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Film: Martyrs

User Beitrag
Blauer Meeresgott
14.04.2009 - 21:48 Uhr
Und so schlimm Prügel grundsätzlich sind, sind sie alles andere als verstörend.

Mann, was ist denn mit euch los, dass ihr solche Sätze posten könnt?
polemi
14.04.2009 - 22:06 Uhr
man versteht Agent Cooper hier grad falsch, wenn man ihm dumpfe Gewaltamstumpfung unterstellt.

...solche Sätze wie obigen kann man durchaus posten OHNE damit Prügel und "harmlose" Folter zu verharmlosen oder gar zu befürworten.

Es geht hier um die filmische Inszenierung von Gewalt, und diese versteht Agent Cooper als vergleichsweise harmlos, nicht mehr und nicht weniger. und auch nicht krank und auch nicht gesund.
John
14.04.2009 - 22:11 Uhr
Naja, vielleicht war ihm Martyrs auch zu soft - vielleicht "braucht" er mehr, um BEFRIEDIGT zu sein!
Leatherface
14.04.2009 - 22:22 Uhr
Ach, jetzt halt doch mal den Mund. So ein Blödsinn.
Farini
14.04.2009 - 23:28 Uhr
Aber irgendetwas was die Verstörung der Zuschauer erklären könnte habe ich schon erwartet. Und so schlimm Prügel grundsätzlich sind, sind sie alles andere als verstörend.

Schlimm fand ich vor allem die Monotonie und Redundanz der Folter. Das schien sich ja tage- oder gar wochenlang hinzuziehen. Und immer wieder das selbe Muster: Prügeln bis zur Ohnmacht, wecken und wieder prügeln. Das ist in meiner Vorstellung nicht minder zermürbend als die Abtrennung diverser Körperteile mit Kettensägen oder ähnliches.

Was die Darstellung der Gewalt betrifft, fand ich allerdings tatsächlich den (mehr oder weniger) vergleichbaren "Inside" weitaus unangenehmer und brutaler. Gerade bei diesem Film würde ich sogar so weit gehen und behaupten, dass er wirklich hässlich war und das ertragbare Maß deutlich überschritten hat. Und so unzimperlich ich eigentlich bin, was die filmische Darstellung physischer Gewalt angeht, würde ich Inside sogar unterstellen, dass er schamlos Gewalt wirklich nur um ihrer Selbstzweck darstellt und sich dabei auch bewusst sadistisch daran ergötzt, annähernd über das akzeptaple Maß hinaus. Martyrs war vor allem deshalb erträglicher, weil die Gewalt in eine Geschichte oder zumindest einen philosophischen, selbstreflexiven Kontext eingebettet war. Also ja, gerade im Hinblick auf ähnlich gelagerte Filme: Es gibt deutlich schlimmeres.

Agent Cooper
15.04.2009 - 00:06 Uhr
Auf John gehe ich nicht mehr ein, da er meine Beiträge offensichtlich gar nicht richtig gelesen hat. Ansonsten hat es polemi ganz richtig verstanden.
Wie
15.04.2009 - 00:35 Uhr
heißt und von wem ist eigentlich der Song, der im Abspann gespielt wird?
John
15.04.2009 - 00:54 Uhr
€Agent Cooper

Geh bitte mal zum Psychologen! Es ist nur in Deinem Interesse...
Strombuli
15.04.2009 - 00:56 Uhr
ist ja gut jetzt
Wie
15.04.2009 - 01:29 Uhr
Was mit dem Song? jemand der Bescheid weiß? Den fand ich ziemlich gut als Abspann gewählt.
arnold
15.04.2009 - 02:46 Uhr
Uiuiui, jetzt kommen die ganzen Gutmenschen aus ihren Löchern gekrochen, die sich einen Film des Genres nach dem anderem reinziehen. Fahrt mal in die Staaten, vielleicht dürft ihr ja dort bei nem Vollzug einer Todesstrafe zuschauen. Was Agent Cooper da von sich gibt, finde ich nun alles andere als angreifbar. Dabei steh ich weder auf solche Filme, noch schau ich sie an.
@Milo
15.04.2009 - 12:09 Uhr
"Fällt denn niemandem auf, dass die Familie tot ist? Schulkameraden der Kinder vielleicht?"

