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Marco W. nicht mehr in Türkei in Haft

User Beitrag
Kim
26.11.2008 - 23:36 Uhr
Sehr nett ... und klar hat er mir das nur privat anvertraut. Nicht weitersagen!
calzone
27.11.2008 - 18:53 Uhr
kann marco verstehen. wieder fünf monate. der muss angepisst sein ohne ende. wie lange soll er noch die füsse still halten. wenn die türkische justiz versagt können ihm seine anwälte auch nicht helfen. er muss sich selbst endlich vor der öffentlichkeit rehabilitieren
Sghrn
27.11.2008 - 19:26 Uhr
Das ist entweder Türken- oder Germanbashing. Vielleicht auch dieses neumodische Each-Other-Bashing
Alphatier
28.11.2008 - 01:28 Uhr
Der Nötiger schlägt zurück.
taz war dabei ?
28.11.2008 - 21:09 Uhr
beschissener parteiischer artikel als konter gegen bild
Kim
28.11.2008 - 23:45 Uhr
beschissener parteiischer artikel als konter gegen bild

Und wenn die Bild sich pro-Charlotte geäußert hätte, wäre der Bericht vermutlich genau gegenteilig ausgefallen. Einfach nur eine ganz billige Reaktion um „ernster genommen zu werden" als das verpönte Schand-Blättchen, - Hauptsache dagegen! Die Kerze haben beide Seiten damals nicht gehalten. Insofern kein bisschen weniger voreingenommen oder unsachlich als die Bild, nur brachial in die (beliebig) andere Richtung gesteuert.

Das britische Mädchen - zwar mit anderem Namen - zerrt er nun selbst in die Öffentlichkeit, stempelt sie zur frühreifen Göre, die ihn mit ihren Lüsten überrumpelt und den Versuch einer Vergewaltigung anschließend ersponnen habe, weil sie "sauer" gewesen sei: " (…) wenn ich geahnt hätte, welche Geschichte Carolina ihrer Mutter auftischte (…)."

Hallo??? Beim Lesen dieses Absatzes konnte ich nur noch ungläubig kopfschüttelnd lachen. - ER zerrt SIE in die Öffentlichkeit? Da fällt einem doch nichts mehr ein. Höchste Zeit wurde es! Nach ihren Beschuldigungen musste dieses Mädel sich NIE öffentlich äußern. Vielleicht kriegt sie ja die Klappe mal auf, wenn Marco in der Lage ist, ihr seinerseits endlich überhaupt etwas entgegensetzen zu können. - SIE in die Öffentlichkeit zerren ... Ich fass es nicht! Seit rund 20 Monaten blieb sie, als Anklägerin, verschont, während Marco sonstwas durchmachen musste, und das obwohl es ohne Beweise Aussage gegen Aussage stand! Ich hätte die schon vor gut einem Jahr „an die Öffentlichkeit gezerrt". Wie soll man bei solch willkürlichen Machenschaften sonst noch an Gerechtigkeit glauben?!
@Kim
29.11.2008 - 00:30 Uhr
Da du genauso wenig wie alle anderen außer Marco und Charlotte weißt, was in jener Nacht geschehen ist, könntest du ruhig ein bisschen leiser treten und dieses Mädchen nicht auf eine solch lautstarke Weise vorverurteilen. Immerhin forderst du selbiges für Marco und es kann für das Opfer einer vermeintlichen* Sexualstraftat durchaus belastend sein, sich dazu öffentlich zu äußern, ganz gleich ob in den Medien oder vor Gericht. Hier gibt es auch in der deutschen Justiz, dass durchaus übliche Prozedere, dass auf Probleme des vermeintlichen* Opfers sich zu dem Tathergang zu äußern, sensibel reagiert wird, gerade was sexuelle Straftaten wie Vergewaltigung oder Kindesmissbrauch betrifft.

