Anne Will

User Beitrag
fundamentallyloathsome
06.01.2008 - 22:04 Uhr
Einschalten und Beckstein auslachen.
fundamentallyloathsome
06.01.2008 - 22:32 Uhr
Wie geil, wir müssen uns um jugedliche kümmern, die aus einer gewaltgeprägten Kultur kommen. Also Türken und so. Ich glaubs ja nicht.
fundamentallyloathsome
06.01.2008 - 22:37 Uhr
Leute schauts euch irgendwo nochmal an. Der Beckstein war wirklich blamabel...
xdx
06.01.2008 - 22:40 Uhr
@fundamentallyloathsome

natürlich gibt es gewaltgeprägte Kulturen.
fundamentallyloathsome
06.01.2008 - 22:45 Uhr
@xdx
Ja genau, und gegen die Türken bei uns muss man da ganz hart durchgreifen.
xdx
06.01.2008 - 22:48 Uhr
Deine Schlussfolgerung ist falsch. Die Feststellung, dass gewaltgeprägte Kulturen existieren und das in diesen Menschen sozialisiert werden, ist zunächst wertneutral.
fundamentallyloathsome
06.01.2008 - 23:09 Uhr
Hör mal zu du Klugscheißer. Es geht hier darum wie mal wieder versucht wird mit einer billigen Schmierenkampagne Wahlen zu gewinnen und das weißt du ganz genau. Und natürlich stellt sich Beckstein mal wieder an die forderste Front. Gut dass es solche Politiker gibt, sonst könnte das Ganze womöglich noch funktionieren.
dude
06.01.2008 - 23:12 Uhr
in Amerika funktionierts....
fundamentallyloathsome
07.01.2008 - 00:56 Uhr
Mitte Zwanzig. Und ich reg mich tierisch über bestimmte Politiker auf, die vor der Wahl mal wieder die Propagandamühle in Gang setzen und auf emotionale Kurzschlussreaktionen setzen. Und wie alt bist du bitte, werter Fuchs?
w d s
07.01.2008 - 09:00 Uhr
"Mitte 20 und unausgeschlafen."

heilige ignoranz...

beckstein und koch und die merkel hinterher..
solange kein deutscher gewaltverbrecher in ausländischen knästen sitzt (o doch, gehört ganz genau zum Thema!) , kann man ja wie die bild getrost die "wahrheit über kriminelle ausländer" verbreiten

schlaaand kotzt mich an!
Piepi
07.01.2008 - 09:10 Uhr
fundamentallyloathsome (06.01.2008 - 23:09 Uhr):
Hör mal zu du Klugscheißer. Es geht hier darum wie mal wieder versucht wird mit einer billigen Schmierenkampagne Wahlen zu gewinnen und das weißt du ganz genau. Und natürlich stellt sich Beckstein mal wieder an die forderste Front. Gut dass es solche Politiker gibt, sonst könnte das Ganze womöglich noch funktionieren.


Man muss bei diesem Thema aber mal einwerfen, dass es in Bayern wesentlich besser läuft, was Kriminalitätsaufklärung und Prävention betrifft. Ironischerweise fanden die Schlägereien, die die Diskussion auslösten in München statt. Aber das ist wohl immer die Gefahr von Großstädten.

Das ganze als Schmierkampagne abzutun halte ich für zu einseitig. Übrigens dürfte es dich doch auch stutzig gemacht haben, dass die beiden Jugendlichen selbst eher auf Becksteins Seite standen, oder nicht?

Das Anne Will alles immer auf lauwarmer Flamme köchelt ist auch hinreichend bekannt.


dude
07.01.2008 - 11:12 Uhr
egal ob "Ausländer" oder nicht...anstatt 30 Milliarden in die Rüstung zu pumpen sollte das Geld besser in Jugendprogramme investiert werden.

