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Serie: How I met your mother

User Beitrag
Witzig
13.11.2013 - 13:08 Uhr
Das hauptsächliche "Argument" hier ist doch "Das ist eine beschissene Serie für Spießer". Wenn ihr das unter berechtigter Kritik versteht, bitte...
augmen
13.11.2013 - 13:10 Uhr
hier sind auch andere argumente gefallen, lesen ist gar nicht so schwer.
Jürgen
13.11.2013 - 13:20 Uhr
Habe bei dieser Serie ehrlich gesagt noch keine Folge gesehen, bei der ich nur annähernd lachen konnte. Ich habe damals allerdings auch nur Folgen aus den ersten beiden Staffeln gesehen, also keine Ahnung, wie die aktuellen Episoden so sind.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

13.11.2013 - 13:48 Uhr
@Castorp

Chuck Lorre kann was. Gerade TAAHM zeigt eine Art moderne Ständegesellschaft, aus der man sich nicht herausbefreien kann. Weder nach oben oder nach unten. Zudem wird der Sexismus innerhalb einer scheinbar liberalen Gesellschaft in einer unsagbar ätzenden Form parodiert und überzeichnet. Dieser wird von Hollywood nach außen hin anprangert - in Wahrheit stellt Sexismus jedoch eine große Einnahmequelle dar, was mMn unterschwellig kritisiert wird.

Solche tiefergehenden Dinge finden sich in HIMYM eigentlich zu keiner Sekunde. Es bleibt immer eine total oberflächliche Ode an eine total kaputte Stadt mit jeder Menge Albernheiten und einer unappetitlichen Propaganda für modernen Konservativismus. Dazu der krampfhafte, teilweise krawallige Versuch, eine Kultfigur für die Ewigkeit zu schaffen, die Charlie Sheen nur mit seiner bloßen Anwesenheit kreirte.
Tralala
13.11.2013 - 14:11 Uhr
Ich kann ja verstehen, dass man HIMYM unlustig und von mir aus auch spießig findet. Ich selber halte die Serie für ganz nette, teilweise charmante, aber auch sicherlich belanglose Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

Wenn man dann aber TAAHM als gelungenes Gegenbeispiel für treffende Gesellschaftskritik abfeiert, wird es lächerlich.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

13.11.2013 - 14:12 Uhr
@Tralala

Das ist halt dein Horizont, der kurz hinter der Türschwelle endet =)
Tralala
13.11.2013 - 14:16 Uhr
Mag sein. Allerdings ist mein Haus dann größer als dein komplettes Universum. :)

Castorp

Postings: 2788

Registriert seit 14.06.2013

13.11.2013 - 14:28 Uhr
@Desare Nezitic:
"Es bleibt immer eine total oberflächliche Ode an eine total kaputte Stadt mit jeder Menge Albernheiten und einer unappetitlichen Propaganda für modernen Konservativismus."

Wundert mich nicht:

'How I Met Your Mother was inspired by Carter Bays and Craig Thomas' idea to "write about our friends and the stupid stuff we did in New York," where they previously worked as writers for Late Show with David Letterman, among others.[4] The two drew from their friendship in creating the characters.'

http://en.wikipedia.org/wiki/How_I_Met_Your_Mother
asd
13.11.2013 - 14:47 Uhr
2,5 Men ist insofern besser, dass es kein Spießerfest wie HYMIM ist. Lustig sind beide Serien nicht.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

13.11.2013 - 14:50 Uhr
Toll. Dann werde ich einen Film darüber drehen, wie ich mit anderen Leuten sinnlos durch die Voreifel laufe. Ich mach dann schon einmal im Schrank Platz für drei Lolas.
Lachnummern
14.11.2013 - 22:08 Uhr
Die Serie mag zwar der nach Meinung einiger hier nicht witzig sein, dafür seid ihr es aber umso mehr. Oder besser gesagt lächerlich..

Bei Castorp mag das ja noch zu entschuldigen sein, da er die Serie scheinbar nichtmal gekuckt hat und z.B. Barney nur auf Anzüge und Aufreissertum reduziert.

Aber mein Vorredner hier is ja mal die größte Witzfigur. In seinem Wörterbuch scheint jedes zweite Wort "spießig" zu heißen. Und Menschen mit anderen Werten gehören erschossen. Du hasts ja mal echt drauf.