*Das "vermeintlich" sollte genügen, um klar zu machen, dass das letzte Wort in diesem Fall noch nicht gesprochen ist, und Vorverurteilungen von Leuten, die weder von diesem konkreten Prozess Kenntnisse haben, die über Medienmeldungen hinausgehen, noch in der juristischen Materie drinstecken, nicht viel sinnvolles zum fall beitragen können (außer übertriebene emotionale Echauffierungen) und daher unterlassen werden sollten; unabhängig von ihrer Positionierung.
Kim
29.11.2008 - 00:52 Uhr
Wird es dadurch gerechter? Tatsache bleibt doch, dass zwei Jugendliche zum selben Hergang gegensätzliche Aussagen gemacht haben, keine Beweise vorlagen, ihnen aber SEHR Unterschiedliches zugemutet wurde.
@Kim
29.11.2008 - 01:49 Uhr
Und deshalb ist es gerecht Charlotte jetzt das zuzumuten?
Kim
29.11.2008 - 01:57 Uhr
Was zuzumuten? EINMAL in der Öffentlichkeit auch "ihre" Wahrheit darzulegen? Allerdings!!! Das halte ich nicht nur für "zumutbar", sondern für schon verdammt lange überfällig.
Bongo
29.11.2008 - 02:27 Uhr
Wenn man seinen gesunden Menschenverstand einschaltet, dann weiß man einfach, dass der Typ sie nich vergewaltigt hat. Hat den wirklich einer in Interviews labern gesehen und dabei gedacht: "Naja, vielleicht hat er ja doch"? Die Mutter vom Opfer wiederum Hardcorechristin, dass die keine klaren Bilder sehen (wollen), ist uns dann wohl auch allen klar. Klar is dass hohl zu behaupten, dass ja nix gegen ihren Willen passiert sein kann, weil sie noch Jungfrau ist, aber es sollt schon extrem mit dem Teufel zugehn, wenn gerade dieser schüchterne Junge da, n Vegewaltiger sein soll. Und sogar die Sache mit dem Buch find ich okay und kann nachvollziehen.
Raventhird
29.11.2008 - 02:35 Uhr
(02.04.2008 - 02:29 Uhr)

Ein Fake, den ich bisher übersehen habe, weil ich noch nie in diesem Thread war. Löschung wird veranlasst.
logan
29.11.2008 - 03:01 Uhr
Leute, gebt's auf mit Kim zu argumentieren. Das bringt bei dem Thema nichts. Genausowenig, wie einem Atheisten die Existenz Gottes zu beweisen ist, oder einem Gottgläubigen dessen Nichtexistenz. Sie hat eine Religion draus gemacht. So wie für manche andere felsenfeststeht, dass er's war. Die ganze Diskussion ist witzlos.
Strombuli
29.11.2008 - 03:08 Uhr
Ich fass es nicht! Seit rund 20 Monaten blieb sie, als Anklägerin, verschont, während Marco sonstwas durchmachen musste, und das obwohl es ohne Beweise Aussage gegen Aussage stand!

Überhaupt kommen mutmaßliche Vergewaltigungsopfer in den Medien viel zu gut weg! Was zieht die kleine Schlampe auch so nen kurzen Rock an?
Aber Strombuli!
29.11.2008 - 04:07 Uhr
Männer sind in unserer verweichlichten und zutiefst ungerechten Gesellschaft doch von vorneherein als Vergewaltiger vorverurteilt. Und deswegen gehört jetzt endlich einmal die Alte öffentlich bespuckt, ausgepeitscht und ans Kreuz genagelt, aber so richtig feste genagelt. Ausgleichende Gerechtigkeit!
Greylight
29.11.2008 - 10:07 Uhr
Wenn man seinen gesunden Menschenverstand einschaltet, dann weiß man einfach, dass der Typ sie nich vergewaltigt hat. Hat den wirklich einer in Interviews labern gesehen und dabei gedacht: "Naja, vielleicht hat er ja doch"? Die Mutter vom Opfer wiederum Hardcorechristin, dass die keine klaren Bilder sehen (wollen), ist uns dann wohl auch allen klar.