Ob höhere Strafen eine Lösung sind wage ich zu bezeifeln...bei so Spinnern wie den U-bahnprüglern frag ich mich dann doch warum beide trotz über 20 bzw. über 30 angezeigten Delikten noch auf der Straße rumlaufen...da kann ich der deutschen Justiz wirklich nicht ganz folgen :(
enough
07.01.2008 - 11:48 Uhr
"warum beide trotz über 20 bzw. über 30 angezeigten Delikten noch auf der Straße rumlaufen"
weil schlicht die Kapazität fehlt alle einzuknasten ... Und kommt die Gewaltwelle nicht aus USA? Gangstaa und so ...
Lich†gestal† (p.b.m.)
07.01.2008 - 11:56 Uhr

Es gab mal 'ne Statistik (AFAIR aus der Zeit), die belegte, dass die Kriminalitätsrate seit gut 8 Jahren in New York niedriger ist als in Hamburg.
Ok, evtl. wird in N.Y. nicht jeder Apfelklau gleich als krimineller Akt gewertet, dennoch: Fand ich überraschend.
donkey
07.01.2008 - 12:24 Uhr
Aber in New York wird jeden Tag einer erschossen, während sowas in Hamburg alle Jubeljahre mal vorkommt.
Garp
07.01.2008 - 12:38 Uhr
Das mag sein, dennoch ist der Rückgang der Tötungsdelikte in New York beeindruckend:

"Die Mordrate in New York wird 2007 voraussichtlich den tiefsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen erreichen. In der US-Metropole kamen in diesem Jahr 484 Menschen durch Gewaltverbrechen zu Tode.

Im Vorjahr waren es 596, wie Polizeivertreter und Bürgermeister Michael Bloomberg am Mittwoch mitteilten. Als die Behörden 1963 mit ihrer Zählung begannen, wurden 548 Morde erfasst.

1990 erreichte die Statistik mit 2245 Morden ihren Höchststand. Seitdem hat die Zahl der Schwerverbrechen in New York jedoch stetig abgenommen."

(Quelle: http://www.heute-online.ch/news/ausland/weniger-morde-in-new-york-79420)

Es geht hier ja auch nicht um Tötungsdelikte, sondern um den Anstieg von Gewalttaten, hauptsächlich Körperverletzungen, von Jugendlichen, und da zeigt die Statistik leider eine steigende Tendenz, die nicht allein durch eine gestiegene Anzeigebereitschaft oder z.B. die Pflicht der Schulen in einigen Bundesländern, Straftaten in der Schule in jedem Fall anzuzeigen, erklärt werden kann.
Lich†gestal† (p.b.m.)
07.01.2008 - 12:55 Uhr

@ donkey:
IMO stimmt dieses Klischee schon länger nicht mehr, da hat sich in N.Y. einiges getan.

@ Garp: Danke für die Infos! :)
Lich†gestal† (p.b.m.)
07.01.2008 - 12:57 Uhr

Ok, rechnen kann ich auch noch, hihi. Bei 484 Todesfällen sind es natürlich mehr als 1 Toter am Tag. Aber vergleiche mal die Einwohnerzahl...
Soweit ich mich erinnere, bezog sich die Statistik auf Delikte pro 100.000 Einwohner, und da lag Hamburg weit davor.
fundamentallyloathsome
07.01.2008 - 13:28 Uhr
Das ganze als Schmierkampagne abzutun halte ich für zu einseitig. Übrigens dürfte es dich doch auch stutzig gemacht haben, dass die beiden Jugendlichen selbst eher auf Becksteins Seite standen, oder nicht?

Einverstanden, das Problem ist ja eigentlich offensichtlich. Umso mehr überrascht mich die Unfähigkeit der CDU/CSU dieses Theam zu diskutieren. Da werden wahllos populistische Vorschläge in den Raum geworfen, die einzig und allein das Ziel haben, Wählerstimmen auch am Rechten Rand abzugreifen. Dies wird der Problemlage in keiner Weise gerecht. Jeder der die Sendung gesehen hat muss doch zugeben, dass Beckstein den inkompetentesten Eindruck gemacht hat. Und jeder Fachmann der Runde hat Kochs Vorschläge doch als nicht sachdienlich zurückgewiesen? Über was müssen wir da noch diskutieren?
Piepi
07.01.2008 - 16:04 Uhr
Ich wollte nur mal festhalten, dass alle immer über Bayern am lästern sind, aber es doch grade dort, was zB Wirtschaft, Kriminalitätrate usw. ziemlich gut aussieht und auch viel besser als in anderen Bundesländern.

Du bist aber immer noch nicht auf die Forderung der beiden Jugendlichen eingegegangen, die ja auch härtere Strafen und Arrest forderten.

Ich denke, dass man am Jugendstrafrecht einiges ändern und verbessern könnte.

