Kommissar Schneider

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perlengebimsel
14.04.2008 - 19:31 Uhr
Der Morgen graute. "Grauenhaft!" grummelte der Kommissar. Er getraute sich kaum, Gertraude, seine Angetraute zu kraulen. Geradezu grauselig grau vor Gram kramte er sein Grammophon hervor und griff greinend nach seinen Grindcore-Platten.

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Greylight
14.04.2008 - 23:35 Uhr
Genau, "erstmal ein bißchen Grindcore hören", dachte sich der Kommissar. "Kill! Kill! Kill!" brüllte er und hüpfte auf dem Bett herum. Seine Frau schlief glatt weiter. Es war ein ereignisricher Abend gewesen, der alles verändert hatte. Alles war jetzt anders! Er wusste gar nicht, wie sie überhaupt nach Hause gekommen waren, nachdem sich da ja bekanntlich die Ereignisse am Abend so dermaßen überschlagen hatten. "Nee, nee, nee, Ereignisse, Ereignisse, Popeignisse" murmelte er vor sich hin. "Ich mach uns erstmal Müßli, Schatz!" sagte er wild entschlossen. Doch da gab es auch schon die erste Überraschung des Tages: Das Müßli war alle. "Das kann doch alles gar nicht wahr sein", dachte sich der Kommissar...
lüdgenbrecht™
15.04.2008 - 15:16 Uhr
Kein Müsli im Haus aber seelenruhig vor sich hin schlummern! Nee Nee Nee! Schneiderle stopfte sein Frauchen erst einmal in die Waschmaschine, damit das faule Stück wach wurde. Hm, mal einstellen! 20000 Umdrehungen, 78 Grad. Das klang doch vielversprechend. Und los ging der Spaß. Der Kommissar machte es sich vor dem Gerät bequem. Da ging es schon los! Es schäumte weiß in die Trommel. Nach und nach wandelte sich das erfrischende Blütenweiß zu einem knallorangen Feuerball, der in dem Waschapparat seine hypnotische Wirkung entfaltete. Kein Wunder, seine Frau reiherte sich angesichts der rasanten Kreiselei hahnebüchen einen ab! Der Kommissar lehnte sich genießerisch zurück und zündete sich wohlig seufzend ein Pfeifchen an.

(...)
lüdgenbrecht™
15.04.2008 - 15:17 Uhr
perlengebimsel hat mich gefaked!
perlengebimsel
15.04.2008 - 15:25 Uhr
Zeitung hervorgekramt. Schlagzeile: "Gefürchteter Feuersalamander schreit alte Omas an Bushaltestelle grundlos in Grund und Boden. - Heute um 5 Uhr tauchte der stadtbekannte Schwanzlurch an diversen Bushaltestellen auf, schlich sich hinterfotzig von hinten an und trällerte 27 ollen Ommas einfach kackendreist die "Arie der Königin der Nacht" von Mozart in die aufgeperrten Lauscherchen! Ergreift das Schwein endlich!"

Der Kommissar bekam Schluckauf vor unverhohlener Freude und unterdrücktem Stolz auf seinen neugewonnenen Freund.

(...)
Greylight
17.04.2008 - 23:45 Uhr
Da klingelte das Telefon. Schneiders Mundwinkel unterlagen verstärkt der Erdanziehungskraft. "Who the fuck might this be?"

"Kommissar 00 Schneider" bellte er energisch ins Telefon. "Ja Hallo, hier Frau Bimmelmeise vom Future Pizzaservice. In meiner Kristallkugel habe ich entdeckt, dass sie gerne bestellen möchten: Zwei Pizza Margeritha mit Bohnen und Artischocken, einen Sockensandwich mit Windkäse, einen Eisbecher "Popecher" und zwei Knilchshakes."

"Richtig, richtig, popichtig", meinte Widukind Schneider spitzfindig. "Doch weshalb rufen sie mich deshalb an und schicken nicht einfach einen Lakaien vorbei?", polterte er barsch drauflos.

"Aber Herr Kommissar; dem ist so, weil ich in meiner Kristallkugel entdeckt habe, dass sie gerne in die Zukunft gesehen haben möchten, nicht wahr?"

"Sehr wohl. Ich wollte Sie nur testen. Also fangen Sie schon an... Sie Fotze!"
perlengebimsel
22.04.2008 - 21:05 Uhr
Aber was konnte denn das nun sein, was sollte der ganze Kladderadatsch denn nun bedeuten?

...fragte sich das tapfere Schneiderlein in seiner Hängematte, genüsslich eine heiße Schokolade mit einem Spriter Bitter Lemon schlürfend.

Der Kommissar musste der Sache auf die Schliche gehen.
Greylight
22.04.2008 - 22:26 Uhr
Auf einmal bekam Kommissar Schneider einen krassen Flashback vom LSD und ihm kam eine ganz, ganz seltsame Erkenntnis in den Kopp: Er war lediglich ein fiktiver Charakter in einer Geschichte, die von perlengebimsel, Greylight und mitunter noch ein paar anderen Leuten in einem Forum mit blauem Hintergrund geschrieben wurde. "Häh? Was'n das für ne kranke Scheiße?" dachte er sich.

