Kommissar Schneider

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Papst Benediktlight der XVI
13.04.2009 - 17:43 Uhr
Inzwischen war der Urlaub jedoch wieder vorbei und der Kommissar chillte wieder in Mülheim an der Ruhr.

"Wieso hast du eigentlich noch nicht den Salamander verhaftet, du Spast? Ich geh jetzt ins Solarium und ins Fitnessstudio und fahr dann mit dem Cabrio in die Disco. Da tu ich dann saufen und Bitches aufreißen!" Diesen Satz hörte Körschgen aus dem Mund von Kommissar Schneider. "Vergessen Sie nicht, sich das Gel in die Haare zu schmieren, Herr Kommissar!" entgegnete Körschgen. "Danke, Körschgen!"

"Umz, umz, umz", wummerte der Sound aus den Boxen, als der Kommissar den Highway entlangcruiste. "Tach, Sandy! 10 Minuten für Rindersteakbräune. Ich nehm den Kasten dort hinten" sagte der Kommissar beim Betreten des Solariums, beiläufig auf einem Kaugummi rumkauend, zu Elfriede, einer 60-Jährigen, lederhäutigen Dame, die vier Jahrzehnte in der Pommesbude gearbeitet hatte und auf ihre alten Tage hin, nochmal eine neue, berufliche Herausforderung gesucht hatte.

Sie konnte den Kommissar nicht besonders leiden. Sie kannte ihn aus der Zeitung, doch ca. alle zwei Monate hatte er diese Anwandlungen. Er hatte sie sogar schon einmal verhauen, weil sie das neue Scooteralbum noch nicht gehört hatte. Normalerweise schickte sie immer Praktikantinnen vor, doch heute war der Kommissar irgendwie so ninjamäßig durch die Tür geschlichen und gänzlich unvermittelt im Raum gestanden. "Ist gut, Herr Schneider" sagte sie augenrollend, als der Mann ohnehin bereits in einem der Särge lag.
Papst Benediktlight der XVI
19.04.2009 - 00:25 Uhr
Also daraufhin ging die Geschichte weiter mit dem mäandernden Salamirand. Nein, Moment, seit wann kommt denn ein mäandernder Salamirand in der Geschichte vor?

Der Papst suchte nach neuen Fellen. "Sagen Sie mal, Herr Schneider, verkaufen Sie nicht entpelzte Nerze?" "Ja wenn Sie nach Fellen suchen, wieso fragen Sie dann nach entpelzten Nerzen, Sie Pausenclown?" entgegnete der Kommissar. Ein Peta-Beauftragter konnte nicht gutheißen, was er da im Plattentestsforum las und betrat daraufhin das Haus von Herrn Schneider.
Pfladimir Kitschklo
19.04.2009 - 00:47 Uhr
Kapitel 1: Körschgen Begins

Der Salamander befand sich indessen im Zweikampf mit einem mäandernden Salamirand. Das war vorhersehbar, doch nur Körschgen hatte es gewusst und sich die Salami vorher einverleibt, wie er vorgegeben hatte. Diese geniale Kröte!
Der Thread
19.04.2009 - 00:49 Uhr
Ich war früher lustiger.
Auch der Thread
19.04.2009 - 01:03 Uhr
Ja wieso das denn? :( Dann geh ich in Rente und schau nur noch zigaretterauchend aus dem Fenster. Sei doch selbst der Thread, wenn du der Thread bist! Ich fühle mich als Neutrum in meinen Gefühlen verzirkuliert.
Der Kommissar selbst
19.04.2009 - 01:40 Uhr
Dem Thread standen die Haare zu Berge. War ihm gar die Witzischkeit selbst abhanden gekommen? War die Bastion der Belustigung doch das, worauf er sich immer verlassen könnte. Für ein paar Öcken übergab er sich an Thomas Herrmanns, der fortan die Geschicke leiten sollte. Ja, du Sau! Dann seien Sie es doch, der hier fortan den Kasper macht für die Dachdeckersgehilfen und fortgeschritten Uniprofessoren dieser Welt.

Es ist ja nicht so, dass sie es nicht verdient hätten, mit einer neuen Witzischkeit belohnt werden. Ja, sicher, sicherlich. Gegen eine Gage von 100 € wonz in a lifetime können Sie sich hier an der neuen Erheiterung versuchen. Zwei Dinge gebe ich Ihnen mit auf den Weg. Bringen Sie die Pointe mit dem bunten Meerschweinchen nicht zu früh. Und den zweiten Tipp sage ich nicht. Werden Sie noch früh genug feststellen. Mittagessen dann immer um 12 Uhr in der Kantine. Dass die Bohnen nicht ausgekackt wurden, dafür kann ich jedoch indes keine Garantie geben. Viel Erfolg!
Perlengebimsel
17.05.2010 - 20:47 Uhr
Neue Geschichte:

Der Kommissar Schneider fluchte. Hatte ihm doch in seinen geliebten Sahnespender aus dem Kaufhaus glatt jemand Senf reingemischt. Diese Sau! Die Hochzeitstorte für seine Tochter war ruiniert. Ein einziges unansehnliches Holterdipolter aus Sahne und Senf, für das sich selbst der Shah von Persien zu blöd wäre. Wer macht denn sowas? Der Kommissar Schneider begab sich in seinen Sinniersalon, um zu grübeln.

(Bitte fortsetzen...)
Der Salamander
18.05.2010 - 17:28 Uhr
Auf einmal kam ihm seine ganze Existenz so sinnlos vor, er legte Sparklehorse auf und fing bitterlich an zu weinen. Dann demolierte er seine gesamte Inneneinrichtung und schrie dabei wie ein Gorilla! Jetzt fühlte er sich besser. Nein, eigentlich nicht. Er fuhr zum Möbelmarkt, möblierte fein säuberlichst seine Räumlichkeiten neu, auch mit irgendwelchen Steppdecken und was weiß ich denn alles. Scheiße ey!

Wiederum wurde die gesamte Einrichtung mit Kettensägen, Baseballschlägern und allem möglichen demoliert. Danach krabbelte er die glatte Wand hoch und zum Kamin oben hinaus. Unwillkürlich musste er auf einmal hysterisch loslachen. Er krabbelte durch den Kamin wieder in seine Wohnung zurück und musste auf einmal wieder losheulen.

