Dredg - El cielo

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15.08.2013 - 06:59 Uhr
Das Album ist schwer zu bewerten. Es ist groß, es ist riesig, hemmungslos.
Korrektur
15.08.2013 - 08:09 Uhr
Hemmungslos war eher das letzte Album.

MopedTobias

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04.01.2015 - 15:07 Uhr
Verdammt gutes Album, aber Catch Without Arms hat insgesamt einfach die besseren Songs. Hätte hier eher die 10 verdient gehabt.

The MACHINA of God

User und Moderator

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04.01.2015 - 16:55 Uhr
Die ersten beiden Songs sind göttlich, danach "nur" gut. Irgendwie hat mich die Band nie vollkommen erwischt. Und zuletzt wurde es ja richtig fürchterlich.

MopedTobias

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04.01.2015 - 17:15 Uhr
Same Ol' Road und Sanzen sind natürlich großartig, aber danach kommt noch so Einiges. Allein schon Triangle (das Ende ist zum Niederknien) und der grandiose Abschluss mit Whoa is Me und The Canyon Behind Her.

Ich mag die Band. Chuckles kann man natürlich vergessen, aber Pariah mochte ich sehr und CWA ist eines meiner absoluten Lieblingsalben der 00er.

Trenches

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15.01.2016 - 00:42 Uhr
Lange vergessen. In den letzten Tagen mal wieder aufgelegt. Und meine Fresse... Was für ein Album! Ich hätte nicht gedacht, dass es mich nach so langer Zeit noch immer so sehr flasht. Von Anfang bis Ende ein Trip in endlos vielen Farben.

Wenn ich so darüber nachdenke, ist El Cielo einfach eines der homogensten, schönsten, wahrscheinlich sogar besten Alben, die ich bisher hören durfte.
yeah
15.01.2016 - 11:29 Uhr
tolles album. macht mich aber auch immer traurig, wenn ich dran denke wie die jetzt klingen.

MopedTobias

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15.01.2016 - 11:43 Uhr
Jap klasse Album, auch wenn es sein hohes Songniveau nicht durchgängig hält. Finde die CWA deshalb noch ne Ecke stärker.
cargo
15.01.2016 - 12:16 Uhr
Ich finde überhaupt nicht, dass "CWA" ein höheres Songniveau hat, ganz im Gegenteil. Wesentlich simpleres Songwriting und mir fehlt da einfach in vielen Songs der Überraschungsmoment. "El Cielo" ist schon allein wegen seinem unglaublichen Detailreichtum eine Platte auf der es wesentlich mehr zu entdecken gibt.

Coaxaca

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15.01.2016 - 12:28 Uhr
Jap klasse Album, auch wenn es sein hohes Songniveau nicht durchgängig hält. Finde die CWA deshalb noch ne Ecke stärker.

Geht mir genauso. "Catch Without Arms" ist wesentlich dichter, eleganter und durchgängig hochwertiger. "El Cielo" erstickt bisweilen im eigenen Pathos. Mit dem zunehmenden Einsatz von Samples und Jingles gegen Ende des Albums konnte ich mich zudem nie wirklich anfreunden.

MopedTobias

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15.01.2016 - 17:07 Uhr
Simpler ist ja nicht gleich schwächer, bei der El Cielo fällt sowas wie Sorry But It's Over oder It Only Took a Day imho etwas ab, die CWA hat keine wirklichen Ausfälle. Außerdem stören mich ähnlich wie Coaxaca die Samples und Interludes etwas. Ein sehr gutes Album bleibt El Cielo natürlich dennoch.

Thanksalot

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15.01.2016 - 17:17 Uhr
"El Cielo" erstickt bisweilen im eigenen Pathos.

Das denke ich mir auch manchmal, wenn ich es höre, obwohl der Schluss für mich das Highlight der Platte darstellt. Trotzdem 9/10.