Ach und schon klar jetzt kommt wieder ne "fanboy" Antwort, weil Fakten hier im Forum nichts gelten. Traurig traurig..
@Lachnummern (wieso Plural?)
14.11.2013 - 22:16 Uhr
Spießig ist nunmal das einzig zutreffende Attribut, das man auf diesen schnöden Einheitsbrei aus zusammengeklauten Kalauern überhaupt anwenden kann. Die Serie ist zu 100% verspießt, aus jeder Pore des digitalen Zelluloids quillt das Spießbürgertum.

Folglich ist es auch nur logisch, dieses Attribut auch auf die Anhänger des Formats zu übertragen - wenn auch nicht ganz fair, es kann da sicher auch die ein oder andere abweichende Eigenschaft geben, die einen Menschen dazu bewegt hier hohe Bewertungen zu zücken. Trollerei wäre ein mögliches Beispiel. Ein anderes wäre Dummheit. Desinteresse. Langeweile. Mitläufertum. Selbstpeinigung. Und so weiter. Da ist durchaus eine Bandbreite vorhanden.
Lachnummern
14.11.2013 - 22:30 Uhr
Und diese Spießigkeit wird bei der Serie jetzt woran genau fest gemacht? Daran, dass der Hauptcharakter auf der Suche nach der Traumfrau ist oder es noch ein klassisches Familienbild a la Mutter, Vater, Kind gibt? Also wenn DAS die Kritik ist wirds ja noch lächerlicher..
Naja
14.11.2013 - 23:00 Uhr
Und diese Spießigkeit wird bei der Serie jetzt woran genau fest gemacht?

Sie trieft aus jeder Sekunde die du dir antust. Vom ekelhaften "Kids" zum Einstieg, über den schmierigen Schicksals-Schmalz in jeder "Story", zum Mainstream-Indie Song sobald die Seifenoper-Szenen kommen, und der Turbospießigen Rahmenhandlung, über die klebrige Leuchtturm-Romantik, zur kalenderspruchartigen moralischen Erkenntnis mit der jede Folge endet ("and then I realized..."), den angeblich "abgedrehten" Ideen die so rebellisch sind wie ein nicht angeleinter Hund, dem PUA-Deppen Barney der jetzt HEIRATET (lol) und als Gegenentwurf zum Oberspießer Ted ja mehrere Staffeln lang den "So nicht" Zeigefinger an den Zuschauer darstellte (inzwischen aber "geheilt"), der Tatsache das sich ausnahmslos jede Folge der hundert Staffeln ausschließlich um die 3 Spießerthemen Job, Dating, Familie dreht, dem widerlichen Cliquen-Zusammenhalt der völlig ironiefrei als erstrebenswert dargestellt wird, der ganzen BFF-Scheiße, der Valentinstags-Scheiße, der Helloween-Scheiße, der Beziehungs-Jubiläums-Scheiße, ..., ..., ..., ..., ..., ..., ..., ..., ...
boah is mir schlecht.

Kacke

Postings: 714

Registriert seit 13.06.2013

14.11.2013 - 23:04 Uhr
Die Serie ist zugegebenermaßen ziemlich schlecht, aber dieser 'Spießigkeitswahn', in den du dich da hineinsteigerst ist leicht lächerlich.
Nope
14.11.2013 - 23:18 Uhr
Alles genannte ist wahr, so in der Serie, und Oberspießig. Welcher Punkt stimmt nicht?
Lachnummern
14.11.2013 - 23:19 Uhr
Okay Okay, bei dem Schickalsgesülze und Romantikdusel geh ich mit. Verständlich wenn das wem nicht gefällt.

Aber gerade bei Barney schiessen sich hier alle auf eine Figur ein, die es so in der Serie nicht gibt. Sie mag zwar oft als Obermacker dargestellt werden, aber eben nicht nur. Und seine Heirat hat nur insofern mit "Heilung" zu tun, als das es Überwindung von Traumata der Kindheit und Bindungsängsten ist.

