Containern

User Beitrag
bier am fuß
20.01.2009 - 22:00 Uhr
http://de.wikipedia.org/wiki/Containern


hat da vielleicht jemand von euch erfahrung mit?? ^^
gnubbel
20.01.2009 - 22:04 Uhr
ich treff da manchmal diese leute wenn ich meine leeren champusflaschen vom wochenende wegbringe
The MACHINA of God
20.01.2009 - 22:17 Uhr
Haben Bekannte von mir früher auch imemr mal gemacht. Waren halt so AntiGlobalisierungs-Dreadlock-Irgendwas-Hippies.Von mir aus sollen se machen. :)
War auch einmal mit...
Glaube aber, dass ich nie was davon gegessen habe.
ToRNOuTLaW
20.01.2009 - 22:41 Uhr
Zwar ekelt mich der Gedanke, weggeworfene Lebensmittel zu essen, auch an, ich habe aber gemerkt, dass das oft wenig rational begründet und wirklich hygienisch fundiert ist, als einfach nicht den erlernten Normen entspricht.

Zum Beispiel Ekeln sich Viele das Spülsieb von Lebensmittelresten zu befreien, obwohl diese genauso frisch sind wie die Teile aus denen man eben noch ein Gericht zubereitet hat.

Auch rümpfen einige die Nase, wenn sie beobachten wie Gebrauchsgegenstände vom Sperrmüll oder aus Abfall Containern geborgen werden. Was wir zum Müll werfen ist sofort als unberührbar stigmatisiert. Dasselbe gilt für die Menschen die sich darüber hinwegsetzen, sei es aus Not oder Idealismus.

Man muss sich mal bewusst machen, was für eine Perversion die viel und leider zu Recht beschworene Wegwerfgesellschaft darstellt.
In Ländern der dritten Welt werden alte Geräte und Schrott immer weiter ausgeschlachtet und wiederverwertet, zum Teil mit positiven Konsequentzen, in vielen Fällen müssen die Menschen dort aber im Dreck und Müll der Industrienationen leben.

In der Doku We feed the World wird unter anderem dargestellt, wie alleine in Österreich täglich eine Millionen Leiber Brot entsorgt werden, obwohl diese grade mal vom Vortag stammen und nach Ladenschluss aus den Regalen genommen werden. Anstatt die Produktion herunterzufahren oder übriggebliebene Lebensmittel wenigstens an Organisationen wie die Tafeln abzugeben (was leider nur bedingt geschiet).
vulver
31.01.2009 - 23:01 Uhr
@ToRNOuTLaW

besser hätte man es wahrlich kaum zusammenfassend ausdrücken können.
containere selber, allerdings weniger aus idealistischen motiven, sondern im moment tatsächlich aus dem grund mein überleben mittels nahrungsmittel-nachschub sicher stellen zu können. so unglaublich sich das auch anhören mag.

im übrigen ist JETZT - also zur kalten jahreszeit - die mit abstand beste zeit dieser "tätigkeit" nachzugehen. die offensichtlichen gründe hierfür möge sich ein jeder selbst zusammenreimen ;).
Vollbart
31.01.2009 - 23:12 Uhr
Eine etwas andere Art des Containerns: Kurz vor Ladenschluss in Geschäfte gehen und höflich nachfragen, ob es noch Lebensmittel gibt, die weggeworfen werden sollen. Funktioniert auch in Bistros oder Caféterien.
koe
01.02.2009 - 04:20 Uhr
Japp, mach ich auch oft.
"Waren halt so Antiglobalisierung-"...
Glaub ich nicht. Eher fuer eine gerechtere Globalisierung... . Das andere klingt immer so rueckstaendig und negativ und ist auch einfach falsch ;-) ... Der musste sein, hehe.
Link zum Sonntag
15.01.2012 - 22:34 Uhr
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13816069/Diese-deutsche-Familie-lebt-praechtig-ohne-Geld.html
SchnickSchnack
15.01.2012 - 22:40 Uhr
Eine neue Erlebniskultur für beruflich nicht ausgelasteten Wagenburgen-Dreads.
Philipp Boa
15.01.2012 - 22:43 Uhr
Hab' mal nen song dazu geschrieben. "container love"
nix zu holen
17.01.2012 - 21:13 Uhr
die meisten supermärkte schliessen ihre mülleimer doch mittlerweile weg...
Armin
17.01.2012 - 21:18 Uhr
Was ist daran so besonders? Ich praktiziere das seit jeher.
schwob
17.01.2012 - 22:21 Uhr
ziehscht do ei:

http://www.wg-gesucht.de/wg-zimmer-in-Berlin-Mitte.2490371.html
Teeeinnehmender Antiheteronormativer
17.01.2012 - 23:14 Uhr
schwob 17.01.2012 - 22:21 Uhr
ziehscht do ei:

http://www.wg-gesucht.de/wg-zimmer-in-Berlin-Mitte.2490371.html


Meine Güte ist das geil... :D

Disclaimer: we are ONLY looking for vegetarians who like to try to live vegan or vegans!

