Schriftsteller: David Foster Wallace

User Beitrag
Gold Gold
25.06.2011 - 19:57 Uhr
Danke Troll und jetzt verpiss dich.
The MACHINA of God
25.06.2011 - 21:10 Uhr
Die deutsche Übersetzung ist grandios, also keine Panik, abgesehen davon, dass deine Englischfähigkeiten nicht nur muttersprachlerniveau haben sollten, sondern auch gehobenen und unüblichen Begriffen standhalten sollten.

Jepp. Also das ist auf deutsch schon krank zu lesen, da würde ich mich nicht an das Original wagen.

Bin leider auch nicht über Seite 150 bis jetzt hinausgekommen. Liegt aber auch an der Zeit. Aber irgendwann wird das Ding noch "absolviert": :)
hm
25.06.2011 - 21:19 Uhr
also solange man einigermaßen ordentliche Englischkentnisse hat sehe ich keinen Grund zur Übersetzung zu greifen, auch bei guten Übersetzungen geht schließlich unweigerlich etwas verloren, das liegt einfach in der Natur der Sache.
und wenn man es sich einfach machen will sollte man ohnehin einen Bogen um David Foster Wallace machen.
humbert humbert
25.06.2011 - 21:25 Uhr
Oh nein, bitte keine Übersetzungdebatte jetzt auch noch in Bücherthreads.
Vielleicht geht in der Übersetzung was verloren, aber wenn ich das Buch in Original lesen würde, würde bei meinem Englisch einiges mehr verloren gehen.
The MACHINA of God
25.06.2011 - 21:38 Uhr
also solange man einigermaßen ordentliche Englischkentnisse hat sehe ich keinen Grund zur Übersetzung zu greifen, auch bei guten Übersetzungen geht schließlich unweigerlich etwas verloren, das liegt einfach in der Natur der Sache.

Das stimmt. Und ich bin da auch sonst deiner Meinung. Dieses Buch ist aber schon auf Deutsch so schwer zu lesen (Terminologie, Satzbau), dass ich mir das vorerst auch als Anglistik-Student nicht zutrauen.
loch
25.06.2011 - 22:52 Uhr
wird die geschichte irgendwann eigentlich auch noch gut, spannend, lustig oder sonstwie unterhaltsam?
ich hab das letzes jahr mal angefangen zu lesen, aber nach 250 seiten hatte ich dann doch mal wieder lust, beim Lesen spaß zu haben und hab nen andeeres buch angefangen.
hm
25.06.2011 - 23:15 Uhr
naja, jeder wie er meint. leicht ist es natürlich nicht, aber ich glaube mal dass der zusätzliche schwierigkeitsanstieg von der deutschen auf die englische version mehr als verkraftbar ist wenn man schon bereit ist sich das buch überhaupt mal anzutun (und man einigermaßen flüssig englisch kann). jeden fachausdruck versteht man klarerweise nicht auf anhieb, aber in die sprache ließt man sich ein. unterschätzt euch nur nicht selbst.
Mark
26.06.2011 - 11:35 Uhr
Also, ich lese "Unendlicher Spaß" gerade auf Deutsch und finde es da schon schwer genug. Da muss sogar ich als Halbengländer sagen, dass ich trotz Muttersprachler-Kenntnisse nicht soo viel Lust auf die Originalfassung habe. Zumal das Buch sehr, sehr gut übersetzt zu sein scheint. Da gibt's absolut nichts meckern. Generell finde ich es auch kein Muss, das englische Original zu lesen. Natürlich ist es bei Schrifstellern wie Nick Hornby vielleicht von Vorteil, weil deren Geschichten halt in England spielen und das "Flair" im Original wesentlich besser rüberkommt. Aber ich kann bestätigen, dass die auch auf Deutsch eine Menge Spaß machen.
Es würden ja anders herum wohl auch nur die wenigsten Englisch-Sprecher die Muße haben, Frank Schätzing oder Daniel Kehlmann auf Deutsch zu lesen.
Read The Fucking, Manuel
26.06.2011 - 21:00 Uhr
Read heißt ja auch Lesen.
humbert humbert
06.07.2011 - 18:14 Uhr
Auf Seite 500 angekommen & bisher nicht bereut es angefangen zu haben. Erinnert mich sehr an Pynchon, vor allem der Humor; selten, dass ich bei einem Buch mehrmals laut auflachen muss. Schön wie sich langsam eine Story entwickelt & die ganzen Hintergründe kangsam offensitlich werden, auch wenn ich immer noch keine Ahnung habe, wie es bei den restlichen 900 Seiten weiter gehen soll. Ab & zu trägt mir Wallace sprachlich etwas zu dick auf, was mannchmal auf kosten der Lesbarkeit geht.
rainy april day
06.07.2011 - 21:11 Uhr
Ich hab mir die englische Ausgabe dazugekauft, um meine Lieblingsstellen, zum Beispiel die Dialoge von Hal und Orin im Original auch noch mal nachlesen zu können und finde es nach wie vor total okay, mit der Übersetzung vorlieb genommen zu haben. Für einen Nichtmuttersprachler halte ich es einfach für zu krass schwierig, bei einem halbseitigen Schachtelsatz mit 50 Nebensätzen, 3, Metaphern, einer Hyperbel und und und die Übersicht zu behalten. Das hätte mir auch den Spaß am Lesen kaputt gemacht.

