Kommissar Schneider

User Beitrag
napoleon dynamite
26.03.2008 - 16:13 Uhr
ich glaub ich sollte mir für meine zeit als ZIVI ein paar helge bücher zulegen...
Greylight
26.03.2008 - 16:15 Uhr
Doch da fiel ihm plötzlich wieder ein, dass er ja noch seine Frau, die auf dem Weg zum Flughafen war, entführen musste, bevor er sich des Salamanders annehmen konnte. Also ließ er den in der Ferne erkennbaren Schwanzlurch links liegen und folgte seiner Frau mit dem Dreirad. Der alte Hase war ganz schön schnell und so hatte er sie bald eingeholt. Er wechselte nun auf die Überholspur und rammte seine Frau von der Seite. "He, Sie Fotzenkopp!", fluchte seine Frau. Doch sie wusste nicht, mit wem sie es zu tun hatte, da Schneider sich eine Vaginamaske übergezogen hatte. Das war außergewöhnlich, aber außergewöhnliche Fälle verlangten außergewöhnliche Methoden. Und niemand wusste das besser als Kommissar Null Null Schneider!!! Mit Totalschaden kam der Wagen von Frau Schneider von der Straße ab. "He he", lachte der Kommisar in sich hinein, obgleich ihm seine Frau auch Leid tat, aber in seinem Beruf musste er Gefühle ausblenden können!
perlengebimsel
26.03.2008 - 16:22 Uhr
An der Bushaltestelle Nr. 1032 stand auch schon Schneiders Assistent Körschgen parat! Er spielte Geige. Mit einem Satz entriss Schneider dem Lieutennant die Original Stradilovski und schmiss sie arrogant in den Straßengraben. Körschgen setzte sich auf den Sozius des Dreirades und schon machten sich die beiden mit Affenspeed auf den Weg in die Innenstadt.

(...)
Greylight
26.03.2008 - 16:59 Uhr
Körschgen war auch mit von der Partie. Doch der Kommisar konnte seinen Assistenten jetzt nicht gebrauchen, da er den Platz für seine Frau benötigte. "Lieutenant... entfernen Sie sich... BITTE!" "Das werd ich mir merken", entgegnete Körschgen, doch stieg behäbig aus dem Sozius. Doch irgendwie war der Kommisar mit der Gesamtsituation unzufrieden und fürchtete, dass seine ihn liebende Gattin ihn trotz der Vaginamaske erkennen könnte. Außerdem juckte jene, zum Mißfallen des Kommisars. "Körschgen... steigen Sie ein...", hörte er sich selbst sagen... "Wir FAHREN!"
Greylight
26.03.2008 - 17:19 Uhr
Auf einmal stand vor ihnen auf der Straße der widerwärtige Salamander. "Ich glaube, man will uns verhohnepiepeln!!!" entfuhr es dem Helden. "Körschgen... kümmern Sie sich schon mal darum. Ich muss mich konzentrieren." Es war an der Zeit für den Kommisar sich in den Untiefen seines kriminalistischen Sachverstandes geistig aufzuhalten und dabei durfte er nicht gestört werden.
Greylight
26.03.2008 - 19:04 Uhr
Der Riesensalamander war eine beeindruckende Erscheinung. Als Ergebnis irgendeiner kühnen Mutation hatte er Ähnlichkeit mit einem Lindwurm aus einer alten Sage, nur ohne Flügel. Und Feuer speien konnte er wohl auch nicht. Der Kommisar kam sich verarscht vor. Er war natürlich der Einzige, der diesen schwierigen Fall lösen konnte und er kannte längst die Schwachstelle des Ungetüms, aber er war auch ein Mann mit Prinzipien. "Jemand will mich verarschen. Das war doch einer von den Azubis, der dieses Untier gezüchtet hat! Nee, mach ich nicht. Einer von den anderen soll das übernehmen, da kann er sich gleich noch beweisen." Während den letzten Worten lächelte er weltmännisch zu Körschgen und sie fuhren auf direktem Wege in die Stadt zurück. Ob zu Recht oder nicht, kam sich der Kommissar in solchen Momenten immer sehr groß vor. "Körschgen, reichen Sie mir eine Zigarre!" Selbstzufrieden betrachtete sich der Kommissar daraufhin beim Rauchen im Rückspiegel und übte das "invertierte Pokerface".
perlengebimsel
26.03.2008 - 19:22 Uhr
Zuhause angekommen, verdrosch er erstmal seine Frau, einfach so, weil er sie heute mal wieder kaputtkloppen wollte. Das war gar nicht so einfach, da sie sich immer noch als Schnapsflasche verkleidet hatte. Müde und zufrieden hüpfte das frischverliebte Paar in die Federn. Das Kommissärchen grübelte. Hätte er sich des Falls womöglich doch annehmen sollen, um die Stadt vor dem bevorstehenden Weltuntergang zu bewahren? Offengestanden: Schneider war schlichtweg zu feige, er hatte, um mit Wittgenstein zu sprechen einen dicken Kloß in der Hose. Ja, der Kommissar, sonst ein Paradebeispiel der Furchtlosigkeit, bekam die Muffe. In letzter Zeit war er einfach nicht mehr der alte. Was war nur los mit dem Kerlchen? Man weiß es nicht! Kurze Zeit später entschlummerte Kommissar Schneider mit einem leisen Schnaufzer in die Nacht hinfort. Es begann ein wunderlicher Traum...