Und wenn Job, Familie und FREUNDSCHAFT jetzt spießig sind, stellt sich mir die Frage wer dann kein Spießer ist (außer den forever alone guys aus bekannten Internetforen)..
@Lachnummern
14.11.2013 - 23:28 Uhr
Der Punkt war, dass bei wieviel Hundert Folgen es genau 0 Folgen gibt, die sich nicht ausschließlich um diese 3 Themen drehen (Du hast Dating durch Freundschaft ausgetauscht). Wenn das der einzige Lebensinhalt ist, dann sage ich Spießer.
Der Freundschaftspunkt geht um den "Wir sind ne feste Gang"-Müll (wo wieder in den BFF-Dreck reinspielt), mit jedem Tag in der gleichen Stammkneipe, etc. Und wieder geht es um die Penetranz und die Ausnahmslosigkeit dabei, die es so extrem spießig macht.
@Lachnummern
14.11.2013 - 23:29 Uhr
in den = der

Coaxaca

Postings: 636

Registriert seit 14.06.2013

14.11.2013 - 23:29 Uhr
Sie trieft aus jeder Sekunde die du dir antust. Vom ekelhaften "Kids" zum Einstieg, über den schmierigen Schicksals-Schmalz in jeder "Story", zum Mainstream-Indie Song sobald die Seifenoper-Szenen kommen, und der Turbospießigen Rahmenhandlung, über die klebrige Leuchtturm-Romantik, zur kalenderspruchartigen moralischen Erkenntnis mit der jede Folge endet ("and then I realized..."), den angeblich "abgedrehten" Ideen die so rebellisch sind wie ein nicht angeleinter Hund, dem PUA-Deppen Barney der jetzt HEIRATET (lol) und als Gegenentwurf zum Oberspießer Ted ja mehrere Staffeln lang den "So nicht" Zeigefinger an den Zuschauer darstellte (inzwischen aber "geheilt"), der Tatsache das sich ausnahmslos jede Folge der hundert Staffeln ausschließlich um die 3 Spießerthemen Job, Dating, Familie dreht, dem widerlichen Cliquen-Zusammenhalt der völlig ironiefrei als erstrebenswert dargestellt wird, der ganzen BFF-Scheiße, der Valentinstags-Scheiße, der Helloween-Scheiße, der Beziehungs-Jubiläums-Scheiße, ..., ..., ..., ..., ..., ..., ..., ..., ...
boah is mir schlecht.


Das unterschreibe ich so. Es gibt eh keine guten Serien, aber How I Met Your Mother ist sogar eine besonders schlechte.
@Lachnummern
14.11.2013 - 23:31 Uhr
Und vor allem: die Summe aller Punkte insgesamt. Jeder einzelne für sich wäre ja noch zu verkraften. Aber nein... *kotz
...
14.11.2013 - 23:51 Uhr
Wollte die Begriffe nicht vertauschen, war als eigenständige Aufzähnlung gedacht.

Das Dating ist nun mal DAS Thema der Serie. Wer das kritisiert, könnte sich genauso gut über die Morde bei CSI beschweren.

Als Gegenbeispiel für deine 3-Themen Aussage fallen mir spontan die Folgen zum Superbowl, dem Rauchen, Affenräuber und aktueller die VH1-mäßige über das Ende Robins Sängerkarriere ein. Es stimmt also einfach nicht..


Aber is ja völlig in Ordnung wenn es dir nicht gefällt.
hmm
15.11.2013 - 00:38 Uhr
Superbowl, dem Rauchen, Affenräuber

erinner mich jetzt nicht konkret, aber ich würde mal raten dass ted am superbowl mal wieder die mother sucht, rauchen tut ja überhaupt keiner (hmmm wie rebellisch ;) oder meinst du die sandwiches? der implizierte "witz" an den sandwiches ist ja, dass man übers kiffen nicht reden darf. WIE SPIESSIG IST DAS BITTE. ich sehe es halt mittlerweile in jedem detail. affenräuber keine ahnung. natürlich haben sie ihre details und ihre witzchen. aber... gut nacht

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

15.11.2013 - 01:00 Uhr
Anscheinend können wir uns hier darauf einigen, dass die Serie nichts als Spott verdient, und dass "My Little Pony" dagegen in nahezu jeder Folge eine Reise in philosophische Tiefen darstellt.
Amen. *Thread closed*
Katzenmann
15.11.2013 - 01:30 Uhr
Ich glaub die Spiessigkeit ist gar nicht mal das Problem der Serie. Scrubs vermittelt ja in etwa dieselben Ideale, ebenso wie The Big Bang Theory oder King of Queens, alles Serien die man nicht moegen muss, von denen aber auch keiner behaupten kann sie seinen klischeebeladen, kitschig, auf ne schlimme Art unlustig oder was auch immer.

