Film: Eden Lake

User Beitrag
Milo
12.08.2008 - 16:14 Uhr
Könnte The Descent Konkurrenz machen.
James Watkins hat auch The Descent 2 inszeniert.

Trailer zu Eden Lake:

http://www.youtube.com/watch?v=IACL6TbEZ2M
Pelo
12.08.2008 - 16:24 Uhr
Trailer haut mich jetzt nicht so um. Wird aber trotzdem angeschaut. :)
Leatherface
12.08.2008 - 17:48 Uhr
Haut mich auch nicht vom Hocker. Halbstarke? Nicht gruselig. Höchstens noch als provokativer Thriller zu gebrauchen
Milo
13.08.2008 - 18:12 Uhr
Hmm wird aber sehr mit der "Psychologie" eines The Descent verglichen. Hab glaub ich auch mal gelesen, das Neil Marshall irgendwas mit dem Film zu tun hat.
Der Plot spielt sich auch wohl nicht nur so ab, dass die beiden wie in Them oder The Strangers von den Kids verfolgt und getötet werden. Da soll wohl noch ein gemeiner Twist sein. Aber ich habe mich auch schon geirrt.

Nicht gruselig? Die Frage ist nur, ob es wirklich gruselig sein muss. Filme wie "Them" oder "The Strangers" hatten auch nur ein paar Halbstarke. Gruselig und unheimlich waren sie trotzdem.
Leatherface
13.08.2008 - 19:18 Uhr
Filme wie "Them" oder "The Strangers" hatten auch nur ein paar Halbstarke. Gruselig und unheimlich waren sie trotzdem.

Die hatten ja auch Masken auf oder waren erst zum Schluss als Halbstarke zu identifizieren.
Milo
13.08.2008 - 20:04 Uhr
Na ja. Also daran mache ich es nicht fest. Aber ich werde den Film erst einmal ansehen und dann ein Urteil fällen.
Leatherface
13.08.2008 - 20:16 Uhr
Aber ich werde den Film erst einmal ansehen und dann ein Urteil fällen.

Ja, natürlich. Ich stelle mich aber eher auf einen Thriller ein als auf einen nervenaufreibenden Horrorschocker.
collin
13.08.2008 - 20:23 Uhr
Hab ihn gestern beim Fantasy Film Fest gesehen. Knüppelharter Film (nicht nur die Gore Szenen). Hat mir sehr sehr gut gefallen. Baut nicht nur rein auf die Gewaltszenen, sondern hat auch allerhand Mindhorror im Gepäck.
Milo
15.08.2008 - 14:38 Uhr
Rezension:

http://www.blairwitch.de/index.php?seitenid=15&filmid=542
Leatherface
18.08.2008 - 10:45 Uhr
filmstarts (nicht dass man die bei Horrorfilmen zu Rate ziehen sollte.)
Milo
18.08.2008 - 16:06 Uhr
Jo. Die Rezension habe ich auch schon gelesen. Der Text klingt für mich eher nach 6/10, aber egal. Bei Horrorfilmen sollte man denen echt nicht unbedingt vertrauen.
Leatherface
07.01.2009 - 14:52 Uhr
Da hab ich mich doch verschätzt und meine Erwartungen zu niedrig gesteckt. Starkes Ding, echt. Mit einer der besten und eigenständigsten Horrorfilme der letzten Jahre, wobei die Bezeichnung "Horror" hier fast schon zu kurz greift. 8/10
Milo
07.01.2009 - 18:23 Uhr
Aha, aha...na komm schon, ich will mehr hören. Hab wirklich einige Erwartungen in das Teil. Sogar an The Descent 2 habe ich Erwartungen, wo ich doch mal das Drehbuch lesen konnte (welche Version das allerdings war, weiß ich nicht).
Leatherface
07.01.2009 - 19:57 Uhr
Die größte Stärke des Films ist vermutlich die Nähe zur Realität und damit sind nicht die Gore-Effekt gemeint - die bewegen sich in einem dem Film angemessenen Rahmen; hart aber zweckdienlich und sie überschatten nicht alles andere -, sondern weil sich das anfühlt, als wäre das eine Situation, die so jeden Tag passieren könnte.