(...)
Greylight
26.03.2008 - 20:49 Uhr
Und in dem Traum gings voll ab! Der Kommisar wandelte durch ewig lange düstere Gänge und spielte dabei virtuos Trompete, obgleich er traurige Melodeien anstimmte. Ja, es handelte sich eher um Melodeien, als um Melodien. "Melodei" ist ein altertümlicher Ausdruck! Plötzlich kamen aus der Trompete statt Tönen rosa-violett leuchtende Stoffbällchen, die von den Wänden abprallten und funky durch den Gang hüpften. Der Kommisar stieß kräftig in sein Instrument und wie eine Maschinengewehrsalve ejakulierten schier endlos viele Bälle aus dem Trichter. "Wuhuuuuuu, ich bin James Brown", jubelte der Kommisar, pfefferte das beschissene Blechteil (Spaß, falls lüdge hier mitliest *g*) in die Ecke, und auf einmal wurde der Gang sehr farbenfroh und an den Wänden bildeten sich hochkomplexe Muster. Der Kommissar hebte ab und schwebte durch den geilen Gang, wobei er Pirouetten drehte, Salti vollführte und noch manches mehr. Doch dann wiederum erschien das ganze Szenario in einem Sepia-Effekt und der Kommisar musste aufgrund eines jähen Brechreizes derbe abkotzen! "Jetzt würde ich gerne aufwachen", murmelte er vor sich hin. Und da lag der Kommisar im Bett und hatte wirklich gereihert!
perlengebimsel
26.03.2008 - 21:03 Uhr
Und zwar exaktemeng auf die Frau Schneider drauf. Die holde Maid befand sich unter einer meterhohen Schicht halbverdauter Krabben mit Rührei. Was für eine Ferkelei! Der Kommissar schlich sich, ein Liedchen trällernd, in den Gartenschuppen, zog sich seine Gummistiefel an und nahm den Spaten aus dem extra dafür vorgesehenen Spalier. Sogleich machte er sich an die Arbeit und begann, seine geliebte Gattin aus dem Morast zu befreien. Wenige Stunden später hatte er sein Werk vollbracht. Die Frollein Kommisar kauerte (immer noch im Schnapsflaschen-Kostüm) in ihrem Bettchen und löste Kreuzworträtsel. "So, jetzt aber schlafen, du Frettchen!" fauchte sie der Kommissar harsch an, und einander gemütlich umklammernd schlummerten sie dem zweiten Teil der Nacht entgegen.

(...)
Greylight
26.03.2008 - 21:57 Uhr
Am Morgen wachten sie relativ zeitgleich auf. Mit der Aufforderung "Sex, Schatz!" hieß der Kommisar seine Frau im neuen Tag willkommen und poppte sie daraufhin mechanisch. "Wäre das also erledigt", murmelte er nach getanem Werk leise vor sich hin. Der Fall! Als hart arbeitendem, ehrenwert-rechtschaffenem schaffendem Bürger kam es ihm sofort in den Sinn: "Der Fall!" "Ich muss den Fall lösen!", dachte er bei sich. Er folgte einer spontanen inneren Eingebung und zog sich heute ein Clownskostüm an, bevor er ins Präsidium fuhr. Es sollte ihm noch von Nutzen sein. Oder auch nicht. Auf jeden Fall trug er es mit Stil und das war die Hauptsache!
perlengebimsel
26.03.2008 - 22:04 Uhr
Im Polizeihauptquartjeé machten sich ein paar halbstarke Polizeianwärter hinter versteckter Hand über den Kommissar lustig. Pech gehabt! Sie durften den Rest des Tages in der Besenkammer zubringen. Der Kommissar berief schwuppsdiwupps eine Pressekonferenz ein und berichtete der internationalen Journalistenelite über seinen derzeitigen Entwicklungsstand. Er dachte sich natürlich alles von vorne bis hinten aus. Egal, dachte Schneider, in den Zeitung steht sowieso nur Quatsch drinne, da tut ein bisschen mehr erfundenes Kladderadatsch auch nichts zur Sache. Jetzt erstmal Fußball schauen. Der Kommissar zog sich in sein frisch tapeziertes Studierzimmer zurück und wollte NICHT gestört werden.