Doch da er ein sehr ernsthafter Mensch und durch und durch ein Inspektor war, musste er diesem realitätsverzwirbelndem Gedanken weiter nachgehen. Indem er mich kurzerhand "beseitigen" würde, könnte er die These falsifizieren, so dachte er sich in seinem mäanderndem Geist. Oh Mann, jetzt bekomme ich aber ganz schön Schiß! Hilfe, er wirft mit spitzen Gegenständen auf mich! WARUM HILFT MIR DENN KEINER??? ICH MUSS HIER WEG!!!! *flücht*
Stimme aus dem Nichts
23.04.2008 - 00:07 Uhr
Der Inspektor landete zwischen zwischem ramponierten Mülltonnen unsanft auf dem Hosenboden. Die ganze Welt drieselte sich um sein verwirrtes Hirn. Seinen Hilferuf hatte natürlich kein Schwein erhört!

„Maunz", kam es da aus einer Mülltonne. Kommissar Schneider umfasste seine Waffe. Er hatte den Zeigefinger bereits am Abzug. „Wo bist du, Schwein? Zeig dich!" Er war zu allem bereit. Dieser Müll musste entsorgt, die Stadt davon befreit werden!
Aber er hörte nichts mehr. Nur einen geschmeidigen Schatten sah er aus dem Augenwinkel in der Dunkelheit verschwinden.

„Könnte eine Katze gewesen sein", kombinierte er mit messerscharfem Verstand. Vielleicht wusste sie etwas?! Aber lohnte es wirklich, das räudige Viech zu verfolgen? Er hatte eine unruhige Nacht vor sich ...
Greylight
23.04.2008 - 02:17 Uhr
Da! Vor seinen Augen kreuzte sich die Katze mit dem SALAMANDER und war jetzt ein KATZEMANDER! Der KATZEMANDER schlich bedrohlich auf Kommissar Schneider zu! Der KATZEMANDER kam immer näher! "Hallo, ich bin jetzt ein KATZEMANDER!" sagte er zu Kommissar Schneider. "Bist du jetzt echt ein KATZEMANDER?", fragte Kommissar Schneider. "Ja, ich bin jetzt echt ein KATZEMANDER", antwortete der KATZEMANDER wahrheitsgemäß. "Was macht ein KATZEMANDER denn so?" fragte Kommissar Schneider. "Ich weiß auch nicht so recht, was ein KATZEMANDER genau macht", antwortete der KATZEMANDER. "Ich finde es interessant, dass du jetzt ein KATZEMANDER bist", befand Kommissar Schneider. "Ich habe mir nicht ausgesucht, ein KATZEMANDER zu sein!", antwortete der KATZEMANDER. "Achso..." imitierte als Antwort daraufhin jemand die Stimme von Kommissar Schneider - der KATZEMANDER nämlich.
lüdgenbrecht™
06.05.2008 - 20:00 Uhr
Das Buch sollte der nächste Kommissar-Schneider-Roman werden. Noch ein bisschen dran gearbeitet, und der ganze Kladderadatsch steckt so manches in die Tasche, was Meister Strumpfkopf in den letzten Jahren vom Sta(ha)pel gelassen hat. Selbst Riesenschreiber wie Goethe oder Margarethe Schreinemakers arbeiten mittlerweile mit Ghostwritern, hab ich mir sagen lassen - das ist einfach der ZAHN DER ZEIT!!! Also Helge, überlegs dir!
Greylight
14.05.2008 - 11:57 Uhr
Anlässlich dessen eine kleine Rückenblende:

Goethe sitzt in seiner Schreibstube, kratzt sich mit dem Federkiel am Kopfe und überdünkt sein Darniedergeschriebenes. Als es ihm nicht mehr so recht glücket, ruft er an seinen Spießgesellen Schiller: "Oh Friedrich, sag mir an, wie es sich fortsetzen möge, das Epos." "Was bedarf es denn zu sein?" erfragte der Schillernde. "Eine Geschichte über einen Stein" raunt der Ältere.

"So beschreibe den Stein am Boden liegend und nichts tuend, faul in das Abendrot hineinwelkend."

"Du... du liederlicher Schmierfink..." ereiferte sich da der Johann Wolfgang von "... da hätte ich ja gleichsam die Hur in der Gasse oder das Loch in meinem Strumpfe um Hilf befragen können!"

"Oh du alter Narr, Dergleichen geziemt sich nicht, über mich zu äußern. Ich bin vom Talente durchdrungen wie das täglich Geäst vom Sonnenlichte! Sogleich kümmer ich mich um dich Gichtwesen nicht mehr. Besser schreib ich daran weiter, wie der Vater dem Sohnemann den Apfel vom Haupte schießt."
perlengebimsel™
13.06.2008 - 10:49 Uhr
"Kanallie!" schnauzte der Kommissar und schreckte aus seinem Schlaf empor. Was hatte er denn da wieder geträumt. Erstmal ein in Rabenblut mariniertes Katzensteak auf den Grill geschmissen zum Frühstück. Dem Kommissar lief das Wasser im Munde zusammen. Seine Frau schwamm indes ein paar Ründchen im Pool. Kommissar Schneider tunkte sie ein paar Mal unter, während er genüsslich an seiner Pfeife zog. Dann machte er sich an die Arbeit. Denn der Fall "Salamander" war noch nicht gelöst.

(...)
perlengebimsel™
18.06.2008 - 23:10 Uhr
Und der Kommissar Schneider ist gut. Ja, er ist wirklich gut. Ein wahrer Tausensassa, dieser Mann. Ihr wisst es bestimmt schon, liebe Leser, aber es stimmt: Der Kommissar Schneider ist ein Hecht! Und zwar ein toller!