Eben. Erschreckend ist nur die Kaltblütigkeit der Mutter und der Tochter. Die junge Tochter war vielleicht noch zu dumm, um die Zusammenhänge richtig zu verstehen. Aber die Mutter muss ungefähr gewusst haben, was Marco gerade durchmacht. Finde das mit dem Buch auch OK. Wenn jeder Vollidiot wie z.B. Dieter Bohlen ein Buch rausbringen darf, dass darf das Marco in solch einem Fall erst Recht.
Greylight
29.11.2008 - 10:12 Uhr
Marco hingegen wirkt genau wie der unbedarfte Junge, der unglücklich in so eine Geschichte reinschlittert.
Leatherface
29.11.2008 - 13:17 Uhr
Überhaupt kommen mutmaßliche Vergewaltigungsopfer in den Medien viel zu gut weg! Was zieht die kleine Schlampe auch so nen kurzen Rock an?

So langsam sollte es sich mal ausgemutmaßt haben. Die Beweislast war von Beginn an lächerlich-gering und trotzdem wurde Marco über Monate in diesem Drecksloch fest gehalten. Wo kommen wir denn da hin, wenn jetzt jeder jeden der Vergewaltigung bezichtigen und Monate hinter Gitter bringen kann, ohne irgendwelche aussagekräftigen Beweise vorzulegen? Nicht nur konnte die Anklägerin keine Beweise vorlegen, sie war sogar zu feige sich öffentlich zu äußern bzw wurde wahrscheinlich von der schrecklichen Mutter zurück gehalten, die im Hintergrund die Fäden gezogen hat.

Seine Sicht der Dinge zu schildern, ist also nur Marcos gutes Recht, um seine Weste wieder rein zu waschen, wenn er nichts getan hat, wovon ich aus gehe. Dass Charlotte deswegen wieder im Rampenlicht steht, ist ein Nebeneffekt, den sie wird verkraften müssen. Falls sich wirklich herausstellt, dass alles nur gelogen war, wartet ohnehin Schlimmeres auf sie und ihre Mutter.
Jaja
29.11.2008 - 13:43 Uhr

Aber die Mutter muss ungefähr gewusst haben, was Marco gerade durchmacht. Finde das mit dem Buch auch OK. Wenn jeder Vollidiot wie z.B. Dieter Bohlen ein Buch rausbringen darf, dass darf das Marco in solch einem Fall erst Recht.

....


Seine Sicht der Dinge zu schildern, ist also nur Marcos gutes Recht, um seine Weste wieder rein zu waschen, wenn er nichts getan hat, wovon ich aus gehe.


Nicht euer ernst , oder ? Während eines laufenden Verfahrens so ein Buch zu veröffentlichen ist schlicht, mhh nennen wir es extrem ungeschickt. Eigentlich ist es an Dummheit nicht zu überbieten. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.
Strombuli
29.11.2008 - 13:53 Uhr
So langsam sollte es sich mal autgemutmaßt haben

Wir sprechen hier von einem (leider immernoch) laufenden Prozess, da sind Mutmaßungen, die Opfer und Täter vertauschen, noch sehr viel weniger angebracht. Bild-Leser wissen natürlich wie immer mehr, auch wenn sich die Bildzeitung diesbezüglich schon eine Rüge vom deutschen Presserat eingehandelt hat.
Wo kommen wir denn da hin, sollte eher die Frage lauten, wenn Vergewaltiger in Zukunft nur bei lückenlosen Beweisen wie Videoaufnahmen überführt werden könnten und nicht mehr durch Indizienprozesse, die sich vor allem auf die Aussage und Identifizierung durch das Opfer stützen?
Jetzt habe ich bei der Faktenlage die wir kennen (und das ist bestimmt weniger als die des türkischen Gerichts), auch nicht den Eindruck, Marco W. sei ein Vergewaltiger. Aber allein damit, dass er sich an sexuellen Handlungen an einer 13-jährigen versucht hat, hat er sich nach deutschem Recht (fahrlässig) schon mal strafbar gemacht. Und in Deutschland darf man sich in dieser Weise über laufende Gerichtsverfahren nicht äußern, schon gar kein Buch veröffentlichen. Da ist es mehr als verständlich, dass Marcos Anwalt sein Mandat bereits niedergelegt hat.
Obrac
29.11.2008 - 13:55 Uhr
Seine Sicht der Dinge zu schildern, ist also nur Marcos gutes Recht, um seine Weste wieder rein zu waschen, wenn er nichts getan hat, wovon ich aus gehe

