Robert Plant & Alison Krauss - Raising sand

User Beitrag
conorocko
24.10.2007 - 09:45 Uhr
Lasst es mich vorsichtig ausdrücken: Das Trio-Werk des Jahres. Was die beiden Hauptakteure unter der Regie des traumwandlerisch verläßlichen T-Bone Burnette hier in 13 Songs erschaffen, ist das ganz große Roots-Kino, in den Hauptrollen: Robert Plant (als der virile, weise, erfahrene Mann), Alison Krauss (die verführerische Unschuld vom Lande) und Burnette (der Spiritus Rector, der alle Fäden in der Hand hält). Seit Jahren schon hat sich der CD-Inhalt meines schmalen Insel-Koffers nicht mehr geändert, jetzt ist die Zeit gekommen, ein neues Album für die Ewigkeit/Einsamkeit hinzuzufügen. Was sich hier auf leisen Sohlen, fast zurückhaltend, nähert, ist der in Erfüllung gegangene Wunschtraum eines jeden Roots-Kenners: Eine von Reife geprägte, von dezenter Instrumentierung getragene, von zwei sich aufs Prächtigste ergänzenden Stimmen belebte, mit allen Wurzelwassern gewaschene Kollektion handverlesener Song-Lieblinge, die sich bereits bei der ersten Berührung tief, ganz tief unter die Haut gräbt. Mit der erlesenen Unterstützung von Jay Bellerose (Drums), Dennis Crouch (Acoustic Bass), Marc Ribot (Electric Guitar, Banjo, Dobro), Greg Leisz (Pedal Steel), Alison Krauss (Fiddle), Patrick Warren (Keyboards, Organ), Norman Blake (Acoustic Guitar) und Mike Seeger (Autoharp) - stets in kleinen, überschaubaren Besetzungen dargereicht – vereint Burnette Elemente von frühem Blues, fieberndem Desert-Country, knochentrockenem Rock’n’Roll, mexikanischer Hitze, elfengleichem Roots-Pop und sanftmütigem Folk zu einer ebenso uralten wie zeitlosen Melange, die vor Intensität kocht. Eben noch schwebte Gene Clark’s Polly, losgelöst von Zeit und Raum, in vor Hitze zitternden Wüstenweiten, da treibt uns das Gone, Gone, Gone der Everly Brüder mit rohem Rock’n’Roll den Tanzschweiß auf dieStirn; weich wie eine Wolke läßt Alison’s Stimme Tom Waits’s Trampled Rose über einen in mystischen Voodoo-Farben pulsiernden Teppich erblühen, um dann das Feld freizugeben für Naomi Neville’s Fortune Teller, in dem die Gitarren ein mitreißend verzerrtes Robert Rodriguez-Tex-Mex-Fest feiern; Townes Van Zandt’s Nothin’ schließlich ist die finale Vereinigung von knochendürrem Folk und einer tonnenschweren, Mauern-brechenden E-Gitarren-Macht. Ihren ganz eigenen, unwiderstehlichen Zauber aber gewinnt diese wundervolle Song-Kollektion durch die vollendete Harmonie, in der sich die beiden so grundverschiedenen Stimmen ergänzen, befruchten, umspielen. Ob im wechselnden Lead-Gesang, als sich umgarnendes Duett, oder dezent im Hintergrund agierend: Robert’s Blues-gegerbte, Rock-geschliffene Stimme strahlt eine Soul-Energie aus, die auch den größten Plant–Verehrer staunen lässt, und die zauberhafte Alison ist die Elfe, der Engel zu Plant’s lebenserfahren-irdener Energie. Ein Album für die Ewigkeit. Quelle:Glitterhouse
countryboy
24.10.2007 - 10:49 Uhr
da bin ich ja mal gespannt
Lars Vegas
01.11.2007 - 16:50 Uhr
wunderschöne platte. (9/10).
wo bleibt die rezi?
logan
13.11.2007 - 02:44 Uhr
WO BLEIBT DIE REZI?

http://www.countrymusicnews.de/content/view/2899/73/

http://blog.zeit.de/tontraeger/2007/11/12/jenseits-von-led-zeppelin_571
Black Dog
13.11.2007 - 08:10 Uhr
"Chartmässig" sein grösster "Solo"-Erfolg, bisher:

US = Platz 2
UK = Platz 4
Amazon.com = Platz 1
Amazon.uk = Platz 1

Irgendwie crazy...
Kassiber
15.11.2007 - 04:51 Uhr
schöne platte sind die anderen robert plant solo scheiben auch so gut?
Sick
15.11.2007 - 07:46 Uhr
Nein.
bee
15.11.2007 - 14:26 Uhr
grausam langweiliges Machwerk, kein Wunder dass es in den Charts läuft ,-)
gute Plant Soloalben:
Pictures at Eleven
The Principle of Moments
Now and Zen
Sick
16.11.2007 - 13:15 Uhr
Hehe, "Now and Zen" ist die übelste Platte die Plant in seiner Karriere produziert hat.
Schlechte Songs + 80er Produktion. Igitt.

