Bruce Springsteen - Working on a dream

User Beitrag
Amélie
17.11.2008 - 18:35 Uhr
Am 27. Januar erscheint wohl schon das nächste Album vom Boss mit dem Titel "Working On A Dream". Nach dem starken "Magic", welches für mich qualitativ in einer Reihe mit "Born To Run" und "Darkness on The Edge Of Town" steht, bin ich doch gespannt auf neues Material.

http://www.pitchforkmedia.com/article/news/147498-bruce-springsteen-unveils-new-album
Alex
17.11.2008 - 21:51 Uhr
Habe mich mit Magic nicht wirklich anfreunden können.
Born to run ist natürlich sein Überalbum und er wird es nie erreichen. Ein erfolgreicheres und massentauglicheres als Born in the USA wird es auch nicht werden. Ich hoffe eher auf ein Album wie Nebraska oder Devils & Dust, da ich sehr auf seine Geschichten stehe.
die nudl vom rudl
18.11.2008 - 00:34 Uhr
auch bei mir macht sich leichte vorfreude bemerkbar, nach dem tollen magic.
bartel(d.E.)
18.11.2008 - 09:24 Uhr
Ich finde Magic eher durchwachsen.
Als Leckerli zwischendurch gabs dieses Jahr mal eine Vinyl 10" - Springsteen covert Suicides(!) "Dream Baby Dream" - und das in äusserst epischer Form.
Loam Galligulla
19.12.2008 - 19:47 Uhr
Bisher ganz schwache Songs. Working on a dream & My lucky day wären selbst auf The Rising nur Durchschnitt. The Wrestler, naja. Schon hübsch. Schneidet aber niemals so tief ins Fleisch wie noch vor einem Jahr Terrys Song.
Loam Galligulla
19.12.2008 - 19:48 Uhr
Und schaut euch mal das Cover an. Das wird doch ne Jux Platte.
Hans im Pech
19.12.2008 - 20:12 Uhr
Ja, mit Born To Run hat Springsteen die Grenze zum Erfolg erreicht - weil es flach ist. Der erfolg basiert unter anderem darauf, dass er Klischees vertont und verwendet. Die Leute erkennen die Klischees und können das Ganze konsumieren.
Ich glaube es wäre wichtig für Springsteen, dass er für eine Weile wieder in einer Zelle arbeiten kann: eher mönchisch denn als (Polit-) Entertainer. Er hat mit NEBRASKA bewiesen, dass er das beherrscht. Für mich waren die Arbeiten am besten, die mit kleinen Aufwand aufgenommen wurden, mit wenigen Leuten. Ich glaube, dass er den Rhythmus verloren hat: zwischen Barack-Obama-Wahlkampf und großer Besetzung, zwischen politischer und Revue-Nummer. Wenn er andauernd Wahlkampf oder windelweichen Gebrauchs-Pop macht, verbrauchen sich die Mittel und die Formen.
Dito
19.12.2008 - 22:15 Uhr
Springsteen! Der alte Pißzipfel! Zupft sich pizzicato in die beste aller möglichen Welten weg. Springsteen!
Laß dir nicht einfallen, dass WORKING ON A DREAM Musik sei. Genau das, dass die Musik eine untergeordnete Rolle spielt, ärgert mich bei diesem beängstigend schlechten Machwerk...Musik für politische Zwecke zu mißbrauchen, bedeutet ihre Degradierung und Wertminderung durch Reduktion auf das rein Propagandistische. Es gibt welche, die nur springsteenesk Befriedigung finden können. Was mich angeht, und zweifellos ist das mein Pech, ich kann nur mit zugehaltenen Ohren ausscheren.
Dani 1968
19.12.2008 - 22:43 Uhr
Meine Erfahrung mit ihm sind: Ich erwarte viel von ihm, und ich möchte alles von Bruce hören, aber ich merke immer wieder, dass es dann zu einem Punkt kommt, wo ich ihn nicht mehr ertragen kann, wo ich mich zurückziehe.
Bruce_Fan
19.12.2008 - 22:51 Uhr
Meisterwerk!
Dani 1968
19.12.2008 - 22:56 Uhr
Mein Eindruck ist eher, dass es heute schwerer ist, Bruce-Springsteen-Platten zu ertragen.
Hans im Pech
19.12.2008 - 23:06 Uhr
Ja. Er legt so viel Wert auf Politik, Unterhaltung und Zerstreuung, und die Musik hat keinerlei Bedeutung.