(...)
perlengebimsel
26.03.2008 - 22:28 Uhr
Tut ma leid, "Ermittlungsstand", nicht "Entwicklungsstand"!
Greylight
26.03.2008 - 22:44 Uhr
Natürlich klopfte es daraufhin trotzdem an der Tür. Das konnte der Kommissar gar nicht leiden, schlich wie eine Raubkatze durch den Raum und stellte sich leise so hin, dass er von der Tür verdeckt werden würde, wenn diese aufging. "Herein" sagte er mit einem gefährlichen Unterton in der Stimme. Quietschend ging die Tür auf und verdeckte den Kommissar. Einige Sekunden lang geschah gar nichts. Bis sich einzelne, verhaltene Schritte aus der Stille schälten. Es klang, als käme ein sehr alter Mann herein. Der wohl einen Stock dabei hatte! Der Kommissar lauschte weiter. Es waren wohl eher zwei Stöcke! Nein, das kam auch nicht hin. Verdammt! Auf solche Spielchen hatte ein Mann mit dem Format von Kommissar Schneider natürlich keine Lust. Er hechtete mit nach oben gereckten Armen, parabelförmig über die zwei Meter hohe Tür hinüber und gab dem Wesen auf der anderen Seite eine "Fliegende Kopfnuss", rollte in der Luft sauber ab und kam geschickt auf beiden Füßen auf. Der Kommissar hatte selbst leichte Kopfschmerzen von der Aktion, doch der Eindringling war ausgeknockt. Doch wer oder was war es? Kommissar Schneider ging näher ran...
perlengebimsel
26.03.2008 - 23:19 Uhr
Greylight, lass uns an einem Krimi arbeiten! ;)

An der Dramaturgie könn ma ja noch arbeiten, aber Inhalt und Sprache sind top!
Greylight
27.03.2008 - 00:03 Uhr
Du bist doch der lüdge, oder? (Der Mailadresse auf der letzten Seite nach zu urteilen.) Klar, lass uns ein Helge Tribute-Buch schreiben. ;-) Oder gar einen eigenen Stil entwickeln, der Helge Schneider sogar noch transzendiert. ^^ Das wäre irgendwie sogar wirklich eine interessante und begnadete Idee. ^^
lüdgenbrecht
27.03.2008 - 00:07 Uhr
Bin ich sofort dabei! :)
Kim
27.03.2008 - 23:41 Uhr
Und nu? - Legt mal los, Jungs. Dieses Buch will ich haben. =D
Mik
27.03.2008 - 23:54 Uhr
Vielleicht haben sie schon lange E-Mail-Adressen getauscht und sind glücklich geworden...
perlengebimsel
28.03.2008 - 19:17 Uhr
Es war: Der SALAMANDER! Schneider war starr vor Schreck! Er stammelte etwas, das sich wie "Blubberschlubber" anhörte, aber es hörte ihn keiner. Der Salamander schlich sich indess bedeutsam aus dem Zimmer, nicht ohne mit Pflaumenmarmelade ein herzergreifendes "Blödkopf" an des Kommissars Wand zu pinseln.

(...)
perlengebimsel
28.03.2008 - 21:58 Uhr
Graulicht?
xdx
28.03.2008 - 22:07 Uhr
Nein! Es war der Habicht, der mit steil angestellten Flügeln über den desolat dekorierten Küchtentisch stog. Der Kommisar, in seiner Morgenruhe gestört, bei welcher er gerade einen krassamatulischen Feinzigarillo genoss, machte kurzen Prozess: Klabatsch! Mit dem Gütersloher Marktanzeiger vom vorigen Monat, den er zufällig in seiner rechten Hand hielt, traf er den Greifvogel mitten ins Gesicht. Das hatte gesessen. Wieder einmal hatte der Kommissar in überlegener Manier die Oberhand behalten.
öö
29.03.2008 - 19:22 Uhr
Der Kommissar fuhr urplötzlich seine Faust heraus und fetzte dem Täter den Kopf kapott.Dieser guckte dann sehr dumm woraufhind der Kommissar eine leere Chappy dose ergriff und den Mann total zefetzte bis zum geht nicht mehr."Abführen"
Kommissar
29.03.2008 - 19:23 Uhr
er ist einfach gu-ut!
perlengebimsel
08.04.2008 - 16:45 Uhr
Fortsetzung vom 29.03.:

