Rassismusvorwürfe gegen Morrissey

User Beitrag
Piepi
07.12.2007 - 09:41 Uhr
Gestörtes Smitheinander

England sei aufgegeben worden, hat Morrissey in einem Interview verkündet - je mehr Einwanderung, desto weniger Identität. Nun wird dem Popmusiker erneut Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen.
Von Alexander Menden

Er sei lange ein Fan der Smiths gewesen, schrieb der indischstämmige Autor Jeevan Vasagar jüngst im Guardian, und auch deren Sänger Morrissey sei er bei dessen Soloprojekten treu geblieben. Doch damit sei jetzt Schluss: "Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich Musik nicht mehr anhören kann, die von jemandem gemacht wird, dessen Ansichten man abstoßend findet." Anlass der dramatischen Lossagung war ein Interview Morrisseys mit der Musikzeitschrift New Musical Express (NME), das auf der Insel eine Diskussion darüber losgetreten hat, ob Morrissey ein Rassist sei.

Auf die Frage, ob sich der Musiker, der in Italien lebt, vorstellen könnte, nach England zurückzuziehen, hatte dieser laut NME geantwortet: "Obwohl ich nichts gegen Menschen aus anderen Ländern habe, verschwindet die britische Identität umso mehr, je größer die Einwanderung ist." Wenn man nach England reise, habe man "keine Ahnung, wo man ist", so Morrissey, und wenn man durch den Londoner Stadtteil Knightsbridge laufe, kriege man "jeden Akzent zu hören außer dem englischen." NME hatte das Interview unter der - ebenfalls Morrissey zitierenden - Schlagzeile "Englands Schleusen sind offen. Das Land ist aufgegeben worden" veröffentlicht.

[...]


Morrissey ist nicht der einzige Exponent der ehemaligen Avantgarde, der heute gleichsam einen Resonanzraum für jene weiße Mehrheit in Middle England bietet, die sich von politischer Korrektheit zensiert und einem schleichenden, als Toleranz getarnten Werteverlust umgeben sieht: Die 66-jährige Punk-Patin Vivienne Westwood hat in diesem Jahr ein "Manifest" veröffentlicht, in dem sie einen Rundumschlag gegen zeitgenössische Kunst, gegen Computerspiele und die Konsumgesellschaft vollführt. Es könnte, knapper formuliert, durchaus als Kommentar in einem erzkonservativen Blatt wie der Daily Mail stehen.

Dass Rassismus-Vorwürfe übrigens einer weiteren erfolgreichen Pop-Karriere nicht unbedingt im Weg stehen müssen, zeigt das Beispiel Eric Claptons. Der fand schon vor mehr als dreißig Jahren sehr viel eindeutigere Worte, als sie irgendwo in Morrisseys unglücklichem NME-Interview auftauchen: Bei einem Konzert in Birmingham pries der Gitarrist 1976 den rassistischen Tory-Politiker Enoch Powell, behauptete, Großbritannien sei "überbevölkert" und drohe "eine schwarze Kolonie" zu werden.

Noch 2004 wiederholte Clapton sein Powell-Lob: Der Politiker habe 1968 "unglaublichen Mut" bewiesen, als er in seiner berüchtigten "Rivers of Blood"-Rede davor warnte, dass die einheimische Bevölkerung bald von Immigranten überrannt und beherrscht werde. Claptons Äußerungen führten 1976 unmittelbar zur Gründung der "Rock against Racism"-Bewegung. Eine ähnliche Reaktion auf Morrisseys Interview ist eher unwahrscheinlich: Seine eigene Tour läuft unter dem Banner einer Kampagne mit dem Titel "Love Music, Hate Racism".


Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/242/146900/


Interessanter Artikel. Wie bewertet ihr solche Aussagen? Sind die nur in dem Bereich der "political incorrectness" oder tatsächlich schon kleinbürgerlicher Rassismus?
ano
07.12.2007 - 09:42 Uhr
Hier ein paar Antworten: http://www.rollingstone.de/news/article.php?article_file=1196847344.txt
Pablo Diablo
07.12.2007 - 09:46 Uhr
London (mis) - "Vergangene Woche habe ich Klage gegen den NME eingereicht, da vorsätzlich versucht wurde, mich innerhalb eines Interviews zur Auflagensteigerung als Rassisten darzustellen", beginnt der britische Sänger Morrissey heute sein Statement zu den seit Veröffentlichung der aktuellen Wochenblatt-Ausgabe im Raum stehenden Anschuldigungen (laut.de berichtete).