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Greylight
19.06.2008 - 01:59 Uhr
Ja ja, der Salamander und der Fall mit Selbigem, welcher noch immer ungelöst war. Als Widukind dieser Umstand zu Kopfe stieg, riss er sich die Bekleidung vom Leib, rannte wild durch die bezimmerte Wohnung und hatte auf einmal Schaum vor dem Mund. "Der Fall, Der Fall!" Wie ein Footballspieler tacklete er seine Frau um, sabberte ihr Gesicht voll und schnaubte "FALL! FALL!"

Umgehend erhob er sich wieder, hastete vor den Badezimmerspiegel und beäugte sein Spiegelbild. Sehr scheiße sah er aus mit den großteils ausgerissenen Haaren, den blutunterlaufenen Augen, dem wild wuchernden Vollbart und dem inmitten dieses Gestrüpps hervorquellenden Schaum. "Falllllll." Schnell die Flasche mit dem Billigwodka zur Hälfte geleert, schwungvoll ins Klo gekotzt, den Rest weggeext und ebenso schwungvoll den Exibitionistenmantel umgelegt.

Alles drehte sich. Entgegen jeglicher Wahrscheinlichkeitsrechnung fand er zielsicher den Weg durch die Haustür und torkelte in Richtung Polizeipräsidium. Einer alten Oma, die über die Straße wollte, schlug er versehentlich in die Fresse, weil er sie einen Moment lang für eine perfide Maskerade des Salamanders gehalten hatte. Es gab keinen Zweifel - der Kommissar war wieder da und er war motiviert! Wer die Rechnung ohne den Wirt gemacht hatte, würde von ihm dafür belangt werden!
perlengebimsel
26.10.2008 - 23:49 Uhr
*hochhol*
Ludger Voss
28.10.2008 - 12:41 Uhr
Kapitel 16:

"Flippt der Salamander jetzt total aus?" Die Schlagzeile sprang dem Kommisar regelrecht ins Auge. "Der Salamander, der seit Wochen in der Stadt sein Unwesen treibt, hat heute Nacht das örtliche Krankenhaus mit Milliarden Litern Billigfusel geflutet. Hunderte Leute ersoffen. Fangt den Vogel endlich und macht ihn am besten gleich tot!" Der Kommissar saß gerade im Flieger nach Uruguay, wo er dem dortansässigen Pingpong-Experten Gianfranco McPetersen ein paar hinter die Löffel geben wollte, er hatte seiner Frau mehrfach frivole Briefchen geschickt. Aber das konnte warten, jetzt musste der Salamander bluten. Er scharmützelte wie ein Hund in das lecker nach Haschpfeifchen duftende Cockpit und legte mittels eines beherzten Griffes an den Steuerknüppel einen 1A-U-Turn aufs Parkett. Jetzt wurde nach hause geflogen. Er freute sich schon, denn er wollte Körschgen heute abend seine neue Komposition vorträllern, die er sich neulich beim Kacken ausbaldowert hatte.

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Ludger Voss
28.10.2008 - 14:42 Uhr
Die Piloten und Stewardessen in der Schwanzgrube staunten nicht schlecht. So ein Knilch war ihnen in ihrer ganzen Fliegereilaufbahn noch nicht untergekommen. Einer staunte sogar Bauklötze. Die Ausgefuchstheit in Menschengestalt (gemeint ist natürlich Schneider) hieß das nicht gut. So, schon wieder zuhause. Der Kommissar setzte das Fluggerät behutsam auf der Landebahn ab. Am Boden empfing ihn auch schon Körschgen mit einem Blumenstrauß. Er nahm den Kommissar Huckepack und die beiden galoppierten romantisch der untergehenden Abendsonne entgegen.

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Alte Lichtfunzel
28.10.2008 - 14:52 Uhr
Jetzt hatte er (der Kommissar) es: Der Salamander war für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich! In seinem stillen Kämmerlein unter der Straße im Rinnstein wusch er das dreckige Geld und ausbaldowerte damit diverse Sachen. Das World Trade Center, das Attentüt auf Tschortsch Dabbelju Busch und auch die Grassamen - alles ergab einen Sinn. "Du kannsch doch net da oifach des Geld do wasche, du Lümmel, du. Du Dadaist!" ließ der Kommissar verlauten. Der Salamander rannte davon.

"Ganz Recht, meine Mutter hat mir keine Manieren beigebracht!" ließ der Salamander verlautbaren. "Ich wasche mir mein Geld selbst und das der anderen mache ich dreckig."
Ludger Voss
28.10.2008 - 15:05 Uhr
Der neuerdings ab und zu zum Schwaben mutierende Kriminalist schlüfte in die Salamanderbehausung und pinkelte erstmal genüsslich alles voll. Das machte er immer, wenn er sein Revier markieren wollte. Dann setzte er sich in den Sessel und legte die Füße hoch. War ihm doch schnuppe, dass der Blödel jetzt wieder Unfug machte, er war jetzt zu faul sich drum zu kümmern. Er schenkte sich eine Glas Whiskey ein und legte die Walgesangsplatten vom Salamander auf. Leise sang er mit. Der Salamander plante indes seinen nächsten Coup. Er wollte der brasilianischen Operndiva Mademoiselle Frederique Besenlechner, die heute in der Stadt gastierte bei ihrem Auftritt einen Eimer grüne Farbe über den Kopf schütten. Er jauchze vor Freude.