Besonders gelungen in diesem Zusammenhang ist die Exposition. Die Kids sind nicht das hinterwälderische, ultimative Böse, wie man das oft im Horrorfilm sieht, sondern hier geht es einfach um einen Konflikt, der fürchterlich aus dem Ruder gelaufen ist, größtenteils durch das pubertäre, respektlose "Ich bin der Größte"-Gehabe der Jugendlichen, teils aber auch durch das Pärchen und vor allem durch einen schrecklichen Zufall.

Dann geht die Hetzjagd los und durch den Verzicht auf jegliches Genre-Wischwaschi wird die Authentizität noch verstärkt. Keine billigen Alibi-Buh-doch-nichts-passiert-Schocks, kein "hinter dir steht einer", kein "Hallo? Ist da jemand?" und 75% des Films spielt bei strahlendem Sonnenschein - einfach rough durchgezogen, ohne irgendwelchen überflüssigen Schnickschnack. Und übrigens sehr spannend.

Irgendwann hat man dann so einen Hals auf die Kids, sodass man sich wünscht, dass sie alle qualvoll verrecken und dann kommt der Clou: Irgendwie hat es der Regisseur geschafft, alles so hinzubiegen, dass es trotz Verluste auf der Gegenseite keine wirkliche Genugtuung gibt. Sobald die ersten Kids sterben, wird es irgendwie noch tragischer und man bedauert, dass es zu dieser schrecklichen Gewaltspirale überhaupt gekommen ist. In dem Moment ist Eden Lake mehr Drama und näher dran an Realität als so ziemlich jeder Horrorfilm, den ich kenne. Der brilliante, deprimierende Schluss hebt das Ganze dann nochmal auf ein ganz anderes Level, weil alles so erschreckend schlüssig und nachvollziehbar ist.

Inwieweit das jetzt ein Statement zum gesellschaftlichen Zustand ist, sei dahin gestellt. Solche respektlosen Kids gab es immer und wird es immer geben. So mancher wird die Charakterzeichnung etwas eindimensional finden, aber ich fand sie schlüssig und zweckdienlich. Ich erwarte von einem solchen Film keinen komplexen Diskurs über Jugendgewalt oder sonst was.
Leatherface
07.01.2009 - 20:09 Uhr
Ach ja: Kelly Reilly und Michael Fassbender sind super.
Dan
13.03.2009 - 19:23 Uhr

gerade gesehen, irgendwie schwer verdaulich und aufwühlend...

aber Leatherface hat im Grunde schon alles passende dazu gesagt
Strombuli
11.04.2009 - 11:41 Uhr
Die hatten ja auch Masken auf oder waren erst zum Schluss als Halbstarke zu identifizieren.

Wieso werden hier bereits im 4. Posting ohne Vorwarnung gleich zwei andere Filme gespoilert??? :-(
TRBNGR
29.06.2009 - 22:57 Uhr
Gestern gesehen, Mannomann, starker Tobak. Vor allem, weil es wirklich so realitätsnah wirkt. Wenn so n Konflikt wirklich mal aus dem Ruder läuft... Und der Film ist an einigen Stellen so unerbittlich konsequent, ich sag nur "Lagerfeuer"...
DerMeister
29.06.2009 - 22:59 Uhr
Überdurchschnittlicher Film für das Genre.

Hat mich sehr positiv überrascht!

Sehr gut
night porter
29.06.2009 - 23:53 Uhr
schon wieder "Monster" ohne Seele, Rumgerenne im Wald und Authentizitätseffekte. Was daran überdurchschnittlich ist, hat sich mir leider nicht erschlossen. Dazu ist das ganze in seiner Schwarzweißmalerei unangenehm reaktionär, zumal der Film kaum ironische Brüche aufweist (da helfen auch Mel & Kim auf dem Soundtrack nicht weiter) und nur in einer mageren Szene so etwas wie Ambiguität zulässt.

Bert
04.04.2019 - 01:08 Uhr
Schon hart und irgendwie ansehlich und spannend, aber dennoch ziemlich ....dumm. Ja klar, bringt alle um wegen dem Hund ..

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