@humbert
Ich finde es so niederschmetternd, wie Wallace größte Verzweiflung und Schmerz mit diesem unwiderstehlichen Humor paart. Das ist einfach zum Niederknien. Beispielsweise die Stelle, wo Hal davon erzählt, wie er seinen Vater nach dessen Selbstmord in der Wohnung gefunden hat und nach Betreten der Wohnung denkt: "Hier riecht es aber lecker." Da hab ich mir nur die Hand vor den Mund gehalten.

Spoiler:
Ein klares Highlight ist auch der Typ, der immer mit seiner Glock 17 Tennis gespielt hat^^
Gold Gold
06.07.2011 - 22:57 Uhr
Erinnert mich sehr an Pynchon, vor allem der Humor; selten, dass ich bei einem Buch mehrmals laut auflachen muss.

Ich lese derzeit die "Enden der Parabel" und finde "Unendlicher Spaß" um Meilen besser, vor allem was Ironie und Humor betrifft - Pynchons Buch ist natürlich gut, aber auch viel ernster als "Unendlicher Spaß" und genau dadurch in der Wirkung harmloser. Wie rainy april day schon meinte, gerade dadurch das DFW Verzweiflung mit Humor so gekonnt und meisterhaft paart, evoziert er diese Kraft, die auf einen wirkt.

Erinnert mich ein bisschen an den "Wendekreis des Krebses" von H. Miller: Dadurch das eine gewisse Art von Lockerheit mit purem Ernst verbunden wird, hinterlässt das Buch dicke Spuren im Inneren; wahrscheinlich weil dieser Mix der Spiegel unserer Zeit ist.

humbert humbert
07.07.2011 - 00:08 Uhr
@ rainy april day
Gerade das Gespräch zwischen Orin & Hal, bei der es um den Tod des Vaters geht, finde ich so lustig, auch weil es so bitter & die Art des Selbstmordes so absurd ist, dass mal eigentlich nur darüber lachen kann um es zu ertragen oder die Szene im 2. Telefongespräch, bei der die Gehbehinderten Orin als das "absolute Bein" verehren. Deswegen erinnert mich der Humor zudem auch leicht an die späten großen Theaterstücke von Tschechow.

@ Gold Gold
Ich habe jetzt das Buch noch nicht fertig gelesen, aber ich denke nicht, dass es für mich die selbe Bedeutung haben wird wie "Enden der Parabel". Dieses Buch war mein erster Kontakt mit Postmoderner Literatur und hat daher eine besondere Stelle im meinem Herzen. Außerdem liegen mir Pynchons Themen (sexuelle Abhängigkeit, Paranoia, Spiel mit literarischen Motiven / der Popkultur)einfach näher.
rainy april day
07.07.2011 - 00:34 Uhr
@humbert
Dann muss ich mir wohl auch mal die Ende der Parabel besorgen, wenn das vergleichbar ist und so hochgelobt wird.