Sitcoms im allgemeinen funbktionieren glaub ich alle, in dem man sich mit denh Charakteren identifiziert und darueber auf mitfuehlende Art lacht, wie Absurd das Streben der Figuren nach was auch immer (fast immer dem richtigen Partner...) ist, dazu dann noch Alltagssituationen die jeder so aehnlich aus dem echten Leben kennt. So funktioniert Friend, Seinfeld, The Big Bang Theorie, Himym....

Das Problem bei Himym ist wahrscheinlich, dass das Ueberzeichen der Figuren oberflaechlich bleibt. Jede Figur ist uebertrieben dargestellt, aber ohne die Absurditaet, dass jeder den richtigen Partner sucht, ueberhaupt zu hinterfragen. Das liegt wohl am Grundkonzept, wo schon klar ist dass Ted am Ende gluecklicher Familienvater ist, das ist also in Stein gemeisselt. Da bleibt dann absolut kein Raum das im Grundsatz zu hinterfragen ob das Ganze ueberhaupt das Richtige ist, wie es in Seinfeld wunderbar geschieht (am Ende dieser Serie ist es ja schon ein gewollter running Gag dass Jerry Seinfeld in jeder Folge ein neues Date hat, oder am allerbesten: In Eine Schrecklich nette Familie, wo in jeder Folge auf das Ideal der Familie eingedroschen wird). In Himym wird nie riskiert den Sinn der Serie an sich in Frage zu stellen. Totales Wohlfuehlfernsehen also.

Nichtsdestotrotz gibt es aber selbst in Himym ein paar gute Ideen, da war "Friends" zum Beispiel deutlich unlustiger.
Katzenmann
15.11.2013 - 01:40 Uhr
Oben hab ich in positiver Weise The Big Bang Theorie erwaehnt, muss ich korrigieren. Die Serie wurde leider auch zerstoert, aber bis die Freundinnen von dem Juden und Sheldon aufgetaucht sind war auch die recht gut.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

15.11.2013 - 01:52 Uhr
"In Eine Schrecklich nette Familie, wo in jeder Folge auf das Ideal der Familie eingedroschen wird"

Genau das macht diese Sitcom auch zu einem Meilenstein der Fernsehgeschichte. An sich reaktionär und vollgepackt mit krassester überzeichneter Frauenfeindlichkeit, bei der man fast nie sicher wissen kann, ob dieser penetrant dargestellte Hass auch so gemeint ist. Jedoch das Gesicht der heilen Familie als Kernzelle des gesunden Volkes so dermaßen konsequent zu entstellen kam in Zeiten der Cosby Show einer Revolution gleich.
Wenn ich dies mal in absurder Art und Weise gegenüberstellen darf: "Married with Children" ist in diesem Sinne eine absolut antifaschistische Serie, während "HIMYM" Mussolini in Reinform ist.
Katzenmann
15.11.2013 - 01:57 Uhr
Endlich mal jemand der Married with Children versteht:)

"Wenn ich dies mal in absurder Art und Weise gegenüberstellen darf: "Married with Children" ist in diesem Sinne eine absolut antifaschistische Serie, während "HIMYM" Mussolini in Reinform ist."

Wobei Mussolini ja immerhin kein Kapitalist war. Ich wuerde HIMYM eher mit der FDP vergleichen wollen.
Tralala
15.11.2013 - 08:11 Uhr
Vom ekelhaften "Kids" zum Einstieg,

Wie kann man sich über ein "Kids" ernsthaft aufregen? Lächerlich.

über den schmierigen Schicksals-Schmalz in jeder "Story",

Klar ist das Kitsch. Wie in ca 1357869 anderen Serien & Filmen.

zum Mainstream-Indie Song sobald die Seifenoper-Szenen kommen

Dummes Hipster-Argument.

und der Turbospießigen Rahmenhandlung,

Wie genau heißt die Serie? Es geht nun einmal darum, wie der Erzähler seine Frau findet. Warum das jetzt nochmal extra hervorheben? Fehlten wirkliche Kritikpunkte?

