The Cure - Disintegration

User Beitrag
Vollblutanalytiker (j)
01.07.2014 - 12:44 Uhr
Man müsste bei "17 seconds" die erste Minute und die letzte Minute rausnehmen und den Mittelteil mit einem gepflegten Scooter-Beat unterlegen und ansatt Robert Smith würde Helene Fischer singen. Das würde den Song in eine komplett anderen Konetxt zur globalen Erderwärmung stellen.

Herr

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01.07.2014 - 22:16 Uhr
Ein frischer anderer Kontext sei willkommen, besonders im hintereren Mittelteil.
verstehe ich nicht
02.07.2014 - 04:20 Uhr
wieso wird auf castorps aussagen herumgehackt? langeweile?
Blackmail Louie
02.07.2014 - 07:29 Uhr
kann man der endgeilen analyse echt nicht verstehen.

Desare Nezitic

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18.09.2014 - 01:45 Uhr
Schwarzer Tee. Kerzen an. Kopfhörer auf. 10.0. Ein Album für die Ewigkeit und mehr.
Desare Disintegrazic
18.09.2014 - 03:06 Uhr
Schwarzer Tee. Schwarzes Badewasser. Rasierklingen bereitgelegt. Kopfhörer auf. Föhn an. 10.0. Ein Album für die Badewanne, aber nicht für die Ewigkeieieieie....*brrrrrrrrrzzzzz*

Desare Nezitic

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18.09.2014 - 03:12 Uhr
Amüsanter Fake zum Gang ins Bett :)

Frank Shankly

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18.09.2014 - 12:35 Uhr
mir sagt das Album an einem sonnigen Frühlingstag allerdings deutlich mehr zu, zu der Badewanne passt 'Pornography' deutlich besser

MopedTobias

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18.09.2014 - 14:32 Uhr
Seh ich ähnlich, die Disintegration ist sogar streckenweise recht positiv. Die 10/10 unterschreibe ich aber natürlich trotzdem absolut bedenkenlos.

Desare Nezitic

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18.09.2014 - 16:11 Uhr
"Disintegration" ist bezüglich der Stimmung flexibler und abwechlungsreicher. "Lovesong" z.B. ist nichts weiter als ein schattiger, in Melancholie getränkter Sommerhit. Das folgende "Last Dance" hingegen trägt wieder sehr viel der alten Goth-Ästhetik von 81/82 mit sich.

Welcher (streitbare) Eindruck sich bei mir nach nochmaligen Hören verfestigt hat, mal kurz aufgeschrieben: Das Album wäre mit Beendigung von "Homesick" noch wesentlich runder als ohnehin schon.
Grund: Nach der Popschiene bis einschließlich "Fascination Street" mäandert das Album mit dem sehr langsamen Doppel "Prayers for Rain"/"The Same Deep Water As You", wobei ersteres Lied als Übergang funktioniert, in sehr langsame und atmosphärisch geprägte Gefilde, die isoliert wie ein eigener Akt stehen. Der zweite Song zeichnet ein hochemotionales und depressives Bild, die Lyrics lassen sich vielseitig interpretieren, z.B. auch bis hin zum Suizid einer geliebten Person. Für mich ist es die tieftraurige lyrische Verarbeitung einer gescheiterten Beziehung.
Der Regen setzt ein, bevor sich der Titeltrack regelrecht freischwimmt und das Thema des vorangegangenen Opus aus einer fortgeschritteneren Phase wesentlich deutlicher behandelt. Eine Melange der Gefühle, die das lyrische Ich genauso heimsucht wie den Hörer. Trauer, Wut, Verzweiflung, ein in Ekstase herauskommendes Trotzaufbäumen. Wohlmöglich der Song, der wie kaum ein anderer mit "Dancing with Tears in My Eyes" am besten beschrieben ist. Es gibt keinen Song der Band, der mit einer größeren Wucht daherkommt als dieses De-facto-Finale.
Das folgende "Homesick" hat nach diesem Höhepunkt die Funktion des Herunterkommens, des imaginären Abspanns. Insgesamt stellt dieses Stück zudem die durchschnittliche Stimmung des gesamten Albums dar: melancholisch ja, aber nur zaghaft depressiv, eher mit optimistischen Untertönen, sofern mensch dies vor allem aus dem Titeltrack rausinterpretieren will. Des Weiteren würde das Album mit dem nur passensten aller möglichen Verse enden: "The desire in me to never go home".
"Untitled" wirkt dann im Albumkontext zumindest für mich etwas überflüssig, was nichts daran ändert, dass dieses Lied für sich alleine hervorragend ist, insbesondere das Intro/Outro. Mir ist es als Closer jedoch zu versöhnlich. Es erscheint mir als ein Zuviel der positiven Stimmungsentwicklung, wenn ich die nachgezeichnete Entwicklung des Gesamtwerkes im letzten Drittel betrachte.

Was jedoch nach jedem Durchgang bleibt ist erstmal Stille und das neuerliche erkennen, dass mensch eines der besten Alben überhaupt gehört hat mit Texten, die für sich allein wünderschön sind und meilenweit über emolastige Poesiebüchereinträge zahlloser Smith-Epigonen, zeitgenössische als auch heutige, hinausgehen.

VelvetCell

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18.09.2014 - 17:32 Uhr
Interessante Ansicht, die ich zu großen Teilen teile. Bis auf:

"Untitled" ist einer meiner absoluten Lieblingssongs - nicht nur von The Cure - und der krönende Abschluss von Disintegration. Damit ist das Quartett, bestehend aus "The Same Deep Water ...", "Disintegartion", "Homesick" und "Untitled" der beste Albumabschluss überhaupt.