Ich bin generell dafür, egal was man gemacht hat, dass die Strafe immer mit Sozialstunden verknüpft wird. Das muss dann überprüft werden, aber ich halte es trotzdem für sinnvoll, das jemand, der klaut, nicht nur mal eben 10 mal irgendwo was machen muss, sondern es schon richtig ein Jahr jede Woche einen Tag etwas getan werden soll.
demolecker
13.01.2008 - 21:31 Uhr
Mehr netto für alle, so das Thema der heutigen Sendung.
Nice
13.01.2008 - 22:50 Uhr
War doch mal 'ne angenehme Runde. Besonders in Zeiten medialer Schlammschlachten und verbaler Entgleisungen.
stillill
18.02.2008 - 10:08 Uhr
was war das denn gestern für ein debiles publikum? nach nahezu jedem statement aus der runde applaus O_o
logan
18.02.2008 - 10:25 Uhr
@Piepi:
"Ich bin generell dafür, egal was man gemacht hat, dass die Strafe immer mit Sozialstunden verknüpft wird. Das muss dann überprüft werden, aber ich halte es trotzdem für sinnvoll, das jemand, der klaut, nicht nur mal eben 10 mal irgendwo was machen muss, sondern es schon richtig ein Jahr jede Woche einen Tag etwas getan werden soll."

Das halte ich, verknüpft mit einem möglichst schnell angeleierten und zeitnah durchgeführten Gerichtsverfahren, auch für einen äußerst sinnvollen Vorschlag. Denn dann würde ein echter Lernprozess in Gang kommen, die Strafe würde nicht mal eben schnell ausgesessen werden, sondern die Reflektion über die Tat über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder auf's Neue angestoßen - und zwar ohne allzuargen Zwang (einige wenige Stunden pro Woche kann jede/r verkraften), und die tätige Arbeit in sinnvollen Zusammenhängen würde gleichzeitig resozialisieren helfen und (nach dem ersten Ärger, so lange ran zu müssen) das Selbstwertgefühl nach und nach wieder aufbauen.
Mixtape
24.02.2008 - 22:06 Uhr
Aaaargh, diese Sendung droht heute zum schrecklichen Unfaklll zu werden, von dem man nicht wegsehen kann. Peter Hinze ist wieder4 aus irgendeinem Loch gekrochgen, dabei hatte ihn niemand vermisst. Und Michael Stich möchte über Politik reden. Was kommt als nächstes? Wird zum Thema "Emanzipation" Franz Beckenbauer eingeladen? :-)
logan
24.02.2008 - 22:11 Uhr
Man sollte den Hintze von der CDU mit dem Stiegler von der SPD zusammensperren. Das sind beides solche Knallchargen, dass sie glatt Zwillinge sein könnten. Gäbe bestimmt eine unterhaltsame Sendung, das. Okay, mit Politik hätte das nichts mehr zu tun, aber hatten das diese Christiansen-Stil-Sendungen jemals?
Patte
10.03.2008 - 13:29 Uhr
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,540273,00.html

"Es sind die noch eher wohlmeinenden ARD-Spitzen, die neuerdings sagen, die Stimmung in der Berliner Will-Redaktion bewege sich unter null. Die echten Gegner mag man da gar nicht mehr fragen.

Der Star trete intern arg selbstgerecht und fordernd auf. Will sei weitgehend humorresistent. Sie verliere Rückhalt - und Personal. Tatsächlich ging zuerst ihre Redaktionsleiterin, dann die Pressesprecherin. Weitere Abgänge könnten folgen."
jula75
07.04.2008 - 11:48 Uhr
Im Grunde fand ich die gestrige Talkrunde sehr erhellend, da einige der Diskussionsteilnehmer einen filmreifen geistigen Striptease hingelegt haben:
Die Einblendungen von Herrn Glos während der Befragung der Sofa-Betroffenen waren derart entlarvend, dass man sich fragen muss, wen er zum Medienberater hat. Dieser verächtliche Gesichtsausdruck war wirklich abstoßend! Gut, dass er in Bayern gewählt wird. Da interessiert die Sympathie der Politiker ohnehin niemanden ...
Herr Lafontaine war angetreten, um platte, wahlkampfpolitische Gemeinplätze loszulassen, zu denen das Publikum dann auch brav klatschte. Und Herr Walraff wollte offenbar nur sein neues Projekt vorstellen.
Herr Wöhrl versuchte, sich und seine Zunft in ein gutes Licht zu rücken - bloß ziemlich ungeschickt, im Medium TV gegen die Medien auszuteilen. Zumal Anne Will beim Kontern endlich einmal Schlagfertigkeit und Kaltschnäuzigkeit bewiesen hat! Herrlich!
Und der Sprecher der Firma Lidl hat gezeigt, dass der Konzern seine Bespitzelungsziele nicht offenlegen will und nur einen "Neuanfang" macht, weil er um seine Kundschaft fürchtet. Wobei einem diese Frontsau fast schon wieder leidtun konnte.

