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Wie rassistisch bist du?

User Beitrag
jin
22.11.2008 - 16:35 Uhr
https://implicit.harvard.edu/implicit/germany/

Beispieltest -> Rasse

Überraschende Ergebnisse..
Impatience
22.11.2008 - 16:51 Uhr
das dauert ja ewig..
l.
22.11.2008 - 16:57 Uhr
Krass!
Patte
22.11.2008 - 16:57 Uhr
Ziemlich. Hätte jetzt tierische Lust, einem Schaumkuss mit Migrationshintergrund die Rübe abzubeißen. Einfach mal so.
Merlin
22.11.2008 - 17:14 Uhr
..bin ua. Bassist..
Leatherface
22.11.2008 - 17:21 Uhr
Der eine Test wirft mir schon mal vor, dass ich Homos gegenüber Heteros bevorzuge. So, jetzt mal sehen ob ich rassistisch bin.
JaRaDa
22.11.2008 - 17:33 Uhr
Beim Sexualitätstest bevorzuge ich gering bis garnicht. Allerdings soll ich mittel weiße vor schwarzen bevorzugen, und gehöre damit zu 27% der Befragten..
Leatherface
22.11.2008 - 17:34 Uhr
Oh mein Gott, ich bin ein verdammter Rassist!
Homopat
22.11.2008 - 17:35 Uhr
Mittel oder stark?
Leatherface
22.11.2008 - 17:36 Uhr
mittel
MAR
22.11.2008 - 18:02 Uhr
Ihre Daten lassen vermuten:
schwache automatische Bevorzugung von Weißen gegenüber Schwarzen

ToRNOuTLaW
22.11.2008 - 19:04 Uhr
mittlere automatische Präferenz für heterosexuelle gegenüber homosexuellen Menschen

Ihre Daten lassen vermuten:
geringe bis gar keine automatische Bevorzugung von hellhäutigen oder dunkelhäutigen Menschen.

Ihre Daten lassen vermuten:
schwache Assoziation von "weiblich" mit Naturwissenschaft und "männlich" mit Geisteswissenschaft

Ihre Daten lassen vermuten:
schwache automatische Bevorzugung von Weißen gegenüber Schwarzen

schwache automatische Bevorzugung von dünnen gegenüber dicken Menschen.

Interessant.
Greylight
22.11.2008 - 19:09 Uhr
Wenn es die Gesellschaft so will, ist es die Pflicht eines jeden ehrlichen Bürgers, zu helfen, das Böse, das unser Land von innen vergiftet, zu bekämpfen?

WTF? Das klingt wie Bush-Ausdrucksweise. Verstehe ich nicht...

Ihre Daten lassen vermuten:
mittlere automatische Bevorzugung von Weißen gegenüber Schwarzen


OK, ich habe dem zugestimmt, dass wir manche Probleme nicht hätten, wenn manche Gruppen dort bleiben würden, wo sie sind.

Ansosten ist es doch aber auch so, dass in der Symbolik, ganz unabhängig von Hautfarben, schon seit jeher weiß als "gut" und "schwarz" als böse gilt. Von daher muss man da schon sehr umdenken, wenn der Reaktionstest das umdreht.
lü.
22.11.2008 - 19:13 Uhr
Ihre Daten lassen vermuten:
schwache automatische Präferenz für heterosexuelle gegenüber homosexuellen Menschen


Im Ernst: Ein Fehler des Tests könnte darin liegen, dass man als erstes mehrere Aufgaben lösen muss bei denen die vermeintlich bevorzugten Menschengruppen mit den positiv konnotierten Adjektiven gekoppelt sind. Das führt dazu, dass man von vornherein damit "vertraut" gemacht wird und insofern voreingenommen ist. Trotzdem ganz interessant das ganze.
Greylight
22.11.2008 - 19:14 Uhr
Grade als halber Metaller ist man da doch sicherlich ein bißchen so "gepolt".
Patte
22.11.2008 - 19:17 Uhr
Da muss ich mir ja keine Sorgen machen, in der Regel ziehe ich dunkles bzw. Schwarzbier fast immer einem kühlen Blonden vor...

(obwohl mir das dann wahrscheinlich wieder als reziproker Rassismus unterstellt werden kann, naja, egal)
ToRNOuTLaW
22.11.2008 - 19:21 Uhr
lü. (22.11.2008 - 19:13 Uhr):
Ihre Daten lassen vermuten:
schwache automatische Präferenz für heterosexuelle gegenüber homosexuellen Menschen

Im Ernst: Ein Fehler des Tests könnte darin liegen, dass man als erstes mehrere Aufgaben lösen muss bei denen die vermeintlich bevorzugten Menschengruppen mit den positiv konnotierten Adjektiven gekoppelt sind. Das führt dazu, dass man von vornherein damit "vertraut" gemacht wird und insofern voreingenommen ist. Trotzdem ganz interessant das ganze.