Ich glaube CWA ist so ein Album, dass man allzu leicht unterschätzen kann, vor allem wenn man vorher El Cielo gehört hat. Ist aber auch eine 9/10.
sandiuin
15.01.2016 - 20:04 Uhr
ich sehe el cielo auch vor catch without arms. beide alben haben wirklich momente zum niederknien, el cielo hat für mich aber die einen tick besseren songs und diese düstere, teilweise depressive grundstimmung. zudem mit scissor lock den vielleicht besten dredg song überhaupt.catch ist aber wirklich nur marginal "schlechter".
ZH
15.01.2016 - 21:10 Uhr
Cargo's Meinung kann ich mich vollumfänglich anschliessen. Trotz ein paar herausragenden Einzelsongs, stört mich bei der CWA einfach auch die flache Produktion und dass die Kitschgrenze doch einige Male überschritten wird. El Cielo ist da stilsicherer und klanglich tiefer.

MopedTobias

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15.01.2016 - 21:59 Uhr
Wo ist die CWA denn bitte kitschiger als El Cielo? In dem Aspekt nehmen sich doch beide Alben nicht viel, bzw. wenn, wäre eher El Cielo vorne.
ZH
15.01.2016 - 22:08 Uhr
Jedem seine Definition von Kitsch. ;-) Matroshka kann ich mir beispielsweise nicht anhören. "Seicht" wäre auch noch so ein Attribut, vielleicht noch treffender. Wo gibt's denn deiner Meinung nach Kitsch auf El Cielo?

Demon Cleaner

User und Moderator

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15.01.2016 - 22:23 Uhr
Wo gibt's denn deiner Meinung nach Kitsch auf El Cielo?

Also dass beide Alben irgendwie Kitsch haben, okay, aber anzweifeln, dass es auf "El Cielo" Kitsch gibt, muss man doch nicht. Der Refrain von "Sanzen", "I cannot find the other half", etc....
ZH
15.01.2016 - 22:59 Uhr
@Demon Cleaner:

Ich weiss, was du meinst. Ist für mich aber alles im erträglichen Rahmen und beschränkt sich allenfalls auf einzelne Gesangslinien, während mir dieses Zuckersüsse auf der CWA ganze Songs unhörbar macht.

MopedTobias

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16.01.2016 - 11:45 Uhr
Hmm, "seicht" kann ich noch weniger nachvollziehen ;) Finde die CWA tighter und druckvoller als die El Cielo, nur der Refrain von Spitshine ist mir etwas zu viel. Aber empfindet halt jeder anders.
Orphi V
16.01.2016 - 11:57 Uhr
obwohl ich Matroshka mag ist mir die CWA zu schnulzig und Pathos-getränkt. Bei El Cielo überwiegt hingegen die Lethargie. Im Bett liegen und nicht mehr aufstehen wollen, der Zustand zwischen Traum und Realität, genau da passt die El Cielo rein.

Whoa is me und New Heart Shadow <3

MopedTobias

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16.01.2016 - 12:02 Uhr
Ja wie gesagt, das ist mir etwas too much und der einzige Moment auf dem Album, wo ich die ganzen Schnulzen/Kitsch-Vorwürfe wirklich nachvollziehen kann. U2 mag ich aber eigentlich :D

No Filler

Postings: 344

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21.03.2016 - 17:05 Uhr
Ich werde den hype um die Platte nie verstehen.
Gerade die von Armin genannten Highlights sind meine persönlichen Tiefpunkte (besonders: Of The Room) Ich erkenne gute Ansätze doch die werden meistens durch einen schlechten Refrain in Grund und Boden gerammt. Und wegen einer 9/10 (Triangle) hat sich der Kauf nicht gelohnt. In der Mitte ist die Platte aushaltbar.

Ich entschuldige mich hier schonmal dass das etwas ducheinander geschrieben ist, aber ich habe keine Lust das jetzt noch in die richtige Form zu bringen.