über die klebrige Leuchtturm-Romantik,

Kann ich verstehen, ist teilweise tatsächlich etwas übertrieben.

zur kalenderspruchartigen moralischen Erkenntnis mit der jede Folge endet ("and then I realized..."),

Genau das wird immer wieder durchbrochen.

den angeblich "abgedrehten" Ideen die so rebellisch sind wie ein nicht angeleinter Hund,

Wo will die Serie denn rebellisch sein?

dem PUA-Deppen Barney

PUA wird doch allerhöchstens parodiert.

der jetzt HEIRATET (lol)

Oh wie schlimm. Sowas tut ja heutzutage niemand.

und als Gegenentwurf zum Oberspießer Ted ja mehrere Staffeln lang den "So nicht" Zeigefinger an den Zuschauer darstellte (inzwischen aber "geheilt")

Damit weißt du doch selber nicht, was du eigentlich sagen willst.

der Tatsache das sich ausnahmslos jede Folge der hundert Staffeln ausschließlich um die 3 Spießerthemen Job, Dating, Familie dreht

Ist so einfach nicht richtig. Aber klar, das sind die Eckpfeiler. Rege ich mich darüber auf, dass es im Tatort um Polizeiarbeit geht?

dem widerlichen Cliquen-Zusammenhalt der völlig ironiefrei als erstrebenswert dargestellt wird,

Sozial schon so vereinsamt, dass man deswegen ausflippen muss?

der ganzen BFF-Scheiße, der Valentinstags-Scheiße, der Helloween-Scheiße, der Beziehungs-Jubiläums-Scheiße, ..., ..., ..., ..., ..., ..., ..., ..., ...
boah is mir schlecht.


Klassisches Reinsteigern in einen geradezu wahnwitzigen Hass auf eine vielleicht biedere, aber doch vollkommen harmlose Serie.

Oder anders gesagt: Ich kann den einen oder anderen Kritikpunkt nachvollziehen, insgesamt wirkt dein Geblubber aber auf mich schlicht lächerlich und sehr aufgesetzt. Genau dieses "Auseinandernehmen", inklusive Wiederholung diverser Kritikpunkte, könnte ich mit jeder anderer Serie machen, wenn ich es unbedingt darauf auslege... Du willst die Serie unbedingt scheiße finden, also ist sie auch scheiße. Basta. Ein Verhalten, was man interessanterweise sehr häufig bei den von dir so gehassten Spießern (eh ein dummer Begriff. Im Grunde ist es schon "spießig" ihn überhaupt zu verwenden) wiederfindet.
Desire Fckgesicht
15.11.2013 - 09:02 Uhr
Boah, jetzt ist die klassische Familie also schon Faschistoid. Junge, herzlichen Glückwunsch! Du bist der größte Mongo der mir seit langem begegnet ist.
@Naja
15.11.2013 - 09:09 Uhr
Danke! Sehr zutreffendes Posting!
@Desare
15.11.2013 - 09:23 Uhr
Ich glaube nicht, dass der Faschismus-Begriff hier sehr nützlich ist. How I Met Your Mother ist halt konservative, biedere und mutlose Fernsehunterhaltung, aber sicher nicht faschistisch.
Tralala
15.11.2013 - 09:34 Uhr
Oh, hab das Posting vom Katzenmann übersehen.

"In Himym wird nie riskiert den Sinn der Serie an sich in Frage zu stellen. Totales Wohlfuehlfernsehen also.

Nichtsdestotrotz gibt es aber selbst in Himym ein paar gute Ideen, da war "Friends" zum Beispiel deutlich unlustiger."


Unterschreibe ich so.

Bernie Bohnenkraut
15.11.2013 - 09:43 Uhr
Ich hasse Menschen, die diese bornierte Scheiße aufsaugen und geil finden. Ich spucke auf euch. Kackbratzen.
Bernie Bohnenkraut
15.11.2013 - 09:45 Uhr
Heute mal wieder mit Sand in der Vagina unterwegs. :((