Was für ein Tag! Der Kommissar brauchte eine kleine Verschnaufpause. Er wollte erstmal eine Runde zur Entspannung in den Herrrensaunaverein "Mekong" vorbeizwitschern, um seinen bemerkenswerten Schnippedillerich zur Schau zu tragen. 43 cm Netto, meine Damen! Die anderen Saunabrüder konnten mit ihren lächerlichen Vorstadtgemächten nur schleunigst das Weite suchen. Auch gut, dann konnte Schneider in aller Ruhe über den Fall sinnieren. Den Eindringling hatte er schonmal zu Ragout d'Arabojeuse gemacht, aber "der Salamander" war auf freiem Fuß und richtete wohl just in diesem Moment wieder heilloses Unheil an! Dieser Gauner! Dieser Stinkpfosten! Dieser hahnebüchene Trompetenknilch! Der Kommissar hüpfte vor Wut und Gemütlichkeit wie eine Popcornmaschine in der Sauna herum.

(...)
Greylight
08.04.2008 - 18:38 Uhr
"Soll ich erneut Wasser aufgießen?" fragte der Sklave den Kommissar im Dampfbad untertänigst. Der Kommissar hob nur eine vielsagende Augenbraue. "Ein schönes Gedingelingel haben Sie, wenn mir die Bemerkung gestattet sein mögen sollte!", äußerte der Sklave und zeigte ein aufgesetztes Lächeln auf. Die Miene des Kommissars verschleierte sich mittelgründig. Sie als Leser wissen an dieser Stelle wahrscheinlich nicht, dass es sich bei dem Sklaven um einen Saturnmenschen handelte.

Vor zig Jahren war die Erde nämlich bereits von intelligenten Lebewesen bewohnt, die der Raumfahrt befähigt waren. Und sie eroberten den Saturn, der seinerseits von einer ganz eigenen Art bewohnt war und nahmen ein Exemplar, eben jenes, auf die Erde mit. Dann kühlte der Saturn ab, die Saturnmenschen verreckten; auf der Erde hingegen wurde es ganz heiß, die Erdrasse verstarb ebenfalls komplett und nur der Saturnmensch überlebte aufgrund seiner enormen Hitzetoleranz. Und nun war er hier also Sklave in der Sauna. Er war 555 Trilltausendmillionen Jahre alt und stets ein Sklave gewesen, da er es auch selbst so wollte, die devote Sau. All das wusste der Kommissar natürlich und mit einem Mal kam ihm ein magnifizienter Gedanke: "Könnte der Saturnmensch etwas mit dem Fall zu tun haben?" Schließlich verhielt er sich außerordentlich unauffällig auffällig!
Kim
08.04.2008 - 19:21 Uhr
Oder auffällig unauffällig? Hihi ... Weiter! =)
perlengebimsel
08.04.2008 - 19:28 Uhr
Lustig wie Sau tanzte das tapfere Schneiderlein mit dem Saturnmenschen einen wohlkonstituierten Tango Mortale durch das Saunastübchen. Der Kommissar wollte so den Typen ein wenig kennen lernen, denn, das wusste er genau, nirgendwo lässt sich tiefer in die Psyche eines Menschen blicken, als beim Tangotanz. Da kam der Saunabesitzer des Wegs und hörte die argentinischen Klänge aus dem Kabäuschen dringen. Tür auf! "Was is den HIER los" schnaubte er wutentbrannt. "Is doch kein Tanzkaffee hier! RAUS!" Das hätte er nicht sagen sollen.

(...)
perlengebimsel
08.04.2008 - 20:56 Uhr
Der Saunameister landete schwupseldischnupsel als kleingeschnipseltes Konfetti im Aufguss. Sowas musste sich der Kommissar nun wirklich nicht gefallen lassen. Er entschwebte nackend dem Saunagebäude, setzte sich in seinen mit psychedelischen Farben angepinselten VW-Bus und cruiste damit eine Runde an der amerikanischen Westküste entlang, wo er die nächsten Jahre in einer total absurden Hippie-Gang seine schlüpfrigen Witzchen erzählte. Dann wollte er wieder heim. Er hatte Hunger!

"HUNGER!" brüllte er seine durcheinanderne Frau forsch an, die ihm sofort auf sein Geheiß ein Hundert-Gänge-Menü kredenzte, von dem er jedoch nur 87 Gänge schaffte. Dann musste gepoppt werden!

(...)
Greylight
09.04.2008 - 13:17 Uhr
"Widukind, wo warst du nur so lange?" fragte die Frau Kommissar, als sie mit Poppen fertig waren. (Wie jeder weiß, hieß der Kommissar früher mit Vornamen "Helge". Er hatte diesen aber geändert, weil er ihn auf einmal scheiße fand.) "Ich war in geheimer, popeimer Mission!" ließ der Kommissar daraufhin bedeutungsvoll durchblicken. "Nicht einmal du durftest davon erfahren, Weib!"