Ehemaliger Bruce-Fan
19.12.2008 - 23:22 Uhr
Dreck! Dieses Wort ist meine Huldigung an Bruce.
Als Springsteen begann, mit tonalen Versatzstücken aus der Mottenkiste zu arbeiten, zum Beispiel bei seiner Produktion von "The Rising", hatte ich das Gefühl, dass die Musik nicht viel mit Bruce Springsteen zu tun hatte. Ich dnke, es hätte ebensogut John Mellencamp sein können, eine perfekte Parodie von John Mellencamp. Ich erwähne John Mellencamp nicht zufällig, da ich mehrfach während des Hörens des Albums an ihn dachte, und ich hörte es einige Male.
Dani 1968
19.12.2008 - 23:42 Uhr
Anfangs war Bruce ein "Outsider", war "Avantgarde", nun ist er zum "Rolls-Royce" unter den Spitzenpolitikern und Mainstreamhörern geworden. Aber ich denke, das ist ein normaler Vorgang. Springsteens Platten erfordern den Einsatz von viel Geld und Studiotechnik, sie funktionieren nicht ohne hinreichende Ressourcen - und daher hatte er anfangs größere Schwierigkeiten. Seine Musik ist keine "Karge Musik" im Sinne Bob Dylans.
Als "Born In The U.S.A." 1984 erschien, wurde die Platte mit derartiger Begeisterung aufgenommen (und gekauft), dass es schon fast der Ankunft des Messias glich. Er hatte damit einen durchschlagenden Erfolg, und es ist normal, dass sich durch diese Art der Euphorie, des Beifalls und der Bewunderung Möglichkeiten für ihn eröffneten. Ich habe kein Problem damit, ich denke, dass ein Künstler erfolgreich sein und hofiert werden muss.So gewinnt er Zeit für Forschung und Lehre, Liebe und Sex, Nachdenken und Reisen.
Bruce_Fan
20.12.2008 - 00:00 Uhr
In meinem Leben gibt es vielleicht ein halbes Dutzend Künstler, die mich in der Art und Weise geprägt haben wie Springsteen. Ein anderer ist Helmut Dietl. Es kommt vor, dass Dietl einen Film macht, der mir mißfällt, aber das ist bedeutungslos. Sein Werk erweitert das Spektrum dessen, was Kino sein kann. Und aus meiner Sicht schafft Springsteen vergleichbares.
Argwohn
20.12.2008 - 15:58 Uhr
Ich bin gespannt auf das neue Album, was ja bereits ungehört ganz schön zerredet wurde hier. Dabei können solche Schnipsel oder einzelne Single-Tracks niemals für ein Album als Gesamtkunstwerk sprechen.
Loam Galligulla
21.12.2008 - 15:07 Uhr
Redet hier ja nicht "Magic" schlecht. Beste E-Street Album seit Born In The USA. Okay dazwischen liegen auch nicht sonderlich viele. Trotzdem ;-)
Springsteen - Versteher
22.12.2008 - 19:56 Uhr
Bruce Springsteen ist auch so einer, der einem mit seiner Volksschulmentalität auf den Geist gehen kann. "In the room where fortune falls/ On a day when chance is all" - das ist echt gut! - "Honey you´re my lucky day" - wirklich phantastisch! Wenn ihm sowas in einer Bar eingefallen wäre und er keinen Stift mitgehabt hätte, hätte die Welt für immer darauf verzichten müssen. Also ich bin wirklich froh, dass es überall so viel Tinte und Papier gibt, weil der Mann ja so begabt ist!
dude
22.12.2008 - 20:06 Uhr
Ganz meine Meinung. Echt albern dieser Song.
Loam Galligulla
06.01.2009 - 01:12 Uhr
Also nee, dieses Mal enttäuscht er sehr. Life Itself ist einfach nur nett. Wer hört den bitte nette Musik. Diese Midtempo inhaltsschweren Songs bringt er in dieser Phase einfach nicht mehr mit Elan rüber. Ich vermisse in diesen Songs einiges. Irgendwo las ich zuletzt das Keith Richards meinte er wäre der "Rock N Roll Donovan". Kein Wunder bei solch Richard Marx Schunklern wie "My lucky day".
Amélie
08.01.2009 - 17:34 Uhr
Weiß vielleicht jemand, ob der Vinyl-Ausgabe ein Downloadcode beigefügt wird?