wenn ich mich nicht irre, wurde erwähnt, dass der tag an dem lucy die familie aufsuchte ein sonntag war. außerdem hatte es den anschein, dass das haus ein wenig abseits gelegen war. der telefonhörer war später nicht aufgelegt, so dass der anschein erweckt werden sollte, dass es einfach ein ruhiger familiensonntag war und sich nicht in der hektik des alltags jemand wundert, wo wer denn im job oder in der schule bleibt. oder so ähnlich ;)
John
18.04.2009 - 00:46 Uhr
@Agent Cooper
vielleich solltest Du dir INSIDE anschauen, befriedigt deine Triebe vielleicht mehr!
ToRNOuTLaW
18.04.2009 - 01:16 Uhr
@John: blub

Viel unwahrscheinlicher als das Phänomen das niemand die Kinder vermisst ist doch, dass jene, wohl kaum in die Vorgänge im Keller eingeweiht, von diesen nichts mitbekamen...selbst wenn sie die meiste Zeit im Internat waren, müssen die Opfer doch an den Wochenenden und in den Ferien weiter ernährt und geschunden werden?
The MACHINA of God
18.04.2009 - 12:27 Uhr
Haha, John hat auch gar ncihts verstanden. Erinnert mich ein wenig an manassass im Dschungel-Thread.
anna bella
02.05.2009 - 00:09 Uhr
hey leute,hab jetzt nciht alles gelesen und hoffe,dass nich schon jemand das gleiche geschrieben hat wie ich jetzt.
also ich wollte mich mal im film erklären versuchen.

"Wie wollen diese alten Säcke denn anhand von ein paar Fotos, auf denen fast tote Menschen abgebildet sind, die in ihrer Agonie vor sich hinstarren, ableiten, dass diese gerade das Leben nach dem Tod sehen können?"

die anführerin da erklärt doch,dass diese "fast toten menschen" allesamt nicht religiös waren, sich aber alle während sie in einem übergangszustand zwischen leben und tod schwebten, mit ihren blicken zum himmel gewand haben.da sie wie schon gesagt alle aber eig nich religös waren (so dass man mit zu gott wenden in der letzten minute nciht argumentieren kann)und uhre augenstellung nach oben auch nich medizinisch erklärbar ist, ist es für diese leute grund zur annahme,dass die sterbenskranken eine religöse erfahrung machen.
genau wissen sie es natürlich nicht,aber deswegen versuchen sie ja auhc jemanden in solch einen überganszustand zu bringen.
das ende, also, dass sich die anführerin erschießt, verstehe ich so:das mädchen berichtet ihr was sie gesehen hat,sprich was sie und somit jeden anderen menschen nach dem tod erwartet.eig soll die frau ja das erfahrene der anhängerschaft mitteilen.doch anstatt dies zu tun bringt sie sich um, da sie meiner meinung nach etwas schreckliches erfahren hat.sprich was uns nach dem tod erwartet ist nicht die erlösung (wie (streng-) gläubige annehmen), sondern das genaue gegenteil.was genau erfährt man natürlcih nciht,da die phantasie in diesem fall wohl die größten übel aushecken kann.da sie es einerseits nicht über sich bringt diese botschaft an ihre anhängerschaft weiterzugeben und sie andererseits nicht weiter leben kann mit dem wissen auf dass was sie nach dem tod erwartet, bringt sie sich lieber um.also wären die worte "zweifeln sie", die sie an ihren "handlanger" weitergibt, so zu verstehen,dass sie ihnen rät nciht weiter nach der antwort auf das was nach dem tod passiert zu suchen,da dies eben unerträglich scheint.
was meint ihr dazu?
Hubertus Heil
02.05.2009 - 08:58 Uhr
kann man genauso auch anders sehen. Das Leben nach dem Tod ist so wunderschön, das sie sich umbringt, um direkt dahin zu gelangen.
Hei Hubertus
02.05.2009 - 09:11 Uhr
Und wieso dann das "Zweifeln Sie!"?
ToRNOuTLaW
02.05.2009 - 13:02 Uhr
Was danch kommt, soll eben unklar bleiben, bzw. der Film vertritt auch die Position das niemand dieses Wissen für sich in Anspruch nehmen kann. Einen mehr als spekulativen Schluss aus ihrer Handlung zu ziehen ist eben nicht möglich: "Zweifeln Sie"!

