - 20:25 Uhr
Auf dem Weihnachtsmarkt 100 gr gebrannte Mandeln für 5 Euro. Da bin dann sogar ich raus.

Rote Arme Fraktion

Postings: 3664

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22.12.2021 - 21:31 Uhr
Welche Stadt?

hidden

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22.12.2021 - 21:32 Uhr
Bochum

Peacetrail

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22.12.2021 - 22:00 Uhr
Ich war bei Schafskäse im Fladenbrot auf dem W-Markt für 7 Euro doch sehr erstaunt. Der war 2019 noch für 4,50 Euro zu haben, was auch schon teuer war. Vegetarische Tasche mit Schafskäse kostet beim Ricklinger Döner drei Euro.

Pivo

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Registriert seit 29.05.2017

23.12.2021 - 12:59 Uhr
Zu Anfangs wurde ich noch belächelt als ich prognostizierte, dass es eine deutlich steigende Inflation aufgrund der Milliarden die wegen Corona und Lockdowns sinnlos verpulvert wurden, geben wird..... Ich denke, dass es inzwischen jedem klar geworden sein sollte, was damals schon gemeint war.....

Es darf durchaus bezweifelt werden, dass die Inflation nächstes Jahr wieder deutlich runter geht wie es die EZB derzeit erhofft. Steuern kann sie selbst ohnehin nicht mehr allzu viel. Den Handlungsspielraum hat man bereits in der Eurokrise minimiert. Die Zinsen müssten rauf um entgegenzuwirken, aber was machen wir dann mit den Südländern....?? Eine Zwickmühle in die man sich hineinmanövriert hat....

.....und wer zahlt die Rechnung? Schon heute jeder der nicht gerade kurz vor der Rente steht und privat vorsorgen muss um später nicht in eine Altersarmut zu rutschen und natürlich die Kinder von heute. Aber nein, die Coronamilliarden und die Lockdowns waren keine Klientelpolitik, schon klar.... ;-)

Peacetrail

Postings: 2869

Registriert seit 21.07.2019

23.12.2021 - 13:26 Uhr
An der Tankstelle merke ich glücklicherweise nix. Ich tanke immer für 20 Euro.

Marküs

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Registriert seit 08.02.2018

23.12.2021 - 13:29 Uhr
200er Packung Magnesium Verla für 16,49 €! Wenn das keine Inflation ist, was dann? Habe ich vor 2 Jahren noch reihenweise für 9,99 € oder 10,49 € gekauft

Klaus

Postings: 4172

Registriert seit 22.08.2019

23.12.2021 - 13:30 Uhr
"Zu Anfangs wurde ich noch belächelt als ich prognostizierte, dass es eine deutlich steigende Inflation aufgrund der Milliarden die wegen Corona und Lockdowns sinnlos verpulvert wurden, geben wird..... Ich denke, dass es inzwischen jedem klar geworden sein sollte, was damals schon gemeint war..."

Wie genau begründest du diesen Zusammenhang volkswirtschaftlich? Mir ist das nicht klar, kannnst du das bitte ausführen?

Pivo

Postings: 921

Registriert seit 29.05.2017

23.12.2021 - 14:55 Uhr
Es ist die logische Konsequenz aus selbst geschaffenen Problemen.

Milliarden und Abermilliarden künstlich in die Märkte zu pumpen um eine marode Volkswirtschaft zu retten was leider Ansporn auch für Andere war sich auf dieses System zu verlassen, konnte auf Dauer nicht gutgehen.
Das "Gelddrucken" ein entscheidender Weg ist um in eine Inflation zu rutschen ist nun erkenn- und spürbar.

Ich würde sogar soweit gehen, dass es seinerzeit wohl im Nachhinein besser gewesen wäre an Griechenland ein Exempel zu statuieren.

Das ich noch nie ein Freund von Lockdowns war, ist bekannt und hier speziell hatte ich von Anfang an große Sorgen, dass genau hier Fehler gemacht werden. Die erste Zeit lasse ich noch gelten, weil die Bedrohung durch die Krankheit noch unabsehbar war, aber als klar war was Sache ist, hätte ich die Sache laufen lassen. Damit hätte sich die Wirtschaft selbst heilen können.

Ich weiß, dass meine Betrachtung einseitig auf die Wirtschaftseite geht, aber politisch wurde viel zu sehr auf die andere Seite geschaut (Virologe und Gesundheitswesen). Ein Mix aus Rücksicht auf Alte UND Kinder wäre wünschenswert gewesen, aber dies ist alles Vergangenheit und nicht mehr zu reparieren.

Lange Rede, kurzer Sinn: Eine ganze Menge unseres wirtschaftlichen Systems ist ein Tanz auf der Rasierklinge und wenn ich ein solches System noch künstlich unterstütze, dann kann es zu Problemen führen.

Ich wünsche mir, dass es noch viele Jahre und Jahrzehnte so funktionieren will, aber ich befürchte, dass der "Druck auf dem Kessel" irgendwann nicht mehr zu halten sein wird.

Wir sind in einer Situation in der es keine Zinsen mehr für sichere Anlagen gibt und wir gleichzeitig in einem sehr volatilen Marktumfeld unterwegs sind wenn wir uns die Börsen anschauen. Ein kleiner "Husten" im System und schon brechen dort wieder alle Dämme in die jeder Kleinanleger derzeit gedrängt werden muss, da es alternativlos ist. Das ist kein System, dass auf Dauer funktionieren kann.