Er schmierte sich das Sahne-Senf-Gemisch auf ein Butterbrot und hämmerte mehrmals seinen Kopf darauf. Irgendwie war der Kommissar gerade in keiner so guten Verfassung. Dann lief im Radio auch grade noch "der Kommissar" von Falco. Das war jetzt einfach zuviel. Er spritzte sich voller Wahnwitz das restliche Sahne-Senf-Gemisch in den Mund. Und irgendwie schmeckte es ihm. Das tat jetzt richtig gut!
Frischfrosch
28.05.2010 - 22:06 Uhr
Erst einmal die Zeitung aufgeschlagen. "Mord im Puff" prangte es da in güldenen Lettern auf dem stadtbekannten Schmierblatt. "Edelnutte Walburga wurde gestern im Bordell in der Körschgenstraße mit einem Bleistift brutalst erdolcht". Das gab es doch nicht! Kommissar Schneider schoss das Blut in den Kopf, denn er kannte die erdolchte Edeldame persönlich. Beziehungsweise er hatte einen entfernten Bekannte, dessen Cousin fünften Grades mal mit jemandem in der gleichen Straßenbahn saß, dessen Chef die Leiche mal im Supermarkt getroffen zu haben behauptet. Also ging es dem Kommissar Schneider sehr nahe. Ab ins Polizeirevier! Er wollte sich in sein Auto setzen, doch er knallte auf den Boden, weil der Sitz ausgebaut war. Seine Frau hatte den Sitz herausgeschraubt und mit in den Urlaub genommen, sie war gerade auf einer Pilgerreise auf den Lofoten. Denn im Ausland hat man oft schlechten Stuhl und so wollte die Frau Kommissar auf Nummer Sicher gehen und hatte sich einen besonders bequemen Stuhl eingepackt. Also fuhr der Kommissar ohne Sitz ins Polizeihauptquartier. Das sah vielleicht bescheuert aus, ein Hut fährt Auto! Die umstehenden Passanten lachten sich schlapp.
höhö
28.05.2010 - 22:22 Uhr
𝖆𝖘𝖐 𝖆𝖓 𝖊𝖒𝖔 𝖓𝖆𝖟𝖎 𝖆𝖓𝖟𝖙𝖍𝖎𝖓𝖌.
Der Salamander
29.05.2010 - 09:07 Uhr
Aber sehr wichtig war jetzt ja auch der Mord im Pu ff mit der Edelnu tte. Der Salamander Der Kommissar (Sorry vertippt) ging also mit dem Auto auf die Halbinseln wo der Mord passiert war. Zunächst stieg er die schmale Wendeltreppe hinoch. Ja, hinoch. Er duckte sich, ging dann durch das Tor und schlich sich unterhalb des hohen Himmels hindurch. Er zwängte sich elegant durch das Dickicht und hüpfte auf die erhöhte Steinplattform.

Da lag die Leiche. Der Kommissar freute sich, dass er endlich wieder was zu tun hatte, denn zwanzig Jahre lang war ja keinerlei Straftat mehr passiert, aufgrund eines totalitären Systems, das schon vordergründig merkt, wenn jemand einen Mord plant und die als zu ermordend geplante Person unschädlich macht, als kleine Hilfsbereitschaft für den Marder.

Sieht aus, als wäre die Elbenhu re mit einem Bleistift erdolcht worden. Also das stell jetzt grade ich selbst als Autor dieses Postings fest! War halt klar, dass dieser Mord vom Joker verübt worden war. Das wusste der Kommissar, aber es war ihm zu doof.

"Körschgen, ich würde vorschlagen, dass wir diese Leiche ins Obduktionslabor... ähm... atorium bringen, um die Todesursache festzustellen!" "Die Leiche wurde mit einem Bleistift durchbohrt" stellte Körschgen messerscharf fest. "Achso" antwortete der Kommissar überrascht. "Gute Arbeit, Körschgen!"
Der Salamander
29.05.2010 - 09:17 Uhr
Wie doof der Kommissar doch ist und wie wieder einmal klar wird, dass er eigentlich seinen Beruf verfehlt hat. He he. Na ja, eigentlich ist er nicht so doof, aber da ich der Salamander bin, der Gegenspieler des Kommissars, macht es mir Riesenspaß, so kleine Fiesheiten in die Geschichte einzubauen, dass der Kommissar blöd dasteht, wie bestellt und nicht abgeholt. Auf einmal floss eine Torte vom Himmel herunter, direkt auf das Gesicht des Kommissars. He he, wie bescheuert das aussieht! *rofl*
Der Salamander
29.05.2010 - 09:44 Uhr
Auf einmal fliegt ein großer rosa Plüschhase auf den Kommissar zu und er merkts nicht! Er merkts nicht!!! Das Schneiderlein wird voll vom Plüschhasen umgehauen und fliegt direkt mal 10m nach hinten und landet auf einer Müllhalde. Doch auf einmal blickte der Kommissar dann doch was. Dass irgendwas nicht stimmte. Ja, irgendwas stimmte ganz gehörig nicht. Irgendwie schien etwas im Raum-Zeit-Gefühe selbst auf einmal gehörig durcheinander gekommen zu sein. Und wo war der rosa Plüschhase auf einmal hergekommen? War es etwa Willkür? Zufall?