Die Dialoge zwischen Hal und Orin sind auch, zusammen mit der Lebensgeschichte von Bruce Green und dem Eschaton-Match (zu beidem wirst du noch kommen) die absoluten Highlights des Buches. Sie sind einfach so ausgefeilt, so lustig und traurig zugleich, dass ich sie immer wieder lesen kann. Die elaborierte Ausdrucksweise, die Barriere, die stets zwischen ihnen zu sein scheint. Es ist einfach...gekonnt, schätze ich. Ich bin ja aber eh einer von denen, die ihn für ein Genie halten.
Ich hab mir übrigens (zum ersten Mal bei einem Buch,sonst noch nicht mal bei Lektüren in der Schule) Post-Its ins Buch gemacht, um all die guten Stellen wiederzufinden. Ansonsten hat das Ding nämlich so ein bisschen was von einem schwarzen Loch...
Gold Gold
07.07.2011 - 00:50 Uhr
Schwarzes Loch ist gut... Das ist wohl der einzige negative Kritikpunkt (wenn man so will) am Buch: Durch diese ca. 1500 Seiten entsteht durch die gegebene Struktur und die zwangahfte Technik die Wallace einsetzt eine ausufernde Beliebigkeiten ohne Maßen. Auch wenn das wahrscheinlich (oder besser gesagt sicherlich - man schüttelt ja nicht so einen dicken Klotz einfach aus der Hand aus) so gewollt war.

Darin liegt meiner Meinung nach auch der Grund, warum ich sage mal "ungeübte" Leser oder "nur" Literaturinteressierte mit diesem Buch schnell überfordert werden oder daran verzweifeln bzw. die Lust zu lesen verlieren: Es ist wahrlich nicht Leicht einen Hacken in das Passierende ein zu setzen, also irgendwo einen rückkoppelende Stelle zu finden, die dem Leser das Interesse zum Weiterlesen gibt. Das muss man sich bei DFW wahrlich mehr "erarbeiten" als bei anderen Autoren. Man könnte glatt 200-300 Seiten überspringen und trotzdem das gleiche Gefühl beim Lesen empfinden.
The MACHINA of God
07.07.2011 - 01:10 Uhr
Ich hab jetzt einfach mal spontan angefangen weiterzulesen. Seite 270. Es fic.kt einen gleich wieder.
Gandalf
07.07.2011 - 01:24 Uhr
Falls es einer noch nicht kennt:

http://www.youtube.com/watch?v=N5IDAnB_rns&feature=related

obwohl die Interviewerin unbeholfen wirkt, ein aufschlussreiches Interview mit DFW
Mortem
07.07.2011 - 12:44 Uhr
Die Vollendung des postmodernen Humors ist ja, dass DFW jetzt tot ist und seine Bücher dadurch noch berühmter geworden sind. Ein Genie.
nicht alles gold
07.07.2011 - 13:58 Uhr
was schreibst du für einen unfug, gold gold?!
DFW mit HM zu vergleichen zeugt von grandiosem missverständnis. dazu noch diese idiotischen rechtschreibfehler...
warum spielst du dich hier als großer kenner der amerikanischen literatur auf, wenn du es augenscheinlich gar nicht bist?
Gold Gold
07.07.2011 - 14:12 Uhr
Wer hat den hier DFW mit HM verglichen? Ich habe jediglich geschrieben: Erinnert mich ein bisschen ...

Wenn du die Wörter mich und ein bisschen nicht verstehen und deuten kannst, dann bleib lieber bei Rechtsschreibung, dass scheint dir wenigstens Spaß zu machen und Gefallen zu geben.


nicht alles gold
07.07.2011 - 15:03 Uhr
was erinnert dich denn bitte ein bisschen an HM, wenn du DFW liest?
mehr als sinnloses name-dropping kann das eigentlich nicht sein.
Gold Gold
07.07.2011 - 15:49 Uhr
...

Hast du überhaupt gelesen, was ich in diesem Absatz geschrieben habe? Steht doch klipp und klar in dem Absatz. Und von einem "literarischen Vergleich" war doch wirklich nie die Rede...

Ich verlange ja keine Zustimmung oder was auch immer von dir, war ja auch meine Meinung und nicht Deine, aber wenn du schon disskutieren magst, dann bitte ohne unnötige Blindheit und mit Aufmerksamkeit. Ansonsten können wir es ja gleich lassen und in einem der vielen Troll-Threads weiter machen.
nicht alles gold
07.07.2011 - 16:25 Uhr
mit verlaub, aber das klingt, als wäre es aus irgendeinem dieser unsäglichen iris-radisch-kommentare abgeschrieben:

Dadurch das eine gewisse Art von Lockerheit mit purem Ernst verbunden wird, hinterlässt das Buch dicke Spuren im Inneren; wahrscheinlich weil dieser Mix der Spiegel unserer Zeit ist.

hier ziehst du offensichtlich einen literaischen vergleich. und zwar einen ziemlich obszönen.