"Raising Sand" taucht in irgendwelchen Charts auf weil ein bekannter Rockveteran und eine (die?) sehr sehr bekannte Bluegrass-Queen zusammen eine Platte gemacht haben.
Doppelte Fans ergeben fast zwangsläufig höhere Verkaufszahlen.
Herausgekommen ist ein Folk-Album, über das sich die alteingesessenen Fans beider Lager nicht unbedingt begeistern können.
Mit diesem Scheuklappendenken eine Platte als Machwerk zu bezeichnen und "Now and Zen" als gutes Robert Plant Album zu bezeichnen (Ich lach mich scheckig. :-)) empfinde ich als ein wenig bedenklich.
Ist man allerdings offen für Neues und ohne Vorurteile gibt es hier doch so einiges zu entdecken.
Amen und so long.
rico
27.11.2007 - 21:48 Uhr
Super Album. "Nothin'" und "Trampled Rose", absolut grandios. 9/10.
bee
27.11.2007 - 22:11 Uhr
@sick
"Herausgekommen ist ein Folk-Album, über das sich die alteingesessenen Fans beider Lager nicht unbedingt begeistern können."
du sagst es - genau das wollte ich ausdrücken. Die Produktion ist absolut langweilig und die Interpretation der Songs wird auch keinen Redneck erschrecken. Dass es in den Charts läuft führe ich genau darauf zurück.
Now and Zen ist wie die anderen genannten aus den 80ern und wartet mit sehr guten Songs auf - hör dir's halt mal an. Amener.
Sick
28.11.2007 - 08:14 Uhr
"Die Produktion ist absolut langweilig und die Interpretation der Songs wird auch keinen Redneck erschrecken. Dass es in den Charts läuft führe ich genau darauf zurück.
Now and Zen ist wie die anderen genannten aus den 80ern und wartet mit sehr guten Songs auf - hör dir's halt mal an. "

Die Produktion ist großartig. Die Songauswahl ist großartig. Die Musiker sind großartig. Die Mischung der Interpreten ist ungewöhnlich. Herausgekommen ist Album von erstaunlicher Intensität, Tiefe und Intimität.
Ist eine Platte nur gut wenn "die Produktion" irgend jemand "erschreckt"?!?. Seltsame Ansicht.
Ich bleibe dabei: Now And Zen ist mit das schlechteste was Robert Plant bis heute produziert hat. Sehr gut Songs sucht man (Ich. ;-)) darauf mehrheitlich vergebens.
Mittlerweile gebe ich Raising Sand eine 9/10. Definitiv ein Jahreshighlight.
Kann man einen Townes-Van-Zandt-Song ("Nothin'") besser interpretieren? Wohl kaum.
Ist eher nichts für den durchschnittlichen Robert-Plant-Hörer, sondern eher etwas für Freunde von Bonnie 'Prince' Billy, Nick Drake, Neil Young, dem ganzen Songwriterzeugs eben.
Söder
22.12.2007 - 23:22 Uhr
Lasche lustlose Rezension. Unter den Highlights "Nothin'" vergessen, man meint die Platte wäre mal kurz durchgezappt worden.
Das dachte ich mir schon, ist eben keine hippe Indie-Band.
Wenn jemand keinen Draht zur Platte hat sollte er das drüber faseln eher lassen.
kp
01.05.2008 - 23:05 Uhr
höre gerade das meisterwerk der beiden und bin beim nachlesen der rezension überrascht, wie fahrlässig hier einer reingehört und gelesen hat -grandios produzierte songs, die noch schöner wiedergegeben werden - mindestens ne 9
Leatherface
09.02.2009 - 10:34 Uhr
Wurde mit 5 Grammys prämiert.
Garp
09.02.2009 - 18:33 Uhr
Es haben schon schlechtere Platten Grammys erhalten, ich höre die CD immer noch sehr gerne, 8/10 von mir.
RRRR
09.02.2009 - 19:26 Uhr
Großartige Platte! Plant & Krauss haben zurecht 5 Grammys erhalten.
Korrektur
09.02.2009 - 19:32 Uhr
...zu Recht 5 Grammys erhalten
Korrektur
09.02.2009 - 19:32 Uhr
...zu Recht 5 Grammys erhalten
Söze
09.02.2009 - 20:38 Uhr
Die Grammys sind zwar lächerlich und die Platte hat bestimmt nicht zuletzt auch wegen des demographischen Vorteils so abräumen können (Krauss holt die Stimmen aus der Country-Ecke, Plant die aus dem Rock-Bereich), aber in diesem Fall ist es dennoch ganz klar verdient. Von mir gibt's auch eine 9/10.

The MACHINA of God

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04.05.2019 - 21:34 Uhr
Taugt die was?

Zappyesque

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04.05.2019 - 22:21 Uhr
Absolut, tolle Platte. Für mich ein Höhepunkt in den Diskografien Beider.

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