Es wurde an einer Stelle darauf hingewiesen, das diese Reihenfolge zufällig sei, tatsächlich wurden bei mir zunerst dick und gut gekoppelt.
lü.
22.11.2008 - 19:22 Uhr
Achso, dann hab ich das überlesen...
Merlin
22.11.2008 - 19:29 Uhr
Da stellt sich die Frage inwiefern ein solcher Test überhaupt authentisch bzw. repräsentativ ist.
Ich würd mal vermuten das dient eher der Unterhaltung als dass er wissenschaftliche Aussagekraft hätte..
oho!
22.11.2008 - 19:34 Uhr
schwache automatische Bevorzugung von Schwarzen gegenüber Weißen
Greylight
22.11.2008 - 19:34 Uhr
Schon wieder kommt "mittel" bei mir raus. Ich glaube, ich komme einfach nicht auf die Reaktionstests klar. ;-)
Daniela
22.11.2008 - 19:34 Uhr

Vor Jahren bin ich auf einer englischsprachigen Seite schon mal auf einen solchen Test gestoßen. Ich glaube, den hab ich auch hier ins Forum gepostet. Naja, das ist jetzt auch kein Beleg dafür, dass das wissenschaftlich zu nennen ist... vielleicht ist es irgendwie gängig?
Ich bevorzuge laut Test dicke Menschen. Wenn ich etwas über mich weiß, dann auf jeden Fall, dass ich - wie sehr viele Frauen - durchaus das gängige weibliche Schönheitsideal übernommen habe und sensibel auf Gewicht und Aussehen reagiere. Dieses Ergebniss muss eigentlich falsch sein.
Danie
22.11.2008 - 19:36 Uhr

Ergebnis
Strombuli
22.11.2008 - 19:39 Uhr
Ähm, der Test ist tatsächlich von Harvard! Der ist auf deren Seite seit Jahren online, da sind mit Sicherheit keine methodischen Anfängerfehler drin, sondern alles durchrandomisiert. Abgesehen davon sind IAT längst absoluter Standard zur Erfassung impliziter Einstellungen.
Leicht manipulierbar natürlich trotzdem, wenn man damit vertraut ist. Deswegen darf ich auch in der Sozialpsychologie keine 8€-Versuchspersonenhonorar mehr abkassieren^^
brny
22.11.2008 - 19:40 Uhr
"Ihre Daten lassen vermuten:
geringe bis gar keine automatische Bevorzugung von einer der beiden Gruppen"

hatte ich auch nicht anders erwartet.

dass 70 prozent (zumindest unbewusst) bei der behandlung von schwarz oder weiß differenzieren ist allerdings heftig...
Greylight
22.11.2008 - 19:54 Uhr
Mittlere Präferenz von heterosexuellen gegenüber homosexuellen Menschen.

Bei Hetero- und Homomännern habe ich jeweils "5", also neutral, angegeben; bei Heterofrauen "7" und bei Lesben "4".
kriminelle Energie
22.11.2008 - 20:14 Uhr
Die private Harvard Uni? Ist das nicht da, wo auch Skull and Bones ihr zuhause finden? Unseriös...
Raventhird
22.11.2008 - 20:21 Uhr
"Ihre Daten lassen vermuten:
schwache automatische Bevorzugung von Weißen gegenüber Schwarzen"

Ich frage mich aber deutlich, ob es nicht andersrum gewesen wäre ("schwache Bevorzugung von Schwarzen"), wenn man zuerst weiß und schlecht hätte assozieren müssen, weil man dann schon auf die entspr. Buttons trainiert ist.
Horstine
22.11.2008 - 20:40 Uhr
Ich bin zu dumm dafür:(
Strombuli
22.11.2008 - 20:41 Uhr

Ich frage mich aber deutlich, ob es nicht andersrum gewesen wäre ("schwache Bevorzugung von Schwarzen"), wenn man zuerst weiß und schlecht hätte assozieren müssen, weil man dann schon auf die entspr. Buttons trainiert ist.