gerne diskutiere ich mit dir, aber nur, wenn du die kirche im dorf lässt.
@nicht alles Gold
07.07.2011 - 16:27 Uhr
Für mich scheint es eher so, als würdest Du Dich etwas zu wichtig nehmen. lass ihm doch einfach seine Meinung und halts Maul.
rainy april day
07.07.2011 - 16:34 Uhr
Du willst aber augenscheinlich gar nicht diskutieren, sondern lediglich provokativ an einer wahllosen Aussage rumkritteln. Dazu sind deine eigenen Beiträge auf recht ärmliche Art inhaltsleer, was dich ein bisschen albern wirken lässt. Aber wir lassen alle gerne die Kirche im Dorf für dich ;-)
Gold Gold
07.07.2011 - 16:44 Uhr
Für mich ist dies definitiv kein literarischer Vergleich.
So wie ich es formuliert habe, wird doch geradezu offensichtlich, dass es meine eigene Sichtweise ist.
Aber nun gut, das ist jetzt Begriffsreiterei.

Desweiteren, warum ist diese Aussage obszön? Begründe doch mal ordentlich und komm mir nicht mit irgendwelchen Phrasen von wegen Iris Radisch und was auch immer...

Aber wenn du unbedingt nach einem literarischen Vergleich geizt, ich wage mich, dir eine Vorlage zu geben: Sofern man überhaupt von einer sehr konstanten Parallele zwischen Miller und Wallace reden könnte (und ja, man muss diese sicherlich auch nicht ziehen, immerhin liegen ca. 60 Jahre Welt- und Literaturgeschichte zwischen den Beiden), dann ist es meiner Meinung nach in gewissen Maßen ihr konzeptorientiert Kern:

Beide versuchen auf ihre Art die gegebene Realität in einem tieferen und weitläufigeren Sinn abzubilden: Wallace zum Teil durch exzessiv Ausufern in ein "Hyperverstädnis" der Umwelt, Miller zum Teil durch ausufernde surreale Wahrnehmungen.
Im Bekannten, im Realen, machen sie somit dem Leser das Fremde klar.
nicht alles gold
07.07.2011 - 16:48 Uhr
diese aussage ist nicht wahllos von mir rausgepickt worden, sie ist mir aufgrund seiner dümmlichkeit direkt ins auge gestochen.
und wieso sind meine beiträge inhaltsleer?
ich frage mich, wann dieser stetige DFW-hype endlich versiegt. mich nerven diese an den haaren herbeigezogenen vergleiche tierisch, weil sie faktisch falsch sind.
nicht alles gold
07.07.2011 - 16:51 Uhr
wenn du den vergleich schon so grob fassen willst, weshalb ziehst du dann nicht auch irving, boyle, roth, hemmingway, updike, franzen... als vergleich herbei?
sorry, aber mir scheint das total willkürlich.
@nicht alles Gold
07.07.2011 - 16:53 Uhr
und Du bist irgendein willkürlicher Wichser der jemand anderen seine Meinung nicht zugesteht.
nicht alles gold
07.07.2011 - 17:19 Uhr
danke für das willkürlich.
Gold Gold
07.07.2011 - 17:24 Uhr
Dies hier ist kein Seminar oder eine akademische Perversität in der ich irgendwelche Sekundärliteratur oder Literaturwissenschaftler zitieren soll/muss/will, warum denn auch? Es gibt ein Recht auf freie Meinung, davon mache ich mir nutzen. Und im Gegensatz zu dir, bin ich mir dessen wohl bewusst.

Und wenn dir dies nicht ausreicht, weil es "faktisch" für dich nicht abgedeckt ist und du die Literatur/Schreibkunst aus diesem Blickwinkel siehst, dann mach doch keinen Wirrwarr drauß und schreib dies von Anfang an und argumentativ, oder schreib garnichts, auf alle Fälle musst du nicht einfach ein provokatives Kontra geben nur aus Prinzip, weil es dir nicht in den Kram passt und du substanzlos meine Aussagen abstempelt hast.