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Alte Lichtfunzel
28.10.2008 - 15:23 Uhr
Indem er die Mucke des Psychopathen hörte, wollte er sich natürlich in die Gedankenwelt des Salamanders hineinprojizieren. Achso nein, der Kommissar wollte echt nur ein bißchen chillen. Der Salamander war nämlich ein begnadigter Trompetist, der flötete, was das Zeug hält. Hui, es war ein Ohrenschmaus. Allerdings handelte es sich um Septic Rock. Die Töne komprimierten sich in der Luft zu stinkenden Luftfußballen und palummsten auf den Poten. Öääärrgh, der Kommissar musste wilde Ausweichmanöver starten, wie Neo in Matrix, rannte wild die Wände hoch und runter, bis er endlich mit dem Ohrläppchen auf der Stop-Taste landete und der Spuk ein Ende hatte.
Ludger Voss
28.10.2008 - 15:39 Uhr
Kapitel 79:

Das Gebälk knirschte. Brachialhelicopter, wie sich der Psychosalamander gelegentlich liebevoll selbst nannte, stand in den Holzgestänge-Konstuktionen des Opernhauses herum und sah zu, wie sich der Zuschauerraum langsam füllte. Ein gemütliches Raunen erfüllte den Saal. Die ganze Hai-Society der Stadt war versammelt, barock aufgeplusterte Edeldamen mit Hochsteckfrisur und Diamantendiadem sowie deren mit Monokel und Thomas-Mann-Schnauzer ausgestattete Proporzkarnickel ließen sich auf den Sitzen nieder. Der Salamander kiekste in sich hinein. Da erloschen die Kronleuchter. Frederique Besenlechner, die Opernschreckschraube, ihr wisst bescheid, schwebte auf's Parkett. Der gelbschwarze Schwanzlurch nahm den Farbbottich und wartete auf seinen Einsatz.

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Alte Lichtfunzel
28.10.2008 - 19:08 Uhr
"Jetzt definiere ich Subtilität neu!" rief er begeistert aus und ergoss den Bottich mit der Magentafarbe großzügig über das Buplikum. *WuuuuuuscH* Und nochmal in Slow-Motion: *WuuuuuuuuuuuuuuuuuuscH* Begeisterung bis hin zum Hass, machte sich breit. "So etwas habe ich ja noch nie erlebt!" meinte ein Zuschauer zu dem Vorfall. Die Farbe trocknete in Sekundenschnelle an. Das Publikum blieb wie angewurzelt stehen. Der Salamander überlegte noch, wieso er das eigentlich gemacht hatte, aber empfand das Ergebnis als interessant. Weil ihn ja niemand mehr sehen konnte, bohrte er daraufhin unverhohlen in der Nase.
Alte Lichtfunzel
28.10.2008 - 20:29 Uhr
Mist, vor meinem geistigen Auge liest dieser komische Dr. Welfel, oder wie der heißt, der so oft bei TV Total war, meinen letzten Beitrag vor. Das lässt die Komik definitiv vollkommen hölzern erscheinen. :-/ Krass... ;-)
Ludger Voss
30.10.2008 - 08:31 Uhr
Krasserweise saß auch der Präsident der vereinigten Staaten der USA im Publikum (es war der Kommissar, er hatte eine Maske auf, ihr versteht). Dem hanebüchenen Reptil wurde blümerant zumute, das hatte er sich ja nicht so vorgestellt. Das nicht! Datt hatte er chich nitt cho forbestellt! Die Oper begann. Die mit grüner Farbe einbalsamierte Star-Sopranistin begann mit einer ziemlich durchgeknallten Arie von Pachelbel. Der Salamander stand im Gebälk und steuerte in regelmäßigen, aber sorgsam gesäten Abständen ein paar extremst dissonante Quiektöne bei, einfach um den ganzen Auftritt der Opernbitch noch eine Spur psychedelischer zu gestalten. "Quäääk! Queeeeeeeeek!"

(...)
Greylight
30.10.2008 - 09:17 Uhr
"Kuck mal Mama, da sitzt der Päsident der Vereinigten Staaten von der USA!" hatte ein kleines Töchterlein seine Mutter verbal einbalsamiert. Die gestrenge Antwort darauf: "Sei still und iss erst mal deine Bohnensuppe!" Auch die Einwände, es sei ja gar keine Bohnensuppe am Start, halfen da nicht. Wusstet ihr übrigens schon, dass Kinderbrei mit Milch und Wasser verdünnmengt Quarkkinderdünnfertigbrei aus der Dose erhältlich ist? Mit abgefahrenem Verfallsdatum!