Auch wenn die Fragestellung etwas schwammig war: Ich habe mich amüsiert.
Rbs
07.04.2008 - 11:57 Uhr
. Zumal Anne Will beim Kontern endlich einmal Schlagfertigkeit und Kaltschnäuzigkeit bewiesen hat!

Die hat dem Wöhrl einmal aber so richtig die Leviten gelesen, sowas hat man schon lange nicht mehr in einer Talkrunde gesehen. :)

Ansonsten zutreffend zusammengefasst.
DDing
07.04.2008 - 12:08 Uhr
Die hat dem Wöhrl einmal aber so richtig die Leviten gelesen, sowas hat man schon lange nicht mehr in einer Talkrunde gesehen.

Link? Video? :)
Video
07.04.2008 - 12:51 Uhr
http://daserste.ndr.de/annewill/
DDing
07.04.2008 - 19:49 Uhr
Zeitpunkt der Levitenlesung?
Ghandi
18.05.2008 - 19:51 Uhr
Dreimal dürft ihr raten wer heute Gast ist?
Mahatma Pech, mahatma Glück
18.05.2008 - 19:57 Uhr
Lafontaine, Gysie, Beck.
Obrac
18.05.2008 - 19:58 Uhr
Einer stimmt. Aber der oder Lafontaine sind ja eh in jeder Talkrunde.
lüdgenbrecht™
25.05.2008 - 22:23 Uhr
Ohjemine, was für ein Idiot, dieses RCDS-Bürscherl mit seinem Vorschlag, das Wahlrecht von Rentnern und Arbeitslosen auf die Hälfte zu reduzieren.
Patte
25.05.2008 - 22:35 Uhr
Schon für den Sendungstitel sollte man den Redakteuren die Ohren langziehen:

"Hungern muss hier keiner - Ein Land redet sich arm"

"Ein Land redet sich arm" - da schwillt mir der Kamm! Natürlich haben wir keine afrikanischen Verhältnisse, zum Glück, aber darum geht es doch im Kern gar nicht. Wenn Leute unterm Existenzminimum nur noch billige Sachen fressen müssen, ist das für mich pervers und eine Vorstufe zum "Hungern". Limitierte Nahrungsauswahl schlägt sich langfristig auf den Körper wider.

Ohjemine, was für ein Idiot, dieses RCDS-Bürscherl mit seinem Vorschlag, das Wahlrecht von Rentnern und Arbeitslosen auf die Hälfte zu reduzieren.

Im Dritten Reich hätte er Karrierechancen gehabt. Christ"demokrat"...
Nice
25.05.2008 - 22:47 Uhr
Traurig wie der achso tolle Sozialstaat immer hochgelobt wird. Abgeschafft muss er werden. In diesem Zusammenhang dann auch noch von Solidarität zu reden, ist nur noch widerlich. Staatlicher Zwang kann niemals solidarisch sein.
lüdgenbrecht™
25.05.2008 - 22:49 Uhr
*hüstel*
fzght
25.05.2008 - 23:05 Uhr

Im Dritten Reich hätte er Karrierechancen gehabt. Christ"demokrat"...


also diese ständigen "Dritte-Reich-Vergleiche" nerven nur noch. gibt es keine andere argumentation mehr?
Chancengleichheit
25.05.2008 - 23:24 Uhr
Im Dritten Reich hätte er Karrierechancen gehabt. Christ"demokrat"...