"Das abgedruckte Interview hat in dieser Form in der Realität nie stattgefunden. Ich verabscheue Rassismus und Unterdrückung jeglicher Art und kann die Vorwürfe daher unmöglich unkommentiert lassen. Rassismus befindet sich außerhalb des gesunden Menschenverstands und hat meiner Ansicht nach keinen Platz in unserer Gesellschaft", stellt der Sänger klar.

Hinter der Kampagne vermutet Morrissey eine Kombination aus Niedertracht und simplen Rachegelüsten des NME-Chefredakteurs Conor McNicholas. Letztere könnten sich aus seinem Verzicht gespeist haben, den ihm angebotenen "Godlike Genius Award" anzunehmen sowie seiner Absage, auf der NME-Awardshow aufzutreten, was er generell ablehne.

Über ganze drei Absätze hinweg versucht der ehemalige Smiths-Sänger anschließend unter Nennung zahlreicher, seiner Ansicht nach "talentierter" Ex-Autoren darzulegen, welch einzigartige Stellung der NME früher inne hatte, als dessen Texte "uns alle vor der glühenden Langeweile bewahrten."

Der "neue NME" unter dem "hinterlistigen und boshaften" McNicholas sei dagegen spätestens nach dieser schamlosen Attacke bar jeglicher Relevanz, was alleine schon die regelmäßigen Interviews der Sorte "Hi Kumpel, gestern wieder strunzvoll gewesen, haha" belegen würden. Seine Antworten seien "manipuliert, gekürzt und neu entworfen" worden. Die wenige Monate alte NME-Meldung, er wolle "gerne einmal in Teheran auftreten", sei scheinbar komplett verdrängt worden.

Auch NME-Interviewer Tim Jonze, der McNicholas vorwirft, seinen Originaltext verändert zu haben, bekommt vom Grandseigneur des Pop sein Fett ab. "Ich möchte nicht allzu hart mit ihm ins Gericht gehen, aber als ich ihn sah, dachte ich zunächst, jemand hätte sein Kind zum Interview mitgebracht. Seine Nase lief praktisch die ganze Zeit (...) und jede meiner Antworten wurde mit einem Schulmädchen-Grinsen erwidert", dreht Morrissey auf.

Nachhaltig geschockt sei er gewesen, als Jonze ihm eingestand, David Bowies Song "Drive-In Saturday" nicht zu kennen und überhaupt über Bowie "nichts zu wissen". Der laut McNicholas beste NME-Journalist wisse demnach nichts über einen Mann, der "die britische Kultur im Alleingang veränderte", so Morrissey gehässig.

Auch zu den angeblich rassistischen Interviewpassagen nimmt er Stellung. Er habe Knightsbridge als Synonym für die Pluralität der britischen Bevölkerungsteile bewusst gewählt, da ihm dieser Ort schon immer als einer der angespanntesten in ganz London erschien. Jonzes Antwort darauf sei gewesen: "Knightsbridge? Ist das bei Harrods?"

Er habe Jonze im Gespräch außerdem versichert, die vom NME unterstützte "Love Music Hate Racism"-Kampagne zu befürworten, wie er es bereits Anfang November in einer E-Mail an McNicholas tat, die aber ignoriert und den Aktivisten der Kampagne nie vorgelegt wurde. Umso mehr freut sich der Sänger nun, das Logo der Organisation auf allen Werbemitteln seiner kommenden UK-Tournee zu platzieren und in den Hallen Infostände anbieten zu können.

Allen Bands und Künstlern, die dem Wochenblatt "eNeMEy" in Zukunft ein Interview geben, wünscht er abschließend viel Glück und empfiehlt mit Nachdruck, einen Rechtsanwalt zum Gespräch mitzunehmen.


Quelle: laut.de

Ich glaube Morrissey. Der NME ist schlimmer als die Bild-"Zeitung". Verlogen und hinterlistig.
ß
07.12.2007 - 09:48 Uhr
Hat Thom Yorke vor Jahren auch mal so ähnlich über den verkackten NME gesagt - bei einer Preisverleihung.
dude
07.12.2007 - 09:55 Uhr
das ist als ob Heino irgendne Omazeitschrift disst....so mal gar nicht relevant^^
Pablo Diablo
07.12.2007 - 10:07 Uhr
Relevant, he? Schreibt der Richtige...