Auf einmal dämmerte es dem Kommissar: "SALAMANDER, schreibst du etwa die Geschichte?" Na jo, was n für ne Geschichte? "Tu doch nicht so, du widerliches, lurchenhaftes Reptil! Du weißt doch genau, was ich meine! Ich weiß nicht wie und ich weiß nicht wieso, aber..." Ja, sicher, sicherlich. Auf einmal fliegt ein großer rosa Plüschhase auf den Kommissar zu und er merkts nicht! Er merkts nicht!!! :-D OK, etwas langweilig jetzt, jemand anderes soll weitermachen...
Frischfrosch
29.05.2010 - 14:07 Uhr
Der Kommissar Schneider wachte auf. Hatte er das alles etwa nur geträumt? Anscheinend. Aber wie war er denn dann auf die überdimensionale Müllhalde gekommen, auf der er sich nun wähnte? Der Kommissar nahm sich seine Kopfbedeckung, eine leicht angebräunte Bananenschale, vom Haupt und wühlte sich durch einen Haufen Büroklammern ins Freie. Dann stapfte er los gen Westen. Nach einigen Monaten kam er in der schier unendlichen Müllwüste an eine Oase. Gesichtspalmen säumten diesen verwunschenen Ort und da war ja auch...nein, das gibt es doch gar nicht. Käptn Picard empfang das mehrfach preisgekrönte Bullenschwein auf seine unnachahmliche Art und die beiden schlurften in sein Iglu, um ein Käffchen zu schlürfen. "Senf?" fragte Picard und der Kommissar bejahte nur schelmisch. Frotzelnd quetschte der Raumfregattenkapitän zwei ganze Tuben Senftuben in die längst überquellende Tasse der Kommissärchens. "Was soll das denn alles?", dachte der Kommissar halblaut bei sich, während er seinen Zwirbelbart in Wellenform legte, wie es sonst keiner kann.
Der Salamander
30.05.2010 - 11:50 Uhr
"Sind Sie etwa der Mörder?" fragte der Kommissar plötzlich den Herrn Picard scheinbar zusammenhanglos. Der Käpt'n vergrub sein Gesicht in seiner Handfläche... "um welchen Mord geht es denn, Herr Kommissar?" "Natürlich geht es um die Edelhu re Waltrude. Sie haben sie ermordet." "Sie meinen wohl die Edeln
Der Salamander
30.05.2010 - 11:57 Uhr
utte Walburga, ja, die hab ich ermordet."

Bemerkenswert bei alldem war, dass Käpt'n Picard immer noch sein Gesicht in seiner Handfläche vergraben hatte. Seine Handfläche war nämlich mit seinem Gesicht verschmolzen und er würde sie wohl nicht mehr entfernen können wollen würden.

"Sie fac epal men ja immer noch!" warf der Kommissar zynisch in den Raum. He he, der Kommissar hat tatsächlich "fa ce palmen" gesagt. Da musste auch Picard kurz schmunzeln, obwohl er lebenslänglich ins Gefängnis kommen würde, da er ein Geständnis für einen Mord abgelegt hatte, den er gar nicht begangen hatte. Außerdem war seine Handfläche jetzt mit seinem Gesicht verschmolzen. "Los, vorher noch gemütlich Currywurst essen und danach gehts ab in den Knast!" Der Kommissar hatte jetzt merklich bessere Laune.
Frischfrosch
30.05.2010 - 13:43 Uhr
Am Currywurststand war die Hölle los. "Einmal so lang und mit ordentlich Curry drauf und drei mal ohne!" Die Frau Specht aus der Vandenbergstraße bestellte mal wieder Currywurst für die ganze Familie. Das dauerte! Der Kommissar wurde pampig und drängelte sich vor. "So, jetzt bin ich erstmal dran" schnauzte er die Frau Specht an und zückte seinen Polizeiausweis. "Einmal Currywurst für mich und den Kapitän! Ich zahle bar!" Doch was war das? Die Bedienung war seine Frau! Sie war doch eigentlich auf Pilgerreise auf den Lofoten? "Ich bin entführt worden und mit einem Menschenhandelsschiff hierher verfrachtet worden und muss hier jetzt schon viele Jahre meine Dienste verrichten" log sie. Dabei war sie einfach mit dem indischen Currywurstbudenbesitzer durchgebrannt. Sie hatte den Kommissarsalltag einfach satt und auch das miesepetrige Wetter in Deutschland. Aber Mist, jetzt hatte er sie gefunden. "Ab nach Hause" bellte der Kommissar und gemeinsam setzten sie sich ins Taxi, das schon kurze Zeit später in die Hecke des kommissarischen Eigenheims einbog. Die Frau Kommissar hatte auf der Fahrt das Haus blitzeblank geputzt, so dass jetzt bei ihrer Rückkehr schon behaglich eingeheizt war. Gemütlich!
Der Salamander
30.05.2010 - 18:54 Uhr
Zu Hause wartete schon Kommissar Schneiders Sohn auf ihn. "Oh Papa, du bringst Käpt'n Picard mit. Können wir den behalten?" "Wer bist du denn? Kenn dich ja gar nicht", sprach der Kommissar unwirsch. "Aber Papa, ich bin doch dein Sohn. Erkennst du mich denn nicht? Ja, erkennst du mich denn nicht?" "Nein, hau ab doo, ich kenn dich nicht! Nie gesehen!" Und mit Fußtritten wurde die schleimige Sumpfkreatur aus dem Haus befördert. "Sowas hab ich ja noch NIE erlebt", murmelte der Kommissar vor sich hin.

30.05.2010 - 18:55 Uhr
anschließend facepalmte der kommissar
Frischfrosch
30.05.2010 - 19:49 Uhr
So, jetzt aber erstmal von der anstrengenden Reise erholen. Der Kommissar begab sich in den Südflügel seines Anwesens wo eine richtige Zentrifuge stand, wie man sie aus der Raumfahrtszentrale kennt. Der Kommissar Schneider setzte sich rein und stellte auf 1 Milliarde Umdrehungen pro Milliminute. Huiii! Dabei frühstückte er lecker Rühreier mit Toast und als Nachtisch einen Pferdeappel. Diesen hatte ihm der Schah von Pakistan bei einem feierlichen Empfang aus seinen königlichen Pferdeställen mitgebracht und für einen Appel und ein Ei überlassen. Erfrischt stieg der Kommissar aus der Zentrifuge aus und fühlte sich wie neugeboren. "Jetzt aber ermitteln! Ermitteln!!!" Der Kommissar frohlockte, denn sein Beruf machte ihm nach wie vor Spaß, auch wenn er ihn bereits an den Nagel gehängt hatte, weil er keine Zeit mehr hatte, denn er musste so oft ins Fernsehen. "Auf ins Revier!"
Der Salamander
30.05.2010 - 20:25 Uhr
Gesagt, getan, ging er ins Revier. Ohne anzuklopfen betrat er das Büro des Polizeipräsidenten. "So, ich brauche neue Fälle. Die werden dann umgehend gelöst." "Ja, Herr Ex-Kommissar, welche Ehre, dass Sie auch mal wieder vorbeischauen! Was machen Sie denn so den ganzen Tag, jetzt, wo Sie nicht mehr im Dienst sind."