Hallo du,

Wer sind wir?

Die WG besteht aus 4 festen Menschen und aktuell 1 Zwischenmieter.
Wir machen mind. 1 pro Woche einen WG-Abend, der abgesehen von gemütlicher Geselligkeit auch noch dazu dient, Themen, die das Zusammenleben betreffen, aus- und anzusprechen. Es ist uns wichtig, ehrlich zueinander zu sein und Probleme direkt und unaggressiv anzusprechen. Wir haben eine große Gemeinschaftskasse und versuchen, möglichst Bio und regional einzukaufen wenn die Kasse das hergibt. Daneben gehen wir containern und haben einen BrotbackAutomaten, den wir aber seit der Entdeckung des Brotfabrik-Containers kaum noch brauchen ;o) Ansonsten sitzen wir öfter in der WohnKüche rum, redend, essend, teeeinnehmend, gehen in der Stadt umher und zu Voküs. Außerdem machen wir auch Einiges zusammen im politischen Bereich, wie zu stressfaktor.squat.net Veranstaltungen gehen, über Aktionen nachdenken..

Im Einzelnen einige Eindrücke:
- Ich: ich beschäftige mich gerade viel mit Fragen an sämtliche Ebenen meines Lebens, an meine Umgebung, an Lebenskonzepte und an politisch leben. Ich ordne gerade vieles neu. Mir ist eine bewusste, (macht)kritische und empathische Art der Kommunikation sehr wichtig (inspiriert von "Gewaltfreier Kommunikation"). Besonders unbeliebt sind bei mir: Dominanz, Suggestion, Bewertungen. Ansonsten versuche ich mein Leben mögl. ohne Unterdrückung oder Ausbeutung anderer Lebewesen zu gestalten und Selbstbestimmung -> Anarchie zu leben (Schwerpunkt im Moment: feministisch und Kommunikation). Mich nervt es, wenn Leute nicht gendern (oder nur die männliche Form benutzen) bzw sich keine Gedanken um das Thema machen. Ich mag gern: lernen, in Verbindung treten mit Menschen, stressfaktor.squat.net, Radikalität, Kämpfe(n) für Gerechtigkeit, Badminton/Volleyball draußa, Tanzen, herumplanen, Wohnung verändern/optimieren uund ääh..

- Ich: berufstätig von zu Hause aus, was Fluch und Segen

(WG-Hausgeist und Paket-Annehmender) gleichermaßen ist. Ich gehe gern auf stressfak-Veranstaltungen, um besser zu verstehen, was (schief) läuft und um Ideen für Interventionen und Veränderungen zu bekommen. In der WG ist mir wichtig, kritisch über verschiedene Sachen reden zu können
und evtl gemeinsame Aktionen zu überlegen. Ich fühle mich unwohl mit dominant kommunizierenden Menschen und Pauschalisierungen. Ab und zu spiele ich Schlagzeug (nicht hier ;o) und interessiere mich gerade besonders für direkte polit. Aktionen und bedürfnisorientierte Kommunikation.

- Ich: bin grade neu in Berlin, nach ca. 5 Jahren Skandinavien wieder zurück im Lande. Ausgebildete Köchin, möchte mich aber neu orientieren. Meine "Lieblingsthemen" sind Gender, (radikal) Feminismus, Tierrechte, Antifa etc. und möchte in diesen Bereichen auch wieder aktiv sein. Mir ist wichtig dass wir in der WG unterstützend und empatisch miteinander leben und über Themen die uns beschäftigen offen diskutieren können. Sonst liebe ich Musik, Filme, Nähen/Basteln/Kreativ sein, gehe auch gerne Tanzen.. Mit mir als Anhang kommt der rote Kater Pippin.

-Ich: wünsche mir ein Wohnumfeld das solidarisch und wertschätzend miteinander umgeht.
Weiter möchte ich mit Menschen leben, die einen emanzipatorischen Selbstanspruch haben und bereit sind, sich gegenseitig bei und in Reflexion zu Unterstützen. Mir ist es wichtig, Bedürfnissorientiert zu Leben, möchte dabei Unterstützung sein und Unterstützung erfahren.
Weiter bin ich begeistert von/für Fahrräder, Klettern, containern.