Wenn man sich deine Postings im NaherOsten- und im PDS-Thread so durchliest, bestünde zwischen euch wohl die stark geforderte Chancengleichheit.
IVIJK (p.b.j.)
25.05.2008 - 23:28 Uhr
Darüberhinaus war die Einführung des Alg II - und davon bin ich felsenfest überzeugt - die richtige Entscheidung.

Solange der werte Herr noch nicht das Vergnügen hatte, davon zu "leben", solange bitte ich doch höflichst, die Fresse zu halten.
Matze
25.05.2008 - 23:42 Uhr
Wow, ich wusste ja gar nicht, dass hier so viele Neoliberale A...löcher rumhängen.
IVIJK (p.b.j.)
25.05.2008 - 23:42 Uhr
Ich könnte aus dem Stand etliche negative Punkte aufzählen, die in Summe zu vielen Problemen geführt haben die uns existenziell jetzt betreffen.

Und mit "Süß" hat das nicht im geringsten zu tun. Mit fällt nur auf, dass ich aus der Bildungs- oder ehemaligen Mittelschicht immer schnell bereit bin zu sagen, dass mir die Hartz IV-Sätze zu hoch sind, die alle faul und oder blöd sind und mich viel mehr interessiert, dass ich die Steuerliche Entlastung für mein Diplom-Ingenieur-Gehalt von 80 TSD Euro sofort will.
Manche riechen den Haufen einfach erst, wenn man Ihnen direkt vor die Haustür scheißt.
lüdgenbrecht™
26.05.2008 - 00:07 Uhr
Träumer!
messiah
26.05.2008 - 00:37 Uhr
das mit der "chance" gefällt mir immer wieder außerordentlich. was soll man dazu noch sagen. kapitalismus ist ja unser aller naturzustand. homo homine lupus, yeah das rockt. weg mit den überflüssigen schmarotzern, werft die öfen an. wer nicht mitmacht oder lupus sein kann, soll doch bitte die fresse halten, sein organe verkaufen oder sterben. das ziel ist der westlichen lebensstandard, also fi... die erde mit euren SUV´s bis sie aussieht wie der mond.
Realizer
26.05.2008 - 00:57 Uhr
woher kommt überhaupt der anmaßende Anspruch, auch nur einen einzigen Cent vom Staat zu erhalten?

Kommt ganz darauf an, wer die Hand aufhält. Wenn jemand seit Jahren Beiträge eingezahlt hat, erübrigt sich die Frage des Anspruchs. Bei Schmarotzern tut sich die der Anmaßung auf.
Nice
26.05.2008 - 10:35 Uhr
Wie kann man auf den Kapitalismus schimpfen, wo wir bis jetzt doch noch gar keinen gehabt haben? Was wir haben, ist ein staatliches Umverteilungssystem, das den Bürgern das Geld wegnimmt, einen Teil davon irgendwie pseudogerecht wieder zurückfließen lässt, und den Rest für Sachen verprasst, die nachweislich besser in privaten Händen aufgehoben wären. Und trotzdem schafft man es immer mehr Schulden anzuhäufen. Und verkauft wird das dann als "Solidarität". Und was ist das einzige, was dem Großteil der politischen Klasse einfällt (bis in CDU hinein, ja sogar die FDP!)? Immer höhere Steuern und Abgaben, um die sozialen Systeme wenigstens soweit aufrecht zuerhalten, dass sie überhaupt existieren können. Und im Gegenzug als "Wohltat" gibt's 1% mehr Rente und 5€ mehr Kindergeld. Was muss denn noch passieren, dass man merkt, dass dieser ausufernde Sozialstaat sowohl den Bürger als auch den Staat ärmer macht?