"Verlustiertest du dich derweil anderweitig?" fragte er forschend nach einer längeren Pause, in der beide nur so dumm in der Gegend rumstanden, wie angewurzelte Bäume im Wald in Kanada im Winter, wenn es kalt ist. Dabei schob er sich seine Nasenspitze mit dem Zeigefinger entschlossen Richtung Stirn und kniff seltsam die Augen zusammen. Es gab keinen Zweifel - er war wieder ganz der Alte. "Aber Widu..." setzte die Frau Kommissar an. "Ja ja, ich weiß Bescheid!" warf der Kommissar energisch ein... "Ich selbst habe auch ständig rumgepoppt!"

"Aber Widu... ich war dir die ganze Zeit treu!" Aha! Mit einem einzigen Satz hatte der bravouröse Kommissar seine 100-jährige Ehe zerstört. Das ist nun ein sehr schöner, bedeutungsvoller Moment, in dem Sie als Leser eine intensive Meditationssession über sich, Gott und die Welt abhalten sollten. Es folgen hierzu ein paar introspektionsinduzierende Schriftzeichen:

´})³²³²(/&###'++~~~+***°°°][][][]{{^^^*'
perlengebimsel
09.04.2008 - 13:29 Uhr
Am Abend fand mal wieder eine spektakuläre Gala zu Ehren des Polizeipräsidenten in dessen Schloss am Pinselsee statt. Er hatte 12. Todestag in spe. Der Kommissar und seine Frau waren natürlich Ehrengäste, die Frau Kommissar hatte sich extra popextra als Körschgen verkleidet und war nicht wiederzuerkennen. Zu Beginn der Feierlichkeiten spielte 00 Schneider dem Präsidenten erstmal eine kleine Ouvertüre auf der Fleischflöte vor. Dann kredenzten die Butler einen vortrefflichen Krabben-LSD-Cocktail. Der Abend versprach schräg zu werden.

(...)
perlengebimsel
09.04.2008 - 14:39 Uhr
Als zweiten Gang gab es das Leibgericht des Kommissars: Gebratene Grützwurst mit Preiselbeeren und Reis! Was für ein Graus! Für die anderen Gäste! Aber nicht für den Kommissar. Er verspeiste 23 Portionen. Dann wurde getanzt. Körschgen, der sich als Tomate verkleidet hatte, legte einen 1A Breakdance aufs Parkett. Gar nicht so einfach als Tomate!

(...)
xdx
09.04.2008 - 14:47 Uhr
Frau Kommissar Schneider, welche leicht angeheitert vom bambusartigen Schnaps mit dem Generalhauptkommissar eine flotte Sohle auf das Parkett legte, sah schon von weitem wie Ungmach drohte. Die zweifelhafte Gemüsefrau betrat den Laden und er rief: "Wer hat meine Tomate geklaut?" Körschgen, der mit der größten aller Weinflaschen bereits per Du war, erwiderte mit einem entschiedenen: "Ich könnte mich nicht entsinnen."
perlengebimsel
09.04.2008 - 14:53 Uhr
ARBEITSTITEL: AUFMARSCH IM GEWÜRM - KOMMISSAR SCHNEIDER STEHT SCHAUM VOR DER NASE
Greylight
09.04.2008 - 15:32 Uhr
Ja, die Frau Kommissar Schneider hatte ihrem Gatten verziehen, dass er während seiner Abwesenheit mit 10000 verschiedenen Frauen geschlafen hatte. Allein der Aufklärung des Falles hatte es gedient und war sehr anstrengend gewesen. Ja, es entsprach einer höheren Logik, die nur Kommissar Schneider höchstselbst nachvollziehen konnte, aber war ein denkbar geschickter Schachzug. Ergebnis dieser Aktion war jedenfalls, dass der Riesensalamander nun ohne es selbst zu wissen(!), auch auf der Gala zugegen war. Und wenn sie allesamt auf LSD waren, wollte der Kommissar ihn stellen!
perlengebimsel
09.04.2008 - 15:42 Uhr
Denn der Kommissar hatte als kleines Baby, als sein Vater den Salat gewaschen hat, heimlich an seiner LSD-Pfeife geschmaucht. Hui, das tat gut! Seitdem war er gegen LSD resistent, oder anders ausgedrückt: Er war dauerdruff! Aber die andern auf der Präsidentensause eben nicht und deshalb waren sie alle völlig neben der Kappe. Nun wurde der dritte Gang aufgetischt: Nordkanadisches Wildpferdfilet an Trüffel-Hollunder-Sabayon und Erbseneintopf aus der Dose. Der Kommissar kam das kalte Grausen. Aber nicht angesichts der abgefuckten Speisefolge, sondern weil er am anderen Ende des mit Pufflicht ausgeleuteten Saal den "SALAMANDER" erspähte. Seelenruhig saß es da, das schwarzgelbe Reptil und mümmelte an einem Maiskolben herum. Und keiner schien sich daran zu stören. Kein Wunder: Waren ja auch alle vollkanone im Psychospace unterwegs.

