VISIONS

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jo

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20.08.2020 - 20:45 Uhr
Wer kann, der kann; weder brächte mir das aber was - wie bspw. den papiergetigerter Korridor -, noch wollte ich.

Na ja, wenn man "Netztümmel" einspart, hat man ja nicht automatisch nen papiergetigerten Korridor. Aber klar, es ging ja um die Hefte an sich. Generell bin ich auch für weniger Papierverbrauch - da könnte man Digitalausgaben mehr pushen.

boneless

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20.08.2020 - 23:23 Uhr
Aber abgesehen davon ist halt auch der musikalische Stil, für den diese Zeitung steht, gerade alles andere als angesagt.

Diese Aussage darfst du gern mal genauer erläutern. Was ist denn angesagt und was nicht?

fuzzmyass

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21.08.2020 - 00:51 Uhr
Taylor Swift ist angesagt

Pop folk indie für den hipster von heute

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

21.08.2020 - 11:34 Uhr
"Diese Aussage darfst du gern mal genauer erläutern. Was ist denn angesagt und was nicht?"

Nenn mir mal eine headlinertaugliche Rockband, die in den letzten 10 Jahren erst groß geworden ist.

Da kommt halt bis auf die alten Helden nicht mehr viel.

Was keine Wertung ist, aber der Fokus - selbst im Indiebereich - hat sich in den letzten Jahren stark von gitarrenorientierter Musik weg entwickelt.

Vergleiche dazu auch gern mal RYM - was war in den 90ern,/2000ern für Stile maßgeblich und was ist es heute? Die Visions bedient zwar Ränder und franst da aus, hat aber mit aktuelle Feuilleton- und "Indiemainstream" (böses Wort, hoffe ihr wisst was ich meine) nur noch wenig am Hut.

Sieht man ja auch hier an den Rückmeldungen. Hier wird der Zeitung oft eine gewisse Relevanz für die eigene Entwicklung zugesprochen, aber im gleichen Atemzug der Nostalgiefaktor (über Sonderhefte und dergleichen) betont.

Nun verlange ich persönlich nicht, von der Visions einen kompletten Stilwechsel, das würde eh schief gehen. Aber wenn nunmal das worüber du schreibst, gerade weniger Zielgruppenrelevant ist, sinkt halt auch die Auflage. Hinzu kommt noch, dass genannte "neue, angesagte" Stile weniger in "klassischen" Medien wie Papierzeitungen konsumiert werden.

Oder, um es mit Billie Eilish zu sagen; "Mom, did I ever buy a CD?"

fuzzmyass

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21.08.2020 - 13:55 Uhr
Dem muss ich vehement widersprechen... im Mainstream ist Rock/Indie/Whateva weniger präsent, aber es gab in den letzten 10 Jahren sehr viele spannende Musiker in diesem Bereich... nur mal ganz spontan ein Paar aufgezählt, gibt noch mehr:

Ty Segall
Ty Segall's 100 andere Bands/Projekte (Fuzz!)
Thee Oh Sees (oder aktuell Osees)
King Gizzard And The Lizard Wizard
Savages
Shame
King Tuff

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

21.08.2020 - 14:08 Uhr
Spannend ist das eine. Relevant etwas anderes. Die genannten Bands kenne ich und schätze ja auch sehr (bis auf Shame, die mir zwar musikalisch zusagen, aber menschlich was man so hört eher schwierig sind). Aber erreichen die die Verkaufs (oder von mir aus Streamingzahlen) der 90er/2000er-Größen?

Bands dieser Art kann ich dir auch noch 20 aufzählen.

Aber gibt es neue SOAD, neue Queens Of The Stone Age, neue Faith No More oder Green Day? Nein.

Das einzig große "Rockphänomen" der letzten Jahre war m.E. Ghost, aber sonst kam da wenig, was eine gesteigerte Leserschaft in diesem Genre nach sich ziehen würde.

fuzzmyass

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21.08.2020 - 14:20 Uhr
Relevant heute ist ja auch nicht mehr mit relevant in den 90ern und 00ern zu vergleichen, da werden doch mittlerweile ganz andere KPIs herangezogen (Follower, Follower, Follower, Engagement, Interaktion, Streamingzahlen etc.) - das kann man doch gar nicht mehr vergleichen... die genannten erfreuen sich zumindest eines stetig wachsenden Publikums und sind in der Gunst der Kritiker zumindest oben angesiedelt, ohne auf die genannten KPIs zu schauen...

Mal abgesehen davon ist doch "Relevanz" für das eigene Hörvergnügen gänzlich irrelevant (pun intended), von daher denke ich, dass sich das auch gar nicht mal auf die Verkaufszahlen der Magazine auswirkt - viel eher spielt hier sicher eine rolle, dass weniger Menschen mit analogen Medien, die auch noch was kosten, anfangen können...