Ich würde mal schwer davon ausgehen, dass die Effektgrößen an den Primacy Effekt angepasst sind, also zu deiner Frage: eher nein

Bei seinem individuellen Ergebnis kann man aber wohl sowieso nur von einer Tendenz und nicht Signifikanz sprechen, das unterliegt einer hohen Fehlervarianz und sinnvolle Rückschlüsse lassen sich nur bei großen Stichproben und dementsprechend hohem N ziehen.
Greylight
22.11.2008 - 20:43 Uhr
Na ja, beim Hetero/Homo-Test war bei mir "homosexuell" zunächst mit "gut" assoziiert und ich hatte dabei anscheinend eine längere Reaktionszeit. Ganz so dämlich scheint der Test also doch nicht zu sein.
Strombuli
22.11.2008 - 20:47 Uhr
Ganz so dämlich scheint der Test also doch nicht zu sein.

Nein, es ist aber lustig, dass es noch so ausgeklügelten Tests bei unliebsamen Ergebnissen erst einmal unterstellt wird;-)

Womöglich hattest du sogar kürzere Reaktionszeiten in der ersten Bedingung, nur relativiert am herausgerechneten Lerneffekt doch zu lange.
logan
22.11.2008 - 22:28 Uhr
Leicht angetrunken kam bei mir das hier raus:

Ihre Daten lassen vermuten: starke automatische Präferenz für homosexuelle gegenüber heterosexuellen Menschen

Ihre Daten lassen vermuten: starke automatische Bevorzugung von hellhäutigen gegenüber dunkelhäutigen Menschen.

Ihr Ergebnis: eine mittlere automatische Bevorzugung von Deutschland vor den USA

Ihre Daten lassen vermuten: geringe bis keine automatische Bevorzugung von dünnen oder dicken Menschen.

Ihre Daten lassen vermuten: geringe bis gar keine Assoziation von "weiblich" oder "männlich" mit Geisteswissenschaft oder Naturwissenschaft

Ihre Daten lassen vermuten: eine schwache automatische Bevorzugung von Ossis gegenüber Wessis

Ihre Daten lassen vermuten: geringe bis gar keine automatische Bevorzugung von einer der beiden Gruppen (schwarz/weiß)

Ihre Daten lassen vermuten: starke automatische Bevorzugung von "jung" gegenüber "alt"

---
NB:

Krass, wie oft man bei so einem auf schnell getrimmten Test angetüdelt selbst FLAGGEN versemmeln kann, ohne wirklich VIEL getrunken zu haben. °_°

Ich sollte das noch mal nüchtern wiederholen.

Bei Ost/West frage ich mich, inwieweit es den Test verfäslchen könnte, dass bei der visuellen Aufgabenstellung die (Landkarten-)Assoziation links=West & rechts=Ost hineinspielen kann; und dass in unserer Gesellschaft die rechte Hand kulturell eher positiv, die linke eher negativ besetzt ist.

aCku
22.11.2008 - 23:56 Uhr
also ich hab jetzt nur den ersten test mit deutschland und amerika gemacht,es ist klar, dass die meisten die guten begriffe schneller mti deutschland in verbindung bringen weil die zuordnung so gewählt ist.wenn man zuerst die guten und amerikanischen dinge auf einer seite hätte wäre es umgekehrt.hat meiner meinung nach üüüüberhaupt keine aussagekraft.beim zweiten mal muss man sich halt nur mehr konzentrieren, weil sich die grupen vertauscht haben und dadurch macht man mehr fehler.
tja
23.11.2008 - 00:21 Uhr
dachte ich auch, ist aber nicht so
Raventhird
23.11.2008 - 01:45 Uhr
Nein, es ist aber lustig, dass es noch so ausgeklügelten Tests bei unliebsamen Ergebnissen erst einmal unterstellt wird;-)

a) Bei jedem Online-Test ist Skepsis angebracht
b) So ausgeklügelt und originell ist das auch nicht, weil ich zumindest das Testprinzip schon kannte und mich erinnerte, irgendwann schonmal einen Test gemacht zu haben, der exakt so aufgebaut war
Raventhird
23.11.2008 - 01:50 Uhr
Nein, es ist aber lustig, dass es noch so ausgeklügelten Tests bei unliebsamen Ergebnissen erst einmal unterstellt wird;-)

a) Bei Online-Tests immer skeptisch sein
b) Das Testprinzip kannte ich schon - so originell und ausgeklügelt ist es also auch nicht
Raventhird
23.11.2008 - 01:51 Uhr
Nein, es ist aber lustig, dass es noch so ausgeklügelten Tests bei unliebsamen Ergebnissen erst einmal unterstellt wird;-)