Oceantoolhead

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21.03.2016 - 18:43 Uhr
Ich auch nicht, klar ist keine schlechte ... aber wo manche hier eine 9 - 10/10 sehen erschliesst sich mir nicht : ne starke 7/10 vllt ne 8/10 je nach Stimmung. Bis auf dass das Songwriting natürlich stark ist (meistens), ist das doch eigentlich eher ne gewöhnliche Alternative-Rockplatte. Die progressiven und experimentellen Elemente finde ich jetzt auch nicht so omnipräsent, wie sie hier immer dargestellt werden. Dafür funktioniert das ALbum stark als Einheit.

MopedTobias

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21.03.2016 - 19:37 Uhr
Besonders progressiv oder experimentell finde ich sie auch nicht (wobei der typische Dredg-Sound in meinen Ohren schon ein recht eigenständiger ist), aber das muss sie ja auch nicht sein, solange die Songs stimmen. Und das tun sie hier fast durchgehend.

Oceantoolhead

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Registriert seit 22.09.2014

21.03.2016 - 20:09 Uhr
Herausragende Songs haben viele Platten, ich frage mich bloß warum diese den Status eines ''Meilensteins'' bekommt und nicht zb. ein Silent Alarm (Bloc Party) ?

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

21.03.2016 - 20:59 Uhr
Öhm, warum denn ausgerechnet Silent Alarm? Die hat schwächere Songs und ist noch weniger progressiv.

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

21.03.2016 - 22:11 Uhr
Den Silent Alarm Vergleich könnte man glatt als bodenlose Frechheit werten. Aber ich rege mich mal nicht weiter künstlich auf, sondern schreibe lieber etwas, das den persönlichen Stellenwert von El Cielo umreißt. Ja.

Ein Album mit der Wertung 10/10 ist nicht irgendein Lieblingsalbum. Es vereint viele persönliche Vorlieben und erreicht maximale Werte auf bestimmten Gefühlsskalen. Es bleibt über Jahre im Gedächtnis und die Vorfreude, bevor man ein solches Album wieder auflegt, ist ungetrübt und wie am ersten Tag. Bei mir kommt noch ein Faktor hinzu, den ein solches Album unbedingt erfüllen muss, um die höchste Punktzahl einzustreichen: es muss einen bestimmten Lebensabschnitt mit Erinnerungen ins Hier und Jetzt retten bzw. so eindringliche Emotionen wecken, dass man bei jedem Hören daran denkt. So geschehen bei Shadows of the Sun von Ulver, welches mein erstes Semester an der Uni in all der Aufregung mit Ruhe füllte oder Do you know who you are? von Texas is the Reason mit der Vertonung des eventuell besten Sommers aller Zeiten.

Auch El Cielo von Dredg ist eine 10/10, wohl die klarste meiner Sammlung. Viele können die Frage nach einem definitiven Lieblingsalbum nicht beantworten. Mir fällt dies zwar ebenfalls nicht leicht, da bestimmte Gemütszustände unterschiedliche Musik erfordern, aber im Zweifelsfall kann meine Wahl nur auf El Cielo fallen. Nie wieder hat mich ein Album so dermaßen in seinen Bann gezogen.