Klaus

Postings: 4172

Registriert seit 22.08.2019

23.12.2021 - 15:13 Uhr
" Das "Gelddrucken" ein entscheidender Weg ist um in eine Inflation zu rutschen ist nun erkenn- und spürbar."

Wo hat Deutschland Geld gedruckt?

Die Leistungen, etwa für Kurzarbeit, sind großenteils Leistungen für die Vorab Beiträge entrichtet wurden.

Ansonsten sind hiervon vor allem laufende Kosten bedient worden und man hat einen Kollaps verhindert.

Du möchtest also lieber derartige Zustände, dann Millionen Jobs verloren gehen, damit sich ein "System reinigen" kann? Wow. Ach nein, du möchtest keinen Lockdown (den wir nie hatten), sondern eine Komplettdurchseuchung inkl. der Kosten eines ohne Maßnahmen komplett in die Knie gehenden Gesundheits- und Sozialsystems. Auch gut.


Es gab bis in die 1990er Jahre hinein 5 % Inflation. Das muss die Hölle gewesen sein. Schlimm.

"Wir sind in einer Situation in der es keine Zinsen mehr für sichere Anlagen gibt und wir gleichzeitig in einem sehr volatilen Marktumfeld unterwegs sind wenn wir uns die Börsen anschauen. "

Es gab noch nie einen risikolosen Real-Zins. Genausowenig wie es "sichere" Anlagen gibt.
Das Kleinanleger-Gejammer ist eine typisch deutsche Art sich herauszureden, sich nicht mit Kapitalmärkten befassen zu müssen, wie es in der Rest der Welt üblich ist. Witzig ist, dass genau der "risikolose Zins", den du hier vermisst überhaupt existierte, weil es zu den Zeiten massiv andere Inflationsraten gab, als es in den letzten Jahren der Fall war. Du widersprichst dir somit einmal komplett.

"Ich würde sogar soweit gehen, dass es seinerzeit wohl im Nachhinein besser gewesen wäre an Griechenland ein Exempel zu statuieren."

Ein Exempel in was? (denn noch). Man hat Griechenland wider üblichen Krisen-Wirtschaftstheorien komplett ausbluten lassen. Das ist mit einer der Gründe, warum es dort ewig nicht bergauf ging.

Klaus

Postings: 4172

Registriert seit 22.08.2019

23.12.2021 - 15:26 Uhr
Und: Die Griechenlandkrise war finanzpolitisch eines der besten Dinge, die Deutschland passiert sind. Man hat so pauschal gesprochen den halben Staat entschuldet - auf Kosten der Zinsen für Sparer in Staatsanleihen, so wie es in Deutschland quasi jede Person durch "Lebensversicherungen" ist. Das dieses Modell bereits vorher mindestens fragwürdig war, wird dabei gern vergessen.

Pivo

Postings: 921

Registriert seit 29.05.2017

23.12.2021 - 16:24 Uhr
Sorry Klaus, dass ich widersprechen muss, da Du offenbar viel zu wissen scheinst.

In den 90er Jahren hatten wir schon einmal höhere Inflationsraten. Dies ist korrekt.
Du darfst aber nicht außer acht lassen, dass man damals, ja auch mit risikolosen (das gab es mal, die Älteren von uns erinnern sich) Anlagen locker diese Inflation ausgleichen und sogar schlagen konnte. Man erinnert sich noch dunkel an Sparzinsen für die Bundesschatzbriefe und Bankanlagen von fast und sogar teilweise über 10% (das war in den späten 80ern und früheren 90ern) in den letzten Jahren der Sparanlage. Damit hatte man die Inflation locker im Sack.

Heute steht einer ähnlichen Inflation leider ein Nullzins auf Sparprodukte und Lebensversicherungen gegenüber, was für den typischen deutschen "Kleinsparer" eben katastrophal ist.

Klar, jeder ist seines Glückes Schmied und wer die Expertise und Zeit und Lust hat konnte schon immer mit Aktien und ähnlichem arbeiten und noch bessere Renditen erzielen, aber dies ist in diesem Land tatsächlich schwer vermittelbar.

"Ansonsten sind hiervon vor allem laufende Kosten bedient worden und man hat einen Kollaps verhindert."

Ohne Lockdown (wir hatten keinen??) hätten wir alles am laufen halten können. Wo wäre denn dann ein wirtschaflicher Kollaps entstanden?

Außerdem ist genau hier ein wichtiger Hebel. Ein System funktioniert mit gegenseitigen Wirkungen. Ich arbeite und erbringe eine Leistung und dafür bekomme ich wiederum Geld was ich in andere Leistungen stecken kann.
Wenn ich millionenfach Kurzarbeitergeld bezahle (sinngem. Geld reinpumpe ohne das dafür eine Arbeitsleistung erbracht wird) ist dies nichts anderes als "Geld drucken", da nur von der einen Seite eine Leistung erbracht wird.

P.S.: Und ja ich hätte Deutschland schnell durchseucht mit allem was dazugehört. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, möchte ich hier noch einen alten Spruch zitieren, der wo auch immer er seinen Ursprung hat, so doch immer, wie nahezu alle alten Weisheiten, einen großen Sinn in sich trägt.

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