Da erhob sich der Kommissar, obwohl er bereits stand, schlich zackig um die Bühne herum und wurde promt von Günter Jauch, zum Klatschreporter degradiert, gestellt: "Mr. George Dabbelyou Gebüsch have you been to Germany lately?!" "I ähm... äm not Mr. Geoerge Dabbelju Bush. I am George President, se först Washington of se United States of Ähmericka!!" düpierte Schneider den abgehalfterten Ex-Quizmaster gekonnt, wobei er ihm bei "States" gekonnt heftigst ein Wick Blaubonbon gegen das Oberstübchen wutschte, sodass selbiger welcher zu Boden ging. Und von einem Ringrichter angezählt wurde.
Sebastian Salzgeber
30.10.2008 - 09:33 Uhr
Indes ging die Oper weiter. Der Salamander hatte sich nun abgeseilt, um Frollein Frederique Besenlechner nicht nur akustisch, sondern auch anderweitig unter die Arme zu greifen. Leider schwoss die südamerikanische Sangesdrossel dermaßen unter den Achseln, dass Salamandi lieber von ihr abließ und im Bühnenhintergrund ein bisschen auf den als Kulissen aufdrappierten Bäumen und so Kladderadatsch herumhopste. Das Orchester geibte sich in der Zwischenzeit den Wolf, denn nun kam die Arie der jaulenden Wölfe. Ein Trauerspiel in drei Aktien, meine Damen! Die mittlerweile nur noch dummdreist vor sich hin grimassierende Operettentussi knödelte sich so wirr und schauerlich durch das Musikliedchen, dass es nur so eine Freude war. Standing Ovations für soviel große Meisterklasse. Vorhang.

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Ferdinand Fiesgerünzel
30.10.2008 - 10:06 Uhr
Dieter Bohlen, der leider auch da war... Nein, falscher Alarm. Der Vorhang war gesunken. Vielleicht war jetzt die Möglichkeit für den Kommissar, den Salamander festzudingsen. Er verkleidete sich blitzschnell als Maskenbildnerin, um den S. in liebevoller, zehnstündiger Feinarbeit abzuschminken. Da lag es arglos auf dem Friseurstuhl, das Reptil. "Haben Sie vielleicht etwas mit dem Fell zu tun?" fragte der Kommissar mit süßlich-verfrühstückter Stimme, während er ihm die Nasenhaare liftete. "WassenfüreinFell?" endgegnerte der Lurch an einer freischwebenden Wasserpfeife ziehend. Tja, da musste der Kommissar kurz überlegen, wes der Salamander überhaupt noch gleich bezichtigt wurde.
Sebastian Salzgeber
30.10.2008 - 10:09 Uhr
:DDD
Krasskowski Grabowski
30.10.2008 - 12:59 Uhr
Der SALAMANDER unterbrach das peinliche Schweigen: "Tut mir Leid, wenn die Frage etwas persönlich ist, aber dürfte ich Sie zum Geschlechtsverkehr auffordern?" "Na gut, aber nur, weil Sie es sind!" erwiderte der Kommissar berechnend. Gesagt, getan. Selbstverständlich war die Verkleidung des Kommissars so perfekt, dass dies problemlos möglich war.

Der Kommissar heuchelte dabei unterschwelliges Desinteresse. Denn der geschmeidige Körper des wechselwarmen Tieres schimmerte eindrucksvoll im gedämpften Licht und seine ledrige Haut schien während des Akts ein seltsames Sekret abzusondern, das gleichermaßen nach verbranntem Gummi, wie nach Veilchen duftete und wie LSD wirkte.

So toll hatte es der Kommissar noch nie besorgt bekommen! "Oh ja, ich will dein amphibienhaft, schleimiges und mysteriös mäanderndes Geschlechtsteil noch tiefer in mir spüren, du geiler Schwanzlurch!" stieß der Kommissar ekstatisch aus und schien dabei die Grenze zum Wahnsinn bereits überschritten zu haben. Zusätzlich dazu lief im Hintergrund "Strawberry Fields Forever" in Endlosschleife.

Da öffnete sich quietschend die Tür und Lieutenant Körschgen torkelte in den Raum: "Das Spiel ist ist aus, du niederträchtige Kreatur!"
Krasskowski Grabowski
30.10.2008 - 14:38 Uhr
Der Lurch schreckte hoch, als ihm bewusst wurde, wen er vor sich hatte: "Waaaaas, der Kommissar?!" "Durchaus, durchaus!" Plötzlich war er wieder ganz der Alte und strich sich vordergründig über den Oberlippenbart. "Und jetzt gestehen Sie - Sie haben auf der Straße illegal Luftballons an Erwachsene verkauft!"
Ludger Voss
31.10.2008 - 19:02 Uhr
"Iiiiiich?" murmelte der doofe Riesenmolch. "Ööööööch?" Aber der Salamander war längst durchschaut. Er hatte an unschuldige Passanten Ballongs mit Gasbetong verscherbelt, dieser knilchhafte Teilzeitdesperado. Die Käufer der Gasbetongballongs schwebten nach dem Erwerb selbiger erstmal 1000 Kilometer in die Luft, worauf hin sich das Gas in Betong umwandelte und die armen Schweinderl mal so endsderbe abstürtzten und auf dem Boden aufkladderadatschten. Tot! Allesamt! Der Kommissar Schneider fand das gut, das muss hier mal gesagt werden. Aber dennoch: Jetzt reichte es. Der Kommissar riss dem fadenscheinigen Scheinreptil die Maske vom Leib und erstarrte vor Schreck: Es befand sich SEINE EIGENE FRAU dahinter. Stille.