Klaus

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21.08.2020 - 14:25 Uhr
Da hast du sicher recht. Allerdings merke ich schon (bei mir und im Umfeld) eine gewisse Müdigkeit, was bestimmte Genres angeht. Viele ehemaligen "Rock"-Hörer sind mittlerweile komplett woanders zu finden, seit sich Musik immer weiter ausdifferenziert hat. Wenn ich heute eine Visions in die Hand nehme, überkommt mich sofort ein Retro-Gefühl.

fuzzmyass

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21.08.2020 - 14:29 Uhr
Naja, man muss sich ja nicht komplett abwenden und kann ja immer noch verschiedene Epochen und Genres hören bzw. stetig die Palette erweitern, ohne gleich das Alte zu verwerfen - das handhabe ich zumindest so... ich persönlich finde es unzureichend und unbefriedigend nur das zeitgemäßeste vom zeitgemäßen zu hören

Klaus

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21.08.2020 - 14:33 Uhr
Ne, da liegt m.E. der Königsweg wirklich in der Mitte. Zum einen nerven mich Leute extrem, die ihren eigenen festgefahrenen Geschmack von 1977, 87 oder 97 als Maß aller Dinge ansehen und danach nichts mehr akzeptieren, noch muss ich jeden aktuellen Trend verstehen (Autotune, nein danke) und mitmachen.

Given To The Rising

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21.08.2020 - 14:36 Uhr
Mastodon sind mittlerweile ja auch fast Mainstream. Und... Imagine Dragons (*würg*).

Klaus

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21.08.2020 - 14:38 Uhr
Fand Imagine Dragon 2017 als "Support" von Depeche Mode bei einem Festival eigentlich eine extrem gelungene Platzierung. Sicher nichts für den Anspruch, aber als tanzbare Abendunterhaltung für das, was sie musikalisch können sehr geeignet.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

21.08.2020 - 14:54 Uhr
"Zum einen nerven mich Leute extrem, die ihren eigenen festgefahrenen Geschmack von 1977, 87 oder 97 als Maß aller Dinge ansehen und danach nichts mehr akzeptieren, noch muss ich jeden aktuellen Trend verstehen (Autotune, nein danke) und mitmachen."

Ja, sehe ich auch so.

whitenoise

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02.09.2020 - 17:39 Uhr
Ghost sind in der Tat das größte Rockphänomen des vergangenen Jahrzehnts gewesen - zurecht meiner Meinung nach. Aber sieht man sich die großen Headliner an, scheint der (stilistische) Blick nach hinten ja nicht nur in der VISIONS von größerer Bedeutung zu sein.

fakeboy

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Registriert seit 21.08.2019

02.09.2020 - 17:58 Uhr
Sind Ghost wirklich so ein grosses Phänomen? Mich dünkt es wurde viel über sie geschrieben, sie waren mit fast allen grossen Bands als Support auf Tour - aber dennoch haben sie es nicht wirklich geschafft in die obere Liga aufzusteigen. Ich würde sogar behaupten, dass eine Band wie King Gizzard das bedeutend grössere Phänomen ist und auf ihren Touren mehr Leute zieht.

boneless

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02.09.2020 - 18:00 Uhr
Ich sehe es ähnlich wie fuzzymass. Ich drück es mal so aus: Man kann auch aktuelle Richtungen gut finden und die Rockmusik der 90er trotzdem lieben.

Zudem hat dieser Nostalgiefaktor auch mit der vermehrten Rückkehr zum - nennen wir es mal - Haptischen zu tun. Vinyl ist da ja nur ein Aspekt und ein Album von bspw. Black Sabbath verbinde ich eher mit diesem Medium als die aktuelle Scheibe von The Weeknd. Deshalb hat man mit einer Zeitschrift wie MINT schon die Zeichen der Zeit erkannt, denn ich behaupte mal, dass ein Plattensammler eher eine Zeitschrift in die Hand nimmt, als einer, der bei Musiksammlung nur an Spotify denkt.

Given To The Rising

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02.09.2020 - 18:07 Uhr
Die 10er waren schon ziemlich arm in der Rockmusik. Aber da die ja jetzt rum sind, kann es nur bergauf gehen. :)

Klaus

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02.09.2020 - 18:07 Uhr
@fakeboy

Google einfach mal die Locations der letzten Touren im Vergleich.

fuzzmyass

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02.09.2020 - 18:21 Uhr
Fand die 10er sogar ziemlich stark in Rock und Gitarrenmusik

fakeboy

Postings: 446

Registriert seit 21.08.2019

02.09.2020 - 18:22 Uhr
Yep, scheint als würden Ghost mehr ziehen. Dafür veröffentlichen King Gizzard 3x mehr Platten ;-)

Given To The Rising

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02.09.2020 - 18:42 Uhr
Wer die 80er mag, mag auch die 10er würde ich sagen, Stichwort Retro-Synth. Nicht polemisch gemeint.

fuzzmyass

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02.09.2020 - 18:43 Uhr
Die Begeisterung um Ghost konnte ich nie nachvollziehen - live ist das ein netter Showact, aber die Musik finde ich jetzt nicht weltbewegend... was nicht heißt, dass sie schlecht wären, denn das sind sie auf keinen Fall..

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

02.09.2020 - 18:49 Uhr
Naja, ich fand schon, dass Ghost eine ganz spezielle Ecke der Popmusik (ich schreibe das bewusst, für mich ist das nicht wirklich eine Rockband) für sich besetzt hatten. Das war für zwei Alben wirklich erfrischend und anders, aber danach hat ihre Musik relativ schnell Ermüdungserscheinungen bekommen und wurde langweilig.

whitenoise

Postings: 390

Registriert seit 17.06.2013

03.09.2020 - 10:06 Uhr
Hab sowohl King Gizzard als auch Ghost live gesehen letztes Jahr, beides tolle Livebands. Dabei war das Gizzard-Publikum aber deutlich nischiger unterwegs, also recht homogen. Bei Ghost sah das schon anders aus.

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