Sicher, auch "Homesick" wäre ein würdiger Schlusspunkt; aber "Untitled schließt sich stimmig an und ist kein Stück sonniger oder versöhnlicher als "Homesick"; beide Songs haben für mich eine ähnliche Stimmung - eine erschöpfte, akzeptierende, aber friedvolle Stimmung nach einem großen Sturm.

Die Zeile "Feeling the monster climb deeper inside of me, feeling him gnawing my heart away hungrily" treibt mir noch heute Schauer über den Körper.

Thanksalot

Postings: 248

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18.09.2014 - 19:04 Uhr
Oh ja. Ein großes Album, dessen Verlauf gleich mehrere Stimmungen transportiert. Fängt verträumt an, geht über traurig bis hin zu depressiv und hört schließlich beim "Licht am Ende des Tunnels" auf (mir fiel grad kein Wort ein).
Fand "Untitled" zunächst auch erst zu positiv für den Abschluss, aber die Melodie und der bittersüße Text passen doch perfekt.
Was mich außerdem immer fasziniert, ist, dass die meisten Songs sich in ihrer Struktur quasi überhaupt nicht verändern. Trotzdem fällt man nicht der Langeweile zum Opfer, was bei solch einer Spielzeit keine Selbstverständlichkeit ist.

Castorp

Postings: 2793

Registriert seit 14.06.2013

18.09.2014 - 19:31 Uhr
@Desare Nezitic:
Kluge Zusammenfassung.
Ich hatte bei "Untitled" auch immer das Gefühl, dass da so ein "unpassender" Bruch kommt - wie ein Jahre später "rangeklatschter" Bonustrack. :-) Naja, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und mittlerweile würde mir wohl irgendetwas fehlen, wenn der nicht mehr da wäre...

@Velvet Cell:
"Die Zeile "Feeling the monster climb deeper inside of me, feeling him gnawing my heart away hungrily" treibt mir noch heute Schauer über den Körper."

Passend auch zu "Spiderman is having me for dinner tonight". :-)
Robert "Klemmi" Gernhardt
19.09.2014 - 01:54 Uhr
Der Kragenbär, der holt sich munter/ einen nach dem anderen runter.

Herr

Postings: 757

Registriert seit 17.08.2013

19.09.2014 - 22:16 Uhr
Ich finde, man sollte die Dinge dann auch mal auf sich beruhen lassen.

MopedTobias

Postings: 9459

Registriert seit 10.09.2013

07.04.2015 - 11:26 Uhr
Lilybye:

https://www.youtube.com/watch?v=ZTWIn7An678
@mopi
07.04.2015 - 18:58 Uhr
eine perle!

Desare Nezitic

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Registriert seit 13.06.2013

10.04.2015 - 20:38 Uhr
Also das was sich da hinter dem geposteten Link verbirgt finde ich ja mal richtig ultramäßig __________ :)
ratefuchs
11.04.2015 - 02:01 Uhr
"galaktisch"?

MopedTobias

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12.04.2015 - 22:01 Uhr
"Unglablich gut"? Schön, dass wir uns mal verstehen, Desare ;)
Desare
12.04.2015 - 22:49 Uhr
...and I just smile...:)
Blackberry1
12.04.2015 - 23:07 Uhr
Ich dachte diese Scheiße mit den Mashups wäre schon seit 15 Jahren abgehakt. Braucht doch niemand diesen Quatsch.
OrphiVII
13.04.2015 - 02:03 Uhr
Sprich für dich selbst, du Pfeife.
Mashups wurden schon sooft totgeschrieben, gibt aber immer mal wieder ein paar kreativ herausragende Meilensteine.
schnoiz
13.04.2015 - 13:48 Uhr
find den mashup eigentlich auch recht gut. lily allen geht immer. ^^

MopedTobias

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13.04.2015 - 17:50 Uhr
Wir verstehen uns :)

Steh eigentlich auch nicht so auf Mash-Ups, aber hier passts mal richtig richtig gut.

saihttam

Postings: 1088

Registriert seit 15.06.2013

03.06.2016 - 02:39 Uhr
Hab das Album anfang der Woche zum ersten mal gehört und kann seitdem eigentlich fast nicht davon lassen. Scheint tatsächlich ein ziemliches Meisterwerk zu sein.

Affengitarre

User und News-Scout

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Registriert seit 23.07.2014

03.06.2016 - 04:26 Uhr
Ist wirklich ein sehr gutes Album, von den meisten Leuten wohl auch als Meisterwerk der Band angesehen. Ich persönlich finde "Pornography" noch ein Stück besser. Es wird weniger mit Synthieflächen und der süßen Melancholie gearbeitet, sondern ist extrem düster, minimalistisch und hart. Ruhig mal reinhören, könnte sich lohnen!
fat bob
03.12.2017 - 15:44 Uhr
plainsong (8/10)
pictures of you (10/10)
closedown (8/10)
love song (10/10)
last dance (6/10)
lullaby (9/10)
fascination street (9/10)
prayers for rain (7/10)
the same deep water as you (6/10)
disintegration (8/10)
homesick (6/10)
untitled (7/10)

kingsuede

Postings: 980

Registriert seit 15.05.2013

25.12.2017 - 00:08 Uhr
Ganz klar mittlerweile mein absolutes Lieblingsalbum von The Cure und ein Album für die Ewigkeit (Platz 24, 2014) und die einsame Insel. Auch ein Album, das trotz seiner Länge nie zu lang wirkt, im Gegensatz zum Vorgänger. Die Einzelbewertung liegt bei 8,9.

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