Wenn das, was sie erfahren hat so schrecklich ist, dann wäre es doch wahrscheinlicher, dass sie mehr als die natürliche Angst vorm Tod, nämlich Furcht vor dem danach, empfindet und sich daher um so mehr an das Leben klammert.
Das wäre z.B. ein Gegenargument.


Leatherface
02.05.2009 - 13:05 Uhr
Farini hat auf der ersten Seite sehr schön die Meta-Ebene durchforstet:

Dass der tiefere Sinn dieser Transzendentalisierung dem Publikum verschlossen bleibt ist die irritierende Schlusspointe des Films, in dem er sich selbst dekonstruiert und trotz der zuvor aufgebauten Düsternis und Hoffnungslosigkeit fast eine satirische Note bekommt. Im Suizid der alten Dame begeht der Film nämlich auch seinen eigenen Selbstmord. Blanke Ironie, dass ausgerechnet diese Szene im Fokus der zahllosen Kritiker steht. Dem Film wird vorgeworfen, er entziehe seinem Publikum den finalen Sinn der Transzendentalisierung des Schmerzes. Eben in genau jener Abwesenheit spiegelt sich die Gegenerschaft des Filmes zu seinem eigenen Genre wider. Dem Schmerz wird der Sinn aberkannt, die transzendentale Erlösung findet nicht statt und so entreißt sich der Film seiner eigenen Existenzberechtigung. Die Erfahrung des Schmerzes hatte keinen Sinn, hat zu keiner Erlösung geführt. Der Zuschauer bleibt ratlos zurück. Selten hat ein Film so eindrucksvoll seine eigene Sinnlosigkeit thematisiert.
mitter
02.05.2009 - 14:20 Uhr
so ein schwachsinn. dieses ende ist das einzig mögliche und sinnvolle. auch wenn ich natürlich auch gerne erfahren hätte, was jetzt nach dem tod passiert, aber wer dem film das vorwirft, hat nichts verstanden. und die "transzendentale erlösung" findet nicht nicht statt, sie findet vielleicht statt, aber wir erfahren nichts davon.
Leatherface
02.05.2009 - 14:24 Uhr
Damit mitter es auch rafft, muss wohl der Abschnitt davor noch mit dazu genommen werden:

Was ihn dann doch aus der Masse heraushebt, ist die Intelligenz mit der die Tortur des Films arrangiert ist. Der Film mutet mir fast wie die Thematisierung seines eigenen Genres an. Da wäre erst einmal die Dreiteilung. Im ersten Teil ein äußerst brutaler Revengethriller, im zweiten Teil eine Horrorgeschichte die an asiatische Vorbilder erinnert und im dritten Teil schließlich die Klimax eines Torture-Por-ns.

Die Selbstreferenz kommt insbesondere im Schlusstitel zum Tragen, nämlich in der Transzendentalisierung des Schmerzes, die ja auch das Hauptthema des Films ist.
In der Erfahrung des Schmerzes und dem Umgang mit dieser spiegelt sich der Umgang des Kinopublikums mit der Schmerzerfahrung wieder. Die Opfer, die Ängstlichen, die von schrecklichen Halluzinationen verfolgt werden, stehen stellvertretend für die verängstigten Zuschauer, die Alpträume plagen, die den Schmerz im Kino nicht ertragen können, all jene die Horrorfilme der Torture Art berwusst meiden. Dagegen sind die Märtyrer, zu denen auch die Protagonisten zählt, jene, die durch die Darstellung von Gewalt einen Zustand der vermeintlichen Transzendentalisierung erreichen.