Was erwartet dich wohnlich?

Die Wohnung ist sehr hell, verläuft über 2 Ebenen und hat eine selbstgemachte Wohnküche mit KochHalbinsel, gemütlicher Sitzecke und einem Beamer + Leinwand zur Verfügung. Die Verkehrsanbindung ist super, die U6 und mehrere Trams + (Nacht)Bus direkt vor der Tür die S nicht weit.


________________ ! ! ! ! __________________

WAS für Mitbewohner_innen SUCHEN WIR?

die vegan leben oder vegetarisch sind, aber versuchen, möglichst vegan zu leben,
die sich in einem emanzipativen, also queer-feministischen, linken oder anarachistischen Feld verorten,
die somit UnterdrückunsVerhältnisse, wie Staatsgrenzen, Sexismus, Rassismus, Kapitalismus und dominantes Rede/Kommunikationsverhalten ablehnen
die konsumkritisch und fair-konsumlich interessiert
die Stereotype jeder Art (nationale, heteronormative, sexistische usw.) bekäpmfen

die keine fertige WG erwarten, sondern
die Lust haben, ein sozial reges WG-Leben zusammen auszubauen (denn wir sind eine fast Neugründung)
die am WG-Leben generell interessiert sind, heißt gern, zusammen kochend /redend /teeeinnehmend Abende verbringen möchten, also öfter zusammen sein wollen als auf den Zimmern allein oder weg.


Wir suchen Menschen, auf die diese Beschreibung zutrifft und die diese Auflistung als eine angenehme Grundlage für´s Zusammenleben empfinden.

Wir stellen bewusst keine Telefonnummer rein, weil wir per Mail kontaktiert werden möchten, damit wir alle 4 gleich viel über dich erfahren.

Die 4.
*barf*
17.01.2012 - 23:20 Uhr
Mir kam beim Lesen gerade etwas Kotze hoch. Wie kann man nur so selbstverliebt seine eigene Nutzlosigkeit umschreiben?
Ich habe nichts gegen die genannten Engagements, aber die klingen für mich wie vorurteilbehaftete Hippies. Und dann noch solch ein beschissenes Zimmer zu dem Preis! Wer soll da bitte einziehen?!
mispel
17.01.2012 - 23:25 Uhr
Was ist wohl schlimmer? Eine Woche Dschungelcamp oder eine Woche in dieser WG?
Der Lanz
25.09.2012 - 23:01 Uhr
Das klingt cool, das klingt lässig.
Franz Marc
25.09.2012 - 23:05 Uhr
Blauer Reiter Blauer
So, so.
23.01.2013 - 17:02 Uhr
"Es gibt fast nichts, was man heutzutage nicht im Müll findet"
interessant
23.01.2013 - 21:50 Uhr
Sieh an.
denkt nach
24.01.2013 - 01:15 Uhr
war klar, dass die welt wieder auf sowas anspringt, die sind ja auch hartz4-verfechter....der pöbel soll möglcihst von wenig geld leben und da kommt der typ in dem artikel ihnen gerade recht, um zu zeigen: "seht ihr, man kann auch mit wenig geld auskommen!"
Fleißiges Schneiderlein
24.01.2013 - 06:53 Uhr
Ich frage mich eher, wie man als 22-jähriger Nichtakademiker ein Jahresgehalt von 100.000€ Brutto haben kann.
Häh?
24.01.2013 - 07:18 Uhr
Ach, darf jetzt nur die feine Akademiker-Elite viel Geld verdienen, oder was?
Urteil zum „Containern“
25.06.2013 - 20:47 Uhr
Das Aachener Landgericht spricht zwei junge Leute vom Vorwurf des Diebstahls frei. Sie hatten Lebensmittel aus Supermarktcontainern mitgenommen.

http://taz.de/Urteil-zum-Containern/!118765/
Container Love
26.06.2013 - 11:03 Uhr
Früher waren die Hobbies junger Leute halt Skateboard fahren oder so, heute ist das wohl "Containern" will man hip sein. Wie aufregend.
Container Love
26.06.2013 - 11:09 Uhr
Früher gab es Arbeitslager. Heute gibt es Amazon.
Franz.M.
26.06.2013 - 11:12 Uhr
Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!
Franz K.
26.06.2013 - 11:15 Uhr
Das ist korrekt richtig.
Geld ist Gott
26.06.2013 - 11:18 Uhr
Geld macht frei
Frank Z.
26.06.2013 - 11:20 Uhr
Das ist korrekt richtig.
INSM
25.07.2014 - 11:03 Uhr
Jeder ist seines Glückes Schmied.
Rauxel
25.07.2014 - 11:07 Uhr
Mein Abendessen für heute Abend hab ich mir schon um 4 Uhr in der Früh kopfüberhängend aus der Mülltonne im LIDL-Hinterhof geangelt.
bazileschiss
25.07.2014 - 11:09 Uhr
Bei mir wie jeden Tag Knastessen...
SPIEGEL TV
08.05.2016 - 12:29 Uhr
Allein in Deutschland werden jedes Jahr über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Doch es gibt auch Menschen, die gegen die systematische Verschwendung von Essen rebellieren.