Es war irgendwann Anfang 2003. Ich zappe durchs Programm, bleibe bei Viva+ hängen, Werbung fürs Voting der Overdrive-Konzerte am Wochende. An Him kann ich mich noch erinnern, was mich aber plötzlich aufmerken ließ, war das kurze Snippet vom Dredg-Konzert. Nur ein paar Sekunden Same Ol' Road, aber mit einer Intensität, die mich schlicht vom Sofa blies. Jeden Tag habe ich den Videotext verfolgt und am Ende hat Dredg tatsächlich das Rennen gemacht. Die Ausstrahlung des Konzerts im Gruenspan war dann mit Debakel noch nett umschrieben. Viva+ hat es geschafft, diesen Gig komplett zu zerschießen. Soll heißen: Das Set begann ca. 3 mal von vorn, Werbepause mitten im Song? Klar, warum nicht? Schlimmer gehts kaum, trotzdem habe ich mir das Ding auf VHS aufgenommen und so oft angeschaut, dass die Qualität irgendwann so mies war, dass man kaum mehr was erkennen konnte (ok, die Qualität war vorher schon nicht HD würdig). Aber ich war wie gebannt. Nie zuvor hatte ich etwas derart Einnehmendes gehört und gesehen. Eine Band, die nicht viel machte, aber mit ihrer Aura einen Punkt in mir traf, den ich bis dato nicht kannte. Sehnsucht, Melancholie, Hoffnung. In einer unglaublichen Verbindung. Und dann erst dieser Gitarrensound! Das ich mir wenig später das dazugehörige Album orderte... selbstverständlich.

Was nun folgte, war eine fast drei Monate andauernde extreme Abhängigkeit. Vom ersten Hördurchgang an konnte ich nicht glauben, dass jemand wirklich derartige Musik fabrizierte. Als hätten vier Amerikaner sich nur zusammengetan, um deine persönliche Lieblingsband zu werden... ohne dass du es ahnen konntest. Sicher, ich war zu diesem Zeitpunkt erst am Anfang, die alternative Musikwelt jenseits von bekannten Acts wie Korn, System of a Down oder Incubus zu entdecken, doch auch heute, gefühlte Lichtjahre weiter als damals, wüsste ich nicht, welches Album mich seit El Cielo ähnlich heftig begeistert hätte. Dredg hebelten mein Verständnis von Musik aus und schickten es in Sphären, die nahezu unwirklich erschienen. Ich musste El Cielo immer und überall hören. Ich entdeckte jeden Tag neue, interessante Details und konnte nicht genug bekommen von allem, was dieses proppevolle Werk zu bieten hatte.

Auch heute noch ist jeder Durchgang dieses Meisterwerks ein Hochgenuss. Ich gerate in wohlige Wallung, wenn das geheimnisvolle Intro in Same Ol' Road übergeht und nach 40 Sekunden das erste Mal die Gitarre einsetzt... und dann kommt schon der Refrain, larger than life sozusagen. Gefühle überstürzen sich, stürzen auf den Hörer ein, packen ihn und rütteln so lange, bis man begriffen hat: das hier ist real. Oder doch ein Traum? El Cielo halt. "All you need is a modest house in a modest neighborhood. In a modest town where honest people dwell" bevor der Sturm einsetzt. Dann ein Flirren, Drums kommen langsam aus dem Dunkeln ans Licht und schon ist man mitten in Sanzen, ein weiterer unwirklicher Song mit göttlichen Strophen und göttlichem Refrain. Spätestens jetzt kann man nicht anders, als sich am Sound dieser Gitarre zu laben. Mark Engels hat den weitflächigen Klang sicher nicht erfunden, aber er treibt ihn in Kreise, die sprachlos machen. Er erschafft Melodien, welche bis in die letzten Winkel das Gehörgangs dringen und dort ihre Initialen einritzen. Die bekommt man da nicht mehr raus. Nimmer. Er baut das Gerüst für den vllt. besten Song des Albums: Triangle. Worte können nicht beschreiben, was 5 Minuten Musik alles bewirken. Gläserklirren, Geigen, ein Schrei. Diese Lyrics! Mein Gott. "And tyranny's torn from the podiums where leaders stand but rule no more" neben "Watch it explode while it's not impossible for flowers to bloom and grow next to graves. And babies are born in the same buildings where people go to pass away" und dann der zentrale Satz dieses Songs, ja dieses Albums: "We live like penguins in the desert. Why can't we live like tribes?" Eine gute Frage, die Antwort bleibt offen. Song für Song wandelt man durch El Cielo, durch Landschaften, so wenig greifbar wie der besprochene Himmel. Aber fühlbar. Verdammt fühlbar. Die Verzweiflung in Sorry but it's over. Die unendlich süße Melancholie im hell strahlenden Scissor Lock. Die Beklemmung in Eighteen People living in Harmony. Die Erlösung im offensichtlichen Hit Of the Room. Das Unbehagen in Whoa is Me. Die Wucht in The Canyon behind her. Jeder Song ist wie eine eigene Welt, die sich bei jedem Hören neu und unentdeckt entblättert. Und alles zum großen Teil nur mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Stimme. Dredg brauchen nicht viel, um etwas zu schaffen, was (zumindest für mich) bis in alle Ewigkeit bestehen wird. Mit El Cielo waren sie am Gipfelkreuz. Besser, höher, weiter ging nicht. Drew's Bass war nie wieder so prägnant, Dino hat kein anderes Album mit seinem außergewöhnlichen Schlagzeugspiel so geprägt wie dieses. Gavin hat nie besser gesungen. Überhaupt: Gavin. Mit einer Stimme gesegnet, die einem in die Seele schaut, die Lyrics bringt, über die man Tage rätseln kann und doch zu keinem Ergebnis kommt. Verwirrung in ihrer schönsten Form. Er war immer ein bisschen geheimnisvoll, bis er in Catch without Arms die Türen öffnete und Licht ins Dunkel ließ. Es sei ihm verziehen. Über solche Fußnoten denkt man sowiso nicht nach, wenn der Refrain von The Canyon behind her über einen hereinbricht wie eine Tsunami-Welle. El Cielo schließt mit Macht, mit Urgewalt. Ein letztes Aufbäumen, bevor alles in Stimmen versinkt und die Stille nach 57 Minuten und 16 Sekunden nichts zurücklässt.