Und nebenbei noch ganz gut abzukassieren. Finde ich schon ziemlich zum Kotzen, sowas dann noch in Buchform bringen zu müssen, unabhängig davon, ob er unschuldig ist oder nicht.. Hauptsache man schlachtet das Ganze noch medienwirksam aus, um alles herauszuholen, was herauszuholen ist. Die ganze Sache wird sich für diesen Menschen unterm Strich so ziemlich gelohnt haben.

Wenn jeder Vollidiot wie z.B. Dieter Bohlen ein Buch rausbringen darf, dass darf das Marco in solch einem Fall erst Recht.

Hammerargument.
Strombuli
29.11.2008 - 14:00 Uhr
Zum Kotzen finde ich auch den von der BILD offen geschürten Rassismus, mit dem der türkischen Justiz Willkür unterstellt wird.
Was passiert eigentlich mit Marco, wenn er schuldig gesprochen wird und die Türkei in einigen Jahren zur EU gehört?
Leuten, die das Buch auch noch kaufen, ist in der Tat wohl nicht mehr zu helfen.
Novartis
29.11.2008 - 14:03 Uhr
Die ganze Sache wird sich für diesen Menschen unterm Strich so ziemlich gelohnt haben.

was bist du nur für ein arrogantes und impertinentes wesen. es hat sich also gelohnt sich ins gefägnis zu begeben. warst du schon einmal in einem türkischen gefägnis?
JaRaDa
29.11.2008 - 14:07 Uhr
Den Ausschlag das Buch zu schreiben soll die Leukemie-Erkrankung des Vaters gegeben haben, um einen Knochenmarkspender zu finden. Sonst hätte er damit wohl auch bis nach dem Urteilsspruch gewartet.
Obrac
29.11.2008 - 14:10 Uhr
was bist du nur für ein arrogantes und impertinentes wesen. es hat sich also gelohnt sich ins gefägnis zu begeben. warst du schon einmal in einem türkischen gefägnis?

Natürlich ist es in einem türkischen Gefängnis scheiße, nehme ich jetzt mal an (du warst anscheinend schonmal drin). Wenn man dann allerdings bei sicherlich sehr guten Buchverkäufen sein restliches Leben in Luxus verbringen kann, wird der Marco das mutmaßlich als mehr als guten Ausgleich sehen.
JaRaDa
29.11.2008 - 14:13 Uhr
sicherlich sehr guten Buchverkäufen sein restliches Leben in Luxus verbringen kann

An hohen Buchverkäufen verdient man heutzutage kaum, es sei denn man schreibt einen Weltbestseller...
Piepi
29.11.2008 - 14:14 Uhr
Es ist einfach eine heikle Situation. Im Zweifel immer für den Angeklagten, aber irgendwie ist mir das in vielen Fällen zu schwammig.

Dass die Familie des "Opfers" hier an den Pranger gestellt wird, weil die Mutter chrsitlich-konservativ ist (wobei sowas immer Auslegungssache ist).

wenn gerade dieser schüchterne Junge

Schüchtern? Deswegen veröffentlicht er nun auch ein Buch und lässt seine Geschichte groß bei der BLÖD ausleuchten.

Ich kann mir weder von ihm noch von ihr ein genaues Bild machen, aber es gibt da ziemlich viele Ungereimheiten und auch Widersprüche.
Obrac
29.11.2008 - 14:15 Uhr
An hohen Buchverkäufen verdient man heutzutage kaum, es sei denn man schreibt einen Weltbestseller...