(...)
Zwischjton
31.10.2008 - 19:33 Uhr
Dann ein spidder Schrei! Eisenwatte hing ihr im Gesicht.
Ludger Voss
31.10.2008 - 19:38 Uhr
@Zwischjton:
Nee komm, schon richtig weitermachen! ;D
Zwischjton
31.10.2008 - 19:46 Uhr
Dann ein spidder Schrei! Eisenwatte hing ihr im Gesicht, welche ihr Mann aus Apatulien mitgebracht hatte. Die Frraaauu führte ein bemerkenswertes Doppelleben zwischen Reptil und Rasseweib.
Krasskovski Grabowki
01.11.2008 - 19:59 Uhr
"Du, mein mal mehr, mal weniger geliebtes Weib? Wie kommt's? Wie kummt's? Du hier? Stakst du bereits seit Anbeginn der Zeit darin?" Der Kommissar war not amused. "Sehr wohl. Ich bin in ein Reptilienkostüm geschlüpft. Jedoch bin ich er es nicht, der Wicht. Der SALAMANDER existiert. In unserm Gartenteiche. Er wars. Jetzt bin ich."

Nein, nein, die Geschehnisse verwoben sich nicht im Sinne des tollen Kommissars miteinand. Bald war es so, dann wieder so. "Körschgen, machen Sie meine Frau dingfest! Verfrachten Sissi in eine Kiste. Verfrachten Sie sie in eine Kiste und schleppen Sie diese aufs Revier. Aufs Dach des Reviers hinauf und durch die Luke in meine Räumlichkeiten hinein. Dies ist eine Systemanforderung!"

"Ihre Frau wollte Kuchen machen am Sonntag" warf Körschgen ein. Er hatte Recht.
Ludger Voss
06.11.2008 - 22:27 Uhr
Kapitel 99:

Pick Pick Pick! Der Kommissar Schneider hatte sich heute mal als Stubenküken angezogen. Er scharwenzelte in ziemlich lachhafter Weise um Körschgen rum, den er hiermit herzlich in seinen Garten eingeladen hatte. Er malträtierte den fadenscheinigen Kawenzmann mit Hackbewegungen seines Filzschnabels. "Na, was wissen Sie über den Fall", inquirierte er den sichtlich überforderten Ombudsmann. "Rücken Sie raus mit der Geschichte, du Blödel!"
Krasskovski Grabowki
07.11.2008 - 17:06 Uhr
Kapitel Minus 2 v. Chr. noch mit Sinus und Cosinus dazu:

Ein Schweigen entstand. Es war ein schönes Schweigen von besonderer Eleganz und Widrigkeit. Körschgen blickte ins Leere und schien gleichsam durch mehrere Ebenen hindurchzusehen. "Ich bin ja gar kein Blödel, Herr Kommissar..." Die Spannung stieg weiter. "...Ich bin ein Philosoph."

"So? Achso ist das also! Dann philosophieren Sie doch mal. Ja - Sie haben schon recht gehört. Evakuieren Sie eine These, Sie runzliger Nashorngeier! Sie fleckige Schildkröte! Sie eingefallenes Angorareptil!"

Das musste sich der Lieutenant natürlich nicht bieten lassen. Jahrhundertelang hatte er sauberste Arbeit geleistet, war dem Kommissar immer mit Rat und Tätärätää zur Seite gestanden und jetzt sowas. Aber er hatte gar nicht recht zugehört und antwortete von daher noch auf die vorhergehende Frage:

"Ich habe ein paar Bodenproben analysiert, Herr Kommissar und den DNA-Scanner eingeschaltet. Und zehn Datenbanken durchforstet."
Der Schneiders Anzug
07.11.2008 - 17:15 Uhr
...dem Kommissar schwante dabei nichts Gutes. Körschgen, der leicht unselbstständige Grenzgänger zwischen Pils und Milz. Der Vertreter der Theorie der allumfänglichen Subversivität sollte der modernen Technik anheim gefallen sein? Das durfte nicht sein, dass konnte nicht sein. Frei nach der Devise: Die Gentleman bitten zur Kasse, sammelte der wild schnaubende aber von innerer Kühle erfasste Meisterpolizist die Proben ein und warf sie einer vorbeischledernden Omma in die Handtasche aus Alpakayester. Den von Prof. Barthosz Zzcirkman neu angeschaften DNA-Scanner aus dem Institut für mikromolekulare Gesangsforschung des Pleistozäns verkaufte er an einen ahnungslosen Fensterputzer, der sich an der Windschutzscheibe des Schneider´schen Edelmobils verging. "Nehmen Sie das für ihre Dienste harschte der Kommissar den Dienstleistungsgesellen an." und wandete sich resolut von ihm ab. Körschgen stand fassungslos und nach Worten ringend am Straßenrand dieses gottverlassenen Nestes im Südsauerbruch.
Ludger Voss
07.11.2008 - 17:30 Uhr
Der olle Salamander lag derweil in Playa de la Puta in der Hängematte und schlürfte einen Eierflip, er hatte Urlaub bekommen. Am Abend wollte er zum Kegeln gehen. Er hopste in die Straßenbahn und plümmelte dem Schaffner mit so nem alten Hackbraten im Gesicht rum. So was aber auch! Auch in der Kegelbahn blieb der alte Kawenzmann weiter pampig. Er setzte sich an den Tresen und schmierte die Theke und die anderen Kegelbrüder mit abgeranztem Puddingschlonz voll. Dann ging er nach Hause, er wollte noch ein bisschen Musik machen.