a) Bei Online-Tests immer skeptisch sein
b) Das Testprinzip kannte ich schon - so originell und ausgeklügelt ist es also auch nicht
Strombuli
23.11.2008 - 02:24 Uhr
Man sollte grundsätzlich ALLE Studien auf ihre Mängel kritisch hinterfragen. Methodische Kritik ist sinnvoll, "ich bin aber doch gar kein Rassist der Test ist falsch und doof" nicht.
Von originell spricht auch niemand, IAT ist wie gesagt ein Standardtestverfahren zur Messung von affektivem Priming, damit wird seit ca. 20 Jahren gearbeitet. Woran du hier teilgenommen hast, ist nicht der ultimative "welcher Typ Aufreißer bist du?"- Test von gmx.de, sondern ein uralter Test der Uni Harvard, das sind nicht irgendwelche Amateure die nicht in der Lage wären, die offensichtlichsten Effekte auszubalancieren und herauszurechnen
keiler
23.11.2008 - 03:06 Uhr
Ihre Daten lassen vermuten:
schwache automatische Bevorzugung von Schwarzen gegenüber Weißen

hmm...
sirtenby
23.11.2008 - 17:08 Uhr
Zitat Strombuli: "Woran du hier teilgenommen hast, ist nicht der ultimative "welcher Typ Aufreißer bist du?"- Test von gmx.de, sondern ein uralter Test der Uni Harvard, das sind nicht irgendwelche Amateure die nicht in der Lage wären, die offensichtlichsten Effekte auszubalancieren und herauszurechnen"

Autoritätsgläubigkeit ist kein logisches Argument! Wirklich schwacher Beitrag von Strombuli, aber zur Ehrenrettung sei angemerkt, dass dies ein typischer Fehler von Psychologie-Studenten ist.
sirtenby
23.11.2008 - 17:23 Uhr
Noch zur Ergänzung:

Gerade dasjenige, das seit 20 Jahren verwendet wird, birgt Gefahren im Ansatz veraltet zu sein. Dies gilt jedenfalls in der Wissenschaft, mit der ich es zu tun habe.
brimsby
23.11.2008 - 17:25 Uhr
ein paar Infos zum ach so fundierten Harvard:

http://de.wikipedia.org/wiki/Harvard_University
hauptschulgaenger
23.11.2008 - 17:40 Uhr
ich denke auch, dass die uni in bielefeld wesentlich seriöser und vor allem fundierter (!!!!!) ist. im gegensatz zur doofen harvard. die ham doch eh alle keine ahnung da.
was
23.11.2008 - 18:04 Uhr
moment mal, bielfeld gibt es doch garnicht!
uczen
23.11.2008 - 18:20 Uhr
Warum wird denn der Test immer in der Reihenfolge gemacht und nicht zufällig mal gut/"das was angeblich für böse gehalten wird" mal gut/"was angeblich für gut gehalten wird" als erstes. erschließt sich mir nicht...
Raventhird
23.11.2008 - 18:25 Uhr
Man sollte grundsätzlich ALLE Studien auf ihre Mängel kritisch hinterfragen.

ein uralter Test der Uni Harvard, das sind nicht irgendwelche Amateure


;D. Sehr schöner Beitrag.

Ich übersetze: "Man sollte generell immer kritisch sein, aber dieser Institution glaube ich direkt alles."
Raventhird
23.11.2008 - 18:28 Uhr
Übrigens: Amateure sind überall unterwegs. In allen Institutionen und Bereichen des menschlichen Lebens. Glaub mir. Ich war schon so oft schockiert, welche Art von Menschen eigentlich an Orten arbeitet, an denen man vermeintlich nur die ultrakompetentesten Schlaubirnen vermutet.
Daniela
23.11.2008 - 18:37 Uhr

@Raventhird:

Hin und wieder ist es einfach lustig zu lesen, wie Statistiken oder Studien von Leuten kritisiert werden, die keinerlei statistische Ausbildung haben, aber dennoch meinen, die Studie sofort durchschaut zu haben.
Bei psychologischen Studien kenne ich mich nicht gut genug aus, aber in der Polwissenschaft und Soziologie ist das ganz ähnlich. Ich darf nur an die Diskussion zur WM erinnern, als ich die "Deutschen Zustände" Heitmeyers anführte. Ein unangenehmes Ergebnis und schon war die ganze Studie Schrott.

@uczen: Das wird nicht immer in der Reihenfolge gefragt.
Strombuli
23.11.2008 - 18:51 Uhr
Hin und wieder ist es einfach lustig zu lesen, wie Statistiken oder Studien von Leuten kritisiert werden, die keinerlei statistische Ausbildung haben, aber dennoch meinen, die Studie sofort durchschaut zu haben.

Amen. Genau das meinte ich.
Die hier kritisierten Sequenzeffekte sind übrigens nachgewiesnermaßen marginal und lassen sich herauspartialisieren. gleich mehr...

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