Das stimmt nicht. Ich würde mal davon ausgehen, dass das Buch in Deutschland dank BILD ein Bestseller wird. Das reicht, um sehr sehr gut zu verdienen.
Novartis
29.11.2008 - 14:16 Uhr
dann war das ganze also berechnung? das hat er aber dann sehr clever gemacht.
Greylight
29.11.2008 - 14:59 Uhr
@Obrac

Na ja, wer würde an Marcos Stelle jetzt nicht so handeln? Ich sehe die Wahrscheinlichkeit auch sehr viel größer, dass er unschuldig ist. Wenn man dann zu Unrecht fast ein ganzes Jahr unter erbärmlichen Bedingungen im Knast schmoren muss, spielt man wahrscheinlich in der Zeit ständig mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen. Wenn man also überhaupt keinerlei Gerechtigkeit erfährt, dann wird man die Chance schon am Schopfe packen, aus der Angelegenheit jede Menge Geld rausholen zu können.
Garp
29.11.2008 - 15:16 Uhr
Ich gehe zu Marcos Gunsten mal davon aus, dass er ein eher unbedarfter Typ ist, der überredet wurde, das Buch jetzt zu veröffentlichen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schlichtweg eine Katastrophe und ein riesiges Eigentor. Hoffentlich findet er von den Einnahmen einen neuen Verteidiger, der noch bereit ist das Mandat zu übernehmen, momentan steht er ohne jeglichen Beistand da.
Raventhird
29.11.2008 - 16:01 Uhr
Wenn man dann allerdings bei sicherlich sehr guten Buchverkäufen sein restliches Leben in Luxus verbringen kann,

Eins, Zwei, Realitätscheck, Eins, Zwei. Das Buch hat eine Auflage von 20.000 Stück und ich würde mich schwer wundern, wenn mehr als ein Euro pro verkauftem Exemplar beim Autor bleibt und wenn die Auflage sich tatsächlich komplett verkaufen sollte. Wie man mit < 20.000 Euro ein "restliches Leben in Luxus" bestreiten soll (oder auch nur ein paar Monate), musst Du mir nochmal erklären.
Obrac
29.11.2008 - 16:07 Uhr
Hmm, ich als Verlagskaufmann dachte immer, dass man ein Buch auch neu auflegen kann. Ein Euro wäre ein Autorenhonorar von 7%. Ich denke schon, dass das höher ausfallen wird. Wenn es allerdings nur so hoch ist, dann kann man den Marco getrost als saublöd deklarieren. Aber du wirst dich sicherlich besser auskennen als ich.
Raventhird
29.11.2008 - 16:11 Uhr
7% wäre ziemlich hoch. Normalerweise sind das eher 5% oder weniger, außer bei Top-Autoren, da können es auch mal bis zu 20% werden (das ist aber ein Extremwert). Im Endeffekt werden selbst bei einer zweiten Auflage und im günstigsten Fall nicht mehr als 50.000 Euro rauskommen. Reicht für ein Leben in Luxus (zumindest meiner Vorstellung von Luxus nach) maximal ein paar Monate, nicht das ganze restliche Leben.
Obrac
29.11.2008 - 16:16 Uhr
7% wäre bei einem solchen Verkaufspotenzial, besonders im Hinblick darauf, dass die Bildzeitung das Buch bewirbt, sehr niedrig. Heutzutag ist es ohnehin überhaupt kein Problem mehr, Bücher kostenkünstig immer und immer wieder neu aufzulegen, wenn es erforderlich ist. Inwiefern deine im übrigen natürlich selbst arg hypothetische Milchmädchenrechnung einen Realitätscheck darstellen soll, ist mir noch nicht ganz klar.
Raventhird
29.11.2008 - 16:26 Uhr
Ach, Obrac, warum kannst Du nicht mal zugeben, wenn Du Blödsinn redest, sondern muss noch krampfhaft gegentrollen? Selbst internationale und seit X-Jahren erfolgreche Top-Bands verdienen kaum mehr als nen Euro pro verkaufter CD, wie kommst Du zu der völlig irrsinnigen Annahme, dass eine Person, die 5-Minuten im Rampenlicht steht und bei einem Winz-Verlag ein Buch rausbringt, das maximal für ein paar Monat von Interesse sein wird, damit so reich werden könnte, dass sie ein Leben in Luxus führen kann? Das ist jenseits jeglicher Realität, insofern war das mit dem Realitätscheck schon berechtigt.
Greylight
29.11.2008 - 16:28 Uhr
@Obrac