Außerdem ist es eine Todsünde Morrissey mit Heino zu vergleichen. Ich verstehe da keinen Spaß. :-(
Khanatist
07.12.2007 - 17:16 Uhr
Punkt an den dude!
Strom
07.12.2007 - 17:25 Uhr
"Wenn man nach England reise, hat man keine Ahnung, wo man ist"
und "wenn man durch den Londoner Stadtteil Knightsbridge laufe, kriegt man jeden Akzent zu hören außer dem englischen."
und "Englands Schleusen sind offen. Das Land ist aufgegeben worden"..

..sind aber schon sehr grenzwertige Aussagen, die sich nicht wirklich von Parolen diverser Stammtischpolitiker unterscheiden! Wirklich enkräftigt hat Morrissey diese Sätze nicht..
Ex-Smiths-Fan
07.12.2007 - 17:27 Uhr
Eine Schande!
Ich verbrenne alle meine Smiths-CDs!
sonic the hedgehog
07.12.2007 - 17:28 Uhr
ich glaube morrissey ebenfalls. der NME ist reisserisches revolverblatt. und die tatsache, dass der Interviewer sich von dem abgedruckten interview distanziert gibt genauso zu denken, dass anscheinend unter dem interview text steht "Words: NME".
MopedMensch
07.12.2007 - 17:30 Uhr
Interessanter Artikel. Wie bewertet ihr solche Aussagen?

Nun, wenn man nach England reist, hat man also keine Ahnung wo man ist. Und im Londoner Stadtteil Knightsbridge hört man gar keine Leute mit englischen Akzent.

Ehrlich, das sind die besten Argumente gegen mehr Einwanderung die ich je gehört habe.

Was halten die Italiener eigentlich von Einwanderung?
Old
07.12.2007 - 17:54 Uhr
Was für eine scheiß Wahrheit ? Der Typ diniert jeden Abend bei Berlusconi's Erben und spricht sich gegen Einwanderung aus. Spinner!
Obrac
07.12.2007 - 18:38 Uhr
Waren Morrisseys Eltern nicht selbst Einwanderer? Naja, das ändert natürlich nichts daran, dass er falsch zitiert worden sein könnte und Fuchs wie immer hausgemachten Schwachsinn vor sich hinbrabbelt.
PseudocideWorld
07.12.2007 - 18:48 Uhr
Morrisseys Eltern kamen aus Irland. NME hat halt wieder die kontroversesten Aussagen rausgepickt. Aber die Diskussion hatten wir bei Morrissey in den 90ern ja schonmal. Vielleicht ist Morrissey einfach nicht der Multikulturalist, den man gerne in ihm sehen würde (oder den man generell gerne in Künstlern sieht), aber Rassist ist er sicher nicht. Am alten England seiner Kindheit (vor der Scheidung seiner Eltern, diese Tatsache halte ich für sehr wichtig) hat er doch schon immer gehangen.
logan
07.12.2007 - 20:55 Uhr

Leute, Leute, Leute!
Gebt doch bitte nichts auf das, was der NME schreibt, der ist in etwa so verlässlich wie die Laut.de-News-Gerüchteküche. Ich weiß, in Deutschland hat der immer noch einen total hippen Ruf, weil die meisten Hypes hier erst mit ein bis zwei Jahren Verzögerung von der Insel herüberschwappen. Aber seit ich vor etwa sechs Jahren mal drüben war und dort die (damals) aktuellen Ausgaben des "legendären" NME in der Hand hielt, bin ich ganz klar ernüchtert. Das ist Sensationsjournalismus mit selbstverliebtem Phrasengedresche, immer schön an der selbst ausgerufenen "Aktualität" des "next big thing" entlang, aber ohne Substanz und vor allem Tiefe. Die Artikel bestehen zum Großteil aus heißer Luft, selbst ein (offen) einen großen Glamouranteil zur Schau tragendes Mainstreammagazin wie die Q brachte da im Durchschnitt differenziertere und facettenreichere Artikel.

