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Film: There will be blood

User Beitrag
Dän
07.01.2008 - 17:39 Uhr
Der neue P.T. Anderson. Riecht nach allen bisherigen Reviews und so dermaßen nach Klassiker, dass man fast misstrauisch werden möchte. Daniel Day-Lewis fackelt vermutlich mal wieder die Leinwand ab, die Musik kommt von Jonny Greenwood. Und es geht wohl um einen Ölbaron zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Start in Deutschland am 14.02., wird also langsam Zeit, sich vorzufreuen.
Pelo
07.01.2008 - 17:39 Uhr
*vorfreu*
Dan
07.01.2008 - 17:48 Uhr

um was gehts?
Dän
07.01.2008 - 17:52 Uhr
Und es geht wohl um einen Ölbaron zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Das findet man sicherlich auch noch etwas genauer, aber ich bin immer so ein Schisser wegen Spoilern, deshalb habe ich noch keine ausführlichen Inhaltsangaben gelesen.
Leatherface
07.01.2008 - 18:16 Uhr
Riecht nach allen bisherigen Reviews und so dermaßen nach Klassiker

In der Tat. Sogar "No country for old men" hat er bei metacritic knapp hinter sich gelassen.
Kilian
07.01.2008 - 18:37 Uhr
*vorfreu* - aber sowas von! schon seit Monaten :-)
daniel
07.01.2008 - 18:50 Uhr
sehr nette bewertung: http://german.imdb.com/title/tt0469494/
Kilian
09.01.2008 - 00:37 Uhr
aaahh ich halts nicht mehr aus, noch 5 Wochen... :-/
Patte
09.01.2008 - 10:44 Uhr
Ich hab mir mal eben schnell einen schönen deutschen Verleihtitel ausgedacht: "Blutiges Öl". ;D
collin
09.01.2008 - 10:46 Uhr
Nein.
"Es wird Blut geben, Baby" ist der offizielle deutsche Titel.
win
09.01.2008 - 10:49 Uhr
und ich hatte gedacht, es handle sich um einen horrorfilm.
Kilian
09.01.2008 - 11:13 Uhr
und der Untertitel lautet:
Ein Mann geht seinen blutigen Weg
:D
Patte
09.01.2008 - 12:20 Uhr
"Blut garantiert"
"There will be blood - Blutiges Gold" (der Bezug zum Öl muss ja stetig gewahrt bleiben)
"Blut, Digger, Bluuut"

Ach man, wenn der deutsche Verleih so einen Titel nach unserer Machart raushaut, springe ich aus dem Fenster. :)
LLG
18.01.2008 - 17:19 Uhr
Hört euch unbedingt mal den Soundtrack von Jonny Greenwood an. Sehr avantgardistisch aber auch genial.

