The Fiery Furnaces - Remember

User Beitrag
Dän
21.08.2008 - 11:42 Uhr
Was uns allen noch gefehlt hat: Ein Livealbum der Fiery Furnaces! Offenbar hat sich Matthew mal wieder was einfallen lassen und die Platte als Doppel-CD-Medley konzipiert, bei dem teilweise sogar einzelne Songs aus verschiedenen Auftritten zusammengeschnitten worden sind. Soll dann einigermaßen unhörbar sein (behauptet zumindest Pitchfork), aber genau das wünscht man sich ja eh von den Fiery Furnaces.

Erscheint in Deutschland am 05.09.
Übrigens...
21.08.2008 - 11:43 Uhr
Gibt es auch als Dreifach-LP!
Dän
21.08.2008 - 11:44 Uhr
Wobei in diesem Fall das Plattenumdrehen natürlich das Medley-Gefühl kaputt macht. ;)
Übrigens...
21.08.2008 - 11:49 Uhr
Hängt von der Aufteilung ab... hast du es schon gehört?

Nebenbei bemerkt, seitdem ich vor ein paar Wochen ein bisschen Frank Zappa gehört habe ist die Band in meinem Ansehen etwas gesunken.
Dän
21.08.2008 - 12:09 Uhr
Nee, ich hab's noch nicht gehört, aber soweit ich das gelesen habe, besteht das Ganze aus zwei großen Medleys.

Was Zappa angeht: Ich verstehe, was Du meinst. Aber dann könnte man auch sagen: "Seitdem ich vor ein paar Wochen Dylan gehört habe, sind alle Songwriter in meinem Ansehen etwa gesunken." ;)
stillill
21.08.2008 - 12:49 Uhr
schwierig, schwierig. besonders die übersongs aus "blueberry boat" kommen teilweise schon arg blutleer daher. das album ist für mich jetzt aber keine enttäuschung, sonder halt einfach "anders".
Souljacker
21.08.2008 - 17:32 Uhr
Wer hat denn hier schon wieder Platten, die noch garnicht erschienen sind? ;)

Auf die "Remember" bin ich jetzt eigentlich garnicht sooo scharf. Trotzdem hab ich so rein aus Gewohnheit die CD bestellt. Auf "richdork" gibts das erste Review, das mit einer Wertung von 4.3 Punkten ziemlich negativ ausfällt. Die Platte soll angeblich nicht das Feeling der Live-Auftritte vermitteln, da einzelne Teile eines Songs aus unterschiedlichen Konzerten stammen sollen und die Soundqualität stark schwankt.
Naja, die Furnaces sind Live sowieso eher ein Erlebnis als eine musikalische Glanzleistung. Teilweise habe ich manchmal schon gedacht: "Das macht sich aber auf Platte besser". Das ist wohl der große Nachteil daran, seine Musik immer experimenteller zu gestalten. Mit einer vierköpfigen Band müssen einfach Kompromisse eingegangen werden...das hat mir bei manchen Songs teilweise leider nicht geschmeckt. Im Konzert werden diese Unzulänglichkeiten dann aber von der Power der Performance weggepustet.
monguelfino
02.09.2008 - 13:14 Uhr
Das Album als Stream.