Castorp

Postings: 2788

Registriert seit 14.06.2013

15.11.2013 - 12:25 Uhr
@Lachnummern:
Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass eine Figur wie Barney - die nun mal symptomatisch für die Serie steht und deren Fehlen die Serie nicht annähernd so "kultig" gemacht hätte - auf der Suche nach "sowas wie Liebe" ist...nur offenbart er in seinem Streben nach Glück keinerlei (überraschende) Facetten. Er wirkt auf mich nur grell, hohl und ungebildet. Er verdient den Namen Aufreiß- und Verführungskünstler (Pick-Up und Seduction Artist) gar nicht, weil er für eine solche Kultur eine hohle, spießige Nuss ist, welche eine verzweifelte Masche durchzieht, die aber nicht kongruent zu seinem wahren Selbst ist. Gerade ich müsste ja eigentlich mit ihm wegen seiner PUA-Einstellung sympathisieren, das tue ich aber nicht, aus den bereits genannten Gründen (dazu später mehr). Oder hat Barney ernsthaftes Interesse an anderen weiblichen Persönlichkeiten mit all ihren Tiefen und Untiefen? Deswegen muss er auch oft status-ausweisende Anzüge tragen, um das zu kaschieren und zu blenden (damit will ich nicht sagen, ich sei ein Anzug-Hasser, mir gehts nur um die Blender), während Charlie Harper (hatten wir ja schon festgestellt: auch bei dieser Figur gibt es in der Kindheit begründete Bindungsängste) mit seinen hässlich gestreiften, langen Shirts jede Frau haben kann (gut, er hat eine Villa und viel Kohle als Werbe-Jingle-Komponist)...:D

Wie ich schon sagte: vielleicht ist mir ja auch die eine oder andere Szene entgangen, in der Barney eine Sympathie-erzeugende Tiefe zeigt, die über Dinge wie das verzweifelte Daten hinausgehen. Aber dann wäre es deine Pflicht als ernstzunehmende Opposition mir konkret aufzuzeigen, was genau ich nun übersehen haben soll...oder etwa nicht?

Barneys Figur ist in meinen Augen unglaublich nervig mit ihrem Getue und ihrer Selbstverliebtheit und das ist für eine identifikationsstiftende Hauptfigur tödlich. Barney zieht das an, was er ausstrahlt: insofern ist die Hochzeit (schau dir doch nur mal an, wen er da heiratet: ausgerechnet Robin! Wäre Robin deine "Traumfrau"?) auch nur konsequent, weil sich Barney - und das ist vielleicht eine tragikomische Note - einbilden kann, er wäre irgendwo "angekommen" (aber wie will er "ankommen", wenn er sich selbst nicht richtig "gefunden" hat?) *ironie* Warum sich trotzdem soviele (junge) Leute mit Barney identifizieren können, ist mir absoluuuuut rätselhaft...*ironie off* ;)

@Katzenmann:
"In Himym wird nie riskiert den Sinn der Serie an sich in Frage zu stellen. Totales Wohlfuehlfernsehen also."

Das ist einer der Kernprobleme.
Ich nenne mal ein aktuelles Gegenbeispiel (wie hier überhaupt viel mehr Gegenbeispiele genannt werden sollten, damit man mal mehr vergleichen kann): in Mark Roberts' Sitcom "Mike & Molly" (an der auch Chuck Lorre mitgeschrieben hat) werden bspw. lebensechte Figuren verhandelt. Und trotz Klischees (etwa der Italo-Pate-Verschnitt Vincent) und einiger typisch puritanisch-amerikanischer Verklemmtheiten funktioniert die Serie in meinen Augen sehr gut, hat originelle Sprüche zu bieten und ist alles andere als spießig, sondern sehr menschlich und würdevoll. (Stichwort Identifikationspotential: ich z.B. habe schon soviele Gemeinsamkeiten entdeckt, etwa mit dem Wirbel um die Hochzeit und dem Ehealltag - echt verblüffend:D) Gar kein Vergleich zum überdrehten "HIMYM".

Man merkt doch auch immer sofort, ob die Schreiber selbst hohl sind oder nicht, egal bei welcher Sitcom!

Desire Fckgesicht
15.11.2013 - 09:02 Uhr
Boah, jetzt ist die klassische Familie also schon Faschistoid. Junge, herzlichen Glückwunsch! Du bist der größte Mongo der mir seit langem begegnet ist.