Die Frage gefiel dem Kommissar nicht. Er war zwar schon seit mehr als 40 Jahren nicht mehr aktiv als Kommissar tätig, aber überging sie geflissentlich. "Ich habe hier den Mörder der Edelnutte Waltrude!" Und er verwies auf ein Huhn, das er an einer Leine mit sich führte.

Der Polizeipräsident lies ein falsches Lachen erklingen. "Ja Herr Kommissar, ich bin überrascht." Bewundernd hob er das Huhn auf und schaute es sich genau an. "Faszinierend! Wieviel möchten Sie bekommen? 5 oder 6?"

"Ich möchte gerne drei Äppel und ein Ei!" Während er das sagte, hatte der Kommissar sehr seltsame Zuckungen. "Ja selbstverständlich. Darf man fragen, wie das Huhn den Mord begangen hat?" "Das Huhn hat die Nutte totgepickt!!!" Das lag ja wohl auf der Hand.
Frischfrosch
30.05.2010 - 22:17 Uhr
Der Polizeipräsident schaute skeptisch von seinem Monitor auf, auf dem er sich gerade TierpornosFlippers-Videos anguckte. "Aber das gibt es doch nicht!" entfuhr es ihm. "Ein Huhn kann doch kein Mörder sein." - "Und doch! Und doch!" widersprach der Kommissar Schneider bockig. "Und doch!" Aber erstmal fuhren sie jetzt mal zum Tatort. Im Bordell war es finster. Kein Wunder, es war ja mitten in der Nacht. Und das Bordell hatte Ruhetag. In der Ferne heulte ein Wolf dem Vollmond entgegen. Der Kommissar Schneider heult mit. Denn er beherrschte die Wolfssprache, er hatte sie erlernt, als er in der Goldrausch-Ära in Alaska unterwegs war zum Goldsammeln. Der Polizeipräsident schaute in die Kamera und machte den Scheibenwischer, denn er fand den Kommissar ehrlich gesagt total bescheuert. "Körschgen?" zischte der Kommissar. "Was haben Ihre Untersuchungen ergeben?"
frutzi
30.05.2010 - 22:38 Uhr
Körschgen war gerade damit beschäftigt, unzählige von Tic-Tac´s, für den vom Kommissaren so sehr geschätzten frischen Atem, wieder zurück in ihre Behausung zu befördern. Der Lieutenant entgegnete wahrheitsgemäß. "Hä? Hn!" Kommissar Schneider erwiderte mit einem "Hnnnnn. Ach so." Dabei zog er die Nasenspitze näher an seinen Gesichtsgrund, so das sie fast in das Gesicht zurücksprang. "Wir werden uns wohl den Appel und auch das Ei noch einmal näher ansehen müssen, denn ich befürchte, dass es mit dem Fall zu tun haben könnte." "Schüssel" flüstere Körschgen, "Schüssel." "Die auch." überführ ihn der Kommissar während er ihn energisch am Ärmel zupfte, was unmissverständlich Mitkommen bedeuten sollte. Die beiden stapften von dannen und der Kommissar startete flux seinen Erdbeerbraunen 14-hunderter Opel Holunder, der sich in einem hervoragenden Zustand befand.
Frischfrosch
30.05.2010 - 22:56 Uhr
Einmal auf einer Show von Siegfried und Roy - darauf hatte sich die Gemüsefrau schon ihr ganzes Leben gefreut. Und nun war es soweit. Aufgeregt stellte die Gemüsefrau ihren eigens mitgebrachten Gemüsekorb, den sie nach der Show den beiden Zauberkünstlern überreichen wollte, ab und hängte ihren Strohhut an den Haken. Sie klapperte vor Aufregung mit den Zähnen im Takt. Da fiel auch schon der Vorhang und die Tiger tänzelten herein. Dramatische Orchestermusik aus dem Keyboard erklang. BÄNG! Eine Feuerfontäne schoss in die Luft. Trommelwirbel. Laserklänge erschallten. Ein Stroboskop wurde eingeschaltet. TATAAA! Da sprang auch schon Siegfried (oder war es Roy?) herein und mit einem Haps sprang er einem der Tiger in den aufgesperrten Rachen. Roy tanzte unterdessen Breakdance mit einer Gruppe äthiopischer Antilopen. Spotlight auf Siegfried, der den Tiger mittlerweile auf der Nasenspitze balancierte. Ein Schlusstusch aus dem Orchestergraben und der Vorhang fiel. Das Publikum raste vor Begeisterung und die Gemüsefrau machte sogar stehende Ovarien, so gut hatte ihr die mehrminütige Veranstaltung gefallen.

Wer von all dem aber leider gar nichts mitbekam, war...der Kommissar Schneider.
frutzi
30.05.2010 - 23:17 Uhr
Ein immenser Tagtraum, der da Kommissar Schneider während der Fahrt zum Präsidum beschlich. Körschen lächelte verdattert in Außenspiegel zu seiner rechten, als er den Kriminalisten konzentriert hinter dem Steuer sitzen sah. Des Kommissars Pfeife paffte vor sich hin, wie ein alte Dampflok. Präziser: er ahmte eine Dampflok nach. Der Wagen bog in einem Affenzahn, den nur Affen wirklich beurteilen können, in die abschüssige Schotterpiste zum Präsidium ein. Eine Kurve noch, dann hatte es der tapfere Holunder geschafft. Der Kommissar bremste rasant mit seinen Salamanderstiefeln und der Wagen wirbelte dabei eine Menge Staub auf. Der Kommissar hatte bereits seit je her Staub aufgewirbelt und so klatschte sein loyaler aber unselbstständiger Lieutenant Körschgen in die Hände und freute sich diebisch auf die Ankunft in den Kriminalgemächern.
frutzi's Mutter
03.06.2010 - 10:46 Uhr
So, endlich angekommen im Präsidium. Nun musste ermittelt werden. Dazu musste zuallererst eine behagliche Raumatmosphäre nach strengsten Feng-Shui-Vorgaben hergestellt werden. Der Kommissar schmiss sein Grammophon an und legte seichte Puffmusik auf, dazu dimmte er das Licht nach fast ganz unten und zündete Kerzen an. Dann bestreute er den ganzen Ermittlungsraum mit Rosenblättern und schenkte sich und Körschgen eine Flasche Rotwein ein. So konnten sich die beiden ausgefuchsten Kriminalisten in optimaler Weise in die Bordellsituation hineinversetzen und schon bald begann es in ihren Gehirnen angeregt zu knistern.
frutzi
03.06.2010 - 11:11 Uhr
Am Abend hatte der Kommissar Geburtstag. Er wollte ein großes Fest machen, also machte er eine Liste, wen von seinen Freunden er alles einladen wollte:

Körschgen
Gleitmann
Chuck Norris
Käptn Picard
Frau vom Kommissar Schneider
Polizeipräsident
Erwin
Der Salamander
HGich.T

Den Polizeipräsident hatte er wieder durchgestrichen, den konnte er nicht leiden. Aber die anderen kamen alle. Da saßen die ganzen Knalltüten nun mit Partyhütchen auf dem Kopp und tröteten in ihre Partytröten. Die Frau Kommissar Schneider hatte ein Topfschlagenspiel vorbereitet und es wurde gelacht, weil Kommissar Schneider mit dem Kochlöffel wild in der Gegend herumgestikulierte und Körschgen dabei fast ein Auge ausstach. Ein Zauberkünstler war auch von der Partie, er zauberte ein Kaninchen nach dem anderen aus dem Zylinder, zersägte die Frau Schneider in 297 Stücke und schließlich zauberte er den Kommissar Schneider einfach so weg. In eine geheime Twilight Zone. Das Publikum war begeistert und wurde kurzerhand für den Bundesnobelpreis nominiert.
Der Salamander
03.06.2010 - 14:37 Uhr
Jetzt war Kommissar Schneider also in einer geheimen Twilight Zone. Er ging erstmal ein wenig auf und ab und versuchte sich zu orientieren. Galten hier überhaupt die stinknormalen käsfüßikalischen Gesetze? Er merkte dass wenn er drei Schritte nach vorne ging auf einmal der Raum sich heliozentrisch zu verzerren begann. "Tach" rief er laut heraus, doch es gab seltsamerweise kein Echo. Es waren ja gar keine Wände da, aber mehrere ockerfarbene Gebirge. War er vielleicht in einem Vakuum?

Er wollte außerdem herausfinden, wie die Twilight Zone denn mit der normalen Welt zusammenhing. Pinguin. Nacktschnecke. Fischotter. Oh Sorry, jetzt hab ich auf einmal versehentlich angefangen, Tiernamen aufzuzählen. Ja, also der Kommissar war jetzt halt in dieser Twilight Zone. Eine dreifach permanent in sich selbst kollabierende und antihaftbeschichtete Twilight Zone zweiten Grades vom Typ D8721, um genauer zu sein. "Das ist ja alles sehr mysteriös", dachte er bei sich.
Fischfried Otter
03.06.2010 - 14:43 Uhr
Die Gemüsefrau hatte sich in der Zwischenzeit bei Siegfried und Roy hinter die Bühne geschlichen, denn sie wollte den beiden Magiern ja ihren Gemüsekorb überreichen um ihn zu verspeisen. Schüchtern klopfte sie an die Garderobentür. "Hereeeeeeeeeein" erschallte es aus dem Raum, aber es klang etwas seltsam. Sie ging in die Tür hinein. Doch da saß nicht Siegfried und auch nicht Roy, sondern einer der Tiger drinne, der sie mit einem Haps verspeiste, inclusive Gemüsekorb. Tja, Gemüsefrau, Pech gehabt. Jetzt konnte sie nicht mehr befragt werden, das ärgerte den Kommissar Schneider sehr, weil er sie ja noch befragen wollte, wenn sie wieder aus dem Urlaub in Las Vegas zurück war. Der Kommissar befahl, den Tiger aufzuschneiden.
Der Salamander
03.06.2010 - 15:04 Uhr
Auf einmal war da eine Tür. Auf dieser Tür war ein Schild, auf dem stand "Hier gehts wieder zur normalen Welt zurück". Daneben war eine andere Tür, auf der stand "Hier gehts nicht zur normalen Welt zurück". Der Kommissar wusste genau, dass man Türbeschriftungen in der Twilight Zone nicht trauen durfte. Aber er wusste auch, dass die Twilight Zone wusste, dass er wusste, dass man Türbeschriftungen in der Twilight Zone nicht trauen durfte.

Also ging er einfach durch beide Türen. HA HA HA HA HA HA. Wie beim Doppelspaltexperiment! HA HA HA HA. Ach Scheiße, meine Tabletten nicht genommen. Ja also das geht ja gar nicht. Der Kommissar kann ja gar nicht durch beide Türen gleichzeitig. Das wurde ihm aber erst klar, als er durch beide Türen durch war. HA HA HA HA HA. "Ach du Scheiße", dachte er bei sich.
ToRNOuTLaW
03.06.2010 - 16:58 Uhr
Das Universum behalf sich in dieser schwierigen Situation unter der hilfreichen Zurhilfenahme der polykosmischen Theorie und erkannte den Kommissar als neue Form von Quantenteilchen an. So landeten zwei identische Kommissare in alternativen, von dort an kausal unverschränkten Wirklichkeiten.

In Version A der Wirklichkeit führte die Tür direkt an Ort und Zeit der Tat, welche der Hauptoberkommissar A.D. somit gleichzeitig verhindern und aufklären konnte. Nach dem enttäuschenden Lost-Finale konnte die Welt eine weitere billige Auflösung einer episch ausgebreiteten Narration nicht ertragen und kollabierte gelangweilt, wodurch sich das Universum erleichtert von der polykosmischen Theorie, die dereinst der exilsowjetische Hausmeister Sergej "DJ" Gleitmann betrunken einem Caltech-Doktoranden ins Hinterteil gesäuselt hatte, distanzieren konnte.

Der nun wieder eindimensionale Kommissar wunderte sich worüber er soeben geflucht hatte und setzte sich in seinen Püjohh, um die Handlung voranzutreiben.
ToRNOuTLaW
03.06.2010 - 17:20 Uhr
Um auf kürzesterem Wege zu seiner Geburtstagsfeier zurückzukehren und den Zaubermeister zu bezahlen, bediente der Kommissar die Steuerung des französischen Wunders umgehungsstraßenwärts auf den berüchtigten Schleichweg um den Wanne-Eickeler Stadtkern herum und durch Trollingen.