(...)
Greylight
09.04.2008 - 16:30 Uhr
Der Salamander seinerseits war natürlich auch voll auf Acid und blickte fasziniert in einen Wandpiegel: Er sah aus, wie Daniel Küblböck! "AFLKASFfsdfljkshjöslkjkldjö" brummelte er vor sich hin. Auf salamandranisch sollte es bedeuten: "Hey, da falle ich hier ja gar nicht auf!" Wie blöd kann man eigentlich sein?

Kommissar Schneider war nun voll in seinem Element. Die Realitätsverdrehungen aller anderen Gäste kamen ihm wie gerufen. Er verkleidete sich blitzschnell als mutierte Weinbergschnecke und kroch gemächlich umher. Damit würde er den elenden Schwanzlurch anlocken.

"Yiiiihaaa, ich hab voll die Hallus!" freute sich Frau Kommissar Schneider derweil und beobachtete, wie sich der Schnurrbart des Polizeipräsidenten verselbstständigte und im Raum umherflatterte. Doch da fiel ihr Blick auf die Weinbergschnecke. "Ooooooooh, das ist ja niedlich!" Sie kniete sich nieder und streichelte die übergroße Weinbergschnecke, die in Wirklichkeit ihr Mann war. Ja ja, ganz schön verwirrend das alles!

Mit dem druffen Körschgen war derweil nicht mehr viel anzufangen. "Ist ja alles so bunt hier!" sagte er verwundert, während er eine weiße Tapete betrachtete.
perlengebimsel
09.04.2008 - 16:44 Uhr
Pling Pling Pling!
Frau Dr. Hildegard Schwemms, die Gattin des Bezirksoberministralrates klöppelte mit dem Löffel gegen ihr Champagnerglas, sie wollte die Festrede halten. Der Saal verstummte, die darin befindlichen Gäste allerdings nur halb.
"Lieber Polleßeiprässedent *hugh*!" Die Frau Dr. war total besoffen. "Wir haben uns alle hier auf dem Schloss am Schwimsel... am Pimselsee ein... haben uns einefunden, um Ihren großen Taaaag *hihihi* ihren Tag zu begießen *hicks* du altes AAAAAAASCH duuu!"
Frollein Schwemms brüllte den neben ihr stehenden Ferdinand Schmitz an, der als durchschnittlichster Mensch ins Buch der Rekorde gekommen war.
Die Party war jetzt wieder voll im Gang. Unter Fanfarenklängen galoppierte ein Hirsch aus Wachs in den Festsaal und legte eine fabulöse Elvis-Performance hin. Als Backgroundtänzer fungierten etwa 200 überdimensionale Streichhölter, die sich gegenseitig entflammten und zum Schluss den riesenhaften Hirsch aus Wachs anzündeten. Was für ein romantisches kunterbuntes Feuerchen an diesem lauen Juniabend. Der Kommissar weinte vor Rührung und Verzweiflung. Was war das Leben doch schön!

(...)
perlengebimsel
09.04.2008 - 16:46 Uhr
Er war immer noch eine Weinbergschnecke.

(...)
Greylight
09.04.2008 - 18:26 Uhr
Frollein Schwemms brüllte den neben ihr stehenden Ferdinand Schmitz an, der als durchschnittlichster Mensch ins Buch der Rekorde gekommen war.

*lol* =D


Weiter im Text...

"Ooooooh, Frau Doktor Hiiiiiiildegard Schwemms" gab Frau Kommissar Schneider höchst entzückt von sich. Keine Sau weiß, was sie grade wohl wieder für einen Drogenfilm schob. Auf jeden Fall begann sie, die olle Frau Doktor leidenschaftlich zu küssen. Die alte Schachtel wusste gar nicht, wie ihr geschah, doch - und erst recht in sternhagelvollem Zustand - fand sie Gefallen daran. "Hihihi... ja Frau Kommissar Schneider... Sie... hihihi... Sie... ja warum macht mein Willibald denn sowas gar nicht mehr mit mir?"

So etwas war natürlich typisch für Frau Kommissar Schneider. Und auch wenn am Moralverständnis des Kommissars zu zweifeln und zu glauben durchaus gerechtfertigt war, er sei in gewisser Hinsicht eine recht miese Sau, musste er hier nun energisch einschreiten. Er vergaß nur vollkommen, dass er gerade als Weinbergschnecke unterwegs war. Und so schleimte er - äußerlich nur für Schneckenkundige erkennbar - höchst erbost und fühlerzuckend auf den beiden knutschenden Frauen herum. Es war ein wahrlich denkwürdiger Anblick!