Tja, keine Antwort ist auch ne Antwort. ^^
Obrac
29.11.2008 - 16:33 Uhr
Ist schon klar, Raventhird. Du weißt ja auch genau, inwiefern Online-Magazine bemustert werden und bist natürlich der einzige, der durchblickt. Am sympathischsten ist dabei die unglaublich unarrogante Art, mit der du deine Mutmaßungen an den Mann bringst. Selbst wenn du Recht hättest, wäre es da unmöglich, mit dir vernünftig drüber zu reden. Da sträubt sich einem einfach alles bei. Realitätscheck, ey..

@Greylight: Ich finde es alles andere als selbstverständlich, unbedingt sein Schicksal in Buchform pressen zu müssen, und gehe auch davon aus, dass nicht jeder so gehandelt hätte.
Raventhird
29.11.2008 - 16:37 Uhr
Nicht vom Thema ablenken, bitte. Du hast einfach ins Blaue reingeredet mit der obigen Äußerung, offensichtlich ohne irgendwas davon zu wissen und das ist Stammtischniveau ohne Hand und Fuss. Entschuldige, wenn ich da gegenhalten muss, aber zugeben, dass die Äußerung totaler Unsinn war, könntest Du schon. Stattdessen mit irgendwelchen Angriffen zu kommen ist jedenfalls nicht gerade auf dem Niveau, dass man eigentlich von Dir gewohnt ist.
Obrac
29.11.2008 - 16:44 Uhr
Ich muss nicht vom Thema ablenken. Die Annahme, dass sich dieses Buch gut verkaufen wird, wenn dieser Verlag ein wenig auf Zack ist, ist alles andere als unrealistisch. Ich kenne einige Verlage, die gute Honorare bieten. Aus dieser Veröffentlichung kann man Geld machen, wenn man sich klug anstellt, und wenn dieser Mensch mit gewissen Ansprüchen auf Verlagssuche gegangen ist, dann hat er gute Verdienstmöglichkeiten. Das ist kein totaler Unsinn, sondern höchstens eine optimistische Einschätzung.

Und dass du dich jetzt über Angriffe beschwerst, ist ja irgendwie schon witzig..
Leatherface
29.11.2008 - 16:49 Uhr
Oh Mann, Raventhird, ob nun lebenslanger Reichtum (, der einmal mehr der obracschen Übertreibung entsprungen ist) oder nicht, ein hübsches Sümmchen wird für das Buch sicherlich rausspringen und es ist auch ganz bestimmt nicht so, dass Marco das Buch aus vollkommen uneigennützigem Zweck verfasst hat, weil er die Güte hat, die Welt unentgeltlich an seinem Schicksal teil haben zu lassen. Welchen Sinn hat also diese Diskussion? Dass da ein gewisser Wunsch nach Reichtum dahinter steht, dürfte wohl kaum jemand bezweifeln und das war ja schließlich Obracs Punkt.
Raventhird
29.11.2008 - 16:57 Uhr
@Leatherface: Komplette Zustimmung. Aber man muss ja nicht immer gleich mit totalen Übertreibungen rumpoltern, um seine Argumente zu untermauern. Das hat doch was polemisches. Und wenn man dann auch nichtmal zugeben kann, dass man in dem Punkt einfach drauflosgeplappert hat, sondern noch Nachtreten muss ("arrogant", "Du bist wohl der Einzige, der durchblickt" etcetc), dann zeugt das aus meiner Sicht nicht von guter Diskussionskultur. Man könnte auch einfach sagen: "Ja, Du hast wohl doch Recht und ich habe übertrieben" und gut ist es.