El Cielo. Der Himmel. Oder: Dream Caused by the Flight of a Bee around a Pomegranate One Second Before Awakening. Verwirrung garantiert. Sie war nie schöner.

Oceantoolhead

Postings: 954

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22.03.2016 - 15:34 Uhr
Warum Silent Alarm ? Weils mir halt grade auf die schnelle einfiel als Album, dass allgemein als gut angesehen wird aber nicht diesen 10/10 Status hat. Bloc Party sind tatsächlich noch weniger progressiv als Dredg, aber sonsten vom Sound her nicht soo weit entfernt. Halt dynamischer Indie-/Alternative Rock, der eher british als amerikanisch klingt. - Ob das Songwriting bei der einen Band besser oder schlechter ist, ist ja Geschmackssache.

@baroness

Genau so einen Text wollt ich mal herauskitzeln :P Könnte genau sowas über Oceansize - Effloresce schreiben !

MopedTobias

Postings: 11731

Registriert seit 10.09.2013

22.03.2016 - 16:36 Uhr
Er heißt aber boneless :D

Verstehe, was du meinst, aber aus meiner Sicht nehmen sich die beiden Alben in Sachen Resonanz nicht sonderlich viel. Und ne 10 hätten imho beide nicht verdient.

Vennart

Postings: 368

Registriert seit 24.03.2014

22.03.2016 - 19:36 Uhr
Beeindruckend boneless, der wahrscheinlich schönste Beitrag, den ich in diesem Forum zu irgendeinem Album überhaupt gelesen habe.