http://thrilljockey.com/catalog/?id=102862

ein wahres Monster, ob im positiven oder negativen Sinne kann ich noch nicht sagen. Jedenfalls dürfte die Platte jegliche unerwünschte Gäste aus deiner Wohnung verscheuchen. Ziemlich verrückt und anstrengend, aber, wie im Eröffnungspost schon erwähnt, genau das was man sich als Furnaces-Fan wünscht.
stillill
03.09.2008 - 21:45 Uhr
oh, doch ganz schön hart mit der platte ins gericht gegangen. hätte ich nicht unbedingt gedacht ,)
Übrigens...
03.09.2008 - 22:07 Uhr
Bei AMG hat sie 4/5 bekommen (die sind übrigens auf dieselbe Idee mit dem Shuffle gekommen). Pitchfork vergibt auch nur 4.3/10.
Dän
04.09.2008 - 00:36 Uhr
Bei "Rehearsing my choir" reichten die Rezensionen ja auch quasi von 1/10 bis 10/10, und ich wundere mich ja selbst, dass ich diesmal auf der Thumbs-down-Seite stehe. Aber na ja, ich kann das einfach nicht hören.
Pascal
04.09.2008 - 13:22 Uhr
Ist allein schon deshalb eine Herausforderung, weil sie so elend lang und klanglich unter aller sau ist, also nicht vergleichbar mit den regulären alben. Trotzdem glaub ich, dass man sich da zurecht finden kann. Komme jedenfalls gerade ganz gut rein.
stillill
04.09.2008 - 13:37 Uhr
Jetzt vier Mal gehört, ich kapituliere. Respekt an die Leute, die sich das Album zum Rezensieren vornehmen :)
Pascal
04.09.2008 - 13:39 Uhr
@stillill: Sehr witzig! Aber ich hab ja noch drei, vier Tage:)
mr.pink
04.09.2008 - 16:20 Uhr
oh. und da soll nochmal jemand behaupten the mars volta seien unhörbar.
fakeboy
04.09.2008 - 22:51 Uhr
sorry, aber 'ne schlechte note geben bloss weil man sich das nicht anhören kann ist etwas schwach. natürlich ist musik immer geschmackssache. und auch ich find die platte sehr anstrengend zu hören. aber das konzept ist für ein live-album absolut neu und wie ich finde auch sinnvoll. schliesslich klingt ein konzert ja für jeden besucher anders, je nachdem wo er positioniert ist. hört euch die platte mal unter diesem aspekt ein. sehr geil, man springt quasi vom kopf eines besuchers zum anderen, manchmal lauscht man auch mit den ohren des mischers oder des türstehers. ok, ist vielleicht etwas weit hergeholt, was ich sagen will: die platte ist definitiv viel mehr als eine 4...
Leatherface
04.09.2008 - 22:57 Uhr
sorry, aber 'ne schlechte note geben bloss weil man sich das nicht anhören kann ist etwas schwach.

Aha. Wenn jemand jetzt 80 Minuten ohrenbetäubendes Fiepen auf ein Album packt, muss das natürlich auch eine sehr hohe Bewertung bekommen. Das kann man sich zwar nicht anhören, aber das ist total neuartig und innovativ.
fakeboy
04.09.2008 - 23:01 Uhr
hab ich nicht gesagt. unhörbar kann absolut scheisse sein. ist es im fall von "remember" aber nicht.

hast du das album überhaupt gehört?
Leatherface
04.09.2008 - 23:08 Uhr
Nein. Aber wenn Daniel das Album für unhörbar hält und deshalb niedrig bewertet, ist das sein gutes Recht, ganz egal wie superinnovativ das sein mag.
Dän
05.09.2008 - 01:46 Uhr
Wie man der Rezi entnehmen kann, ist es übrigens keineswegs mein einziger Kritikpunkt, bzw. noch nicht mal mein Hauptkritikpunkt, dass die Platte "unhörbar" sei. Wenn das jemand einfach so in den Raum werfen würde, fänd ich das als Erklärung für eine 4/10 auch eher dünn. Aber eigentlich steht in dem Text auch ziemlich viel darüber, *warum* ich das Album schlecht finde. "Unhörbar" habe ich es ja nur im Shuffle-Modus genannt, und eigentlich ist das eh ein ziemlich großes und doofes Wort. Unhörbar sind vielleicht Nickelback oder so.
monguelfino
05.09.2008 - 08:32 Uhr
idee = gut
umsetzung = scheiße

Die Qualität der Aufnahmen lassen leider sehr zu wünschen übrig. Zwischendurch gibts aber durchaus ein paar Höhepunkte, vor allem wenn man sich an gewisse Momente eines Konzerts erinnert.

"the next song is blueberry boat and we´re gonna play it real, real slow!" :-)
fakeboy
05.09.2008 - 08:43 Uhr
ok, ich muss zugeben dass "remember" für mich die erste begegnung mit den fiery furnaces ist. insofern hatte ich auch überhaupt keine erwartungen. ich find eben nicht nur die idee gut, sondern auch die umsetzung. natürlich kann man sich das unmöglich am stück anhören, aber es ist meiner ansicht nach handwerklich wie konzeptionell ein starkes stück, dem man mit einer 4 unrecht tut. nickelback wär 'ne 4, um dän's beispiel nochmals aufzugreifen.

übrigens: den text der rezi find ich eigentlich ganz gelungen, du beschreibst die platte ganz treffend. nur ziehst du dann andere schlüsse daraus was die bewertung angeht...
Pascal
05.09.2008 - 09:19 Uhr
Irgendwie ist die Band in meinen Augen durch diesen Release noch ein Stück sympathischer geworden. Und im Prinzip konnte das erste Live-Album der Fiery Furnaces auch gar nicht anders klingen als ein zusammengschustertes Medley. Konsequent eben!
Souljacker
05.09.2008 - 23:22 Uhr
Okay, ich hab jetzt die erste CD durch und muss schon sagen, dass mir teilweise wirklich die Schweißperlen auf der Stirn standen. Das ist ja mal wieder eine absolut anstrengende Angelegenheit. Nach den ersten neun "Liedern" habe ich gedacht: "Eigentlich wäre mir ein normales Live-Album lieber gewesen." Nach einer Weile habe ich mich aber reingefuchst (Das längere Bitter Tea-Medley sei Dank) und meine Meinung hat sich teilweise geändert. Warum SOLLTEN die Fiery Furnaces ein "normales" Live-Album aufnehmen? Auf irgendeine abgefuckte Art und Weise funktioniert die Platte.