Neil
16.01.2009 - 21:43 Uhr
Alle richtigen Zutaten sind da (Kitsch, Pomp, Bruce-Springsteen´sche Breitbeinigkeit),aber das Album WORKING ON A Dream ist einfach keines. Die impressionistischen Lieder haben wenig Witz und Schwung; das Album wirkt wie ein müder Abklatsch. Natürlich hat es seine Momente: Ich zum Beispiel freue mich immer, einen Richard-Marx-Schunkler wie Lucky Day zu hören. Diese Nummer ist auf eine unerträgliche Weise rührend, Springsteen schöpft erneut aus der US-amerikanischen Schnulzen-Tradition und kombiniert die Melodie von RIGHT HERE WAITING mit Bildern, die man von TITANIC kennt. Dieser Song ist typisch für den späten Springsteen, es gibt nur wenige Liebeslieder, in denen solch kitschige Metaphern auftauchen.
Gratze
17.01.2009 - 07:11 Uhr
Ganz, ganz schlimm! Übelste Bruce-Springsteen-Grütze! Unerträglich!
Mixtape
17.01.2009 - 08:19 Uhr
Und doch wird es mit ziemlicher Sicherheit in den Top 5 der Jahrescharts des deutschen Rolling Stones landen. :-)
Gunter Gabriel
17.01.2009 - 14:02 Uhr
Richtig. An dem haben die Kritiker (vom RS) echt einen Narren gefressen. So eine Platte kann man auch nur in eine Top-Liste wählen, wenn man noch nie eine andere Pop-Platte gehört hat. Hmpf
BrockLanders
21.01.2009 - 09:43 Uhr
Im Stream:

http://tinyurl.com/9e6a8p


Nowe75
22.01.2009 - 13:12 Uhr
oder hier
http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=99173117
Springsteen-Fan
22.01.2009 - 13:45 Uhr
Wirklich derbe Enttäuschung! Auch nach mehreren Durchläufen wird das einfach nicht besser... vielleicht sollte sich der Mann mal ein bisschen mehr Zeit lassen.
Nowe75
22.01.2009 - 14:15 Uhr
Ich habs mir auch nun 2 mal gegeben, so doll ist die Scheibe wirklich nicht. Aber gerade die ruhigen Momemte, da ist der Boss ganz gross.
Drews92
24.01.2009 - 19:39 Uhr
Wo bleibt denn die bitte die Rezension des neuen Albums auf dieser Site?
Drews92
24.01.2009 - 19:40 Uhr
...denn die anderen Alben von ihm sins ja auch da
Bruce Springsteen Versteher
24.01.2009 - 20:24 Uhr
Rezension des Albums : Musikalischer Dreck, verbaler Dreck, politischer Dreck, Dreck, Dreck, Dreck...

1 von 10 möglichen Sternen!
Nowe75
25.01.2009 - 01:11 Uhr
@ meinen vorposter: geh kacken!

so schlecht ist das Album nicht, nach mehrmaligen Hören 3/5 oder 6,5/10.
Kritik: Der 1. Song ist viel zu lang, der Rest nett typische Hooks vom Boss, geile Produktion von Brendan. Dennoch hat man das Gefühl der Boss ist selbst zufrieden, der richtige Präsident wurde gewählt...(working on a dream)
Das Album wurde neben der Tour zu Magic aufgenommen, aus der Laune heraus(B Seite ruft). Trotzdem geile Momente, aber immer an der Grenze zur Selbstgefälligkeit und mit einer Portion Kitsch. Das Cover ist Mist, im inlay das Bild ist viel besser, es bleibt sein Geheimnis warum er dieses Cover wählte (im working on a dream...;) Kein Meilenstein, aber die lebende Legende hat wieder ein Album aus dem Arm geschüttelt, welches vieles aus den Chartmist in den Schatten stellt. Seine Aura ist immer noch gross. Demnächst mal wieder länger Pause machen, dann kommt auch wieder richtig großes dabei heraus. Ich sehe ihn mit 70 wie Cash mit Wandergitarre am Lagerfeuer sitzen...ich freue mich drauf
Politischer Fachmann
25.01.2009 - 09:37 Uhr
Für das Album "Working On A Dream" kann man Barack Obama, dem es gewidmet ist, nicht haftbar machen: Mit seinen Visionen und Überzeugungen hat das Album von Bruce Springsteen außer ein paar Namen und Slogans nichts gemeinsam. Sobald der Blender Obama die Tarnung nicht mehr braucht, läßt er den Boss liquidieren.
captain kidd
25.01.2009 - 11:28 Uhr
noch mal schnell mit dem obama-hype kohle machen. kollegah bleibt der boss der bosse...
Paule
01.02.2009 - 14:53 Uhr
Bin ich hier irgendwie im falschen Film. Das ist schlicht und ergreifend ne (sehr) gute Platte. Hier und da etwas zu viel Pathos und die zweite Hälfte ist außer "The Wrestler" (deulich) schwächer als die erste, aber gute 7 oder knappe 8/10 sinds auf jeden Fall.