Dass der tiefere Sinn dieser Transzendentalisierung dem Publikum verschlossen bleibt ist die irritierende Schlusspointe des Films, in dem er sich selbst dekonstruiert und trotz der zuvor aufgebauten Düsternis und Hoffnungslosigkeit fast eine satirische Note bekommt. Im Suizid der alten Dame begeht der Film nämlich auch seinen eigenen Selbstmord. Blanke Ironie, dass ausgerechnet diese Szene im Fokus der zahllosen Kritiker steht. Dem Film wird vorgeworfen, er entziehe seinem Publikum den finalen Sinn der Transzendentalisierung des Schmerzes. Eben in genau jener Abwesenheit spiegelt sich die Gegenerschaft des Filmes zu seinem eigenen Genre wider. Dem Schmerz wird der Sinn aberkannt, die transzendentale Erlösung findet nicht statt und so entreißt sich der Film seiner eigenen Existenzberechtigung. Die Erfahrung des Schmerzes hatte keinen Sinn, hat zu keiner Erlösung geführt. Der Zuschauer bleibt ratlos zurück. Selten hat ein Film so eindrucksvoll seine eigene Sinnlosigkeit thematisiert.
Jim
02.05.2009 - 17:25 Uhr
Was für ne alberne Erklärung!!!
Rachel's Radiohead explodes in the sky
03.05.2009 - 01:00 Uhr
Ich hab mir den Film gestern angesehen und hatte davor weder davon gehört noch gelesen. Meine Freundin war tief beeindruckt, ich dagegen muss sagen, dass ich den Film mit zunehmendem Verlauf durchaus d ä m l i c h fand.

Er fängt ja ganz gut an, auch wenn mich die personifizierte Psychose von Lucy im ersten Moment an eine Mischung aus Gollum und den Kreaturen aus "The Descent" erinnerte. Die kompromisslose Auslöschung der Familie war brillant in ihrer Verstörungskraft und ich erwartete mir Großes. Im Sinne einer Geschichte, die sich nicht klischeehafter Erklärungsversuche von unmenschlicher Gewaltausübung bedienen. Die Rationalität übergehend. Irgendwas in diese Richtung.

Die Frage nach dem "Warum?" stellt sich der Gesellschaft ja in periodischer Weise immer wieder. Warum K Z s? Warum Columbine? Warum F.ritzl? Warum Kreuzigung?

Warum also kommt es im menschlichen Handeln zu krassem Missachten selbst erstellter Ethik-Kodice? Der Film bedient sich bekannten filmischen Erklärungsmustern. Ratinonal nachvollziehbare Beweggründe einer Intellektuellenfraktion. Und er wird damit - für mich - uninteressant.

Die letzte Konsequenz, das, was wir gemeinhin als "unfassbar", "unglaublich" oder "unmenschlich" bezeichnen, als das, was es tatsächlich ist - nämlich "urmenschlich" - anzuerkennen, fehlt. Folter als Triebbefriedigung und weniger als Mittel zum Zweck, hätte m.E. mehr Stoff hergegeben, einen wahrhaft erschütternden Film abzuliefern. Die Erklärungen der unterschiedlichen durchlaufenen psychischen Phasen eines Opfers sind ansatzweise sehr interssant und hätten gerne vertieft werden können.