Aus seiner Zeit als aktivem Benutzer eines nunmehr ganz und gar nicht zu rettenden Musikforums hatte der Schneider eine tiefsitzende Abneigung gegen diesen Ort über die Jahre gerettet und brauste deswegen mit einer Geschwindigkeit die mit einer Nadel auf seinem Tacho eingezeichnet war über sämtliche Zebrastrefen.
Bratislav Metulski
03.06.2010 - 17:25 Uhr
Gleichzeitig ging im Puff "Zur goldenen Hengst", wo die Edelh.ure umgebracht worden war, eine Atombombe hoch. Der Mörder wollte damit sicher nur seine Spuren verwischen. Mit Gasmaske auf und Körschgen im Schlepptau begab sich der Kommissar natürlich umgehend zum Tatort.
frutzi
15.06.2010 - 17:10 Uhr
Dem Kommissar und seinem Gehilfen bot sich ein trostloser Anblick. Alles total futschgemacht! "Da werden wir wohl nicht viel finden", entfleuchte es dem zerknirschten Kriminalisten unwirsch. Lutennent Körschgen guckte nur bedröppelt in die Kamera. "Auf!" herrschte ihn der Kommissar an. Die beiden begaben sich erstmal in das Kaffehaus auf der Nachbarstraßenseite. Nachdem ihnen der Kaffee serviert worden war, fragte Schneider den Lokalbesitzer aus. "Wo waren Sie in der Nacht, wo der Mord passiert ist? Erklären Sie sich!"
frutzi
15.06.2010 - 18:00 Uhr
Die miese Gestalt konnte sich natürlich an nichts mehr erinnern, da ihm erst in der vergangenen Nacht das Hirn rausgevögelt wurde. Die Täterin war die mopsbusige Angelika. Der Lokalbesitzer starrte konsterniert auf die gelben Galapagosgamaschen des Kommissaren. "Schauen Sie einmal zur Decke!" forderte Schneider den promiskuitiven Wirt auf. Er ließ die Augen rollen wie ein Murmelspiel und als diese ihn 12 Uhr-Stellung waren, entfuhr Körschgen ein "Stopp!". Dem Wirt blieben die Augen stehen. Ein Vorgang, vor dem ihm bereits seine Großmutter mehr als einmal gewarnt hatte. Im Alter von 67 Jahren war es nun tatsächlich geschehen.
Grützkopf
24.06.2010 - 01:16 Uhr
Tuuuuuuuuuuuuuut! Der Dampfer ließ ordentlich Dampf aus seinem Schornstein aufsteigen als er den Hafen von Rio gen Osten verließ. Der Kommissar hatte es sich auf einer Kreuzfahrt duch die Südsee gemütlich gemacht. Er lag an Deck und ließ sich die chinesische Sonne auf die Plauze scheinen. Dazu ein lecker Cocktail in der Hand und Pfeife im Maul, so konnte man es sich gut gehen lassen. Körschgen war auch mit an Bord geschleust worden - als Kellner verkleidet. Denn es sollte nicht jeder gleich merken, dass der Kommissar in Sachen Ermittlung unterwegs war. Denn an Bord befand sich ein MÖRDER! Die reiche Bankierswitwe Frollein Brünhilde zu Fallersleben sollte um die Ecke gebracht werden, das wusste der Kommissar genau. Nur wie? - das musste sich der Kommissar Schneider noch zusammenbaldowern. "Mord!" schnellte es dem spitzfindigen Kriminalbeamten in den Kopf. "Ja, Mord, das war die Lösung!" Dass er da nicht eher darauf gekommen war. Genial!
Möchtegern-Sachbearbeiter
30.08.2010 - 18:34 Uhr
Ja, sicher. Sicherlich. Wie sonst als durch Mord könnte man einen Menschen um die Ecke bringen? Hmm... der Kommissar grübelte. "Herr Kommissar, wieso sollte hier ein Mord passieren?" Körschgen wieder mal - die messerscharfe Präzision seiner Frage weckte den Kommissar aus seinen gedanklichen Vertiefungen. "Körschgen... irgendetwas stimmt hier nicht." "Vielleicht passiert ja bald ein Mord", orakelte Körgschen.

Allerdings passierte nichts. Außer, dass die 23-jährige Philosophiestudentin Julia Hinderlich aus Nebelgründen als Kreuzschiffahrtsgesellschaftsmaskottchen "Delphi" verkleidet den Herrn Kommissar ersuchte: "Herr Kommissar, darf ich Ihnen bitte, bitte ein paar pikierte Chameleonkeulen kredenzen?" Der Kommissar wurde leichenblass. Aber nicht wegen dem Gericht, sondern wegen was anderem. Etwas Mysteriösem und Geheimnisvollem nähmlich. Etwas, wo jetzt nicht mal ich als Autor quasi weiß warum er da auf einmal so blass wird. Schon seltsam.
Trompetenspecht
31.08.2010 - 09:22 Uhr
Ein, zwei Momente, die aber in Wirklichkeit Jahre waren, starrte der Kommissar in die sich vor seinen Augen tunnelartig ausbreitende Kaleidoskopzone, dann schüttelte er kurz und knapp seinen Kopf und war auch schon wieder bei der Sache. Ein echter Hecht, dieser Knabe.

Am Abend hatte der Kommissar Schneider noch einen Termin: Kochen für Gehörlose. Ab dafür! Als der Kommissar mit zwölfsekündiger Verspätung im Sternerestaurant "L'éclair" eintraf, empfing ihn dort schon die fröhlich vor sich hin frötzelnde Taubstummenmeute. "Guten Morgen, der Herr Kommissar, hatten Ihro Gnaden eine geruhsame Nacht?" Ohne viel Trara machte sich der Kommissar gleich an die Töpfe. Er musste alles besonders laut erklären, damit die Gehörlosen auch verstanden, was er gerade machte. "Und jetzt hier die Tube Senf reingetan" schrie Schneider berserkergleich in den Äther, während er die gesamte Tube des leckeren Gesöffs in die Kohlrabicremesuppe hineinsplatatterte. Mit schwindendem Gehör werden ja bekanntlich auch die Geschmacksnerven zerstört, deshalb war es im Prinzip wurscht, was der Kommissar für Zutaten verwendete und wie viel davon.