Auch den verstrahlten Reptilaugen des SALAMANDERs blieb dies Geschehen nicht verborgen...
xdx
09.04.2008 - 18:34 Uhr

...er starrte auf den von einem ominösen Boten mitgebrachten Eiersalat "Hawaii". Über und über triefe die große Schüssel vor Mayonaise. Der Kommissar, der sich nur in die Schnecke verwandelte, weil er seine Lieblingstarnung als Frau Dr. Angelika Hasenbein aus ermittlungstaktischen Gründen nicht zu zeigen versucht war, klammerte sich an den Gedanken, dass er der einzige war, der Dank seiner überragenden Gehirntätigkeit das Geschehen im Zaume halten konnte. Auf dem rollstuhlgerechten Pissoir des Hauses, schlüpfte er zurück in seine ihm eigene Kommissarsgestalt, um Körschgen zur Ordnung zu ermahnen. "Auuuufff", blaffte er Körschgen an. Das ungleiche Paar...
perlengebimsel
09.04.2008 - 19:20 Uhr
Frollein Schwemms brüllte den neben ihr stehenden Ferdinand Schmitz an, der als durchschnittlichster Mensch ins Buch der Rekorde gekommen war.

...durchschnittlichster Mensch der Welt ins Guiness Buch der Rekorde...

So muss es heißen.
perlengebimsel
09.04.2008 - 20:19 Uhr
Die Party bewegte sich nun tendenziell in die Richtung, völlig auszuarten. Der Galileo-Moderator grillte im Tirolerkostüm Schafsköpfe, während die extra eingeflogene Condoleezza Rice auf einem extra zu diesem Zwecke montierten Podest mit dem Dalai Lama und Ottfried Fischer schlammcatchte. DJ Straylight beschallte die entgeistert durch die Lüfte mäandernde Gästeschar mit einem haarstäubenden Mix aus Splattercore und Hackbrettsäuseleien. Selbst Widukind Schneider, der ja einiges gewohnt war, wurde die ganze Sache nun allmählich zu verdrogt. Er beschloss, sich den Feuersalamander zu schnappen und an der Imbissbude gegenüber zu einer Currywurst einzuladen. Klammheimlich schlichen sich die beiden Tunichtgute aus der Fest-Location.

(...)
perlengebimsel
09.04.2008 - 20:38 Uhr
Der Vorstandsvorsitzende der Imbissbude schaute nicht schlecht. Ein Salamander und eine Weinbergschnecke in trauter Zweisamkeit hingen an seiner Bude rum und verspeisten Currywurst - so was gab es nicht alle Tage! Das Kommissärchen knöpfte sich nun endgütig den Ganoven vor. "War soll das, du alte Butterbirne", pflaumte er den verdutzten Zeitgenossen an. "Raus mit der Sprache, du Fliegenkopf. Warum versetzen Sie hier die Angst in Stadt und Schrecken, während andere gemütlich ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen?" Schneider keuchte. "Na, weil ich ein Schwerverbrecher bin. Wieso denn auch sonst?" gab der Salamander kleinlaut zu Protokoll. Das leuchtete ein, das musste der Kommissar gestehen. Fröhlich trotteten die beiden zurück auf die Fete.

(...)
haha
09.04.2008 - 23:21 Uhr
Der Kommisar hakte mit seine flachen Hand das Männlein nieder.Kurz darauf riss er dem Typ mit angewinkelten Fingern Maul weg!!!
Greylight
10.04.2008 - 18:04 Uhr
Der Kommissar und der Salamander verstanden sich auf Anhieb prächtig. "Sag einmal an, du Kloakentier..." begann der Kommissar. "Ich bin kein Kloakentier..." warf der verbrecherische Salamander ein. "Doooooch, ich denke schon" entgegnete der Kommissar spitzfindig "...wieviele Moneten haste denn schon so gebunkert?" Diese Formulierung ließ ihn kumpelhaft rüberkommen, dachte er bei sich. "Na ja, so zwei, drei Riesen, paar Klunker noch, einige Goldbarren, verchromtes Kupferzink, Nickel, Uran, Plutonium, Aktien, Akazien und und und..." schwadronierte der Kaltblüter genüßlich. Er redete augenscheinlich gerne über sich selbst.