Hier eine Stellungnahme von Morrissey zum neuesten "Skandal": http://www.true-to-you.net/ Der Typ wird mir dadurch auch nicht sympathischer, aber er legt da den Finger in längst offen(kundig)e Wunden.
Fat Mike
07.12.2007 - 22:49 Uhr
*gähn*
Oliver Ding
08.12.2007 - 00:31 Uhr
Wenn jemand feststellt, daß in einer multikulturellen Gesellschaft lokale Zuordnungen schwer fallen, ist das nicht wertend, sondern eine Tatsachenfeststellung. "Nachrichtenwert" bekommt das nur aus der Tradition: Der NME versucht seit Jahrzehnten, dem Mozzer braunes Gedankengut unterzuschieben. Die haben es aber einfach nicht drauf. Vermutlich sind sie sauer, weil er viel zu viel Stil hat, sich für billige Schlagzeilen herzugeben.
schlimmfood
08.12.2007 - 07:51 Uhr
"Wenn jemand feststellt, daß in einer multikulturellen Gesellschaft lokale Zuordnungen schwer fallen, ist das nicht wertend, sondern eine Tatsachenfeststellung"

Ähh,was? "Gott sei Dank darf ich noch mein lokales Bier trinken, auch wenn mir in meinem Ort zuviele Neger frei rumlaufen.." "Nachrichtenwert" hat hier keiner ernsthaft abbekommen..

jaja
08.12.2007 - 08:35 Uhr
deine mudda.
Obrac
08.12.2007 - 09:41 Uhr
Wenn jemand feststellt, daß in einer multikulturellen Gesellschaft lokale Zuordnungen schwer fallen, ist das nicht wertend, sondern eine Tatsachenfeststellung.

Ohne Wertung hat so eine Aussage keinen Sinn. Wenn Morrissey meint, die britische Identität würde aufgrund zu vieler Einwanderer flöten gehen, dann bedauert er das offensichtlich.

Der NME versucht seit Jahrzehnten, dem Mozzer braunes Gedankengut unterzuschieben. Die haben es aber einfach nicht drauf. Vermutlich sind sie sauer, weil er viel zu viel Stil hat, sich für billige Schlagzeilen herzugeben.

Wie gut, dass sein Stil nicht ausreicht, um auf ein sinnloses Interview mit diesem Käseblatt zu verzichten. Wenn der MNE das schon seit Jahrzehnten versucht, dann zeugt es nicht gerade von einer übermäßigen Weisheit Morrisseys, mit denen zu reden und dann noch solche Themen anzuschlagen.
Patte
08.12.2007 - 10:46 Uhr
Wenn ich jetzt durch Birmingham und Umgebung laufe - wie bereits erlebt - und ich treffe mit verschiedenen Alten aus Pakistan oder Indien (?), die bestimmt schon Jahrzehnte in England leben, aber kaum ein Wort Englisch reden, zusammen, dann ärgert mich sowas auch ungemein. Diese Ignoranz kotzt mich an. Man will sich doch auch mal kennenlernen.
hjo
08.12.2007 - 12:43 Uhr
Ob die Briten sich damals auch so viel Mühe gegeben haben Hindi oder Urdu zu lernen ? Mich würde auch interessieren, ob Morrissey akzentfrei Italienisch spricht ?
PseudocideWorld
08.12.2007 - 13:42 Uhr
Dieses "Morrissey lebt in Rom" ist doch eh' maßlos übertrieben. Der Mann war die letzten 1,5 Jahre fast konstant auf Tour. Er hat das letzte Album in Rom aufgenommen und vorher und nachher noch ein bisschen Zeit dort verbracht. Momentan nimmt er in LA eine neues Album auf und dann gibt es eine kurze UK und Frankreich Tour. Wie soll er da "wirklich" in Rom leben.
anarch
08.12.2007 - 15:58 Uhr
Würdet ihr es nicht bedauern, wenn ihr nach 20 Jahren in euer altes Viertel zurückkommen würdet und dort lauter andere Menschen ein ganz anderes Leben führen würdet? Also ich würde es bedauern.
Piepi
08.12.2007 - 16:07 Uhr
anarch (08.12.2007 - 15:58 Uhr):
Würdet ihr es nicht bedauern, wenn ihr nach 20 Jahren in euer altes Viertel zurückkommen würdet und dort lauter andere Menschen ein ganz anderes Leben führen würdet? Also ich würde es bedauern.