Wenn man die einzelnen Songs betrachtet, dann sind für mich kleinere Schwächen hinsichtlich drei oder vier Lieder auszumachen aber so funktioniert diese Musik für mich nicht.
Es ist für mich vielleicht DAS Album, wenn es um den perfekten Albumfluss geht. Ich höre “El Cielo“ nur in Gänze (eventuell mal “Triangle“ oder “Canyon“ für sich) aber jedes Stück ist hier Teil des größeren Ganzen. Ich kann es nicht allzu oft hören aber wenn, dann ist es überirdisch. Am besten funktioniert das für mich in der Natur oder regungslos lauschend.
Dann entfalten auch die Lieder, die für sich betrachtet “nur“ wirklich gut wären, im Zusammenspiel mit den anderen Stücken und den unheimlich geschickt platzierten Interludes einen hypnotischen Strudel, den ich nur noch als transzendental beschreiben kann. Und die Texte gehören zu den besten, die ich kenne.

Deswegen ist der Vergleich mit “Silent Alarm“ meiner Meinung nach unpassend, da dieses einerseits viel hyperaktiver und tanzbarer ist und andererseits aus größtenteils starken Einzelsongs besteht, die meiner Meinung nach lyrisch und musikalisch jedoch nicht in gleichem Maße wie “El Cielo“ aufeinander aufbauen.
“El Cielo“ erzählt eine Geschichte, es besteht nicht nur aus Songs, es ist für mich wie ein 57 minütiger Moment der bewusstseinserweiternden Meditation.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 15222

Registriert seit 07.06.2013

23.03.2016 - 16:52 Uhr
"Silent alarm" und "El cielo" sind zwei Alben, bei denen ich mir bis gerade niemals vorstellen konnte, sie mal in einem Satz zu erwähnen.

@boneless:
Danke für den schönen Text.

Das Album wird bei mir wohl ne ewige 7,5/10 bleiben. "Same old room" und "Sanzen" sind fantastisch, der Rest "nur" ziemlich gut. Die Atmosphäre mag ich sehr.

MopedTobias

Postings: 11731

Registriert seit 10.09.2013

23.03.2016 - 17:28 Uhr
Meinst du Same Ol' Road oder Of the Room? :D

The Canyon Behind Her nur "ziemlich gut"? Absoluter Gottsong.

boneless

Postings: 2258

Registriert seit 13.05.2014

23.03.2016 - 19:21 Uhr
"Silent alarm" und "El cielo" sind zwei Alben, bei denen ich mir bis gerade niemals vorstellen konnte, sie mal in einem Satz zu erwähnen.

Traurig, oder? ;D

Ich hab die Cd damals auch besessen und fand sie für ein paar Durchläufe sogar recht gut. Aber Silent Alarm ist für mich eine dieser Platten, die ich mit 17 mochte, welche man aber irgendwann hinter sich lässt. Ähnlich gehts mir mit Franz Ferdinand und Co. Hat für mich schlicht 0 Substanz und keinerlei emotionale Bindung.

Huhn vom Hof

Postings: 1225

Registriert seit 14.06.2013

23.03.2016 - 19:34 Uhr
Das wehmütige Intro von "The Canyon Behind Her" ist der Himmel. Und "Triangle" erst... wenn nach dem ruhigen, monotonen Part ("We live like penguins in the desert...") die ganze Band wieder einsetzt, dazu Gavins eindringlicher Gesang - das ist nur großartig.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 15222

Registriert seit 07.06.2013

23.03.2016 - 19:40 Uhr
Meinst du Same Ol' Road oder Of the Room? :D

Jupp.

Aber Silent Alarm ist für mich eine dieser Platten, die ich mit 17 mochte, welche man aber irgendwann hinter sich lässt.

Jupp.

MopedTobias

Postings: 11731

Registriert seit 10.09.2013

23.03.2016 - 19:40 Uhr
@boneless: Bei Franz Ferdinand stimme ich dir voll zu, kann auch nicht verstehen, wie man das außerhalb der Indiedisco gut finden kann. Bei Bloc Party gilt das nur bedingt; Silent Alarm ist bis auf den gigantischen Opener auch nichts besonderes oder großartig substanzvolles für mich, aber der Nachfolger ist definitiv ein Meisterwerk für mich und auch, um den Bogen zum Threadthema wieder zu spannen, besser als El Cielo (wobei ich dir Alben von mir aus nie vergleichen würde).

nörtz

User und Moderator

Postings: 5219

Registriert seit 13.06.2013

24.03.2016 - 02:38 Uhr
Ach, da werde ich ganz melancholisch, wenn ich an "El Cielo" und meine damalige Bestellung denke.