http://www.spiegel.de/video/spiegel-tv-lebensmittelverschwendung-in-deutschland-video-1670721.html
Staatliche Lebensmittelverteilung
08.05.2016 - 12:35 Uhr
Das müsste eigentlich Merkels "Chefsache" sein. Aber das deutsche Volk lässt sich im hungrigen Zustand und im Tafel-Grabenkampf beschäftigt leichter regieren.
SpeziaI-Kai
08.05.2016 - 13:16 Uhr
Mach ich auch häufiger, dann ist vom Hartz mehr für Bier übrig!
Bazilusche
08.05.2016 - 13:28 Uhr
Mach ich auch häufiger, dann ist vom Hartz mehr für Bier übrig!
SpeziaI-Kai
08.05.2016 - 13:40 Uhr
Im Gegensatz zu dir bin ich direkt an der Quelle und kriege meine benötigte Bierration zum Nulltarif. Und jetzt wieder husch-husch zurück auf deinen 0,5-Quadratmeter-Balkon, ein wenig Tageslicht tanken! Außerdem gärt sicherlich schön deine Bionade-Latte in der Sonne.
SpeziaI-Kai
08.05.2016 - 13:43 Uhr
Wo kann man bei diesen dämlichen Tablets eigentlich diese unsägliche Eingabehilfe ausschalten? Sie nervt!
Essen
23.02.2018 - 20:22 Uhr
Gibt es das noch - oder heißt das jetzt "Tafeln"?
Mit dem dicken Auto zur Tafel
04.04.2018 - 09:46 Uhr
Manchmal wundert sie sich über die Autos, die bei der Tafel vorfahren.

"Ich hab gedacht, ich seh nicht richtig: Dann steigen die in einen 280er niegelnagelneuen Mercedes. Aber der war dann um die Ecke geparkt – das gibt’s doch gar nicht!"

Auch heute sehen wir in den zehn Minuten, die wir in der Nähe der Tafel im Nieselregen stehen, drei teuer aussehende Autos, in denen Familien wegfahren, die eben noch in der Tafel waren. Das ist es, was Renate Seelig traurig und wütend macht.

Die Familien in den dicken Autos sähen immer ausländisch aus, sagt Renate Seelig. Trotzdem sei sie nicht dafür, keine Ausländer mehr in der Tafel aufzunehmen.

http://www.deutschlandfunk.de/hoererwelten-wir-sind-die-armseligen-omas.1773.de.html?dram:article_id=414657
Essen
11.04.2018 - 09:49 Uhr
Warum gehen die Neu-zu-uns-gekommenen überhaupt zur Tafel? Gab es nicht die Anweisung, dass Ladendiebstahl bei dieser Personengruppe nicht verfolgt werden soll?
big brother fan
11.04.2018 - 11:24 Uhr
will endlich wieder containern, wann gehts los mit neuer staffel?
Le nœrtz (*wie immer im Realitätsverweigerungsmodus*)
11.04.2018 - 11:26 Uhr
Unglaublich! Der von unseren Gebühren bezahlte öffentlich-rechtliche Deutschlandfunk hetzt gegen Ausländer!
Containern in Zürich
19.08.2018 - 11:07 Uhr
„Polizeiruf“-Star Jasper Engelhardt
Er musste aus Müllcontainern essen

„Zürich ist eine sehr teure Stadt und am Anfang hatte ich finanziell keine großen Spielräume und habe containert und Foodsharing gemacht.“

Um über die Runden zu kommen, scheute er sogar vor Mülltonnen nicht zurück: „Ich habe noch haltbare, aber weggeworfene Lebensmittel aus Supermarkt-Müllcontainern gefischt und in Restaurants übriggebliebene Mahlzeiten abgeholt. Damit wirkt man der Essensverschwendung entgegen und spart den einen oder anderen Franken.“

https://www.bunte.de/stars/star-life/schicksalsgeschichten-der-stars/polizeiruf-star-jasper-engelhardt-er-musste-aus-muellcontainern-essen.html

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