(...)
Krasskovski Grabowki
07.11.2008 - 17:44 Uhr
Natürlich wusste der Kommissar insgeheim nur zu gut, dass Körschgen nur mal wieder dumm gelabert hatte. In Wirklichkeit war er eh nur neidisch, ähm, eh nur in der Eckkneipe gewesen, in der das Rauchverbot unwirksam war und hatte sich mehrere Pilse eingebaut. Doch der Kommissar hatte schon lange nach einem Vorwand gesucht, sich des DNA-Scanners zu entledigen.
Krasskovski Grabowki
07.11.2008 - 20:12 Uhr
Wahrlich, wir sagen euch, die Niedertracht des Salamanders war (und ist) unergründlich. Endlich mal wieder so ein richtig fieser Welcher. So ne Pissnelke, so n Gruftfutzi, so n Fliegentöter. Einer, der die Fliegen mit der Zunge verschlurpt! So wie Darth Vader oder Hitler. Ja, bei RTL taff kam mal ne Doku, ob der Salamander schlimmer als Hitler sei. Und das war er. Der echte Salamander, wohlgemerkt. Nein, nicht etwa die Alte vom Schneider, sondern der ganz echte Salamander.

Ja ja, hocken da der Schneider und der Körschgen immer noch rum. Und da entsteht doch aus lose und scheinbar vollkommen zusammenhang- und planlos herumliegenden Steinen unter gleichzeitigem Erscheinen einer Staubwolke vor den Augen der zwei beiden ein World Trade Center binnen zehn Sekunden. Mitten in Mühlheim an der Ruhr. Ja, so war das gewesen. Nur, dass die Leute wieder da an der Börse spekulieren tun und die Weltwirtschaftskrise weiter vorangetrieben worden sein würde. In echt. Das war bestimmt Schwarze Magie!

Ja wieso tut er denn nur sowas, der Salamander? Das war doch bestimmt wieder dieser Salamander! Selbst der Ackermann macht sich vom Acker, Mann, ob der Diaboliusität (Dieter Bohlen Ussität) des (zu) groß geratenen Kleinreptils.
Luigi McVoss
08.11.2008 - 18:23 Uhr
Kapitel 666:

Splönz! Splönz! Splönz!
Der Salamander stand in seiner mittlerweile zu riesenhaften Katakomben umgemodelten Unterwelt unter der Straße und überwachte abertausende Heerschaften von vietnamesischen Wandersklaven, die auf seine Anweisung hin im Akkord Orangen auspressten. Splönz! Die bejammernswerten Humankapitalisten machten dies in hahnebüchener Präzision. Dazu lief ein eigens zu diesem Zwecke kompositionierter Soundtrack von Kraftwerk und/oder Level 42.

Der teuflische Plan war folgender: Der kackendreiste Salamandikus wollte die gesamte Stadt mit Orangensaft fluten. Alle Menschen, die kein Reptil waren sollten darin erbärmlichst ersaufen. Er freute sich und rieb sich jodelnd die Hände.

(...)
Diversifikation der Reduktion
08.11.2008 - 20:24 Uhr
Splönz! Splönz! Splönz!

Der Kommissar poppte wieder mal seine Frau durch, aß dabei eine Portion Pommes und las die Zeitung. Doch was war das - am Nachmittag sollte die Temperatur um zwei Grad sinken und es außerdem leicht bewölkt sein. Irritiert unterbrach der Kommissar seine momentane Tätigkeit, ging in den Garten und schnitt hingebungsvoll ein paar Hecken. Seine Schachtel ging ins Freie und sagte irgendwas unglaublich Nerviges, die blöde Schnalle. "Die Hecke ist seehr, seehr wichtig!" antwortete der Kommissar und konnte daraufhin wieder in Ruhe seinem Werk nachgehen.

Der Salamander war unglaublich mächtig geworden und er musste aufgehalten werden, das war mal ganz klar. Besser früher als später! Es musste schnell gehen. Mit jedem Tag wurde der Salamander stärker und von daher kam es auf jeden einzelnen Tag an, genauso wie es auf jeden Einzelnen bei der Polizei ankam. Was sag ich? Jede Stunde oder eigentlich sogar jede Minute oder Sekunde, in der der Kommissar der Lösung nicht näherkam, war verlorene Zeit.

Oder vielleicht lieber erstmal abwarten. Früher oder später würde der Salamander ohnehin einen Fehler machen. Oder vielleicht würde er ja bald aufhören, ein Schwerverbrecher zu sein und einer geregelten Arbeit nachgehen. Vielleicht würde er ja Sachbearbeiter werden in einem Büro für die Regulation der Umfangsnorm bei Schließventilen für Abwasserreinigungsgeneratoren.
ToRNOuTLaW
31.12.2008 - 03:34 Uhr
Von diesem ebenso einleuchtenden wie wahrscheinlichen Szenarium besänftigt, ging der Kommissar dazu über, einen Marschallplan für die Generalinstandsetzung des Schneiderschen Haushalts zu entwerfen. Sein trautes Weib hatte vor allem die Küche über die letzten 40 Jahre total versiffen lassen. "Hätte ich mir damals doch nur nicht eine Sexbombe angelacht" dachte der Kommissar im Stillen. Aber von solch sentimentalen Gedanken ließ er sich nicht in seinem Tatendrang zügeln. Welcher Ehegatte hatte schließlich nachweislich den besten Abschluß der FH Lüdenscheidt in Hauswirtschaft?