Ich freu mich riesig auf den Film. Neben "No Country for old Men" das zweite Highlight des Jahres.
Leatherface
18.01.2008 - 17:20 Uhr
...neben "Juno" und "No Country for old men".
Joystig
19.01.2008 - 18:54 Uhr
Der Soundtrack ist Müll ohne Film.
Dän
26.01.2008 - 13:52 Uhr
Sehe ich nicht so, ganz im Gegenteil. Und der deutsche Verleihtitel müsste natürlich "Schwarz Blut Gold" lauten. ;)
Kilian
02.02.2008 - 11:51 Uhr
Der Track auf der myspace-Seite von Jonny Greenwood hört sich wirklich sehr vielversprechend an. Gleich mal den Soundtrack bestellt, könnte ohnehin der Soundtrack zu meinem neuen Lieblingsfilm sein.
Noch zwei Wochen, dann ist es endlich soweit. :-)
Uh huh him
02.02.2008 - 12:18 Uhr
Der Film heißt übrigens auch in Deutschland "There will be blood". ;)
Brilliant
02.02.2008 - 12:32 Uhr
Wie, ohne Untertitel? Schwarz Blut Gold wäre sicher auch für den average Schulabbrecher verständlich.
Patte
02.02.2008 - 14:15 Uhr
There will be Bohlen.
Kilian
02.02.2008 - 14:58 Uhr
Platz 14 in der imdb!!
Ich bin so heiß auf diesen Film :-)
Kilian
07.02.2008 - 17:57 Uhr
Das Interview mit Anderson in der ZEIT ist ziemlich cool. Gefällt mir wie er immer so ironisch antwortet wenn es z.B. um die politische Message von "There Will Be Blood" geht, einfach ein sympathischer bescheidener Typ. :-)
Patte
08.02.2008 - 23:45 Uhr
Neues Review
Patte
09.02.2008 - 00:03 Uhr
Nachdem ich das hier so querlese, kommt mir das Ganze so vor, als wäre es an epische Werke wie "Giganten" (wie James Dean, der ja am Schluss auch durch sein Öl stinkreich wird und dann versackt) angelehnt? Okay, bei Anderson wird's vermutlich noch 'ne Spur wahnsinniger und surrealistischer, na, ich lass mich überraschen. :)
Pelo
09.02.2008 - 11:07 Uhr
Hab jetzt schon des öfteren gelesen das Paul Dano auch eine bermekenswerte Lesitung abgibt.
arnold apfelstrudel
09.02.2008 - 14:39 Uhr
Giganten habe ich jetzt nicht gesehen, aber wirklich surreal ist There will be blood nicht.
Leatherface
09.02.2008 - 19:19 Uhr
8/10
kjaskdjg
09.02.2008 - 19:26 Uhr
wo gibts denn das teil schon? irgendwelche billo-camrips kann man sich doch schenken
Patte
14.02.2008 - 22:50 Uhr
There will be review
Junge
14.02.2008 - 22:54 Uhr
fehlt da nicht die hälfte vom text? p.s. der handschrift font ist schlecht lesbar, überhaupt das ganze layout *argh*
Wespennest
14.02.2008 - 23:01 Uhr
Junge, warum stichst du mich?
IVIJK (p.b.j.)
14.02.2008 - 23:03 Uhr
Spür ich da eine leise Enttäuschung Patte?
Patte
14.02.2008 - 23:07 Uhr
@MJK:
Nein, wie auch. Ich kenne den Film ja noch nicht einmal.

Werde ihn mir eventuell kommende Woche mal im Schöneberger Odeon geben. *freu*
IVIJK (p.b.j.)
14.02.2008 - 23:11 Uhr
Äh. Ich dachte spontan du hättest rezensiert. Sorry.
Patte
14.02.2008 - 23:27 Uhr
Achso, huch. *g*
Nein, Leatherface war das.
IVIJK (p.b.j.)
14.02.2008 - 23:31 Uhr
Ah jooo. :-) Ob Leatherface etwas enttäuscht war?
Aber immerhin 0.5 Punkte mehr als Cloverfield :-D
Leatherface
15.02.2008 - 06:39 Uhr
Jetzt wird hier schon über ne 8 gemeckert. Ich glaub's ja nicht!:-D
IVIJK (p.b.j.)
15.02.2008 - 09:08 Uhr
Nochmal die Frage: Inhaltlich etwas enttäuscht?

In „There will be blood“ ist lediglich Andersons Hang zum Größenwahn geblieben, unbeschadet bleibt hier allerdings nichts, noch nicht mal die literarische Vorlage „Oil“ von Upton Sinclair aus dem Jahr 1927, denn um seine rabenschwarze Charakterstudie umzusetzen, hat sich Anderson jede Menge Platz gemacht, den Story-Anteil auf ein Minimum reduziert und die sozialkritischen und geschichtlichen Bezüge der Novelle weitestgehend über Bord geworfen. Übrig blieb lediglich eine Figur, eine einzige Charakterzeichung, um die sich die ganze Welt von „There will be blood“ dreht – Daniel Plainview. Schicht um Schicht entblößt Anderson diesen Fleisch gewordenen, raffgierigen Teufel, jagt ihn durch verschiedene, relativ unzusammenhängende Episoden, in denen Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis sämtliche Stadien der Boshaftigkeit und des Wahnsinns durch exerziert.
(...)