Ich erwiedere deine Meinung ja auch nicht mit: Mein Gott, du bist ja wie ein Inquistador alla Ranicki und deine Verstädnis zeugt von unfassbarer Sprödigkeit etc. und bla bla bla...
Das wäre ja von vorhinein sinnlos und nichts bringend.
nicht alles gold
07.07.2011 - 17:57 Uhr
sorry, aber deine beiträge, die du vor meiner zugegeben penetranten und nervigen einmischung gepostet hast, waren absolut ranicki-like.
und bei deiner aussage geht es nicht um meinung, sondern um befremdliche vermischung von äpfeln und birnen.
nichts bringend ist schlicht dein vergleich.
The MACHINA of God
07.07.2011 - 18:35 Uhr
@nicht alles gold:
Glückwunsch. Mehrere Beiträge rumgehatet und Gold Gold schön runtergeputzt und KEIN EINZIGES Gegenargument gebracht. Sag doch einfach mal, warum sein Vergelich "falsch" ist, statt immer nur zu schreiben, wie behindert er ist. Was ist denn das für eine Art zu diskutueren?
humbert humbert
27.07.2011 - 00:30 Uhr
So, noch 400 Seiten, dann bin ich fertig. Die Familie die am Anfang einfach als skurill rüberkommt, entpuppt sich gegen Ende immer mehr als total kaputte Familie in der keiner richtig glücklich ist, sondern alle unendlich einsam & traurig. Das Highlight war bisher jedenfalls Hals Überlegungen zum Thema Depression (um Seite 1000 bei der Taschenbuchversion). Nicht nur wenn man weiß wie Wallace gestorben ist, sind die Seiten bedrückend zu lesen & so unglaublich wahr.
Was ich aber fragen wollte, irgendwann taucht im Satz kursiv "Novocaine for the Soul" auf. Ist das ein Eels Zitat oder haben die Eels es zititert oder ist es ein bekanntes geflügeltes Wort in den USA? Buch und Lied kamen 1996 raus. Danke für die Antwort.
humbert humbert
27.07.2011 - 19:05 Uhr
*kleiner push nach oben*
Hans (Kritiker)
27.07.2011 - 20:43 Uhr
Marianne hat "Unendlicher Spaß" tapfer zu Ende gelesen. Ihr Urteil: Zu lang, einige sehr schöne Stellen, der Autor verfüge über enormes Handwerk, dem Konstrukt daraus sthe leider seine depressive Persönlichkeit im Weg.Als der Roman praktisch zu Ende ist, folgen noch 300 Seiten kulturpessimistisches Untergangsgeschwafels.
Ich wollte nach "Unendlicher Spaß" und dem besonders ekligen "Besen im System" nichts mehr von diesem Autor lesen, selbst wo man als Literaturkritiker wohl muß. Muß man?
Edit:
27.07.2011 - 20:44 Uhr
stehe
@humbert
28.07.2011 - 03:48 Uhr
das ist ein geflügeltes Wort, hab ich schon oft gehört. Eels-Zitat ist nicht nur wegen des Datums sehr unwahrscheinlich


Unglaublich, dass selbst in solchen Threads getrollt wird. "nicht alles Gold" ist ja mal ein Riesenarschloch. Wenn jemanden das Buch an die Sesamstraße erinnert, dann ist das so und da braucht es deine Pseudoargumentation nicht.

Ich finde den Vergleich nicht naheliegend, aber sicher nicht so weit hergeholt, dass man es nicht einfach als "subjektiv" stehen lassen kann. Nebenbei kommt er deutlich fundierter rüber als du.
humbert humbert
01.08.2011 - 21:17 Uhr
Danke @humbert

Gerade nach einem Monat lesen fertig geworden. Schon gutes Buch, aber manchmal verliert sich Wallace zu oft in seinen Sätzen & manche Nebengeschichten werden mir zu ausufernd erzählt. 200 Seiten wenige hätten dem Buch meiner Meinung nach gut getan. Glaube aber, dass mich das Buch noch paar Wochen verfolgen wird. Jetzt bin ich aber erstmal platt.
Totmacher
01.08.2011 - 21:36 Uhr
Die Beiträge von "nicht alles gold" schreien förmlich nach Aufmerksamkeit. ich kann Ihn mir bildlich vorstellen, wie er auf Parties rumsteht und alle nervt mit seiner penetranten Besserwisserei. Eigentlich bräuchte er eine Windel für seine vollgeschissene Seele. Aber die eigene Ignoranz vor Selbstreflexion lässt ihn das alles noch nichtmal merken.
Man kann nichts dagegen tun, außer zu akzeptieren, dass es solche Menschen leider auch gibt.
humbert humbert
01.08.2011 - 21:36 Uhr
*Spoiler*

Schaue mir gerade einen 'Illustrierter Grundriss der fragmentarischen Bestandteile des Romans' an. Dort steht, dass die Moms ein Verhältnis mit M. Duplessis hatte, der von Don Gatley getötet wurde. Beides habe ich gar nicht mitbekommen. Wann hat Gatley Duplessis getötet? Danke für die Antwort.
Gold Gold
01.08.2011 - 22:25 Uhr
@humbert humbert