Desare! Du hast es geschafft, endlich so richtig gehasst zu werden. Wir müssen eine Flasche Sekt entkorken! :D

Wenn du "Married with children" als antifaschistisch bezeichnest (was ich nachvollziehen kann), was sind dann für dich andere 80er-Sitcoms wie "ALF" oder "Roseanne"? ;)
Desire Neticic
15.11.2013 - 12:28 Uhr
Alf ist kommunistisch, also gut. Und Roseanne ist neoliberal, also schlecht.
facepalm
15.11.2013 - 12:47 Uhr
PUA wird doch allerhöchstens parodiert.

ja warum wohl.
Dein Stalker
15.11.2013 - 12:49 Uhr
Gerade ich müsste ja eigentlich mit ihm wegen seiner PUA-Einstellung sympathisieren, das tue ich aber nicht, aus den bereits genannten Gründen (dazu später mehr). Oder hat Barney ernsthaftes Interesse an anderen weiblichen Persönlichkeiten mit all ihren Tiefen und Untiefen?

Genau. Den PUAs geht es je eigentlich um die weibliche Persönlichkeit und nicht darum möglichst viele (=überhaupt irgendeine) Frauen ins Bett zu bekommen. Hihihi.

Glaubst du den Scheiß, den du schreibst, tatsächlich?
Jean-Luc Picard
15.11.2013 - 12:49 Uhr
Ich hoffe ihr investiert genauso viel Energie in die Arbeitssuche, wie in eure an den Haaren herbeigezogene, pseudointellektuelle Dekonstruktion dieser harmlosen Kinderserie.
Dein Stalker
15.11.2013 - 12:51 Uhr
Er verdient den Namen Aufreiß- und Verführungskünstler (Pick-Up und Seduction Artist) gar nicht, weil er für eine solche Kultur eine hohle, spießige Nuss ist, welche eine verzweifelte Masche durchzieht, die aber nicht kongruent zu seinem wahren Selbst ist.

Wow. Das ist vielleicht, wenn auch ungewollt, eine der lustigsten Sachen, die du je hier im Forum geschrieben hast.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

15.11.2013 - 15:01 Uhr
Ich habe die ganze Fschosache auch vorher als absurd angekündigt, sie sollte einfach polemisch sein und "HIMYM" eins mitgeben.

Diese Botschaften, die da vermittelt werden halte ich für einen gnadenlosen Roll-back in vergangene Zeiten. Diese Propaganda für das Vater, Mutter, Kind-Gebilde, welches echt überhaupt nicht hinterfragt wird und am Ende auch für den Schwerenöter Barney der wohl propagierte erlösende Weg wird. Dazu auch die Tatsache, dass IMMER der Mann die Initiative übernimmt.
Des Weiteren werden immer wieder Situationen geschildert, in der der Kapitalismus die einzige Lösung ist.
Das ist für mich ein total reaktionäres Gesellschaftsbild, in der höchstens der Homosexuelle nicht mehr ausgepeitscht wird. Dieses Bild, verpackt in einer unterhaltsamen, weltweit beliebten Sitcom, halte ich für nicht ganz unbedenklich.

Insofern ist "Married with Children" eben viel differenzierter, weil das Bild der Familie ständig hinterfragt wird.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

15.11.2013 - 15:05 Uhr
@Castorp

Findest du es toll, wenn andere Menschen gemobbt werden? :'(
Ich verabscheue Sekt, das schmeckt widerlich.
Alf ist zwar auch noch recht muffig, aber immerhin vertritt Alf liberale Ansichten (ein Liberaler muss ein Alien seon =D) und Willy setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein und nimmt einen Mexikaner vorrübegehend bei sich auf. Heute landet man für sowas ins Kittchen^^
Kommt halt auch auf die Zeit an: Im Vergleich zur Cosby Show war Alf eine totale Anarcho-Serie.

kenner der materie

Postings: 169

Registriert seit 14.06.2013

15.11.2013 - 15:07 Uhr
Kann nur zustimmen, definitiv eine ganz schlimme und biedere Spießerserie. 1/10.

kenner der materie

Postings: 169

Registriert seit 14.06.2013

15.11.2013 - 15:10 Uhr
Wie ist das denn eigentlich mit Marshalls Karriere als Environmental Lawyer geendet? Zwischenstop bei der Goliath National Bank, und dann einfach vergessen und drauf geschissen, oder?
EDVED
15.11.2013 - 15:11 Uhr
die genannten Kritikpunkte treffen den Nagel auf den Kopf... furchtbare Serie, einfach furchtbar...
@Jean-Luc Picard
15.11.2013 - 15:14 Uhr
Ist auch nicht weniger an den Haaren herbeigezogen wie Platten zu besprechen.
Lachnummern
15.11.2013 - 15:56 Uhr
@ Castorp

Wollte eigentlich keine ausführliche Abhandlung zum Thema bringen, denn jeder den es wirklich Interessiert kann sichs genauso gut bei Wikipedia durchlesen. Aber da du ja anscheinend an einer vernünftigen Diskussion interessiert bist und es das unter den ganzen Trollen hier viel zu selten gibt, mach ichs mal trotzdem.