Gäbe es keine Einkommensteuer mehr, keine Mehrwertsteuer und jeder könnte, sagen wir, min. 90-95% seines Bruttolohnes behalten, glaubt ihr da würde noch irgendjemand nach staatlichen Transferleistungen rufen? Wenn Unternehmen keine Steuern mehr zahlen müssten, gäbe es auch keine Mindestlohndebatte, weil sie von sich aus mit höheren Löhne um Arbeiter werben würden.
Im Gegenzug muss sich der Staat aus einem Großteil seiner Aufgaben verabschieden, Bildung zB. Man schimpft über Privatschulen, weil sie nicht jeder leisten kann. Ja, wenn sie Geld kosten, sind sie anscheinend besser als ihre staatlichen Pandons, sonst würde ja keiner seine Kinder dort hinschicken. Und wenn dem nun ist, könnte es dann nicht sein, dass unser Bildungssystem besser dran wäre, würde es nur noch private Schulen geben? Nein, das wäre ja unsozial...
Es gibt defacto null Wettbewerb im Schulsystem. Wie kann sich die Bildungslage dann überhaupt verbessern?
Das ist nur ein kleines Beispiel, selbiges gilt für Gesundheit und Rente, wo man staatlichen Zwängen ausgesetzt ist. Würde man das überwinden, dann könnte man von Kapitalismus, und freier Marktwirtschaft sprechen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
IVIJK (p.b.j.)
26.05.2008 - 10:50 Uhr
Das möchte ich sehen, wie Nice nach 40 Beitragsjahren in seinen privaten Hedge-Fonds dasteht, wenn dieser dann plötzlich seinen Betrieb mangels Masse einstellt.
Gesundheit? Man schaue auf die Länder, die das in stärkerem Maße praktizieren, wie Du dir das vorstellst.
Ganz zu schweigen, dass dieser Traum tatsächlich Stück für Stück umgesetzt wird, kotz ich jetzt schon, wenn ich mir überlege, wie die privaten Bertelsmann-Kliniken mit meinen Krankenakten umgeht, mit Ihren Ph@rma-Zweigen Hand in Hand arbeiten und ich nicht mehr ins Krankenhaus reingelassen werde, weil mein Leiden zu unkommerziell ist und noch ein besserer Kunde wartet. Zudem wird dann auch freie Arztwahl wegfallen und eine weitere unheilvolle Konzentration stattfinden.
Und wieder: Wenn ich als kerngesunder 20-jähriger drüber nachdenke ist mir das natürlich völlig egal, als 45-jähriger Familienvater oder chronisch Kranker dagegen nicht.

Und eben weil es keine echte Konkurrenz gibt und manche Dinge - inklusive Krankenversorgung und Verwaltung, darum nicht immer alles auf vordergründige Kosten reduzieren. Wer die Doku über die Renten auf Phoenix neulich wieder gesehen hat, der sieht, dass die gepriesene private Vorsorge dort schon mal überhautp nicht funktioniert. Und alles deutet darauf hin, dass es hier genauso sein wird. Dann springt der Staat mit dann noch mehr Geld ein, als er vermeintlich zu sparen gedacht hat.
cds23
26.05.2008 - 11:15 Uhr
Die fetten Jahre sind aber eben vorbei, woher kommt überhaupt der anmaßende Anspruch, auch nur einen einzigen Cent vom Staat zu erhalten?

Echt anmaßend von bspw. einem Familienvater, der gerade seinen Job verloren hat, staatliche Hilfe zu erwarten. Soll der doch Bananen verkaufen gehen für 2 € am Tag, wie Millionen Afrikaner das tun.

Die beneiden uns nicht, die wissen nichtmal dass es das bei uns gibt. Und zivilisatorische, gesellschaftliche sowie soziale Fortschritte damit zu hinterfragen, dass andere Staaten selbige noch nicht durchlebt haben und somit als unverschämte Anspruchshaltung denn als unverzichtbare Errungenschaft auszulegen... ich müsste eigentlich sagen, das ist so dermaßen CDU, aber eigentlich will ich sagen: das ist so dermaßen der kleine Kasakov, der noch viel, viel lernen muss.

Der Beweis:

Nenn mich einen Träumer, aber ich bin davon überzeugt, dass in der Bundesrepublik jeder die Chance hat sich zu bilden und danach Geld zu verdienen

Träumer. 680-700 € Studiengebühren, dazu in den meisten Fällen noch Pendlerkosten. Wenn die nicht anfallen, dann meistens noch zwischen 200-450 € Wohnungskosten, macht im Semester alles zusammen ca. 2500 €. Da frage ich mich schon, wie das "jeder" schaffen soll. Einen 400 € Job annehmen? Haben wir dann Chancengleichheit? Und reicht ein einzelner solcher Job da überhaupt aus? Wie gesagt, Du musst noch viel lernen. Weniger aus der Nase poppeln und daraus eine halbprovokative Meinung kneten, als viel mehr tatsächliches von sich geben und damit versuchen zu überzeugen. Langsam wirkt Deine Masche eh berechnend wie berechenbar.

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