Warum jetzt aber Aufnahmen mit wirklich mieser Klangqualität den Weg auf den Tonträger gefunden haben entzieht sich ebenfalls meines Wissens. Zum Glück sind die Abschnitte mit dem Toiletten-Sound (auf der ersten CD) rar gesäät und deswegen grade noch so zu verkraften.

Aber Hand aufs Herz: Diese CD werde ich wohl einmal hören und dann so schnell nicht wieder. Eine Erfahrung wars bis jetzt auf jeden Fall. Einige große Momente sind hängen geblieben: Die tolle Fassung von "Teach me sweetheart", die unglaublichen Takteskapaden von "Black-hearted boy", die Erkenntnis, dass "Wicker Whatnots" doch so etwas wie ein Lied zu sein scheint.

Dem gegenüber steht der unfassbar miese Einstieg mit der Endlos-Version von "Blueberry boat", und das lieblose Verhunzen von "Crystal clear" und "Evergreen". Licht und Schatten halten sich aber noch die Waage. Als Experiment finde ich die Platte ziemlich interessant. Wirklich repräsentativ für die Live-Qualitäten dieser Band ist sie jedoch nicht.

@ fakeboy
Kauf dir am besten alle regulären Furnaces-Platten. Wenn dir der Einstieg durch "Remember" gelungen ist, dann verdienst du echt meinen Respekt! Und wenn du diese Scheibe gut findest, dann dürften für dich die anderen Platten eine Offenbarung sein. ;)
Souljacker
05.09.2008 - 23:29 Uhr
Achja: Wie immer muss ich einen Lob an Dän loswerden der hier mal wieder ne wunderbare Kritik abgeliefert hat...obwohl ich 4 von 10 Punkte doch für zu wenig halte. Naja, jedem seine Meinung.
Demon Cleaner
06.09.2008 - 10:53 Uhr
natürlich kann man sich das unmöglich am stück anhören

Was für mich ein Grund wäre, das Album stark abzuwerten. Ein Album am Stück hören zu können, ist bei mir mal Grundvoraussetzung. Das geht ja bei anderen "schwierigen" Alben auch.

Habe denselben Eindruck vom Album wie Dän - zu konfus das Ganze und in zu schlechter Klangqualität. Kenne ansonsten nur "Blueberry Boat", das hat mich eindeutig mehr fasziniert.
fakeboy
06.09.2008 - 11:09 Uhr
Was für mich ein Grund wäre, das Album stark abzuwerten. Ein Album am Stück hören zu können, ist bei mir mal Grundvoraussetzung. Das geht ja bei anderen "schwierigen" Alben auch.

"torture garden" von naked city (john zorn) kann sich kaum jemand am stück anhören, ist trotzdem genial! ich finde es kann durchaus auch eine qualität eines albums sein, dass es einen derart plättet dass man in der hälfte erst mal durchschnaufen muss. entscheidend ist. ob man nachher wieder weiter hören will oder nicht.

Habe denselben Eindruck vom Album wie Dän - zu konfus das Ganze und in zu schlechter Klangqualität.
klangqualität ist überhaupt nicht schlecht, es werden halt einfach verschiedene arten von live-mitschnitten kombiniert: gut klingenden und weniger gut klingende. gerade heute wo jeder mit seinem handy furchtbare mitschnitte macht und diese auf youtube lädt find ich es eine sehr gute, fast schon subversive idee die auch technisch wirklich gut umgesetzt ist.

Senior Twilight Stock Replacer
02.09.2009 - 21:23 Uhr
Lol, was ist denn mit der Vinyl-Ausgabe los? Zuerst dachte ich, die sei LP-Wechsler-fähig weil die LP-Ränder so dick sind, allerdings passt die Aufteilung auf die einzelnen Seiten nicht so ganz:
* LP 1, A: Seite 1, B: Seite 4 (würde zur Wechslertheorie passen)
* LP 2, A: Seite 2, B: Seite 3 (passt nicht mehr zur Theorie)
* LP 3, A: Seite 5, B: Seite 6 ( - " -)

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