"Pfui Spinne, Ejakulat im Wasserkocher! Wer das nun wieder war." Da griffen nur bewährte Hausmittelchen: der Kommissar kochte in dem alten Melitta "Geysir" einen Liter Sagrotan auf. Um der Umweltverschmutzung nicht die Hand zu reichen, spülte der Kommissar anschließend das heiße Sagrotan durch den Kaffefilter. Er war Stolz auf den aus ostindischem Teak handgeschöpften Filter, den er vor 20 Jahren mal bei einer Führung durchs Kanzleramt hatte mitgehen lassen.

ToRNOuTLaW
31.12.2008 - 03:34 Uhr
Von diesem ebenso einleuchtenden wie wahrscheinlichen Szenarium besänftigt, ging der Kommissar dazu über, einen Marschallplan für die Generalinstandsetzung des Schneiderschen Haushalts zu entwerfen. Sein trautes Weib hatte vor allem die Küche über die letzten 40 Jahre total versiffen lassen. "Hätte ich mir damals doch nur nicht eine Sexbombe angelacht" dachte der Kommissar im Stillen. Aber von solch sentimentalen Gedanken ließ er sich nicht in seinem Tatendrang zügeln. Welcher Ehegatte hatte schließlich nachweislich den besten Abschluß der FH Lüdenscheidt in Hauswirtschaft?

"Pfui Spinne, Ejakulat im Wasserkocher! Wer das nun wieder war." Da griffen nur bewährte Hausmittelchen: der Kommissar kochte in dem alten Melitta "Geysir" einen Liter Sagrotan auf. Um der Umweltverschmutzung nicht die Hand zu reichen, spülte der Kommissar anschließend das heiße Sagrotan durch den Kaffefilter. Er war Stolz auf den aus ostindischem Teak handgeschöpften Filter, den er vor 20 Jahren mal bei einer Führung durchs Kanzleramt hatte mitgehen lassen.

gnubbel
31.12.2008 - 14:37 Uhr
Zu einem Hort des Grauens, war das Schneider´sche Anwesen in den Jahren der Regentschaft von Frau Kommissar Schneider offentsichtlich verkommen. Die aufmunternden Besuche des befreundeten Molekularäthiologen Dr. Walgund Schwilson vom örtlichen Gesundheitsamt, konnten den desolaten Gesamtzustand nur wenig bessern. Auf! Dem Kommisar war kotzübel. Flux ergriff er sein alterschwaches Sparschwein und reierte unentwegt aber grazil, wie es des Kommisars ureigenste Art ist, in den kleinen Schlitz des Tieres. So! Dem Kommisar war wieder sichtlich wohl bei Leibe. Seine Miene hellte sich auf, welche vormals die Farbe eines saftigen Granny Smith gehabt zu haben schon. Schneider warf den hinter dem Haus auf seinen nächsten Einsatz wartenden 1400er Opel Holunder an und brauste von dannen. Der Wagen war prächtig in Schuss. Fast hätte er den hauseigenen Gärtner erwischt als dieser, unter dem Gefährt des Kommisar Schneider liegend, den Rasen mit einer Nagelschere auf dessen Anweisung hin, in kurze Stoppel schnitt. Der Edelkriminalist war hinausgefahren, um sich eine Konkubine zu suchen und diese nach Wochen des Beischlafens zum Weibe zu nehmen. Würde er Frau Kommisar Schneider das antun...?
t.b.c.
01.03.2009 - 21:32 Uhr
t.b.c.
Luigi McVoss
01.03.2009 - 21:47 Uhr
Nun gut...

Kapitel ∞:

"Böääärks!"
Der Kommissar Schneider kotzte. Er war im Urlaub auf Fuerteventura. Geschäftsreise, versteht sich. Es hatte Labskaus nach Art der Insel gegeben, das hatte der Kommissar wohl nicht vertragen getan. Oder wollte ihn jemand vergiften? Der Kommissar hatte da so eine Ahnung. Denn gerade hatte er eine schwarzgelbe Gestalt hinter dem Buschgesträuch weghuschen sehen. Das musste das Salamanderschwein sein. Nach dem Kotzen schlenderte der alte Kriminalist gediegen zum Strand hinunter. Es fand die allmorgentliche Schreckschraubengymnastik mit Dr. h.c. Veronique van Hölstenhalfters statt, da musste er unbedingt dabei sein.

"Hoch das Bein und hoch das Bein, Fersen hinter den Kopf und Wiegeschritt, Wiegeschritt..." tönte es ihm schon von weitem entgegen. Dazu sehr stupides Technogebumper. Schneider gesellte sich zu der Schar leicht angealterter Gymnasiastinnen und war sofort der Hahn im Korb. Was er nicht sah: Aus dem morgenrot schimmernden Ozean stieg langsam und bedeutungsschwanger ein riesenhafter Quallenmensch empor.

(...)
Luigi McVoss
05.03.2009 - 13:43 Uhr
Kapitel π:

Der Quallenheini kam auf das muntere Trüppchen drauflosstravanzt. Die ollen Gymnastentanten nahmen kreischend reißaus. Kommissar Schneider natürlich nicht, den alten Kackstückelklopfer konnte so schnell nichts aus der Fassong bringen. Er schmauchte genüsslich an seiner Zigarettenspitze und lehnte sich dazu marlenedietrichesk an die Strandbar. Die Qualle war echt riesig, so etwa an die 12 Kilometer hoch, aber das macht nix. Es war natürlich die verkleidete Frau Kommissar Schneider, sie wollte ihrem Gatten nur ein wenig hinterspitzeln, schließlich poppte der olle Hallodri im Urlaub äußerst gerne fremd.

(...)

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