So. Und jetzt zurück zum Thema:
Raventhird
29.11.2008 - 16:58 Uhr
Im übrigen: "Reich" (im relativen Sinne) wird er wohl eher durch die TV-Honorare, wobei ich nicht weiß, inwiefern er in der Hinsicht aktiv ist.
Obrac
29.11.2008 - 17:01 Uhr
Man könnte auch einfach sagen: "Ja, Du hast wohl doch Recht und ich habe übertrieben" und gut ist es.

Nee, in dem Ton, mit dem du ankommst, sage ich sowas schonmal von vorneherein nicht, mal abgesehen davon, dass du eben nicht pauschal Recht hast. Aber die Art und Weise, wie du postest, ist bestimmt völlig ok, oder?

Das Buch hat bei Amazon übrigens den Verkaufsrang #8. Was das genau bedeutet, darüber kann man nur spekulieren. Dass das alles andere als schlecht ist, dürfte aber unstrittig sein.
Nitin Sawhney
29.11.2008 - 17:07 Uhr
vor allem inwieweit überhaupt eine Diskussionsgrundlage besteht. Ich fasse zusammen:

- ein Minderjähriger Deutscher wird im Türkei-Album der Vergewaltigung einer ebenfalls minderjährigen Britin bezichtigt, in Konklusion dessen mehrere Monate in Untersuchungshaft verwahrt

- die Umstände, vor allem die Dauer der Untersuchungshaft und das als träge zu bezeichnende Arbeitstempo der türkischen Justiz sorgen für Unmut in diversen Teilöffentlichkeiten, vor allem aber bei den Eltern

- nach einiger Zeit wird der Deliquent aus der Untersuchungshaft entlassen, die Vorwürfe sind bis heute nicht geklärt - er ist dem Gesetz nach unschuldig

- er beabsichtigt in einem Buch das Erlebte niederzuschreiben - eine autobiographische Aufarbeitung des Erlebten also

- es besteht kein Ursache-Wirkungszusammenhang aus der Perspektive des Marko W. was die Berichterstattung der Medien angeht. Folglich ist es für mich legitim, dass er seine Zeit, die ja einen Ausschnitt seiner eigenen Biographie darstellt, niederschreibt und der Öffentlichkeit zugängig macht. Über das Motiv sollte sich keiner zutrauen zu richten.
Raventhird
29.11.2008 - 17:27 Uhr
Nee, in dem Ton, mit dem du ankommst, sage ich sowas schonmal von vorneherein nicht, mal abgesehen davon, dass du eben nicht pauschal Recht hast

Das Buch hat bei Amazon übrigens den Verkaufsrang #8. Was das genau bedeutet, darüber kann man nur spekulieren.

Ich versuche es noch einmal, Dir zu verdeutlichen: Hape Kerkeling war 100 Wochen (!) auf den ersten Plätzen der Bestsellerlisten, hat das Ding knapp 3 Mio. mal verkauft. In den Hochzeiten mal als 40.000 pro Woche (man bemerke: Das doppelte der Gesamtauflage des Marco W.-Buches). Eines der erfolgreichsten deutschen Sachbücher überhaupt.

Ist Hape Kerkeling also jetzt Multi-Milliardär? Wenn man Deiner Rechnung folgt, dann müsste sich der Mann ca. 150 Leben in Luxus leisten können, also mehr als ein ganzes Leben im Luxus pro Jahr.

Die Wahrheit ist: Er verdiente etwa 5 Mio. Euro daran. Keine 2 Euro pro Buch bzw. keine 10%. Und er war schon zuvor eine ziemliche Berühmtheit, man darf also annehmen, dass er einen ziemlich guten Vertrag bekam.