Der Kommissar wuchs über sich hinaus: "Akazien. Astrein. Und wie läuft das bei euch so mit der Konjunktur, Funkuhr?" "Häh?" fragte der Salamander. "Pissen - im Sitzen oder Stehen?" legte der Kommissar gleich nach. Mist, jetzt hatte ers wohl vermasselt. Der Salamander schaute etwas kritisch. "Warste schomma auf nem Bürgersteig unterwegs?" Mit dieser Frage versuchte der Kommissar sich wieder etwas beliebter zu machen, doch es schien nicht zu funktionieren.

"Nun ja, ich denke, ich sollte jetzt wieder zu meiner Auberginenbowle zurück." Es war offensichtlich, dass der Salamander sich aus der Affäre ziehen wollte. Er war schon seit Jahren solo und hatte gar keine Auberginenbowle.
perlengebimsel
10.04.2008 - 20:23 Uhr
Auf der Party vom Polizeipräsidenten ging es immer noch heiß her. Die Mitternachtszeit war angebrochen und außerhalb der Schlossmauern tobte ein herrliches Sommergewitter umeinander. DONG! DONG! DONG! Die Jahrhunderte alte Turmuhr läutete die Geisterstunde ein und das war das Zeichen für Bezirksoberministralratsgattin Hildegard Schwemms ihr international preisgekröntes Ausnahmedessert zu servieren: Karamellisierte Weberknechtohren mit handgeschäumtem Oleandersorbet! UIUIUIUIUI!

(...)
perlengebimsel
10.04.2008 - 22:16 Uhr
Wummbrummerdiwrummbumm machte das Gewitter draußen und während die illustre People-Schar sich das furzzügliche Dessert schmecken ließ, schwebten auch schon die ersten Gespensterlein in das historische Gemäuer.

(...)
Greylight
10.04.2008 - 22:38 Uhr
Ein hochbegabtes kleines Kind, meinte stolz zu seiner Mutter: "Aber Mama, Weberknechte haben doch gar keine Ohren!" Dafür gabs zwei Schellen; eine links, eine rechts. "Friederich, das ist Frau Doktor(!) Hildegard(!) Schwemms!!!"

Derweil schritt der Polizeipräsident distinguiert auf Kommissar Widukind Schneider zu: "Herr Kommissar, haben Sie denn schon von den vorzüglichen karamellisierten Weberknechtsohren gekostst?" Das war wieder mal einer der Momente, wie sie Kommissar Schneider gar nicht leiden konnte und er antwortete mit einem kurz angebundenen: "Nein!" Obwohl ihm dabei sogar ein halbes Ohr aus dem Mund herausragte. Der Präsident musterte das Gehängsel, stellte anbiedernd fest: "Aber Herr Kommissar, ich glaube, Ihnen hängt da ein halbes Weberknechtsohr aus dem Mund." und lächelte herausfordernd. "Das ist nicht möglich!", antwortete der Kommissar schroff und ließ den Polizeipräsidenten einfach stehen.
Greylight
11.04.2008 - 01:31 Uhr
Auch ein Fernsehscout der Sendung "Das Model und der Freak" war zugegen. Versehentlich hatte er einen kompletten karamellisierten Weberknecht ins Maul bekommen. "Pfui Spinne" - er spuckte ihn auf der Toilette aus. Um sich mental aufzurichten, gedachte er selbstzufrieden seines Praktikums bei Neun Live, dass er vor einem Jahr mit einer vorzüglichen Bewertung abgeschlossen hatte. Pro Sieben hatte ihn daraufhin mit offenen Armen empfangen.

Er zeigte mit dem Finger auf sein Spiegelbild und erlaubte sich dabei ein medienwirksames Lächeln. "Hey, was für ein unwahrscheinlich cooler Typ du doch bist!" dachte er und fühlte sich wie Jürgen von Big Brother.

Was für ein junger, erfolgreicher Mann! Professionell rückte er sich seine Krawatte zurecht, strich sich durch das gegelte Haar und verließ das illustre Scheißhaus. Nun schlängelte er sich gestreng durch die Gästereihen auf der Suche nach Teilnehmern für seine Sendung.
perlengebimsel
11.04.2008 - 22:34 Uhr
Er wurde schnell fündig, denn auf der komplett verschwurbelten Pachty des Polizeipräsidents fand sich so manche Brachialgestalt wieder. Normaloquote = 0! Ein Headhunter für Bravo-Foto-Love-Stories hätte wohl kreischen reißaus genommen. Nur komplett danebene Extremisten waren hier am Start. Das Gewitter außerhalb des Schlossgemäuers hielt an. Der Fernsehscout hockte sich an die Bar und schnappte sich den nächstverfügbaren Freak, um ihn in ein ziemlich komplexes Gespräch über die mittelprächtige Bildungspolitik in ceylonesischen Sumpfgebieten in den 1860er Jahren zu verwickeln! GEIL! Der Heiopei ging doch glatt auf diesen verhehrenden Mumpitz ein.

(...)

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