Etwas wirklich Handfestes, dramaturgisch Verzwicktes hat „There will be blood“ nicht zu erzählen, weswegen sich Daniel Day-Lewis auch besonders freizügig austoben darf, was natürlich auf eine absolut atemberaubende Performance hinausläuft.
(...)
Selbst wenn es storytechnisch im Nachhinein wenig gibt über das man sich den Kopf zerbrechen kann, bleibt die Stimmung in den Knochen sitzen und wird da eine ganze Weile nicht verschwinden.


Ich fasse zusammen: Wenig Story, brillianter Daniel Day-Lewis.
Frage: Ist die Story jetzt zuuu wenig? Zuviel Fokus auf eine Figur?
Leatherface
15.02.2008 - 09:12 Uhr
There will be blood, but there will be no plot. Ich wollte ihm daraus keinen richtigen Kritikpunkt drehen, weil er auch so gut funktioniert, durch diese wirklich unglaubliche Atmossphäre, aber ja, für die volle Punktzahl hätte da schon noch ein bisschen mehr Story sein müssen, weil es wirklich nur recht unzusammenhängende Episoden sind, die einfach nur diesen Plainview zeichnen, aber dramaturgisch nicht so recht in die Tiefe gehen.
IVIJK (p.b.j.)
15.02.2008 - 09:13 Uhr
Hmmm... da bin ich ja mal gespannt. Schade eigentlich :-(
cv
15.02.2008 - 12:15 Uhr
der film bietet mehr als genug story und konzentriert sich bei weitem nicht nur auf seine hauptfigur. vor allem der konflikt zwischen plainview und eli ist eindrucksvoll in szene gesetzt.

wirklich einer der besten filme der letzten jahre, hätte ich anderson gar nicht zugetraut. reingehen!


Leatherface
15.02.2008 - 12:21 Uhr
der film bietet mehr als genug story und konzentriert sich bei weitem nicht nur auf seine hauptfigur. vor allem der konflikt zwischen plainview und eli ist eindrucksvoll in szene gesetzt.

Der Konflikt gehört ebenfalls zur Charakterzeichung. Charaktere werden immer durch Konflikte geformt und hier dreht sich eben alles um Daniel Plainview und um sonst nichts.
Dän
17.02.2008 - 00:18 Uhr
Atmosphärisch, handwerklich, schauspielerisch, musikalisch phantastischer Film, an dem es nur irgendwie so gar nichts zu Lieben gibt. Weiß nicht, ob das ein Problem für mich ist, aber das war ja nun wirklich das pure Böse. Geht dementsprechend auch viel mehr an die Nieren als irgendein Schockeffektscheiß. Die Frage, wo so viel Hass herkommt, bleibt irgendwie völlig unbefriedigend beantwortet im Raum stehen, und ich versuche gerade, mir darüber klar zu werden, ob das den Film nun ruiniert oder gerade der Clou ist.

"There will be no plot" kann ich übrigens gar nicht nachvollziehen; auch nicht, wie man sich hier "mehr" Story wünschen kann.
toifel
17.02.2008 - 01:23 Uhr
welcher verhinderte bibelprediger hat eigentlich die rezension auf filmstarts.de verbrochen? meine güte, ist das ein abgehobenes geblubber.
Leatherface
17.02.2008 - 10:22 Uhr
"There will be no plot" kann ich übrigens gar nicht nachvollziehen; auch nicht, wie man sich hier "mehr" Story wünschen kann.