Sind hier nur Springsteen-Hasser?

Grüße

Paule
Drews92
01.02.2009 - 15:12 Uhr
Nein, hier sind nicht nur Springsteen-Hasser!
Mir gefällt das Album ebenfalls sehr gut, wenn auch eine kleine Ecke schlechter als "Magic".
Da der offizielle Test nun eingetroffen ist, fühle ich mich bestätigt.
Insgesamt sind die Songs der 2. Hälfte zu banal und ähneln sich zu sehr, aber dafür dass das letzte Album gerade mal ein Jahr zurück liegt, kann man sichs doch anhören!

PS: Das coole "Good Eye" wäre im Test ruhig eine Extraerwähnung wert gewesen
musie
11.02.2009 - 14:59 Uhr
also nach ein paar wochen ist die platte bei mir sehr gewachsen. this life z.b., sehr springsteen-untypisch, aber so ein guter song. outlaw pete und the wrestler sind eh schon klassiker. alles sehr bejahend, ich glaube, dieses album wird mich durch den sommer begleiten...
Sick
12.02.2009 - 08:24 Uhr
Irgendwie nicht so toll. So wischi waschi popig, irgendwie banal.
Unterm Strich bleiben zwei gute Songs (Good Eye, Life Itself), das ist doch ein bischen wenig.
Er sollte seine E-Street Band auflösen und entweder Rick Rubin anrufen oder die Folkband der Seeger Sessions reanimieren.
Jetzt war Magic schon nicht der große Wurf, wenn auch zwei der besten Springsteen Songs dort zu finden waren, das hier ist noch schwächer.
"Klassiker" sind hier auf jeden Fall nicht zu finden.
Boah und das Cover...
Immer noch wohlwollend 5/10.
musie
12.02.2009 - 08:52 Uhr
@sick: sehe ich überhaupt nicht so. so variantenreich wie auf dem neuen album war springsteen seit jungleland nicht mehr. deine beiden guten songs sind die zwei, welche mir auf dem album am wenigsten gefallen. das album ist völlig verspielt und in der tat eher poppig. doch das kommt ihm sehr gut, finde ich.
Sick
12.02.2009 - 10:18 Uhr
Du nennst das variantenreich, ich nenne das schnulzig banal.
Ich glaube so schlecht war er seit Human Touch nicht mehr.
musie
12.02.2009 - 13:48 Uhr
es stimmt, dass ein völlig banales/einfaches lied wie tomorrow never knows auch von jack johnson stammen könnte. und suprise, suprise ist sicher textlich banal, aber da gehts ja auch um die einfache (spiel)freude. this life mit seinem orchestralen einfluss find ich spitze, so einen springsteen-song gabs noch nie, und die drei in der rezension genannten highlights sind sowieso schon klassiker und keineswegs schnulzig.
Torsten
21.02.2009 - 21:47 Uhr
Also irgendwie versteh nich die vielen negativen Meinungen auch nicht. This Life (auch wenn es sehr an Beach Boys orientiert ist), My Lucky Day, Tomorrow Never Knows, The Last Carnival und The Wrestler sind zweifellos sehr gute Songs.
Zwar sind auch einige (wirklich nicht sehr gute) Songs (Life Iself, Kingdom Of Days) dabei, aber auf welchen Springsteen Album waren die nicht zu finden.
Als Fazit würde ich das Album als sehr abwechslungsreich, gerade auch durch seinen spontan-intuitiven (wenig nachproduziert) Touch als sehr abwechslungsreich und gelungen bezeichen.
bartel(d.E.)
14.03.2009 - 11:32 Uhr
Viel besser als urprünglich gedacht. Gewachsen. 7 minimum.
Kaimon
28.02.2012 - 19:54 Uhr
Der Springsteen kann einem mit seiner Volksschulmentalität wirklich auf den Geist gehen. Wobei es
mir überhaupt fraglich erscheint, ob der Springsteen jemals eine Schule besucht hat.
Vielleicht wird er gerade deshalb vom einfachen, ungebildeten Volk als Halbgott verehrt.Psychologisch
ist das einigermaßen erklärbar: Springsteen rebellierte in seiner Jugend einerseits gegen seinen Vater
und versuchte ihm so wenig wie möglich zu gleichen; andererseits übernahm er dessen Werte aus der
Arbeitswelt (u.a. Misstrauen gegenüber Intellektuellen) sowie dessen Begeisterung für Autos. Diese
Ambivalenz kennzeichnet auch sein Verhältnis zur Musik.

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