Hier auch eine Anmerkung zu einem der Schreiber auf Seite 1: Die von Protagonisten 2 gefundenen Frau mit Augenschloss versucht sich keineswegs aufgrund der Aussichtslosigkeit ihrer Lage nach der Befreiung umzubringen. Diese Lage zu erfassen ist sie - m.E. - gar nicht in der Lage. Vielmehr verursachte die lange Folter eine gigantische Psychose, in der sie - wie Mademoiselle erläutert - das Gefühl hat, Ungeziefer krieche ihr über den Körper. Dieses Gefühl versucht sie loszuwerden. Deshalb ihr gesehenes Verhalten. Ähnlich war es ja bei Lucy, die ihre Arme nicht aufschnitt, weil sie dies wollte, sondern weil sie "heimgesucht" wurde.

Nun ja, alles in allem ein Film mit gutem Beginn und fast schon lächerlichem Ende. Zu offensichtlich und wenig sublim. Der Schluss lässt genau 2 Interpretationen zu und beide sind unbefriedigend, u.a. allein schon deshalb, weil sie eine Frage angehen, die die Menschheit seit Anbeginn der Zeiten beschäftigt und per se nicht beantwortet werden kann. Auch der Film hat auf die Frage "Was kommt nach dem Tod?" nichts besseres zu bieten als: "Etwas Gutes" oder "Etwas Schlechtes". Was auch sonst?
Jim
03.05.2009 - 08:22 Uhr
Hab mir gerade Deinen Kommentar durchgelesen - mein Gott, ich wäre beinahe eingeschlafen!
Warum?
03.05.2009 - 10:08 Uhr
ja, warum?
xed
11.05.2009 - 21:01 Uhr
ich fand den film an sich nicht so HART wiees viele behaupten, ich hab tatsächlich die ganze zeit gedacht ich hätte mir die uncut version angeschaut...aber nein nichts war gecutet und dennoch ist an diesem film so gut wie nichts so übel wie es immer wieder in reviews etc behauptet wird...zu der meinung das die prügel nun wirklich nicht "extrem", "hart", "übel" oder sonstwas in der richtung waren muss ich mich anschließen ... meine frage an alle die den film gesehen haben:
was an diesem Film ist so außergewöhnlich, das noch nie zuvor gezeigte hab ich vergeblich gesucht...hätte man die häutung oder andere szenen genauer gezeigt dann hätten sie es verdient als außergewöhnlich hart bezeichnet zu werden oder ein film mit noch nie zuvor gezeigten szenen im horrorbereich
chucky
11.05.2009 - 21:20 Uhr
Und das hättest du gerne gesehen? Oh man, bist du ein toller Typ...
novemberfliehen
11.05.2009 - 21:23 Uhr
Vermutlich einen Sicko-Splatter. Der Film will dies aber nicht sein - einige Kritiker machen ihn nur leider zu jenem.
xed
12.05.2009 - 19:23 Uhr
allerdings !find ich echt schade das so viele kritiker so nen stuss schreiben..ich dacht jetzt kommt mal was richtig hartes das noch dazu nen gescheiten spannungsaufbau hat, da denke ich hätte man die folter etwas übler darstellen können als das rumgeheule das wenig essen und die prügel da die wirklich nicht dramatisch dargestellt wurden
naya der film ist meiner meinung nach nicht der HARTE horror-film der er laut medien sein soll
Catweazle
12.05.2009 - 19:27 Uhr
Krass, dass xed und einige andere aus der heutigen Generation psychische (!) Gewalt nicht mehr als hart einstufen, dabei ist sie in der Lage, härter zu sein als jede Art von physischer. Psychisch ist der Film so ziemlich das härteste, was je über die Leinwand lief, aber solange nicht genügend Blut in Nahaufnahme zu sehen ist, bemerken es diese Konsumenten nicht. Abgestumpft ist noch vorsichtig ausgedrückt.
Agent Cooper
12.05.2009 - 19:49 Uhr
Nur gab es in Martyrs kaum psychische Gewalt außer die Gefangenschaft an sich. Der Rest war physische Gewalt.(die sicherlich nicht zu unterschätzende psychische Auswirkungen hat)
Catweazle
12.05.2009 - 19:53 Uhr
"außer die Gefangenschaft an sich" PLUS "die sicherlich nicht zu unterschätzende psychische Auswirkungen hat"