Mangelnde geschichtliche Hintergründe; kaum gezeichnete Nebenfiguren, die lediglich als Katalysatoren zum Einsatz kommen; episodischer Aufbau, der alles nach und nach abhakt, statt die Geschehnisse überlappen zu lassen und die Story so dramaturgisch zuzuspitzen; selbst das Thema "Öl" ist hier ja nicht wirklich von Bedeutung, Hauptsache Mr. Plainview steht fast 3 Stunden im Mittelpunkt. Sowas bezeichne ich als fehlende Geschichte.
Dän
17.02.2008 - 13:48 Uhr
Ich weiß nicht, Plainview *ist* ja eben gerade die Geschichte. Es stimmt, dass sich die Nebenfiguren kaum entfalten, aber es ist halt auch einfach kein Platz mehr neben ihm und Eli. Die beiden saugen den Film regelrecht auf, und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr spricht es für als gegen ihn. Gerade die Verdichtung auf diese beide Personen erzeugt, nun ja, eben einen ungeheuer dichten Film. Alles andere wäre unnötige Ablenkung gewesen, für mich.

Ich stimme Dir zu, dass das Öl eigentlich keine Rolle spielt, aber das liegt halt auch daran, dass es tatsächlich keine Rolle spielt. Wenn das große Geld im Verkauf von Lederjacken oder Staubsaugern gesteckt hätte, hätte Plainview Lederjacken und Staubsauger verkauft.

Was ich übrigens besonders faszinierend fand: "There will be blood" war tatsächlich der erste Film seit Ewigkeiten, den ich im Kino gesehen habe und der mich völlig ratlos und verstört zurückgelassen hat. Vollkommen desillusionierend. Ich hatte vorher so viele Reviews und Artikel drüber gelesen, dass ich eigentlich dachte, halbwegs zu wissen, was mich erwartet, und dann wird man doch so was von erschlagen. Einfach unglaublich.





***Möglicherweise Spoiler***



Und ehrlich, die letzte Sequenz des Films ist wohl die gnadenloseste und bösartigste Abservierung, die ich jemals gesehen habe. Der pure Hass.



****Spoiler Ende***
Kilian
17.02.2008 - 14:12 Uhr
Anfang und Ende des Films sind mit Abstand das Beste was ich seit langem gesehen habe.

In der FAZ am Sonntag ist ein sehr guter Artikel über den Film, der Autor hat auch erkannt dass es nicht um Kapitalismuskritik geht. ;-)
Leatherface
17.02.2008 - 14:13 Uhr
Gerade die Verdichtung auf diese beide Personen erzeugt

Ich hatte nicht das Gefühl, dass sich die Geschichte auf diese beiden Figuren fixiert, sondern wirklich nur auf Daniel Plainview, da Eli in der Mitte des Films ja eigentlich kaum vorkommt, in der Episode mit dem vermeintlichen Bruder z.B., und sich auch gar nicht so sehr entwickelt, sondern auch eine Ursache für Plainviews Ritt gen Wahnsinn ist. Klar, Plainview ist die Geschichte. Bei anderen Filmen ist auch die Hauptfigur bzw. deren Entwicklung die Geschichte, die parallel zur eigentlichen Handlung abläuft und mit dieser verknüpft ist; der doppelte Boden quasi oder das Fundament auf dem dann die Handlung aufgebaut wird. In "There will be blood" wird darauf aber eigentlich nichts aufgebaut, sondern es bleibt bei der bloßen Charakterzeichnung. Ich finde, da hat es sich Anderson ein wenig einfach gemacht.

"There will be blood" war tatsächlich der erste Film seit Ewigkeiten, den ich im Kino gesehen habe und der mich völlig ratlos und verstört zurückgelassen hat.

Das stimmt. Er lebt einfach von dieser umwerfenden Atmosphäre, von diesem abgrundtief Bösen, das Anderson in den Bildern einfängt und das fasziniert und trägt den Film auch überraschenderweise die vollen 3 Stunden, obwohl es eigentlich nicht so viel zu erzählen gibt, und vor allem der fast surreale Schluss und auch die 10-minütige Einführung zu Beginn gehen wirklich unter die Haut. Deswegen habe ich ihm auch herausragende 8/10 Punkten gegeben.
nada surf
17.02.2008 - 14:22 Uhr
Ende des Films sind mit Abstand das Beste was ich seit langem gesehen habe.

das ende? am schluss fühlte ich mich wie in einer comedy-szene (wo plainview bowling betreibt)

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