Ähm, nein? Warum auch?
Patte
08.12.2007 - 16:08 Uhr
Hier geht es doch nicht um "Andersartigkeit", anarch.
anarch
08.12.2007 - 16:14 Uhr
Ich denke schon, dass es eigentlich um Andersartigkeit geht, nur wird es falsch gedeutet. Der Mann vermisst nur das Leben seiner Jugend, daran ist nix verwerflich.
Oliver Ding
08.12.2007 - 16:36 Uhr
@schlimmfood: "Gott sei Dank darf ich noch mein lokales Bier trinken, auch wenn mir in meinem Ort zuviele Neger frei rumlaufen.."

Auch Polemik will gekonnt sein. Solchen NPD-Hirnschiß hat aber außer Dir niemand abgesondert, selbst wenn Du das durch Anführungszeichen Morrissey qua angeblicher Wesensähnlichkeit der Aussagen in die Schuhe schieben willst.


@Obrac: Ohne Wertung hat so eine Aussage keinen Sinn. Wenn Morrissey meint, die britische Identität würde aufgrund zu vieler Einwanderer flöten gehen, dann bedauert er das offensichtlich.

Er fühlt sich nicht mehr so heimisch, wie er sich mal dort gefühlt hat. Ist sein gutes Recht. Das Recht der anderen, sich genau dort, wo es Morrissey beschreibt, aufzuhalten, zweifelt er mit keiner Silbe an.
Obrac
08.12.2007 - 23:56 Uhr
Er fühlt sich nicht mehr so heimisch, wie er sich mal dort gefühlt hat. Ist sein gutes Recht. Das Recht der anderen, sich genau dort, wo es Morrissey beschreibt, aufzuhalten, zweifelt er mit keiner Silbe an.

Das hat zumindest hier ja auch niemand behauptet, wenn ich mich recht entsinne. Dennoch ist es mehr ungeschickt, ziemlich blöde gar, in einem Interview mit einem Organ, von dem man weiß, dass es einem Rassismus in die Schuhe schieben will, auf Einwanderungsprobleme zu sprechen zu kommen, wenn man Weltpolitik gefragt wird.
Greylight
09.12.2007 - 00:26 Uhr
Ich halte es für sehr bedenklich, dass oftmals offenbar gemeint wird, dass es nur völlige political correctness und auf der anderen Seite dann den Rassismus geben kann. Das ist doch ein ziemlich einfaches Schubladendenken, das die Kommunikation sehr hemmt.

"Obwohl ich nichts gegen Menschen aus anderen Ländern habe, verschwindet die britische Identität umso mehr, je größer die Einwanderung ist."

Ich sehe das als eine legitime, nicht-rassistische Aussage.
p.c.
09.12.2007 - 00:48 Uhr
Alles Rassisten außer Mami!
Der Kuchenmann
09.12.2007 - 01:28 Uhr
Ich glaub so ein paar Zeilen aus einem manipulierten Interview bieten keine besonders tolle Diskussionsgrundlage.

I do not mean to be rude to Tim Jonze, but when I first caught sight of him I assumed that someone had brought their child along to the interview. The runny nose told the whole story.

Das ist aber mal gar nicht Stilvoll ;-)
Giant
09.12.2007 - 02:11 Uhr
Wenn der ein Problem mit Überfremdung hat, soll er doch seinen Fetten Arsch zurück in die Irische Einöde verschiffen.
Guzica
09.12.2007 - 09:45 Uhr
wir haben ja alle nix gegen Ausländer, solange sie kein Hip Hop hören, akzentfrei Deeutsch sprechen, anständige Inie-Klamotten tragen und ihr eigenes Geld verdienen.
Bestes Beispiel dafür, daß das möglich ist: in diesem Forum sind 80 % Ausländer, die vollständig assimiliert sind und so tun, als seien sie Deutsche - sie imitieren sogar latenten Rassismus bis ins Detail!
nun meldet sich auch die faz
10.12.2007 - 17:17 Uhr
http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc~ED2FF76D9D4B148CCA490A3BE48410427~ATpl~Ecommon~Scontent.html
hat
10.12.2007 - 17:28 Uhr
der nicht dreck am stecken?
Patte
10.12.2007 - 17:32 Uhr
"Du Opfer, was willst du machen? Überall sind Kanacken..."