*Spoiler*
Soweit ich mich noch erinnern kann, ist Gately (ich glaube die Stelle ist relativ früh im Buch) ja ins Haus von Duplessis eingebrochen und hat ihn ohne Absicht zu Tode geknebelt bzw. die Knebel zu fest angezogen oder so. Oder ihm ein Taschentuch ins Maul zu tief gestopft, woran Duplessis erstickt ist, da er sonst auch gesundheitlich geschwächt war. Duplessis ist der Typ, dessen Frau schon eine Valium beim benutzen der Zahnseide nimmt, ja?
Ich wage zu behaupten, dass dies so gewesen ist - sicher bin ich mir aber nicht mehr, ist leider auch schon eine längere Zeit her, als dass ich mir bei dem gewaltigen Plot sicher sein könnte.
humbert humbert
02.08.2011 - 00:26 Uhr
Stimmt, danke für die Info. Hatte ich gar nicht mehr auf den Radar.
Gerade eben auf dem Nachhauseweg von Freunden habe ich wieder ein bisschen nachgedacht über das Buch. Manche Teile der Story sind mir immer noch unklar. Wer hat die Patrone an den Attaché geschickt? Woher kam diese Patrone?
Was mir auch nicht so gefiel, war das Ende der Geschichte. Was passiert mit Orin oder Joelle v. Dyne? So wie das Buch endet, hätte es auch an irgendeiner anderen, beliebigen, Stelle enden (oder eher abbrechen) können, sei es bei Seite 1235 oder Seite 945.
Zudem enthält das Buch seitenlange Passagen die total uninteressant für die Story oder den Leser sein können (z.B. immer wenn das Gespräch auf Tennis kommt). Mir kommt es auch so vor, dass man bei dem Buch ruhig mal 70 Seiten hätte aussparen können & man würde nichts relevantes, was die Story oder die Figuren angeht, verpassen.
'Unendlicher Spaß' ist einer dieser Monolithen, die einen am Ende erstmal sprachlos zurücklassen, was seinem Detailreichtum, seinem Stil & seiner Intelligenz angeht. Doch mit einigen Abstand gesehen, habe ich das Gefühl, dass es zwar immer noch ein gutes Buch ist, aber eher wie ein aus dem Ruder geratenes Experiment zum Thema Kreatives Schreiben. Für mich wirkt das Buch jedenfalls nicht ganz rund. Bereue es aber nicht, es gelesen zu haben, da das Buch, neben vielen langweiligen Passagen, sehr geniale Passagen hat, die das öde wieder aufwiegen.
Aber wie gesagt, ich habe das Buch gerade fertig gelesen & es sind nur die Gedanken, die mir gerade beim Fahrrad fahren kamen.
Reverend Green
02.08.2011 - 01:19 Uhr
Ich hab das Buch auch vor einiger Zeit gelesen, muss aber zugeben, dass ich mich an nichts mehr erinnern kann.
silberfuchs
02.08.2011 - 17:08 Uhr
habe mir eben diese diskussion durchgelesen und verstehe dieses gehate nicht.
persönlich sehe ich das zwar ähnlich wie "nicht alles gold", warum man aber so ausfallend werden muss, ist mir unverständlich. und dann auch noch in einem thread zu solch einem mächtigen buch?
David Fotzer Wallace
02.08.2011 - 17:55 Uhr
ich fand das buch hinterher so scheiße dass ich mich umgebracht hab
Frank
01.11.2011 - 23:29 Uhr
interessante diskussion hier. werde mir in den nächsten tagen auch Infinite Jest mal aus der bib auleihen.
@Frank
02.11.2011 - 08:33 Uhr
Irgendwie keine gute Idee, sich ein solches Mammutwerk nur auszuleihen. Willst du die Ausleihe des Buches dann 15x verlängern, bis du es dann zu Ende gelesen hast?
Frank
02.11.2011 - 14:00 Uhr
könntest recht haben.
Liebherr Zirrhose
05.05.2012 - 19:54 Uhr
Drei Fragen bezüglich "Unendlicher Spaß".

*SPOILER*

Wo kam die Kopie vom "Unendlichen Spaß" her, die dem Gesundheitsattaché zum Verhängnis wurde ?

Wie kam Antitoi's zu der Patrone von "Unendlicher Spaß" ?

Ist das DMZ der Grund für Hal's Sprachlosigkeit ?

Hat euch das Buch auch so aufgewühlt zurückgelassen ?

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