Währenddessen an einem anderen Ende der Stadt: Ein länglicher Schatten schlich entlang. Es war Margot, die Bahnhofsmatratze. Sie wusste bescheid, das wusste der Kommissar. Deshalb wollte er die stadtbekannte Bahnhofsmaitresse schon morgen hierzu befragen.
Kaugummiautomatenbefüllungsmanager
31.08.2010 - 20:10 Uhr
Ein, zwei Momente, die aber in Wirklichkeit Jahre waren

*prust* Erinnert mich auch an einen gewissen Film. :-D


Mit dem Kommissar Schneider und den Frauen war es ja immer so eine Sache. Also jo, ne? "Guten Morgen, sehr geehrte Frau Bahnhofsmatratze!" sagte er, nicht böse gemeint, aber er wollte die Dinge gleich - etwas pointiert noch dazu - auf den Punkt bringen. Die olle Margot also hatte schon Vieles erlebt, könnte man sagen. Es war ein wunderschöner Dienstagmorgen und die Vögel zeichneten sich bordsteinschwalbenartig am Firmament ab. Dennoch zuckte unwillkürlich ihre flache Hand nach vorne, doch der Kommissar ahnte die Tätlichkeit, duckte sich weg, ergriff den Arm und führte einen unsauberen Standardjudowurf aus. Unsauber deshalb, weil der Arm dabei versehentlich in mehrere Teile zerbarst.

"Ähm... ja, das ist mir jetzt etwas peinlich", der Kommissar musste unversehens etwas schmunzeln. Wie aus heiterem Himmel würgte die Frau auf einmal den Herrn Kommissar und drückte ziemlich fest zu. Vom Boden aus mit dem abgetrennten Arm wohlgemerkt, den sie mit dem gesunden Arm festhielt. Dabei ignorierte sie lässig das fontänenartig spritzende Blut und zog gekonnt an den herausragenden Nervenenden, so als hätte sie das schon immer gemacht, um die würgende Hand ordentlich zudrücken zu lassen.

"Langsam bekomm ich aber Hunger" sagte Körschgen, der das Geschehen eher teilnahmslos mitverfolgte. Ihm war etwas langweilig und eine Portion Pommes könnte jetzt genau den richtigen Schwung in den Tag bringen.
Mandrill der Finsternis
01.09.2010 - 00:36 Uhr
An der Pommesbude war wie immer um diese Zeit natürlich wieder die Hölle los. Der Polizeipräsident war da, der Salamander aus der letzten spannenden Folge und aaah, da war ja auch Frau Feld, Kommissar Schneiders Nachbarin. Sie steckte in einem Burgerkostüm, weil sie für Uwe's Burgerstube gegenüber Werbung machte, aber jetzt erstmal gepflegt Pommes essen bei der Konkurrenz.

Der Kommissar hatte indes schon seine sechshundertsiebenundzwanzigste Currywurst in Folge verputzt und der drumherum versammelten Meute stand der Mund offen vor Baffheit. Ein Wahnsinnskerl, dieser Kommissar! Ein Kommissariat in Menschengestalt, man muss es so deutlich sagen.

In einer finstren Buchsbaumhecke in einer abseits gelegenen Wohnstraße machte sich unterdessen eine klandestine Gestalt für ihren großen Schachzug bereit - bislang kannte man sie nur unter dem Namen "Mandrill der Finsternis".
Der Nasenaffe der Helligkeit
01.09.2010 - 18:53 Uhr
"Der Mandrill, der Mandrill, der macht was er will!" war mittlerweile zu einem Satz geworden, den man in der kriminellen Szene öfters laut erschallen hörte. Wobei der Mandrill der Finsternis nicht nur tat, was immer er wollte, sondern jede seiner Handlungen vorher sorgfältigst daraufhin überprüfte, ob sie den Gepflogenheiten der Finsternis entgegenkamen.

Doch nicht nur das - seine Handlungen waren genormt. Er hatte vom Deutschen Institut für Normung sich extra den kompletten Katalog bösartiger Handlungen zukommen lassen und wie diese durchzuführen waren. Er war auch begeisterter Mathematiker und mithilfe einer ultrakomplizierten Formel konnte er immer im Vorfeld genau berechnen, welche Straftat er als nächstes zu begehen hatte. Er war eben ein kriminelles Gelee, das nichts dem Zufall überlies.

Doch dem nicht genug, dem nicht genug. Ständig spielte er gegen sich selbst Schach auf einem Stadtplan. Der Stadtplan war in lauter Quadrate aufgeteilt und immer da wo er eine Figur drauftat, da machte er dann etwas Böses. Manchmal pinkelte er auch einfach nur in aller Öffentlichkeit an eine Häuserwand, wenn es sein minutiös ausgeklügelter Plan so nahelegte.

Nun war es also sein Plan, zunächst den Kommissar Schneider um eine Kippe anzuschnorren und dabei ausdrücklich zu betonen, dass er sie nie wieder zurückbekommen würde. Außerdem wollte er Körschgens Lieblingspommesbude mit einer Atombombe in die Luft zu jagen. Er lachte lauthals in sich hinein, ob seines kriminellen Gelees und rieb sich diebisch die Hände. He he, sehet her, der Mandrill der Finsternis würde ab sofort die Stadt in seinen stark behaarten Händen halten, dessen war er sich sicher.