Siehste?
Agent Cooper
12.05.2009 - 19:56 Uhr
Die Auswirkungen sind meiner Meinung nach aber keine psychische Gewalt, da sie "einfach nur" Folge der physischen Gewalt sind.
Catweazle
12.05.2009 - 20:00 Uhr
Menschen gefangen zu halten und damit das wichtigste Grundrecht des Menschen, seine Freiheit, zu vernichten, dazu noch grundlos und dazu noch Ewigkeiten zu foltern, was Schrecklicheres an psychischer Gewalt ist in meiner Vorstellung nicht vorhanden.
Agent Cooper
12.05.2009 - 20:16 Uhr
Erstens: Sie wurde nicht grundlos gefoltert und sie kannte sogar den Grund für das Martyrium. Das verringert die psychische Gewalt.(Gefängnisinsassen leiden auch weniger als Entführte)
Zweitens: selbst wenn ich dir voll zustimme, ist "Martyrs" weder etwas neues noch schlimmeres als andere Vertreter dieses Genres (z.B. Hostel)

Und bevor es wieder heißt ich wollte mehr explizite Gewalt sehen. Nein, darum geht es mir nicht! Ich wollte nur auf die Diskrepanz zwischen den Kommentaren die ich vorher so gelesen habe und dem tatsächlich Gesehenen hinweisen. Und nur weil ich in der Lage bin zwischen Realität und Film zu trennen bin ich auch nicht abgestumpft.
xed
14.05.2009 - 18:44 Uhr
ich bin auch sehr wohl in der lage zwischen film und realität zu unterscheiden, doch wie du schon selber sagt ist die heutige generation ziemlich abgehärtet was solche filme angeht zumindest diejenigen die sich fast jedes wochenende nen horrorfilm reinziehn, daher finde ich wirkt er mit sicherheit auf einige nicht so hart wie es in manchen reviews geschrieben steht; z.b. "es haben zuschauer sogar den kinosaal verlassen, weil ihnen der film viel zu hart war"
daher denke ich hätte gerade diesen film ein bisschen mehr härte überhaupt nicht geschadet ganz im gegenteil dann hätte es seine wirkung v.a. auf psychischer ebene viel stärker entfalten können
John
20.05.2009 - 03:26 Uhr
Sorry, aber ihr seit einfach nur krank und voll geil auf Mord und Totschlag!

Wohl zuviel Bildzeitung gelesen...
law
20.05.2009 - 15:32 Uhr
>>Sorry, aber ihr seit einfach nur krank und voll geil auf Mord und Totschlag!

Wohl zuviel Bildzeitung gelesen...
law
20.05.2009 - 15:33 Uhr
Sorry, aber ihr seit einfach nur krank und voll geil auf Mord und Totschlag!

Wohl zuviel Bildzeitung gelesen...
_______________________________________

du bist auch son opfer der kei ahnung hat, wieso krank und "voll geil" auf mord und totschlag?
nur weil manche gerne harte horror filme anschaun sind sie deiner meinung nach geil auf mord und totschlag?
überleg mal was für ein schwachsinn du schreibst
Mintzberg
07.06.2009 - 00:13 Uhr
Wer guckt sich bitte freiwillig 20 Minuten lang Folterungen an?

Hab den Film gerade mit 3 Freunden gesehen. Zwei davon haben sich dann am Ende verzogen.

Ich finde der Film ist überragend gemacht, aber überschreitet irgendwann auch die Grenzen zur Perversion.

In so fern: Was soll noch thematisiert werden, um euch Freaks das nächste Level des Genres zu zeigen? Ich muss da einem Vorredner Recht geben: Sollen als nächstes Kinder gefoltert werden (natürlich nicht wegen der expliziten Gewalt, wie Ihr so schön betont)um nie-dagewesene Verstörtheits-Zustände zu ermöglichen? ...