Als einer Auslöser für Barneys PUA-Dasein und seine Promiskuität ist seine Mutter zu sehen, samt sämtlicher ödipaler und freudscher Implikationen die damit einhergehen.
Ihre Kinder (Barney und sein farbiger Bruder James) sind Produkte aus ihrer Zeit als Groupie, werden von der alleinerzihenden Mutter vernachlässigt und nach "amerikanischer Tradition" vom Fernseher grossgezogen. Darüber hinaus lässt sie ihn in dem Glauben sein Vater sei der Moderator von "Der Preis ist heiß".
Erst später als die Mutter realisiert, dass ihr ADS gestörter Sohn keinerlei Freunde hat fängt sie an sich für ihn zu interessieren und ihm eine heile Welt vorzulügen (gefälschte Briefe zu Geburtstagen etc.).

Auch bei den Frauen hat der junge Barney nur mäßigen Erfolg. Seine erste Freundin hat er mit über 20 und diese verlässt ihn für einen Anzugträger. Woran er sich ein Beispiel nimmt und erst dadurch zum PUA wird. Seine Unschuld verliert er mit 22 an eine ältere, in der Nachbarschaft als "die Mannmacherin" bekannte Dame.
Auf eine feste Bindung mit Robin kann sich Barney auch nur einlassen, weil er zuvor seinen echten Vater konfrontiert hat. Das mag nun wieder manch einer für spießig halten. Letztendlich war es aber dieses Fehlen einer richtigen Identifikations- und Vaterfigur, die aus Barney erst Barney machte. Somit ist die Hintergrund Geschichte von Barney gar nicht so verschieden zu der von Herrn Harper..


Meiner Meinung nach ist Barney ein Trottel, keine Frage. Letztendlich ist er aber auch nur das Produkt seiner Umwelt. Und mit Ihm identifizieren möchte ich mich gar nicht und ob das allen Ernstes irgendwer tut wage ich zu bezweifeln.


Finde auch nicht, dass eine gute Serie soetwas wie Identifikationsfiguren bedarf. Letztendlich muss mir die Geschichte gefallen und die Motivation und das Handeln der Charaktere Sinn ergeben. Bestes Beispiel: Breaking Bad..

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

15.11.2013 - 16:14 Uhr
Die Folge habe ich gesehen. Finde ich platt und arbeitet mit fiesester Westentaschenpsychologie. Es wirkt so, als hätte man damals eine Erklärung für Barneys Persönlichkeit gebraucht, da bislang praktisch nichts über ihn bekannt war.

Dass er dann seinen Schwiegervater in spe braucht, um sich sicher sein zu können, ein Ehemann zu sein?

Am Ende ist wird aber doch propagiert, dass Barneys Erlösung vom (nicht erstrebenswerten) PUA-Dasein die Ehe bzw. feste Verbindung zu einer anderen Person ist. Damit hat sich die Figur ja scheinbar einmal im Kreis gedreht. Wäre dies wirklich so kathartisch und würde er seine ganze Persönlichkeit, die er bis dahin hatte, abstreifen. Er würde wieder ein Hippie werden und die Ehe mit Robin würde niemals klappen. Und nun?

Übrigens ist die Nebenfigur des Bruders von Barney einfach eklig angelegt. Schwarz UND Homo ohne Anflug von Ironie. Getreu dem Motto: "Schaut mal wie liberal wir sind!"
tst
15.11.2013 - 16:15 Uhr
@ Desare Nezitic

Wieder einmal stimmt es einfach nicht, was du schreibst.

Beispielsweise ist DAS Vorzeigepaar der Serie, Lily & Marshall, erst auf ihre Initiative zusammengekommen.

Und das mit dem Kapitalismus als Lösung hätt ich gern n bisschen ausführlicher. Meines Wissens nach gibt es keine Sitcom über Aussteiger, insofern wäre das auf JEDE Serie zutreffen. Auch auf Married with Children.

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