Doch der Mandrill wusste auch die Sonnenseiten des Lebens zu schätzen und deshalb wollte er sich vorher noch eine leckere Portion Pommes an Körschgens Lieblingsbude genehmigen. Nur eine Portion Pommes noch, danach würde die Stadt ihm gehören. Und nachdem er "bitte mit Mayo" gesagt hatte, würde er dem Budenbesitzer diabolisch zugrinsen. Ja ja, so war er nun mal, der gute alte Mandrill der Finsternis.
00 Schneider
02.09.2010 - 19:44 Uhr
00 Schneider, 00 Schneider, Schneiderrr
Werbepause - bitte bleiben Sie dran!
02.09.2010 - 19:53 Uhr
Original Knetzgauer Kesselfleisch aus dem Hause Körschgensen und Enkel - greifen Sie jetzt zu - nur in limitierter Auflage erhältlich!
Nadier Lisch
02.09.2010 - 21:02 Uhr
Die Memoiren eines Heiratsschwindlers *Rodriguez* *Faszanatas*
Heinz-Edgar
25.09.2010 - 13:50 Uhr
Vorhang auf! Der Kommissar Schneider und seine Frau waren mal wieder im Theater. "Hosenträger ausverkauft - ein Pamphlet in 3 Aktien". Das Stück ging natürlich mal wieder extrem beschissen los: Als erste Aktie war gleich mal die Deutsche Telekom dran, ein Vorstandssprecher gab einen 28-minütigen Monolog von wegen nachhaltiger wirtschaften und auch mal an die Shareholder denken, worauf der Protagonist vom 29-köpfigen Aufsichtsrat in eine Art Spinnennetz eingewickelt wurde und sodann der Betriebsrat in Schwanenkostüme in virtuosen Pirouetten und doppelten Rittbergern seine Tarifforderungen vortanzte. Was für ein überkandidelter, pseudoavantgardistischer Scheißmist. Der Kommissar schlummerte ein. Ihm träumte, er stünde auf dem Achterdeck eines stattlichen Dreimasters vor der Küste Madagaskars, die Totenkopfflagge gehisst, soeben erfolgreich die Enterung eines Bananenfrachters der königlich-spanischen Kriegsmarine hinter sich gebracht. Nun war der gesamte Bauch seines Schiffes voller Bananen. Das reichte ein Leben lang - er würde nie wieder verhungern müssen. Er plante, seine Beute auf seinem Versteck, einer kleinen Insel im nepalesischen Ozean, zu verbergen. Er schrie seinem Obermaat Gleithmann, der mit einem riesigen Feldstecher ganz oben auf dem Beobachtungsmast stand, einen einsilbigen Befehl zu und schon konnte das Schiff in See stechen. Mit Mach3-Geschwindigkeit preschte der stattliche Öltanker in die Fluten. Da schrillte der Wecker! Hatte der Kommissar dies alles etwa nur geträumt?
röchel
25.09.2010 - 14:08 Uhr
lustig, du sagst aktien statt akten. ha ha.
@röchel
25.09.2010 - 14:19 Uhr
Räschpäckt! Hätte ich jemandem wie dir nicht zugetraut, dass dir der Wortwitz überhaupt auffällt. Hau rein...und: Dranbleiben!
Dr. Mabuse, nicht von Dieter Bohlen gesungen
26.09.2010 - 11:51 Uhr
Tja, vielleicht hatte der Kommissar das tatsächlich alles nur geträumt, auch wenn er das selbst nicht glauben konnte. Dennoch entstieg er seines Schlafgemachs und sah draußen durch das Fenster das weiße Kaninchen aus "Alice im Wunderland" im Bau verschwinden. Lebenslänglich, weil es die Karotten im Garten des Polizeipräsidenten angeknabbert hatte. "Das wurde aber auch Zeit" sagte der Kommissar selbstzufrieden.

Der Tag fing schon mal gut an. Es klingelte an der Tür. Natürlich war es Rainer Calmund, der mit dem Kommissar eine Tasse Kaffee und vor allem, wenn möglich, nicht nur ein Stück Kuchen verspeißen wollte. "Ah, der Fußball", sagte der Kommissar zur Begrüßung amüsiert "kommen Sie doch herein, dann widmen wir uns gleich dem Geschäftlichen". Und so schloss der Kommissar einen Vertrag mit dem Manager des FC Bayern Hintertupfingen ab - als Kommissar, um im Stadion Fälle zu lösen.

Wie immer ein geschickter Schachzug vom Rainer, weil in so einem Stadion ja bekanntlich allerhand passiert. Z. B. hauen sich Menschen gegenseitig aufs Maul. Vielleicht würden ja sogar der Mandrill oder der Salamander anwesend sein, um Gewaltverbrechen zu verüben oder selbst Tätlichkeiten entgegenzunehmen.
Frau Feld
04.04.2011 - 20:58 Uhr
Der Kommissar Schneider kotzte vor Zorn! 2 Stunden Verspätung hatte der Zug nach Wanneeickel. So ein verkackeiernswerter Hühnermist. Der Kommissar schnaubte. Da kam der Zug auch schon angetuckert. Aber ohne den Kommissar. Er tauschte nämlich gerade wutentbrannt seine Karte um bei dem Bahnhäuschen wo der Kartenverkäufer am drinsitzen ist. Da war der Zuch auch schon wieder weg. Der Kommissar Schneider stampfte rumpelstielzchenesk auf dem Bahnsteig herum, dass es gerade so eine Freude war. Dann fuhr er mit einer Drainage, wie man sie aus den Westernfilmen kennt, dem Zug hinterher. Binnen weniger Sekunden hatte er das Dampfross erreicht. Der Zugführer fand ein schmähliches Ende, soviel sei hier an dieser Stelle mal erwähnt. Der Kommissar lenkte den Zuch um nach Südamerika, er wollte Koks kaufen. An einem sommerlichen Monatnachmittag kam er in Nowisibirst an. Jetzt erst mal lecker einen drauf machen, der Herr Kommissar. Er checkte im Hotel ein und der Verlauf der Kokosnuss barst seiner Dinge.
Huhn im Menschenkostüm
05.04.2011 - 17:23 Uhr
Der Kommissar trank die Kokosnuss auf einen Zuch und wischte sich den Mund mit dem Handrücken ab, obwohl er gar nicht verschmiert war. Was wollte er eigentlich in Novosibirsk? Novosibirsk war ja schließlich nicht Novokasalinsk! Genausowenig wie ein Huhn eine Ente war oder genausowenig wie Franz Beckenbauer der Schah von Persien war! Aber datt sollte unseren lieben guten Herrn Gesangsverein nicht weiter stören, wa?

"Es ist egal, wo man ist!" sagte der Kommissar und blickte dabei auf ein verlassenes Fabrikgebäude, wo aus einem Fabrikschlot hellblauer Rauch aufstieg und sich zu seltsamen Figuren formte. Es war die örtliche Bäckerei, die dem Stammbäcker von Boris Becker gehörte, der sich outgesourced hatte und hier jetzt seine Brötchen zusammenpanschte! Genau in dem Augenblick klopfte ein Huhn in einem Menschenkostüm an die Tür!

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