Es gibt da übrigens in der Psychologie (und anderen) nen Vorgang namens Habitualisierung...
Mutzberg
07.06.2009 - 00:27 Uhr
Es gibt da aber auch einen US-Amerikanischen Schauspieler namens "John Wayne"...
humbert humbert
08.06.2009 - 01:14 Uhr
Was für ein Scheiß ?
LLG
12.06.2009 - 19:57 Uhr
Furchtbar wie dieser Film prätendiert wird. Klar ein Film, der einem wie ein Schlag in die Magengrube vorkommt, muss ja große Kunst sein, vor allem, wenn man noch so leicht philosophische Ansätze darin finden kann. Und dann auch noch ein vermeintlich offenes, mit peinlicher Kubrick-Referenz versehenes, Ende, das so wunderbar zum Hirnwichsen einlädt. Der Film ist Schall und Rauch. Da wo kein Inhalt, werden einfach hohle philosophischen Phrasen in den Raum geworfen, und versuchen einen hohen Gehalt vorzugaukeln. Das ist der gleiche Schund wie "Saw" und Konsorten nur mit dem Unterschied, dass sich "Martys" wesentlich wichtiger nimmt und sich in prätentiöser Eitelkeit suhlt.

Nur weil es ein Film vermag zu verstören und schockieren, muss er noch lange nicht gehaltvoll sein. Dieses berechnende Tabubrechen ist wahnsinnig durchschaubar und ermüdend, vor allem, wenn es sich immer nur um die nächsthöhere Auslotung von darzustellender Gewalt handelt. So wirklich was zu sagen haben jene Filme zwar nicht, aber dafür fühlt man sich danach so richtig schön scheiße, das muss doch was zu bedeuten haben.

Witzig, dass jene Leute, die "Martyrs" in den Himmel loben, "Hostel" für Schund halten.
T 8000
12.06.2009 - 20:03 Uhr
Vor allem: Aussage hin oder her, wie oben beschrieben: Wie kann man bei 20 minütige Folterorgien nicht wegschauen? Wer das erträgt muss vorsichtig ausgedrückt abgestumpft sein.
AK 41
14.06.2009 - 17:55 Uhr
ach, du hast auch geschaut um das zu beurteilen? wie abgestumpft bist du? du bist widerlich.
Hotze
14.06.2009 - 18:47 Uhr
Eigentlich wollte ich jetzt ... ach, egal.
iii
21.06.2009 - 01:08 Uhr
ich finde schindlers liste verstörender und schockierender.
KingAdRock
30.12.2009 - 09:19 Uhr
Puhh, ich fand den Film nicht so gut, aber auch am Tag danach bin ich noch mitgenommen? Ist das paradox? Wie hier einige schon geschrieben haben, sind (viel mehr als?!) 20 Minuten Folterszenen etwas viel (und auch etwas langweilig) - aber das ganze war so intensiv dargestellt, dass es beängstigend war. Leider ist für mich der Haken bei solchen immer die Auflösung. Das ganze war für mich nicht plausibel. Selbst wenn es als Metapher der bösen Elite etc. gedacht war, war es einfach nur überzogen. Von daher tendiere ich zur 6/10 mit Tendenz nach oben.
unleash
30.12.2009 - 10:54 Uhr
"Inside" gehört zu den besten Knastfilmen, die es auf dem Markt gibt; authentischer als "Die Verurteilten" und brutaler als "In Hell - Rage Unleashed". Der Film bietet aus meiner Sicht,ganz egal was Obrac davon hält, durchgehend solide bis gute Unterhaltung auf atmosphärisch dichten Niveau. Die schauspielerischen Leistungen sind - genretypisch - nicht der Rede wert, die Optik weiß hingegen für eine No-Budget-Produktion zu gefallen. Insgesamt empfehlenswert für Leute, die Filme der härteren Gangart bevorzugen.

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