Nehmen wir also nur mal an, dass Marco W. es irgendwie geschafft hat, bei dem kleinen Verlag ähnlich günstige Konstellationen auszuhandeln wie Hape Kerkeling (was sehr, sehr schwer zu bezweifeln ist): In dem Falle bekommt er bei Abverkauf der gesamten ersten Auflage:

20.000 x 15 Euro = 300.000 Euro. 8% davon sind 24.000 Euro. Nicht gerade ein Luxusgehalt. Und, das ist wie gesagt noch eine recht optimistische Rechnung.

Aber bitte jetzt mal Deine Rechnung:
Obrac
29.11.2008 - 17:37 Uhr
Da ich ja davon spekulativ ausgehe, dass es nicht bei der ersten Auflage bleibt, würde ich intuitiv annehmen, dass die Zahlen vielleicht in den sechsstelligen Bereich gehen. (Das tust du nicht, und das ist ja im Grunde der Knackpunkt) Bei einem daraus resultierenden Erlös stelle ich mir schon einen gewissen Luxus vor. Im Grunde hängt das Ganze natürlich an den Verkaufszahlen. Ob 7% oder 10% Autorenhonorar, ist da nicht ganz so wichtig. Auf jeden Fall ist das Ganze etwas, was durchaus diskutabel und nicht mit "Blödsinn" abzuhandeln ist. Natürlich muss ich auch einräumen, dass ich nicht sofort den Taschenrechner gezückt habe, aber im Hinblick auf die große Aufmerksamkeit und die Stimmungsmache, die dieser Fall nach sich zog, kann man meiner Meinung nach schon mit einem Erfolg rechnen.
Wir werden es ja sehen.
Ich hätte dir aber auch anders geantwortet, wenn du mir weniger herablassend geantwortet hättest.
Merlin
29.11.2008 - 17:55 Uhr
Wozu die Rechnerei? Wenn das Buch gekauft wird, verdient er dran und wenn nicht dann nicht..
Er ist durch die Medien bekannt geworden und hat nun die Möglichkeit einer breiten Öffentlichkeit seine Sicht der Dinge darzulegen. Mag ja sein dass ein solches Outing zu diesem Zeitpunkt ungeschickt gewählt ist aber man hatte keine Beweise gegen ihn, vielmehr nur recht schwache Indizien. Trotzdem wurde er dafür festgehalten, nach deutschem Recht nahezu unmöglich..
Dass man ihm jetzt vorwerfen will dass er die Geschichte ausschlachtet um sich persönlich zu bereichern halte ich für völlig überzogen.
Immerhin hat der deutsche Spiessbürger jetzt einen Grund mehr sich zu mokiern und dafür wird Marco beachtet. Soll er doch Bücher verkaufen, wem´s nicht gefällt braucht´s nicht zu lesen.
Diejenigen die ihn jetzt so niedermachen haben gut reden, sie haben nämlich selbst nicht im Knast gesessen und sind jetzt neidisch dass er möglicherweise reich werden könnte, ziemlich doofe Einstellung..
Greylight
29.11.2008 - 18:12 Uhr
@Obrac

Ich finde es alles andere als selbstverständlich, unbedingt sein Schicksal in Buchform pressen zu müssen, und gehe auch davon aus, dass nicht jeder so gehandelt hätte.

Schwer zu sagen, wie da jemand gehandelt hätte. Dazu müsste man sich erstmal vorstellen, wie es ist, fast ein ganzes Jahr unter sicherlich erbärmlichen Bedingungen im Knast zu sitzen und das höchst wahrscheinlich zu unrecht. Und könnte mir auch gut vorstellen, dass der Verlag ihm die Sache erst so richtig schmackhaft gemacht hat. Genauso hatte ich auch Verständnis dafür, dass Natascha Kampusch aus ihrem Unheil Profit schlagen wollte. Eine unfreiwillige Berühmtheit ist man in dem Fall ja ohnehin schon und dann der zu sein, der zuletzt lacht... why not...
Piepi
29.11.2008 - 18:25 Uhr
Man darf sowieso bezweifeln wieviel davon wirklich selbst geschrieben ist und wieviel findige Ghostwriter- oder Lektoratsarbeit ist.

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