Bestelldetails Amazon
Bestellt am 19. November 2002:

Dredg - El Cielo
A Perfect Circle - Mer De Noms
QOTSA - Rated R
Pearl Jam - Riot Act


Für einen, der Rock nur aus dem Dudelradio kannte und sich für Musik nie bewusst interessiert hatte, war das schon die Offenbarung.^^ "El Cielo" habe ich irgendwann nur noch nachts im Dunkeln gehört, um die Wirkung zu verstärken. Das war wie eine Reise in eine andere Welt.

Auch heute immer noch eine 10/10 bie mir.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 15222

Registriert seit 07.06.2013

29.03.2016 - 11:53 Uhr
Geile Bestellung auf jeden Fall.

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 4711

Registriert seit 23.07.2014

11.06.2019 - 13:08 Uhr
Habe heute entschieden, mich mal näher mit der Platte zu befassen, da sie schon eine ganze Weile ungehört hier herumliegt, und der Ersteindruck ist bisher sehr positiv. Die Stimme irritiert zunächst, aber da habe ich mich ganz schnell daran gewähnt. Sehr schöne Musik.

Lazybone1

Userin und Moderatorin

Postings: 940

Registriert seit 07.09.2013

11.06.2019 - 13:28 Uhr
Ich mag das Album sehr. Könnte jetzt keinen Song auf der Platte nennen, der negativ aus der Reihe tanzt.

Voyage 34

Postings: 368

Registriert seit 11.09.2018

11.06.2019 - 13:31 Uhr
Ein absolutes lieblingsalbum von mir, vor allem dinos drumming finde ich grandios, die Jazz Einflüsse, die brushstrokes, den Flow... ganz nah an der 10/10 für mich

keenan

Postings: 2020

Registriert seit 14.06.2013

11.06.2019 - 13:40 Uhr
live noch besser die songs :-)

boneless

Postings: 2258

Registriert seit 13.05.2014

12.06.2019 - 20:48 Uhr
Ich mag das Album sehr. Könnte jetzt keinen Song auf der Platte nennen, der negativ aus der Reihe tanzt.

Die Knochenfreunde sind sich einig. :D

Sehr schön, dass Affengitarre die Platte wieder ins Foren-Gedächtnis ruft. An meiner Einstellung zu El Cielo (siehe weiter oben) hat sich freilich nichts geändert. Göttlich.
MC Galgenvôgel
12.06.2019 - 21:03 Uhr
10/10

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 4711

Registriert seit 23.07.2014

12.06.2019 - 22:05 Uhr
Ich bin auch von mal zu mal mehr angetan. :)

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 15222

Registriert seit 07.06.2013

12.06.2019 - 23:26 Uhr
Finde ja nach wie vor "Chuckles" am besten.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 3265

Registriert seit 26.02.2016

12.06.2019 - 23:50 Uhr
*chuckle* :-P

boneless

Postings: 2258

Registriert seit 13.05.2014

13.06.2019 - 21:16 Uhr
Finde ja nach wie vor "Chuckles" am besten.

Fast schon zu offensichtlich provokant. :P

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 15222

Registriert seit 07.06.2013

13.06.2019 - 21:22 Uhr
Hehe.

Ich fände mal ne Session zu "El Cielo" gut, weil das Album nen guten Gesamtflow hat auch wenn mich irgendwie nie mehr als die ersten beiden Songs richtig begeistert hat.
!Umfrage! Song-Contest
13.06.2019 - 21:30 Uhr
"Whoa is me"

vs

"Hunger of the pine" (Alt-J)


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