Mozza hat definitiv zuviel K.I.Z. gehört, in letzter Zeit.
Mission Accomplished
11.12.2007 - 02:24 Uhr
Das Großmaul hats mal wieder geschafft und seine Portion Publicity bekommen. Jetzt kann er sich wieder verkriechen und schon mal überlegen wie er beim nächsten Mal sein "Gedankengut" unter die Leute bringt.

Netter Artikel:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26815/1.html
Lyxen
11.12.2007 - 09:49 Uhr
Morrissey meint also die britische Identität gehe verloren. Was soll das denn sein? Gibt es eine bestimmte? Und vor allem: Geht diese in London verloren? Ich hab die Stadt bisher nicht persönlich kennengelernt aber durch viele Freunde/Bekannte erfahren, dass sie sher kosmopolitanisch geprägt ist. Und durchaus Britisch. Knightsbridge ist da nicht anders. Und London lebte seit jeher von dieser Vielfalt.

Seine Argementationsweise (sofern er das so geasgt hat) ist dennoch bedenklich, weil sie genug Raum für Rechte schafft um ihren Schund zu verbreiten. Er ist vielleicht kein Nazi, reiht sich aber wunderbar in die rechtskonservative Anti-Einwanderungs-"Der Ausländer überflutet uns"-Stimmmung ("The gates of England are flooded. The country's been thrown away“" in Europa ein. Er sollte in Zukunft vielleicht die Klappe halten in politischen Sachen.

Schlimmer fast wiegt seine unendlich Dummheit wieder mit dem NME zu reden und dann noch über Politik. Was erwartet er? Mich beschleicht der Verdacht er wollte nur Aufmerksamkeit, egal welcher Art.
Mozzer
11.12.2007 - 12:59 Uhr

You have been telling me
That I have been
Acting childish
Foolish, ghoulish and childish
Oh, I know, I know, I know !
I know, I know, I know
But I don't mind
I don't mind
I don't mind

Ah ...
I don't mind
Ah ...



II©h┼ (p.b.m.)
31.03.2008 - 08:58 Uhr

http://www.welt.de/kultur/article1844294/Morrissey_Bragg_und_die_fatale_England-Liebe.html
II©h┼ (p.b.m.)
04.04.2008 - 20:51 Uhr

Sehr erfreulich:
Morrissey: Sieger im Rassismus-Prozess
Erster Teilsieg für Morrissey: Das britische Magazin Word hat eine öffentliche Entschuldigung abgegeben, nachdem es dem Sänger im März rassistische Tendenzen unterstellt hatte. Dasselbe erwartet dieser nun vom NME.

> http://www.laut.de/vorlaut/news/2008/04/04/18340/index.htm
Garp
04.04.2008 - 21:29 Uhr
Ich fürchte, der NME wird den Teufel tun, auf so einem hohen Ross, wie die immer sitzen (nein, entgegen anderslautender Vermutungen habe ich mit dem NME nicht viel am Hut und deren Hypes, mein Musikgeschmack überschneidet sich nur leider häufig mit dem Enemy).
Kehle
30.09.2010 - 20:49 Uhr
Neuer Zündstoff.

"Habt ihr in den Nachrichten gesehen, wie sie ihre Tiere behandeln? Absolut grausam! Ich kann mir nicht helfen, ich halte die Chinesen für Untermenschen."

Chinese whispers
30.09.2010 - 20:54 Uhr
wieso?

was stimmt an der aussage nicht??
Deutscher
30.09.2010 - 21:01 Uhr
Es gibt keinen Rassismus, außer gegen Deutsche. Alles andere ist Lyxen-Gerede.
Hans
30.09.2010 - 21:43 Uhr
...sagen die Dummköpfe.
Marianne
30.09.2010 - 21:52 Uhr
@ Neuer Zundstoff

Morrissey sollte sich habilitieren. Man liest das nach Tische, schläft dabei ein.
Edit:
30.09.2010 - 21:53 Uhr
Zündstoff
Spanier
01.10.2010 - 17:11 Uhr
@Deutscher

"Es gibt keinen Rassismus, außer gegen Deutsche."

Völlig zu Recht!

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